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RENTENANGST

Das Bayern Dossier

Erstellt von UP. am Dienstag 24. Januar 2012

trägt ganz klar Spuren von nicht nur von Bayern-Insidern, sondern von Spezialisten altgedienter Parteikader der SED und ihren Derivaten (DKP, DFU) in „heissen“ Zeiten und Machtkämpfen untereinander.

Die Krone für Klaus Ernst

Agit-Prop haben diese alten ‚Dialektiker‘ zumeist direkt noch in Ost-Berlin gelernt – zugeführt durch „real-existierenden“ heute nur noch verblass-schillernde Figuren wie bspw. Kapluck, dem Erfinder von KONKRET, dem linken Magazin aus den 60-iger Jahre. Konkret wurde zu 100 % von der SED gesponsert, durch Geld, welches Kapluck zumeist persönlich in Ost-Berlin abholte; und berühmt waren die Kolumnen von Ulrike Meinhoff.

Kapluck „stieg“ oft in Ahlen ab und auf; und hier lebt und schafft heute noch die Altkommunistin im Kreisverband Warendorf, die sich gern damit brüstete, Agit-Prop durch ihn in Ost-Berlin vermittelt bekommen zu haben.

Die Süddeutsche meint dazu, dass das Dossier ein Insider-Produkt ist. Da ist eine „höchst intelligente Annahme, auf die man nicht so einfach gekommen wäre, hätte die SZ nicht diesen Hinweis gegeben.“
Aber die SZ schränkt sich sofort ein und führt sich dadurch selber ad absurdum:

Bewiesen ist aber nichts. [ … ]

Menschenskinder! Diese Vernichtungsanweisung existiert seit Herbst! Bis zum heutigen Tage wurde nichts über die Urheber bekannt. Das zeugt von der grossen Disziplin und Ausdauer, mit dem diese Kreise ihr Ziel verfolgen. Es sollte nicht wundern, wenn ein ähnliches internes Papier im Saarland und auch in NRW existiert. Das ist keine ‚Annahme‘, sondern eine an sehr hohe Wahrscheinlichkeit grenzende Vermutung.

Dass der AKL nahestehende Kreise dieses Dossier selber (gegen sich) verfasst haben, ist einen Gedanken wert. Aber das ist eher abstrus, weil kaum der Verdacht besteht, dass die ‚Alten‘ in der AKL an Schulungen in Ost-Berlin teilgenommen haben. Bei den Hardliner der SL („Sozialistische“ Linke) – auch bei denen, die als K-Infiltrierer über die WASG in die Linke „gefunden“ haben – sieht das ganz anders aus. Viele davon hatten ihre politische ‚Heimat‘ in der DKP oder gar in der DFU, die heute in der politischen Landschaft keine Rolle mehr spielen.

Die Auswahl der „Spezial“-Worte und der streng dialektisch verwurzelte Inhalt deutet darauf hin, dass dieses ‚Dossier‘ in dieser Form nicht nur in Bayern existiert. Hier ist’s allerdings durchgesickert. Und die, die sich am meisten davon distanzieren oder gar nicht, haben mutmasslich die meisten Karten drin! Das Dossier ist „STALIN light“; Stalin hätte die Leute in den Gulag geschickt – das wird im Dossier ‚light‘ gemacht.

Ohne Zweifel dürfen Linke teure Zwirne tragen oder PORSCHE fahren; jedoch war es schade, dass diese Typen mit ihren mutmasslich extremistischen Gedankengängen bereits die WASG vehement polarisiert hatten und dieses der Basis verborgen blieb – eigentlich bis lange nach der Vereinheitlichung der sogenannten Quellparteien.

Ich erinnere an das Lafontaine’sche Ultimatum in Ludwigshafen im Zusammenhang mit Ernst und Maurer.
Was mich heute sehr nachdenklich stimmt ist die Tatsache, dass Ulrich Maurer so still ist. Ist er ein Maurer-Blümchen oder ist er eher das stille Wasser. Ich tendiere zum Zweiten!

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Grafikquelle    :     Krone des Königreichs Bayern (Schatzkammer der Münchner Residenz, 2013)

 

Ein Kommentar zu “Das Bayern Dossier”

  1. HaraldNiewtor sagt:

    Schweigen ist GOLD.
    Man(n) will ja noch was werden.

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