DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DIE LINKE.

Erstellt von UP. am Donnerstag 22. November 2012

und die vergessenen Hartz-IV-Bezieher

Die WASG ist einst angetreten als die Partei der Hartz-IV-Bekämpfung und als politischer Arm der kritischen Gewerkschafter. Jetzt wandelt sich diese Partei mit dem Übergang in DIE LINKE. zumindest in Baden Württemberg zum zahnlosen Tiger der Gewerkschafter.

Ein Ersatz für die verlorengegangene sozialdemokratische Heimat wurde und wird aus ihr gebastelt. Eine Haltung macht sich hier in Stuttgart breit, die versucht, sich im System Kapitalismus zu etablieren.

Das große Ziel ist es, so viel als möglich Mandatsträger in den Bundestag, Landtag, Kreistag oder Gemeinderat zu bekommen. Für jeden Funktionär ein lukratives oder wenigstens Ansehen bringendes Mandat. Selbst nachdem die Landtagswahlen verheerende Ergebnisse brachten, wird der Kurs der Landespartei nicht einmal ansatzweise geändert.

Kein Vorstand, kein Wahlkampfleiter übernahm die Verantwortung; keinerlei Rücktritte. Nach dem Motto „Wir stehen vor dem Abgrund, aber schon morgen werden wir einen Schritt weiter sein“ wird genauso weitergemacht wie vor der Wahl. Der Verlierer der Wahl in Baden-Württemberg wird sogar Bundesvorsitzender. Ein Warnsignal oder nur Torheit?

Nachdem die kapitalistische Presse immer wieder die Platte aufgelegt hat:
„Wer nur gegen Hartz IV ist, lockt keinen Hund mehr hinterm Ofen vor“
, wird nun das Thema Hartz IV zur Nebensache erklärt. Mit der Forderung nach Mindestlohn, Lohnerhöhungen gegen die Eurokrise werden die Beschäftigten und nur die Beschäftigten gelockt.

Bernhard Strasdeit äußert dazu:
„Eine repressionsfreie Grundsicherung, die übrigens nicht nur Michael Schlecht fordert, sondern einvernehmlich die gesamte LINKE, bedeutet faktisch die Abschaffung von Hartz IV, jedenfalls in ihrem wesentlichen Inhalt. Bei den derzeitigen Kräfteverhältnissen scheint mir das Engagement für eine repressionsfreie Grundsicherung auch die einzige Perspektive, Hartz IV wirksam zu bekämpfen und zu überwinden.“

Aus dem gleichen Rohr feuern Tobias Pflüger und Stefan Dreher. Obwohl man sich einig ist, dass die Angst vor Hartz IV die Kampfkraft der Gewerkschaften schwächt, will man nicht mehr an die Wurzel des Übels, nämlich dem Vermögensverlust nach einem Jahr Arbeitslosigkeit. In den Kreistagen sitzt man herum, während Jobcenterleiter ihren märchenhaften Erfolgsbericht ihrer eigenen Arbeit vortragen.

Keine Wortmeldung, keine Kritik. So geschehen in Tübingen von unserem Vorstand Bernhard Strasdeit. Er hat sich die Märchenstunde unter den Augen der anwesenden Vertreter der Montagsdemo und von mir wohl im Halbschlaf angehört. Keine einzige kritische Frage zum Jobcenter kam von Seiten der Partei DIE LINKE.

Mit vereinten Kräften will die Vorstandschaft der Landes-LINKEN nun die Sozialberatung verhindern. Die Abwehrargumente werden nur so abgefeuert, ohne überhaupt mal ein Konzept vorgestellt bekommen zu haben.

So mokiert sich Bernhard Strasdeit darüber, dass man keine Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen sein möchte. „Wir sind auch kein Sozialverein, sondern eine  politische Partei.“

Ebenso führt er die Haftung für die Beratung als Gegenargument an. Diese ist zwar zu bedenken, aber doch erst wenn feststeht in welchem Maße und in welchem Rahmen Sozialberatung statt findet.
Tobias Pflüger findet: „Für Baden-Württemberg sind dort die beiden von der LINKEN unterstützen Angebote in Tübingen (Tübinger Arbeitslosen Treff e.V.) und Reutlingen (Arbeiterbildung Reutlingen e.V.) aufgeführt.“

Zwei Beratungsstellen für ganz Baden Württemberg?!
Weiter führt er aus: „Im Kern ist diese Debatte aber eine politische: Was sind die Hauptaufgaben für DIE LINKE? Ich persönlich sehe sie darin, linke Positionen unter die Menschen zu bringen, um die politischen Inhalte zu kämpfen und eine gesellschaftliche Veränderung zu erreichen. D.h. dann z.B. für die Mandatsträger/innen in politischen Auseinandersetzungen präsent zu sein. Sehr wichtig ist eine gute Bündnisarbeit der LINKEN, mitarbeiten ohne zu dominieren, präsent sein ohne Bewegungen, was aufzudrücken.“

Also weiter so wie vor der letzten Wahl: Tonnenweise bedrucktes Papier verschenken, farblich abgesetzt von den anderen Parteien, die ja ebenfalls tonnenweise Broschüren verschenken.

