DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

DL-Tagesticker 27.04.17

Erstellt von DL-Redaktion am 27. April 2017

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrap

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Hm. – Streit um Kohl-Zitate

1.) Gericht entscheidet über Millionen-Klage von Altkanzler Kohl

Altkanzler Helmut Kohl verlangt fünf Millionen Euro Schadenersatz für Zitate im Buch „Die Kohl-Protokolle“ von Ghostwriter Heribert Schwan und anderen. Heute will das Landgericht Köln darüber befinden.

Der Tagesspiegel

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Angebliche „Ver.di-Schlampe“-Attacke in Schleswig-Holstein

2.) CDU wirft SPD Schmutzkampagne vor

Aufregung im schleswig-holsteinischen Wahlkampf: Eine Sozialdemokratin wirft CDU-Spitzenkandidat Günther vor, sie im Landtag als „Ver.di-Schlampe“ beschimpft zu haben. Die Union ist empört – verzichtet aber auf rechtliche Schritte.

Der Spiegel

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3.) AKW-Alarm wegen Flugzeugen offenbar öfter als bisher bekannt

In Deutschland hat es einem Zeitungsbericht zufolge öfter als bisher bekannt Alarm für Atomkraftwerke wegen verdächtiger Flugzeuge gegeben. Allein in den vergangenen fünf Jahren sei achtmal ein sogenannter „Renegade“-Voralarm für Kernkraftwerke ausgelöst worden, berichtete die „Heilbronner Stimme“ am Donnerstag (Bezahlinhalt) unter Berufung auf das Bundesumweltministerium.

WAZ

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Ein Hund wird nicht sein Herrchen beißen welches ihn füttert

4.) EU-Betrugsermittler leiten kein Verfahren gegen Schulz ein

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung hat Personalentscheidungen von Martin Schulz in seiner EU-Zeit untersucht. Sie fanden keine Unregelmäßigkeiten.

Der Tagesspiegel

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5.) Das Märchen vom sozialen Europa

Eine „soziale Säule“ in Europa ist längst überfällig. Doch die Vorschläge der EU-Kommission sind allenfalls ein Feigenblatt.

TAZ

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6.) Alles Schlampen außer Mutti

Entscheidet Gabi Schwohn den Wahlkampf in Schleswig-Holstein? Mit ihrer Wortmeldung beim TV-Duell zwischen dem CDU-Spitzenkandidaten Daniel Günther und SPD-Mann Torsten Albig hat sie am Dienstagabend in einem bisher eher unaufgeregt verlaufenden Wahlkampf auf jeden Fall kräftig für Aufregung gesorgt. Vor laufenden Fernsehkameras warf sie Günther vor, er habe sie im Landtag einmal eine „Ver.di-Schlampe“ genannt. Das saß erst mal – und alle fragten sich: Stimmt das?

TAZ

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Wie die Damen und Herren im Großen – So der Behördenschrott im Kleinen

7.) Nachspiel in der Grünstreifen-Posse
Warum ein Gärtner nun doch nicht bezahlen muss

Im Streit um private Anpflanzungen auf kommunalem Boden in Teuchern zeichnet sich eine mögliche Lösung ab. „Das Ordnungswidrigkeitsverfahren wird zunächst nicht weiter betrieben“, sagte Teucherns Bürgermeister Frank Puschendorf (parteilos). Die Stadtverwaltung sei immer noch zu Gesprächen über die Grünfläche bereit.
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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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DL-Tagesticker 26.04.17

Erstellt von DL-Redaktion am 26. April 2017

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrap

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1.) Amnesty International unterstützt Gabriel

Der Antrittsbesuch des deutschen Außenministers in Israel geht mit Verunstimmungen und einer Gesprächsabsage zuende. Menschenrechtler unterstützen Gabriel, israelische Politiker werfen ihm einen unangemessenen Umgang mit Israel vor.

Handelsblatt

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 2.) Ein Facebook-Konto ist tot mit dem Tod

Wer erbt den Netzwerk-Auftritt Verstorbener? Womöglich niemand. Aber wie ein Berliner Prozess zeigt, gibt es legitime Interessen an Einsicht in den Nachlass.

Tagesspiegel

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3.) Beamtenbezüge in Niedersachsen teils verfassungswidrig

Im Streit um die Verfassungsmäßigkeit der Bezüge von Beamten in Niedersachsen hat das Oberverwaltungsgericht deren Höhe teilweise infrage gestellt. Zumindest bei den Besoldungsgruppen A 8, A 11 und A 13 seien sie für das Jahr 2013 zu niedrig gewesen, befand der 5. Senat am Dienstag. Die Besoldung und Ruhestandsversorgung sei da „evident unzureichend und verfassungswidrig“.

Hannoversche Allgemeine 

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AfDler eröffnet saarländischen Landtag

4.) Saarskandal fällt erst einmal aus

Mit großen Transparenten hatten sich am Dienstag zwei Dutzend Demonstranten vor dem saarländischen Landtag aufgebaut. Anlass war die konstituierende Sitzung des Landesparlaments, vier Wochen nach der Neuwahl.

TAZ

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5.) Türkische Jets greifen Kurden
in Syrien und im Irak an

Bei türkischen Luftangriffen auf Kurdenstellungen im Norden Syriens und des Iraks sind Aktivisten zufolge mehr als 20 Menschen getötet wordenJets hätten die mit den USA verbündete Kurden-Miliz YPG sowie die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK bombardiert, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Die USA verurteilen das türkische Vorgehen scharf.

Augsburger Allgemeine

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Die hieß doch Müller ?

6.) Wenn es ganz dumm kommt,
entscheidet die „Ver.di-Schlampe“

Beim TV-Duell vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein liefern sich Daniel Günther (CDU) und Torsten Albig (SPD) ein munteres Duell. Am Ende könnte ein seltsamer Vorwurf die Wahl entscheiden.

Welt

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7.) Guido Maria Kretschmer rasiert seine Kritiker

Drahtiges Fell, wärmendes Unterhaar und buschige Augenbrauen sind die Kennzeichen des Rauhaardackels. Jetzt sorgt dieses süße Geschöpf für einen kleinen Shitstorm im Netz. Auslöser ist ausgerechnet ein großer Hundefreund: Star-Designer Guido Maria Kretschmer (51).

Berliner Zeitung

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DL-Tagesticker 25.04.17

Erstellt von DL-Redaktion am 25. April 2017

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrap

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Statistiken,  für die Politiker geschrieben welche abgewählt werden können 

— Menschen nicht !!!

1.) Politik warnt vor Verrohung der Gesellschaft

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) beklagt eine „besorgniserregende“ Verrohung der Gesellschaft. Dies zeige sich sowohl im Internet als auch in der Alltagskriminalität sowie der politisch motivierten Kriminalität, sagte er gestern bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik: „Wir haben es insgesamt mit einem Anstieg von Respektlosigkeit, Gewalt und Hass zu tun.“ Er rief Bürger, Politik, Kirchen, Gewerkschaften und Verbände auf, „dieser Entwicklung entschieden entgegenzutreten“.

Saarbrücker-Zeitung

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Hier wird das Oben gesagte schon Widerrufen. Zwei Artikel – zwei Meinungen

2.) Berlin ist die Hauptstadt des Verbrechens

Totschlag, Sexualdelikte, Körperverletzungen – die Zahl der Gewalttaten ist laut Polizeistatistik deutlich gestiegen. Die Gesamtzahl der Straftaten allerdings nicht.

Der Tagesspiegel

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3.) Von Fakten und Vorurteilen

Laut Statistik ist der Anteil tatverdächtiger Flüchtlinge an einigen Delikten überproportional. Sie kann dennoch zur Versachlichung der Debatte beitragen. Der Einwurf von rechts kam wie erwartet. „Erschreckend“ sei die neue Kriminalitätsstatistik für Deutschland, wetterte die AfD. Lange habe man diese Entwicklung vorhergesehen.

TAZ

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4.) Prozess gegen Mauss:
Ein Zeuge für alle offenen Fragen

Seit nunmehr sieben Monaten arbeitet sich das Bochumer Landgericht Montag für Montag durch das Vermögen des deutschen Privatagenten Werner Mauss, stellt Montag für Montag die gleichen Fragen – und Montag für Montag bleiben fast alle Fragen offen. Jetzt sollen sie gleich alle auf einmal beantwortet werden, von einem einzigen Zeugen.

Sueddeutsche

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5.) Es gibt eine mögliche neue Spur im Fall Kiesewette

Die Bundesanwaltschaft geht zehn Jahre nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter einer möglichen neuen Spur nach. Grund ist ein NSU-Schriftzug am Tatort in Heilbronn. Er ist auf TV-Aufnahmen zu sehen, die zwei Tage nach den tödlichen Schüssen der rechtsextremen Terrorzelle NSU entstanden sind. Darüber hatte die Bild-Zeitung berichtet.

