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RENTENANGST

Die Jagd auf Organe

Erstellt von IE am Samstag 3. März 2012

Frank Steinmeier und seine Niere

Mit großer Beharrlichkeit versucht die Politik seit Jahren die Bevölkerung von der Notwendigkeit zur Organspende zu überzeugen (überreden). Sonderliche Früchte getragen haben diese ganzen Aktionen bislang aber nicht. Da half auch die groß in den Medien gefeierte Spendenwilligkeit eines Frank Steinmeier, zugunsten seiner Ehefrau vor rund zwei Jahren nicht. Im übrigen: Wer würde nicht gegenüber seinen Lieben gleichermaßen handeln – jedoch oder gerade ohne Öffentlichkeit?

Ist es da nicht besonders auffällig das gerade in einer Zeit, wo eine schwarz-gelbe Regierung dieses Land unter dem Motto Wirtschaft, Wirtschaft über alles regiert, ein FDP Gesundheitsminister alle Parteien zu einer einmütigen Allianz an den „runden Tisch“ zu einem gemeinsamen Gesetzentwurf zusammenbekommt?

Reicht es nicht wenn Wirtschaft und von ihnen ausgehende Spekulationen ganze Bankensysteme, die Welternährung, ja sogar komplette Staaten an den Rande des Ruins treiben? Wollen wir jetzt auch noch die letzte Ressource der Menschlichkeit, unsere Organe, den Spekulanten überlassen? Vielleicht so wie es in Indien oder Afrika heute schon üblich ist und Mensch seine „überflüssigen“ Organe verkaufen kann, oder noch schlimmer, sie ihm einfach genommen werden.

Die zu geringe Zahl der Organspender soll erhöht werden, allerdings ohne den Zwang zu einer Entscheidung. Die Politik sei es den rund 12000 schwer kranken Menschen auf den Wartelisten für ein Spendenorgan schuldig, sich dafür einzusetzen, dass mehr Menschen Organe spenden.

Leben wir nicht in einer Welt in der tagtäglich tausende von Menschen und vor allen Kinder an Hunger sterben. In einem Staat mit vollkommen irren Politikern? Hier, in einem der reichsten Länder der Erde werden gesunde Menschen Zwangs verarmt, durch eine Hartz-Gesetzgebung, welche ihnen aus finanziellen Gründen unter anderen die Arztbesuche einschränkt, um auf der anderen Seite kranken Menschen durch Transplantationen das Leben wieder zu verlängern. Sprich: Einen durch Mangelernährung an den Nieren erkrankten Hartz 4 Empfänger oder Rentner wird eine neue Niere eingepflanzt damit der Kreislauf erneut beginnen kann? Das ist extrem gedacht, aber denkt Staat überhaupt noch? Solch einer Bananenrepublik soll Mensch vertrauen??

Und dieses alles wird von einer LINKEN Partei stillschweigend abgenickt?

Zu diesem Thema folgender Kommentar:

Neuregelung, die Misstrauen schürt

Am Ende ist die Neuregelung der Organspende also doch noch eine ganz große fraktionsübergreifende Harmonieveranstaltung geworden: Es gibt jetzt tatsächlich einen gemeinschaftlichen Gesetzentwurf von CDU, CSU, FDP, SPD, Linken und Grünen, und dies zu einem der sensibelsten bioethischen Themen überhaupt – den Umgang mit dem eigenen Körper nach dem Tod.

Künftig soll sich jede Bürgerin und jeder Bürger mindestens alle fünf Jahre aktiv mit der Frage auseinandersetzen, ob sie oder er bereit ist zur Organspende. Und wenn das ganze Parlament der Meinung ist, dass dies der richtige Umgang mit der Organspende sei: Kann das Volk dann überhaupt noch anders, als bitteschön zu Lebzeiten eine klare Entscheidung zu treffen?

Es kann nicht nur anders. Es wird sich – jede Wette – auch anders verhalten, als viele Politiker in ihrer Euphorie über den Konsens jetzt glauben wollen. Und dies nicht nur, weil der Gesetzentwurf ausdrücklich anerkennt, dass das Recht auf Selbstbestimmung auch immer das Recht beinhaltet, sich nicht verhalten zu müssen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Zu diesem Thema schrieb ich der TAZ folgenden Kommentar:

Der Ruf unserer Politiker verschlechtert sich von Tag zu Tag. Dient dieser Gesetzentwurf zur Organspende nicht der Öffnung eines neuen wirtschaftlichen Marktes? Dem Multimillionär die Organe des Hartz4 Empfänger? Das wäre zumindest eine reale Fortsetzung schwarz- gelber Politik.

Nach den gemachten Erfahrungen der letzten Jahre, schon unter Schröder/Fischer zählt alleine die Wirtschaft und nicht das Leben. Da sollten sich die Bürger verweigern und lieber selber auch auf Fremdorgane verzichten.

