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Archiv für die 'Einfach lecker – günstig' Kategorie

Tafeln droht die Überlastung

Erstellt von DL-Redaktion am 29. September 2016

Die Zahl der Bedürftigen wächst derzeit schneller
als die Lebensmittelspenden. Der Tafelchef
fordert deshalb größere Anstrengungen
von der Bundesregierung

Datei:Matthias Gruenewald-Coburger Tafel-Abendmahl.jpg

Die Tafeln fangen einen Teil jener auf, die durch das weitmaschiger werdende soziale Netz fallen. Oder wie es das Kritische Aktionsbündnis »Armgespeist« ausdrückt: »Tafeln sind ein Symptom dafür, dass die sozialstaatlichen Leistungen den Bürgerinnen und Bürgern kein soziokulturelles Existenzminimum mehr sichern.« Deutlichstes Indiz dafür ist der wachsende Andrang von Menschen, die auf die Lebensmittelspenden angewiesen sind. Derzeit wächst die Zahl der Tafelnutzer schneller als die Menge der gespendeten Lebensmittel. »Trotz angestiegener Spendenmenge bekommt jeder Einzelne im Durchschnitt etwas weniger Lebensmittel«, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Tafel, Jochen Brühl, am Dienstag in Berlin und stellte klar: Tafeln könnten keine Vollversorgung garantieren, »sondern nur Armutslinderung«.

Fast 1,8 Millionen Menschen besuchen regelmäßig einen der bundesweit 2100 Tafelläden und Ausgabestellen. Im Vergleich zu 2014 sei die Zahl der Tafelkunden um 18 Prozent gestiegen, so Brühl. Wie stark die Zahl der Bedürftigen zugenommen hat, zeigt auch der Langzeitvergleich: Im Jahre 2005 zählten die Tafeln noch 500 000 regelmäßige Besucher. Die in jenem Jahr lancierten Hartz-IV-Reformen haben zu einem Run auf die Tafeln geführt.

Die Menschen, die die Ausgabestellen aufsuchen, sind vor allem eines: arm. Hartz-IV-Bezieher, Niedriglöhner, Migranten, Rentner, kinderreiche Familien und neuerdings auch Geflüchtete. Rund 280 000 Flüchtlinge werden derzeit von den Tafeln mitversorgt.

Nicht immer lief das in der Vergangenheit problemlos. Wegen kultureller Unterschiede und Sprachproblemen habe es manchmal Anlaufschwierigkeiten gegeben, so Brühl. Syrische Männer etwa hätten Probleme damit gehabt, Hilfe von Frauen anzunehmen. Zudem seien bestimmte Lebensmittel für einige Gruppen ungeeignet. So verbieten die islamischen Speisevorschriften den Konsum von Schweinefleisch.

Auch hätten viele Tafeln ihren neuen Kunden deutlich machen müssen, dass Tafeln keine staatlichen Einrichtungen seien und sie deshalb auch keinen Anspruch auf Lebensmittel hätten. Tatsächlich finanzieren sich die Tafeln von »privaten und privatwirtschaftlichen Spenden«, wie es beim Bundesverband heißt. Das Prinzip dahinter ist einfach: Die größtenteils ehrenamtlichen Helfer holen Lebensmittel, die in den Supermärkten oder Restaurants nicht mehr verkauft werden können, mit ebenfalls gespendeten Fahrzeugen ab und bringen diese zu den Ausgabestellen. Dort werden sie kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag verteilt. Etwa 40 Prozent der Tafeln werden von eingetragenen Vereinen betrieben, der Rest sind Projekte in Trägerschaft gemeinnütziger Organisationen wie Caritas, Arbeiterwohlfahrt oder Volkssolidarität.

Quelle: ND >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Titel Coburger Tafel

Künstler :

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 12. Dezember 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

Einfach, ganz einfach !

Letztens ist leider eine Nachbarin von uns verstorben, der Witwer der nicht kochen kann, hat die Küchenschränke ausgeräumt und die Kochzutaten verschenkt. Dabei war es erschreckend auffällig, das jede Menge „Fix-Produkte“ dabei waren. Suppen, Saucen, Aufläufe, alles aus der Tüte. Dabei sollte man sich einmal die Zeit nehmen und sich vor dem Kauf einmal die Zutatenliste auf der Rückseite eines jeden Beutels durchlesen.

Aufläufe!

Zunächst einmal gebe ich Euch das Rezept für die Eiermilch, die für jeden Auflauf verwendet werden kann, danach ein Rezept für einen unserer Lieblingsaufläufe.

¼ l Milch
3-4 Eier

Das war es, (ganz ohne unerwünschte Zutaten) diese Eiermilch können Sie nun ganz persönlich abschmecken, Creme fraiche, Schmand, Sahne oder Schmelzkäse. Salz, Pfeffer, Kräuter, Knoblauch, und, und, und, oder, oder, oder. Der Phantasie oder dem Geschmack sind keine Grenzen gesetzt.

Das was Sie überbacken wollen klein machen und kurz blanchieren ( max.1min im kochendem Wasser) Fehlt nur noch der Käse, Zwischen 50 und 70 Gramm.

Nudel-Schinken-Porree Auflauf!