Eine geniale Wahlstrategie. Wir sollten auch unsere bunten Plakate nicht vergessen, die ja zusammen mit den Plakaten der vielen weiteren Parteien echte Aufmerksamkeit erregen. Der Knaller werden dann unsere Podiumsauftritte und Prominenten sein, mit denen wir die abertausende Nichtwähler aus ihren Sozialwohnungen locken und sie zu begeisterten Wählern der Linken machen werden. Und kommen sie nicht, erreichen wir sie über die, in prekären Verhältnissen massenhaft abonnierte, bürgerliche Tagespresse. (Auch diese wird als freie unvoreingenommene Presse von unserem Landesvorstand Bernhard Strasdeit verteidigt.
Zitat: „Du behauptest im Namen des Ortsvorstandes Rottenburg der LINKEN, Palmer sei die Folge des Presse- und Verlegermonopols des Tagblatts. Ich finde die Behauptung peinlich und falsch.“) Ein weiteres Indiz für eine Sozialdemokratisierung der Linken.

Aber weiter im Thema.

Die politischen Betriebsversammlungen, die massenweise vor Wahlen stattfinden nutzen wir, mit unserem starken Gewerkschaftsflügel, um massenhaft Arbeiter zu gewinnen. Die SPD, die ja erst seit 40 Jahren in den Führungspositionen der Gewerkschaften sitzt, wird keine Chance gegen unsere Gewerkschaftsmacht haben. Einen Trumpf hätte ich beinahe vergessen, nämlich unser Infostände auf den Marktplätzen der Städte und Gemeinden in Baden Württemberg.

Dort verteilen wir zusätzlich zu unseren Steckaktionen wieder tonnenweise Papier, zusammen mit vielen anderen Parteien. Die Arbeitslosen und Geringverdiener werden sicher nach ihrem Aldi-Einkauf im Industriegebiet extra in die Innenstadt kommen, um diese Informationen stapelweise nach Hause mitzunehmen und dort Wort für Wort zu lesen. Anschließend analysieren sie die Inhalte in Diskussionsgruppen auf dem Wäschetrockenplatz und werden dann begeistert zur Wahl gehen und die Linke wählen. Vorausgesetzt GZSZ läuft gerade nicht im Fernseher.

Bei einer so genialen Wahlstrategie brauchen wir doch keinen direkten Kontakt zu diesen Bevölkerungsgruppen. Und dabei auch noch Hilfe anzubieten ist doch geradezu grotesk. Das hat man als Partei doch nicht nötig. Wir gehen mal zum VDK oder zum Tübinger Arbeitslosentreff  e.V. und lächeln dort nett. Schwupps – wählen die uns alle. Diese Bündnisarbeit machen wir natürlich so unauffällig, dass keine andere Partei dahinter kommt.

Exklusiv und konkurrenzlos sozusagen!

So sind wir das gewöhnt, so machen das alle und so machen auch wir das. Sozialberatung bringt doch keine Wähler. Wer glaubt denn daran, dass wenn eine Partei Menschen in Not direkt hilft, dass diese Menschen dann dankbar sind und einen Nutzen darin sehen diese Partei zu wählen. Nur weil wir den Menschen in ihrer Existenzangst zur Seite stehen, bringt das doch keine Stimmen. Ohne Flyer, ohne Diskusionen, ohne Prominente. Ausgeschlossen.

Wem diese Argumentation seltsam vorkommt, der sollte sich zu einer direkten Hilfe für Menschen als Kontaktmöglichkeit und als menschlichen sozialen Einsatz bekennen. Kümmern wir uns um Menschen, verstehen diese auch, was es bedeutet sozial zu sein. Sie werden begreifen, dass wenn die Linke ein Bundestagsbüro hat, dieses ihnen direkt einen Nutzen bringt. Dass sie von einer Bundestagsabgeordneten der Linken in ihren prekären Verhältnissen profitieren.

Und wenn wir nur halb so viel Energie darauf verwenden, diesen Menschen auch politisches Bewusstsein zu vermitteln, wie wir darauf verwenden, uns um uns selbst und um die politischen Konkurrenten zu kümmern, dann wird die Sozialberatung ein Weg zum Erfolg der Linken in Baden Württenberg.

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Grafikquelle: Autor –

32 Kommentare zu “DIE LINKE.”

  1. RosaLux sagt:

    Überzeugender Beitrag. Danke.

  2. Viola sagt:

    Finde ich auch …

  3. OpaFielmann sagt:

    Gewerkschaftsfunktionäre und die „Verlierer“ aus der SPD (2. und 3. Reihe) bestimmen die Richtung in der Linkspartei.
    Das Ergebnis: Den Mitgliedern wird jedwedes Recht auf Einflussnahme in der eigenen Partei abgesprochen! Der Parteivorstand als Inhaber der alleinigen Wahrheit, wie zu alten leninistischen Zeiten.

