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Die Könige des Nichts

Erstellt von IE am Mittwoch 22. August 2012

Der geniale Schilderminister Peter Ramsauer.

Datei:Peter Ramsauer - Verkehrsminister.jpg

Oder, die in den Spuren von Ramsauer wandeln. Diese begnadeten Füller von Sommerlöchern gibt es zuhauf in unserer politischen Landschaft, in allen Parteien. Es sind zumeist diese ziellosen Dampfplauderer von den Hinterbänken der öffentlichen Berliner Bedürfnisanstalt welches sich dem ahnungslosen Bürger zumeist als „Hohes Haus“, dem Bundestag vorstellt. Ja deren lebendes Inventar war an und für sich einmal gewählt, die Bedürfnisse ihrer Wähler zu befrieden.

Da kommen sie dann also zusammen, die verschiedensten vor Hirn geizenden Kapazitäten aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Republik. Wie zum Beispiel eine bayrische Rampensau aus Hintertupfingen welcher es doch tatsächlich gelang den Posten eines Verkehrsministers für sich zu ergattern. Krampfhaft krallt er sich nun an die von ihm aufgestellten Schilder um das besetzte Terrain in einer Großstadt wie Berlin über möglichst viele Umleitungen für sich zu verteidigen.

Wie schon gesagt, derer gibt es Viele die auch dann und wann mit den absurdesten Vorschlägen und Forderungen um persönliche Aufmerksamkeit heischen. Einer seiner Brüder aus der Oberschicht dieses bajuwarischen Stammes, der Bundesminister für deutsche Innereien, sieht sich selber soweit in der Mitte angesiedelt das er die Unterschiede zwischen Rechts und Links gar nicht mehr wahrnehmen können möchte. Ob Pistole oder Messer, in deutschen Hinterlanden wimmelt es scheinbar von Linkshändern.

Ein weiteres Beispiel finden wir im MdB Thomas Lutze welcher auf unergründlichen Wegen, tief aus dem Osten kommend, versucht das Saarland im neuen lafontainischen Glanz erstrahlen zu lassen. Zuerst sehr leise, werden die zukunftsträchtigen Rufe seiner vielen Anhänger immer deutlicher vernehmbar.  „Der König ist tot, es lebe der König“ ist ein Spruch der bald auch von den als Mumien verdächtigten Vertretern der Landesführung gerufen werden wird.

Als echter Vertreter des Volkes tritt er in schönster Regelmäßigkeit mit sensationellen Forderungen in das Rampenlicht der Öffentlichkeit um seinen Anhängern entsprechend gefällig zu sein. Ein genialer Gedankenblitz war so seine Reise in das zukünftige Touristenparadies Nord-Korea. Die Aussicht dort einen 14 tägigen Badeurlaub verbringen zu können wird bald die Anfragen ins unermessliche steigen lassen.

Auch die Forderung verschiedene Verkehrsverbindungen mit einer kleinen Pimmelbahn wieder aufzunehmen wird in seiner Wählerschaft sicher sehr positiv aufgenommen werden. Das urinieren während der Fahrt aus offenstehenden Türen und Fenstern ist polizeilich verboten, wird es dann wieder heißen. Werden doch die Gefahren durch Zugluft meistens stark unterschätzt.

Als neuestes Highlight wurde dieser Tage dann der Ruf nach Freigabe von leichten Drogen laut geäußert. Seltsam das hier niemand die Frage stellt mit welch einer Waage denn dort gewogen wird? Ist es eine reine gedankliche, nur im Kopf vorhandene Waage welche vielleicht die Gabe besitzt nach entsprechend persönlich vorhandenen Neigungen auszuschlagen?

Egal, das Sommerloch steht kurz vor der Schließung und vielleicht gelingt es den Randfiguren auch einmal mit für die Wähler wichtigen Forderungen aufzuwarten. Dann aber mit solchen welche auch erfüllt werden können. Leere, nicht haltbare Versprechungen bringen nur mehr Verdruss und sind ein Hinweis der eigenen Nutz – und Macht – losigkeit.

König des Nichts

Der geniale Schilderminister Peter Ramsauer.

Verkehrsminister Peter Ramsauer ist ein Macher. Keiner, der nur große Reden schwingt und mit Taten auf sich warten lässt. Ramsauer ist einer, der weiß, was das Volk beschäftigt. Sein bisheriges politisches Wirken ist beeindruckend: Um ein Haar hätte Ramsauer das Überholverbot für Lkws durchgesetzt. Beinahe hätte er Radfahrern den Helm verordnet. Fast sogar das Fahrradfahren ganz allgemein verboten. Und nur knapp gescheitert ist der Versuch, die Pendlerpauschale wiedereinzuführen.

Nun, so scheint es, holt der ungekrönte „Königs des Nichts“ (Schöner Wohnen) zum entscheidenden politischen Schlag aus: Kfz-Zeichen für alle. Egal ob jung oder alt, dünn oder dick. Egal ob Haufen- oder Fischerdorf, Schrott- oder Bonzenkarre. Lokalpatriotismus soll den schlechten Zustand der Straßen, die Staus auf den Autobahnen und die unausgereifte Verkehrsplanung vollkommen vergessen machen. „Ich komm aus Sprockhövel (SPROCK) und scheiß auf die Schlaglöcher!“, so soll es bald stolz auf Deutschlands Straßen tönen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Namensnennung: Henning Schacht

Ein Kommentar zu “Die Könige des Nichts”

  1. Gabriel van Helsing sagt:

    Es war einmal ein Schilderlobbyist, der seinen Mannen etwas gutes tun wollte.
    Im Hinterköpfchen hatte dieser, dass seine Branche ein kleines Zusatzbrötchen verdient hätte.

