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CSU und die Frauen

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 18. September 2010

CSU und die Frauenquote – oder alles nur Machtgehabe
Frauenquote Pro und Contra

File:Jens Spahn CDU Parteitag 2014 by Olaf Kosinsky-4.jpg

Sie haben doch das Kindertalent Jens Spahn, und Merkel mit SED Erfahrung

Laut neuesten Meldungen, hat die CSU in einer Sondersitzung in München beschlossen, demnächst, genau genommen ab Ende Oktober bei allen Parteisitzungen einen entsprechenden Antrag der Frauen-Union zur Diskussionsgrundlage zu machen.

Danach soll es künftig bei allen CSU-internen Wahlen eine Frauenquote von 40 Prozent geben. Parteichef Seehofer betonte, er wolle die Frauenförderung deutlich verbessern.

Grund ist, dass die CSU weniger als ein Fünftel weibliche Mitglieder hat und somit gerade bei jüngeren Frauen zu schlechten Wahlergebnissen führt.

Da ist wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn besonders die konservative CSU, dürfte da Parteiintern, als auch in der Öffentlichkeit auf erheblichen Widerstand stoßen. Denn die CSU, die ja nicht umsonst „christlich“ heißt, wird besonders bei älteren Generationen, die noch auf ihre drei berühmten „K´s“ – Kinder, Küche, Kirche Wert legt, sehr zu kämpfen haben. Zudem ist der Papst ja auch noch deutscher, da wird es eine Menge Gegenstimmen geben, soviel ist sicher.

Wir alle Wissen, dass die CSU, nicht gerade durch Moderne und Neuerungen glänzt, lieber an alten Traditionen fest halten.

Gerade die Bayern, halten an Brauchtum und Traditionen fest und geben diese auch an ihre Kinder weiter, die Bilder sind ja allgemein bekannt, wenn die Trachtenmoden und ihre Volkstänze immer wieder alljährlich in den Medien auftauchen.

Warum soll sich da gerade eine CSU ändern wollen? Ich denke, dass auch wenn ein Herr Seehofer sich Veränderungen wünscht, es trotzdem nicht ohne interne Streitigkeiten abgehen wird. Auf der einen Seite wird dann das Lager der Traditionsbewussten sein, die auch ihre Meinung durchsetzten wollen und auf der anderen Seite wird dann die Opposition sein, die für Moderne und für Neuerungen sein wird.

Mit stellt sich die Frage, warum gerade jetzt die CSU die Frauenquote? Da gibt es sicherlich nur einen einzigen Grund: zu wenig Wähler! Oder die CSU ist allgemein in der Gunst der Wähler so sehr abgesunken, dass nun nach dem letzten Strohhalm gegriffen wird.

Also geht Herr Seehofer in die Offensive und zeigt sich als „Neudenkender“ ach so moderner Politiker der CSU und will sich damit in der Öffentlichkeit profilieren.

Doch warum ist die CSU nicht früher auf diese Idee gekommen? Man hätte doch schon viel eher bei allen CSU-internen Wahlen eine Frauenquote von 40 Prozent diskutieren können, oder noch besser man braucht es ja nicht nur zerreden, sondern man sollte es endlich einmal umsetzen, damit die Frauen, auch endlich mal eine Chance bekommen, besonders in der CSU.

Sicherlich werden hier nun einige aufrufen, ja die Frau Merkel ist ja in der CDU und andere Frauen auch, vor allem in guten Positionen und die DCU/CSU ist es ja bekanntlich auch, richtig?! Nun das aber, denn die Frauen in der CSU sind einfach nur da, aber was hört und sieht man von Ihnen? Es mangelt an Selbstbewusstsein! Und eines ist sicher, dass auch eine Frau Merkel und andere Frauen sicherlich von Männern vordiktiert bekommen, was sie in welche Richtung zu tun haben. Fakt ist, dass immer irgendwelche Männer im Hintergrund mit entscheiden oder delegieren und es uns als die Meinung einer Frau Merkel oder irgendeiner anderen Frau in der Öffentlichkeit verkauft wird. Nur sind wir Frauen nicht blöd, verehrte Herren Politiker. Denn es gibt genügend Frauen, die an die Öffentlichkeit gehen, um ihre Meinung zu sagen, doch oft genug werden diese leider verpönt und/oder vielleicht sogar noch diffamiert, um sie als „Emanzen“ hin zu stellen. Doch die Ideen und Meinungen, die diese Frauen vertreten hat mit all dem nichts zu tun, sie lassen sich einfach nicht mehr alles gefallen und sagen dies halt auch, was verdammt wenig mit „Emanzen“ zu tun hat, denn auch dieser Begriff ist schon herabsetzend.

