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Covid – 25

Erstellt von DL-Redaktion am Montag 20. April 2020

Ein Zukunfts-Kurzroman

St Corona am Wechsel Kirche Bildnis.JPG

HL. Angie du Schreckhafte: „Bitte für uns !“

Quelle        :    Scharf  —  Links

Von Leonhard Schäfer

Karwoche 2020. Die Zahl der Coronainfizierten steigt. Mit einer Novene erbittet der Bischof von Aachen die Fürsprache der Heiligen Corona (Schutzpatronin der Schatzgräber, der Metzger und gegen Seuchen) um die Befreiung von Krankheit und Not in der Bedrohung durch das Corona-Virus. Der erkältete Bischof kniet vor dem Reliquienschrein nieder: Hl. Corona hilf uns! Da ertönt es von oben: Du hast auch schon besser gehustet.  

Ende April: Die Zahl der Coronainfizierten steigt. Die Quarantäne wird verschärft.

14. Mai 2020: Namenstag der Hl. Corona:

Die Regierung verkündet die Verlängerung der Quarantäne bis Ende Juni.

30. Juni: Nix Ferien: Die Ausgangssperre wird bis Ende September verlängert.

1. Juli: In den Ballungszentren rotten sich Jugendliche und junge Erwachsene zusammen und protestieren gegen die Ausgangsbeschränkungen. Auch gestresste Menschen die es zuhause nicht mehr aushalten, gehen auf die Strasse und protestieren. Es kommt zu Plünderungen von Getränkemärkten und anderen Ausschreitungen unter Einsatz der Polizei. Auf beiden Seiten Verletzte. Bei Unruhen in Berlin, in den Vierteln Kreuzberg, Treptow und Neukölln wird die Bundeswehr gegen riots eingesetzt. Das Regierungsviertel wird mit Molotowcocktails angegriffen. SEK und Soldaten schiessen scharf. Es kommt zu Hunderten von Toten und Verletzten und zu Tausenden von Festnahmen.

Die Festgenommenen werden in sog. Kollerzentren (KZ) konzentriert.

15.Juli: Die Regierung verkündet den Staatsnotstand und setzt alle Grundrechte ausser Kraft.

Es wird das „Abkürzungsdekret“ beschlossen.

Alle over 75 und Alleinstehende over 65 müssen ihre Wohnungen verlassen und werden in sog. Alterszentren (AZ) zusammengefasst. Auf Wunsch wird die sog. Outdoorpille (Pille danach) angeboten. Alternativ kann man sich zum Einsatz als Leichenbestatter melden.Die 65jährigen mit Familienanschluss dürfen die Wohnungen nicht verlassen und müssen Heimarbeiten übernehmen.

Es werden wieder alle Fabriken und Geschäfte geöffnet. Alle nichtkonzentrierten Personen müssen elektronische Fussfesseln tragen und ihre Bewegungen werden ausserdem mit tracking apps erfasst.

1. August: Die Regierung löst das Parlament auf. Alle Abgeordnete kommen in überwachten Hausarrest.

Ein 3-köpfiges „Direktorium des Gemeinwohls“ steht an der Spitze des Staates. Es besteht aus den „Vorsitzenden“: dem Minister für öffentliche Ordnung, dem Vorsitzenden des Ministeriums der Wahrheit. Das Direktorium wird geleitet von der „Guten Schwester“, die auch gleichzeitig das Ministerium Volksgesundheit übernimmt. Das neue Staatssymbol ist

Alle Fernseh-und Rundfunkkanäle werden auf einen Kanal (sog. Volksempfänger) reduziert. Beide unterstehen dem Ministerium der Wahrheit. Das soziale Netzwerk wird kontrolliert und eingeschränkt.. Durch Drohnen und andere elektronische Einrichtungen wird das Abhören ausländischer Sender überwacht. Bei mehrmaliger Zuwiderhandlung Einweisung in eine Umerziehungsanstalt.

Jeden Tag um 8, 12, 20 Uhr sind die offiziellen Nachrichten zu hören: Das Ministerium der Wahrheit gibt bekannt… und wird eröffnet mit dem musikalisch untermalten Leitmotiv:

ES HERRSCHT RUHE IM LAND und endet mit:

WIR SIND ALLE GLÜCKLICH.