125g Nudeln
500g Porree
125g gek. Schinken
(eine dicke Scheibe)
125g Käse, (Gouda, Gruyere,
Emmentaler)

Die Nudeln bissfest kochen, 1min. vor Ende der Kochzeit, den in feine Ringe geschnittenen Porree beigeben. Alles zusammen in einen Durchschlag schütten und unter Rühren gut abtropfen lassen.

Eine Auflaufform mit Butter oder Margarine ausstreichen und mit Semmelbrösel ausstreuen. Die Nudel-Porree hineingeben, den Schinken in Würfel geschnitten darauf das ganze mit der Eiermilch (siehe oben) übergießen und den Käse, grob geraspelt, darüber streuen.

Den Auflauf bei 225Grad ( Gas 4. Umluft 200) auf der 2.Einschubleiste von unten 30-45min. backen. Salat dazu und fertig iss.

Guten Hunger!

Detlef Stapel

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Fotoquelle:

Wikipedia – Oben: Urheber Suvi Korhonen –/– CC BY 2.5

Unten: RezepteWiki-Import –/– CC BY-SA 3.0

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 28. November 2015

Back to the Roots

Einfach lecker – schnell und günstig

Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Während uns diese Frage auch noch die nächsten Jahrhunderte beschäftigen wird, bleibt uns die Möglichkeit, sowohl vom Ei als auch vom Huhn schmackhafte Gerichte zuzubereiten.

Deshalb heute mal 2 Vorschläge für ein schmackhaftes Gericht das gut zum Abendbrot passt.

Rühreier mit Bückling

4 Eier
Salz, Pfeffer,
2 El. Milch
20g Butter
1 Bückling
Schnittlauch

Die Eier mit Salz, Pfeffer und Milch verquirlen. Die Butter in einer Pfanne zerlassen, die Eimasse hineingießen und mit dem in kleine Stücke halbem zerteiltem Bückling ( enthäutet und entgrätet) unter vorsichtigem Rühren stocken lassen. Das Rührei sofort auf einer gewärmten Platte auftragen und mit Schnittlauch bestreuen.

Die Zutaten gelten für zwei Portionen.

Rührei mit Käse

4 Eier
Salz, Pfeffer
2 El Milch
20g Butter
50g geriebener Hartkäse

Die Eier salzen und pfeffern, mit der Milch verquirlen und in die zerlassene Butter geben. Nach 2min. den geriebenen Hartkäse locker darunter mischen und sofort auf einer warmen Platte auftragen.

Dieses Gericht lebt von der Auswahl des „Käses“ da für 2 Portionen nur 50g gebraucht werden, geht doch auch mal neue Wege, es muss nicht immer Parmesan sein, lasst Euch doch mal an der Frischkäsetheke beraten. Die Auswahl im Bereich Käse ist enorm.

Nun wünsche ich Euch allen einen guten Appetit

Detlef Stapel

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Fotoquellen  Wikipedia –

Oben: Eier – Autor: Tagaru –7–CC BY-SA 3.0

Mitte: Rührei – Autor: Viola Niksa –/– CC. BY  3.0

Mitte: Ecolution – Uploaded by Faebot –/– CC BY 2.0

Unten:Rührei mit Käse – Andreas Kaiser, Neu-Ulm Pfuhl, Germany (Quelle) — / — CC BY 3.0

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 20. November 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

Eins hab ich noch!

‚Wer hat das „echte“ Stew ausprobiert? Ich weiß dass „Hammelfleisch“ nicht jedermanns Sache ist, aber ehrlich mal, wenn man es nicht wenigstens einmal ausprobiert hat, weiß man gar nicht was einem für ein tolles Geschmackserlebnis entgeht.

Ich habe noch ein Gericht für Euch bei dem „Hammelfleisch“ verwendet werden kann, alternativ aber auch durchaus  „Schweinefleisch“ (Nacken).

Doch eins könnt Ihr mir glauben, mit „Hammel“ gibt es den wesentlich besseren Geschmack.

Der Vorteil bei dem folgenden Gericht, als auch bei dem „Stew“ der letzten Woche, vorbereiten, in den Ofen schieben und gut iss.

Hammelfleisch mit grünen Bohnen!

600g Hammelfleisch
(vom Nacken, oder Schwein)
100g Speck
50g Schmalz oder Öl
Salz, Pfeffer, 1-2 Knoblauchzehen
600g grüne Bohnen
600g Kartoffeln
1Tl Bohnenkraut

Das Fleisch in 2-3cm große Stücke schneiden. Den Speck in kleine Würfel schneiden und in einem gut schließenden Topf im erhitzten Fett, leicht anrösten. Die Fleischwürfel darin kräftig anbraten. Mit Salz, Pfeffer, und dem Knoblauch würzen.
Die geputzten, entfädelten, oder tiefgekühlten (natürlich aufgetaut) Bohnen in kleine Stücke geschnitten, die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln, lagenweise über das angebratene Fleisch schichten, dabei jede Schicht salzen und die Bohnen zusätzlich mit Bohnenkraut bestreuen.

Mit einem ½ l kochendem Wasser aufgießen, den Topf gut verschließen und in dem vorgeheizten Backofen bei 160°, 75-90 min dünsten.

Direkt aus dem Topf, auf den Teller, einmal bewusst genossen, werdet Ihr dieses schmackhafte Gericht, nicht nur einmal auf Eurem Speiseplan haben.