  4. Dagmar Hampelmann sagt:

    Politisch Interessierte haben sehr wohl begriffen, wo die Reise der Partei des angeblich „Kleinen Mannes“ hingeht.
    Sie wird in den nächsten Jahren fürcherlich schrumpfen bis sie so gut wie weg ist…
    Wer jetzt noch Mitglied in dieser Partei wird, ist geblendet oder politisch naiv.

  5. Bremer sagt:

    ich habe den Eindruck, die werden immer mehr zur „Politsekte“.

    Da gibt es eine Innensicht und eine Aussensicht (wie in einer Sekte) und es wird zur „Geschlossenheit aufgerufen“, um in der bösen Aussenwelt zu siegen ……..

  6. RLPler sagt:

    Sind die nicht schon immer eine Sekte gewesen?
    „Ich glaube an den Heiligen Oskar Riexinger“.

  7. Schäfer Wolfgang sagt:

    Liebe Genossinnen und Genossen,

    am gestrigen Mittwoch fand eine Kreisversammlung statt. Dort wurde mein Artikel thematisiert. Daraufhin forderte mich Stefan Dreher, Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Pitterle aus Böblingen lautstark auf, doch aus dieser Partei abzuhauen. Dies erst, nachdem er mich wie in der nachstehenden Mail als Lügner und strunzdumm bezeichnet hat. Da braucht es keinen Kommentar mehr dazu.

    Mail von Stefan Dreher, Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Pitterle aus Böblingen:

    So, Leute, mir reichts jetzt. Ich sage:
    Herr Schäfer ist ein Lügner.
    Beweis:
    Der Lügner, Herr Schäfer, lügt hier:
    ich habe kritisiert und nicht ans Bein gepinkelt und so weiter. Diese Worte stammen von Bernhard oder Stefan! Solche Kraftausdrücke findest Du bei mir immer erst als Antwort. Da passe ich mich gerne dem Stil des Schreibers an.
    An anderer Stelle zitiert er mich mit:
    18. November 20:07 Uhr:
    Was ist denn das außer „saublöd“? (Stefan Dreher)
    Der Lügner, Herr Schäfer, behauptet also, ich hätte das „saublöd“ in die Welt gesetzt.
    Die Wahrheit ist anders:
    Der Lügner, Herr Schäfer, hat einen sozialpolitischen Entwurf vorgelegt, nach dem Kindergeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld, Mindestlohn auf der Grundlage der Arbeitslosenversicherung, also aus Lohnteilen finanziert werden soll.
    Daraufhin habe ich eine ironische Kritik angebracht: „Da zittert er aber der Kapilismus.“
    Daraufhin hat ER meinen Kommentar als „saublöd“ bezeichnet.
    Daraufhin habe ich meinen ironischen Kommentar konkretisiert und dann gefragt: Was ist denn das außer „saublöd“? Ich habe also den Lügner, Herrn Schäfer, zitiert.
    Daraufhin hat der Lügner, Herr Schäfer, geschrieben, dass er das so nicht gemeint habe, und das das ein Fehler, Missverständliche Äußerung, was auch immer aber seinerseits war.
    Damit war für mich der Fisch geputzt.
    Wenn er jetzt allerdings behauptet, er reagiere im Tonfall auf mich, dann ist das eine Lüge. Dreckig, gemein und hinterfotzig.
    Übrigens denunziert er mich auch bei „scharf-links“, der Edith Bartelmus-Scholich, namentlich – OHNE SEINEN EIGENEN ZU NENNEN! Und versteckt sich dort hinter „Die Linke. Rottenburg“.
    Außerdem ist er strunzdumm, wenn er hier Dinge behauptet, die die Angegriffenen durch Nachfragen bzw. durch schlichtes Nachforschen im eigenen eMail-Postfach in der Luft zerpflücken können.
    Ich will eigentlich keine Entschuldigung, ich will, dass sich der Lügner, Herr Schäfer, vom Acker macht. Solche Lügner, Trolls und (ich sags ungern, aber es stimmt) Leute, die sich vor allem durch Nestbeschmutzung und Rückenschüsse profilieren wollen, brauchen wir in unserer Partei nicht. Ich hab mit dem Arsch schon mehr für Hartz-IV-Bezieher getan, als er für Hartz-IV-Bezieher mit seinem dummen Geschwätz schon kaputtgemacht hat. Und zum Thema Tübinger Montagsdemo stelle ich die Frage:
    Wer hats erfunden?
    Es waren Gewerkschafter: Peter Dietrich, Konzernbetriebsrat der Walter AG, Claudia Mrosek, ver.di, und Stefan Dreher, damals DGB-Arbeitskreis Tübingen. Ein Herr Nierlein übrigens, der sich das auch monatelang ans Revers heftete, hätte das nie und nimmer hingekriegt. Damals waren 550 Leute auf der Montagsdemo. Als es bröckelte, als es nur noch 150 Leute waren, hatte ich angeregt, eine andere Protestform zu wählen, bevor es zum Karneval verkommt. Das war eine Versammlung, in der ein Herr Nierlein aufstand und sagte: „So lange es Hartz IV gibt, werde ich Montag für Montag . . . “ Hat den Schwätzer eigentlich (er hat übrigens damals bei der WASG keinen einzigen Cent Beitrag bezahlt) jemals irgendwer wieder gesehen? Nun ja: Man sieht ja, Montag für Montag, was die MLPD übrig gelassen hat.
    Kurz: Wenn mir jemand vorwirft, ich vergesse Hartz-IV-Bezieher, dann ist das wirklich eine gnadenlos hinterhältige Sauerei. Ein typischer Schuss in den Rücken, wie ich das jetzt von dem Lügner, Herrn Schäfer, gewohnt bin.