Es hat etwas mit ihrer Meinung sagen zu tun. Es hat mit mehr Anerkennung zu tun. Es hat mit genauso viel Geld wie Männer verdienen wollen zu tun (im selben Beruf, ist immer noch nicht der Fall). Frauen verdienen im Schnitt immer noch viel zu wenig und dabei rede ich nicht von unseren Politikerfrauen, sondern vom Ottonormalverbraucher, warum heißt das eigentlich so? Gibt es auch eine weibliche Form dafür? Wie wäre es denn mal mit einem Neutrum, dann fühlt sich keiner Bevorzugt und keiner Benachteiligt.

Es gibt einfach noch zu viele Situationen, wo Frauen benachteiligt werden, besonders in den christlichen Gebieten und Parteien. Oder werden die Frauen für das tägliche putzen, Kinder bekommen und groß ziehen oder Essen kochen bezahlt? Das ist Selbstverständlich und ich kann auch in keinster Weise nach vollziehen, dass es immer noch Frauen gibt und die gibt es wirklich, die es als „normal“ empfinden, dass sie immer Punktum ihrem Mann das Essen servieren müssen oder die Bierflasche zum Fernseher tragen müssen. Es gibt so viele Beispiele, die ich hier anführen könnte, dass man glatt ein Buch daraus machen könnte.

Nur eines ist Sicher, dass es gerade in Bayern/ bei der CSU solche Beispiele zu Hauf gibt, klar auch in anderen Ländern und Regionen, aber Bayern ist halt besonders dafür bekannt, halt eben durch seine christliche Einstellung. Frauen haben zwar inzwischen einen wesentlich höheren Stellenwert erreicht, dass ist sicher, aber mal ehrlich, die Männerdomäne ist trotzdem noch zu hoch in ihrem Stellenwert.

Sicherlich gehen hier die Meinungen auseinander, es hängt auch davon ab, wie man erzogen wurde und wie man es weiter gibt, aber warum verstehen wir dann oftmals nicht unsere Kids nicht? Weil sie halt oftmals schon anders sind, ob erzogen oder nicht, unsere Umwelt ist halt einfach so. Tagtäglich werden wir durch die Medien, Schule, Mitmenschen geprägt, aber ob das immer zu unserem Vorteil ist, sei dahin gestellt?! Besonders das Christentum hat unsere Vergangenheit sehr geprägt und somit ist nicht alles was christlich ist auch automatisch gut.

Was nicht heißen soll, dass wir unseren Glauben verlieren sollen, aber schon meine Oma sagte mir: „Zum Glauben und Beten brauche ich keine Kirche, sondern da gehe ich lieber in den Wald, da bin ich Gott viel näher!“ Recht hatte sie, denn Glauben heißt nicht zwangsweise sich einer Gemeinschaft oder einem Christentum zu unterwerfen, denn dann sind wir wieder im Sog der Gesellschaft und wer bestimmt was richtig oder falsch ist? Das hängt doch von jedem einzelnen Menschen oder der Situation ab. So gesehen ist auch das Thema Frauenquote eigentlich Blödsinn, nur um zu zeigen, wir Männer wollen die Frauen respektieren und fördern, so ein Humbug! Eine eigene Meinung zu haben und diese auch Öffentlich vertreten zu dürfen, dass ist wichtig, denn andere können nicht für mich oder für sie oder sie oder sie entscheiden, es geht einfach nicht, dafür ist jeder Mensch zu individuell und das soll er oder sie auch bleiben. Denn das ist Gleichstellung oder Gleichberechtigung!

