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Archiv für die 'Baden-Württemberg' Kategorie

BW – Fest als Kulturerbe

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Oktober 2017

Rutenfest soll Unesco-Kulturerbe werden

File:Ravensburg Rutenfest 2005 Landsknechte Schützenumzug.jpg

Von

Festkommission strebt Aufnahme in die Liste weltweiter immaterieller Kulturgüter an

Ravensburg sz Die Rutenfestkommission (RFK) will erreichen, dass das Ravensburger Heimatfest in die Unesco-Liste der weltweiten immateriellen Kulturgüter aufgenommen wird. Sie stellt daher noch in diesem Monat einen Antrag auf Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.

„Ganz gelassen“ ist der RFK-Vorsitzende Dieter Graf in dieser Angelegenheit. Und „sehr zuversichtlich“, dass die Aufnahme ins bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes als ersten Schritt auf dem Weg zum Unesco-Siegel klappen wird. Was Graf so optimistisch macht: Die fränkische Stadt Dinkelsbühl, mit der sich Ravensburg im vergangenen Jahr gemeinsam bewerben wollte, was sich aber zerschlug, wagte den Alleingang – und hat den Sprung ins bundesweite Verzeichnis auf Anhieb geschafft.

Seit 2003 sammelt die Unesco weltweite kulturelle Ausdrucksformen in einer „Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“. Im April 2013 trat die Bundesrepublik Deutschland diesem Übereinkommen bei. Seither können sich hiesige Bräuche und Traditionen für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes bewerben.

Bundesrepublik nominiert Kandidaten

Quelle    :   Schwäbische >>>>> weiterlesen

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Zu den obigen Artikel einen Kommentar von Stefan Weinert – Ravensburg

Dieter Graf und seine Kommission tun gut daran, ihr Rutenfest bei der „Kultur-GEMA“ anzumelden und es durch sie schützen zu lassen. Aber sie alle müssen sich beeilen. Denn so wie es aussieht, wird Ravensburg sein „Fest aller Feste“ ein letztes Mal im Jahr 2020 feiern können. Warum? Weil es die neue Administration der Stadt Ravensburg abschaffen wird. 2018 (in sechs Monaten schon), wird ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Und im Jahre darauf (2019) wählt Ravensburg auch seinen neuen Gesamtgemeinderat, der ebenfalls einige Überraschung parat halten wird.

Das Ravensburger Kinder- und Heimatfest ist zu einem „Sauffest der Elite im mittelalterlichen Kostüm“ verkommen. Man kann nur hoffen, dass die UNESCO nicht alles glaubt, was in den Ravensburger Antragsformularen zu lesen sein wird, sondern selbst Nachforschungen betreibt, um zu erleben, wie es Ende Juli / Anfang August in Ravensburg zugeht. Jeder von uns weiß es – auch ein „Ravensburger Neubürger seit 1989“, wie ich es bin. Denn ein echter Ravensburger werde ich nie sein. Dafür sorgen schon die, die ihre Rutenmaß mit der Muttermilch  aufgesogen haben. Gell! Aber das hat ja bald ein Ende.

Als Festabzeichen für das dann wohl letzte Rutenfest im Jahre 2020 schlage ich schon jetzt das Gebäude der ehemaligen Synagoge in der „Grüner-Turm-Strasse“ (bis 1937 hieß sie „Judenstrasse“) vor, in dem jetzt der anatolische Dönerimbiss beheimatet ist. Denn der ganz bewusste „Ausrutscher“ von 2015, wo die ehemalige NSDAP-Zentrale zum Festabzeichen  gemacht wurde, ist nicht vergessen. Das ist Ravensburg seinen NS-Opfern wohl mindestens schuldig. Also Herr Graf: „Dalli, dalli – wer zu spät kommt, den bestraft …

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Grafikquelle   :

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Description Ravensburg, Germany: Rutenfest, Die „Landsknechte“ („Alte „Spohngruppe“) beim Altschützenumzug am Rutensonntag
Date
Source Own work (own photograph)
Author Photo: Andreas Praefcke

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B-W-Politiker im Tiefschlaf

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Oktober 2017

So sieht der Klimawandel im Südwesten aus

File:Natur Starkregen Karlsruhe Deutschland.jpg

Starkregen in Karlsruhe am 11. 05. 2009

Von 

Steigende Temperaturen im Sommer und im Winter wirken sich deutlich sichtbar auf Mensch, Tier und Umwelt aus

Bad Schussenried sz Roland Roth spricht schnell. So, als ob er keine Zeit verlieren wolle. So, als wenn er den Klimawandel noch abwenden könnte, wenn er sich nur beeile. Aber der Meteorologe, der die Bad Schussenrieder Wetterwarte Süd leitet, eine Ansammlung von etwa 300 Teilzeitwetterfröschen mit über 200 Messstationen, sagt selbst, das Gegenteil sei der Fall: Der Klimawandel sei im vollen Gange und nichts könne ihn aufhalten.

Roth begann seine Vorträge über den Klimawandel bereits in den 80er-Jahren. „Wenn ich mir anschaue, was ich damals prophezeit habe, dann ist es noch viel schlimmer gekommen, als ich angenommen habe“, sagt Roth. Seine Vorträge seien laut ihm bis ins Jahr 2023 ausgebucht. Wenn er referiert, greift er auf die Daten zurück, die er und seine Kollegen seit 1980 gesammelt haben. Zum Beispiel, dass der Sommer 2015 mit 27 Hitzetagen über 30 Grad der bisher zweitwärmste Sommer seiner Aufzeichnungen war. Und 2003, mit einer Durchschnittstemperatur von über 20 Grad Celsius und 28 Hitzetagen, der wärmste.

Noch schlimmer als gemessen

Diese Temperaturrekorde sind für Roth eindeutig die regionale Ausprägung des globalen Klimawandels. Im Referenzzeitraum der vergangenen 100 Jahre habe die Jahresdurchschnittstemperatur im Einzugsgebiet der „Schwäbischen Zeitung“ zwischen 1,1 Grad auf der Ostalb und 1,5 Grad im Alpenvorland zugenommen. „Aber ich gehe sogar davon aus“, ergänzt Roth, „dass wir uns eigentlich gerade in einer Abkühlungsphase befinden, weshalb man die Differenz zwischen dem Ausgangspunkt damals und der eigentlichen Abkühlung auf die gemessene Erwärmung auch noch draufschlagen müsste.“ Wenn das stimmt, läge die Erwärmung noch dramatischer bei vielleicht sogar 2 Grad oder mehr. Beweisen lässt sich diese Annahme aber kaum.

Vorschau: Unsere Heimat im Wandel

Quelle   :    Schwäbische >>>>> weiterlesen

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MEINE MEINUNG

von Stefan Weinert – Ravensburg

Wenn man sich diesen Artikel Wort für Wort  auf der Zunge zergehen lässt, und ihm die geplanten „Maßnahmen“ der Ravensburger Stadtverwaltung und den Vorschlägen der mit ihr kooperierenden und klüngelnden Ökologen aus dem Schussental gegenüberstellt, dann muss doch eigentlich klar sein, dass diese „Umweltdiplomatie“ contraindiziert ist. Wann endlich wird durchgegriffen, und die Grundbedürfnisee des homo sapiens vor die der Prosberitätlobbyisten gestellt? Wann?

  • Durchgangsverkehr raus aus der Innenstadt, Sperrung der entsprechenden Straßen und Plätze
  • Marienplatztiefgarage (MTG) endgültig und komplett schließen
  • Park und Ride in Süd-, Nord-, West- und Oststadt
  • kostenlose Pendelbusse und E-Bikes in die innenstadt und zurück
  • kein Molldietetunnel, stattdessen die Überlandlösung Eschach-Grünkraut
  • vorbereitende Maßnahmen für und Förderung der Robotertaxis
  • Baumschutzverordnung JETZT [https://www.change.org/p/gesamtgemeinderat-ravensburg-baumschutzverordnung-f%C3%BCr-ravensburg-jetzt], wie auch von Peter Schröder und den „Bürgern für Ravensburg“ gefordert!
  • reguläre Busse im Schussental kosten 1 Euro – und zwar an jedem Tag!

SO MUSS UMWELTPOLITIK„Wer keine Visionen hat, gehört nicht ins Rathaus.“ (emanon)

PS: Im Jahre 1994 hatte ich ein berühmtes Antikriegslied umgedichtet und es im Rahmen einer Veranstaltung der ÖDP im Kornhaussaal öffentlich vorgetragen. Es ist verhallt und ungehört geblieben von denen, die was hätten ändern können. 23 Jahre sind seit dem vergangen – und es ist nichts geschehen … Wann wirst du je verstehn??  — Die erste Strophe ging 1994 und geht 2017 so:

Sag‘ mir, wo die Blumen sind
im Jahr Zweitausendzehn!
Sag‘ mir, werden morgen noch
die Bäume steh’n?
Sag‘ mir, warum lebst du so,
als würd‘ die Welt sich um dich dreh’n?

wirst du es je verste’n, wann wirst du es versteh’n?

2. Sag‘ mir …

3. Sag‘ mir …

Text: (c) Stefan Weinert, 1994
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Grafikquelle   :   Natur Starkregen Karlsruhe Deutschland

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Author Grossbildjaeger

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Spurensuche – Weingarten

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Oktober 2017

Körperlich schwach, doch mit großer Willenskraft

Pannonhalma - Bencés apátság.jpg

von  Julia Marre

In Weingarten begann 1910 die militärische Karriere von Erwin Rommel – Eine Spurensuche

Weingarten sz Im lauen Sommerwind wehen die Blätter der 100 Jahre alten Linde am oberen Gerbersteig vor dem Türmle. Auf dem Martinsberg in Weingarten herrscht militärisches Treiben. Auch an diesem Dienstag, dem 19. Juli 1910, treten die Soldaten des Infanterieregiments König Wilhelm I. auf dem äußeren Klosterhof zum Appell an. Einer in ihren Reihen ist zum ersten Mal dabei: Erwin Rommel. Der damals 18-Jährige ist ein blasser, kränkelnder Junge. Er ist technisch begabt und träumt noch davon, einmal als Flugzeugingenieur zu arbeiten. Doch stattdessen avanciert er zu einer umstrittenen Symbolfigur in der deutschen Geschichte: Als Held und Opfer des Nationalsozialismus zugleich gerät der General Hitlers während des Zweiten Weltkriegs zwischen die Fronten. In Nordafrika hat Rommel den Oberbefehl über das Afrikakorps; die Nazi-Propaganda feiert ihn als „Wüstenfuchs“ und begründet damit seine große Beliebtheit. Als Identifikationsfigur der jungen Bundesrepublik beeinflusst der Schwabe mit den soldatischen Tugenden auch posthum die Ausrichtung der in der Nachkriegszeit gegründeten Bundeswehr. Noch heute sind Kasernen nach ihm benannt – was nicht unumstritten ist. Denn obwohl Rommel 1944 von Hitler wegen seiner vermeintlichen Verstrickung in das Attentat vom 20. Juli vor die Wahl gestellt wurde, entweder sich das Leben zunehmen oder vor den Volksgerichtshof gestellt zu werden, war er dem Führer treu ergeben und ließ sich zum Mythos stilisieren. Seine militärische Laufbahn hatte 1910 in Weingarten begonnen. Die Schwäbische Zeitung hat nun Archivmaterial aus Weingarten ausgewertet.

Musterung im Jahr 1910

Das schmucke neobarocke Unteroffiziersgebäude ist ein soeben bezogener Neubau, als der junge Rommel im Sommer 1910 seinen Dienst in der Welfenstadt antritt. Als „sparsam, zuverlässig und im Turnen gewandt“ hat sein Vater, der Schulleiter Erwin Rommel senior, seinen Sohn der württembergischen Armee angepriesen. Dennoch: Artillerie und Pioniere sehen zunächst keine Verwendung für den jungen Mann. Lediglich das 124. Württembergische Infanterieregiment bestellt den 18-Jährigen im März 1910 zur Musterung. Hinter den Klostermauern auf dem Martinsberg beginnt die Karriere des jungen Soldaten Fahrt aufzunehmen: Rommel, der erst im Juli 1910 zum Regiment stößt, wird bereits im Oktober desselben Jahres zum Gefreiten befördert, im Dezember sogar zum Unteroffizier.

Archivo:Bundesarchiv Bild 183-1987-0313-503, Goslar, Hitler schreitet Ehrenkompanie ab.jpg

Was für ein Mensch war Johannes Erwin Eugen Rommel damals, als er nach Weingarten kam? Eine Selbstbeschreibung aus der Personalakte des späteren Feldmarschalls gibt Aufschluss darüber: Darin skizziert der Oberprimaner am Realgymnasium von Schwäbisch Gmünd seine bis dato kurze Lebensgeschichte: „Die Fächer, die mich besonders in der letzten Zeit anzogen, waren Mathematik und Naturwissenschaften“, schreibt der Schüler. „Meine freie Zeit benütze ich teils zur Vorbereitung und zum Lesen, teils zu körperlichen Übungen, wie Radfahren, Tennisspielen, Schlittschuhlaufen, Rodeln, Skifahren u.s.w.“

Quelle    :     schwäbische >>>>> weiterlesen

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Anlässlich der Frage, ob denn die in Weingartgen angebrachte Rommel-Erinnerungs-Tafel zu rechtfertigen sei, hatte ich im August 2016 einen Artikel zum „Mythos Rommel“ erstellt. Er list sich ein wenig anders, als der Zeitungsbericht – aber dennoch lesens- und bedenkenswert..

Rommel – Mythos und Mär

Von Stefan Weinert, August 2016

Ab 1912 hatte Rommel eine Liebesbeziehung mit Walburga Stemmer aus Weingarten, die im Dezember 1913 die gemeinsame Tochter Gertrude zur Welt brachte. Im November 1916 heiratete Rommel Lucie Maria Mollin, die er 1911 während eines Kriegsschullehrgangs in Danzig kennengelernt hatte. Die uneheliche Tochter Gertrude wuchs bei ihrer Großmutter auf. Rommel und seine Frau kümmerten sich um das Mädchen, das als seine Nichte ausgegeben wurde. Im Dezember 1928 kam Manfred Rommel, der Sohn Erwin und Lucie Maria Rommels, zur Welt. Walburga Stemmer starb im Oktober 1928.  —  Rommel, der eigentlich Flugzeugingenieur werden wollte, wurde von seinem Vater vor die Wahl gestellt, entweder Lehrer oder Offizier zu werden. Rommel entschied sich für eine Militärlaufbahn. Nachdem er von der Artillerie und den Pionieren abgelehnt worden war, trat er am 19. Juli 1910 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment „König Wilhelm I.“ (6. Württembergisches) Nr. 124 in Weingarten ein. Zwischen März und November 1911 absolvierte er den obligaten Lehrgang an der Kriegsschule in Danzig.  —  Am 27. Januar 1912 wurde Erwin Rommel zum Leutnant befördert und war nun im Rahmen der Rekrutenausbildung in Weingarten tätig. Zum 1. März 1914 wurde er für fünf Monate zur 4. Batterie des Feldartillerieregiments Nr. 49 nach Ulm kommandiert.  —  Im Januar 1918 wurde Rommel Ordonnanzoffizier im Württembergischen Generalkommando z.b.V. 64 in Friedrichshafen, wo er am 18. Oktober zum Hauptmann befördert wurde. Nach dem Kriegsende kehrte er gegen Weihnachten 1918 zur 7. Kompanie des Infanterieregiments Nr. 124 nach Weingarten zurück. 

Im März 1919 führte Rommel die württembergische Sicherungskompanie 32 in Friedrichshafen. Am 25. Juni 1919 wurde er Kompaniechef im Schützen-Regiment „Alt-Württemberg“ (1. Württ.) Nr. 25. Am 18. Oktober wurde er auf die neue Weimarer Verfassung vereidigt. 1919 und 1920 befand Rommel sich im Einsatz gegen Aufständische in Lindau, im Münsterland und in Westfalen. 1924 war er im Stab des II. Bataillons des 13. Infanterie-Regiments eingesetzt, von 1925 bis 1929 war er Chef der 4. (MG) Kompanie dieses Regiments. Während des Einmarsches in Böhmen und Mähren sowie im Memelland im März 1939 war Rommel als Kommandeur des Begleitbataillons zugleich auch Kommandant des Führerhauptquartiers. Während des Einmarsches in Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs darstellte, war Rommel vom 23. August 1939 bis zum 14. Februar 1940 abermals Kommandant des Führerhauptquartiers. Hitler beförderte ihn rückwirkend zum 1. August 1939 zum Generalmajor.

Am 23. September 1943 gab Rommel die Weisung: „Irgendwelche sentimentalen Hemmungen des deutschen Soldaten gegenüber badogliohörigen Banden in der Uniform des ehemaligen Waffenkameraden sind völlig unangebracht. Wer von diesen gegen den deutschen Soldaten kämpft, hat jedes Anrecht auf Schonung verloren und ist mit der Härte zu behandeln, die dem Gesindel gebührt, das plötzlich seine Waffen gegen seinen Freund wendet. Diese Auffassung muss beschleunigt Allgemeingut aller deutschen Truppen werden.“ Entgegen den Bestimmungen der Genfer Konvention wurden rund 1.070.000 entwaffnete italienische Soldaten als „Militärinternierte“ zur Zwangsarbeit in der deutschen Kriegswirtschaft verpflichtet. Rommels Befehl vom 1. Oktober 1943 hierzu lautete: „Dieser Krieg ist ein totaler Krieg. Soweit die Männer Italiens nicht mehr die Gelegenheit haben, mit der Waffe für die Freiheit und Ehre ihres Vaterlandes zu kämpfen, haben sie die Pflicht, ihre volle Arbeitskraft in diesem Kampf einzusetzen.“

Sowohl in persönlichen Besprechungen mit Hitler im Juni 1944 als auch in einem Schreiben vom 15. Juli machte Rommel deutlich, dass er einen Sieg der deutschen Truppen für unwahrscheinlich hielt und es daher gelte, Konsequenzen zu ziehen. Am 17. Juli wurde Rommel bei einem alliierten Tieffliegerangriff schwer verwundet, wofür er am 7. August 1944 mit dem Verwundetenabzeichen in Gold ausgezeichnet wurde. Am 1. August trat Rommel in Paris zum letzten Mal bei einer Pressekonferenz auf, um Gerüchte der ausländischen Presse über seinen Tod zu zerstreuen. Rommel musste seinen Oberbefehl über die Heeresgruppe niederlegen und hielt sich anschließend zur Erholung in seinem Haus in Herrlingen auf.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/15/Erwin_Rommel_%28color_photo%29.jpg

In einem Brief an seine Frau vom 24. Juli 1944 äußerte sich Rommel ablehnend gegenüber dem gescheiterten Attentat: „Zu meinem Unfall hat mich das Attentat auf den Führer besonders stark erschüttert. Man kann Gott danken, dass es so gut abgegangen ist.“ Ob er damit seine wahre Meinung darlegte, oder ob er sich mit diesem Schriftstück lediglich entlasten wollte, bleibt unklar.