Guten Hunger!

Detlef Stapel.

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Fotoquelle.

Oben: Kochwiki: Aufnahme von Andreas Wolter (Benutzer:Woltera),  Münster –/– — CC BY-SA 3.0

Unten: RezepteWiki-Import –/– CC BY-SA 3.0

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 14. November 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

‚„Verdammt lang her“ das ich einst einmal in Irland gewesen bin, ein Freund von mir lud mich ein, mit einem Hausboot den „Shannon“ ( längster Fluss Irlands) rauf zu fahren, los ging es in „Killaloe“ bis rauf zum „Lough Key“

Atemberaubende Landschaften, mystische Bauwerke und „Natur pur“ die man sogar auf der Zunge schmecken kann, dazu noch sehr, sehr freundliche Menschen denen man überall begegnet ist, wenn wir vom Boot aus mit Rädern die verschiedensten kleinen Ortschaften erkundet haben.

Unvergessen auch die traditionelle irische Küche die sehr robust, aber überaus lecker schmeckt. Für mich sehr auffällig war, das „Stew“ welches ich öfter gegessen habe schmeckte überall, bis auf wenige Nuancen immer gleich. Einfach toll!

Dieses echte „Irish Stew“ welches ich selber immer wieder auf meinem Speiseplan habe, möchte ich Euch näher bringen.

„Irish Stew“

1kg Hammelfleisch (Schulter)
beim Metzger vorbestellen

1kg Kartoffeln

6 große Zwiebeln

1l Fleischbrühe

Salz, Pfeffer, 2 El Petersilie

Das gewaschene Hammelfleisch vom Fett befreien und in 2-3cm große Stücke schneiden. Die Kartoffeln schälen und in Scheiben, die Zwiebeln in Ringe schneiden.

In einem großen, gut verschließbaren Topf zunächst je eine Lage Kartoffelscheiben, Fleischwürfel und Zwiebel schichten bis alle Zutaten aufgebraucht sind, die oberste Lage sollte allerdings aus Kartoffeln bestehen. Die Fleischbrühe kräftig mit Salz und Pfeffer und die Zutaten damit gerade bedecken. Den Topf gut verschließen und das Stew in dem auf 120° erhitzten Backofen 2-3 Stunden gar schmoren. Kurz vor dem Auftragen die gehackte Petersilie darüber streuen.

Guten Hunger!

D.S.

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Fotoquelle: Wikipedia-

:Irish stew: Author Asmoo — / — Gemeinfrei

Paprika : Author Koshy Koshy from Faridabad, Haryana, India — / —CC BY 2.0

Petersilie: Author No machine-readable author provided. Ranveig assumed (based on copyright claims).

Gemeinfrei

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 6. November 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

Wenn wir dieser Tage über den „Markt“ gehen, fällt es auf, dass es ein sehr reichhaltiges Angebot an Gemüsen gibt.

Selbst die Discounter bieten günstig die mannigfachsten Sorten an, eines meiner liebsten Gemüsesorten ist eine Eierfrucht, nämlich die „ Aubergine „ am liebsten gefüllt, und an diesem leckeren Rezept möchte ich Euch teilhaben lassen.

Gefüllte Auberginen

2 mittelgroße Auberginen

250g Lammfleisch oder Schweinefleisch

2 Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Thymian, Knoblauchgranulat,

4 El Olivenöl, 2El Semmelbrösel, 2El Parmesan

Die gewaschenen Auberginen der Länge nach halbieren, mit Salz bestreuen und eine halbe Stunde stehen lassen. Danach den Saft abgießen und die Auberginen vorsichtig, ohne die Schale zu verletzen, aushöhlen. Das Auberginenfleisch fein hacken, mit dem gehacktem Fleisch, und den  gehackten Zwiebeln vermischen, mit Salz, Pfeffer, 1Tl Thymian, und einem 1/2Tl Knoblauchgranulat würzen. Die Masse in die Auberginenhälften füllen.

Das Olivenöl in eine flache feuerfeste Form gießen, die Auberginenhälften darauflegen, mit den Bröseln und dem geriebenen Parmesan bestreuen und bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen dünsten, ca. 20 min.

Lasst es Euch schmecken,

am besten passt ein Salat dazu.

Detlef Stapel

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber – CTHOE — / — CC BY-SA 3.0 beide Fotos

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 30. Oktober 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Für die Industrie beginnt das Fest der Liebe anscheinend jedes Jahr früher, überall sind Spekulatius, Zimtsterne und, und, und, schon seit Wochen zu finden.

Auch wenn es mir nicht passt, so kann ich dem doch etwas positives abgewinnen, es gibt nämlich auch „Glühwein“ und dazu habe ich ein tolles Rezept, das ich Euch ans Herz legen möchte.

„Ein ganz besonderer Braten“

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2Kg Nackenbraten ( Schwein ) ohne Knochen

1 Flasche Glühwein

Sauerbratengewürz

Wurzelgemüse, Zwiebeln

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Die Hälfte des Sauerbratengewürzes leicht anmörsern und mit einem halben Liter Wasser aufkochen, noch heiß über das Fleisch gießen und mit Glühwein auffüllen. 3 bis 4 Tage abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

Trocken machen, salzen und pfeffern und am besten in Butterschmalz von allen Seiten scharf anbraten, rausnehmen und im Fett eine Zwiebel und 100 g Wurzelgemüse anschwitzen, etwas Tomatenmark und etwas Mehl zugeben, dann mit der Glühweinbeize aufgießen, das Fleisch zugeben und im Ofen 90 Minuten bei 200 Grad schmoren lassen. Zwischendurch kontrollieren ob Flüssigkeit zugegeben werden muss.