    Äußerst zornig
    Stefan Dreher

    Wolfgang Schäfer Ortsvorstand Die Linke Rottenburg

  8. Bremer sagt:

    Alexander Süßmair ist einer der 14 Doppeldecker im Bundestag

  9. Schichtwechsler sagt:

    Ein rüder Umgangston wird im Saarland – der Heimat vom heimlichen Chef der Linkspartei – „gehegt und gepflegt“ …

  10. RosaLux sagt:

    #7 Wolfgang Schäfer

    „Herr Schäfer hat einen sozialpolitischen Entwurf vorgelegt, nach dem Kindergeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld, Mindestlohn auf der Grundlage der Arbeitslosenversicherung, also aus Lohnteilen finanziert werden soll.“

    Diese neue Idee klingt für mich hochinteressant, vergleichbar dem (bedingungslosen) Grundeinkommen, ganz gleich, ob sie am Ende auch realisierbar ist. Die Idee jedenfalls ist diskutabel.

    Dass ein Gewerkschafter wie Stefan Dreher aber über gar nichts diskutieren will, weil auch seine eigenen Vorstellungen vermutlich nur diskussionslos zu akzeptieren sind, erhellt sein Kommentar zur Montagsdemo in Rottenburg. So verdienstvoll Gründung und Organisation durch drei (?) Gewerkschafter sein mag, so sollte man dem Herrn Nierlein doch auch seinen Stolz gönnen. Der Umgang aber mit offenbar den meisten Andersdenkenden – also Nicht-Gewerkschafter – ist einfach nur hanebüchen – die Richtigkeit des Gesagten einmal vorausgesetzt. Braucht die LINKE wirklich Gewerkschafter dieses Schlages?

  11. Herbert Schneider sagt:

    „Schuster bleib bei deinen Leisten“ sollte man den Gewerkschaftern zurufen. Deren Funktionäre werden von ihren Mitgliedern bezahlt und haben in der Politik nichts zu suchen. Erst haben sie Schröder zugenickt und dabei mitgeholfen das Soziale an die Wand zu fahren. Heute fahren die Dilettanten ganze Parteien an die Wand, da ihnen ein Verdienst nicht genug ist. Lobbyisten, auch die von der Arbeitgeberseite gehören nicht in die Politik !

  12. Tipper sagt:

    Da könnte man x Gewerkschaftler aufzählen, die innerhalb der Partei Die Linke hinter Mobbingatacken gegen Mitgieder steckten und sie auch praktizierten – von Beginn an.
    Leider ist es so!

  13. UP. sagt:

    Hier irrt der Stefan Dreher – oder lügt er schon?

    Übrigens denunziert er mich auch bei “scharf-links”, der Edith Bartelmus-Scholich, namentlich – OHNE SEINEN EIGENEN ZU NENNEN! Und versteckt sich dort hinter “Die Linke. Rottenburg”.
     

     
    Dieser Teil-Screenshot von der ’scharf-links‘ – Webseite ist sehr eindeutig: Sehr wohl nennt Wolfgang Schäfer seinen Namen!
    Und nun „denunziert“ er den armen Stefan Dreher auch noch bei uns…
     
    Red.DL /UP.

  14. bertablocker sagt:

    Wenn man davon ausgeht, dass die Mail richtig kopiert wurde – und davon kann man ausgehen – hätte der Landtagskandidat „in spe“ und heutige Pitterle-Hiwi eigentlich eine Verleumdungs-Anzeige am Arsch – um bei seiner Wortwahl zu bleiben.

    So sind sie halt, die Gewerkschafter. Wenn sie in der einen Partei (SPD) nichts geworden sind, nehmen sie eben eine andere. Sie sind einfach die Tausendsassas in der Politik. Und immer noch herzlich verbunden – trotz verbaler (rein verbaler) Auseinandersetzungen innerhalb des Parteiengefüges DIE LINKE gegen die SPD – über ihre gewerkschaftliche Dachorganisation.