Rommels Name wurde in den Unterlagen des ehemaligen Leipziger Oberbürgermeisters Carl Friedrich Goerdeler gefunden, der ebenfalls dem Widerstand angehörte. Insgesamt gibt es aber weiterhin Unklarheiten darüber, wie genau die belastenden Aussagen zustande kamen. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass es in der Wehrmachtsführung durchaus ein Interesse daran gab, Rommel auszuschalten. „Wegen seiner steilen Karriere, seiner Popularität und vor allem aufgrund der Gunst, die er bei Hitler genoss, hatte er viele Feinde in der Wehrmacht.“

Nach einem Anruf vom Vortag trafen am 14. Oktober 1944 General Wilhelm Burgdorf, Hitlers Chefadjutant, sowie General Ernst Maisel, Chef für Ehrenangelegenheiten im Heerespersonalamt, in Herrlingen ein. Sie legten Rommel das vermeintlich belastende Material vor und stellten ihn vor die Alternative, sich selbst zu töten oder sich vor dem Volksgerichtshof zu verantworten. Zwar war Rommel überzeugt, dass es sich dabei um eine Intrige handeln müsse, dennoch widersetzte er sich nicht. Im Auto fuhr er mit den beiden Generälen bis hinter die Ortsgrenze von Herrlingen, wo er sich mit Hilfe der von den Generälen mitgebrachten Giftampulle das Leben nahm. Rommels Ehefrau wurde anschließend mitgeteilt, ihrem Ehemann sei während der Fahrt unwohl geworden, und er sei schließlich an den Folgen einer Embolie verstorben.

Das öffentliche Bild Rommels ist auch weiterhin stark vom „Mythos Rommel“ geprägt. Rommel wird dabei weniger kritisch gesehen als andere Vertreter der Wehrmacht, obwohl er in der Zeit des Nationalsozialismus den Höhepunkt seiner Karriere erreichte und sich bis zum Ende Hitler gegenüber loyal verhielt. Mit seiner Person verbinden sich immer noch Vorstellungen von einem ehrenvollen und „ritterlichen“ Kampf, von einer „sauberen Wehrmacht“. Dabei steht vor allem sein Einsatz in Nordafrika im Vordergrund. Die Tatsache, dass dieser Kriegsschauplatz weit entfernt war von den Deportationen und Vernichtungslagern im Osten, macht es umso leichter, das Bild eines unbefleckten Soldaten aufrechtzuerhalten. Die Ehrenhaftigkeit seines Einsatzes in Nordafrika wurde auch von seiner Ehefrau betont, welche 1950 die Kriegsaufzeichnungen ihres Mannes unter dem Titel Krieg ohne Hass herausbrachte. Das immer wieder thematisierte Verhältnis Rommels zum Widerstand trägt seinen Teil dazu bei, Rommel in positivem Licht erscheinen zu lassen. Wie viel Anerkennung und Aufmerksamkeit Rommel nach 1945 auch im Ausland erfuhr, zeigte sich daran, dass die ersten Biografien Rommels von Engländern veröffentlicht wurden, beispielsweise von Desmond Young, der selbst in Nordafrika gegen Rommel gekämpft hatte. Insgesamt verwundert es daher nicht, dass sich nach dem Krieg Gruppen wie der „Verband Deutsches Afrika-Korps e.V.“ sowie das „Rommel Sozialwerk e.V.“ gründen konnten.

Ehrungen

Die Bundeswehr ehrte ihn 1961 mit der Benennung der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf und der Rommel-Kaserne in Dornstadt bei Ulm. Die Generalfeldmarschall Rommel-Kaserne in Osterode am Harz wurde inzwischen geschlossen. Die Bundesmarine taufte 1969 einen Zerstörer der Lütjens-Klasse auf den Namen „Rommel“. Die Taufe nahm seine Witwe vor. (das Schiff wurde 1998 außer Dienst gestellt). Zahlreiche Straßen deutscher Städte, vor allem in Baden-Württemberg, sind nach ihm benannt, beispielsweise in seinem letzten Wohnort Blaustein-Herrlingen (die Erwin-Rommel-Steige, früher Wippinger Steige, an der sein damaliges Wohnhaus liegt). In Erlangen ist ein Studentenwohnheim nach der daran angrenzenden Erwin-Rommel-Straße benannt.

Am 12. November 1961 wurde auf dem Zanger Berg in Heidenheim ein Denkmal zu Ehren Rommels aufgestellt. Festredner war Hans Filbinger. Zum 50. Jahrestag seiner Einweihung ließ die Stadtverwaltung im November 2011 auf Vorschlag von Oberbürgermeister Bernhard Ilg (CDU) eine Hinweistafel anbringen. Sie enthält den Satz „Tapferkeit und Heldenmut, Schuld und Verbrechen liegen im Krieg eng zusammen“. Peter Steinbach, Geschichtsprofessor an der Universität Mannheim und wissenschaftlicher Leiter der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“, nannte die Sätze einen „betulichen Text, der Angst hat, sich mit der Komplexität der Person auseinanderzusetzen“, bei Erwin Rommel von „Heldenmut“ zu sprechen, sei völlig verfehlt. Vom 18. Dezember 2008 bis zum 30. August 2009 fand im „Haus der Geschichte Baden-Württemberg“ in Stuttgart die Ausstellung „Mythos Rommel“ statt.

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Grafikquellen    :

Oben  —    Benedictiner  Abtei  – Martinsberg / Weingarten/ Ravensburg

Bencés apátság / Benedictine monastery. – Pannonhalma – Hungary – Europe

3.)   von Oben   — Gedenktafel am Wohnhaus Rommels in Weingarten

4.) von Oben  —   Erwin Rommel

Erwin Rommel

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Mein Ring, mein Schatz

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Oktober 2017

Klimawandel – Diagnose und Therapie

Von Stefan Weinert, Ravensburg –  Bundestagskandidat 2017

Einer ärztlichen Diagnose – in der Annahme, dass sie richtig ist – sollte auch immer die passende Therapie folgen, damit der Patient wirkliche Heilung erfahren kann. Das gilt sowohl im physischen (Meniskus)), als auch im psychischen (Depression), aber eben auch im ökologischen Bereich.

Das griechische Wort „therapeuo“ heißt nichts anderes als „heilen“ – (diagnosis = hindurchwissen = durchschauen).

Hier im ökologischen Bereich heißt der Patient nicht anders als „unsere eine und einzige Welt“, die durch den Leistungsfanatismus des Menschen und die Epoche der Triebunruhe seit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts, aber vor allem in den Jahrzehnten nach Ende des 2. Weltkrieges bis heute, unsere Welt mit ihrer unbegreiflich schönen und abwechslungsreichen Natur zerstört. Dieser Erregungszustand der Menschheit scheint nicht abebben zu wollen und ist – vor allem seit 1945 – das Ergebnis einer Überkompensation.

Den Errungenschaften der Menschheit, auf die sie so stolz ist, stehen die Fremdheit des Mitmenschen (Entpersonalisierung) und die Taubheit den  „Hilferufen“ der Natur und ihrer Lobby gegenüber (Greenpeace, BUND, NABU, Peter Schröder, ÖDP, Bürger für Ravensburg … und Einzelkämpfer). Die Menetekel unserer Zeit werden „sehenden Auges“ verleugnet, verdrängt und sogar de-realisiert (Klimawandellüge), was dann schon fast pathologisch ist. Und in der Tat, unsere Gesellschaft krankt am Wahnsinn der Ökonomie und der Machbarkeit.

Viele gut gemeinte Gegenmaßnahmen sind bei genauem Hinschauen keine wirkliche Therapie, sondern dienen lediglich der Verlangsamung des Prozesses der endgültigen Vernichtung von Natur und Menschheit. Mooswände, Wassertreter, weiß getünchte Häuserfassaden und Verlegung von Flugrouten sind nichts anderes als der Tropfen auf den heißen Stein der Klimaerwärmung.

Wenn wir das Ruder wirklich herumreißen wollen, dann müssen adäquate und drastische Vorschläge ihren Weg zur Realisation finden. Einer davon ist die Baumschutzverordnung, die sogar im Grundgesetz verankert ist, denn dort steht, dass Eigentum verpflichtet und  dem Wohl der Allgemeinheit dienen soll. Vergleiche Artikel 14, Absatz 2 GG. Berlin hat sie seit 1982 und Freiburg hat sie seit 1997.

In 88212 Ravensburg wird seit über 30 Jahren für einen solchen Baumschutz gekämpft. Während Alexandra (+) einst sang: „Mein Freund, der Baum“, singen die Ravensburger Bürgermeister und das WiFo (Wirtschaftsforum) „Mein Ring, mein Schatz“ (Gollum in ‚Herr der Ringe‘). Damit muss jetzt Schluss sein!

Nicht nur Ravensburg benötigt, wie Berlin und Freiburg und auch noch andere Städte eine Baumschutzverordnung, sondern jede der 11.280 Kommunen in Deutschland, die sie noch nicht haben. Das muss bundespolitisch in diesem Sinne geregelt werden.
Indignez-vous !

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Grafikquelle    : View from Veitsburg (to the West), 1960s

Paul Walde (1899–1970)Photographed by Paul Walde.

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Ratlos in Singen

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Oktober 2017

In einigen Singener Stimmbezirken hat jeder Vierte AfD gewählt

Von Michael Lünstroth

Im reichen Süden, in einer klassischen Arbeiterstadt ohne große wirtschaftliche Sorgen. Wie konnte das passieren?

Es gab so ein paar Momente in den vergangenen Monaten, da ahnte Claudia Weber, dass in ihrer Stadt etwas kippen könnte. Etwa als sie in Diskussionen immer wieder den Vorwurf an die Politik hörte, dass zwar für Bankenrettung, Griechenlandkrise und Flüchtlingsaufnahme viel Geld da sei, beim „normalen Volk“ aber ständig gespart werde. Oder als ihr ein russischstämmiger Deutscher erklären wollte, der öffentliche Rundfunk in Deutschland bringe nur Falschmeldungen. Es grummelte bei den Menschen. Wie sehr, das zeigte sich am 24. September: Die AfD erreichte bei der Bundestagswahl in Singen 16,5 Prozent der Zweitstimmen. In einigen Bezirken lagen die Zahlen noch deutlich darüber: 28 Prozent waren es beispielsweise im Wahlbezirk 77 in der Südstadt. Insgesamt kommt die AfD in dem Stadtteil auf 22,7 Prozent.

Mehr- und Einfamilienhäuser wechseln sich hier ab, breite Straßen, Supermärkte, Drogerien, Apotheken – das Nahversorgungsnetz ist gut, Busse fahren regelmäßig, manchmal grüßen sich die Menschen auf der Straße sogar. Das soll also das Problemviertel der Stadt sein? Es ist jedenfalls auch der Bezirk, in dem Claudia Weber lebt. Das AfD-Ergebnis hat sie wütend gemacht: „Ich bekomme es nicht in meinen Schädel, wieso so viele Menschen bei uns für diese Partei gestimmt haben. Singen ist eine weltoffene Stadt, die Kulturen leben hier gut miteinander“, sagt sie. Eigentlich kann man sich auf ihr Urteil verlassen. Die 68-Jährige kennt ihr Quartier wie kaum eine andere. Sie organisiert Straßenfeste, kümmert sich um Nachbarschaftshilfe, ist aktiv in ihrer Kirchengemeinde und war mehr als 20 Jahre lang Stadträtin für die SPD. Aber jetzt ist auch sie vor allem eines: ratlos. Die größte Frage derzeit in der Stadt: Wie konnte aus der Arbeiterstadt eine AfD-Hochburg werden?

Singen - Scheffelstraße 01 ies.jpg

Singen also, tief im Süden Baden-Württembergs, nahe am Bodensee. Knapp 48 000 Einwohner und ansonsten ziemlicher Durchschnitt. Finanziell geht es der Stadt weder besonders gut noch besonders schlecht. Schulden drücken auf den Haushalt wie auch andernorts, die Arbeitslosigkeit ist in den vergangenen Jahren gesunken, die Kriminalitätsrate gestiegen. Brennpunkte in der Stadt? „Gibt es nicht“, sagt die Polizei vor Ort. Die Internationalität Singens – der Ausländeranteil liegt bei knapp 23 Prozent – wurde bislang mehrheitlich als Gewinn verstanden. Im Gemeinderat ist die CDU die größte Fraktion. Der letzte SPD-Oberbürgermeister verließ 1993 das Singener Rathaus, seither stellt die Union den Verwaltungschef. Das alles klingt nicht unbedingt nach einer frustrierten Stadt. Einerseits. Andererseits ist es auch ein bisschen erstaunlich, dass jetzt alle so überrascht sind in Singen. Schon 2016 hatte es eine Vorwarnung gegeben: Bei der Landtagswahl war die AfD erfolgreich, holte 20 Prozent der Stimmen in der Stadt, den Wahlkreis vertritt seither auch Wolfgang Gedeon, dessen antisemitische Schriften bislang nicht zu einem Parteiausschluss geführt haben, im Landtag.

Wahlbeteiligung in Bezirken bei 15 Prozent

Erklärungsversuche: Natürlich habe das Abschneiden der AfD auch eine soziale Dimension, ist Claudia Weber überzeugt. Hartz-IV und Armut seien auch in der Singener Südstadt ein Thema. Aber das alleine will Weber nicht gelten lassen. „Auffällig ist, dass die Zustimmung zur AfD vor allem in jenen Wahlbezirken hoch ist, in denen viele Spätaussiedler aus Rumänien, Polen, Russland und vom Balkan wohnen“, sagt Weber. Durch ihre Arbeit in der Kirchengemeinde kenne sie viele dieser Menschen und wisse, wie diese denken. „Es herrscht ein anderes Demokratieverständnis vor als bei uns, es gibt auch eine gewisse Uninformiertheit über politische Prozesse und Zusammenhänge.“ Und als dann im Sommer 2015 die Flüchtlinge kamen, habe sich die Unzufriedenheit immer weiter ausgebreitet. Nicht sofort spürbar. Singen hat in den vergangenen Jahren mehr als 1300 Flüchtlinge aufgenommen, große Proteste gegen Unterkünfte gab es kaum. Entladen habe sich alles erst bei der Wahl, sagt Weber. Vielleicht auch aus psychologischen Gründen, vermutet sie: „Die meisten Aussiedler haben sehr hart für ihre Integration in die deutsche Gesellschaft gearbeitet. Die Flüchtlinge haben ihnen vielleicht Angst gemacht, weil sie ihren Status bedroht sahen. Vielleicht spielte auch Neid eine Rolle nach dem Motto: ‚Als wir kamen wurden keine Willkommens-Schilder hochgehalten‘.“ Auf die Frage nach der Verantwortung der Politik, winkt Weber ab: „Klar, auf Bundesebene bräuchten wir längst ein Einwanderungsgesetz, aber die Stadt selbst hat immer sehr viel für die Integration getan. Daran kann es nicht liegen“, ist die 68-Jährige überzeugt.

Quelle    :    Kontext-Wochenzeitung >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen     :

Oben    —  Blick vom Hohentwiel auf Singen

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Klimawandel hat Folgen

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Oktober 2017

…….für das Schussental – es wird heißer und trockener, die Gefahr durch Starkregen nimmt  zu

Von Sybille Glatz

Weingarten sz Der Stuttgarter Klimatologe Jürgen Baumüller hat am Dienstag im Kultur- und Kongresszentrum in Weingarten die Folgen des Klimawandels für das Schussental vorgestellt. Sein Fazit: „Wir sind schon mittendrin.“ Die Sommer werden länger und heißer, im Sommer regnet es weniger, gleichzeitig nehmen Starkregen und Unwetter zu, im Winter gibt es weniger Eis- und Frosttage.

Um die Folgen des Klimawandels für die Bevölkerung abzumildern, müssten die Städte und Gemeinden stärker begrünt, mehr öffentlich zugängliche Wasserflächen zur Abkühlung zur Verfügung gestellt, für mehr Schatten gesorgt und Wand- und Dachoberflächen heller gestaltet werden, um Wärmestrahlung stärker zu reflektieren. Darüber hinaus sei es wichtig, Kaltluftschneisen freizuhalten, damit in heißen Sommernächten der „Schussentäler“ kältere Luft von den Hängen in das Tal bringen und für Abkühlung in den Städten sorgen könne.

In Kooperation mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte der Gemeindeverband Mittleres Schussental, dem Ravensburg, Weingarten, Berg, Baienfurt und Baindt angehören, zu der Informationsveranstaltung „Klimawandel im Schussental“ eingeladen. Das Interesse an der Veranstaltung war groß. Rund 200 Zuhörer waren gekommen, darunter einige Gemeinde- und Stadträte. Der Weingartner Bürgermeister und Verbandsvorsitzende Markus Ewald betonte in seiner Begrüßung, dass die Gemeinden erhebliche Anstrengungen unternehmen müssten, um sich für den Klimawandel zu wappnen.

Mehr heiße Tage

Dass dieser heute schon spürbar ist, zeigte der Meteorologe Jürgen Baumüller von der Universität Stuttgart. In den vergangenen 100 Jahren habe sich die Erde um ein Grad Celsius erwärmt. In Deutschland sei die Temperatur stärker gestiegen, von 1881 bis 2016 im Mittel um 1,4 Grad Celsius. Das betreffe vor allem den Süden Deutschlands. „In Baden-Württemberg ist es nicht nur wärmer, sondern auch heißer geworden“, so Baumüller. „Die Sommertage, an denen es über 25 Grad warm ist, haben um 35 Prozent zugenommen. Die heißen Tage mit über 30 Grad sind sogar um rund 84 Prozent gestiegen.“ Habe es in Weingarten in den 50iger-Jahren rund fünf heiße Tage im Jahr gegeben, seien es seit den 2000er-Jahren rund 14 Tage pro Jahr. Ebenfalls zugenommen hätten die „tropischen Nächte“, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad falle. 2003 seien das in Stuttgart 17 Nächte gewesen und 23 im Jahr 2015.