Augsburger Allgemeine

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Unser Resümee : Merkel mag keine Hunde  !!

6.) Ein wunderbarer Schwarzer

Als Seehofer am Montag zur Presse spricht, steht neben ihm ein Mann, der ein Dauerlächeln in die Kameras schickt. Über eine halbe Stunde scheinen sich die Mundwinkel kein einziges Mal zu entspannen. Es ist Joachim Herrmann, den der CSU-Vorstand eben als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl vorgeschlagen hat.

TAZ

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7.) Für Frauke Petry in schweren Zeiten

O Frauke, laß mich nicht allein,
mit Gauland, Höcke, Storch.
Wo du nicht bist, kann ich nicht sein!
Warum? Mein Liebling, horch:

Titanic

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DL-Tagesticker 24.04.17

Erstellt von DL-Redaktion am 24. April 2017

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1.) Ein Grund, stolz auf die Stadt mit K zu sein

Von der Festung Köln war die Rede. Vom Ausnahmezustand. 4000
Polizisten, zusammengezogen aus dem gesamten Bundesgebiet, sorgten für den Schutz des AfD-Parteitags im Maritim-Hotel. Mehrfach hatte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies im Vorfeld betont, er mache sich aufgrund von Gewaltaufrufen der linksextremen Szene große Sorgen.
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2.) Macron und Le Pen gehen in Stichwahl ums Präsidentenamt in Frankreich

Wie die Sender France 2 und TF1 am Sonntag berichteten, konnten der Ex-Wirtschaftsminister und die Chefin der rechtsextremen Front National (FN) sich für die Stichwahl am 7. Mai qualifizieren. Macron lag laut France 2 mit 23,7 Prozent vor Le Pen mit 21,7 Prozent. Die Hochrechnung von TF1 sah beide Kandidaten auf Augenhöhe mit 23 Prozent. Die 48-Jährige Le Pen schnitt damit wesentlich besser ab als vor fünf Jahren, als sie im ersten Wahlgang 17,9 Prozent der Stimmen geholt hatte.

Saarbrücker-Zeitung

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3.) Für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung

Mit Protestmärschen auf der ganzen Welt haben Tausende von Menschen für die Bedeutung der Wissenschaft und gegen US-Präsident Donald Trump demonstriert. Zu den ersten Demonstranten beim „March for Science“ gehörten am Samstag Hunderte Wissenschaftler und ihre Unterstützer in Neuseeland.

Stuttgarter-Zeitung

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Steht er jetzt den ganzen Tag vor seinem Spiegel ? Oder arbeitet der IMI auch ?

4.) De Maizière testet Gesichtserkennung

Am Bahnhof Berlin-Südkreuz will Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) seine Vision von „intelligenter Videoüberwachung“ testen. Der Bahnhof soll im Rahmen von zwei Modellversuchen zum „Sicherheitsbahnhof“ ausgebaut werden.

TAZ

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5.) Geschmeidig sein und ab in die Mitte

Cem Özdemir tut, was ein Parteivorsitzender tun sollte: Er generiert Aufmerksamkeit. Ein Thema, bei dem seine Expertise anerkannt groß ist, ist die doppelte Staatsbürgerschaft. Als „anatolischer Schwabe“, wie er sich selbst bezeichnet, weiß er um interkulturelle Konflikte. Und weil seit dem Referendum in der Türkei die Union den von Schwarz-Rot selbst beschlossenen Doppelpass zur Debatte stellt, äußert sich Cem Özdemir dazu.

TAZ

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6.) Der Teufelsberg: Ungewisse Zukunft

Einst Abhörstation der Alliierten, danach brachliegendes Gelände, zwischendurch Anziehungspunkt für Streetart-Künstler und die Subkultur: Der Berliner Teufelsberg ist aktuell wieder zugänglich für Besucher und bietet Einblicke in die Geschichte des Geländes.

Märkische-Allgemeine

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Die Gier nach Macht ist nicht besser als Hoeneß Gier nach Geld

7.) AfD in Wahrheit von Merkel gegründete
Fake-Partei, um Volk ruhigzustellen

Was steckt nur hinter dem unheimlichen Erfolg der AfD? Geheime Papiere des Bundesinnenministeriums, die dem Postillon vorliegen, bieten eine geradezu schockierende Antwort: Demnach wurde die sogenannte „Alternative für Deutschland“ von Angela Merkel selbst gegründet, um kritische Bürger ruhigzustellen. Es droht einer der größten Polit-Skandale seit Bestehen der Bundesrepublik.

Der Postillon

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DL-Tagesticker 23.04.17

Erstellt von DL-Redaktion am 23. April 2017

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1.) Passagier findet geladene Waffe in Bordtoilette

Ein Passagier einer Delta-Maschine macht auf der Toilette einen erschreckenden Fund. Ein Sicherheitsbeamter in Zivil hatte eine geladene Waffe dort vergessen. Das Flugzeug landet sicher in New York.

Handelsblatt

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Typisch für Politiker – Laschet versucht sich Sympathien zu erschleimen

2.) Don Camillo und Peppone

Durch die Zusammenarbeit mit Wolfang Bosbach will Armin Laschet bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen punkten. Die Absicht ist zu offensichtlich, als dass das Kalkül aufgehen könnte. Deutlich wird das in ihren Positionen zur Flüchtlingspolitik

Cicero

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„March for Science“

3.) Tausende für Wissenschaftsfreiheit

Allein in Berlin demonstrierten rund 10.000 Menschen gegen Beschränkungen der Wissenschaft. Weltweit gab und gibt es Kundgebungen in 500 Städten.

TAZ

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Wenn der Weg über Silwingen führt, komme ich auch und bringe
eine Torte mit. An diesen Tag – ist tote statt halb volle Hose auf DL

4.) Auf den Spuren der Hexenverfolgung

Wandern und dabei einer Geschichte aus der Zeit der Hexenverfolgung lauschen: Diese Kombination bietet eine Tour am 30. April.

Saarbrücker-Zeitung

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In die Gruppe der Versager sollten sich unsere Politiker schnell einreihen
– Merkel vorne weg ! Auch beim Fisch fängt der Kopf zu stinken an !!

5.) „Sie sind alle Produkte des
Versagens der politischen Klasse“

Die Frankreich-Expertin Ronja Kempin von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl.

Der Tagesspiegel

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Für von der Leyen und ihre Krieger zur Zeit auch in Afrika

6.) Tod, wo ist dein Klo?

Die Wissenschaft will das Altern besiegen und Opa Ray hofft auf ein Leben im Cyberspace. Warum einem da das Grausen kommt und Scheiße hilft.

TAZ

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7.) Polizei faßt den BVB-Attentäter
Es war ein Gier-Spekulant

Titanic

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DL-Tagesticker 22.04.17

Erstellt von DL-Redaktion am 22. April 2017

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Aus Zynismus wird schnell Zyankali? Würden sich die Henker freiwillig beim
Militär melden, brauchten sie sich nicht rechtfertigen

1.) Bevor das Gift schlecht wird

Behörden im US-Bundesstaat Arkansas haben es gerade besonders eilig mit Hinrichtungen. Der Grund: Das Haltbarkeitsdatum des verwendeten Giftes Midazolam.

Der Tagesspiegel

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2.) CDU-Politikerin zeigt Verständnis für Neonazi-Attacken

Ein Grünen-Abgeordneter im Landtag von Magdeburg und seine Familie werden von Neonazis bedroht. Das habe er sich selbst zuzuschreiben, meint die CDU-Abgeordnete

Der Tagesspiegel

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Liveticker AfD-Parteitag
3.) Demonstranten sammeln Steine,
Polizei erwägt Eingriff

Köln im Ausnahmezustand: Mehr als 50.000 Demonstranten erwartet die Polizei am Samstag in der Kölner Innenstadt. Mehrere Bündnisse protestieren gegen den AfD-Parteitag im Kölner Maritim Hotel. Unsere Reporter sind seit dem frühen Morgen vor Ort und versorgen Sie über den Tag mit allen wichtigen Infos.

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4.) Anschlag: Verdächtiger wollte offenbar Absturz der BVB-Aktie

Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus steht fest, dass es keinen zweiten Täter gab. Laut der Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, gibt es keine Hinweise auf Mittäter oder mögliche Gehilfen. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs erließ am Nachmittag Haftbefehl, der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

WAZ

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5.) Kapitalismushintergrund

Der Bombenleger von Dortmund hatte wohl Unerhörtes im Sinn: Geld verdienen auf Kosten von Menschenleben. Das kannte man so bisher natürlich nicht.

TAZ

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Bosbach wurde  doch einst selbst als IMI gehandelt, als plötzlich der Sprechblasenerzeuger, wie ein  Kai aus  Merkels Favoriten Kiste gezogen. wurde! Alles schon vergessen?