    Sie können – wie so viele – den Hals nicht voll bekommen.

    Ich kenne ihn natürlich, den Herrn „Genossen“ Dreher; schliesslich habe ich 45 Jahre im Ländle gelebt und war auch dort Mitglied der Partei – ebenfalls in der WASG! Von Beginn an.
    Ulrich ist auch kein Unbekannter. Und noch andere (mittlerweile) Pappenheimer … kenne ich. Und meine erweiterten Sifi-Connections funzen auch noch ganz gut.

  15. Alter Sachse sagt:

    Nicht von ungefähr laufen ja auch den Gewerkschaften die Mitglieder davon. Genau so wie der SPD und den LINKEN. Die Funktionäre sollten zeigen etwas mit den Händen erarbeiten zu können. Dass das mit dem Kopf nicht geht, wurde nachhaltig nachgewiesen. Die Schublade mit der Aufschrift „Pleiten, Pech und Pannen“ ist schon gefüllt.

  16. Amelie sagt:

    WASG war „gewerkschaftsverseucht“ und heute ist es DIE LINKE.

  17. Peter Pinkelpott sagt:

    Wir sind auch kein Sozialverein, sondern eine politische Partei.

    Welchen Stimmen hat DIE LINKE den Einzug in den Bundestag zu verdanken?

    Arroganz am fortlaufenden Band …

  18. Dottore sagt:

    Vorsicht!
    Bevor man Mitglied bei den Linken wird, sollte man eine Versicherung abschließen gegen Unverträglichkeit …

  19. Frans Wagenseil sagt:

    @11

    Der allergrößte Halunke war dabei ein Fliesenleger, seines Zeichens 2. Bundesvorsitzender der IG Metall.
    Heute strotzt er immer noch vor Arroganz, obwohl ihm schon lange keiner mehr zuhört.

  20. Tobias sagt:

    Hallo zusammen,

    Meiner Ansicht nach ist Stefan Drehers Reaktion nicht ok, aber, ich bitte bei der Wahrheit zu bleiben:

    Über längere Zeit stand der Text von Wolfgang Schäfer – in der er aus dem Zusammenhang gerissen – aus emails an die interne Tübinger Mailingliste zitiert – ohne seinen Namen unter der Aurtorenschaft von „DIE LINKE. Rottenburg“ im Netz. Screenshot kann gerne nachgereicht werden. (Ich sehe nicht, wie ich hier eine Grafik hochladen kann.)

    Ich frage mich bei dem Ganzen, um was es denn eigentlich geht? Wenn es darum geht, ob die Partei DIE LINKE. Beratung für Hartz IV Empfänger (auch in kleineren Gemeinden) anbieten soll, dann ist das eine politische und juristische Frage. Es gibt in Tübingen und Reutlingen Hartz IV Beratung, die von der LINKEN unterstützt wird. Aber: Beratung kann man/frau nicht einfach so machen, dazu bedarf es – auch aus juristischen Gründen – einer gewissen Qualifikation.

    Der Verlauf der Debatte zeigt allerdings, dass es um etwas anderes geht: Hier kritisiert jemand und in seiner Kritik verdreht er – leider – so einiges, ob bewußt oder nicht, lasse ich mal dahin gestellt. Auch die Darstellungen sind einfach immer wieder nicht so, wie es tatsächlich war.

    Ich gehöre zu denen, die nicht gegen Wolfgang Schäfer eingestellt waren, nur ist es einfach nicht schön, aus dem Zusammenhang gerissen verfälscht im Internet zitiert zu werden und zu sehen, dass Dinge anders dargestellt werden, als sie tatsächlich waren und sind.

    Wenn es darum geht, hier nur auf der Partei DIE LINKE. rumzuhacken, könnt Ihr das machen, die Fakten geben es in diesem Fall nicht her. Warum Wolfgang Schäfer als Mitglied der Partei DIE LINKE. schlecht macht, kann er ja mal erklären.

    Beste Grüße Tobias

  21. UP. sagt:

    Wenn es darum geht, hier nur auf der Partei DIE LINKE. rumzuhacken, könnt Ihr das machen, die Fakten geben es in diesem Fall nicht her. Warum Wolfgang Schäfer als Mitglied der Partei DIE LINKE. [diese Partei] schlecht macht, kann er ja mal erklären.