2000 Hitzetote im Sommer 2015

Quelle    :    schwäbische >>>>> weiterlesen

Zum Artikel „Der Klimawandel“ ein Kommentar von Stefan Weinert

Datei:Philipp Jakob Loutherbourg d. J. 002.jpg

Interessanter Beitrag. Doch sind es Phantastereien aus „2100 und einer Nacht“, die hier zur Klima- und Temperaturverbesserung im Schussental vorgeschlagen werden. All diese Maßnahmen werden im wahrsten Sinne des Wortes in den Wolken von Stickstoffdioxid und Feinstaub verpuffen.

Kein einziges Wort über strikte und notwendige  Verkehrsberuhigung der Ravensburger Innenstadt, stattdessen eine Kneippkur vor dem Lederhaus. Kein Wort von den immer mehr zunehmenden Kaminbenutzern, die ihr Holz aus Lettland, Polen und Rumänien oft aus illegalen Abholzungen beziehen, und das Schussental voll qualmen. Stattdessen werden mediterrane Verhältnisse in Sachen Häuserfassaden angemahnt. Kein Wort von den zunehmenden Bebauungen der westlichen und östlichen Hänge des Schussental (Stichwort: Gut Büchel, Oberer Kohlberg), durch die die Frischluftzufuhr abgeschnitten wird.

Stattdessen Beschattung von Parkplätzen. Hallo, welche Parkplätze denn bitte? Dieser Vorschlag  ist sogar noch kontraproduktiv. Insgesamt ist das alles „Warmduscherökologie“, die total konform mit der Ravensburger Stadtverwaltung, Ihrer Verbohrtheit und ihrem Verharren in einem prähistorischen Schussental geht. Diese falsch verstandene Umweltdiplomatie wird uns nicht weiterhelfen.

Und – mit Verlaub – eine Klimaschutz(?)managerin, die den Steuerzahler im Jahr um die 100.000 Euro kostet, ist nichts anderes, als ein behördliches Feigenblatt und verlängerter Arm der Politik und Wirtschaft mit ihren ganz eigenen und bekannten Interessen. Stattdessen, sollten die Rathäuser im Schussental auf Koryphäen wie Professor Dr. Wolfgang Ertel und Professor Dr. Wolfgang Speckle (beide FH Weingarten) hören.

Übrigens: Durch Messungen der Schadstoffe – ob amtlich oder privat – wird sich die Umwelt nicht verbessern, sondern nur durch endliche  Beseitigung der selben.
„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“ – Karl Valentin
Stefan Weinert, Ravensburg
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Grafikquellen    :

Oben   — Julius Greth: Ravensburg und das Schussental von Wolpertswende aus gesehen (1865)

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Unten — „Author“>Gemälde  von Philipp Jakob Loutherbourg der Jüngere  (1740–1812) Auf die Infoboxvorlage des Erstellers verlinken

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„Strafanzeige“

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Oktober 2017

gegen Herrn Ersten Bürgermeister Simon Blümcke,
wegen „Beleidigung nach § 185 StGB“

sehr geehrte Damen und Herren vom Polizeirevier Ravensburg

vor ein paar Tagen schrieb ich diese untenstehende Mail an Sie (SZ)  und sende sie Ihnen gerne aufgrund Ihres jüngsten Artikels im „Südfinder“ über die Sprayer und Writer  (noch einmal) zu.Für mich ist es sehr erschreckend, zu welcher Aussage sich Simon Blümcke, seines Zeichens  Erster Bürgermeister der Stadt Ravensburg, gegenüber den jungen Leuten hinreißen lässt. Wenn er in Ihrer Zeitung wie folgt zitiert wird „Die (aus dem Zusammenhang erkenntlich, meint er die Sprayer/Writer) markieren ihr Gebiet wie wild pinkelnde Straßenköter. Unkontrolliert und hemmungslos“, und man diese Aussage mit den von mir erarbeiteten Ausführungen zu dem Thema (das hätte Herr Blümcke im Vorfeld seiner Aussagen einmal selbst tun sollen) vergleicht, dann ist diese seine Aussage absolut unterirdisch und sie ist zudem auch strafbar. Da sich der „Südfinder“ als seriöse Zeitung verstehjt (aus der Werbung), gehe ich davon aus, dass Simon Blümcke es gegenüber dem „Südfinder“ auch so gesagt/geschrieben hat

Es liegt hier der Straftatbestand der Beleidigung nach § 185 Strafgesetzbuch vor. Für eine „einfache“ Beleidigung sieht § 185 StGB eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr vor. Interessanterweise ist in dem Paragrafen aber nicht näher bestimmt, was eine Beleidigung konkret ist. Letztlich geht es um rechtswidrige Angriffe auf die Ehre eines Menschen durch herabsetzende Werturteile oder ehrverletzende Tatsachenbehauptungen. Ein Beispiel wäre, jemanden mit „Hey, du Arschloch“ anzusprechen. Da die Strafbarkeit der Beleidigungsdelikte vor allem die persönliche Ehre des oder der Beleidigten schützen soll, wird eine Beleidigung in aller Regel nur dann verfolgt, wenn ein Strafantrag vorliegt. Einen entsprechenden Antrag kann das Opfer bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft stellen. Sogenannte Kollektivbeleidigungen sind dann strafbar, wenn ein zahlenmäßig überschaubarer Personenkreis beleidigt wird. Was bei den Ravensburger Sprayern wohl der Fall ist.

Aber was darf man nun generell sagen und was ist als Beleidigung strafbar? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr muss regelmäßig abgewogen werden zwischen dem grundgesetzlich geschützten Recht auf freie Meinungsäußerung, das selbstverständlich auch negative Äußerungen umfasst und dem Schutz der Ehre und letztlich auch der Menschenwürde.  Dazu zählen etwa Beschimpfungen, z. B. als dreckiges Arschloch oder fettes Schwein, bzw. beleidigende Gesten, wie das Tippen an die Stirn (Vogelzeigen) oder der ausgestreckte Mittelfinger.

Nun vergleicht Simon Blümcke die Sprayer nicht nur mir lieben Hunden, sondern mit Straßenkötern, ein Ausdruck für herrenlose, verwilderte und Krankheits übertragende Kreaturen. Das Wort „Köter“ leitet sich von „Kot“ ab, was wohl alles besagt. Die Nazis verglichen die Juden mit Ratten und entmenschlichten sie damit. Sie zu verfolgen und auszumerzen wurde damit legitimiert. Natürlich geht Blümcke soweit nicht und ich unterstelle es ihm auch nicht, aber er „entmenschlicht“ junge Menschen auf der Suche nach Anerkennung und mit wohl begründetem Geltungsbedürfnis aufgrund von Defiziten, indem er sie als „Straßenköter, die hemmungslos und unkontrolliert pinkelnd ihr Gebiet markieren“ bezeichnet, anstatt als Erster Bürger dieser Stadt zu erkennen, was hier wirklich Sache ist. Der tag / Kürzel ADHS weist auf die entsprechende Erkrankung bei jungen Menschen hin: Es ist das anerkannte Aufmerksamskeitssyndrom, das schon in der Kindheit auftreten kann. Schon vor über 150 Jahren hat der Psychiater Heinrich Hoffmann (*1809 bis † 1894), diese Erkrankung und weitere psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters beobachtet und sie in seinem Bilderbuch vom „Struwwelpeter“ (siehe den Zappelphilip) sehr eindrucksvoll, treffend und humorvoll dargestellt. Er gilt heute als der erste Vertreter der Kinder- und Jugendpsychiatrie. ADHS ist also keine Modediagnose, sondern sehr ernst zu nehmen.

Da der Strafantrag in der Regel wegen Beleidigung vom Beleidigten selbst kommen muss, man aber schlecht erwarten kann, dass sich die Sprayer outen, werde ich das als Theologe, Sozialarbeiter, Konfliktmanager (!), Pädagoge und Unabhängiger Bundestagskandidat tun. Wenn schon keine andere Institution Partei  für diesewn Teil der  Jugend ergreift, werde ich es tun müssen. Keine Regel ohne Ausnahme. Wir werden ja sehen, wie der Staatsanwalt darauf reagiert. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Mit guten Grüßen

Stefan Weinert

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Lieber Herr Adler,

Schwäbische Zeitung

bereits im Mai 2016 waren die Graffitis schon einmal Thema in Ravensburg. Damals schrieb ich einen von Ihnen veröffentlichten Leserbrief, den ich nur zur Erinnerung hier beilege. Wenn am Schluss Ihres Artikels der Pressesprecher der Stadt Ravensburg mit dem Hinweis, Graffitis seien eine Straftat und nichts anderes, zu Worte kommen darf, kann und darf dies allerdings nicht das letzte Wort zu diesem Thema sein, denn Oswalds Aufruf wird nichts ändern, außer dass sich die Sprayer nun noch mehr herausgefordert fühlen. De-eskalation ist etwas anderes.

 Von Stefan Weinert, Ravensburg  (siehe auch Word-Dokument in Anlage)

In der Regel wird gegen einen Sprayer ein  Ermittlungsverfahren eingeleitet, wenn man ihn direkt beim Sprayen antrifft oder wenn jemand bei der Polizei behauptet, es sei dieser oder jener polizeibekannte Sprayer gewesen.

Wenn diesem mutmaßlichen Sprayer der Vorwurf des Sprayens gemacht wird und dieser sich bestätigt, kommt eine Strafbarkeit wegen Sachbeschädigung gemäß § 303 Abs. 2 StGB wegen „Veränderns des Erscheinungsbildes einer Sache“ in Betracht. Darunter fällt jede, nicht nur unerhebliche und nicht nur vorübergehend Veränderung. Die Erheblichkeit muss sich dabei auf das Erscheinungsbild beziehen. Daher genügt ein nur kleines Graffiti an einer schwer einsehbaren oder bereits mit Graffiti übersäten Stelle einer Hauswand nicht für die Erheblichkeit.

Die Veränderung darf zudem nicht nur vorübergehend sein, muss also eine gewisse Nachhaltigkeit aufweisen. Da die Farbe bei Graffiti in der Regel nicht wasserlöslich ist, kann sie nicht ohne Aufwand binnen kurzer Zeit entfernt werden, so dass keine nur vorübergehende Veränderung vorliegt. Zusätzlich muss das Sprayen unbefugt geschehen. Der Eigentümer darf also nicht seine Einwilligung zu dem Graffiti an seiner Hauswand erteilt haben.

Dabei ist nicht entscheidend, ob die Substanz der Sache verletzt wurde. Unter Umständen könnte sich der Sprayer auch wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung gemäß § 304 Abs. 2 StGB strafbar gemacht haben. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Sprayer eine Sache bemalt hat, die dem öffentlichen Nutzen dient und jetzt nicht mehr dienen kann, beispielsweise Tags an einem Verkehrsschild selbst (nicht Stange). Wenn der Sprayer  zum Sprayen auf ein Grundstück eingedrungen ist, könnten er sich zudem wegen Hausfriedensbruchs gemäß § 123 StGB strafbar gemacht haben.

Graffiti-Einwirkungen werden überwiegend abends oder nachts im Rahmen von Jugendgruppen durchgeführt. Die Motivation, neben dem Bedürfnis nach Widerstand, Raumbesetzung und Gestaltung, ist die Erlangung von „fame“ im Sinne von Anerkennung in der Gruppe und der Szene. Hintergrund sind häufig soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit und Aussichtslosigkeit.

Das repressive Strafrecht kann diese sozialen Defizite jedoch nur unzureichend abbauen und bewirkt, insbesondere im Strafvollzug, vielmehr ein weiteres Abgleiten in ein kriminelles Umfeld.

Es gilt, die Arbeitsmarkt- und Jugendpolitik zu verbessern, um das Problem an der Wurzel zu fassen. Bei ungefähr 50% der Bevölkerung gibt es keine Forderung nach Geld- oder Freiheitsstrafen. Ausreichend sei bei der Hälfte der Bevölkerung eine Wiedergutmachung, etwa durch einen Täter-Opfer-Ausgleich.

Die Annahme, Graffiti-Einwirkungen stelle bei Jugendlichen ein Einstiegsdelikt und damit der Beginn einer kriminellen Karriere dar, sind nicht belegt. Im Rahmen kommunalpolitischer pädagogischer Strukturverbesserungen ließen sich Möglichkeiten finden, dem Bedürfnis der Jugendlichen nach Kreativität z.B. durch das Zur-Verfügung-Stellen von öffentlichen, legalen Ersatzflächen nachzukommen. Die Kommunen könnten auch an ihren und anderen öffentlichen Gebäuden einen farbabweisenden Untergrund anbringen. Der Bundesgesetzgeber hätte zu dem längst eine Erschwerung des Erwerbs von Spraydosen mit gefährlichem Kunstlack durch die Einführung von Sonderabgaben erreichen können, um hartnäckige Graffiti-Schmierereien zu vermindern.

Es würde im sozial-pädagogischen Sinne auch genügen und hilfreicher sein, wenn Schäden von und durch Graffiti einerseits zivilrechtlich durch Wiedergutmachung und Schadensersatz nach dem BGB und andererseits durch den Paragrafen 118 OWiG geahndet würden. „Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen.“, wie es bereits in Sachsen-Anhalt geschieht. Die Abschreckungsfunktion junger Täter wird durch zivilrechtliche Inanspruchnahme besser erfüllt, als die strafrechtliche Ahndung, die nach der Logik des Jugendstrafrechts (Spezialprävention, Vermeidung justiziabler Eskalation) zu kaum mehr als einem formlosen Erziehungsverfahren führen.

Nach gesicherter kriminologischer Erkenntnis kann das Strafrecht nicht das Verhalten des Einzelnen steuern. Insofern ist das Argument verfehlt, dass die Verschärfung der strafrechtlichen Sanktionierung abschreckend wirkt. Da die Aufklärungsquote im Bereich der Sachbeschädigung durch Graffiti-Beschmierungen sehr gering ist, besteht vielmehr ein Ermittlungsdefizit und kein Strafbarkeitsdefizit. Eine Besserung des Eigentumsschutzes könnte daher durch verstärkte Polizeipräsenz nachts auf den Straßen erreicht werden.

Beste Grüße von Stefan Weinert

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Grafikquelle    :

View from Veitsburg (to the North West), 1960s

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„Negerbad in Fischbach“

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Oktober 2017

Daher hat das „Negerbad“ seinen Namen

Sonnenuntergang Seemoos Friedrichshafen - panoramio.jpg

Von Helen Belz

Friedrichshafen sz Im „Freizeitgelände Manzell“ liegt einer der schönsten Naturbadestrände des Bodensees – im Volksmund „Negerbad“ genannt. Daran stören sich vor allem in letzter Zeit immer wieder Bürger, die den Namen für rassistisch und diskriminierend halten. Woher der Name aber wirklich kommt, ist umstritten: Viele Theorien sind im Umlauf, keine davon kann offiziell bestätigt werden.

Die wohl bekannteste Theorie zum Namen „Negerbad“ ist, dass nach dem Zweiten Weltkrieg französische Soldaten in Friedrichshafen stationiert waren, die gerne den kostenlosen Strand am Bodensee genutzt haben. Da einige von ihnen schwarz waren, soll so der Name zustande gekommen sein. Allerdings spricht einiges gegen diese Theorie: Paul Maurer, zweitältester Bürger in Manzell, erinnert sich an seine Kindheit. „Wir hatten damals kein Geld für das Freibad, deshalb sind wir schon immer ins „Negerbad“ gegangen. Das heißt aber schon so, seit ich denken kann.“, sagt der 90-jährige.

Vor 90 Jahren entstanden

Eine Erklärung für den Namen hat er allerdings nicht, ist selbst aber schon seit Jahren auf der Suche danach. Auch die Stadt Friedrichshafen teilt seine Meinung, laut Stadtarchiv sei der Name schon nach dem ersten Weltkrieg entstanden. „Wir gehen davon aus, dass die Theorie mit den Soldaten nicht stimmen kann, da der Begriff schon vor 90 Jahren entstanden ist“, so Monika Blank, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit in Friedrichshafen.

Nahtlos braun?

Quelle     :   Schwäbische >>>>> weiterlesen

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krezer,
seit 1989 lebe ich in Ravensburg. In den Jahren 2007 bis 2009 war ich aufgrund eines „Geheimtipps“ auch des Öfteren im Freibad Manzell (Fischbach), im Volksmund „Negerbad“, um mich dort von der Sonne bräunen zu lassen. Heute las‘ ich in der „Schwäbischen“ über diesen Strandabschnitt am Bodensee und bin zunächst einmal froh, dass er so noch existiert, denn ich hatte befürchtet, dass er inzwischen zu einem teuren „Natur- und Heilbad“ umgebaut worden ist.

In meiner Kindheit (1951) gab es die „Negerküsse“ oder „Mohrenköpfe“, die dann aber später aus Gründen der als Diskriminierung empfundenen Bezeichnung in Naschkuss, Schokokuss, Schokoladenkuss, Schaumkuss, Österreich: Schwedenbombe umbenannt wurden. Das hat auch geklappt, denn heute sagt niemand mehr „Negerkuss“. Aufgrund der ursprünglichen aus Frankreich kommenden  Füllung dieser Süßspeise mit Baiser (französisch baiser =  Kuss), etablierte sich der damalige Name „Negerkuss“ in Deutschland.

Die Frage ist nun, wie man und ob man überhaupt den Namen „Negerbad“ aus den Köpfen der Menschen heraus bekommt, oder besser gefragt: Muss das überhaupt aus den Köpfen heraus? Die Situation in den 1950er und 1960er Jahren in Europa und in Deutschland und in der Welt (USA, Südafrika) angesichts der Menschen mit dunkler Hautfarbe, war ein völlig andere als die heutige Zeit, die von den Flüchtlingsströmen der vergangenen 30 Jahre geprägt ist.

Als im 17. Jahrhundert im deutschen Sprachraum des Wort „Neger“ für den „Mann mit schwarzer Hautfarbe“ = Mohr geläufig wurde, gab es den Familiennamen „Neger“ schon lange. Er leitet sich jedoch von der Berufsbezeichnung des „Nähers“ ab (belegt 1513/14), während der „Neger“ aus Afrika sich von dem lat. „niger = schwarz“ (vgl. negro, negre im span. und franz.) ableitet. Hätte sich der „weiße Mann“ nicht über den Afrikaner als Herrenmensch erhoben (Sklaven, Apartheid …), wie es leider heute immer noch eine Minderheit in Deutschland tut, wäre das Wort „Neger“ im Sinne von „schwarz“ auch nie ein Schimpfwort oder dikriminierend geworden.

Da nun 87 Prozent der Deutschen

​(sie haben den Integrationskurs vor 14 Tagen bestanden) ​

dem Menschen aus Sri Lanka, Pakistan, Eriträer, Marokko, Westafrika  . . .  auf Augenhöhe begegnen, dürfte die Bezeichnung „Negerbad in Fischbach“ eigentlich kein Problem sein. Nicht das Wort „Negerbad“ muss heraus aus den Köpfen, sondern die „Idee“, der „weiße und zivilisierte Mann“ sei der dem Schwarzen Überlegene.