6.) Terrorexperte verstärkt Kommission von
Wolfgang Bosbach

Im Wahlkampf setzt die CDU in NRW auf das Thema Innere Sicherheit. Dafür wurde extra eine Kommission um Innenpolitiker Wolfgang Bosbach eingesetzt. Ein Terrorexperte soll das Team nun unterstützen.

Der Spiegel

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Soviele Krieger haben die doch nicht mehr zum Risiko Spiel
„Nur Einer kam durch“. – Du oder Ich !

7.) Bundeswehr braucht 120 000 neue Sturmgewehre

Nach der jahrelangen Affäre um das Sturmgewehr G36 startet die Bundeswehr offiziell die Suche nach einem neuen Gewehr. Das Vergabeverfahren sei eröffnet, die Truppe benötige rund 120.000 Sturmgewehre, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Augsburger – Allgemeine

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DL–Tagesticker 21.04.17

Erstellt von DL-Redaktion am 21. April 2017

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

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1.) Frauke Petry – Taktischer Rückzug

Frauke Petry will nicht Spitzenkandidatin der AfD bei der Bundestagswahl werden. Sie konzentriert sich im Machtkampf in ihrer Partei zunächst auf die strategische Auseinandersetzung. Doch ihr Kalkül ist durchsichtig und wird scheitern.

Cicero

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2.) Präsidentschaftswahlen in Frankreich
„Le Pen und Mélenchon verfolgen einen dezidiert deutschlandkritischen Kurs“

Die Präsidentschaftskandidaten Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon stellten die deutsch-französische Partnerschaft massiv infrage, sagte der CDU-Politiker Andreas Jung im DLF. Für Deutschland sei wichtig, dass mit den Wahlen in Frankreich eine Entscheidung für einen gemeinsamen Kurs in Europa und für die deutsch-französischen Partnerschaft getroffen werde.

Deutschlandfunk

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Hier im Land werden sogar die Bundespräsidenten-Wahlen zuvor abgesprochen, sodass anschließend nur noch abgenickt werden muss. Niemand sollte mit Steinen werfen, wenn er selbst im Glashaus sitzt.  Ich würde mich persönlich schämen nach solchen „Werten“ Oberster aller Abnicker geworden zu sein. Soll ich jetzt auch noch etwas aus dem LINKEN Nähkästchen über Wahlen schreiben ? 

3.) „Von Kooperation kann keine Rede sein“

Die OSZE beklagt die schwierige Zusammenarbeit mit der Türkei: Sie habe kein Interesse, die Vorwürfe wegen Wahlbetrugs aufzuklären. Erdoğan stört sein knapper Sieg nicht.

Zeit-Online

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Nach Anschlag auf BVB-Mannschaftsbus

4.) 28-Jähriger festgenommen

Der Anschlag in Dortmund scheint keinen islamistischen Hintergrund zu haben. Der mutmaßliche Täter soll auf einen Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt haben.

TAZ

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5.) Tödliche Schießerei überschattet Wahlkampf

Kurz vor der Wahl in Frankreich ist es am Donnerstagabend auf dem Champs-Élysées in Paris zu einer Schießerei gekommen. Dabei wurde ein Polizist getötet – und der Angreifer. Dessen Identität hat die Polizei geklärt.

Handelsblatt

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Zeitarbeit – Sklavenhandel / Deutsche – Regierungs-Werte

6.) 2,8 Millionen Beschäftigte haben befristeten Job

Nach Auskunft der Bundesregierung haben rund 2,8 Millionen Menschen nur befristete Jobs. Das betrifft vor allem Frauen und junge Menschen.

FR

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7.) Mahlers Leben voller bizarrer Volten

Die angekündigte Flucht des Horst Mahler ist eine weitere bizarre Volte in einem an irren Hakenschlägen nicht gerade armen Leben. In einer Videobotschaft hat der notorische Rechtsextremist verkündet, er werde sich ins Ausland absetzen und dort um Asyl bitten, anstatt einer Vorladung zum Haftantritt in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg nachzukommen. Ein 81-Jähriger, dem wegen einer schweren Diabetes der linke Unterschenkel amputiert wurde, taucht ab?

Sueddeutsche

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Frohe Ostern

Erstellt von DL-Redaktion am 16. April 2017

wünschen wir im Besonderen allen unseren LesernInnen und MitschreibernInnen,

möget ihr uns alle gewogen bleiben

DL/Redaktion

 

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Fotoquelle : Eindrücke eines Ostermarsch 2006 in München

Autor : Autoreninformationen ansehen

 

 

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Es kann hier geschehen

Erstellt von DL-Redaktion am 9. April 2017

ZIONISMUS WAR eine revolutionäre Idee

Autor : Uri Avnery

Er schlägt vor, dass das „Jüdische Volk“ einen neuen jüdischen Staat im Lande Palästina schafft.

Das zionistische Projekt war tatsächlich sehr erfolgreich. !948 war die Embryo-Nation stark genug. einen Staat zu schaffen. Israel wurde geboren.

Wenn man ein Haus baut, benötigt man ein Gerüst. Wenn der Bau fertig ist, wird das Gerüst wieder abgebaut.

Aber politische Ideen und Strukturen sterben nicht einfach. Der menschliche Geist ist faul und besorgt und klammert sich an die familiären Ideen, lange nachdem sie obsolet geworden sind.. Politische und materielle Interessen werden fest begründet in der Idee und widersteht dem Wandel.

So fuhr der „Zionismus“ fort, zu existieren, nachdem er sein Ziel schon erreicht hat. Das Gerüst wurde überflüssig, tatsächlich hinderlich.

WARUM HINDERLICH? Denken wir zum Beispiel an Australien. Es wurde von britischen Siedlern als eine Kolonie von Großbritannien geschaffen. Die Australier wurden den Briten tief verpflichtet. Während des 2. Weltkrieges kamen sie zu uns, auf ihrem Weg für die Briten in Nordafrika zu kämpfen. (Wir liebten sie sehr).

Aber Australien ist nicht Britannien. Ein anderes Klima, eine andere Geographie, ein anderer Standort, der andere politische Optionen diktiert.

Wenn wir das Welt-Judentum als eine Art Mutterland betrachten, wie Britannien für Australien, dann hätte Israel bei der Geburt die Nabelschnur durchschnitten. Eine neue Nation. Eine neue Örtlichkeit. Eine andere Nachbarschaft. Andere Optionen.

Dies geschah nie. Israel ist ein „Zionistischer“ Staat, oder die große Majorität seiner Bürger und Führer glauben es. Wer kein Zionist bleiben will, ist ein Abtrünniger, beinah ein Verräter.

Aber was verstehen die Israeli unter „Zionismus“? Patriotismus? Vaterlandsliebe? Nationalismus? Solidarität mit Juden in aller Welt? Oder etwas ganz anderes: die Idee, dass Israel nicht wirklich seinen Bürgern gehört, sondern allen Juden in aller Welt?

DIESE GRUND-Entscheidung ob bewusst oder unbewusst hat weitgehende Konsequenzen.

Israel ist offiziell und juristisch als jüdischer und demokratischer Staat definiert. Bedeutet das, dass nicht jüdische Bürger, wie die Araber, nicht wirklich dazugehören, sondern nur geduldet werden und sollten sich der vollen zivilen Rechte erfreuen? Bedeutet dies, dass Israel als solches in Wirklichkeit eine westliche Nation ist, die in den Nahen Osten (ein Westlicher Name) verpflanzt wurde

Theodor Herzl, der Gründer der zionistischen Bewegung, wies in seinem fundamentalen Buch „Der jüdische Staat“ darauf hin, dass wir in Palästina freiwillig als Außenposten für die westliche Zivilisation gegen die Barbarei dienen. Welche Barbarei hatte er im Sinn?

Etwa 110 Jahre später drückte ein Ministerpräsident von Israel, Ehud Barak dieselbe Idee mit anschaulichen Worten aus, als er Israel als „eine Villa im Dschungel“ beschrieb. Noch einmal ist es leicht zu erraten, welche wilden Tiere er meint.

Seit der Massen-Immigration der orientalischen jüdischen Gemeinden nach Israel (und anderen Ländern) in den frühen 50iger Jahren, sind sehr wenige jüdische Gemeinden im Osten geblieben und diese sind sehr klein und erbärmlich. Das Welt-Judentum liegt konzentriert (oder ziemlich verteilt) im Westen, besonders in den US.

Die jüdisch-israelische Verbindung ist für Israel von immenser Bedeutung. Die herrschende Position der jüdischen Gemeinde in der US-Politik garantiert die diplomatische Immunität der israelischen Regierung, was auch immer die Regierung tut und wer auch immer US-Präsident ist (und massive finanzielle militärische Unterstützung natürlich.)