    Es war ihm nicht entgangen, dass ca. 5 Prozent der Bewohner von Eingemeindeten Gebietskörperschaften, immer noch so etwas von Lokalpatriotismus hatten.

    Das die Polizei, Feuerwehr und auch Kommunen gerade eine neue Schilderreform hinter sich hatten, war ihm zu wenig!!!

    Also wurde überlegt, etwas Geld in die Hand genommen und er lies seine Verbindungen spielen.

    Man kaufte sich ein angefertigtes Gutachten bei der UNI-Bochum.
    Dieses lag lt. Auskunft schon in der Schublade und wartete nur darauf, das Licht der Welt zu erblicken.

    Dann baute man darauf hin 5 Prozent der Befürworter dieser Kennzeichenfanatiker und Patriotisten drum herum auf.
    Da das ganze natürlich eine Studie sein sollte,
    rief und interviewte man ca. 4.300 Leutchen per Telefon und auf der Straße.

    Um noch besseres Zahlenmaterial zu bekommen, machte man diese Interviews in Bochum 7. Kennt keiner?
    So hieß dieser Stadtteil mal vor den fünfstelligen Postleitzahlen.

    Davor, da gab es einen Innenminister Weyer (FDP),
    dass muss so um 1972-1974 gewesen sein, wurde dieses Städtchen zu Bochum eingemeindet. Gebietsreform nannte und nennt man dieses. WAT-tenscheid nannte sich dieses Städtchen.
    Klar, dass hier eine hohe Prozentzahl ihr Kennzeichen wiederhaben wollte!

    Diese Studie wurde fertig gestellt.
    Und der Schilderlobbyist, als Vertreter in einen der zahlreichen Ausschüssen des Verkehrsministerium vertreten, überreichte Ramsauer bei passender Gelegenheit dieses Pamphlet.

    Und da auch in Bayern viele Gemeinden auch eine Gebietsreform hinter sich hatten und das mit dem Nummernkennzeichen auch unausgegohren ist,
    wollte er der darben Schilderindustrie, wg. Aufschwung und so, helfen.
    Flugs wurde jetzt nach der Sommerpause dieses Gutachten aus dem Hut gezaubert.

    Wenn denn dieses Gutachten der Schilderlobby durchkommt,
    ist dieses lt. richtigen Berechnungen, ein jährliches Zubrot von ca. 15 Millionen Euro.

    Ich für mein Teil wohne in einen Stadtteil, der 1928 eingemeindet wurde. Wenn ich richtig zähle, sind 4 Stadtteile in meiner Heimatstadt die letzten 100 Jahre eingemeindet worden.
    Die Stadtrechte besitzen DIE seit 1774!
    Dann kommen noch einmal 6 Stadtteile dazu!

    Die Polizei, geschweige ein Bürger blickt heute bei den Kennzeichen mehr durch. Es wurden sogar in den letzten 5 Jahre einige Kreiskennzeichen geändert. Ohne Einziehen der Altkennzeichen. Aber das ganze wird ein Heidenspass!
    *Wie alles die letzten Jahre aus dem Ministerium Ramsauer.

    Schade nur, dass die Ossis unsere 2 – 3 Buchstaben, die Infrage kämen, bekommen haben. Nazikennzeichen, etc. sind ja auch gesperrt. Sogar hinter dem Stadt- oder Kreiskennzeichen!

    *Lt. Deutscher Blechindustrie, kostet ein KFZ-Zeichen dem
    Schildermacher, ca. 1,00 EURO.
    Verkauft wird dieses Schild für ca. 30,00 EURO.

    Ich für mein Teil wäre eher dafür, dass man dieses runde
    EURO-Zeichen links von dem Kennzeichen entfernt.
    Mit sammt dem D darin.
    Das erinnert mich mehr als Gläubiger für diese maroden Banken
    und Staaten, in und an dieser dieser Schuldenkrise.
    Aber das ist eine andere Geschichte.

    *Der Deutsche Emalie-Verband und dieser Schilderlobbyist ist Anwohner unsere Gemeinde.

    *Man merke sich den 18.01.2013.
    Dann gibt es noch ein paar Führerscheinklassen mehr.
    17 Führerscheinklassen in 21 Stufen reichen nicht mehr.
    (Ungläubige dürfen nachrechnen.)

    Und wer jetzt meint, sein alter Grauer oder Roter Lappen hätte
    Besitzstandswahrung, der täuscht sich gewaltig.
    Auch der DDR- oder Opas, Adolf-Führerschein ist dann nichts mehr wert.
    Wer vorher sich den Lappen umgeschrieben hat, für den ist Stichtag der 18.01.31.
    Wer diesen Termin verpennt und meint seine EU-Karte wäre für immer und ewig, für den ist Stichtag der 18.01.2026.
    Ab 18.01.2031 ist unweigerlich Schluss mit lustig!

    Jeder Führerschein ist dann wenigstens 1 x getauscht worden.
    Alles für die Notleidenden Führerscheinstellen und die ganzen Passbild-Fotografen.
    Die Fahrschulen und Prüfungsorganisationen hätte ich ja bald vergessen. Von 1-3 Tagen, ohne Prüfung, bis zu mehrmonatlichen, vier- und fünfstelligen Kosten mit Prüfung, ist alles dabei.

    Danke Herr Ramsauer! Löcher in dem Asphalt von Bundesautobahnen können sie nicht flicken. Aber wie man Arbeitsplätze erhält und auch neue schafft, das haben sie drauf.

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