Gute Grüße von                           
                              Stefan Weinert
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Grafikquelle    :
Sonnenuntergang Seemoos Friedrichshafen
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Attribution: Carsten Jünger/Pixel…

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KULTUR versus NATUR

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Oktober 2017

„Wer ist EIGENTLICH HERR IM HAUSE“?

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Kultur - gärtnern- Pflegen

Wenn die Zivilisation der Barbarei weicht

Von Stefan Weinert – Ravensburg

Kultur (von lateinisch cultura ‚Bearbeitung‘, ‚Pflege‘, ‚Ackerbau‘) bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Cecil Helman (+ 2009) bezeichnet mit Kultur einen engeren Begriff, nämlich ein System von Regeln und Gewohnheiten, die das Zusammenleben und Verhalten der Menschen leiten. Beides ist wohl zu beachten, wobei Letzteres ein gefährliches Spiel ist.

Das Wort „Kultur“ ist eine Eindeutschung des lateinischen Worts cultura, das eine Ableitung von lateinisch colere „pflegen, urbar machen, ausbilden“ darstellt. Denselben Ursprung haben die Bezeichnungen Kolonie und Kult. „Kultur“ ist in der deutschen Sprache seit Ende des 17. Jahrhunderts belegt und bezeichnet hier von Anfang an sowohl die Bodenbewirtschaftung als auch die „Pflege der geistigen Güter“. Heute ist der landwirtschaftliche Bezug des Begriffs nur noch in Wendungen wie Kulturland für Ackerland oder Kultivierung für urbar Machung verbreitet; in der Biologie werden auch verwandte Bedeutungen wie Zell- und Bakterienkulturen benutzt. Im 20. Jahrhundert wird kulturell als Adjektiv gebräuchlich, jedoch mit deutlich geistigem Schwerpunkt. Die Wortherkunft des lateinischen Wortes colere leitet sich ab von der indogermanischen Wurzel kuel- für „[sich] drehen, wenden“, so dass die ursprüngliche Bedeutung wohl im Sinne von „emsig beschäftigt sein“ zu suchen ist.

Die Kultur ist ihrem Wesen nach etwas  Zweifaches. Sie verwirklicht sich in der Herrschaft der Vernunft über die Naturkräfte und in der Herrschaft der Vernunft über die menschlichen Gesinnungen. (A. Schweizer) Der französische Kulturphilosoph Claude Lévi-Strauss verglich das Konzept der Sprache mit der Kultur: Die Kultur verhalte sich wie die Sprache: Nur ein Außenstehender könne die ihr zugrunde liegenden Regeln und Strukturen erkennen und interpretieren.

Für Kant bedeutet Kultur = Zivilisation), dass sich die Menschen zwar zu einem artigen Miteinander erziehen und ihren Alltag bequem und praktisch einzurichten wissen und dass sie vielleicht durch Wissenschaft und Technik Fahrzeuge, Krankenhäuser und Kühlschränke hervorbringen. All dies reicht jedoch noch nicht dafür, dass sie „Kultur haben“, wenngleich es der Kultur dienen könnte. Denn als Bedingung für Kultur gilt für Kant die „Idee der Moralität“ (der kategorische Imperativ), d. h., dass die Menschen ihre Handlungen bewusst auf an sich gute Zwecke einrichten.

Ausgehend von dem, was Helman (siehe oben) sagt, kann die Kultur eines Volkes auch geheuchelt oder gar verdreht = pervertiert sein. Denn zur Kultur, wie sie Kant, Schweizer und andere definieren, gehört auch das sich Hineinfühlen in den anderen, den Mitmenschen. Und es gehört das ganz individuelle Gewissen dazu. Wenn allerdings das kritische und hinterfragende Gewissen soweit ausgeschaltet wird, dass es angesichts der Not des anderen, oder gar Gräueltaten dem anderen gegenüber schweigt, dann ist der kultivierte Garten der Vernunft des Einzelnen zur kollektiven Barbarei geworden. Wenn dann noch die anderen mit Bezeichnungen wie .„Ratten“ und „Ungeziefer“ (1933 – 45), oder „Halbaffen vom Maghreb“ und „Sozialschmarotzer“  und „Entsorgung“ (2015 – 2017) entmenschlicht werden, werden auch die, die sie bekämpfen, zu Tieren. Tiere aber kennen nur Trieb und Instinkt, von denen sie „fremd gesteuert“ werden, um am Leben zu bleiben, und die deshalb über es herrschen.

Datei:Philipp Jakob Loutherbourg d. J. 002.jpg

Zurück in die Zukonft  – Ravensburg im Jahre 2030

Auch der evolutionäre Mensch kennt Triebe. Wird aber der beim Tier vorhandene Instinkt beim Menschen nicht durch Moral, Ethik, Empathie und Vernunft ersetzt, dann kommt es zu einem unkontrollierten Triebüberschuss, der die Zivilisation im Mikro- und Makrokosmos zerstören wird.

„Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras.“

„Wehre den Anfängen! Zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.“ – Ovid, Rom

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Grafikquellen   :

Oben:   —   Garten einer Arbeiterwohnung, Textilmuseum Bocholt

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Wahlskandal-Ravensburg?

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Oktober 2017

Barriere behinderte den Weg zur Wahlurne

KBZO – Wahllokal fälschlicherweise als barrierefrei bezeichnet – Rollstuhlfahrer haben Nachsehen

Ravensburg sz Weil ihr Wahllokal am vergangenen Sonntag als barrierefrei ausgewiesen, das tatsächlich aber nicht war, sind Betreuer und Bewohner des Körperbehindertenzentrums Oberschwaben (KBZO) verärgert. Die Stadt Ravensburg spricht von einem einmaligen Vorfall.

Cornelia Tews arbeitet seit drei Jahren als hauptamtliche Betreuerin für Menschen mit Behinderung am KBZO in Weingarten. Gemeinsam mit einer Kollegin begleitete sie am Sonntag vier Bewohner des KBZO in das für sie zuständige Wahllokal am Bildungszentrum St. Konrad in Ravensburg. In der Wahlbenachrichtigung war der Ort, an dem die vier Bewohner ihre Stimme für die Bundestagswahl abgeben sollten, als barrierefrei ausgewiesen.

Als die beiden Betreuerinnen mit den vier Bewohnern des KBZO, die allesamt im Rollstuhl sitzen, an St. Konrad ankamen, mussten sie allerdings feststellen, dass ein Absatz an der Tür das Einfahren ins Wahllokal mit Rollstühlen unmöglich machte. „Die fünf Wahlhelfer waren zwar freundlich, aber halt auch absolut hilflos“, berichtet Cornelia Tews.

Quelle   :    Schwäbische >>>>> weiterlesen

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Kreiswahlleiter                                                                           RV, 30.09.2017

Herrn Peter Hagg

Friedenstrasse 6

Landratsamt Ravensburg

88212 Ravensburg​
Anfechtung der Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 294

geschehen bei der Vorbereitung oder Durchführung zu einer Wahl grobe Fehler, die dazu führen, dass es zu einem veränderten Wahlergebnis komm, ist eine Wahl anfechtbar.

Ich fechte hiermit die Bundestagswahl 2017 hinsichtlich des ​Gesamtergebnisses in den Wahlbezirken der Stadt  Ravensburg an. Vorsorglich fechte ich auch die Bundestagswahl 2017 hinsichtlich des Ergebnisses im gesamten Wahlkreis 294 an. 

Wie die „Schwäbische Zeitung“  aktuell berichtet  [http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Barriere-behindert-den-Weg-zur-Wahlurne-_arid,10745001_toid,535.html  ], war das Wahllokal „Bildungszentrum St. Konrad“ ​ in der Ravensburger Nordstadt, das  für die Bewohner des benachbarten „Körperbehindertenzentrums Oberschwaben“ (KBZO) zuständig ist, im Vorfeld per Information über den​ Modus der Bundestagswahl als „barrierefrei“ ausgewiesen. Das entspricht nicht den Tatsachen, sondern es war eine eklatante Fehlinformation.

Es ist für mich unerklärlich, warum weder die Schulleitung St. Konrad und /oder die  Ravensburger Stadtverwaltung gerade und explizit​ für das KBZO ​ein Wahllokal mit für alle tagtäglich erkennbare Barriere wählt, bzw. eine völlig falsche Information weitergibt. Es geht ja auch aus dem Presseartikel hervor, dass es die Stadtverwaltung nicht für nötig gehalten hat, auch nur eines ihrer 31 (Kernstadt) bzw. 47 (insgesamt) Wahllokale persönlich in Augenschein zu nehmen, in dem Wissen, dass unsere  Region überproportional von Menschen mit Behinderungen bewohnt und das Wort „Inklusion“ in aller Munde ist.

Abgesehen davon dürfte es für die betroffenen Mitbürger*innen doch irgendwie höchst unangenehm gewesen sein, dass man sie, denen es wichtig ist, so wenig wie nötig fremde Hilfe in Anspruch nehmen​ zu müssen​,​ was auch zu ihrer Lebensbewältigungsstrategie gehört, in einer Film reifen Aktion über die Stufe gehievt hat. Sie hätten alle vier aus Protest umkehren sollen. Dann wäre dieser Fall auf jeden Fall klar.

Ich möchte Sie in Ihrer Funktion als Kreiswahlleiter bitten zu überprüfen, inwieweit weitere Bewohner*innen des KBZO – im Rollstuhl oder ansonsten auf Barrierefreiheit angewiesen –  im Zuständigkeitsbereich von „St. Konrad“ deshalb an der Wahl nicht teilgenommen bzw. sich von ihr haben abhalten lassen, weil sie die Barriere nicht überwinden konnten, bzw. von den enormen Schwierigkeiten dies zu tun, wussten. Das Gleiche erbitte ich für alle anderen Wahllokale in der Kernstadt und den unechten Teilorten.

​Der Kreis Ravensburg ist bundesweit dafür bekannt, dass in ihm sehr viele Menschen mit Behinderungen leben, weshalb ich Sie bitte, ​zusätzlich ​alle Wahllokale in den 245 Wahlbezirken ​des Wahlkreises Ravensburg ​bei der Bundestagswahl 2017 auf Barrierefreiheit zu überprüfen, wo diese ​auch ​zuvor als barrierefrei ausgewiesen wurden und ob durch eine eventuelle Fehlinformation, ein Mensch mit Behinderung oder mehrere von der Teilnahme an der Bundestagswahl 2017 abgehalten wurden.

Es gibt in Deutschland über 100.000 Menschen mit Behinderung, die aus rechtlichen und gesetzlichen Gründen nicht wählen dürfen, aber um ihr Wahlrecht kämpfen. Da sollten wir denen von ihnen, die wählen dürfen, auch ​so mit Achtung und Respekt entgegen kommen, damit sie ihr Wahlrecht auch in Anspruch nehmen können – ​was in dem Ravensburger Fall nicht zu erkennen ist – und zwar sowohl von Seiten der Schulleitung „St. Konrad“ (Katholische Schule) als auch der Stadtverwaltung Ravensburg.​

Während sich die Stadt Ravensburg mit der „Singularität eines solchen Falles“ herausredet, hat sie in Wirklichkeit offenbart, wie sie arbeitet und wie „ernst“ ihr es wirklich mit der Inklusion ist.

Ich bitte Sie höflich aber bestimmt, sich der Sache anzunehmen und ein eventuell justitiables Ergebnis über den Landes- und den Bundeswahlleiter an den Deutschen Bundestag zur Entscheidung weiterzuleiten. Ich verweise dabei auf § 5 Absatz 4 des Wahlprüfungsgesetzes ​ und erbitte ihre „Amtshilfe“.

Ich danke Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Weinert, Untere Burachstrasse 94, 88212 Ravensburg

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Grafikquellen :

Oben  — Eines der Gebäude des Körperbehinderten-Zentrum Oberschwabens

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Maßnahmen für reine Luft

Erstellt von DL-Redaktion am 30. September 2017

Dieselgipfel: Ravensburg will Fördermittel

Die Stadt Ravensburg erhofft sich Geld aus dem Mobilitätsfonds des Bundes, der beim „Dieselgipfel“ auf eine Milliarde Euro aufgestockt worden ist. Der Topf soll dazu dienen, die Luft in besonders belasteten deutschen Städten zu verbessern. „Zu diesen Kommunen gehört eindeutig Ravensburg“, sagt Oberbürgermeister Daniel Rapp. Die Verwaltung hat ein umfangreiches Paket aus unterschiedlichen Maßnahmen erarbeitet, die von Berlin gefördert werden sollen. Zu den Ideen zählen eine Elektroflotte aus kommunalen Bussen, städtischem Fuhrpark und Taxis sowie der Aufbau eines Nahwärmenetzes.

Die Zeit drängt: Das Regierungspräsidium Tübingen wird einen Luftreinhalteplan für Ravensburg erlassen, nachdem inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass die Innenstadt erheblich mit Stickoxiden belastet ist. Kommune, aber auch Bürger können in den nächsten Wochen noch Vorschläge machen.

Rapp fordert die „blaue Plakette“

Die Verwaltung will am 11. Oktober im Ausschuss für Umwelt und Technik und am 23. Oktober im Gemeinderat ihre Vorschläge vorlegen.

Unabhängig von allen lokalen Maßnahmen fordert Oberbürgermeister Daniel Rapp die Einführung der sogenannten „blauen Plakette“. Diese Plakette sollen nur Fahrzeuge bekommen, die wenig Stickoxide ausstoßen. „Wir wollen saubere Luft in unseren Städten, und das Problem rührt vor allem vom Dieselverkehr her“, sagt Rapp. „Das verdanken wir der Autoindustrie, die Werte nicht einhält und geschummelt hat“, so der OB, der nur eine bundesweit einheitliche Lösung für sinnvoll hält.

Quelle    :   Schwäbische   >>>>>   weiterlesen

Zu diesen Artikel erreichte uns eine Stellungnahme von Stefan Weinert welche wir gerne verbreiten :

Das meint der kritische Leser und Bürger zum „Dieselgipfel“

 Der unabhängige Direktkandidat Stefan Weinert tritt ohne Rückendeckung einer Partei bei der Bundestagswahl an.

Das Wort „Dieselgipfel“ assoziiert und impliziert, dass hier etwas ganz besonders Wichtiges geschieht, oder geschehen soll. Dabei wird der Leser mit visionär  klingenden, aber längst überholten Maßnahmen, in die Niederungen der „postmodernen Steinzeit“ geführt. Ja, es erscheint der Eindruck, als wäre es von Vorteil und gut, dass Ravensburgs Luft so verschmutzt ist, denn damit hätte man größte Chancen, aus dem Mobilitätsfond des Bundes schöpfen zu können. Welch‘ ein Unfug wird uns denn hier von der Ravensburger Stadtverwaltung als Frühstück angeboten?!

Bevor ich heute Morgen zur „Schwäbischen“ griff, las ich im „Wochenblatt“ einen Artikel über meinen guten Bekannten, Professor. Dr. Wolfgang Ertel, über die von ihm vorausgesagte technische Revolution im Bereich der Mobilität, die sich auch in Ravensburg bereits in drei Jahren zeigen wird. Der Ravensburger Bürger Wolfgang Ertel  meldet sich in dieser Sache auch nicht zum ersten Mal öffentlich und die Stadtverwaltung Ravensburg kennt seine Prognose. Doch das wird im Ravensburger Gemeinderat, wo diese Gedanken von Stadtrat Krauss vorgetragen wurden, mit „Unfug“ abgetan (die „Schwäbische“ hat darüber berichtet).

In Bezug auf den heute angekündigten Dieselgipfel – ich hoffe, Herr Professor Ertel wird als kompetente und beratende Institution zu den Sitzungen am 11. und 23. Oktober von der Stadtverwaltung eingeladen – sagt Ertel, dass wir aufgrund der technischen Revolution durch künstliche Intelligenz im Bereich Mobilität, keine Parkhäuser und Tiefgaragen mehr brauchen (ab 2020), weil die dann eingesetzten Roboter-Taxis (RoTa) 98 Prozent der Zeit in Bewegung sind, während gegenwärtig unsere Diesel und Benziner 96 Prozent der Zeit unbenutzt in Garagen herumstehen. Auch Elektrobusse wird es dann nicht mehr geben, weil die RoTa diese Aufgabe nicht nur kostengünstiger, sondern auch flächendeckend zu jeder Tages- und Nachtzeit (!) übernehmen werden.

Während also die Stadtverwaltung Unfug am laufenden Band produziert – auch und vor allem durch das Festhalten an der asbestversuchten Tiefgarage – bezeichnet sie „sehenden Auges“ die Vorhersagen eines absoluten Profis (Professor Ertel befasst sich seit 30 Jahren mit diesem Thema) als solchen Unfug. Das wäre wie, wenn die Menschen in Florida, die Wettervorhersagen über den herannahenden „Atomsturm“ ignoriert und ihr Unglück noch herausgefordert hätten.

Auch Carl Benz wurde einst als Spinner, der Unfug im Kopf hat, verlacht, bevor seine Idee den wohl größten Siegeszug  der Menschheit antrat.

Stefan Weinert, Ravensburg

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Grafikquellen  :

Marienplatz: rechts Rathaus, hinten Waaghaus mit Blaserturm

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These und „Antithese“ III

Erstellt von DL-Redaktion am 27. September 2017

Untersuchungsausschuss „Jugendamt Ravensburg“

 Der unabhängige Direktkandidat Stefan Weinert tritt ohne Rückendeckung einer Partei bei der Bundestagswahl an.

 Den „Offenen Brief“ welcher  an die Verwaltung des  Landkreis Ravensburg gerichtet ist, haben wir hiermit zur Kenntnis genommen.

Er nimmt direkten Bezug auf die Artikel „These und „Antithese““ vom 15. September 2017 und  „These und „Antithese“ II“  vom  22. September 2017.

Ich bitte Sie, sich in der nächsten Kreistagssitzung dafür einzusetzen, dass – aufgrund der Vorkommnisse in den vergangenen Jahren – ein Untersuchungsausschuss „Jugendamt Ravensburg“ aus den Reihen des Kreistages heraus gebildet wird. Ziel ist es, die Anschuldigungen der Väter und auch die Äußerungen des Herrn RA Traub dem Jugendamt gegenüber, auf ihre Richtigkeit und ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Insbesondere sollte der Ausschuss dabei die Rolle des Amtsleiters, Herrn Konrad Gutemann, beleuchten.