(Falls morgen alle US-Juden vom messianischen Eifer ergriffen werden und en masse nach Israel einwandern, würde dies für den jüdischen Staat eine schreckliche Katastrophe sein.)

Andrerseits hat die jüdisch-israelische Verbindung Israel tatsächlich zu einem „Westlichen Außenposten“ gemacht, wie Herzl es vorausgesehen hat und garantiert, dass der jüdische Staat auf immer mit seinen geographischen Nachbarn im Krieg sein wird.

„FRIEDEN MIT den Arabern“ ist ein Thema, das in Israel endlos diskutiert wird. Es ist die Trennungslinie zwischen „Rechts“ und „Links“

Die vorherrschende Überzeugung ist: „ Frieden würde schön sein. Wir wünschen alle den Frieden. Leider ist Frieden unmöglich.“ Warum unmöglich? „Weil die Araber ihn nicht wünschen. Sie werden keinen jüdischen Staat in ihrer Mitte akzeptieren . Nicht jetzt und niemals.“

Auf dieser Überzeugung gründend hat Benjamin Netanjahu seine Bedingung für Frieden formuliert: Die Araber müssen Israel als einen National–Staat des jüdischen Volkes anerkennen.

Dies ist irrsinnig. Gewiss – die „Araber“ müssen den Staat Israel anerkennen. Yasser Arafat hat dies offiziell und im Namen des palästinensischen Volkes getan am Vorabend des Oslo-Abkommens. Aber den Charakter des Staates Israel oder sein Regime zu definieren liegt allein in der Verantwortung der Bürger von Israel.

Wir erkennen China nicht als kommunistischen Staat an. Wir erkennen die US nicht als kapitalistisches Land an – noch in der Vergangenheit die US wird nicht als Weißes Protestantisches Land anerkannt. Wir erkennen Schweden nicht als ein „schwedisches Land“ an. Die ganze Sache ist lächerlich. Aber keiner wagt innerhalb Israels oder außerhalb Netanjahu das zu sagen.

Aber in einem Punkt berührt Netanjahu etwas Fundamentales. Frieden zwischen Israel und Palästina – und durch Erweiterung, mit der ganzen arabischen und muslimischen Welt – erfordert einen geistigen Wandel in Israel und in Palästina. Ein Stück Papier ist nicht genug.

AM VORABEND des 1948 Krieges, in dem der Staat Israel geboren wurde, veröffentlichte ich eine Broschüre: „Krieg oder Frieden in der semitischen Region“. Ich begann mit den Worten:

„Als unsere Väter entschieden, in Palästina eine sichere Heimstätte aufzubauen, mussten sie zwischen zwei Alternativen wählen:

„Sie konnten in West-Asien als europäische Eroberer erscheinen, die sich selbst als Brückenkopf der weißen Rasse und als Meister der Eingeborenen betrachten, wie die spanischen Konquistadoren und die angelsächsischen Kolonisten in Amerika. So machten es die Kreuzfahrer zu ihrer Zeit auch.

„Der andere Weg war, sich selbst als ein asiatisches Volk zu sehen das in seine Heimat zurückehrt…“

Ein Jahr später, fast am Ende des Krieges wurde ich schwer verwundet. Während ich im Krankenhaus lag – mehrere Tage ohne zu schlafen oder zu essen – hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, um aus meinen Erfahrungen als Frontsoldat Schlüsse zu ziehen. Mein Schluss war, dass ein arabisches palästinensisches Volk existiert, dass dieses Volk einen eigenen Staat benötigt, und dass niemals Frieden zwischen ihnen und uns herrschen wird, wenn nicht ein Staat Palästina neben unserm neuen Staat entsteht.

Das war der Anfang der „Zwei-Staaten“-Idee , wie es jetzt diskutiert wird. Sie wurde damals von allen zurück gewiesen – von den Arabern, den USA und der Sowjet-Union. Und natürlich von den auf einander folgenden israelischen Regierenden. Golda Meir sagte den berühmten Satz: „So etwas, wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht.“

Heute ist die Zwei-Staaten-Lösung ein Welt –Konsens geworden. Die meisten Israelis akzeptieren dies, wenn auch nur theoretisch. Selbst Netanjahu gibt es von Zeit zu Zeit vor. Aber aus welchen Gründen?

Viele der neuen Anhänger übernehmen dies als einen guten Weg der „Trennung“. So wie Ehud Barak („Die Villa im Dschungel“) es definierte. „Sie werden dort sein und wir werden hier sein“.

Das wird so nicht gehen. Es wird eine negative Haltung sein. Einige seiner Anhänger gehen in diese Richtung, weil sie – ganz richtig – fürchten, dass auf andere Weise Eretz Israel zu Eretz Ishmael, ein bi-nationaler Staat mit einer arabischen Mehrheit wird. In diesem Gebiet zwischen dem Mittelmeer und dem Jordanfluss existiert schon eine arabische Mehrheit. Jene, die einen „Jüdischen Staat“ wünschen, sind von der Zwei-Staaten-Lösung angezogen, aber aus falschen Gründen.

Aber das Hauptargument gegen diese Art von Denken ist dies: nach einem historischen Konflikt der schon fast 140 Jahre dauert, ist dies nicht genug, um Frieden zu schaffen. Man kann nicht einen historischen Frieden erlangen durch eine Gesinnung von Krieg und Konflikt.

Als ich im Krankenhaus lag, dachte ich das erste Mal über diese Lösung nach, während der Krieg noch voll im Gange war. Ich dachte nicht an „Trennung“. Ich dachte über eine Versöhnung zwischen den beiden Völker nach einem langen, langen Konflikt, zwei Völker, die Seite an Seite in zwei freien und nationalen Staaten leben, jeder unter der eigenen Flagge, ohne eine Mauer zwischen ihnen. In der Tat malte ich mir eine offene Grenze aus mit freier Bewegung für Menschen und Waren.

Dieses Land – nenne es Palästina oder Eretz Israel – ist sehr klein. Darin zu leben mit zwei feindlich gesinnten Staaten würde ein Alptraum sein. Deshalb brauchen wir eine Art freier Genossenschaft. Man nennt es Konföderation oder Föderation; es ist eine reine Notwendigkeit. Es aufzurichten und zu erhalten, benötigt einen Geist der Versöhnung.

Nicht nur einen negativen Frieden, einen kalten Frieden, die Abwesenheit von Krieg und gegenseitige Feindschaft , sondern ein positiver Frieden, ein wirklicher Frieden, bei dem jede Seite die Grundmotive der andern Seite versteht, sein historisches Narrativ. Seine Hoffnung und seine Ängste.

IST DIES möglich?

Nun es geschieht zwischen Deutschland und Frankreich nach vielen Jahrhunderten des Konfliktes, einschließlich zweier Weltkriege.

Ja, ich glaube daran, dass es hier geschehen kann.

Nennt mich einen Optimisten – es gibt schlimmere Schimpfworte.

( dt. Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

 

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Angriff der Moderne

Erstellt von DL-Redaktion am 7. April 2017

Der Alltägliche Populismus des Westen

Mit Bodyguard im Hintergrund ? Die Größe des Kopfes entscheidet über den Inhalt?

Autor :  Chandran Nair

Von Asien aus gesehen sind populistische Strömungen im Westen Teil eines überfälligen Abschieds von einer liberalen Weltordnun.

Es wird viel darüber geschrieben, wie der Aufstieg des Populismus den Status quo im Westen aus dem Gleichgewicht bringt. Der Begriff Populismus wird dabei verwendet, um zu beschreiben, wie eine wachsende Zahl westlicher BürgerInnen anscheinend die liberalen Normen ablehnt, die bisher die Vision von unserer Welt von morgen prägten. Weniger wird darüber geschrieben, wie dieser Liberalismus von westlichen Ländern als Teil einer selbstsüchtigen Agenda gefördert wurde, um die vom Westen entworfene und geführte Weltordnung zu erhalten.

Die globale Mehrheit betrachtet diese Umkehr im Westen irritiert und beklommen. Die Formen von Populismus, die man in Amerika und Europa sehen kann, bleiben bisher auf den Westen beschränkt. Zwar gibt es auch in Asien populistische Anführer wie Indiens Narendra Modi und Rodrigo Duterte auf den Philippinen, aber deren Popularität rührt nicht aus einer Reaktion oder Zurückweisung globaler Trends und Ereignisse.

Aus asiatischer Perspektive

Von Asien aus gesehen bekommt man eine andere Perspektive auf die heftige Debatte über Globalisierung und Populismus. Asiatischen Gesellschaften hat die Globalisierung sehr geholfen, doch haben sie auch erhebliche negative Auswirkungen erlebt. Die Mehrheit leidet unter den sozialen und ökologischen Kosten der rasanten Entwicklung und Verwestlichung. Nach Asiens Erfahrungen mit den Erfolgen und Misserfolgen der Globalisierung sollte die populistische Reaktion im Westen nicht überraschen.

