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Das „P“ – Konto

Erstellt von Gast-Autor am Freitag 11. November 2011

Zurück in die Steinzeit

…aufgrund der Anregung von „ich bins“ haben wir den nachfolgenden Artikel als Veröffentlichung eingestellt mit Verweis auf die Quelle.

P-Konto – tatsächlich eine Verbesserung?
Von der Idee her sollte es sich beim neuen P-Konto um eine Verbesserung der Position des Schuldners bei eingehenden Pfändungen handeln. Wie bereits an vielen Stellen im Internet vermerkt, handelt es sich beim P-Konto um kein eigenständiges Konto. Es handelt sich vielmehr um einen Zusatzvermerk eines bereits bestehenden Girokontos, mit dem bestimmt wird, wie das Konto bei eingehenden Pfändungen zu behandeln ist.

P-Konto Kunde zweiter Klasse
Solange das P-Konto nicht pfändungsbelastet ist, handelt es sich um ein ganz normales (Guthaben-) Girokonto. Eigentlich sollte es sich in der Führung von daher nicht unterscheiden. Viele Kreditinstitute nutzen die Gunst der Stunde und belegten die Führung des P-Kontos – schwupps – mit Extragebühren, obwohl dies so von der Bundesregierung wohl nicht beabsichtigt oder gewollt war.
Andere Kreditinstitute schränkten das P-Konto auch in seiner Funktion ein. EC-Karte gibt es in den meisten Fällen nicht mehr und wird durch eine institutsinterne Servicekarte ersetzt, die das Abheben lediglich noch an eigenen bzw. Verbundsautomaten ermöglicht. Einige Institute verwehren bzw. beeinträchtigen den Zugang zum Online-Banking. In Einzelfällen wurde sogar gar keine Karte mehr ausgegeben und der P-Konto Kunde muß für jede Verfügung in die Filliale. Die Steinzeit lässt grüßen.

Es scheint hier wohl eine Klassentrennung vollzogen zu werden. Auf der einen Seite die (geduldeten, beileibe nicht geliebten) Kunden, die ein Girokonto für Jedermann führen. Auf der anderen Seite, diejenigen Kunden, die die Weiterführung als P-Konto verlangen.

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Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Eintrag in unsere Linkliste rechts auf dieser Seite.

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Grafikquelle    :

NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.
Namensnennung: Nevit Dilmen

3 Kommentare zu “Das „P“ – Konto”

  1. ichbins sagt:

    Man hat doch bei dem unsäglichen Hartz 4 gesehen, wie das mit der Umsetzung in der Praxis ist. Was als Verbesserung, als Heil angesehn, deklariert, verkauft ect wird erweisst sich schnell als böser Moloch, die Bürokratie schlägt zu und im Grunde läuft fast nichts wirklich gut, zu Vieles mehr als schief, wird bei berechtigter Kritik ignoriert, schöngeredet, verschlimmbessert. Nicht nur bei H4, nicht nur bei den P-Konten… Bin gespannt ob es mehr Fluch als Segen wird und die Armut nicht noch mehr festzementiert. Betonköpfe können nicht anders. Der Mensch bleibt zurück. Ich befürchte, es wird auch hier wie bei Vielem wieder in die Hose gehn. Lax umgesetzt. Die Verlierer wie immer derjenige der in die Bredouille geriet. Und nicht immer selbstverschuldet. Nicht jeder der Schulden hat, hat sie gemacht, weil er rumprasst, weil er nicht mit Geld umgehn kann. Die Gewinner? Die Banken, wie immer. Die teilweise Mitverursacher sind, warum ein Mensch der vertraute strauchelt. Trotzt Insolvenzmöglichkeit für Manchen eine Talfahrt nach unten, aus der es kein Entrinnen geben wird. Und ob das P-Konto die Menschen wieder heraus führt? Es wirklich eine Alternative ist? Man wird es sehn, wie es in der Praxis sein wird, bleibt einem ja auch nix andres übrig, kritisch bleiben kann udn muss man aber doch, bevor das Erwachen sehr böse ist. Man möchte sich gerne vom Gegenteil überzeugen lassen, so ist das mit dieser Hoffnung, mag sie noch so trügerisch sein. Ich wünschte mir, dass die Menschen erst gar nicht in solche Situationen kommen, dass sie von ihrer Arbeit leben können, dass sie nicht stigmatisiert werden, selbst wenn sie mal durchs Raster fallen. Menschlichkeit. Auch den Schwachen gegenüber. Respekt. Absteigen kann jeder, niemand ist zu 100% gefeit. Auch nicht jemand, der temporär sehr viel Geld für seine Leistung bekam.

  2. Thomas A. Bolle sagt:

    Ich habe heute mit dem Filialleiter meiner Hausbank über dieses Thema gesprochen.
    Dabei ist größtenteils das bestätigt worden was hier schon oftmals erwähnt wurde.
    Aber es gibt gesetzliche Vorgaben die die Banken zwingen z.B keine EC-Karten mehr auszugeben.
    Sie können aufgrund von Datenschutz rechtlichen Gründen das Kreditlimit nicht bei Nutzung institutfremder Automaten oder im Ausland kontrollieren. Sie müssen ebenfalls die Kontostände laufend beobachten. Wenn der Kunde nämlich Geld stehen lässt könnte das dazu führen das es doch gepfändet wird.
    Wegen der möglichen Überweisungen einer ARGE oder Jobcenters wird den betreffenden Personen ein Schriftstück der Bank mitgegeben so dass das Geld einer Bedarfsgemeinschaft auch auf ein Konto überwiesen werden kann.
    Wenn nicht unbedingt nötig z.B. bei Privatinsolvenz rät mein Sachbearbeiter von einer Umstellung ab.
    Ingesamt muss man sagen dass das was die Regierung da produziert hat großer Blödsinn und unausgegoren ist.

  3. ichbins sagt:

    eine kleine Info die eventuell hilfreich ist? http://www.btdirekt.de/themen-fuer-berufsbetreuer/verbraucherschutz/660-keine-kartensperre-und-kein-dispoverlust-nach-umwandlung-in-p-konto

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