Wie Sie selbst lesen konnten – vor allem online, aber auch print und in meiner vorherigen E-Mail – werden von einigen Vätern, und besonders von einem Vater, die schwersten Vorwürfe gegen das Jugendamt Ravensburg (dazu gehören auch die JU Bad Waldsee und JU Wangen) und seinen Leiter erhoben, die niemals einfach so hingenommen werden können, ohne ihnen offiziell und ernsthaft nachzugehen.

Sollten Sie sich nicht in der Lage sehen, oder es für nicht erforderllich halten, den Kreistag über dieses Ansinnen zu unterrichten, oder sollte der Kreistag Ihren von mir initiierten Vorschlag ablehnen, werde ich mich an das Landesjugendamt, das Regierungspräsidium und das Innenministerium wenden. Ich schreibe das deshalb, weil endlich – nach 20 jahren – geklärt werden muss, was beim Jugendamt Ravensburg nicht im Sinne des KJHG (SGB VIII), des Wohles der Kinder und des Rechts der getrennten und geschiedenen Väter entschieden wird.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich bis dato nie Mitglied des Vereins der betroffenen Männer gewesen bin.

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe und Verständnis für mein Anliegen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Weinert
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Ein Nachtrag zur Bundestagswahl

ICH WÜNSCHE MIR VORGEZOGENE NEUWAHLEN, wo …

– die CDU sich endlich von der CSU trennt und dieser die rechte Flanke überlässt.
– die Genossen der SPD sich wieder als die linken Sozis positionieren.
– die FDP den Liberalismus nicht mit Digitalismus verwechselt.
Grüne Rebllen in Turnschuhen den Pazifismus nicht anderen überlässt.

– die LINKEN sich darauf besinnen, dass es nicht die Partei ist, die ein Herz hat, sondern der MENSCH.

Was dann passiert
   Tauziehen für Vernunft und Gerechtigkeit

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BTW — Ravensburg

Erstellt von DL-Redaktion am 26. September 2017

Der Morgen danach – BTW 2017

Nun haben mich vorgestern doch tatsächlich immerhin 174 Menschen im Wahlkreis Ravensburg gewählt. Das sind 0,12 Prozent der Wähler und die brachten mich auf Platz zehn (von elf) der Direktkandidaten mit ihren Erststimmen. In Ravensburg bekam ich 49 Stimmen und in „meinem“ Wahllokal wählten mich immerhin 2,4 % der Wähler.

Da ich parteilos bin, konnte mir eine Zweitstimme nicht gegeben werden. Aber trotzdem konnte ich mit meiner doch etwas geringen Erststimmenanzahl zwei Parteien mit ihren Zweitstimmen hinter mir lassen, so dass ich hier Platz 20 (von 22) belegen konnte. Ich habe in der Tat bei der BTW 2005 beim parteiinternen „Hauen und Stechen“ der SPD Schlimmeres erlebt!

Enttäuscht bin ich nicht, gleichwohl ich gerne 0,3 % erreicht hätte. Mir hat der gut viermonatige Wahlkampf – inclusive der schweißtreibenden Unterstützerunterschriften -Tour (220 Unterschriften) durch Ravensburg und Weingarten – bis zum Wahltag-Abend bei allem Ernst unglaublich viel Spaß gemacht. Ich hatte viele gute Gespräche, habe neue Menschen kennengelernt, habe mein Wissen und meine Argumentation schärfen können und  – last but not least – habe ich wieder einmal viel über mich selbst gelernt.

Auch nach der Wahl bleibe ich der streitbare Sozialaktivist. Ein Politiker bin ich nicht. Ein Politiker bist du nur, wenn dich die POLIS (griech.: = die Stadt) dazu beruft (wählt). Deshalb kann ein „Politiker“ aus meinem Verständnis heraus auch niemals ein Beruf sein, sondern muss immer eine „Berufung“ sein. Übrigens gab es zur Zeit des Aristoteles, der das Wort „politikä“ erfand, in „Makedonien“ nur Stadtstaaten. Erst später wurde die Macht auf die Hauptstadt zentralisiert. Ein Verhängnis – bis heute.

Ob ich mich in diesem Sinne in Zukunft „politisch“ bei den Bürger*innen bewerben werde (Neuwahlen?; OB-Wahl 2018; Kommunalwahl 2019; Landtagswahl 2020; BTW 2021 …), lasse ich heute einmal offen. Aber als wacher Bürger werde ich weiterhin gegen Unvernunft, Ungerechtigkeit und Neo-Nazis und für eine echte Teilhabe für ALLE kämpfen. Es gibt auch ein Leben nach der Wahl. (Dieser Satz gefällt mir übrigens wesentlich besser,  als der ausgelutschte Satz „Nach der Wahl ist vor der Wahl“.)  – Und das ist mein Programm.

von Stefan Weinert

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Da die Partei so unecht ist

Erstellt von DL-Redaktion am 24. September 2017

Warum links so schwierig ist

DIE LINKE Bundesparteitag 10-11 Mai 2014 -116.jpg

Von Oliver Stenzel

Ginge es nur nach den Inhalten ihres Wahlprogramms, könnte die Linke auf ein glänzendes Ergebnis bei der Bundestagswahl hoffen. Doch so einfach funktionieren Wahlentscheidungen nicht. Vor allem alte Ressentiments halten potenzielle Wähler ab.

Johanna Tiarks fängt mit dem Wahlkampf an, wenn sie Feierabend hat. Die Lehrerin und stellvertretende Leiterin einer Altenpflegeschule in Stuttgart hat gerade eine Podiumsdiskussion des Hebammenverbandes im Hospitalhof hinter sich, nachher muss sie noch an ihrer Rede für den kommenden Tag feilen, da steht sie mit Bernd Riexinger, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch auf der Bühne auf dem Schlossplatz.

Tiarks ist Linken-Kandidatin für den Wahlkreis Stuttgart I, Riexinger für den Wahlkreis Stuttgart II. Die Gegensätze könnten kaum größer sein: Während der mittlerweile medienbekannte Bundesvorsitzende auf Platz eins der Landesliste seiner Partei steht und ihm das Bundestagsmandat sicher ist, kennen selbst in Stuttgart viele die 35-jährige Tiarks nicht, und sie steht auf Listenplatz elf. Die Linke müsste bundesweit etwa 19 Prozent erreichen, damit sie in den Bundestag kommt. Da wäre schon „viel Optimismus nötig“, sagt sie. Momentan steht die Linke in Umfragen bei etwa zehn Prozent, mehr als bei der vergangenen Bundestagswahl, aber noch unter dem bislang besten Ergebnis 2009. Auch der Status als drittstärkste Partei ist nach aktuellen Prognosen nicht sicher.

Erst seit vier Jahren ist Tiarks Linken-Mitglied, Vorbehalte gegenüber der Partei hat sie immer wieder erlebt. Skeptisch sei auch einer ihrer Brüder gewesen, ehe er einmal im Zug von Berlin „das Parteiprogramm von vorne bis hinten durchgelesen“ habe. „Danach hat er gesagt, das ist eigentlich das, was alle wollen. Wieso wählen die nicht alle die Linke?“ Eine gute Frage. Denn hört man sich im Bekanntenkreis um, kommt momentan häufig das irritierte Bekenntnis wie vom Donner gerührter Wahl-O-Mat-Nutzer, die Linke sei ganz vorne gelandet. Meistens gefolgt von der Beteuerung, sie aber doch nicht zu wählen.

Je weiter westlich, umso mehr Ressentiments

Das sei „nicht untypisch“, sagt der Berliner Politikwissenschaftler Gero Neugebauer. Zustimmung ja, aber keine Wahlentscheidung. An den Programminhalten läge das nicht. „Je weiter man von der Elbe nach Westen geht, umso mehr nehmen Ressentiments zu, die etwas zu tun haben mit der Herkunft der Linken und mit den Repräsentanten der Linken im Westen“, erklärt Neugebauer. Dazu komme der verbreitete Eindruck, wegen innerparteilicher Konflikte sei die Partei gar nicht handlungsfähig.

Noch eingehender mit den Wählern – oder eben Nichtwählern – der Linken hat sich Horst Kahrs beschäftigt, wissenschaftlicher Referent am Institut für Gesellschaftsanalyse in Berlin, das zur Linken-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört. „Das Modell ‚Wahl-O-Mat‘ wäre ja: Ich habe ein Programm gelesen und dann wähle ich die Partei, mit der ich die größten Übereinstimmungen habe“, sagt Kahrs. Und diese gebe es häufig durchaus: in Fragen der Rente oder anderen sozialen Themen, zu Militär und Rüstungsexporten und zumindest teilweise zur Außenpolitik. Ein Grund, die Linke zu wählen, sei all das aber nicht zwangsläufig. Denn so funktioniert der durchschnittliche Wähler nicht.

„Wahlentscheidungen werden nach anderen Kriterien getroffen“, sagt Kahrs. Am Anfang stehe die Frage: „Ist das eine Partei, von der man sich überhaupt vorstellen kann, sie zu wählen?“ Aus Umfragen wisse man, dass das nur bei 20 Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland für die Linken der Fall ist. Das liege am Image der Partei, am Bild, das man sich von ihr mache. „Das Bild der Partei war im Westen lange Zeit das der SED“, der Sozialistischen Einheitspartei der DDR, aus der nach der Wende die PDS hervorging. Dieses Bild sei zwar „ein bisschen korrigiert“ worden durch den Zusammenschluss von PDS und WASG (Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit) im Jahr 2007. Aber die WASG wiederum werde stark mit ihrem prominentesten Mitglied Oskar Lafontaine identifiziert, „einer Person, die sehr polarisiert“, sagt Kahrs. Und so „hat sich das Bild einer Partei festgesetzt, die man entweder einordnet als die alten SEDler oder als die Lafontainisten, die sich von der SPD abgesetzt haben“ – beides sei „nicht unbedingt ein positives Image“. Derart vereinfachte Sichtweisen betreffen freilich nicht nur die Linke. „Viele Wähler machen sich auf solche Weise ein Bild von Parteien, und dieses Image bestimmt dann langfristig, ob sie diese Partei auf dem Zettel der Möglichkeiten haben.“

Bei den unter 35-Jährigen spielt das SED-Bild kaum noch eine Rolle

Quelle   :   KONTEXT : Wochenzeitung >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom

Autor :   Blömke/Kosinsky/Tschöpe

  • CC BY-SA 3.0 de
  • File:DIE LINKE Bundesparteitag 10-11 Mai 2014 -116.jpg
  • Erstellt: 21. Mai 2014

 

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These und „Antithese“ II

Erstellt von DL-Redaktion am 22. September 2017

„Offener Brief“ von Stefan Weinert

 Der unabhängige Direktkandidat Stefan Weinert tritt ohne Rückendeckung einer Partei bei der Bundestagswahl an.

Am letzten Freitag, den 15. 09. 2017  berichteten wir über das Jugendamt in Ravensburg. Unter der Titelspalte „These und Antithese“ schrieben wir von Väter, welche sich vom Amt nachteilig behandelt fühlen.  Red. DL/IE

Stefan Weinert ein unabhängiger Wahlkandidat für die Bundestagswahl am Sonntag, den 24. 09. 2017  schrieb einen Kommentar. Heute erhielten wir einen „Offenen Brief „ zum gleichen Thema, welchen wir im Folgenden wiedergeben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der und die Artikel in der „Schwäbischen“ über das Jugendamt Ravensburg und vor allem die Kommentare online, können mich nicht „kalt“ lassen. Ich bitte Sie eindringlich, dieser Sache nachzuehen. Bis auf meinen Kommentar sind alle anderen anonym, aber sehr ernstzunehmen. Sollte sich vor allem der in den Kommentaren vier und fünf geschilderte Sachverhalt bewahrheiten, fordere ich den Rücktritt bzw. Absetzung Konrad Gutemanns. Selbst auf meiner Wahlkampf Tour vor wenigen Wochen, im Rahmen der Sammlung von 239 Unterstützerunterschriften, bin ich von einer bisher mir unbekannten Dame auf die Mißstände im JU Ravensburg und den schlechten Umgang mit ihr (also auch bei Frauen, da diese Dame allein erziehend war) angesprochen worden. Die Dame ist vom JU schlichtweg im Stich gelassen worden. Und das ist mir grgenüber kein Einzelfall. Ich möchte aus gegebenem Umstand darauf hinweisen, dass in diesem Fall „Tinte dicker ist als Blut“.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Weinert

Kommentare (5)

@4
Ergänzung – Der Platz war leider zu Ende.
Wie mich das JA unter Gutemann daraufhin behandelte muss ich wohl nicht weiter erläutern. Wo auch immer es möglich war, hat mich das JA schikaniert und gegängelt. Alles Fehlverhalten der Mutter wurde ignoriert. Das war es mit meinen Söhnen. Und nun will sich Gutemann billig damit herausreden, dass das JA nur das Gericht beraten würde. Lächerlich diese primitive Rechtfertigung. Das JA macht bei Gericht Stimmung gegen Väter. Und besonders gegen die, die sich gegen die dreckige Arbeit des JA zur Wehr setzen. Gutemann und das JA haben regelrecht an meiner Demontierung bei Gericht überaus aktiv mitgewirkt, obwohl es Gutemann jeder Zeit in der Hand hatte mich zu rehabilitieren. Auch heute könnte er noch reinen Tisch machen. Zum Eigenschutz verzichtet er aber.
Schlimm auch, dass tatsächlich auch RAs aus RV kuschen. Ich bat meinen RA gegen das JA vorzugehen. Er lehnte mit dem Hinweis ab, dass er dann Probleme mit dem JA in anderen Fällen bekommen würde, diese dann nachteilig für seine Mandanten ausgehen würden.
Gutemann hat also alles im Griff, selbst RAs schweigen teilweise. Wie Gutemann tagtäglich in den Spiegel schauen kann? Ich wurde sogar noch angezeigt – ausgerechnet so einer beruft sich auf Recht und Ordnung. Ich hätte seine Ehre verletzt, weil ich ihn „verlogenen Drecksack“ genannt habe. Ich gab in der Verhandlung wegen der Ehrverletzung an, dass ich die Ehre von Gutemann gar nicht verletzen konnte, da er keine hat. Denn hätte er eine, würde er zu seinen Aussagen im 2-stündigen Vier-Augen-Gespräch stehen.
Schade, dass sich die SZ damals daran beteiligte einen Skandal nicht publik zu machen. Weitere 10 Jahre sind sinnlos vergangen, in denen unschuldige Kinder den Machenschaften des JA zum Opfer fielen und auch weiterhin fallen werden.

4
21.09.2017, 18:04 Uhr Beitrag melden

Ich habe der Schwäbischen Zeitung schon vor über 10 Jahren die Mißstände im JA unter Gutemann detailiert geschildert. Gutemann wurde damals von der SZ damit konfrontiert. Die SZ verweigerte danach aber eine Veröffentlichung meiner Vorwürfe ohne Angabe von Gründen. Auch behielt es die SZ für sich, wie sich Gutemann geäussert hat. Mein Einwand bei der SZ, dass es evtl. weitere Männer gibt, die Ähnliches mit dem JA RV erlebt haben und, wie denn die Öffentlichkeit von den Mißständen erfahren soll, wenn die SZ eine Veröffentlichung verweigert, blieb ohne Antwort. Mein Gedanke damals, dass Gutemann gute Beziehungen zur SZ haben muss. Solange Gutemann, Raedler und Meschenmoser im Amt bleiben, wird sich definitiv nichts ändern. Gutemann wird regelrecht gedeckt.
Ich hatte damals eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen eine parteiische, pro Mutter eingestellte Sachbearbeiterin verfasst. Daraufhin wurde ich von Gutemann eingeladen. In einem zweistündigen Gespräch gab er mir zur Antwort (dies versichere ich eidesstattlich), dass meine Beschwerde berechtigt ist, dass die Sachbearbeiterin parteiisch war, dass sie ihren Auftrag verletzt hat, dass sie sich entschuldigt hätte und, dass er sie vom Fall abzieht. Ich bat Gutemann mir das auch schriftlich zu geben. Er sagte darauf – original Zitat: „die schriftliche Antwort wird anderst ausfallen.“ Und tatsächlich bekam ich schriftlich mitgeteilt, dass die Dame keine Fehler gemacht hätte, sie hätte gute Vorschläge gemacht usw. Also eine 180 Grad Wendung. Daraufhin rief ich Gutemann an und fragte ihn, was das solle? Antwort: „er müsse sich vor seine Angestellte stellen, sonst würde diese das Vertrauen in ihn verlieren.“ Gutemann ist es also wichtiger bei seinen Angestellten gut dazu stehen, als nach dem Kindeswohl zu sehen. Kontaktaufnahme zu Raedler und Meschenmoser war für die Katz. Die Damen tun absolut nichts was aufklären könnte. Die vermeiden und vertuschen nach Möglichkeit alles, um das JA nicht schlecht dastehen zu lassen.
3
21.09.2017, 15:44 Uhr Beitrag melden

Es ist erschreckend, wie schlecht das Wächteramt in Ravensburg fachlich aufgestellt ist. Besteht in einer forcierenden seelischen Verletzung durch das AE ( Aufenthaltselternteil), aktive Entfremdung des UE (Umgangselternteil), keine Gefährdung des Kindeswohls? Die Praxen vieler Kollegen sind voll mit traumatisierten Menschen, die mit Bindungsstörungen und PAS aus solchem Behördendenken hervorgehen. Andere Kommunen wissen das und handeln. Ich war in kommunalpolitischen Gremien selbst anwesend und tätig, die die Amtsleitung hier herüber informierten und auf deren Rechtspflicht, hinwiesen. Keine Ahnung wo Herr Gutemann, wann, was, wie studiert hat, in allen anderen Städten, Kreisen und Gemeinden weiß Fachmensch um die hieraus resultierenden Gefahren. Vielleicht sollte er endlich sein Rollenbild in das Jahr 2017 hieven. Wenn Gutermann einen Gerichtsbeschluss braucht um das Kindeswohl zu schützen, nimmt er seinen rechtlichen Auftrag nicht war. Ich musste lachen, als ich seine rechtliche Herleitung im Artikel vom 14ten las. Bodenloser Dilettantismus. Mir tun die Kinder leid, einer Region, in der die gesetzliche Fürsorge durch das Wächteramt nicht geleistet wird. In Hessen geht das anders! In Köln geht das anders! In Berlin geht das anders! In Mainz geht das anders………..!
Die kommende Generation zahlt für die völlig veralteten Konzepte in Bad Wurzach und die Ignoranz gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung! Sapere aude, Konrad Gutemann!
2
21.09.2017, 12:39 Uhr Beitrag melden

Genau so ist es! Auf dem Papier haben die Väter viele Rechte, in der Realität dürfen sie gerne bezahlen und sollen sich ansonsten am liebsten aus allem raus halten! Schulanmeldung, Arztwechsel, Kommunion, Taufe etc. muss von beiden Elternteilen unterschrieben werden. was wenn nicht? Genau, gar nichts geschieht! Wenn meine Ex-Frau mich nicht informiert, weiß ich nichts über Elternabendtermine oder schulische Veranstaltungen. Nach einer Bitte bei der Schulleitung, mir doch die Elternbriefe auch zu zusenden, erhielt ich die Antwort, wir werden es versuchen, versprechen können wir das nicht. Natürlich ist nichts passiert. Man steht immer außen vor……Die Jugendämter kümmern sich nur darum, dass auch ja bezahlt wird, sonst gar nichts. Der Rat war, zur Diakonie zu gehen, als ob die mir weiter helfen würden.
1

21.09.2017, 10:07 Uhr Beitrag melden

Mutterschutzprogramm des Jugendamtes

Herr RA Traub hat vollkommen Recht und er bestätigt meine sicht der Dinge, die ich in meinem Kommentar zum Ausgangsartikel geschrieben hatte. Im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHD, SGB VIII) steht das Kindeswohl im Focus – jedenfalls auf dem Papier. Aber wenn ich die Worte Berthold Traubs einmal griffig zusammenfassen darf, dann kommt angesichts des Jugendamts und der Realität dabei heraus: MUTTERSCHUTZPROGRAMM STELLT VÄTER INS ABSEITS. Ich habe fertig! — Stefan Weinert, Sozialaktivist

Grafikquellen  :

Stefan Weinert privat

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Frischgebackener Vater mit erstem Baby

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Ein-Blicke in den Süden

Erstellt von DL-Redaktion am 21. September 2017

Cool wählt Cool Bundestagswahl 2017

Wir haben ihn nicht aus den Augen verloren den Einzelkandidaten aus Ravensburg Stefan Weinert

Lassen wir ihn also zu Wort kommen:

Guten Morgen lieber Leser, liebe Leserin !

