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Das Karussel dreht links

Erstellt von IE am Dienstag 27. November 2012

Linkspartei Sachsen-Anhalts Linken-Chefin Bull plädiert für Gysi als alleinigen Spitzenkandidaten
zur Bundestagswahl

Sollten wir die Meldung welche gestern über das Presseportal und auch die Mitteldeutsche-Zeitung verbreitet wurde als eine Verletzung der Diskretion aus der Versammlung heraus bezeichnen? Als Hinweis das einige sich nicht mehr am Nasenring durch die Gegend ziehen lassen?  Hier kommt folglich schon die Nächste Meldung:

Das Presseportal ots meldet aus der M-Z:

Halle (ots) – Sachsen-Anhalts Linksparteivorsitzende Birke Bull hat für den Linksfraktionsvorsitzenden Gregor Gysi als alleinigem Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl 2013 plädiert. „Ich kenne den Vorschlag, um Gregor Gysi ein Team zu bilden“, sagte sie der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe). „Damit kann ich mich gut anfreunden. Gysi kann Leute begeistern. Für zwei Spitzenkandidaten sehe ich keine Notwendigkeit.“ Bull sprach sich damit indirekt gegen eine Spitzenkandidatur der stellvertretenden Partei- und Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht aus. Gysi lehnt es ab, mit Wagenknecht gemeinsam anzutreten.

Doch seltsam wie eigentlich vieles in der letzten Zeit: Alle Entscheidungen werden wieder einmal erkungelt. Von einem Kreis welcher weder durch die Satzung noch einer Mitgliederversammlung beauftragt wurde dergleichen Entscheidungen zu treffen. In einer sich selbst demokratisch und plural bezeichnenden Partei welche sich einst auf den Weg machte die soziale Gerechtigkeit zu entdecken.

Interessant wird sein, wann das einfache Mitglied letztendlich entdecken wird, nur noch als Zahlmeister und soziale Arbeitskraft ausgenutzt zu werden. Noch eine Stufe unter denen welchen in unanständiger Weise von den ARGEN ein Stundenlohn von einem Euro angeboten wird. Hoch, hoch, es lebe die sozialistische Solidarität.

Sehen und hören wir sie nicht schon wieder tingeln, sowohl durch den Blätterwald als auch auf Versammlungen, die Remmers, Pflüger und viele andere, alle auf der Suche nach zumeist neuen Wahlkreisen, fern der Heimat, da sie sich in ihren Alten scheinbar verbraucht haben? Eine Bundestagswahl steht wieder einmal an und hält man sich doch für zu wichtig als das politische Arbeit auch ohne sie möglich wäre?

Da werden dann, vielleicht über verdeckte Hände den in den Wahlkreisen zuständigen Personen Avancen gemacht? Das mag dann Bürgerbüro mit einem kleinen 400 Euro Job als Danksagung, oder wie sonst auch immer heißen. Der Steuerzahler wird die Rechnung schon begleichen. Entscheidend alleine ist, die nächsten vier Jahre an den Trog mit fürstlichen Einkommen sind wieder einmal gesichert. Die Partei? Wen interessiert die, denn diese würde mit einem vor Ort gut Bekannten sehr wahrscheinlich einen höheren Prozentsatz erzielen.

So wird das Thema Spitzenkandidatur trotz aller Dementi wohl auch weiterhin eine Schlagzeile wert sein. Der Wunschkatalog wird, sprich die Parteiprogrammatik, eher nebenbei laufen. Da bei realistisch zu erreichenden fünf bis sechs Prozent, ehe nicht einlösbar. Die Ausstellung eines Wechsel ohne Zahlungsziel.

So lesen wir denn heute in der Mitteldeutschen-Zeitung:

Die Linke Suche nach Spitzenkandidaten geht weiter

Bernd Riexinger spielte, was bei Parteiführern nach Gremiensitzungen selten vorkommt, mit offenen Karten. Die Linke sei angesichts vorangegangener Personaldebatten „ein gebranntes Kind“, sagte der Vorsitzende der Linkspartei mit Blick auf die Nominierung des oder der Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013. Seine Co-Vorsitzende Katja Kipping sekundierte, viele Teilnehmer der Elgersburger Runde hätten das Thema Spitzenkandidatur nicht debattieren wollen – aus Sorge, Details könnten an die Öffentlichkeit gelangen.

Gysi ist gesetzt

Darum ist nach dem Treffen des geschäftsführenden Parteivorstandes mit Vertretern der Länder im thüringischen Elgersburg auf den ersten Blick alles beim Alten: Die Linke steht – noch – ohne Spitzenkandidaten da. Riexinger und Kipping sollen einen Vorschlag unterbreiten und werden dies, wie sie am Montag andeuteten, womöglich noch vor der niedersächsischen Landtagswahl am 20. Januar tun. Womöglich aber auch erst nach der Wahl.

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / Urheber dontworry

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6 Kommentare zu “Das Karussel dreht links”

  1. RosaLux sagt:

    Weshalb sollte dieser Vorschlag nicht gut gangbar sein: Gysi als alleiniger Spitzenkandidat zusammen mit einem „Team“? Das gefällt mir weitaus besser als jede – im Grunde ja nicht funktionierende – Doppelspitze, als Sahra Wagenknecht oder gar Oskar Lafontaine oder andere, nachdem die Partei in Göttingen einige Namen „verbrannt“ hat. Ihr fehlen jetzt einige Spitzenfiguren. Irgendwie auch peinlich, dass aus dem Kreis der Landesvorsitzenden derzeit niemand sonst für eine Spitzenkandidatur in Frage kommt.

  2. Frühspätaufsteher sagt:

    # 1
    aus dem Kreis der Landesvorsitzenden ein Herr Linsler?

    Die Linke sollte in aller Ruhe entscheiden und sich von den Medien nicht „hetzen“ lassen.

    Linke sucht Spitzenteam für die Wahl

    http://www.fr-online.de/bundestagswahl-2013/linkspartei-linke-sucht-spitzenteam-fuer-die-wahl,20886784,20969900.html

  3. Oliver Kleis sagt:

    @2: bevor die ein Spitzenteam für die Wahl suchen – sollten sie sich lieber um die Teams an der Basis kümmern. Die sollten mal sicherstellen daß überhaupt noch jemand Wahlkampf macht. Eine Spitze setzt nämlich eine breite Basis voraus – sonst wirds wackelig oben…

    Ich bin sicher Linsler wäre unwahrscheinlich geschmeichelt und würde sofort zusagen. Er hat ja so seine Erfahrungen mit dem Zusammenführen von unterschiedlichen Gruppen….:)))))

  4. Schichtwechsler sagt:

    # 2 Oliver Kleis
    Allerbeste Erfahrungen hat Linsler allerdings damit wie er Mitglieder loswerden kann, die ihn ständig mit unbequemen Wahrheiten konfrontierten und seine Fähigkeiten und Führungsqualitäten in Frage stellten

  5. frans wagenseil sagt:

    @3

    Die Basis braucht man doch nur zum Abnicken einer Kungelliste.
    Im Abnicken hat die Basis ja eine hinlängliche, jahrelange große Erfahrung.
    Da kann also im Grunde fast nix schief gehen, nur der dumme Wähler könnte noch den Weg zum Erfolg versperren.

  6. Bremer sagt:

    #3 Oliver
    Was in der Privatwirtschaft „head count reduction“ heißt, nennt
    man bei der Linken „Profil schärfen“:
    die Anzahl der Indianer wird reduziert (bzw. vertrieben) und die Anzahl der Häuptlinge bleibt gleich. So ist dort bald jeder „chief“.

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