Quelle: TAZ Kommentare

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Grafikquelle    :     Ich, der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentliche es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit.In manchen Staaten könnte dies rechtlich nicht möglich sein. Sofern dies der Fall ist:    
Ich gewähre jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich.

Quelle Eigenes Werk
Urheber Tvanbr

9 Kommentare zu “Die Jagd auf Organe”

  1. ArmerTeufel sagt:

    Nicht das es schon längst eine „Zwei-Klassen“ Medizin gibt, in der besser gestellte bessere medizinische Versorgung erhalten. Nein, nun sollen auch noch Hartz IV Empfänger dazu anscheinend animiert werden, ihre Organe gegen Geld „zu spenden“.
    Der Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Bayreuth, Peter Oberender, fordert die Freigabe des Organhandels

    Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/0344e199390a69b16.php

  2. ichbins sagt:

    Ein HE verkauft seine Niere, damit ein Manager überlebt und bekommt es dann direkt als Einkommen angerechnet wo andre Ehrensold bekommen. Alle sind gleich…(???!)

  3. emschergenosse sagt:

    Das war doch klar, dass der Stein-dingens mit Hilfe von BILD, BUNTE & Co. diese Situation moral-politisch ausgeschlachtet hat – sozusagen hat er das Moralische mit dem Geschäftlichen verbunden.

    @2
    …das geht nicht. Da sollte man flugs ein Gesetz schaffen, dass der Ertrag nicht auf HARTZ IV angerechnet wird. Das erschlösse sich eine Verdienstmöglichkeit der anderen Art: Mit einer Niere lässt sich leben. Und einem jungen kräftigen verunfallten Hartz IV – ler, der im Koma liegt, könnte man doch das Herz …. – oder gar das Hirn ….; das käme dem entgegen, dass Politiker vermehrt ‚gehirnamputiert‘ erscheinen. Naja ….

    Aber das geht eigentlich schon aus einem anderen Grund nicht, weil alle HARTZ IV – ler doch Raucher und Alkoholker sind und Gelbsucht in sich tragen. Und oft noch mehr…

  4. Dr. Schiwago sagt:

    Hier zeigt sich mal wieder, wenn die Regierung überhaupt etwas macht, dann ist es nur stümperhaft. Man ist auf dem besten Wege, amerikanische Verhältnisse zu schaffen. Nur weil du arm bist, musst du früher sterben. Man braucht nur in die Altenheime zu gehen. Nur weil man arm ist, wird man totgepflegt, so dass der Staat nicht so viel Geld bezahlen muss.
    Es ist eine Schande was hier in dem Staat alles möglich gemacht wird.
    „Denk` ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ (Heine)

    UND WO IST DA DIE LINKE, ARMES DEUTSCHLAND!!!!!

  5. ichbins sagt:

    @ 4 – ich stimme Dir da zu. Recht hast Du

  6. Waldschrat sagt:

    Die Linke ist da wo sie immer ist im Tiefschlaf

  7. Anneliese Herzog sagt:

    Ja, aber das Hirn schläft bei vielen immer.

  8. ichgreifmirandenkopf sagt:

    Passt irgendwie zum Thema: Diese Tage stand ich auf dem Parkplatz eines Kaufmarktes und wartete auf meine bessere Hälfte.Ich wurde Zeuge folgenden Vorgangs. Ein Autofahrer versuchte verzweifelt aus der Parklücke zu fahren. Hinter ihm fuhren die Raser knapp vorbei. Als er dann nach ein paar Minuten seine Mut zusammen nahm und rückwärts rausfuhr, kam ein kleines blaues Auto so weit an ihn heran gefahren, hupend, so dass er wieder nicht weiter kam. Wütend sprang der Mann aus seinem Auto und fragte die junge Dame am Steuer, was das sollte, ob sie ihn nicht mal rauslassen könnte.

    Die Antwort der jungen Frau: „SCHEISS RENTNER!“

    Oh wirklich armes Deutschland.

  9. Gabriel van Helsing sagt:

    Vorab,

    ich besitze einen Organspenderausweis, bin in der Knochenmarkspenderdatei typisiert und stand kurz vor einer Knochenmarkspende. Diese wurde nicht benötigt, da ein besserer Spender kurz vor der Knochenmarkspende gefunden wurde.
    Das ganze geschuldet, da ich als Hobby u.a. Motorradfahren und noch so einige Freizeitaktivitäten zähle.
    Ganz daran unschuldig ist auch nicht, dass ich aus der Notfall- und Intensivmedizin komme.

    Heute sieht es aber so aus, dass ich diese Organspenden sehr, sehr kritisch sehe.