Der Westen, Hauptverfechter einer ungezügelten Globalisierung, scheint jetzt seine eigene regelbasierte Welt abzulehnen, auch wenn Spätankömmlinge aus Asien und Afrika sie begeistert begrüßen. Von der Kehrtwende des Westens sind die Neubekehrten verständlicherweise irritiert.

Im Westen hat nach dem Krieg eine vorherrschende liberale Ideologie, verbunden mit einem politischen Narrativ, unter dem Vorwand der Globalisierung versteckten Zielen gedient. Dass diese Ideologie ins Wanken gerät, erweist sich als peinlich für die liberalen Eliten und erklärt vielleicht teilweise die Empörung der Kommentatoren über populistische Politiker.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: James SteakleyEigenes Werk

 

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Die Linke ist da!

Erstellt von DL-Redaktion am 12. März 2017

Im „Institut Solidarische Moderne“

-entwerfen Politiker von SPD, Linkspartei und Grünen die intellektuelle Strategie für eine rot-rot-grüne Regierung. Die Chancen dafür sind gut, meint Vorstandssprecher Thomas Seibert.

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Herr Seibert denkt in den „Institute Solidarische Moderne“ bereits seit sieben Jahren mit anderen Politikern nach. Über eine Rot – Rot – Grüne – Regierung. Eine wahrhaft heroischer Tat. Katja Kipping hat auch von Anfang an Mitgedacht – seit sieben Jahren. Aufgehört mit Denken haben sie scheinbar nicht. Sollten wir Nichtdenker dieses mit dem Berliner Flughafen vergleichen, auf dem wohl nie Flugzeuge starten oder landen werden – da zu viel, oder die Falschen denken anstatt Nachzudenken, in diesen obskuren „Denkfabriken“?

Wenn PolitikerInnen auch nur den Versuch machen mit dem Nachdenken zu beginnen. Merkel glaubt doch heute noch das die Erde eine Scheibe ist und alle ihre Unterwürfigkeit nützt ihr dabei nichts, da Erdogan glaubt das die Scheibe eine Erfindung von Hitler ist. Da sind die Holländer aber schon weiter. Wie sie es unserer Schlafmützigen Michelline gezeigt haben.

Ja, die fast Flagge des Libanon steht für Rot – Rot – Grün. Als Stammbaum muss hier der Braune von Wagenknecht herhalten. Vielleicht auch aus den Hause Lafontaine, wurde einfach  zu lange gelagert, bei den Jesuiten schon. Die Flüchtlinge wollten ihn auch nicht haben und mit zurück in ihre Heimat nehmen.  So als Andenken, dort gibt es bereits genügend braune Erde.

Ist aber ganz sicher eine gute Einkommensquelle, dieses Institut. Sicher besser als Arbeiten, -denken strengt nicht so an. Besonders bei den Politikern nicht. Und den Kapitalismus wollen sie so überwinden? Na, dann denkt mal noch weitere sieben Jahre und erzählt uns was ihr für den Kapitalismus in Gegenleistung anzubieten habt? Wie gut das Parlamente nur für vier Jahre gewählt werden, dann kommen wieder Andere zum Denken und Geldverdienen in das Institut. Aber vielleicht bemühen die sich dann, und beginnen Nachzudenken.

Redaktion DL/IE

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Herr Seibert, im Institut Solidarische Moderne bereiten Sie angeblich eine rot-rot-grüne Regierung vor. Was machen Sie denn genau?

Wir haben uns vor sieben Jahren zu einer Denkwerkstatt zusammengetan: Vertreter der SPD, der Linkspartei, der Grünen, aus Gewerkschaften, von Menschenrechtsinitiativen, aus Umweltgruppen und der Wissenschaft. Andrea Ypsilanti und Katja Kipping zum Beispiel waren auch von Anfang an dabei. Wir diskutieren und entwickeln seitdem einen neuen Politikstil, der einen sozial-ökologischen Gesellschaftsumbau möglich macht, also linke und grüne Ideale vereint und umsetzt. Unsere Empfehlungen verbreiten wir über das Internet, aber auch in diversen lokalen Foren in ganz Deutschland. Da können alle mitmachen.

 In Ihrem letzten Positionspapier aus dem Herbst 2016 blicken Sie so optimistisch wie nie zuvor auf einen Linksruck im Land. Darüber konnte man sich damals noch wundern. Fühlen Sie sich bestätigt durch den Zuspruch, den die SPD mit Schulz plötzlich erhält?

Ja, darin zeigt sich ein Bedürfnis der Menschen nach linker Politik, von dem wir schon länger ausgehen. Dass der Zuspruch nun Martin Schulz gilt, scheint allerdings naiv, er gehörte ja nie zur den Linken in der SPD. Er war im EU-Parlament der Moderator einer schwarz-roten Koalition und hat maßgeblich zur Niederwerfung der griechischen Syriza-Regierung beigetragen.

Was ist in Ihren Augen links?

Sich einzusetzen dafür, den Kapitalismus und alle Herrschafts-, Ausbeutungs- und Missachtungsverhältnisse zu überwinden; nach Möglichkeiten der Befreiung zu suchen.

Würden denn alle beim ISM diese Definition unterschreiben? Will etwa auch Frau Ypsilanti den Kapitalismus überwinden?

Ja, das will sie. Die SPD hat bis in die neunziger Jahre das Programm eines ,demokratischen Sozialismus’ verfolgt. Andrea Ypsilanti ist dieser Linie treu geblieben und engagiert sich auch mit dem ISM dafür, ihre Partei wieder entsprechend links auszurichten.

Warum sehen Sie für dieses linke Projekt ausgerechnet jetzt so gute Chancen, in einer Zeit, in der rechtspopulistische Kräfte überall in der Welt erstarken?

Zwei Dinge haben sich in den letzten Jahren geändert: Erstens versuchen linke Bewegungen in verschiedenen Ländern erstmals, ihre Positionen auch durchzusetzen, mit Parteien zu kooperieren und mitzuregieren. Das war noch vor zehn, fünfzehn Jahren anders; man ging zwar für eine andere Welt auf die Straße, fragte sich aber kaum, wie eine solche Welt verwirklicht, wie sie durchgesetzt werden könnte. Zweitens zeigt sich immer mehr, wie erschöpft der Neoliberalismus ist. Die große Krise von 2008 wurde zunächst nur als Finanz- und Eurokrise wahrgenommen, sie betrifft aber das gesamte neoliberale Projekt. Die Folgen sehen wir jetzt: Die Mitte schwankt. Natürlich gibt es da Kräfte von rechts, aber die linken gibt es auch. Wir befinden uns zum ersten Mal seit den frühen achtziger Jahren in einer wirklich offenen Situation.

Ähnlich äußern Sie sich in den „Notizen zum Plan A einer neuen Linken“. Da schreiben Sie über ein angeblich „dissidentes Drittel“, das sich dem neoliberalen Konsens verweigere und sich für Flüchtlinge engagiere. Das „dissidente Drittel“, das sich dem neoliberalen Konsens verweigert, gibt es – das sind aber nicht die, die Flüchtlingen helfen, sondern die, die AfD wählen.

Quelle : FAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : ? Variante der Nationalflagge mit braunem Stamm

RainmanEigenes Werk

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Die Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Januar 2017

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Der Wiedererkennungswert der Grünen, „Nafri“ als Wort des Jahres 2014, und wie sich Deutschland tatsächlich abschafft.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Le Pen, Petry, Orbán, Wilders, Strache stehen auf straffe, durchgreifende nationale Sicherheitsbehörden.

Und was wird besser in dieser?

De Maizière auch.

Grünen-Chefin Simone Peter kritisierte die Polizeiarbeit am Kölner Bahnhof in der Silvesternacht. Am Montag folgte dann Lobgesang auf die Polizei – warum so unentschlossen?

Die Grünen werden derzeit weder für ihre antirassistische Tradition belobigt noch als neuerdings Partei der inneren Sicherheit wahrgenommen. Ihr Spektrum reicht von „pro Videoüberachung“ (Özdemir), „weniger political correctness“ (Kretschmann) über grüne Polizisten, die besser ausgerüstet werden sollten (Göring-Eckardt) bis zum Selberschuld – Behördenwirrwarr – Standardtanz (Hofreiter). Eine schöne Gelegenheit, mangels klarer Linie den Kontaktbereichsbeamten um einen Platzverweis zu bitten: In dieser heillos überkochten Debatte hätten die Grünen das Alleinstellungsmerkmal, einfach mal den Mund zu halten. Doch zugleich läuft die Urwahl zum Spitzenduo, und die Umfragewerte zur Bundestagswahl bröckeln. Özdemir: „Wir müssen aufpassen, dass sich die Gesellschaft nicht so verändert, dass wir sie nicht wiedererkennen.“ Hübsch wäre, wenn die Grünen dabei so blieben, dass man sie noch wiedererkennt.