Die Soße durch ein Sieb geben, eventuell noch etwas andicken, fertig!

Was Ihr dabei essen wollt, solltet Ihr selber wissen, am besten was Euch persönlich schmeckt, oder was man gemeinhin zu einem Sauerbraten essen würde.

Guten Hunger!

Detlef Stapel

P.S. Glühwein gibt es auch für Kinder !!

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Fotoquelle: Wikipedie .

Nackenbraten : – Author Rainer Zenz — / —  CC BY-SA 3.0

 

Zwiebeln :  — / — CC Attribution NonCommercial Unported 3.0

Glühwein : Urheber Loyna — / — CC BY-SA 2.5

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 16. Oktober 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

Vor geraumer Zeit, habe ich mal einen Trip durch Italien gemacht und bin unter anderem auch in „Triest“ gelandet, eine äußerst faszinierende Stadt mit dem typischen südländischen Flair, und sehr gastfreundlichen Menschen.

Einkehr hielt ich unter anderem im „San Marco“ das seit 1914 besteht und wie ein Wiener „Kaffeehaus“ anmutet. Zu finden übrigens in der „Via Cesare Battisti“ falls Ihr mal dort hinkommt, auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

Als erstes aufgefallen ist mir ein sehr guter und aromatischer „Kaffee“ der selbst in ganz Italien seinesgleichen sucht.

Auf Empfehlung habe ich dann einen“ Fleischtopf“ gegessen, der mir so gut gemundet hat, daß ich dieses Gericht bis heute immer wieder in meinem Speiseplan habe.

Fleischtopf Triest!

1kg Schweinefleisch(Nacken)

400g Zwiebeln

150g Fett (Öl, Schmalz)

1,5kg Tomaten

Salz, Pfeffer, 1Tl. Oregano,

1halber Tl.Kreuzkümmel

500g. Kartoffeln

Das gewaschene Fleisch in 2-3 cm. Große Würfel schneiden die Zwiebelstreifen und im erhitzten Fett hellgelb rösten. Das Fleisch darin rundherum anbraten- Die geschälten (kurz überbrühten) geviertelten Tomaten dazugeben und mit Salz, Pfeffer, den zerdrückten Knoblauchzehen dem Oregano und Kreuzkümmel würzen. Den Topf gut verschließen und vorgeheizten Backofen bei 140 Grad, 90Min. schmoren lassen.

Die geschälten in gröbere Würfel geschnittenen Kartoffeln zugeben und noch einmal 40-50 Min. kochen lassen, Fertig!

Über eine entsprechende Resonanz würde ich mich natürlich freuen.

Guten Hunger!

Detlef Stapel

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Fotoquellen : Wikipedia

Triester Fleischtopf: Urheber gran –  CC BY 3.0

Zwiebeln : Urheber L.Miguel Bugallo Sánchez (http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Lmbuga)

CC BY-SA 3.0

Tomaten : Author: Giancarlo Dessì CC BY-SA 3.0

Kartoffeln : Author FreudCC-BY-SA 4.0

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 9. Oktober 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

Wer kennt das nicht, es wird sich etwas in der Küche zubereitet, und anschließend sieht es aus wie Sau, das spülen hinterher dauert länger als die Zubereitung.

Hier gebe ich Euch, verbunden mit einem leckeren Rezept, ein paar Tipps wie es auch anders geht.

„Ein sauberes Omelett !“

2 Eier                         1 Scheibe gek. Schinken         1 Scheibe Schmelzkäse (Cheddar)

Die Eier aufschlagen und würzen, die Scheibe Schinken in kleine dünne Streifen schneiden und parat stellen, eine beschichtete Pfanne* aufheizen je nach Ofen 3-4 in der Zwischenzeit Spülwasser einlassen, wenn die Pfanne gut heiß ist, erst dann mit einem Pinsel etwas Öl in der Pfanne verstreichen, die Eimasse in die Pfanne geben, es soll leicht  zischen doch nicht zu sehr, sofort die Schinkenstreifen zugeben und auch die Scheibe Schmelzkäse zerkleinert darauf verteilen.

Bis das Omelett fertig ist, ca. 4-5 min. kann man in aller Ruhe die Kochutensilien abspülen und abtrocknen so wie die Küchenzeile abwischen.

Wenn auf dem Omelett nichts mehr flüssig ist, lässt man es aus der Pfanne auf einen Teller gleiten, nach der Hälfte klappt man es ein.

Die Pfanne braucht man nur mit einem Papiertuch auswischen, fertig.

Das Spülwasser reicht noch allemal für Teller, Besteck, Tasse oder was auch immer.

*Die meisten Menschen machen bei beschichteten Pfannen immer noch einen ganz gravierenden Fehler, sie spülen die Pfanne mit Spülmittel, eine beschichtete Pfanne wird nur ein einziges mal gespült, nach dem Kauf, sonst nie!