    Geschuldet zum einen, dass mit der Organspende ein Milliardengeschäft im Verborgenen entstanden ist.
    Dieses will die Deutsche Stiftung Organspende und *Deutsche Knochenmarkspender- Datei zwar nicht gerne hören, aber Fakten sprechen dafür.
    Eine Transplantation kostet den Krankenkassen einen fünf bis sechsstelligen Eurobetrag. Nur die reine Transplatation!
    Nutzniesser sind hier neben den Empfänger, das Entnahmeteam
    und die Transplantatoren.
    Weiterhin bezahlt werden müssen, die Gerätschaften in 2 Krankenhäuser, die nach aussen nichts Gemeinsam haben.
    Dann kommt noch ein Organkurierdienst ins Spiel.

    Das ganze Koordiniert von Eurotransplant in Leiden/NL.
    (Ab und an aber auch, man kennt sich, man hilft sich.)

    Nach der Transplantation ist es nicht so, dass der Empfänger zum Tagesgeschäft übergehen kann. Nein, er muss sich öfters
    in das Krankenhaus vorstellen, das die Transplantation ausgeführt hat. So ganz nebenbei wird er bis zu seinen Lebensende, gegen das Abstossen des fremdes Organs Medikamente einnehmen müssen.
    So können noch einmal Summen im fünfstelligen Eurobetrag pro Jahr zusammen kommen.

    In diesen Transplantationszentren geben sich die Pharmareferenten und Gerätehersteller, die sprichwörtliche Klinke in die Hand. Ein Milliardengeschäft eben.
    Da der Wille zur Transplantation immer mehr abnimmt
    und alles weitere im Verborgenen geschieht, musste man handeln.

    Jetzt kommt unsere derzeitige Bundesregierung ins Spiel.
    Jeder Gesetzlich Krankenversicherte soll auf seiner
    E-Karte kund tun, ob er sich als Spender zur Verfügung stellen will. Diesen Willen soll er alle Jahre neu kund tun.
    Für Privat Versicherte ist dieses nicht vorgesehen.
    2-Klassenmedizin per Gesetz.

    Ab einer gewissen Gehaltsklasse braucht mich das ganze sowieso nicht zu juxen. Ein paar Klicks durch Suchmaschinen und es wird einen per Scheck geholfen.

    Es gibt diesbezüglich Agenturen in Amerika oder Asien die helfen einen da weiter. Dann landet man in Krankenhäuser in der Türkei, Israel, Indien oder China.
    Als Ersatzteillager werden gerne in China zum Tode Verurteilte genommen. Auch interessiert keinen in Indien, ob der Reisbauer zeitlebens mit nur noch einer Niere leben kann. Der Spender bekommt ca. 3000 EURO und ein paar Pillen.

    Wäre man so ehrlich, dass man mit seiner Organspende nicht nur evtl. ein Leben rettet. Sondern auch, dass damit reichlich Kohle verdient wird, gäbe es nicht so viele Zauderer, so wie mich jetzt.

    Auch meine Blutspende gebe ich für ein belegtes Bröttchen
    und ab einer gewissen Menge für einen Phantasieorden ab.
    Obwohl ich weiss, dass diese Organisation dahinter, mit meiner Blutspende gehörig Knete verdient.
    Der Zusatz in den Blutspendeausweis, dass die Erhaltung einer Blutspende für mich als Spender nichts kostet, ist Quatsch. Oder Verdummung des Spenders.
    Es gibt auf Anfragen keine Krankenkasse,
    die deswegen Kosten gespart hat.

    Durch diese Verdummung ihrer eigener Spender, hat es diese Organisation sogar geschafft, hier in Deutschland ein Oligopol zu schaffen. Warum man lieber den Blutspendedienst in NY/USA mit Geld bezahlt, ist das grosse Rätsel in dieser Verblödungsmaschinerie. Der US-Spender bekommt Geld für seine Blutspende. Auch wird dort und auch hier seit Anfang der Neunziger, jede Spende nach HIV durch getestet.
    Ob wohl man sich dagegen Jahre streubte.
    Der Gewinnmaximierung wegen.

    Auch das das Arbeitsklima dort unter aller Sau ist, Tarifverträge viel lieber mit Christlichen Gewerkschaften abgeschlossen werden, höhere Angestellte dort nach AT und Boni bezahlt werden, ist ein offenes Geheimnis.

    Ich für mein Teil spende lieber Blut seit Jahren
    an Uni-Blutspendedienste, als an diese gGmbH.

    *Obige gGmbH hat auch die Deutsche Knochenmarkspender Datei übernommen.

    Und ich lass mich auch nicht wie in einen Strukturvertrieb zu quatschen, dass ausgerechnet meine Blut- oder Organspende, Leben retten soll. Auch meine Angehörigen werden hoffentlich sich diesen Wünschen und Begehren widersetzen. Wenn alle anderen ausser evtl. der Empfänger, damit Milliarden verdienen.

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