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3 Kommentare zu “CSU und die Frauen”

  1. UP. sagt:

    …na, in Baiern ist man nicht so; bei Erhöhung der Frauenquote könnte man das eine oder andere Kindlein machen!

    Das hat sicher mancher Hahn im Hinterkopf – Seehöfer, Söder & Co. …

  2. Jens-Uwe Habedank sagt:

    Bei aller Kritik an dieser wertkonservativen CSU – Dass Seehofer das Thema Frauenquote offensiv angeht, finde ich erst mal wichtig. Damit mag er Hintergedanken (Wählerinnen) haben, an für sich aber erst einmal wird damit hoffentlich eine Diskussion mit großer Beteiigung losgetreten…

    Apropos CSU und „Staatspartei“ – Ca. 50% aller direkt gewählten Bürgermeister und Landräte in Bayern sind von Wählergemeinschaften! Der eine oder andere Posten mag mit CSU-SympathisantInnen besetzt sein – ist aber eben nicht CSU. An eine solche Quote muss NRW erst mal kommen..:!

    Zurück zur Frauenquote: Mir ist eine solche Debatte alle mal lieber als die Verherrlichung und Verar… der Frauen in linken KV’s und OV’s. Da beruft man sich auf Tradition einer Clara Zetkin-läßt aber jede Sauerei von Macho-Typen parteiintern scheinbar zu. Im KV Kleve wurde 2009 nicht eine einzige Frau auf einen aussichtsreichen Listenplatz nominiert; diejenigen die wollten wurden schnell gerufmordet oder aber der Einfachheit halber zu Nicht-Mitgliedern erklärt. Es gab sogar eine MV – von einer Frau und LaVo-Mitglied Edith Fröse geleitet – am 18.04.2009 wo die Frauenquote nicht mal formal ausgesetzt wurde; So wird der linke Anspruch auf Gleichberechtigung gelebt!
    Noch besser: Rufen die gemobbten und entrechteten Frauen die LGS an, so hören sie: „Ich habe es nicht nötig dir zu antworten!“ Rufen sie die LISA-Beauftragte Katharina Schwabedissen an, so hören sie:…..NICHTS

    Am Allerbesten: Statt solidarische Unterstützung durch LISA oder LGS, erfahren die betroffenen Frauen dann beim nächten Treffen Hohn und Spott einer Macho-Schar mit den Worten: “ Gruß von LISA – du schädigst die Partei und ziehst sie in den Schmutz…“

    Wie gesagt – ein ehrliches, offenes Wort und das Eingeständnis von Defiziten mti dem Willen zur Lösung ist mir alle mal lieber als diese heuchlerische Theorie, die schon im kleinsten Ansatz versagt – aber hoch gelobt wird…Ich werde deshalb nicht zum CSU-Wähler oder so; erlaube mir aber aus Erfahrung Wundenstochernde Kritik bei den LINKEN – wo kommen wir denn sonst hin?!

  3. Gabi Köhler sagt:

    @Jens-Uwe
    ich geb dir in Puncto mit den Linken volkommen recht!
    Auffallend ist nur, dass die Frauen der CSU selber von sich behaupten, sie müssen offener werden (habe recherchiert), Tatsache! Das hier natürlich eine Diskussion angefacht wurde, wie Männlein und Weiblein mit einander in der Politik umgehen, stößt Selbstverständlicherweise zu verschiedenen Meinungen. Und eines kann ich dir auch versichern, ich habe auch im Laufe meines Lebens Frauen kennen gelernt, die müsstes du noch in den Hi..treten, damit sie endlich einmal aus ihrer Lethagie erwachen, aber anscheindend wollen manche Frauen es einfach so, gar keine Frage, da redest du dir vorher bestimmt Fransen an den Mund, bevor diese Frauen etwas ändern. Aber es gibt halt auch andere, die wollen etwas ändern, werden aber immer wieder, wie bei den Linken eher als Freiwild betrachtet. Und meiner Meinung nach gehören auch immer zwei dazu, einer der macht, einer der machen läßt!
    Allen kannst du es eh nie Recht machen!

    Schönes WE

    Gabi

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