Entweder wischt man (wie oben) sie mit einem Papiertuch aus, oder aber wenn Rückstände bleiben, gibt man sofort nach dem entleeren der Pfanne wasser hinzu und nutzt die Restwärme der Platte um Rückstände zu lösen, anschließend nur mit heißem Wasser und Spülbürste auswaschen, das in der Pfanne selbst nur mit Holz oder Kunststoff hantiert werden darf, versteht sich hoffentlich von selbst.

Wenn Ihr immer so mit Eurer Pfanne verfahrt, werdet Ihr lange Freude an dem Teil haben, ich habe zum Beispiel 2 Pfannen die schon 15 Jahre alt sind, und da backt absolut nichts an.

Guten Hunger!

Über eine entsprechende Resonanz würde ich mich natürlich freuen.

Detlef Stapel

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Fotoquellen : Wikipedia

Omlett – Urheber Renee Comet (photographer) – Gemeinfrei

Eier –  Urheber HannahdownesCC-BY-SA 4.0

Scheibe gek. Schinken – Author Jocian –  CC BY-SA 3.0

Scheibe Cheddar Käse  – Gemeinfrei

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Der DL Küchenchef empfiehlt

Erstellt von Stapel am 2. Oktober 2015

Einfach lecker – schnell und günstig

Ich freue mich. Euch heute unseren neuen Mitarbeiter vorstellen zu dürfen, er heißt Detlef Stapel ist 59 Jahre alt und gelernter Koch, der sowohl in ganz Deutschland als auch im Ausland gekocht hat, viele Saisonstellen in den verschiedensten Urlaubsregionen,  er wird uns jede Woche am  Freitag mit einem neuen Rezept, und Tipps und Tricks rund um die Küche, bereichern.

In jedem Lebensmittelgeschäft, bei jedem Discounter, überall sind Sie zu finden, von „Ja“ bis „Dr. Oetker“ in den verschiedensten Preisklassen.

„Baguette“

Mit Champignons, Schinken, Salami usw. Viel Brot, wenig Belag, und geschmacklich, „Na ja“. Dabei kann man sich für kleines Geld seinen eigenen Belag, mit wenig Aufwand und individuell geschmackvoll, selber herstellen.

Hier nun mein Vorschlag für Euch.

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1 Bund Frühlingszwiebeln 0,45 €                                                        ½ Becher Creme fraiche 0,45 €

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200 g. geriebener Käse 1,25€ Basis                                     1/2 Glas getrocknete Tomaten in Öl 1,09 €

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Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden,, Tomaten in kleine Würfel, mit dem Käse und dem Creme fraiche so wie einem guten Schuss Olivenöl vermischen.

Frei nach Schnauze würzen, Salz, Pfeffer, pürierter Knoblauch, Chilli, oder was auch immer.

Diese Basismasse könnt Ihr nun mannigfaltig weiterverarbeiten, z.B. 200g Salami in kleinen Würfeln beigeben, oder Schinken, oder mit Cucuk (türkische Knoblauchwurst) mit Sardellen, oder mit Thunfisch, oder, oder, oder.

Ihr könnt die Basismasse auch aufteilen, und 2 oder 3 verschiedene Sorten vorbereiten, bei der gesamten Masse sollten 200g“ Extra „ zugegeben werden, bei Aufteilung entsprechend weniger.

Die Masse hält sich gut und gerne 1. Woche im Kühlschrank, wenn Ihr sauber gearbeitet habt, soll heißen, alles an Schnippelei sollte nur mit einmal – (Handschuhen) ausgeübt werden.

Der Schweiß der Hände ist nie gut bei Lebensmitteln, da Sie leicht umkippen können.

Das gebackene Baguette ( Discounter 0,35€ je 2 Stück ) einmal quer und einmal längs halbieren, gut mit der jeweiligen Masse belegen, und im vorgeheizten Backofen auf einem Gitter bei 175Grad zwischen 8 und 12 Minuten backen.

Am besten eignet sich dazu ein Mini – Backofen aus Energieersparnisgründen.

Guten Hunger!

Über eine entsprechende Resonanz würde ich mich natürlich freuen.

Detlef Stapel

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Fotoquellen : Wikipedia

Baguette:

Urheber Anwar2 / Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Frühlingszwiebeln: Author Donovan Govan. / This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Crème fraîche : Urheber cyclone bill Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Parmesan gerieben: Urheber Schwäbin / Diese Datei wird unter der Creative-Commons-Lizenz „CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright“ zur Verfügung gestellt.

Tomate: Urheber Jalogo / Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

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Gegen die Gentechnik

Erstellt von UP. am 6. Februar 2014

Der Kampf gegen die Gentechnik hat lange begonnen

foodwatch - die essensretterabgespeist - denn Etiketten lügen wie gedruckt
04.02.2014

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Grafikquelle   :   „Wir haben es satt!“-Demonstration in Berlin 2013. Ein Mensch im Hühnerkostüm

Demonstration 2013

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Die Currywurst

Erstellt von UP. am 30. Juni 2013

Berliner Mutter der Currywurst

Datei:Currywurst-1.jpg

Herta Charlotte Heuwer, geborene Pöppel (* 30. Juni 1913 in Königsberg; † 3. Juli 1999 in Berlin), war die Besitzerin einer Imbiss-Stube im Nachkriegsberlin.