Quelle: Weiterlesen – TAZ

 

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RLP: Hartz-IV-Gesetz korrigieren

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Dezember 2016

Bundestagswahlkampf Malu Dreyer:
SPD muss Hartz-IV-Gesetz korrigieren

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin rückt in einem zentralen Punkt von der Agenda 2010 ab – die Höhe des Schonvermögens soll von der Lebensarbeitszeit abhängen

Die SPD soll im Bundestagswahlkampf weitreichende Korrekturen an den Arbeitsmarktreformen ihres früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder versprechen. Das fordert die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Interview mit dem Tagesspiegel.

Viele Menschen hätten Angst, „von einem Moment auf den nächsten vor dem finanziellen Absturz zu stehen, obwohl man ein Leben lang in die sozialen Sicherungssysteme eingezahlt hat“, sagte die Mainzer Regierungschefin: „Das darf nicht sein.“

Dreyer will bei einem zentralen Punkt von Schröders Agenda 2010 ansetzen: dem Schonvermögen, das Arbeitslosen bleibt, wenn sie Hartz-IV-Leistungen (Arbeitslosengeld II, Wohngeld) beziehen. Die Höhe dieses geschützten Vermögens soll sich nach Dreyers Willen in Zukunft stärker an der Lebensarbeitszeit orientieren. Arbeitslose, die lange gearbeitet haben, würden dadurch besser gestellt. Zur Begründung sagte die SPD-Politikerin, Menschen, die 30 Jahre gearbeitet hätten, dürften nicht mit Menschen gleichgestellt werden, die am Anfang ihres Berufslebens stünden. „Das müssen wir korrigieren.“

Quelle : Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber CDU

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CDU-Parteitag: Empörung

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Dezember 2016

nach Doppelpass-Beschluss

Bildergebnis für Wikimedia Commons Schulz SPD - Merkel CDU Karikaturen

unter uns : „Ich habe drei Pässe, zwei im Flugzeug und eien im Auto

 

„CDU verliert nicht nur die Nerven, sondern auch ihre Werte“

Nach einer heftigen Debatte auf dem Parteitag in Essen will die CDU den Kompromiss mit der SPD zur doppelten Staatsbürgerschaft aufkündigen. Nicht nur in den Reihen des Koalitionspartners sorgte der Beschluss für Empörung.

Bei der Türkischen Gemeinde in Deutschland stoßen die CDU-Pläne auf deutliche Kritik. Der Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu sagte, damit verliere die CDU nicht nur die Nerven, sondern auch ihre eigenen Werte.

Mit den christlichen Werten und dem Demokratieverständnis sei es nicht zu vereinbaren, dass man ein eigenes Gesetz wieder rückgängig machen wolle. „Allein die Diskussion darüber schafft neue Unsicherheiten in der Gesellschaft in einer Zeit, in der wir mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt brauchen.“

Wenn die Menschen nicht mehr zwischen CDU und AfD unterscheiden können…“

Populistische Vorschläge spalteten die Gesellschaft, meinte Sofuoglu. Die CDU übernehme immer mehr Inhalte von der AfD. „Wenn die Menschen bei der Wahl nicht mehr zwischen CDU und AfD unterscheiden können, dann wählen sie AfD“, sagte der Bundesvorsitzende.

Der CDU-Bundesparteitag in Essen hatte mit einer knappen Mehrheit dafür votiert, die sogenannte Optionspflicht für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern wieder einzuführen. Die Kinder müssten sich dann für eine Staatsbürgerschaft entscheiden. Den Antrag hatte die Junge Union gestellt.

Bis 2014 wurden in Deutschland geborene Kinder von Ausländern zu Deutschen und behielten zunächst auch die Staatsangehörigkeit der Eltern. Zwischen ihrem 18. und 23. Lebensjahr mussten sich die meisten aber entscheiden und einen ihrer beiden Pässe abgeben. Seit einer Vereinbarung der schwarz-roten Koalition im Dezember 2014 können diese Kinder neben der Staatsangehörigkeit der Eltern auch die deutsche dauerhaft behalten.

Gabriel sieht Angriff auf die Integration

Auch Politiker der SPD und der Grünen zeigten kein Verständnis für den Parteitagsbeschluss der CDU. SPD-Chef Sigmar Gabriel wertete die Kehrtwende der CDU beim Doppelpass als Angriff auf die Integration. „Das ist ein schlimmer Beschluss“, sagte der Vizekanzler. Die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel habe sich ihr Wiederwahlergebnis beim CDU-Parteitag von 89,5 Prozent „erkauft“, indem sie nun den innerparteilichen Gegnern ihrer Flüchtlingspolitik die in Deutschland geborenen Kinder ausländischer Eltern opfere, erklärte der Vizekanzler. Merkel könne nicht knapp eine Million Flüchtlinge einladen „und sich dafür bejubeln lassen“, dann aber die hier geborenen Kinder schlecht behandeln.

Die CDU stelle damit alle hier geborenen Kinder ausländischer Eltern „unter den generellen Verdacht von Illoyalität gegenüber unserem Staat“, so Gabriel. Die Entscheidung zeige, dass die CDU mit der Politik von Merkel eigentlich nicht einverstanden sei: „Die haben sich die falsche Vorsitzende gewählt für diese Politik – oder Frau Merkel sich die falsche Partei.“

Gabriel erwartet aber keine Koalitionskrise. Die doppelte Staatsbürgerschaft sei im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD verankert. „Und solange sich die CDU-Fraktion an den Koalitionsvertrag hält, gibt’s keine Probleme“, sagte er.

Özdemir: „CDU will Deutsch-Türken Erdogan überlassen“

Justizminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich ähnlich wie sein Parteichef: „Die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft wäre ein riesiger Rückschritt für die Integration“ und eine Misstrauenserklärung gegenüber der weit überwiegenden Mehrheit der Doppelstaatler, „die voll hinter unserem Grundgesetz steht“. Er betonte: „Der Doppelpass bleibt.“ Maas ergänzte: „Die einzige Partei, mit der die CDU die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft umsetzen könnte, wäre die AfD.“

SPD-Vize Aydan Özoguz erklärte: „Auf der Suche nach dem verlorenen Markenkern opfert die CDU wichtige Integrationserfolge.“

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte, die CDU zwinge ihre Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel, die Einigung mit der SPD aufzukündigen. „Das wäre ein klarer Verstoß gegen den Koalitionsvertrag“, betonte Oppermann. Das Votum des CDU-Parteitages zeige, dass die Kluft zwischen der Kanzlerin und ihrer Partei immer größer werde: „Die Kanzlerin bittet die Partei um Hilfe und bekommt stattdessen Knüppel zwischen die Beine geworfen.“

CDU-Vize Thomas Strobl sagte: „Ist doch in Ordnung, wenn die CDU eine klare Position hat. Sie ist nur mit keiner anderen demokratischen Partei umsetzbar.“

Merkel selbst stellte sich gegen den Beschluss. Es werde in dieser Legislaturperiode keine Änderung dazu geben und sie halte den Beschluss persönlich für falsch, sagte die CDU-Chefin in Essen nach Ende des Parteitags vor Journalisten.

Quelle: t-online >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : Fotoquelle : extra3 (@extra3) | Twitter

 

 

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Italiener Verfassung ab

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Dezember 2016

Italiener lehnen neue Verfassung
mit knapp 60 Prozent ab

File:Italien 19Jh Panorama Venedig.jpg

Die Mehrheit der Italiener hat Prognosen zufolge gegen die Verfassungsreform und damit gegen die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi gestimmt.

Die Mehrheit der Italiener hat Prognosen zufolge gegen die Verfassungsreform und damit gegen die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi gestimmt. Nach der jüngste RAI-Prognose ist die Niederlage (23.50 Uhr) für Renzi erheblich: Demnach lehnte 59,1 Prozent der Italiener den Entwurf ab, nur 40,9 Prozent folgten dem Ministerpräsidenten. Der Corriere berichtet sogar von 60 Prozent Ablehnung. Die Wahlbeteiligung lag bei sehr hohen 70 Prozent. Die aktuellen Live-Zahlen liegen bei 59,63 Prozent.

Renzi gab in der Nacht zum Montag seinen Rücktritt bekannt.

Die Niederlage von Renzi könnte Italien in Turbulenzen an den Finanzmärkten stürzen. Diese könnte vor allem für die Skandalbank. Monte Paschi gefährlich werden. Die Bank befindet sich seit Jahren in einer Schieflage. Zuletzt hatte Renzi mit der EU-Kommission verhandelt, um die Bank mit Steuergeldern zu retten.

