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RENTENANGST

Der Kampf um fünf Prozent

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 2. Dezember 2012

Oskar Lafontaine als Zugpferd im Niedersachen Wahlkampf

Mit einer sogenannten Kampagne machte Die LINKE in Niedersachsen bereits am 15. November auf ihren Wahlkampf zur Landtagswahl am 20. Januar 2013 aufmerksam. Von den beiden Spitzenkandidaten wurde das erste Großflächenplakat enthüllt: Ein  auf Weihnachten bezugnehmendes Motiv: „Statt Spekulanten Kinder beschenken“. Als wichtigster Termin wurde der  offizielle Wahlkampfauftakt mit Oskar Lafontaine am 1. Dezember 2012 im Bürgerhaus Misburg in Hannover bekanntgegeben.

So trafen sich am gestrigen Samstag die stumpfen ? Spitzen der LINKEN Niedersachsens  mit ihren GURU Lafontaine. Das wesentliche Ziel des Landesverband ist es dabei, von den zur Zeit prognostizierten  2,5 Prozent über die 5 Prozent Marke zu kommen um weiterhin im Landtag vertreten zu sein.

Bei diesem Vorhaben stößt die Auswahl für die Besetzung der Spitzenpositionen auf besonderes Interesse. Der Kandidat Manfred Sohn aus Peine, ein „Dr. disc. Pol.“ ist auch in der LINKEN ein Muss, wurde vom NDR als „ein Marxist mit liberaler Vergangenheit“ bezeichnet. Ein für die LINKE typischer Parteienhüpfer, welcher sich auf der Jagd nach kapitalistischen Vorteilen einen persönlichen „kaukasischen Kreidekreis“ erschlossen hat.

So ging es denn über die SLJ und den DJD auch in die FDP. Weiter folgten die SPD, der sich die DKP anschloss., in der er in den 1990er Jahren dem DKP-Parteivorstand und dem Sekretariat des Parteivorstandes angehörte und dort zuständig war für die marxistische Bildung und die Verbindung zur US-amerikanischen, britischen und japanischen Kommunistischen Partei. 2002 ging es in die PDS und von dort folgerichtig in die LINKE und als Belohnung endlich ein Sitz an den Trögen des Kapitalismus. (Daten – Wikipedia)

Politisch machte der als Direktionsbevollmächtigter im Vertrieb der VGH Versicherungen Angestellte im besonderen mit folgenden Satz auf sich aufmerksam: „ daß die DDR über 40 Jahre lang der friedlichere und sozial gerechtere Teil Deutschlands war“. Seinen persönlichen Wohnsitz nach dort verlegte er aber vorsätzlich nicht. In einem Artikel für die Zeitschrift Ossietzky im Jahr 2006 hatte sich Sohn mit dieser Aussage eine Auffassung Hans Modrows zu eigen gemacht. Folgerichtig auch ein politischer Mitnehmer im Sinne von Steinbrück? Ein Schlittschuhläufer auch ohne Eis.

Folgen wir den Bericht des NDR glaubt er nicht dass seine Ideale hierzulande umgesetzt werden. Deshalb zieht er es vor, die Regierung von der Oppositionsbank aus anzupieksen. Am liebsten wäre ihm Rot-Grün, auch wenn er SPD und Grüne nach rechts rutschen sieht: „Ohne die Linke wird eine Linksentwicklung in Niedersachsen nicht möglich sein“.

Mit dieser Aussage werden normal die Forderungen von dem eigen Parteienwunschzettel obsolet. Vergleichbar mit Kindern welche zu Weihnachten aufgefordert werden einen Wunschzettel zu schreiben. Diesen wird von den Eltern aber gleichzeitig gesagt das leider dieses Jahr kein Geld zur Erfüllung der Wünsche vorhanden sei.

Mit ihm im Boot sitzt Frau Weisser Roelle als die andere Hälfte der Doppelspitze. Aus der SPD trat sie 2003 aus und 2007 der Linkspartei bei. Als Berufsbezeichnung für sie wäre wohl der Ausdruck „Gewerkschaftsfunktionärin“ treffend.

Ach, das wäre jetzt fast vergessen worden. Lafotaine, dessen Herz Links schlägt, dort wo die Brieftasche sitzt, hielt natürlich seine Rede.

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Von 5 Prozent zurzeit weit entfernt

Der Landesvorsitzende Manfred Sohn aus Peine und die parlamentarische Geschäftsführerin Ursula Weisser-Roelle sollen der Linkspartei in Niedersachsen den Wiedereinzug in den Landtag sichern. Und das bei Umfrage-Zahlen um die 3 Prozent. Das Programm orientiert sich wie gehabt am Robin-Hood-Prinzip: Mindestlohn, sozialer Wohnungsbau, Studiengebühren abschaffen, Vermögenssteuer. „Geld ist genug da, man muss es nur von den Reichen holen“, soll Sohn intern gesagt haben.

 

Die Spitzenkandidaten stehen nicht vor der Aufgabe, eine Regierungsbeteiligung zu sichern. Aber schon die 5-Prozent-Hürde könnte sich als unüberwindlich herausstellen. Hinzu kommt, dass die Partei nur bedingt hinter ihren Kandidaten steht: Manfred Sohn wurde mit 76 Prozent der Stimmen gewählt, Weisser-Roelle nur mit 61 Prozent. Gegenkandidaten gab es nicht.

