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Das Kipping Interview

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 13. September 2013

»Ministerposten sind für uns nicht entscheidend«

Aber das Gehalt – oder ?

Ist es nicht zu wenig für eine Opposition, einfach nur mit den Fingern auf die Anderen zu zeigen? Ist es nicht müßig immer wieder, einer Mantra gleich, simple Forderungen zu wiederholen, Jahr für Jahr? Wäre es nicht besser zu sagen was ich machen werde und was ich machen kann, auch aus einer Minderheit heraus, anstatt zu versuchen den Menschen Rosinen in den Köpfen zu setzen?

Was kann ich machen aus einer Minderheit heraus? Widerstände formieren, gegen das Behördenmobbing, die Diskriminierungen an den ARGEN zum Beispiel. Die Menschen zur Zivilcourage animieren und sie dann darin zu unterstützen. „Von den Tafeln, auf die Straßen“, oder „besser Arbeitslos als zusätzliche Zuwendungen auf den ARGEN erbetteln zu müssen“, „Raus aus den Ehrenposten“, einen unsozialen Staat muss mit der gleichen Grobheit begegnet werden, wie der Moloch seine Bürgern behandelt.

Rund 70 % der Bürger lehnen zum Beispiel Hartz 4 und Kriegseinsätze ab. Warum wählen diese nicht die Linke? Weil die Partei es nicht versteht die Bürger mitzunehmen. Ministerposten auf der Einen und die Gala auf der Anderen, nebst den Verlockungen eines bequemen Lebens scheinen den meisten doch wichtiger zu sein. Nur die Herzen der Menschen gewinne ich nicht wenn ich mich selber erhebe. Dazu muss sich Politiker schon unter das Volk mischen, voraus marschieren. Nur, davon liest man in diesen Interview nichts.

 

nd: Frau Kipping, wann sind Sie das letzte Mal in einem Interview nicht nach einer möglichen rot-grün-roten Koalition gefragt worden?

 Kipping: Ich kann mich schwer daran erinnern. Konstellationsdebatten üben eine Faszination auf Medien aus. Ich meine jedoch, spannender als die Frage, wer mit wem zusammengeht, ist die Frage, was man verändern will.

Die Bündnisdebatte wird von der LINKEN forciert. Diese bietet sich unter bestimmten Bedingungen SPD und Grünen an. Können Sie es verstehen, wenn der SPD-Politiker Thomas Oppermann deswegen von »Stalking« spricht?

Wir forcieren die Debatte nicht, sondern werden dazu gefragt. Für uns sind nicht Ministerposten entscheidend, sondern Inhalte. Wer unsere Stimme haben möchte, der muss unterschreiben für Mindestlohn, sanktionsfreie Mindestsicherung, Mindestrente, Millionärssteuer und eine friedliche Außenpolitik. Ich würde mir wünschen, dass sich SPD und Grüne zu diesen Inhalten positionieren, anstatt sich wie Thomas Oppermann in Hobbypsychologie zu probieren.

Wenn SPD und Grüne nach der Wahl überraschend über ein Mitte-Links-Bündnis verhandeln wollen, stehen dann in der LINKEN Konflikte um Haltelinien und Mindestbedingungen ins Haus?

Im Wahlprogramm haben wir dazu klare Aussagen getroffen. Das ist in der Partei Konsens. Es gibt rote Linien, die wir nicht überschreiten. Dazu gehören Kampfeinsätze, Sozialabbau, Privatisierung und Politik, die die öffentliche Hand handlungsunfähig macht. Bernd Riexinger und ich haben ergänzt, dass wir nicht nur das Schlimmste verhindern, sondern auch etwas verändern wollen.

Quelle: Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle:Wikipedia – Author Hier ist DIE LINKE

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