Man nannte sie auch die ‚Berliner Mutter der Currywurst‘. Das allerdings ist nicht ganz korrekt. Es muss höchstens heissen: ‚Mutter der „Berliner“ Currywurst‘; denn die Currywurst, die es heute in tausendfacher Variation hinsichtlich der ursprünglich patentierten Sosse (Patentnummer 721319) gibt, wurde wohl fast nahezu zeitgleich an mehreren Orten erfunden. Keinesfalls jedoch auf dem Territorium der damaligen Ostzone, weil es dort an Curry mangelte; denn dort nahm man anstelle Curry den guten Senf aus Bautzen. Die Wurst dort war daher bestenfalls eine Senfwurst und in der Regel sehr fettig, weil sie zu 95 % aus Fett bestand. Schweinehälften wurden nämlich eher in das westliche Deutschland exportiert, nachdem man überflüssiges Fett abgeschnitten hatte.

Manche schreiben die Endeckung der Currywurst auch einer Lena Brückner zu, einer Hamburgerin, die eine Art Currywurst bereits 1947 am Hamburger Fischmarkt oder Grossneumarkt (als Filialbetrieb ?) angeboten haben soll. Die Hamburger Sosse allerdings ist heute noch bräunlich angesengt und man kann davon ausgehen, dass McDonald’s diese Sosse für den firmeneigenen McRib abgekupfert hat.

Nun zum Kern der Sache: Die Currywurst wurde allen Unkenrufen zum Trotz bereits 1946 erfunden – und zwar am 24. September. Nicht in Bochum oder gar Gelsenkirchen-Schalke, sondern in Hörde bei Dortmund.
Der Erfinder der Currywurst im westlichen Teil Deutschlands – eigentlich die Wiederentdeckung – war Anton Lewandoswki, der Urgrossvater des Verfassers, Sohn von Michael Lewandoswki, der das Rezept an seinem Sohn Anton weitergegeben hatte. Anton wurde in Christburg (in der Nähe von Marienburg) geboren. Und es ist davon auszugehen, dass sich das Rezept seit Jahrhunderten im Familienbesitz befand. Anlass für die Wiedererweckung des Rezeptes war die Geburt des Verfassers. Die Tomaten der Sosse stammten aus überlebenden Einmachgläser und das C-Pulver wurde selber gemischt. Die Sau, aus der Wurst gemacht wurde, stammte aus einer anteiligen Schwarzschlachtung.

Leider lässt sich das heute nicht mehr exakt recherchieren, aber es ist davon auszugehen, dass Herta Charlotte Heuwer und der UrurGrossvater Michael L. mutmasslich gemeinsame Vorfahren hatten. Damit wäre schlüssig nachvollzogen, dass die Currywurst auf jeden Fall in Ostpreussen erfunden wurde. Und zwar höchstwahrscheinlich bereits vor Jahrhunderten, also schon vor der Zeit, bevor der Deutsche Orden das Land okkupierte.

In der Gegend von Augsburg wird auch eine Art von Currywurst angeboten, die allerdings den Namen nicht verdient. Denn nicht nur die Sosse dient der Identifikation dieses Gerichtes, sonder auch die Wurst. Verwendet wird hier eine haut- und geschmacklose Wurst, die von Eingeborenen auch „Geschwollene“ genannt wird. Gleichermassen wird diese „Wurst“ in Bayern auch zur einfallslosen Füllung von Rouladen verwendet.

Die original und einzig wahre echte Hörder Currywurst Nummer 1 wurde nach dem 24.9.1946 von Lina Eva Krokoschinski, einer Kriegerwitwe, weiter verbraten, also als Lizenznehmerin von Anton Lewandoswki weiter unter das Volk gebracht.

Wie kam nun die Currywurst nach Bochum? Das ist einfach erklärt. Der Grossonkel des Verfassers, Gustav Labuhn, wohnte in der Nähe des Langendreer Bahnhofs. Und weil er Mitglied der Familie war, erwarb er kostenlos eine Lizenz von seinem Onkel Anton.

Gustav war an sich glücklich verheiratet, aber wie es der Teufel wollte, besuchte ihn an seiner Curry-Wurst-Bude eines Tages eine hübsche Frau, die es nach Wurst verlangte. Sie bekam sie in zwei Sorten und in einer der schwachen Stunden verriet Gustav das Rezept an diese Dame. So gelangte das Rezept nach Schalke; denn diese Dame war die Freundin des damaligen Trainers. Und die hatten ihren Fans nicht anzubieten in der Halbzeitpause – jedoch von dieser Wurst gehört, die am Stadion „Rote Erde“ von Lina Krokoschinski an Spieltagen damals bereits an einem innovativen mobilen Stand verkauft wurde.
Und wie kann es anders sein? Das und nur dieses ist der Grund für die Rivalität zwischen diesem Klickerverein in der Nähe von Bottrop und dem sagenhaften BVB 09: Die geklaute Currywurst.
Gustav verkaufte an seinem Stand in Langedreer übrigens auch gekochte harte Eier mit – wie kann es anders sein – einem ordentlichen Tropfen MAGGI als Würze; denn harte Eier, MERKE: … werden immer mit MAGGI gegessen!

