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Die Freiheit des Anderen

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 19. Juli 2013

Unbequeme Meinung

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„Obwohl ich völlig anderer Meinung bin als Sie, würde ich mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ Ein bekannter Satz welcher dem Ideal der Freiheit sehr nahe kommt. Sehen wir diesen Satz in Beziehung zu unserer heutigen Welt stellen wir fest, wie weit wir  von diesem Ideal entfernt sind und auch, so möchte man meinen, uns immer weiter davon entfernen.

Wir leben angeblich in einer Demokratie, zumindest wird es so von den „Mächtigen“ gerne propagiert stellen aber fest, das spätestens in den Moment, da sie die Kontrolle über den ihnen Anvertrauten zu verlieren drohen, der Einsatz von Gewalt eine unvermeidliche Folge ist.

Der folgende Artikel weist sehr schön auf die Widersprüchlichkeiten und Dummheit von Politikern hin. Mit der primitiven Sichtweise innerhalb der Linken brauchten wir uns hier an für sich nicht näher befassen, wenn nicht gerade in ihren Reihen eine nicht geringe Anzahl von politischen Komikern ihr Unwesen treiben würde.

Unbequeme Meinung

Voltaire wird folgender Satz zugeschrieben: „Obwohl ich völlig anderer Meinung bin als Sie, würde ich mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ Wie viele grandiose Zitate ist auch dieses erfunden, wohl von Evelyn Beatrice Hall in ihrem Buch „The Friends of Voltaire“ (1906).

Zwar hat sich Voltaire durchaus in prägnanter Weise zur Meinungsfreiheit geäußert – „Das Recht zu sagen und zu drucken, was wir denken, ist eines jeden freien Menschen Recht, welches man ihm nicht nehmen könnte, ohne die widerwärtigste Tyrannei auszuüben“ -, doch bringt dies die Crux der Meinungsäußerung nicht so deutlich auf den Punkt wie der berühmtere erste Ausspruch.

Gegen den braven Geschmack

Denn das Recht, seine Meinung ohne Einschränkung kundzutun, wird nur dann relevant, wenn es sich um eine unangenehme Meinung handelt, eine, die herrschendes Denken auf den Kopf stellt. Nur wer eine Meinung zulässt, die er am liebsten unterdrücken würde, verschafft diesem Recht tatsächlich Geltung. Das wird oft übersehen, etwa wenn man demjenigen, der sich vermeintlich ungebührlich zu Wort meldet, vorwirft, gewalttätige oder restriktive Reaktionen selbst provoziert zu haben. Halte dich innerhalb der Grenzen des braven Geschmacks auf, gilt dem Biedermann seit jeher als Losung, dann hast du auch nichts zu befürchten. Weswegen nicht wenige unserer Zeitgenossen die Bedrohung der totalen Überwachung mit dem Einwand wegwischen, sie hätten eh nichts zu befürchten. Wer nichts zu befürchten hat, der hat auch nichts zu sagen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :   Der Schrei (1910)

2 Kommentare zu “Die Freiheit des Anderen”

  1. Pampina sagt:

    In der Linken darf man seine Meinung nicht frei äußern. Da wird man entweder ausgelacht, für dumm erklärt, runter gemacht oder gemobbt.
    Das Schlimme dabei ist, dass die welche die Meinungsfreiheit unterdrücken von Tuten und Blasen null Ahnung haben. Somit ist die Linke heute da, wo sie ist.
    Wenn diese Unterdrücker mit Intelligenz in die Ecke gedrängt werden, dann werden sie frech und was macht der Kluge, er geht, weil es im zu doof ist, sich mit Menschen zu streiten, die niemals begreifen werden, wie linke Politik in einer Demokratie anzuwenden ist.
    Die Linke übt ebenfalls bereits die totale Überwachung, siehe „Bayriches Dissier“ und Maulwürfe der Obrigen in den Reihen der Mitglieder. Nun kann man das Kleine auf das gesamte Große beziehen. „Einer für Alle und …. Alle auf Einen.“ 🙂

  2. Regenbogenhexe sagt:

    Merkel in Aschaffenburg ausgebuht …

    http://www.youtube.com/watch?v=OXgXJSRELsg

    Merkel: Seien Sie froh, dass sie einfach ihre Meinung sagen können….

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