    Tja – Tobias [wenn du wirklich der Pflüger bist *) ] – ehrlich gesagt: Gerne würden wir – allein als Macher von DL – nicht auf dieser Partei „herumhacken“ – wenn man das so nennen mag.
    Aber die Erfahrungen der vergangenen Jahre – besonder die in den Zeiten der Mitgliedschaft in der WASG und der Partei DIE LINKE haben uns etwas anderes gelehrt. Diese Partei hat ihre grosse Chance verpasst. Heute besteht sie nur noch aus Funktionären und Seilschaften, die auf Kosten der Noch-Verblendeten, alles daran setzen, in bezahlte Ämter und zweifelhafte Würden zu gelangen. Und das unter dem Motto: Ran an die Tröge. Was geht uns unser Geschwätz von gestern an. Ämterhäufung ist angesagt – keine Trennung von Amt und Mandat – damit der Rubel ordentlich rollt.
    Die Zentrale der Macht in (z.Z.) Saarbrücken gibt die Richtung vor und wie die Lemmige folgen die Parteisoldaten. Irrwitzig ist es, dass an der Saar Leute wie Bierbaum und Linsler und die übrige Intelligenz der Partei den Rachegedanken OLafs so brav folgen.
    NRW-Linke haben bei der letzten Wahl ihre längst fällige Quittung erhalten und in RLP wird das nicht mehr lange auf sich warten lassen. Es ist müssig…

    So lange, wie ein Dr. Vollmann, ein M. Kapluck (den viele schon vergessen haben, aber wir im Kreis Warendorf haben eine besondere Affinität zu ihm, wobei die dumm gehaltene Kreismitgliederversammlung diesen Namen wohl auch nicht mehr kennt…) und viele Helferlein, die in Ost-Berlin ihre Ausbildung erhielten, mit dem Begriff DIE LINKE in Verbindung gebracht werden, wird das alles nichts mehr.
    Immer noch wird mit stalinistischen Methoden gearbeitet und Agit-Prop ist mehr denn je angesagt, um selbstkritische Mitglieder zu entfernen. Ich bin seinerzeit selber gegangen, nachdem die Bundesschiedskommission meinen Mitgenossen gechasst hatte.

    Eine erste Chance, dieser Partei ein neues Image zu verschaffen, wären deutlichste Stellungnahmen zu einem vergangenen ‚Unrechts-Staat‘. Und nicht so ein Gewäsch, wie es eine Gymnasial-Lehrerin aus Wuppertal von sich gegeben hat oder eine unstudierte Sozialarbeiterin mit roten Haaren. Oder das Abspielen der DDR-Hymne bei Versammlungen.

    Und die „Second Chance“ muss beginnen mit einem Partei-Ausschlussverfahren gegen den alten „Herrn vom Oberlimberg und Sielwingen“ und seinen zwei Helfern von Ludwigshafen – Ernst und Maurer – die damals zusammen die Gedanken der WASG in den Dreck getreten haben! Das allerdings wird nicht passieren – und damit ist die Partei und der hehre Gedanke tot; töter geht nicht. Die aus dem Osten werden es auch nicht mehr richten können; denn nicht einmal der Hauch eines IMs darf schweben über den Wassern.

    _______________________________
    *) Anmerk.UP.
    Authentizität ge-checked.

  22. Adelade sagt:

    @ 20 Tobias

    „Ich frage mich bei dem Ganzen, um was es denn eigentlich geht? Wenn es darum geht, ob die Partei DIE LINKE. Beratung für Hartz IV Empfänger (auch in kleineren Gemeinden) anbieten soll, dann ist das eine politische und juristische Frage. Es gibt in Tübingen und Reutlingen Hartz IV Beratung, die von der LINKEN unterstützt wird. Aber: Beratung kann man/frau nicht einfach so machen, dazu bedarf es – auch aus juristischen Gründen – einer gewissen Qualifikation.“ Zitat

    Gegenfrage: Warum denn nicht?? Was ist die politische Sichtweise und juristisch sicher klärbar oder?

    Wenn diese Linke in den letzten Jahren sich nicht mit „Querulanz“ beschäftigt hätte, wäre vieles an der Basis klärbar gewesen. Im Osten hat man Kommunalpolitik teilweise gut verstanden. Im Westen hingegen die Basis zerstört. Da zu Beginn in der Partei sehr kompetente Mitglieder in Erscheinung traten, die für die kommunale Ebene geschult hätten werden können, wäre dies eine phantastische Sache gewesen. Diese Kompetenten sind ausgetreten und wurden auch teilweise durch Mobbing in übelster Manier entfernt, da sie besser waren, als die, welche heute in den Ämtern sitzen.
    Nun ist guter Rat teuer? Keiner mehr da, der sich qualifizieren will und könnte.
    Ja, liebe Leute, dies wäre politische Arbeit vor Ort gewesen!
    Und Einer, der eine gute Idee hat, wird wie immer in dieser Partei verteufelt, weil einem Anderen sein Gesicht oder seine Meinung nicht passt.
    Da seid Ihr Linken selber schuld, weil Ihr es nicht schafft, vermittelnd zu wirken und nicht unterscheiden könnt, wer sich gut einbringen (trotz anderer Meinung) kann und wer nicht.

  23. bertablocker sagt:

    Aber Adelade – du glaubst doch nicht, dass der Genosse Pflüger sich hier auf eine Diskussion einlässt. Ich wundere mich als einfacher Komment.-Schreiberling, dass der Typ sich überhaupt gemeldet hat – zumal er in Freiburg „daheim“ ist.

    Aber irgendwie spannend – das alles.

