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Das Ende in Kiel

Erstellt von IE am Mittwoch 30. Oktober 2013

Die Genese einer Kränkung

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So geht Politik -EX oder Hopp – Einmal erlebt, es reicht fürs Leben.

Das war dann wohl das Ende der politischen Laufbahn der ehemaligen Zeit – Journalistin Susanne Gaschke als SPD-Oberbürgermeisterin in Kiel. Sie hat wohl den Unterschied zwischen der journalistischen Arbeit als Broterwerb und das Wühlen im politischen Schlamm begriffen und gab auf. Über das warum und wofür der Einen oder auch anderen Seite möchten wir nicht urteilen, da sind wir zu weit außen vor.

Nur alles in allem kann wohl festgestellt werden dass sich  die Niederungen der Politik kaum mit  einen „normalen“ Berufsleben vergleichen lassen, was dann auch erklärt warum Frau Gaschke scheitern musste und das allgemeine Niveau in den Parteien immer weiter nach unten rutscht. Kaum ein, auch nur durchschnittlich in seinen Beruf erfolgreicher Mensch ist mehr bereit sich für so ein  Geschacher zur Verfügung zu stellen.

Aus eigener, gemachter Erfahrung kann festgestellt werden dass sich kaum ein größerer Tummelplatz für gescheiterte Existenzen finden lässt als gerade in der Politik was sich dann ja auch auf die Gesellschaft negativ auswirkt.

Hier der sehr interessante Versuch einer Betrachtung von Stefan Reinecke in der heutigen TAZ:

Die Genese einer Kränkung

Am Ende sah die frühere Kieler Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke nur noch Feinde. Die Opposition, die Medien, die eigene Partei, die SPD.

Aber nicht nur Missgünstige haben die kurze Politkarriere der Ex-Zeit-Redakteurin beendet – sie ist dem politischen System und dessen „kleinlichen Ritualen“ zum Opfer gefallen. Den Garaus haben ihr „testosterongesteuerte Politik- und Medientypen gemacht“, so Gaschke in ihrer Rücktrittsrede. Wenn sie schon geht, dann als eine, die recht hatte. Viel Feind, viele Ehr.

Wir haben uns die Ex-Politikerin Gaschke als Opfer einer übelwilligen Lokalpresse vorzustellen, eines erstarrten politischen Betriebes, der Machtelite der schleswig-holsteinischen SPD, und eines von Männern beherrschten Geschäfts, das eigenwillige Frauen erbarmungslos zur Strecke bringt. Diese großformatige Erklärung steht in gewissem Gegensatz zu dem, worum es ging: eine fragwürdige Entscheidung in einem Steuerstreit in einer mittleren deutschen Großstadt. Das passiert jeden zweiten Tag.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle     :  Dr. Susanne Gaschke im Wahlkampf 2012

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