Aus verschiedenen Landesteilen waren laut dpa im Lauf des Tages Klagen gekommen, dass in den Wahlkabinen einfache Bleistifte auslagen und die Kreuze ausradiert werden könnten. Wähler machten die Probe aus Exempel, reichten Beschwerden bei den Wahlvorständen ein und erstatteten in einigen Fällen Anzeige bei den Carabinieri. Der Schauspieler Giorgio Gobbi sagte der Nachrichtenagentur Ansa, er habe zur Kontrolle einen Radiergummi in die Wahlkabine in Rom mitgenommen und sein Kreuz ausradieren können.

Das Innenministerium reagierte und teilte mit, es habe dieses Jahr 130 000 nicht ausradierbare Stifte gekauft und davon 80 000 an die Präfekturen in den italienischen Provinzen für das Referendum verteilt. Der italienische Lieferant beziehe die Stifte von einem namhaften deutschen Hersteller. Das Ministerium gestand aber ein, dass die Präfekturen auch Stifte ausgeben könnten, die sie noch aus früheren Jahren auf Lager hätten.

Renzi stimmte am Morgen demonstrativ fröhlich mit seiner Frau Agnese Landini in seinem Wahllokal in Pontasieve bei Florenz ab. Seinen Personalausweis hatte der Florentiner anscheinend vergessen. „Ich habe kein Dokument dabei, hoffe aber, erkannt zu werden“, sagte er laut Medienberichten.

Roms neue Bürgermeisterin Virginia Raggi stimmte demonstrativ mit Nein. „#IchSageNein und Ihr?“, schrieb die 38-jährige Politikerin der oppositionellen Fünf-Sterne-Bewegung anschließend auf Facebook. Die Eurokritiker um ihren Anführer Beppe Grillo, die Lega Nord und die Partei Forza Italia des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi hatten alle gegen die Reform mobil gemacht. Kurioserweise hätte gerade die M5S-Bewegung von der Reform profitieren können, weshalb der Economist zuletzt die Italiener aufgerufen hatte, mit Nein zu stimmen.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten >>>>> weiterlesen

Gut für Europa: Italien sagt Nein zu Korruption und Nepotismus

Quelle: Deutsche W. Nachrichte >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : Venedig, Panoaramaansicht, Mitte des 19. Jahrhunderts, Aquarell und Gouache über Aquatinta, ca. 20 x 50

This work is in the public domain in its country of origin and other countries and areas where the copyright term is the author’s life plus 100 years or less.
Author Anonymou

 

 

 

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Sechs Jahre Syrien Krieg

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Oktober 2016

Türkisches Militär bombardiert
kurdische Kämpfer in Syrien

Die türkische Armee hat Stellungen der kurdischen YPG nördlich von Aleppo angegriffen. Sie spricht von 200 Toten, die Kurden nennen deutlich weniger Opfer.

Die türkischen Streitkräfte haben bei Luftangriffen in Nordsyrien nach eigenen Angaben zwischen 160 und 200 kurdische Kämpfer getötet. Die Jets hätten 18 Ziele der YPG-Miliz attackiert, teilte die Armee mit.

Die Türkei habe Gebiete bombardiert, die die YPG kürzlich erobert hatte. Es seien neun Gebäude und fünf Fahrzeuge zerstört worden. Auch die kurdischen Behörden und die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichteten von den Angriffen nördlich der Stadt Aleppo.

Allerdings dementierten die Kurden-Milizen die hohe Zahl an Opfern in ihren Reihen. Bei den türkischen Luftangriffen seien lediglich zehn Kämpfer ums Leben gekommen, sagte ein Kommandeur der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) der Nachrichtenagentur AP. Er berichtete aber auch, dass die Luftangriffe weitergingen. Den Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge sind mindestens elf Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Diese Militärallianz wird von der syrischen Kurdenmiliz YPG angeführt. Die Aktivisten meldeten zudem 24 Verletzte.

Die Türkei wird für ihre wiederholten Angriffe auf die kurdische Miliz kritisiert, weil die YPG einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) ist. Die Regierung in Ankara befürchtet aber, dass durch militärische Erfolge der Kurden in Nordsyrien die verbotene PKK im eigenen Land gestärkt werden könnte. YPG und PKK sind militärische Verbündete. Zudem unterstützt die Türkei rivalisierende Rebellengruppen im Kampf gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad.

Waffenruhe in Aleppo

Quelle : Die Zeit >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : DoD Photo By Glenn Fawcetthttp://www.eucom.mil/photo/24622/a-patriot-missile-battery-sits-on-an-overlook-at-a-turkish-army-base-in-gaziantep

 

  • Gemeinfrei
  • File:A-patriot-missile-battery-sits-on-an-overlook-at-a-turkish-army-base-in-gaziantep.jpg
  • Erstellt: 1. Februar 2013

 

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Rot-Rot-Grün auch im Saarland?

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Oktober 2016

Warum Rot-Rot-Grün auch
im Saarland möglich ist

Koalitionsdebatte vor der Landtagswahl im März 2017 nimmt langsam Fahrt auf – SPD und Grüne halten sich mehrere Optionen offen

Je näher die saarländische Landtagswahl am 26. März 2017 rückt, desto stärker wird in der SPD eine Diskussion geführt, die es nach dem Willen der Parteispitze gar nicht geben darf, jedenfalls nicht öffentlich.

Je näher die saarländische Landtagswahl am 26. März 2017 rückt, desto stärker wird in der SPD eine Diskussion geführt, die es nach dem Willen der Parteispitze gar nicht geben darf, jedenfalls nicht öffentlich. Denn Spitzenkandidatin Anke Rehlinger will weder die Anhänger eines rot-rot-grünen Bündnisses noch die der großen Koalition in der Partei und in der Wählerschaft vergraulen – und sich daher vor der Wahl nicht festlegen, mit wem die SPD nach der Wahl koalieren wird. „Wir führen jetzt keine Koalitionsdebatten, sondern kümmern uns ums Land“, lautet Rehlingers Mantra.

Rot-Rot-Grün sei „eine rechnerische Möglichkeit“, sagt Rehlinger. Ob mehr daraus werde, hänge ab vom Wahlergebnis, von den Inhalten und davon, „ob ich überzeugt bin, dass eine solche Regierungskonstellation geeignet ist, in den nächsten fünf Jahren vernünftige Politik für dieses Land zu organisieren“. Rechnerisch könnte es knapp werden, je nachdem, wie stark die AfD abschneidet und ob die FDP in den Landtag kommt. Auch die Grünen sind noch nicht sicher drin.

Inhaltlich gäbe es vermutlich keine unüberwindbaren Hindernisse für Rot-Rot-Grün. Zu verteilen ist ohnehin kaum etwas, auch wenn ab 2020 durch den neuen Bund-Länder-Finanzausgleich wieder etwas mehr investiert werden kann. Ein Linksbündnis würde im Bundesrat sicherlich den Versuch unternehmen, die Steuern für Reiche zu erhöhen, so dass die Bundesländer mehr Geld einnehmen. Doch die Erfolgschancen einer solchen Initiative sind fraglich. Erstens zieht die Bundesregierung nicht mit (jedenfalls nicht die aktuelle), zweitens kommen viele Bundesländer mittlerweile mit ihrem Geld aus.

Grundsätzliche Vorbehalte gegen Rot-Rot-Grün gibt es bei den drei Parteien nicht. Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine ist zu einem solchen Bündnis bereit, wenn er ein paar Dinge wie Belegschaftsbeteiligungen durchsetzen kann. Der Landeschef der Grünen, Hubert Ulrich, hält ein Linksbündnis im Grundsatz ebenfalls für möglich, schließt aber auch Schwarz-Grün (rechnerisch nahezu ausgeschlossen) und eine Neuauflage des 2012 gescheiterten Jamaika-Bündnisses (rechnerisch ungewiss, politisch unwahrscheinlich) nicht von vorneherein aus. „In beide Richtungen gibt es jedoch inhaltliche Hürden, die überwunden werden müssen“, sagt Ulrich. Er nennt Themen wie den Grubenwasser-Anstieg oder mehr Geld für die Hochschulen.

Ein Knackpunkt in rot-rot-grünen Koalitionsverhandlungen wäre sicherlich die Windkraft: Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine hat den Stopp der „Zerstörung der Landschaft durch riesige Windräder“ zur Bedingung für Rot-Rot-Grün gemacht. Worauf die Grünen entgegneten, dass die Energiewende mit ihnen nicht verhandelbar sei. Lafontaines Vertrauter, der Wirtschaftsexperte Heinz Bierbaum, sagt: „Ich denke, dass das lösbar ist.“

Zwar werden auch in der großen Koalition gelegentlich Differenzen deutlich, vor allem in der Innen- und Gesellschaftspolitik, die von Parteilinken und Jusos gerne als ein Grund für den Wechsel des Koalitionspartners genannt werden. Aber richtig geknallt hat es bislang nicht. Hinter vorgehaltener Hand haben manche Genossen bereits zu verstehen gegeben, dass eine Fortsetzung des Bündnisses mit der CDU für das Land nicht unbedingt das Schlechteste wäre, weil nach 2017 weiter gespart werden muss und Strukturreformen, etwa bei den Kommunen, umgesetzt werden müssen. Öffentlich will das niemand sagen, um Spitzenkandidatin Rehlinger nicht in die Parade zu fahren.