Quelle: NDR >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :   Oskar Lafontaine, 2011

12 Kommentare zu “Der Kampf um fünf Prozent”

  1. Hannah 60 sagt:

    und die Medien preisen OskarLarifari als Mutmacher an.
    Leute in Niedersachsen, das wird nix mit dem Polarisierer.
    Wer Landtagswahlen hat, muss was zu landespolitischen Themen sagen und nicht zu bundespolitischen.

    Von Oskar lernen, heißt verlieren lernen.
    Die Rheinland-Pfälzer wissen ein Liedchen davon zu singen.
    Im Landtagswahlkampf 2011 haben die großen Reden des Polarisierers nichts genutzt. Sie blieben weit unter 5%.

  2. Thomas A. Bolle sagt:

    Als Versicherungsfachmann hat man das „Verkaufen“ ja gelernt.

  3. Bremer sagt:

    „Es ist einfacher 50% zu verlieren, als 100% zu gewinnen“
    (alter Börsenbroker-Spruch).

  4. AlternativerLinker sagt:

    Hinzu kommt, dass die Partei nur bedingt hinter ihren Kandidaten steht…

    Solche Wahl-Ergebnisse lassen manchmal tief blicken

  5. Peter Pinkelpott sagt:

    Lafontainismus… das Ende naht!!!

  6. Didi2020 sagt:

    Um palavern zu können, drängt es OSKAR wieder ins Rampenlicht
    Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit, und die Wirklichkeit ist, dass die Linke im LTW 2013 in Niedersachsen nichts zu melden hat.

  7. Gilbert Kallenborn sagt:

    Der Millionär Lafontaine hält eine Rede und der „Marxist“ Manfred Sohn soll Chef werden, in Niedersachsen?
    Weil die DDR 40 Jahre lang der friedlichere, gerechtere Teil Deutschlands war? Wohl wahr. Nur musste man aufpassen, nicht auf einen dieser Friedensteller, amtlich Minen genannt, zu treten und nicht im Freundschaftsbanderolen -Stacheldraht-hängenzubleiben, während die Friedenschützer dir in den Rücken schiessen, 40 Tage Sonderurlaub für den erfolgreichen Abschuss eines Staatsflüchtlings -aber einen Schiessbefehl hat es nie gegeben. Es muss sich um reine Friedensschüsse gehandelt haben, 40 Jahre lang.
    Diese Stalinisten sollen alle zum Teufel gejagt werden, sie verspotten die Opfer der DDR noch im Grab.

  8. TimmyTopas sagt:

    Nach außen hin erscheint dieser Haufen aus SektiererInnen, KarrieristInnen und verkappten AntisemitInnen zu bestehen. Das ist jedenfalls der Eindruck den ich habe.
    Auch mit Polit-Prominenz schafft die niedersächsische Linke nicht den Einzug in den Landtag.
    Die Westverbände erhalten nach und nach die Quittung für ihre Arroganz.

  9. Andrea S. sagt:

    DDR als friedlicher Staat, ja der „Kalte Krieg“, Westen Klassenfeind und so weiter…
    Eingemauert, Stasi, Diktatur, Mangelwirtschaft.. und so weiter.
    Ich kann dieses Geschwätz von den Sektierern nicht mehr hören. Es geht nur um Macht und solche würden in einem neuen Sozialismus wieder Macht über den Bürger ausüben. Sie haben aus der Geschichte rein gar nichts gelernt.

  10. rosalux sagt:

    Hier das Ergebnis der Sonntagsfrage für den 08.11. bei Infratest/dimap
    http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundeslaender/niedersachsen/sonntagsfrage/

    CDU 41% – SPD 34% – Grüne 13% – alle anderen nur 3% (LINKE, FDP, Piraten, Sonstige)
    Natürlich sind Umfragen keine Wahlen, aber dass die LINKE sich in diesem oder dem nächsten Jahr irgendwie verbessern könnte, ist nicht erkennbar. Und mit den beiden neuen „Figuren“ an der Landesspitze wird es vermutlich noch nicht besser. Frage an DL: wer hat von diesen beiden schon mal etwas gehört?
    So wünschenswert es wäre, dass der Einfluß einer einflußreichen „linken“ Partei den Kurs bundesdeutscher Politik in Richtung soziake Gerechtgkeit dränegn könnte, so wenig realistisch erscheint dies in 2013 realisierbar. War und ist die SPD „verschrödert“, so ist die LINKE weiterhin „veroskart“, für die Mitglieder unanttraktiv, für die Wähler unwählbar und für die anderen Fraktionen nicht koalitionsfähig. Damit hat die LINKE – hier in Niedersachsen – nur noch die Möglichkeit, sich bei 3% – auf PDS-Niveau etwa – am Leben zu erhalten. Ob ihr wenigstens das gelingen wird?

  11. TimmyTopas sagt:

    Frage an DL ….
    Ist damit die Redaktion gemeint oder die Kommentatoren?

  12. Olaf Links sagt:

    Von der Hokuspokus-Partei werden wir noch viel hören…

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