Dies ist mein Verständnis von Politik (wörtlich: „für das Wohl der Stadt“), und dafür setze ich mich ein. Ob in der Kommune, im Kreis, im Land oder im Bund.

° Transparenz statt Milchglasscheibenpolitik
° Partizipative Demo-kratie als Ergänzung zur repräsentativen Volksherrschaft(?)
° Echte und signifikant spürbare Teilhabe für ALLE, statt sozialer Almosen
° Das Recht auf Asyl bleibt bestehen: Integration, statt Assimilation (AfD)
° Klare und faktische Trennung von Kirche und Staat (Laizismus), siehe Frankreich

Machen Sie am Sonntag Ihr Kreuz für diesen gesellschaftlichen Wandel. „Weinert“ ist lediglich ein Name . . .Wer sich Veränderung in seinem Leben wünscht, der muss auch sein (Wahl)Verhalten ändern!

Mit den besten Grüßen
Stefan Weinert
Unabhängiger Bundestagskandidat im WK 294​

„Die Würde des Menschen ist unantasrbar.“
​Zur Erinnerung: Menschen -> Frau, Mutter, Mann, Vater, Kind, Syrer, Deutscher, Muslim, Jude, Christ, Atheist, Homo, Lesbe, Hetero

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Quelle  :  Stefan Weinert >>>>> weiterlesen – Facebook

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Grafikquelle    :   Beide – siehe Facebook

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Fäkische – Zeitung

Erstellt von DL-Redaktion am 19. September 2017

Fäkische    Zeitung

überregional  0  überparteilich  0  überraschend

Herausgeber Henry Paul , Prentzlau

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Montag  bis  Samstag :   € 0,25    Sonntag, den 17.  September  2017

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Oft wird der Bundestagswahlkampf mit dem Marathonlauf verglichen. Diesen Vergleich finde ich eigentlich sehr unpassend. Von Marathon bis Athen waren und sind es immerhin 42.195 Meter. Eine unglaublich lange Distanz für einen Läufer. Wenn wir uns aber vergegenwärtigen, dass der Bundestagswahlkampf so wirklich richtig erst sechs Wochen vor der Wahl beginnt und wir von den Kandidat*innen drei Jahre und zehn Monate so gut wie nicht hören und sehen, dann dürfte so ein Wahlkampf maximal als 400 Meterlauf eingestuft werden.

Wie auch immer. Bleiben wir einmal bei dem Bild des Marathonlaufes. Dann nämlich sind die elf Kandidat*innen des Wahlkreises 294 vor drei Wochen in das Ravensburger Rolf Engler-Stadion eingelaufen und befinden sich seit heute Morgen auf der Zielgeraden. Die Zuschauer sind aufgesprungen und feuern die Läufer*innen an.

Vorneweg  ein drahtiger Herr mit akuratem Haarschnitt. Danach eine Dame, die auch beim Laufen die Brille nicht abnimmt. Danach – auf gleicher Höhe – eine kleine Rothaarige mit heraushängender und gepierster Zunge und ein junger Nerd in gelbem Trikot. Ein paar Schritte dahinter eine junge Frau, die auch als Modell arbeiten könnte, und der älter Herr in blauem Hemd und roter Hose. Etwas mit Abstand dahinter und abgeschlagen, die orangene Baghwan-<Jüngerin, der ökologische Idealist, der Freiherr von Achberg und der unverbesserliche Erbe Lenins.

Doch es fehlt noch jemand. Ja richtig. Da ganz am Schluss kämpft sich ein dicklicher kleiner Herr, mit grauem Bart und ebensolchen grauen und wehendem langen Haar, dass teilweise von einem Käppi verdeckt wird,  über die Aschenbahn. Ein typischer Hobbit-Politiker (HoPo), der sich gegen die Großen nicht behaupten kann.

Doch da, das Stadion verstummt. Irgendwo im vorderen Bereich war jemand ins Straucheln gekommen und einen Platz zurückgefallen. Diese Situation nun nutzt der HoPo aus. Er greift an seinen Gürtel, führt eine kleine Flasche zum Mund und n immt einen Schluck. Kaum jemand hat‘ gesehen – nur die Schiedsrichter. Im selben Moment schießt der Grauhaarige an der Vierreihe an ihm vorbei. Aus Nase und Mund – weiß sichtbar – heißer Atem. Und er kämpft sich weiter durch, bis zur Mitte. Doch zu spät. Die Ersten laufen bereits durch’s Ziel. Aber immerhin: Er ist nicht Letzter geworden.

Ini der Dopingprobe übrigens hat man bei dem Hobbit-Politiker nichts gefunden. So fragt als der Arzt den Läufer. „Was haben Sie denn da eigentlich in Ihrer kleinen Flasche?“  — „Och, das ist nur Weihwasser.“  —  „Weihwasser? Haben Sie das in der Liebfrauenkirche gestohlen?“  —  Nö, das ist Eigenherstellung, denn schlielich war ich auch mal Pastor.“   —    Lach !!
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Grafikquelle    :   Die Pointe dieses englischsprachigen Cartoons besteht in einem Wortspiel mit der Mehrdeutigkeit (Polysemie) des Wortes boltlightning bolt „Blitzstrahl“, bolt upright „kerzengerade“, „bolzengerade“.

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Fäkische – Zeitung

Erstellt von DL-Redaktion am 17. September 2017

überregional  0  überparteilich  0  überraschend

Fäkische    Zeitung

Herausgeber Henry Paul , Prentzlau

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Montag  bis  Samstag :   € 0,25    Sonntag, den 17.  September  2017

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Interview mit Stefan Weinert

von Eva Bläsi

– Herr Weinert. Sie sind der einzige, wirklich unabhängige und parteilose Bundestagskandidat im Wahlkreis 294.  Was hat sie bewogen, ohne jede Rückendeckung  anzutreten?

Ich werde der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

– Schluck. Und was werden Sie anders machen, als Frau Merkel?

Moment mal. Wollen sie mich nicht erst fragen, wie ich das ohne einen Parteiapparat schaffen will?

– Ach, Sie werden doch sowieso nicht Bundeskanzler.

Und warum fragen Sie mich dann, was ich anders als Frau Merkel machen würde?

– Wer stellt hier eigentlich die Fragen? Sie oder ich?

Ich bin dran. Was verdienen sie so als Redakteurin? Kommen Sie klar? Sind Sie allein erziehend?

– Schluck. Das geht Sie doch gar nichts an. Sie sind unmöglich. Die Leute haben schon Recht. Sie sind ein Ekel. Schluchz.

Na, na, nicht weinen. Ich wollte Ihnen doch bloß zu einem höheren Tarifabschluss in der Medienbranche verhelfen. Aber deswegen weinen Sie nicht, oder? Habe ich da irgendwo einen wunden Punkt bei Ihnen getroffen?

– Ach so, sagen sie das doch gleich. Und ja, ich habe da Probleme.

Mögen Sie darüber reden?

– Zwei kleine Kinder, keinen Partner, kaum bezahlbare Miete, schlecht bezahlter Job. Und von den Politikern fühle ich mich auch im Stich gelassen.

Da bin ich doch gerade der Richtige für Sie. Ich bin für Mieten, die 30 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigen; ich bin für einen Mindestlohn von 12 Euro und erhebliche Erhöhung der tariflichen Löhne im Medienbereich. Und vor allem – ich bin Single.

– Äh, Herr Weinert, kommen wir noch einmal auf den Beginn unseres Gespräches zurück: Was werden sie anders als Frau Merkel machen.

Dazu wird es gar nicht kommen, denn ich werde ja nicht Bundeskanzler.

– Haben sie doch aber gerade felsenfest behauptet. Sie sagten …

Ich weiß, was ich gesagt habe. Aber Sie Frau Bläsi, haben das ja nicht nur infrage gestellt, sondern mit dem Wort „sowieso“ lächerlich gemacht.

– Ach, jetzt krieg’ ich noch die Schuld, dass Sie nicht Bundeskanzler werden. Na toll!

Nein, natürlich nicht nur Sie persönlich, sondern all’ die Leute, die am 24. September auf die gängige Politik hereinfallen.

– Wie meinen Sie? Gängige Politik?

Damit will ich sagen: Die Synonyme für „Politik“ und „Politiker“ sind doch „Macht, Geld, Lobbyismus, Sex und abgehobene Parallelwelt.“ Sie und ich kommen da gar nicht vor.

– Also, da pauschalisieren sie doch mächtig, oder?

Na ja, das Kreuz in der Wahlkabine dürfen wir tatsächlich selbst machen und auch selbst entscheiden wo. Aber das war’s denn auch. Überlegen Sie doch mal selbst:  Zwei kleine Kinder, keinen Partner, kaum bezahlbare Miete

– Ja, ja. Ist schon gut. Also wenn ich so überlege, werde ich sie womöglich doch wählen.

Danke. Und wenn sie das Interview veröffentlichen, werden es auch noch ein paar mehr tun. Aber Bundeskanzler? Träum’ weiter. Ich bin froh, wenn ich 0,9 Prozent im Wahlkreis 294 bekomme.

– Nun bin ich aber enttäuscht. Ich hatte zum Schluss wirklich geglaubt, dass Sie Bundeskanzler  werden.

Wer auf den Mount Everest will, muss den Mond anpeilen.

– Lieber Herr Weinert, vielen, vielen Dank für dieses tolle Gespräch.

Ich heiße Stefan.

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Grafikquelle  :   Die Pointe dieses englischsprachigen Cartoons besteht in einem Wortspiel mit der Mehrdeutigkeit (Polysemie) des Wortes boltlightning bolt „Blitzstrahl“, bolt upright „kerzengerade“, „bolzengerade“.

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Die Linke Richard Pitterle

Erstellt von DL-Redaktion am 16. September 2017

Ein Enttäuschter wirbt mit Rosen

Pitterle, Richard-0233.jpg

Von

Die Linken zwingen Richard Pitterle, nach acht Jahren in Berlin sein Büro im Bundestag zu räumen. Trotzdem engagiert er sich als Wahlkämpfer für seine Partei.

Böblingen – An diesem Samstag ist der Wahlkampf blumig. Üblicherweise würde Richard Pitterle um diese Zeit drüben an den Ständen auf dem Marktplatz das Obst- und Gemüseangebot durchstöbern. Das liebt er und tut es an jedem Samstag, den er in seiner Heimatstadt Sindelfingen (Kreis Böblingen) verbringt. Heute steht er ein Stück oberhalb und verschenkt an die Damen Rosen. „Ich bin Direktkandidat der Linken, man kann mich wählen am 24. September“, sagt er und reicht der Rose ein postkartengroßes Informationsblatt nach. „Friedlich. Sozial. Gerecht. Für alle!“ steht unter seinem Foto. Eine Frau lehnt tatsächlich ab. Nein, von der Linken will sie keine Blume.

Sein Partei hat ihn enttäuscht. Dennoch wirbt Pitterle für sie, weil „man politische Alternativen zur Merkel-Regierung auch dann vertreten muss, wenn man keine Garantie auf ein Mandat hat“, wie er sagt. Er wird im Herbst sein Büro im Bundestag räumen müssen. Wegen parteiinterner Machtgeplänkels hat ihm seine Linke einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste verwehrt. Pitterle will über die Gründe nicht sprechen. „Natürlich hätte ich gern meine Arbeit fortgesetzt, die ich als erfolgreich einschätze“, sagt er. Zusätzlich schmerzt ihn, dass ein anderer aus dem Wahlkreis seinen Sitz in Berlin so gut wie sicher hat: Markus Frohnmaier, der Kandidat der AfD. „Ich finde es verheerend, dass ein Rechtspopulist in Zukunft den Landkreis vertritt“, sagt Pitterle, „aber die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler muss ich akzeptieren.“

Leiharbeit hält Pitterle für verwerflich

Quelle    :      Stuttgarter-Zeitung    >>>>>      weiterlesen

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Grafikquelle   :    Richard Pitterle (* 2. März 1959 in Most, Tschechoslowakei) ist ein deutscher Politiker (Die Linke) und seit Oktober 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages.

 

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alles klein, oder was?

Erstellt von DL-Redaktion am 16. September 2017

utopie – umfug – irrsinn – oder: genial

Datei:Laptop Tastatur.jpg

man/frau mag‘ mich belächeln, aber die großschreibung macht dem schreiberling oft große probleme. im englischen wird in bezug auf substantive und die anrede auf die großschreibung verzichtet. ich will noch einen schritt weitergehen. vor jeder gesellschaftlichen veränderung stand die utopie eines einzelnen, die kopfschüttelnd abgetan und später beifallklatschend als errungenschaft der menschheit gefeiert wurde. na denn …

schon auf der alten schreibmaschine war es schwierig, mit dem finger der linken hand, die umstelltaste für die großschreibung richtig und vor allem zum richtigen zeitpunkt zu treffen – am anfang des satzes, bei substantiven und eigennamen und der höflichen anrede. durch die tastatur des pc, der ab ende der 1980er jahre mehr und mehr einzug in die firmen und die haushalte hielt, wird es noch schwieriger. im gegensatz zu 1980 schreiben wir doch heute kaum noch ein brief mit der hand. ich tue das nur zu den geburtstagen meiner vier geschwister und meiner zwei söhne und zu weihnachten. ansonsten haue ich alles durch das keyboard auf den schirm.

wenn wir  am pc alles, aber wirklich alles klein schreiben dürften, würde das ungeheuerlich viel zeit und stress sparen. in meinem schreibmaschinenkurs 1969 auf der höheren handelschule sollten wir 10 Minuten lang immer den selben satz schreiben, um dann auszurechnen, wieviele anschläge wir in der minute durschnittlich geschafft haben. schreiben sie mal folgenden satz in herkömmlicher weise und anschließend nur klein.

Die Geschwindigkeit nicht auf Kosten der Sicherheit erhöhen.  Sekunden =

die geschwindigkeit nicht auf kosten der sicherheit erhöhen.  sekunden =

abgesehen davon, dass sie schon bei diesem kurzen satz, ca. 0,6 – 0,9 Sekunden sparen, sparen sie auch platz auf dem papier (sollten sie ihre mail oder brief, notiz unsw. ausdrucken wollen) und stellen sie sich vor, sie schreiben 10 minuten diesen satz, dann kommt ja noch hinzu, dass sie nach dem punkt am ende nicht die umstelltate drücken müssen, um den satz „richtig“ zu beginnen: noch einmal 0,2 Sekunden <Zeit gespart.
doch es kommt noch besser. am pc liegt unmittelbar über der  punktuellen Umststelltaste,  die „blöde“ FESTSTELLTASTE. wie oft passiert es während des schreibens, dass man versehentlich diese taste nur berührt – und schon schreibst du alles nachfolgende groß, was dann korrigiert – je nachdem, wan man es merkt – und neu geschrieben werden muss. sicher kann diese feststelltaste ein segen sein, wenn man/fra sie denn braucht, nicht aber dann wenn nicht, dann ist sie eher ein fluch.

deshalb schlage ich vor, dass computergeschriebene mails, briefe, zeitungsartikel, notizen, bewerbungen usw. in zukunft auch in dem von mir vorgeschlagenen „klein-format“ geschrieben werden dürfen (manche  wenige- leute tun das schon lange, es gibt also „nichts neues unter der sonne“ und auch die emailadressen sind klein geschrieben), ohne dass der schreiber dadurch gerügt, diskriminiert oder benachteiligt wird. der schreiber kann es selbt für sich entscheiden, ob er bei der herkömmlichen art bleibt, oder die neue anwendet.

Es dürfte kein Problem sein, durch ein kostenloses downloadprogramm die funktion der umstell- bzw. fesstelltaste auf wunsch auszuschalten. ja, und natürlich muss es noch ein alternatives rechtschreibprogramm geben, dass meine gewählte kleinschreibung respektiert und seine rote farbe spart.

ich glaube, das alles wäre eine große hilfe und erleicherung, oder? ich geb’s zu: für mich schon :)

viele grüße von stefan weinert

„die würde des menschen ist unantasrbar.“


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These und „Antithese“

Erstellt von DL-Redaktion am 15. September 2017

Väter fühlen sich vom Jugendamt benachteiligt

Alice de Cristo e Amilton d Cristo.jpg

Mehrere Väter, die nach einer Trennung um Kontakt zu ihren Kindern kämpfen, erheben schwere Vorwürfe gegen das Ravensburger Jugendamt. Sie fühlen sich von der Behörde ungerecht behandelt und behaupten, sie stehe stets aufseiten der Mütter. Im Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat es nun eine Aussprache zu dem Thema gegeben.