Immer muss die Wurst eine leicht gekrümmte sein, woraus man ableiten kann, dass die Wurst selbstverständlich eingepellt ist. Und immer muss diese Wurst von Hand mit einem wohlgeschliffenem Messer geschnitten werden – nicht durch einen dieser modernen Wurst-Häcksler zerrissen werden.

Hütet euch, dort eine sogenannte Currywurst zu kaufen, wo der Verkäufer oder die Verkäuferin fragt, ob es auch ein wenig Currypulver drauf sein darf. Die haben NULL Checkung von Currywurst, und man würde ein Plagiat essen. Und dort wird in der Regel die Wurst auch gehäckselt – ist oft auch die Wurst eine nach der Art der „Geschwollenen“. Vergiss’es!

Auf der original und einzig wahren echten „Hörder Currywurst Nummer 1 nach ostpreussischem Ursprung“ ist immer Currypulver auf der roten Sosse, die eine mässige Schärfe aufweisen muss.

So iss’es!

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Grafikquelle    :

Diese Datei ist unter den Creative-Commons-Lizenzen „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“, „2.5 generisch“, „2.0 generisch“ und „1.0 generisch“ lizenziert.

Quelle Eigenes Werk
Urheber Rainer Z

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Leyen I – Krötensuppe

Erstellt von UP. am 13. März 2011

RUNDBRIEF der DIAKONIE STUTTGART

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zu den aktuellen Kochkünsten aus der Hartz-IV-Küche (Krötensuppe Leyen I) hier zwei wichtige Informationen:

1. SGB II neu 2011
Dazu die prägnante Kürzübersicht der Bochumer Arbeitsgemeinschaft prekäre Lebenslagen als PDF

2. Drohende Kürzung der Unterkunftskosten
Im Falle einer kommunalen Satzungsermächtigung durch ein Landesgesetz können die Stadt- und Landkreise Leistungen für die Kosten der Unterkunft (KdU) künftig niedriger als bisher und unterhalb der Vorgaben der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts festlegen. Dabei kann insbesondere bei der Wohnfläche nach unten abgewichen werden, Heizkosten können einzelfallunabhängig begrenzt werden, eine Gesamtobergrenze für die Bruttowarmmiete kann gebildet werden, die Angemessenheitsgrenzen können auch nach der Wohngeldtabelle ohne Aufschlag bestimmt werden und schlussendlich können die gesamten Unterkunfts- und Heizkosten ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten pauschaliert werden

Es gilt jetzt zunächst, ein Landesgesetz zu verhindern, dann bleibt die bisherige Rechtslage mit allen BSG-Vorgaben bestehen – Ansprechpartner sind hier insbesondere die Landtagsabgeordneten. Für den Fall einer Satzungsermächtigung muss dann die Auseinandersetzung örtlich geführt werden mit Kriterien zur bedarfsgerechten Ausgestaltung der örtlichen Satzung. Hierbei ist insbesondere ein Bündnis mit den örtlichen Mieter- und Vermietervereinigungen sowie der Wohnungswirtschaft empfehlenswert, die ebenfalls ein Interesse an gesicherten Mieten haben. Falls ein Landesgesetz kommt, erhalten Sie Vorschläge zum inhaltlichen und formalen Vorgehen.

Eine gute Darstellung der KdU-Probleme und politischer Aktion gibt es von der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitsloseninitiativen unter http://www.erwerbslos.de/images/stories/dokumente/positionen/kritik_kdu.pdf.

Mit freundlichen Grüßen
Frieder Claus

Diakonisches Werk Württemberg
70191 Stuttgart

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Grafikquelle  : Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales der Verteidigung.

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TV-Kochen und Hartz IV

Erstellt von Dieter Carstensen am 1. März 2011

Das Fernsehen kocht uns satt

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ARD-Buffet-Team

In den Fernsehkanälen werden wir mit TV Kochshows, z.B. „Lanz kocht“ und wie sie alle heißen, derzeit regelrecht überschwemmt, genau so wie mit endlosen Börsendatenshows. Für mich sind diese Vorgänge ein Zeichen der Pervertierung unserer Medienlandschaft. Gestern hatte ich ein Gespräch mit mehreren alleinerziehenden Frauen, die ich seit Jahren ehrenamtlich betreue, welche von Hartz IV leben, aber alles für ihre Kinder tun, damit sie eine gute Ausbildung bekommen und sich das regelrecht vom Munde absparen. Thema unseres monatlichen „Kaffeekränzchens“ war gestern „TV – Kochshows.“

Beruflich hatte ich schon immer mit sozial Benachteiligten zu tun, ich bin nicht ohne Grund Sozialarbeiter geworden und ich habe es gelernt, diesen Menschen gut zu zu hören und ihre Sorgen und Nöte ernst zu nehmen. Unser Gespräch gestern hat mich zutiefst erschüttert. Es zeigte die wahre Realität der Hartz IV Staates „Absurdistan“, vormalige Bundesrepublik Deutschland, in seiner ganzen, brutalen, menschenverachtenden Realität auf.

Elf junge alleinerziehende Mütter hatte ich bei mir zu Kaffee und Kuchen eingeladen, meine Partnerin hatte den Kuchen gebacken, diesmal war ich dran, geht immer reihum. Dann kamen die Frauen auf TV Kochshows und Börsensendungen zu sprechen.

