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DGB – Werner Bäumler

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 2. August 2011

Sozialverträglichkeit nach Art des DGB

File:Köln Hans-Böckler-Platz 1 DGB-Haus.jpg

Heute wurden wir auf den Aufruf des Förderkreis Sasel aufmerksam gemacht, dessen Ausfruf wir hier gerne verbreiten helfen.

Der DGB Vorsitzende Michael Sommer und der Geschäftsführer des DGB Bildungswerkes haben bei jeder Gelegenheit in die Öffentlichkeit hinausposaunt, dass die Schließung der Bildungsstätten Hamburg und Niederpöcking sozialverträglich erfolgen wird. Was die unter sozialverträglich verstehen will ich hiermit zur Kenntnis geben. Am 28. Juli 2011 haben die Beschäftigten des Bildungszentrums Niederpöcking, die im so genannten Personalhaus wohnen, die Kündigung ihrer Wohnungen von Dieter Eich erhalten. Daraus geht hervor, dass die Mieter zum 31. Dezember 2011 aus ihren Wohnungen raus müssen (Ein schönes Weihnachtsgeschenk des DGB). Dabei stört es den Eich anscheinend nicht, dass es Kündigungsfristen zwischen sechs und neun Monaten gibt. Nach Adam Riese laufen diese von August 2011 bis April 2012. Verträge, die vom Bildungswerk mit Kolleginnen und Kollegen geschlossen wurden, werden einfach ignoriert.

Man will den Kolleginnen und Kollegen buchstäblich den Boden unter den Füßen und das Dach über dem Kopf wegziehen. Nachdem es sich, laut Eich, um Werkswohnungen handelt, weist er lapidar darauf hin, dass der Betriebsrat zu der Angelegenheit angehört wurde. Er fand es aber nicht der Mühe wert, das Ergebnis dieser Anhörung an die Kündigung anzuhängen, was bei Kündigungen sonst üblich ist.

Die Mieter werden sich das nicht bieten lassen. Die Situation wird eskalieren. Die Medienwelt wird sich die Finger abschlecken wenn sie sich an der höchst unsozialen Vorgehensweise von Gewerkschaften laben kann. Darauf können die Mieter, deren Existenz zerstört wird, keine Rücksicht nehmen. Die haben nichts mehr zu verlieren. Den Arbeitsplatz und die Wohnung haben sie schon verloren.

Ich frage mich, wie lange eine Frau Sehrbrock, ein Herr Eich und ihre Lakaien ihr Unwesen noch treiben können. Wird nur in den Bildungsstätten Hamburg und Niederpöcking abgebaut? Was ist mit dem Wasserkopf in Düsseldorf wenn nur noch eine Bildungsstätte übrig bleibt? Einzig und allein die betriebliche Altersversorgung eines Dieter Eich kann als sozialverträgliche Lösung bezeichnet werden.

Mit kollegialen, solidarischen Grüßen

Werner Bäumler

Quelle: Förderkreis Sasel >>>>> weiterlesen

IE

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Author HOWIHorsch, Willy

Ein Kommentar zu “DGB – Werner Bäumler”

  1. Thomas A. Bolle sagt:

    Wenn das so stimmt ist das eine Schweinerei. Diese Sachen sind es die uns Ehrenamtlichen vor Ort die geleistete Arbeit kaputt machen.
    Der DGB als Dachverband erhält seine Mittel nur durch die Mitgliedsgewerkschaften. Die Leiden unter Mitgliederverlusten und weniger werdenden Finanzen.
    Aber das darf nicht zu solchen Sachen führen. Denn dadurch werden noch mehr Mitglieder gehen. Oder Andere werden erst gar nicht eintreten.
    Wir stecken in einem Dilemma. Einerseits müssen wir verantwortlich mit den Beiträgen umgehen, andererseits ist es unsere Pflicht an unsere eigenen Mitarbeiter zu denken.
    Ich weis aus eigener Erfahrung dass das manchmal ganz schön haarig ist.
    Von dieser Stelle aus kann ich auch nicht sagen ob alle anderen Massnahmen geprüft worden sind.
    Aber wenn das so umgesetzt werden soll, ist die Einhaltung der Kündigungsfristen das mindeste.
    So oder so, das Weihnachtsfest ist ruiniert.
    Ich wünsche den betroffenen Kollegen und ihren Familien alles Gute und hoffe das sie noch einige Verbesserungen erreichen.

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