    „Honecker hat sich ja auch die Lederjacke angezogen und Westradio gehört“; vielleicht hat DL Besucher, die die zwei von DL sich nicht einmal im Traum vorstellen.

    Vielleicht war der Wulff auch schon mal hier oder sogar der Parteibesitzer Oskar Lafontaine 😉

    Wer weiss …. so heimlich, mit einem geliehenen Laptop von einem seiner Klos aus. Auswahl hat er ja.

  24. Adelade sagt:

    Liebe/r Bertablocker :-)

    Wenn das H zwei 0 bis zum Halse steht, ist jedes Strohhälmchen recht.

  25. Schichtwechsler sagt:

    Der Westen sollte sich endlich am Osten ein Beispiel nehmen!

  26. Gilbert Kallenborn sagt:

    Toll, wie es in anderen Bundesländern zugeht!
    Ich fühle mich als Saarländer direkt zuhause mit dem Unterschied, daß diese Zustände, gewerkschaftsspezifisch, nur möglich waren und sind,wegen dem Silwinger Millionär Oskar Lafontaine.
    Der Saar-Vorsitzende, verdi-man Rolf Linsler, war von Anfang an handverlesen, politisch ungefährlicher Abnicker, um mit ihm die Funktionärs-Futzis ins Boot zu ziehen.
    Das vorgelebte, eigene Ich des Millionärs und Kritikerkillers Lafotaine entlarvt die Postenreiter aller Bundesländer. Es geht denen schon lange nicht mehr um „Die Linke“, die bereits Kopf-Totgeburt, es geht diesem Restbestand von Postenägern nur noch um die eigenen Pfründe, das eigene Konto.
    Richtig, mit solch einem Wahlergebnis wie 2,8 oder 3 % tritt ein echter Demokrat vom Amt zurück – nur: diese Linke sind nie echte Demokraten gewesen.
    Mit unter 3 % Bundesvorsitzender werden – aufgrund von Westdelegiertenstimmen, die gefälscht sind, weil sie auf hunderten von Karteileichen beruhen, die weder Beitrag zahlen noch überhaupt irgendwo aktiv auftauchen – ist der blanke Wählerverrat und keine überzeugende sozialistische Politik.
    Die Linke soll unter 5 % sinken und aus dem Bundestag verschwinden; sie ist ein politischer Aberwitz,

  27. Ingo Engbert sagt:

    # 20
    Hallo Tobias,

    wer hackt hier auf die LINKE ? Wir von DL lassen hacken, überwiegend von euren Mitgliedern in dem wir Stimmungen und Artikel sammeln und veröffentlichen. Wir geben den Kritikern welche bei euch kein Gehör finden eine Plattform welche scheinbar nötig ist, da sie sonst nicht genützt würde.

    Auch deine Stellungnahme hier ist vollkommen einseitig, vermischt mit dem Anspruch auf alleiniges Recht, da auf Entgegnungen nicht mehr geantwortet wird. Und das ist eines der Parteigrundübel, es wird „Oben“ gesprochen und die „Unten“ haben zu lauschen. Das ist und war mit der Printpresse möglich da sich diese über die bezahlte Parteiwerbung leicht einkaufen ließ. Heute, in Zeiten des Internet ist das nicht mehr so einfach möglich. Hier findet so ziemlich ein jeder Gehör.

    Es reicht für eine Partei nicht mehr aus über ein paar Personen eine Meinung vorzugeben und dann zu kontrollieren. Das ist gut so, da sich so bei den Parteien auf Dauer die Spreu vom Weizen trennt. Auch wird es schwerer Falschmeinungen zu verbreiten. Es reicht nicht mehr aus parteiintern ein paar im Zivilleben untaugliche Richter oder Anwälte damit zu beauftragen Satzungen und Grundgesetze zu manipullieren.

    Eine falsche Verbreitung ist die Obige über die Hilfe von Hartz 4 Empfänger. Ich muss hier zwischen einer juristischen Beratung und einer zivilen Hilfsleistung unterscheiden wobei die zivile Hilfe durchaus zulässig ist. Eine Begleitung zu den entsprechenden Ämtern egal ob mit Ausländern oder Arbeitslosen ist jederzeit legal und wird von mir auch außerhalb einer Partei jederzeit angeboten, was allerdings mit Arbeit verbunden ist.

    Die Flapsigkeit deiner Antwort ist aber schon ein ausreichender Hinweis inwieweit sich die Streber in den Parteien bereits von ihrer Basis entfernt haben. Die lassen sich noch diesen Unsinn Widerspruchslos vorkauen.

