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Die / Der Nächste bitte

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 4. November 2011

Es ist vollkommen egal welch eine Nase oben ist,
das Regenwasser läuft so oder so hinein

File:L-E Koziol-009.jpg

 Da wird wohl bis zur voraussichtlichen Neuwahl des Parteivorsitz in der LINKEN im Juni 2012 noch so mache Sau durch die Dorfstraßen dieses Landes getrieben werden. Wie schon in den letzten Tagen in der Berliner-Zeitung und im Spiegel berichtet, verzichtet jetzt auch Sahra Wagenknecht auf eine Kandidatur.

Sie lehne eine Kampfabstimmung um den Parteivorsitz mit der jetzigen Vorsitzenden ab und lasse Gesine Lötzsch den Vortritt.

Dafür wolle sie am 8. November bei der Wahl des Fraktionsvorstand für den Posten der ersten Stellvertreterin von Gregor Gysi antreten. Sie finde es bedauerlich, das es eine Minderheit in der Fraktion gebe, welche bekundet habe mit ihrer Wahl zur Ko.-Vorsitzenden nicht leben zu können. Ende Oktober hatte sich die Fraktion mit 47 zu 25 Stimmen für Gysi entschieden  und nicht wieder zur Doppelspitze zurückzukehren. Stattdessen werden jetzt zwei erste Vize und daneben noch zwei weitere Stellvertreter in die Fraktionsspitze gewählt.

In dem Bericht „Gysi bleibt Fraktionspitze“ berichteten wir am 28. Oktober von der Entscheidung.

Ist ihr aber in Wirklichkeit der Posten als Parteivorsitzende nicht viel zu riskant geworden? Sich freiwillig auf diese heiße Herdplatte zu setzen. Da kann niemand gewinnen, sondern letztendlich nur verlieren. Zu groß ist der Berg an Müll geworden welcher in den letzten Jahren von vielen Händen munter unter den Teppich gekehrt wurde. Da dieser Berg immer weiter anwächst wird der Platz darunter folgerichtig immer kleiner. Auch die größten Optimisten werden eingestehen müssen das diese Partei ohne eine sorgfältige Grundreinigung auf Dauer nicht Überlebensfähig ist.

So liegt es immerhin sehr nahe dass das nächste Führungsduo wohl mit dem Menetekel einer Parteispaltung in die Analen der Partei eingehen könnte. Erleben wir doch zur Zeit hautnah ein  scheinbares aufwachen der Parteien Konkurrenz und sehen wie der LINKEN Thema auf Thema entwendet wird. Der politische Dauerschlaf in der Opposition in der es als wichtigste Aufgabe angesehen wurde persönliche Pfründe auf Kosten von Gruppenarbeit zu sichern, rächt sich nun bitter.

IE

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Grafikquelle   :

Source Own work
Author Kamahele
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