Joachim Kreuter (Name von der Redaktion geändert) hat seinen Sohn seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. „Das letzte Mal war am 4. Oktober 2015“, erinnert er sich. „Und zwischendurch mal vor Gericht.“ Der 44-Jährige, der im Landkreis Ravensburg lebt, streitet mit seiner Exfrau seit Jahren um den mittlerweile sechsjährigen Sohn. Es geht um Unterhalt und Umgang. Rund 20 000 Euro Gerichtskosten habe er schon gezahlt, führt Kreuter an. Jetzt hat er das Oberlandesgericht eingeschaltet. Der 44-Jährige sagt: „Meine Ex boykottiert den Umgang, das Kind wird entfremdet. Das ist eine hohe Belastung für den Kleinen und für mich.“

Kreuter ist Mitglied in der Ravensburger Kreisgruppe „Väteraufbruch für Kinder“, die sich vor etwa einem halben Jahr gegründet hat. Er und die anderen Väter beklagen, dass Väter in Trennungs- oder Scheidungsfällen das Nachsehen hätten. Bei Gesprächen mit dem Jugendamt würde die Waage in Richtung Mutter ausschlagen. „Das Jugendamt ist befangen“, meint ein 70-jähriger Vater, der um seine Tochter kämpft. Seine Erfahrung sei: „Die Mütter können tun und lassen, was sie wollen. Sie sind unantastbar. Und zur Not gehen sie in die Opferrolle über oder erfinden irgendwas.“ Ein anderer Vater sagt: „Das Jugendamt reagiert nicht, hilft nicht. Der Fehler liegt im System.“

Wie dieses System überhaupt funktioniert, hat das Ravensburger Jugendamt in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses den Kreistagsmitgliedern und den Besuchern erläutert. Aufgekommen war das Thema, weil Kreisrat Rudi Hämmerle eine Anfrage zu einem bestimmten Fall gestellt hatte. Der Leiter des Jugendamtes, Konrad Gutemann, verwies darauf, dass sein Amt lediglich berät und informiert. „Wir entscheiden nichts“, so Gutemann. Aktiv eingegriffen werde nur bei einer Gefährdung des Kindeswohls (BGB, § 1666), schilderte er.

95 Prozent praktizieren ein Wechselmodell

Quelle   :    schwäbische-zeitung

 

Zum Vorliegenden Artikel ein Kommentar von Stefan Weinert – Direktkandidat für den Bundestag -aus Ravensburg :

Das Rollenverständnis des Jugendamtes These und „Antithese“
 Der unabhängige Direktkandidat Stefan Weinert tritt ohne Rückendeckung einer Partei bei der Bundestagswahl an.

Mit Verlaub:. Wenn der Leiter des Jugendamtes, Konrad Gutemann, zu Protokoll gibt: „Wir entscheiden nicht“, und nur auf den einen (1) Ausnahmefall (Gefährdung des Kindeswohlhs) hinweist, dann bedarf diese These einer „Antithese“. Hinter verschlossenen Türen, allein oder in langen Teambesprechungen entscheidet der Mitarbeiter bzw. entscheidet das Team, wo es lang geht. Diese Entscheidung wird dann – auch auf Grund von so genannten Standards – als „Empfehlung“, „Beratung“ oder „Info“ verkauft. Warum wohl sonst hat sich der Verein der betroffenen Väter, die schwere Vorwürfe gegen das Ravensburger Jugendamt erhebt, gegründet. Alles nur Einbildung? Realitätsverschiebung? Und wenn ja, durch wen? Ich stand und stehe von Beginn an mit dem ursprünglichen Initiator und dem Verein in Verbiindung, bin aber nie Mitglied des Vereins gewesen.

Eine Stellungnahme (Gutachten!) des Jugendamtes gegenüber dem Familiengericht ist immer auch  eine „de facto Entscheidung“. Wenn die SPD Stadträtin, Gisela Müller,  zur Supervision für die Mitarbeiter des Jugendamtes rät, frage ich mich, mit was für Informationen sie eigentlich in den vergangenen 25 in der Politik argumentiert hat. Denn seit Mitte der 1990er Jahren gibt es das festgeschriebene Angebot der Supervision beim Jugendamt – und nicht nur dort.

Ich gebe der Stellvertreterin des Landrats, Eva-Maria Meschenmoser, im Hinblick auf die Mitarbeiter des Jugendamte Recht: Es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität der Mitarbeiter an, wozu auch und gerade die Emphatie (aber bitte nicht nur für Frauen) gehört.

An diesem Punkt wäre interessant zu erfahren, wieviele der Mitarbeiter*innen, die direkt mit den Eltern zu tun haben (also nicht die Verwaltung im background), Frauen und wieviele Männer sind, und wieviele Frauen selbst geschieden und/oder gar männerfeindlich sind? Männerfeindlichkeit unter Frauen, gibt es die? Aber ja doch (damit meine ich allerdings allgemein die in unserer Gesellschaft). Hier allerdings könnte die Supervision (wenn der Supervisor/in „geschlechtsneutral“ ist) helfen, oder eben die Amtsleitung.

Ich hätte allerdings von Kreisrat Rudi Hämmerle erwartet, dass er die „fünf Prozent der Ungeklärtheit“ anzweifelt, anstatt sie nur nicht aus dem Auge zu verlieren. Denn letzteres sollte eine Selbstverstädndlichkeit sein
Eine Frage noch zur „anschließenden Diskussion“. Durften die betroffenen Väter dort auch zu Worte kommen. Im Presseartikel ist darüber jedenfalls nichts zu lesen. Ich bin in Kenntnis einer eindeutigen Vorabinformation die besgt, dass die Männer nicht  als Verein, sondern nur als Privatpersonen an der öffentlichen Sitzung des kreistages teilnehmen durften, und zum Schweigen verdonnert waren.
SO NICHT!! Ich kann mir gut vorstellen, dass die betroffenen Väter mit dem Verlauf der Kreisratssitzung bezüglich ihres „Anliegens“ nicht zufrieden sind.
Auch die Würde der Väter ist unantastbar.

Stefan Weinert, Ravensburg

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Grafikquellen  :

Alice de Cristo com ,Amilton de Cristo

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„Offener Brief“ – ASBEST

Erstellt von DL-Redaktion am 14. September 2017

ASBEST: „Wer wusste was und vor allem wann“

Datei:Asbest Entsorgung Wulsenberg.jpg

Von Stefan Weinert – Ravensburg erreichte uns gestern ein „Offener Brief“ mit der Bitte um Verbreitung. Dieser Bitte kommen wir natürlich sehr gerne nach, da das Thema „Asbest“ jeden Bürger angehen sollte. Ich persönlich habe schon lange den Verdacht das nicht alleine das Rauchen, sondern mehr noch die Allgemeinen Belastungen durch eine verseuchte Umwelt, als da wären die Feinstaubbelastung in den Städten oder die Auspuffgase und viele weitere Ursachen, dem Menschen weitaus mehr Schaden zufügen, und nur ein politischer Sündenbock für eine verfehlte Umweltpolitik herhalten muss.

Hier also eine kurze Beischreibung über den Schadstoff Asbest:

In der Neuzeit fand Asbest erstmals in den 1820er-Jahren eine ernsthafte Anwendung. Die Fasern wurden zu feuerfester Kleidung für Feuerwehrleute verarbeitet. Bald kamen Anwendungen wie feuerfeste Dächer oder Wärmedämmungen für Dampfmaschinen hinzu. Am 15. Juli 1900 erhielt der Österreicher Ludwig Hatschek als Besitzer einer Asbestwarenfabrik ein österreichisches Patent für Eternit. Damit begann ein Boom in der Verwendung von Asbest zur Herstellung sehr unterschiedlicher Produkte (zum Beispiel Faserzement für Dachschindeln, Dach-Wellplatten, Fassadenverkleidungen, Rohre, Blumentröge, Knöpfe, Telefon-Gehäuse, Teile für elektrische Geräte und dergleichen. In Gebäuden wurden tragende Stahlteile mit Spritzasbest zum Brandschutz versehen. Auf Schiffen und U-Booten wurde Asbest zur Dämmung von Rohrleitungen verwendet. In Deutschland erfolgt 1912 die Gründung des Fulgurit-Werk Luthe und 1929 in Berlin die Deutsche Asbestzement AG (DAZAG).  Asbest fand Einsatz als temperaturfester Dämmstoff, als feuerfeste Zwischenlage für Abzweigdosen und hinter Öfen in Holzhäusern, als Bestandteil von Bremsbelägen und Dichtungen (auch als weiche Schnur für Ofentüren) sowie in Laboren als feuerfeste Unterlage.

Quelle  >>>>>   Wikipedia

File:Asbest P1130337.jpg

Offener Brief an die Herren Stadträte
Rolf Engler CDU), Jochen Fischinger (FW), Wilfried Krauss (BfR)
Oberstaatsanwalt Karl-josef Diehl
Wed, 13 Sep 2017 13:41:43 +0200
Sehr geehrte Herren Stadträte,
sehr geehrter Herr Oberstaatsanwalt

ich habe heute folgende dringliche Bitte an Sie:

Bitte wirken Sie mit Nachdruck auf die Herren Bürgermeister, OB Dr. Daniel Rapp, BGM Simon Blümcke und BGM Dirk Bastin, sowie auf den Chef der TWS, Dr. Andreas Thiel-Böhm dahingehend ein, dass transparent für alle offengelegt wird, wer und zu welchem genauen Zeitpunkt von dem Asbestvorkommen in der Marienplatgztiegarage (MTG)  konkrete Kenntnis hatte. Wie der „Südfinder“ heute berichtet, ist schon allein die Tatsache, dass Asbest im Gemäuer der MTG kurz nach dem Rutenfest 2017 gefunden wurde, dies aber erst sechs Wochen später (gestern berichtete die „Schwäbische“ darüber) der Öffentlichkeit zugetragen wurde, ein Intransparenz ohne Gleichen.

Ja, es ist  ein Skandal, denn viele Eltern hätten ihre Kinder nicht zu „Ravensburg spielt“ gehen lassen, wenn das Asbestvorkommen unter dem Marienplatz ihnen vorher bekannt gewesen wäre. Allein das Wort ASBEST (ob nun abgebaut oder nicht) verbreitet Angsgt und  Schreckden. Wurde hier also auf Kosten der Gesundheit und Sicherheit die Durchführung eines Events gerettet?

Da Asbest in Deutschland erst 1993 verboten, die MTG aber 1989 bereits fertiggestellt wurde, trifft rein juristisch Herrn OB Wolfgang Vogler keine Schuld. Da aber Ende der 1980er Jahre die Gefährlichkeit von Asbest bekannt war, ist dessen Verbau  in der MTG zumindest ethisch und moralisch verwerflich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die damalige Administration Ravensburgs keine Kenntnis von dem Asbest hatte. Es müsset eigentlich bis heute aktenkundig sein.

Ich möchte noch einmal an die Veranstaltung vom Oktober 2016 im „Schwörsaal“ erinnern, in der das Gutachten für die geplante Sanierung der MTG vorgestellt wurde. Ich war anwesend und der Einzige, der sich gegen die Sanierung der MTG, sondern ihre endgültige Schließung aussprach. Während ihres Vortrages sagte die Gutachterin folgenden Satz zu den etwa 180 Anwesenden: „Glauben Sie mir, Ravensburg braucht diese Tiefgarage.“ Das kam mir im wahrsten Sinne des Wortes merk-würdig vor. Zwar können der OB und sein Baubürgermeister für die Sanierung der MTG werben (was sie auch beide schon fast beschwörend auf der Versammlung taten), nicht aber die Gutachterin. Ich hatte schon damals – also vor elf Monaten – an die Presse und die Stadtverwaltung geschrieben, dass dies unzulässige Einflussnahme sei. Ich gebe unumwunden zu, dass ich schon damals an ein „tendenziöses Gutachten an den Fakten vorbei“, zugunsten des Vorhaben der Stadtverwaltung dachte.

Bestätigt wurde ich durch die Tatsache, dass in der auf den Infoabend folgenden Ratssitzung der Vorschlag von Herrn Stadtrat Wilfried Krauss zur Einholung eines Zweitgutachtens von allen Anwesenden abgeschmettert wurde. Es wurde nicht einmal über den Vorschlag abgestimmt. Warum wohl? Natürlich kenne ich die Antwort nicht sicher, sondern kann es mir nur denken.  Eines aber dürfte klar sein: womöglich wäre ASBEST zum Vorschein gekommen! Und ob dann die Sanierung noch durchgeführt worden wäre, oder ob – wie schon vorgeschlagen – die MTG mit Bauschutt komplett zugeschüttet worden wäre, ist sehr fraglich.

Nachdem ich von einem Freund, der bei besagter öffentlichen Ratssitzung als Gast zugegen gewesen war, von einem geforderten Zweitgutachten hörte, habe ich eine entsprechende Petition ins Netz gestellt (21 Unterzeichner). Eine schon zuvor von mir ins Netz gestellte Petition zur endgültigen Schließung der MTG hat 56 Unterschriften bekommen. Von beiden Petitionen hat die Stadtverwaltung  Kenntnis.

Wie gesagt, möchte ich eine (wenn geht baldige) Klärung der Sachlage und bitte Sie, sich im Interesse der Ravensburger Bürger und Bürgerinnen dieser Angelegenheit anzunehmen. Ich danke Ihnen dafür!

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Weiner, Ravensburg
Bundestagskandidat, parteilos
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Lieber Herr Weinert,

ich bewundere Ihre Hartnäckigkeit in dieser Sache. Zumal Sie in Ihrer Kritik absolut Recht haben.

Gleichzeitig möchte ich die Stadtverwaltung nochmal bitten, über ein Mobilitätskonzept für die nächsten zehn Jahre nachzudenken.
Bitte bedenken Sie, dass ab dem Jahr 2020 die ersten Robotertaxis von Uber, Lyft und Co. die Mobilitätsrevolution starten werden. Die Robotertaxis werden sich gerade in ländlichen Gegenden sehr schnell verbreiten und brauchen keine Parkplätze oder Tiefgaragen in der Innenstadt. Gerne besuche ich die Stadtverwaltung, um zum Beispiel in einem Vortrag für Ihre Verantwortlichen die aktuelle KI- und Mobilitätsrevolution genauer darzustellen.

Die Aufgabe der Presse sehe ich darin, die Bevölkerung über diese Trends zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Ertel

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Prof. Dr. Wolfgang Ertel                 hs-weingarten.de/~ertel
Beauftragter für Nachhaltige Entwicklung
Institut für Künstliche Intelligenz      iki.hs-weingarten.de
Hochschule Ravensburg-Weingarten         Email: ertel@hs-weingarten.de
Postfach 3022, D-88216 Weingarten

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Grafikquellen  :

Einladen von Asbestzement-Dachwellplatten in Bigpack in einen Rollcontainer im Naturschutzgebiet Wulsenberg, Marsberg, NRW, Deutschland.

Quelle Eigenes Werk
Urheber Martin Lindner

Lizenz

Ich, der Urheber dieses Werkes, veröffentliche es unter der folgenden Lizenz:
w:de:Creative Commons
Namensnennung Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

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Asbest Lager

Source Own work (own photo)
Author Gunnar Ries Amphibol
Permission
(Reusing this file)
You must give the original author credit. If you use my pictures outside the wiki projects, please let me know.

Licensing

w:en:Creative Commons
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Bundestagswahl im Porträt

Erstellt von DL-Redaktion am 13. September 2017

Sozialaktivist setzt sich für Gerechtigkeit ein

 Der unabhängige Direktkandidat Stefan Weinert tritt ohne Rückendeckung einer Partei bei der Bundestagswahl an.

Die Direktkandidaten zur Bundestagswahl im Porträt

Heute: Stefan Weinert

Ravensburg sz Er war schon bei der ÖDP, der SPD und ein halbes Jahr lang auch bei den Linken. Allen hat er wieder den Rücken gekehrt. Nun tritt Stefan Weinert (65) als unabhängiger Direktkandidat für den Wahlkreis 294 an. Weil es ihm „um Gerechtigkeit“ und „echte Teilhabe für alle anstelle von sozialen Almosen“ geht.

Als Spaßkandidat versteht sich der „Idealist ohne Illusionen“, wie Weinert sich selbst bezeichnet, mitnichten: Er möchte durchaus von so vielen Parteiverdrossenen gewählt werden, die „die Nase voll von Politiker-Geschwafel haben“, dass er bei der Bundestagswahl „was Vorzeigbares vor dem Komma“ einfährt. Auch wenn ihm bewusst ist, dass er polarisiert: Er sei der Mann für all jene, die „einen durchgreifenden sozialen Aufbruch“ wollen, bekräftigt der gelernte Finanzbeamte und studierte Theologe, der zwölf Jahre lang im Landkreis Ravensburg Flüchtlinge betreut hat, ehe er 2013 in Frührente ging.

Untermalt mit einem selbst komponierten Song reißt der Vater zweier erwachsener Söhne unter anderem auf dem Videoportal YouTube seine fünf Top-Themen an: An erster Stelle geht es ihm um Transparenz. Statt „Milchglasscheibenpolitik“ zu betreiben und sich „ein tolles Leben in ihrer Parallelwelt zu machen“, sollten Politiker sich „um das Wohl der Wähler kümmern, die sie bevollmächtigt haben“, fordert der ehemalige Baptisten-Pastor. Auch Partizipation und „Dezentralisierung der Macht“ liegen ihm am Herzen – etwa mittels Ombudsmännern.

Ravensburg Obere Mang 2011.jpg

Diese kann sich Weinert auch auf lokaler Ebene vorstellen. Idealerweise würde ein solcher Posten mit jemandem wie Rolf Engler besetzt, der wisse, „was die tatsächlichen Sorgen der Leute sind“. Schließlich plädiert der Kandidat für die klare Trennung von Kirche und Staat, die Abschaffung von Studiengebühren sowie die Auflösung des Bamf (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Da die Würde des Menschen unantastbar sei, ist es für ihn „selbstverständlich, alle verfolgten Menschen aufzunehmen – ohne Obergrenze“. In diesem Zusammenhang spricht er von einem „Grundrecht auf Asyl“.

Quelle   :    schwäbische. de >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen   :

Stefan Weinert – Privat

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Ravensburg, Obere Mang (Gasthaus Räuberhöhle)

 

 

 

 

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Helmut Kohls linke Hand

Erstellt von DL-Redaktion am 13. September 2017

Nachruf auf Heiner Geißler

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von Jan Feddersen

Er war ein früher Wegbereiter von Schwarz-Grün und brachte seiner Partei die sogenannte Frauenfrage näher. Heiner Geißler machte die CDU moderner.

Bei seinem Ausscheiden aus dem Bundestag vor 15 Jahren war er in seiner Partei schon ein Fossil. Keiner, auf den es ernsthaft noch ankam – nicht für die Tektonik der Macht, für die Vibrationen um parlamentarische oder parteiinterne Konstellationen. Heiner Geißler hatte das alles hinter sich, er war allein als Name wichtig – aber was für ein großer.