  28. Bernd Höfler sagt:

    zu den in Kommentar Nr. 20 angesprochenen Beratungstellen:

    Meine Freundin und ich (damals beide noch Mitglied in dieser „Partei“) waren Mitglied in einer AG HArtz IV des KV Heidelberg/Rhein-Neckar.
    Unsere Intention war es, eben eine solche Beratung anzubieten. Dazu haben wir an Seminaren teilgenommen, um uns die entsprechende Qualifikation an zu eignen. Wir haben alle 36 KV’s in BW angeschrieben, um eine Vernetzung Gleichgesinnter zu errreichen, ebenso haben wir Kontakt zu (angeblich?) bestehenden LAG’s im Bereich Hartz IV aufgenommen, um Erfahrungen aus zu tauschen. Die Resonanz war gleich null, niemand schien Willens oder in der Lage zu sein, hier praktische Arbeit zu leisten. Ist ja auch eine schwierige Materie, die einiges an Kenntnissen voraussetzt.
    Einfacher ist es, sich mit bunten Flyern irgendwo mal für 2-3 Stunden hin zu stellen und so zu tun, als hätte man/frau wirkliches Interesse an den Schicksalen der Betroffenen.
    Unterstützung in unserer Arbeit fanden wir nicht mal in den Reihen der Mitglieder unserer AG, im Gegenteil, wir wurden beleidigt, bedroht und diffamiert und sind schließlich ausgetreten.
    Die Verbliebenen in der AG hatten nichts besseres zu tun, als eine LAG Hartz IV / BW zu gründen und haben seither absolut nichts anderes getan, als sich ab und an zu treffen um fest zu stellen, daß sie unfähig sind, Strukturen zu scaffen und Konzepte zu entwickeln. Parteigelder versickern mal wieder in unsinnigen Reisekosten-Abrechnungen, Gegenleistung gleich null.
    Man/frau schaue sich nur mal die Internet-Präsenz dieses Vereins an:

    http://www.die-linke-bw.de/partei/partei_strukturen/arbeitsgemeinschaften/hartz_4/

    Nach meinen Erfahrungen mit dieser sog. „Partei“, kann ich nur davor warnen, diese Polit-Mafia zu wählen, denn das, was da „angeboten“ wird, ist ebenso Augenwischerei wie bei den anderen Parteien, sogar noch schlimmer.

  29. Cecilia sagt:

    Bei den Linken ist man nur gefragt, wenn man Plakate klebt und Lafontaine zujubelt.

  30. Ichbins sagt:

    es wird hier nicht auf der Partei herumgehackt, sondern vor Augen geführt was sich manche Mandatsträger und Funktionäre abhalten… Erfahrungswerte von Leuten die nicht sehr angenehm sind und einer Linken nicht gerecht. Rumhacken tun andre und verpacken es in dem sie enttäuschte aufgewachte Menschen die das nicht mehr mitmachen und ansehn können Querulanten heißen und diesen unterstellen und projezieren sie hackten… ja ich glaube es hackt? Traurig mit anzusehn wie mancher mit guten Ansichten leider verändert hat. Bei manchen wirkt das Gift und die bei denen es nicht wirkt – die gar austreten, denen unterstellt man Quertreibertum. Verkehrte Welt.

  31. Ichbins sagt:

    In Zeiten wo Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt. – George Orwell

  32. Schäfer Wolfgang sagt:

    der arme Tobias, da hackt einer auf seiner Partei rum. Dass 3 Schwergewichte dieser Partei auf einem sehr engagierten Mitglied herumhacken und diesen vor versammelter Kreismitgliedschaft auffordern aus dieser Partei abzuhauen, lässt er weg. Dieser Pitterle Pittbull Dreher war allerdings etwas überrascht als zurückgeschrien wurde, er solle doch abhauen. Dies alles unter einer unfähigen Versammlungsleitung mit Namen Gerlinde Strasdeit.
    Hier ein paar Ausschnitte aus „Die Linke und die Linken von Ekkehard Lieberam.“ Da findet sich einiges wieder. Übrigens in der Junge Welt publiziert. Parteischädigend?

    Offenkundig ist das die Crux mit dieser Partei: Sie hat ein programmatisches Selbstverständnis, das zwar weitgehend in der Basis, aber nicht unter ihren Funktionsträgern Konsens ist.

    …einer an den Klasseninteressen der Lohnarbeiter orientierten und einer, die meint, jenseits der Klassenspaltung im »Interesse der Menschen« Politik zu machen; einer Partei, die gegen das »Kartell der neoliberalen Parteien« antritt, und einer, die Mitglied in diesem Kartell werden will; …und einer, die im Parlamentarismus und in der »Regierungsverantwortung« die Zentralachse des politischen Lebens sieht.

    In kurzer Zeit entwickelte sie sich von einer systemoppositionellen Partei zu einer weitgehend systemkonformen Regierungspartei. Wofür die alte SPD im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik viele Jahrzehnte brauchte, vollzog sich unter den Bedingungen der Bundesrepublik in einem Jahrzehnt.

    Nichts ist tödlicher für eine linke Partei, als ihre Anhänger durch politische Beißhemmungen zu langweilen. Die Linke hastete ohne große eigenständige Themen von Wahl zu Wahl und wurde dabei immer schwächer.

    -Ende der Zitate-

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