*Lisa* (alle Namen und Daten geändert), 39 Jahre, die Tochter, 17 J., macht gerade Abitur, spart sich die für die Kleine, die ich seit 11 Jahren kenne, jeden Cent vom Mund ab, damit es ihrer Tochter einmal besser geht und sie in der Schule nicht völlig ausgegrenzt wird. *Petra*, sie ist hochgradige Allergikerin, der Sohn 11 J., jetzt auf dem Gymnasium, was seine Mutter finanziell alle nur möglichen Opfer fordert, wurde von der örtlichen ARGE vor 3 Jahren im Hochsommer gezwungen, Fenster unserer Sporthalle zu säubern, obwohl sie von ihrer Allergie über ärztliche Atteste wussten und brach dann mit Allergieschock beim Reinigen zusammen, war ja alles voller Blütenpollen, Notarzt, Krankenhaus. Sie hat knapp überlebt.

Von wegen, Hartz IV Bedürftige saufen und rauchen alle! Wie soll das denn gehen, bei 364 Euro im Monat? Die Frauen, die gestern bei mir waren, gönnen sich zugunsten ihrer Kinder selber gar nichts. Die paar Idioten, die sich anders verhalten, sind die absolute Ausnahme, dass sind die, welche der Zeitung mit den vier großen Buchstaben zur Hetze gegen die Ärmsten dienen.

Die Frauen kamen dann auf das Thema „TV Kochshows, Börsendaten und Hartz IV“ zu sprechen.

Mittlerweile gelten in diesem Staat Absurdistan ca. 30 % der Bevölkerung als verarmt.

Ich habe gestern viel gelernt, als diese Frauen über ihre Gefühle sprachen, was so „TV Kochshows“ mit ihnen machen. Sie meinten, sie würden ihren Kindern ja auch gerne mal so etwas kochen wollen, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Die Zutaten für die Gerichte kann sich ein Drittel der Bevölkerung gar nicht leisten!

Dann sprachen die Frauen über ihre Gefühle des Ausgegrenztseins, des sich hilflos durch diese Gesellschaft im Stich gelassen sein Fühlens.

Besonders fühlten sie sich von den Börsensendungen genervt, da sie meinten, die Wenigsten hätten doch überhaupt Aktien. Aber über ihre Sorgen und Nöte würde nur selten in den Medien berichtet.

Stattdessen würde auch noch über einen „zu Guttenberg“, der sich seine Doktorarbeit ermogelt habe, teils als „nicht schlimm“ berichtet. während sie ihre Kinder zu Ehrlichkeit und Anstand zu erziehen versuchen und ihren Kindern von der Lehrerschaft jede Schummelei auf den Elternsprechtagen böse angekreidet würde.

Diese mutigen, kämpferischen Frauen, die für ihre Kinder alles tun würden, haben mich gestern sehr tief beeindruckt und sie haben mir einmal mehr vor Augen geführt, mit welch unterschiedlichem Maaß mittlerweile in dieser Gesellschaft gemessen wird.

Sie hatten z.T. auch ihre Kinder dabei, ist bei uns so, und die hörten z.T. auch mit. Die kleine *Janine*, 9 Jahre, die ich kenne seitdem sie 3 Jahre ist, sagte dann wörtlich zu mir: „Dieter, ich guck auch manchmal was die da im Fernsehen kochen. Hätt ich auch gerne mal, aber ich weiß ja, Mami hat das Geld nicht. Der neue Schulranzen war so teuer und alles geht nicht, aber ich würde das auch gerne mal haben, so ein tolles Essen.“

Da hat mich zutiefst in meinem Herzen angerührt, ich war kurz vor den Tränen, aber das ist die Realität in Hartz IV Deutschland. Und sie ist bitter!

Meine Partnerin und ich haben Mutter und Kind dann noch beim Chinesen zum Essen eingeladen, EINMAL sollte die kleine *Janine* auch mal ein besonderes Essenserlebnis haben. War wunderschön, die Kleine war so bescheiden, traute sich gar nicht, was teureres auf der Karte auszusuchen, „Dieter, dass ist aber teuer“ und dann habe ich für uns vier alle bestellt, als Viererportion, dann war jede Peinlichkeit weg, das Essen kam auf die Mitte des Tisches und jeder konnte zulangen.

Was wir nicht essen konnten, ist ja das Tolle beim Chinesen, wurde zur Mitnahme eingepackt, für Mutter und Kind und das Leuchten in den Augen der Kleinen werde ich nie vergessen. Sie kennt sonst nur das Anstehen mit ihrer Mami bei unserer örtlichen Tafel.

Dieser Staat sollte sich schämen, so mit Menschen umzugehen, es mangelt ja nicht an Geld, es wird nur falsch verteilt, dieser Staat ist mittlerweile verkommen, korrupt und das Volk interessiert die Politiknomenklatura doch nur noch am Rande. Hauptsache, der Politikerebene geht es gut, Selbstbedienungsladen BRD, aber nur für, die, welche „Das Sagen haben“.

Wen von denen interessiert denn z.B. noch eine kleine *Janine*?

DIE interessieren doch nur die Börsenberichte, damit sie ihre fetten Diäten, die im Gegensatz zu Hartz IV und der Sozialhilfe regelmäßig der Inflation angepasst werden, gewinnbringend anlegen können.

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Grafikquelle :

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