WIR DANKEN UNSEREM DIREKTORIUM.

Zur Unterstützung der Botschaften fahren gepanzerte Lautsprecherwagen regelmässig durch die Strassen. Jeden Sonntagmittag hat die Bevölkerung auf dem Balkon zu erscheinen und dazu zu applaudieren.

In jeder Strasse beobachtet ein sog. Nachbarschaftsbetreuer (NB) die Einhaltung der Vorschriften.

Unmutsäusserungen gegen die Regierung oder deren Massnahmen werden mit bis zu 1 Jahr ABM (Alternative Bewegungsmassnahmen, sprich Zwangsarbeit) bestraft.

1.11.Alle müssen das neue Staatssymbol als Button am revers tragen. Ab sofort ist das Singen folgender Lieder verboten:

Horch was kommt von draussen rein

Es liegt was in der Luft

Wohlauf die Luft

Es kommt zu Nahrungsmittelengpässen. Daher erhält jeder Haushalt zur Unterstützung einmal in der Woche ein Care Paket, das auch 1 kg Linsen, 1 kg des neuen „Kompromissbrots“, 100 Blatt Klopapier und 1 Flasche Schnaps enthält.

Es wird das Nationalgericht: „Gefüllte Linsen“ eingeführt, das einmal in der Woche verzehrt werden muss.

Das Volk munkelt, dass die Pandemie längst gebannt sei. Auf das Verbreiten solcher Gerüchte stehen 6 Monate ABM.

In manchen Fabriken jedoch tauchen diese Flugblätter auf und in Arbeitervierteln an den Hauswänden:

Ein Untergrundradio meldet, dass sich Gemeinschaften vom totalitären Staat losgesagt hätten; im Norden hat sich eine „Republik Freies Wendland“ gebildet. Ausserdem bestehen freie Gemeinden im Bayrischen Wald und in den Alpen, die die „Süddeutsche Freiheit-Zeitung für das Neue Deutschland“ herausgeben.

Jahreswechsel 20/21:ES verkündet der Volksempfänger:

Liebe Leute, es geht uns gut.

Wir haben die Pandemie im Griff dank der Guten Schwester und den anderen Vorsitzenden, die wir alle lieben.Damit es uns noch besser geht, wird der nationale Freiwilligen-Samstag eingeführt.

Der 14. Mai, Namenstag der Hl. Corona, wird arbeitsfreier Nationalfeiertag.

Alle Bewohner ab 16 Jahren legen an den Samstagen Hand an zum Wiederaufbau unserer grossen Nation. Jugendliche unter 16 und Kinder werden in Pfadfindergruppen zu nützlichen Tätigkeiten eingesetzt.

Es werden ausserdem ganzjährig KFZ (Kombinierte Familien Zentren, auch Gross-Kibbuz genannt) auf dem Land gegründet, in denen Familien vom Enkel bis Grosseltern kaserniert werden. Als grosse Errungenschaft wird der Jahresurlaub von 2 Wochen, zu nehmen auf „Balkonien“ eingeführt. Die Norm-Übererfüller erhalten 1 Woche Sonderurlaub in den Erholungszentren „Volksfreude“ in den Bergen oder am Meer.

1.1.2021: Ein Auslandssender: Bombenanschlag im Regierungsviertel. Zahl der Opfer unbekannt

2025: In einem KFZ .

Ein Grossvater, der Kartoffel schält, mit seiner Enkelin. Die Eltern sind tagsüber ausserhalb bei ABM (Strassenbau, Bruckenreparatur). Fragt die Enkelin: „Erzähl mal, Opa, wie das war als du jünger warst“. Opa: „Scht, doch nicht so laut“ und schaut sich um: „Also, na ja, wir konnten zum Beispiel in der freien Natur spazieren gehen…“ Enkelin: „Was ist das?“Und der Opa denkt: „Einige Urvölker hatten die Gewohnheit, bei Pandemien ihre Anführer zu opfern, um die Götter zu besänftigen“.

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Grafikquellen :

Oben        —           Image of Saint Corona on the altar of St. Corona am Wechsel parish church, Lower Austria

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