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Deine Facebook Akte

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 7. November 2011

Schattenseiten von Facebook ?

File:Facebook Data Center.jpg

Wir lesen es immer wieder und in der letzten Zeit des öfteren, die Warnungen über Gefahren welche sich die Benutzer auf dieser Plattform aussetzen. Sicher wissen die meisten Benutzer inzwischen das alles Gute aber auch Schattenseiten aufweist und wird sich bewusst vorsichtig in diesen freien Raum bewegen. Zum Austausch persönlicher Daten ist dieses bestimmt der falsche Ort.

Als Warnung hier einmal einige Informationen über die Arbeitsweise von Facebook:

Die Akte des Facebook-Feinds

Mal eine kleine medienpädagogische Übung: Man nehme also ein Bild, beispielsweise eines von der deutschen Facebook-Sprecherin Tina Kulow. Auf ihrer Facebook-Seite sind Fotos von ihr zu sehen, sie lächelt, eine Hornbrille im Gesicht. Man kann ein Foto herunterladen, das geht bei Facebook immer, und dann kann man es in seine eigenen Fotoalben wieder hochladen, um zu sehen, ob Facebook das Gesicht erkennt. Wenn man kein „Freund“ von Tina Kulow ist, wird Facebook ihr Gesicht nicht identifizieren. Man löscht das Bild vom eigenen Facebook-Profil, es war ja nur ein Test.

Ein paar Wochen später klickt man unter Kontoeinstellungen den Link „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“. Man bekommt eine komprimierte Zip-Datei geschickt, die alle Fotos, E-Mails und Pinnwand-Einträge des eigenen Profils enthält. Man scrollt durch drei Jahre alte Mails. Und plötzlich schaut einen Tina Kulow an. Das gelöschte Bild. Da ist es. Immer noch.

Und wenn man nicht schon vorher fasziniert, aber auch ein wenig verunsichert war, weil das so viel, viel, viel ist, was da irgendwo auf einem Server lagert, dann erschrickt man spätestens jetzt. Löschen geht also nicht. Sehr interessant.

Max Schrems, Jura-Student aus Wien, hat vor einigen Monaten etwas Ähnliches erfahren. Er hat sich nicht mit dem Archiv zufrieden gegeben, das vor allem die Daten zusammenstellt, die auch auf der eigenen Facebook-Seite zu sehen sind. Er wollte mehr wissen über das, was im Verborgenen lagert. Er hat deshalb so lange um seine Daten gebeten, bis er 1.222 PDF-Seiten geschickt bekam, auf einer CD. Und auch er musste feststellen: Sehr persönliche Mails, die er hatte löschen wollen, sind da immer noch gespeichert. Wenn man ein Foto hochlädt, merkt sich Facebook Kameratyp – und wenn möglich auch den Ort der Aufnahme. Es weiß, wann man sich eingeloggt hat, oft auch wo. Vieles aber, was Schrems sich noch erhofft hatte, schickte Facebook erst gar nicht. Welche biometrischen Daten besitzt das Netzwerk von ihm?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube lYDx0Z75rt4]

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Source Flickr
Author Tom Raftery

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