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RENTENANGST

Der wahre Skandal

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 10. Mai 2013

Soziale Ungleichheit untergräbt die Demokratie

Haben wir nicht gerade wieder die total aus den Fugen geratene soziale Ungleichheit erleben dürfen? Man denke nur an den Fall Uli Hoeness wo von politisch Verantwortlichen sogleich versucht wird ein Schutzschild aufzubauen. Ist doch hier einer der Ihren betroffen, welchen nun als einen guten Spender auch eine moralische Vergebung angeboten wird. Das kennen wir doch irgend wo her?

Ein System ist krank da die Köpfe stinken und dieser Gestank ist in allen Parteien wahrnehmbar. Zwecks Erhaltung der Macht ist der Linke Geldadel gezwungen sich mit allen Anderen zu verbinden. Eint sie doch der gemeinsame Reichtum. Was nicht bedeutet das Menschen mit einer linken Lebensphilosophie nicht reich sein dürfen. Im Gegenteil sie dürfen, aber wenn sie ihren Reichtum dazu nutzen ihre Macht auszubauen oder zu erhalten, genau dann stinkt es und das ganz gewaltig, da hier eine Quelle der Ungleichheit sichtbar wird und aus einen kleinen Rinnsal ein großer Strom entsteht, welcher den hilflosen Normalbürger mit sich reißt.

Der wahre Skandal
Soziale Ungleichheit untergräbt die Demokratie

Manche Enthüllungen zeigen nur, was wir schon wussten. Haben wir gerade erst erfahren, dass politisch Verantwortliche Geld mögen und die Nähe derer suchen, die es haben? Dass sie sich zusammen manchmal wie eine Kaste verhalten, die über dem Gesetz steht? Dass der Fiskus sehr vermögende Steuerzahler mit Samthandschuhen anfasst? Dass der freie Kapitalverkehr ihnen ermöglicht, ihren Reichtum in Steueroasen zu verstecken?

Die Aufdeckung individueller Verfehlungen sollte uns ermutigen, das System infrage zu stellen, das sie hervorbringt. Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich die Veränderung der Welt schneller vollzogen, als wir sie analysieren können. Der Fall der Berliner Mauer, der Aufstieg der Brics-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika), neue Technologien, Finanzkrisen, der Arabische Frühling, der Niedergang Europas: Immer neue Experten meldeten sich dazu zu Wort und kündigten das Ende der Geschichte oder die Geburt einer neuen Weltordnung an.

Jenseits verfrühter Nachrufe und ungewisser Niederkünfte zeichnen sich drei große Tendenzen ab, deren Bilanz zunächst einmal zu ziehen ist: Die massive Zunahme der sozialen Ungleichheit, die Aushöhlung der politischen Demokratie und das Schwinden der nationalen Souveränität. Jeder „Skandal“ ist ein Symptom dieses dreifachen Krankheitsbilds und zeigt, wo dessen einzelne Elemente auftreten und wie sie ineinanderpassen. Der Hintergrund, vor dem sich das alles abspielt, ist, knapp zusammengefasst, folgender: Die Regierungen machen sich in erster Linie von der Einschätzung einer privilegierten Minderheit abhängig (die investiert, spekuliert, einstellt, entlässt, Geld leiht) und lassen dadurch zu, dass sich in der Politik immer mehr oligarchische Strukturen ausbreiten. Und wenn sie sich sträuben, das ihnen vom Volk übertragene Mandat zu missachten, macht sie der weltweite Druck des organisierten Geldes gefügig.

„Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es. Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur im allgemeinen Nutzen begründet sein.“ So Artikel 1 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789. Er wurde, wie man weiß, niemals streng befolgt. Zu allen Zeiten wurden Unterschiede durch anderes begründet als den allgemeinen Nutzen: durch den Ort, an dem man das Glück (oder das Pech) hatte, geboren zu werden; durch die Lebensumstände der Eltern; durch den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung und so weiter. Aber das Gewicht dieser Unterschiede wurde manchmal durch den Glauben relativiert, soziale Mobilität könne die Ungleichheiten der Herkunft ausgleichen.

Quelle: Le Monde Diplomatique >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia

Author Friedrich.Kromberg
Potograpo: W.J.Pilsak

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