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Grüner Glyphosat-Lobbyist

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 19. Dezember 2018

Ex-Grüne Matthias Berninger wird Glyphosat-Lobbyist

Von Heike Holdinghausen

Matthias Berninger wird Chef-Lobbyist des Bayer-Konzerns. Seinen neuen Posten als „Leiter Public and Governmental Affairs“ soll der ehemalige Grünen-Politiker am 1. Januar kommenden Jahres antreten. Seine Aufgabe wird es sein, für den Glyphosat-Hersteller ein gutes politisches Umfeld zu schaffen. Das hat der Leverkusener Konzern dringend nötig, denn er leidet seit der 63-Milliarden-Euro schweren Übernahme des Agrarkonzerns Monsanto nicht nur unter drückenden Schulden und sinkenden Aktienkursen, sondern auch unter einem schlechten Image. Der in den USA verlorene Prozess Monsantos um den Unkrautvernichter Glyphosat und die Widersprüchlichkeiten über Studien, die die Unbedenklichkeit des Mittels beweisen sollen, sind jetzt die Probleme von Bayer. In den USA warten 9.300 weitere Klagen gegen Monanto auf Urteile. Berningers Dienstsitz ist laut dem Magazin PR Report denn auch folgerichtig in Washington, denn für Bayers Wohl und Wehe ist in nächster Zeit entscheidend, wie es auf dem US-Markt weitergeht.

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Den kennt Berninger gut, schließlich hat er die vergangenen Jahre daran gearbeitet, den Ruf des US-Konzerns Mars Incorporated in Europa zu verbessern. Der Weltkonzern mit 75.000 Mitarbeitern und Sitz in Virginia stellt Schokoriegel, Lebensmittel, Getränke, Tierfutter und Pflanzenpflegeprodukte her. Als Berninger, der studierter Chemie- und Politiklehrer ist, 2007 zu Mars wechselte, erntete er zum Teil Kritik. „Abschalten, und die Restlaufzeiten auf Ströbele übertragen“, lästerte Friedrich Küppersbusch in der taz über Berninger.

Quelle      :       TAZ          >>>>>          weiterlesen

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Grafiquellen      :

Oben       —       Matthias Berninger, 2004

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