Linken und Grünen wurde er mit zunehmendem Alter lieb. Er engagierte sich ab 2007 für die globalisierungskritische Organisation Attac und bekam Applaus von der linken Opposition; etwa dafür, dass es eine Lüge sei zu behaupten, es gebe nicht genug Mittel zur Armutsbekämpfung. Im Gegenteil: „Es gibt auf der Erde Geld wie Dreck. Es haben nur die falschen Leute.“ Für ihn stand fest: „Das ist der Skandal: dass die Politik sich nicht gegen das Diktat der Finanzmärkte durchsetzen kann.“

Ähnlich konnte man ihn auch 2005 vernehmen, als Geißler im Panter-Preis-Kuratorium der taz mitwirkte und sich besonders für die Auszeichnung zweier junger muslimischer Männer verwandte, die im Berliner Brennpunktbezirk Neukölln eine Aktion für das Selbstbestimmungsrecht muslimischer Frauen lanciert hatten. Ein ausgesprochen freundlicher, fast einschüchternd kraftgeladener Mann.

Das machte seine Beliebtheit bei Jüngeren aus: wie er sich empören konnte. Das Publikum durfte den Eindruck gewinnen: Das ist ein Politiker, der mit den Jahren gewiss an Milde gewinnt, aber das Zornige, das Energische, das Intervenierende nicht lässt. Heiner Geißler, der wichtigste Mann beim Prozess der Modernisierung der CDU seit Mitte der sechziger bis Ende der achtziger Jahre, war ein körperlich extrem fitter Mann, dessen Bewegungen selbst beim Immer-älter-Werden irgendwie noch juveniler wirkten als so viele der Nachwuchskräfte, die sich aktuell in Stellung bringen.

Über Kriegsdienstverweigerung promoviert

Heinrichjosef Georg Geißler wurde 1930 im schwäbischen Oberndorf am Neckar geboren. Schon als Kind lernte er zu klettern und bergzusteigen. Nach dem Krieg besuchte er ein Jesuitenkolleg im Schwarzwald. Er trat dem Orden bei, verließ ihn jedoch vier Jahre später wieder. Er studierte stattdessen Philosophie und später Jura, promovierte über Kriegsdienstverweigerung.

Geißler, das war auch die körperliche Lust am Politischen. Davon abgesehen, dass ihm diese Position, im Licht der TV-Kameras zu stehen, auch eitel gefallen haben dürfte: Dieser frühere Generalsekretär der CDU, Vater dreier Kinder, war einer der meistgebuchten TV-Gäste bei TV-Talkshows, gerade wenn sie um Allerweltsthemen sich drehten.

Heiner Geißler war freilich für alle, die links der CDU standen, meist ein Ärgernis, ein, wie es seitens der SPD und der Grünen hieß, „Hetzer“ und „Demagoge“. So sagte er, Nationalsozia­listen seien ja auch Sozialisten gewesen, was die Sozialdemokraten zutiefst beleidigte. Aber er hatte ja recht, der Provokateur: NS-Deutschland hatte erfolgreich die Wünsche der arbeitenden Klassen absorbiert.

Schon im Sommer 1983 antwortete er im Bundestag auf ein Spiegel-Interview der Grünen Joschka Fischer und Otto Schily auf giftig-raffinierte Art: „Herr Fischer, ich mache Sie als Antwort auf das, was Sie dort gesagt haben, auf Folgendes aufmerksam: Der Pazifismus der dreißiger Jahre, der sich in seiner gesinnungsethischen Begründung nur wenig von dem heutigen unterscheidet [. . .] hat Auschwitz erst möglich gemacht.“

Und das rotgrüne Milieu im Bunde mit Liberalen wie Hildegard Hamm-Brücher reagierte wütend: Wie konnte er den Kritisierten auch nur spurenweise attestieren, im Pazifismus eines Carl von Ossietzky etwa das Gesinnungsfutter für den Holocaust zu entdecken? Später, Wohlmeinende sagten, zu spät, präzisierte Geißler, er habe mit seiner Sottise Großbritannien und Frankreich gemeint, die viel zu friedlich auf die Aufrüstungs- und Okkupationspolitik vom NS-Deutschland reagiert hätten.

Indirekte Liebesbekundung an die Grünen

Quelle   :   TAZ >>>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Heiner Geißler in der WDR-Sendung „Maischberger“ am 14.6.2017

 

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Die neuen Politiker

Erstellt von DL-Redaktion am 12. September 2017

Politik 2.0 – Diät statt Diäten und „frei von Partei“ !


Der unabhängige Direktkandidat Stefan Weinert tritt ohne Rückendeckung einer Partei bei der Bundestagswahl an.

 

Von (c) Stefan Weinert, Sozialaktivist

Es ist megagrotesk: Während in Ländern Afrikas und Asiens, aber auch Europas und Amerikas, Menschen zwölf Stunden oder mehr auf der Suche nach etwas Essbarem sind, um den nächsten Tag noch erleben zu können, kämpfen in den selben Ländern Männlein und vor allem Weiblein täglich und stündlich mit Joggen, Krafttraining, Fitnessstudio, Ernährungsumstellung, FDH und Mittel wie Almased darum, ein paar Gramm an Fett und Körpergewicht zu verlieren, um begehrenswert zu sein. Die Werbung für all‘ das verschlingt Milliarden.

Politisch gesehen ist das wohl ähnlich. Hier geht es aber nicht in erster Linie um das Körpergewicht, sondern eher um die „Machtfülle“, um die materiellen und immateriellen Zuwendungen, die Politiker erhalten, während viele aus dem Fußvolk täglich mit einem Zehntel (1/10), mit einem Zwanzigstel (1/20) oder gar nur mit drei leeren Pfandflaschen klarkommen müssen. Von Macht, die das Fußvolk hat, ganz zu schweigen. Die nämlich geht gegen „Null“ (0) und beschränkt sich auf die 30 Sekunden in der Wahlkabine. Was dann folgt, bezeichne ich als das „politische Vakuum“, das den Bürger ganze vier lange Jahre umgibt und in dem es immer schwerer wird, human überleben zu können. Das Volk befindet sich im  Orbit und kreist um die Politiker – es sollte umgekehrt sein, denn der Politiker ist für den Bürger da, und nicht der Bürger für den Politiker. Aber, wir leben in dieser verdrehten (= perversen) Welt, das ist Fakt und Ralität. Die „politische Fettverbrennung“, beginnend sechs (6) Wochen vor der Wahl, ist da nichts mehr als ein billiges Feigenblatt, denn auch da tun die Politiker nichts für „dich und mich“, sondern werben narzisstisch für sich.

Was wir brauchen, ist eine neue Generation von Politikern – Politik 2.0 !! Diese neue Generation jedoch hat nichts mit dem Alter zu tun, so eben wie in unseren Familien und der Gesellschaft allgemein, sondern mit dem Charakter, den Visionen, der Empathie, Bereitschaft, Macht zu teilen (teilen = 50:50), frei von Korrumpierung, frei von Lobbyismus und vor allem „frei von Parteiräson“. Dies alles ist in dem von mir propagierten und erfundenen (?) „Palmased“ (noch mal zum Mitschreiben: Almased für Politiker) enthalten.

Zugegeben ist das ein langer und vor allem sehr schmerzhafter Weg — für den Politiker jedenfalls.  Das fängt  bei den sogenannten „Diäten“ an (von Mittellateinisch „dieta“ = Tageslohn).  In Deutschland gibt es Diäten seit 1906. Zuvor war die Mitgliedschaft im Parlament ehrenamtlich und die Abgeordneten des Reichstags durften auch keine Bezahlung für diese Tätigkeit erhalten. Wie gesagt, war das bis 1906 so. Man/frau stelle sich vor, wir würden (in diesem Fall ganz richtig) das Politikerleben 111 Jahre zurückdrehen. Wenn der Politiker und die Politik überhaupt bereit wären, die Macht mit dem Volk wirklich zu teilen und sie zu dezentralisieren, wäre die ehrenamtliche Tätigkeit für einen Politiker neben einem bürgerlichen Beruf kein Problem. Also: Die Diäten der Politiker müssen auf Diät gesetzt werden. Da hilft Palmased, leider bis jetzt nur von wenigen mit Erfolg getestet.

So können wir all‘ die anderen Dinge, die Palmased enthält, durchgehen:
Charakter, = ist ursprünglich der Stempel im Fleisch, der zeigt, zu wem der Mensch (röm. Reich = Sklave; Cowboys: Rind) gehört
Visionen, = realistisch weitsichtig, Vordenker, agieren statt immer nur reagieren, Initiative ergreifen
Empathie, = sich in den anderen, vor allem den Leidenden, hineinfühlen können, seine Rolle und Perspektive  einnehmen
Bereitschaft, Macht zu teilen (teilen = mindestens 50:50), = Dezentralisierung, Delegieren können, loslassen können
frei von Korrumpierung, = bei den eigenen ethischen und moralischen Maßstäben und Prinzipien bleiben, egal ob Stimmenverlust
frei von Lobbyismus = nicht die Interessen der Konzerne und des Kapitals, sondern die (und nur allein die) der Wähler vertreten
frei von Parteiräson = keine Parteizugehörigkeit, sondern Teil des Volkes  bleiben = Ende der seelenlosen Parteien

Vor jeder echten und tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderung stand immer eine Utopie oder Vision, die zwar vom Volk erst als Unfug und Verrücktheit abgetan, später aber als Errungenschaft der Menschheit beklatscht wurde. Siehe Karl Benz und viele, viele andere. Wir brauchen aber nicht nur wirtschaftliche, städtebauliche und logistische Utopien und Visionen, sondern auch die im sozialen Bereich (Gandhi, Martin Luther King, Mandela, Willy Brandt).

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Grafikquelle    :   privat

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Die soziale Apartheid

Erstellt von DL-Redaktion am 10. September 2017

APARTHEID IN BRD und DEUTSCHLAND

Von Stefan Weinert, Sozialaktivist und Theologe – Ravensburg

Durch die extrem hohe Ungleichverteilung von Vermögen, ist eine Parallelgesellschaft entstanden, die sich ALLES !! leisten und kaufen kann und dazu den Hals nicht voll genug bekommt,    während auf der anderen Seite viele Haushalte eine Woche vor Monatsende mit ihrem Budget am Ende sind. Die Einen – und dazu gehören nicht nur die Bosse der Konzerne und andere  Millionäre, sondern auch „unsere“ Abgeordneten in Berlin – schlemmen täglich Kaviar vom Don und Champagner aus Frankreich, die anderen  können sich vielleicht (?) einmal im Monat ein Stück Schweinfleisch vom PENNY leisten. Dazwischen leben die (also die meisten der Leser), die zwar relativ gesehen nicht reich sind, denen es wirtschaftlich aber gut geht (die also satt sind und deswegen nicht aufmucken, Brot und Spiele lassen grüßen).

Von der Politik wurde und wird dieses Ungleichgewicht  seit dem Wirtschaftwunder unter Ludwig Erhard gefördert, bzw. wird nicht wirklich da gegengesteuert: Steigende Sozialabgaben, Absenkung des Rentenniveaus, Hartz 4, keine Vermögenssteuer (Das Vermögenssteuergesetz ist immer noch gültig. Es wird nur seit dem Urteil des BVerfG von 1995 nicht mehr angewendet). Schon vor 45 jahren hieß es „Ihr da oben – wir da unten“ (Wallraff/Engelmann) und es wird immer schlimmer. Seit 60 Jahren ist die BRD, ist Deutschland auf „wirtschaftliches Wachstum“ getrimmt und unauslöschlich mit „kapitalstischen“ Genen ausgestattet. Daran wird auch die LINKE und schon gar nicht die SPD etwas ändern können und wollen, denn Geld regiert die Welt, also auch Deutschland, also auch die deutschen Parteien. Sie alle machen letztlich Politik für’s Ego – schwarz, rot, dunkelrot, grün, gelb und blau angestrichen.

Eigentlich müsste der Deutsche Bundestag beschließen, dass der Absatz 2 des Artikels 14 GG ersatzlos gestrichen wird, denn dort heißt es schwarz auf weiß: „EIGENTUM VERPFLICHTET:“ Der Verfasser dieser Zeilen denkt ernsthaft darüber nach, angesichts dieser Situation, die AAPD (Anti Apartheid Partei Deutschland) zu gründen, und mit ihr spätestens bei der Bundestagswahl  2021 anzutreten. Denn es gibt in Deutschland nicht nur die Soziale, sondern auch die „ethisch-religiöse“ Apartheid.

Die ethisch-religiöse Apartheid

Sie gab es in der BRD und Deutschland schon immer (NPD, Republikaner) – nur hat sie sich mehr oder weniger im Verborgenen gehalten und erst in den vergangenen Jahren in Massen (PEGIDA) und offiziell „anerkannt“ und organisiert als Partei AfD angesichts des von ihnen  proklamierten „Flüchtlings-Tsunami“ geoutet. In den Köpfen aber war dieser Apartheidsgedanke immer schon vorhanden gewesen – ja, er war nach 1933 bis 45 nie verschwunden gewesen, dieses „Arier-Gen“, weil die braune Vergangenheit Deutschlands von Beginn an nicht nur geleugnet und verdrängt, sondern regelrecht de-realisiert (dauerhafte abnorme oder verfremdete Wahrnehmung der Umwelt) wurde und wird, was eigentlich schon pathologisch ist. Und es ist ja auch so: ein Wahnsinniger hat Deutschland in den Wahnsinn getrieben. Echte und tiefe Aufarbeitung (Psychotherapie für ein ganzes Volk) sieht anders aus. Damals waren es die Juden, die Sinti und Roma und Kommunisten; heute sind es die „Sozialschmarotzer“, die Flüchtlinge, die Muslime und auch schon wieder die Schwulen und Lesben, die Grünen, die SPD und irgendwann dann werden es auch wieder offen die Juden sein. Der „wahre Deutsche“ kann eben Andersseiende und fremdes Volk (= ethnos)  neben sich nicht dulden, es sei denn, sie assimilieren sich und geben ihre Identität gänzlich auf.

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FREIHEIT UND GLEICHHEIT FÜR DIE ROHINGYA

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Grafikquellen  :

Boykott des jüdischen Kaufhaus „Wertheim“ in Berlin, 1933

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ROHINGYA: Hashimiah Orphans Madrasah at Pasar borong Selayang. Pic Firdaus Latif
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Author Firdaus Latif

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Stefan Weinert — privat

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„Flüchtlingshysterie“

Erstellt von DL-Redaktion am 8. September 2017

Deutschland zwischen „Das Boot ist nie voll“ und „Flüchtlingshysterie“

Flykninger til Lampedusa.jpg

Die große Angst vor dem Verlust der deutschen Werte

Welche da wäre: Schützenfeste, Krieger vereine, Oktoberfest, Ballermann und der  Karibik. Verantwortung für lebende Menschen? Deutsche Politiker bevorzugen Denkmale für die Toten, in derer Glanz sie sich Sonnen können. Kann Vergangenheit so schnell in Vergessenheit geraten? DL / / IE

Von Stefan Weinert, Theologe und  Sozialaktivist

Manchmal – nein eigentlich immer – ist es gut, sich zu erinnern, wie es vor ein paar Jahren zuging in Deutschland, und wer was oder auch nicht gesagt und gemeint hatte. Folgenden Aufsatz (bisher unveröffentlicht) schrieb ich im Oktober 2015, also inmitten der Ströme von hilfesuchenden Menschen vom Balkan, Nahost, Afghanistan, Nord- Ost-  und Westafrika.  

Noch vor wenigen Wochen hieß es aus dem Munde eines führenden SPD-Politikers, dass Deutschland jedes Jahr ohne weiteres eine halbe Million flüchtender Menschen aufnehmen könne. Die Grünen bestanden darauf, dass es für die Anzahl von Asylsuchenden in der BRD keine Begrenzungen gibt. Die Bundeskanzlerin hat in Richtung Osten signalisiert: „Ihr seid bei uns willkommen.“ Das Wort „Willkommenskultur“ war in aller Munde. Gleichzeitig trieben und treiben tatsächliche und geistige Brandstifter ihr Unwesen und hetzten entweder glatzköpfig in Kampfstiefeln oder im Schafspelz von Pegida und AfD gegen die Fremden vom Balkan, aus Syrien, Eritreer und Westafrika. Das war von ihnen auch nicht anders zu erwarten. Dass aber der christlichste aller christlichen Politiker, Herr Seehofer aus Bayern, schon vor drei Monaten von einem „massenhaften Asylmissbrauch“ sprach und gegen Frau Merkel wettert und gewisse christliche Freikirchen und Kreise in der derzeitigen Flüchtlingswelle die apokalyptische „Invasion des Bösen“ und „Perversion des Asylrechts“ sehen, schlägt doch „dem Boot) den Boden aus“.

Mit Erschrecken ist festzustellen, dass nun – angesichts des nicht abebbenden Flüchtlingsstromes – einige bisher standfeste Politiker weiche Knie bekommen und im wahrsten Sinne des Wortes einknicken. Auf einmal sehen sie das deutsche Boot als voll und Herr De Maiziere spielt mit seinen deplatzierten Äußerungen zum Thema „Unzufriedenheit und versuchten Selbstbestimmung einiger Flüchtlinge“ den Nazis und dem Kleinbürger- und Kleinchristentum in die Karten. Zur Erinnerung: Deutschland hat 80,62 Millionen Einwohner (Stand 2013). Die Zahl ist durch die Einwanderungen der letzten beiden Jahre schätzungsweise um 1,5 Millionen auf dann cirka 82 Millionen gestiegen. Bei einer Gesamtfläche von 357.000 qkm hat Deutschland eine Einwohnerdichte von 226 Menschen pro qkm und liegt damit auf Platz 18 des Länderrankings. Im Vergleich: In Singapur sind es 7.987 (!), in den Niederlanden 406, in Österreich 98 Menschen. Die Arbeitslosenquote liegt in Deutschland (April 2015) bei 4,7 Prozent (Österreich: 5,8; Italien 12; Griechenland 25, Singapur: 2). Das Bruttoinlandsprodukt beträgt in der BRD 2.915.65 Billionen Euro (Österreich: 329,3 Milliarden; Italien: 1.616.25 Billionen Euro; Singapur: 297,9 US$).

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Flüchtlinge Balkanroute

Nein, das deutsche (und auch das europäische) Boot ist längst nicht voll – es sei denn, man will den genügenden Platz (wie einst bei den Rettungsbooten der Titanic) für sich, die Elite alleine, obwohl