Quelle : Saarbrücker – Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : Urheber – Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

Michael Müller (SPD), Klaus Lederer (Die Linke) und Ramona Püp (Grüne); von rechts nach links

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Rückschau

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Oktober 2016

1.Martin Schulz: „Die SPD muss den Anspruch haben, stärkste Partei zu werden“

Er ist der Hoffnungsträger der Sozialdemokraten: Der EU-Politiker Martin Schulz spricht über gute linke Politik und über die Ziele im nächsten Bundestagswahlkampf.

Das Straßburger Büro von Martin Schulz ist ein Ort des maximalen Weitblicks. Im 15. Stock des runden Parlamentsgebäudes schwebt man geradezu über der Stadt, dem Fluss, den Feldern. Vor dem Fenster versinkt Schulz im schwarzen Ledersofa. Im Januar endet seine Amtszeit, Schulz‘ Wiederwahl ist derzeit offen: Die europäischen Konservativen wollen einen eigenen Kandidaten durchbringen. Schulz könnte bald nach Berlin wechseln, vielleicht sogar SPD-Kanzlerkandidat werden.

ZEIT ONLINE: Herr Schulz, erinnern Sie sich noch an Ihre erste Parlamentswoche als Europaabgeordneter?

Martin Schulz: Sehr gut sogar. Es war der 20. Juli 1994, ein Dienstag. Es herrschte Aufbruchstimmung. Der Maastrichter Vertrag war erst wenige Monate zuvor in Kraft getreten, der bis dato tiefste Schritt der europäischen Integration. Die Stimmung war anders, viel hoffnungsfroher als heute. Aber auch damals war das EU-Parlament ein Spiegel der politischen Bewegungen Europas. Jean-Marie Le Pen, der damalige Chef des Front National, war in den neunziger Jahren schon im Parlament ebenso wie die italienischen Neofaschisten. Nur damals waren es Randphänomene. Heute haben wir leider an die 100 antieuropäische und euroskeptische Abgeordnete – bei 751 Mitgliedern.

ZEIT ONLINE: In Deutschland wird diskutiert, wie man mit Rechtspopulisten im Parlament umgehen sollte. Haben Sie einen Tipp?

Schulz: Ich bin dafür, von Fall zu Fall zu entscheiden. Bei der Ukip etwa sitzt ein Kollege, der ein jüdisches Elternteil hat und der ein sehr reflektierter Mann ist. Er ist für den Austritt Großbritanniens aus der EU, aber er ist ein sehr kluger Kopf und kämpft engagiert gegen Antisemitismus. An diesem Punkt kann ich gut mit ihm zusammenarbeiten. Aber bei anderen sind wir natürlich nicht naiv: Marine Le Pen zum Beispiel ist eine rechtsextreme Ultranationalistin und gefährlich. Diese Leute wollen Europa von innen zerstören. Daher gilt der Grundsatz: Keine Mittel der Demokratie für die Feinde der Demokratie.

ZEIT ONLINE: Als Abgeordnete haben sie ein Recht auf diese Mittel der Demokratie.

Quelle : Die Zeit >>>>> weiterlesen

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2. Debatte über Polizei in Thüringen

Ein Bild bringt die Linskpartei in Erklärungsnot

Die Polizei hat bundesweit gerade einen schweren Stand und muss sich oft für ihr Vorgehen rechtfertigen. In Thüringen ist das Verhältnis zwischen Politik und Polizei derzeit besonders belastet, was aber nicht an den Ordnungshütern liegt. Vielmehr ist hier die rot-rot-grüne Regierung insgesamt, vor allem aber die Linke in Erklärungsnot.

Das hat der Polizei gerade noch gefehlt. Erst die Pannen bei der versuchten Festnahme des Terrorverdächtigen in Chemnitz, der sich dann auch noch in seiner Gefängniszelle umbringen konnte. Bundesinnenminister de Maizière hat eine schnelle und umfassende Aufklärung gefordert. Andere Politiker sprechen von einem Fiasko.

Was in Chemnitz und Leipzig passiert ist, verschafft Polizei und Justiz in Sachsen, aber wohl auch bundesweit einen schweren Stand, vor allem wenn es darum geht, sich gegen Angriffe von links zu wehren. In Thüringen ist das Verhältnis gerade besonders schlecht. Dabei steht allerdings ausnahmsweise mal nicht die Polizei schlecht da. Vielmehr sind es die Politiker der rot-rot-grünen Landesregierung.

„Wir sind als Polizeibeamte gekränkt, wenn wir so etwas sehen“, sagt Kay Christ, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Ein Bild ist in Thüringen Stein des Anstoßes.

„#R2G Für mehr Punk in der Politik“ ist darauf zu lesen. Es zeigt die drei fröhlich grinsenden Fraktionsvorsitzenden der Rot-Rot-Grünen Thüringer Regierungskoalition. Die Linke Susanne Hennig-Wellsow, der Grüne Dirk Adams und der Sozialdemokrat Matthias Hey, Letzterer die linke Faust zum Gruß der Arbeiterklasse geballt.

Diskussion über ACAB

„Das war eine Situation vor dem Landtag …“

„… nachdem wir den Gesetzentwurf für mehr Demokratie auf kommunaler Ebene durchbekommen hatten durch den Landtag.“

„… und dann entstand dieses Bild, das aus einer Laune heraus, quasi als reiner Jux, entstanden ist.“

… erinnern sich Matthias Hey und Dirk Adams.

Und was weder er noch der Grüne Adams wussten: Noch jemand hatte sich einen Spaß gemacht: Ein Mitarbeiter der Linken-Fraktion hatte am Computer-Bild-Hintergrund die Buchstaben „ACAB“ platziert, als wäre es ein Graffito an der Landtagsmauer. ACAB aber ist eine Abkürzung.

„Wir wissen, dass in der Punkrock-Szene und auch in der linken Szene ACAB für ‚All Cops Are Bastards‘ steht.“

„All Cops Are Bastards“ aber heißt: „Alle Polizisten sind Bastarde“. Das findet Kay Christ, Chef der Gewerkschaft der Polizei in Thüringen weniger witzig. Und auch Matthias Hey war nicht amüsiert, als er auf den kleinen Schriftzug hingewiesen wurde.

„Also, ich kann sagen, dass ich ehrlich gesagt stinksauer war.“

„Was dort im Hintergrund in der Struktur, in der Fassade versteckt war, hat niemand von uns gesehen.“

… entschuldigt sich der Grüne Adams.

„Das war die Idee eines jungen Kreativen, das dort einzusetzen, im Hintergrund, in der Struktur. Und das ist bestimmt ein Fehler gewesen.“

CDU findet Äußerungen nicht witzig

Die Linken-Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow erklärte schriftlich, dass ihre „Satire“ missverstanden wurde. Außerdem hieße „ACAB“ ja „All Cats Are Beautiful“ – „Alle Katzen sind schön“. Ihr Parteifreund, Ministerpräsident Bodo Ramelow, frotzelte sich auf Twitter durch andere ACAB-Deutungsvarianten, etwa „Acht Cola, acht Bier“ oder „Arme CDU ahnt Blamage“. Die CDU aber mochte nicht mit den Linken lachen. Fraktionsvorsitzender Mike Mohring:

„Wenn man sagt: ‚Alle Polizisten sind Bastards‘, da kommt es nicht darauf an, ob das rechtlich eine Beleidigung ist, sondern darauf, ob die, die regieren, sich vor ihre Polizei stellen oder sagen, wir lassen zu, dass aus der linksextremen Szene bis in die Regierungskreise hinein dieser Tatbestand als Vorwurf im Raum bleibt.“

Rainer Kräuter war 30 Jahre Polizist und ist nun Abgeordneter der Linken im Landtag. Er verweist darauf, dass „All Cops Are Bastards“ nach einem Urteil der Bundesverfassungsgerichts nicht hinreichend konkret genug ist, um als Beleidigung zu gelten, versteht aber, wenn Polizisten dennoch sauer sind.

„Das darf man so sehen und das darf man auch bemängeln, dass das nicht witzig ist. Es ist eine Auseinandersetzung, die sich darum dreht, dass Polizei in der Gesellschaft mehr Achtung, mehr Respekt erfahren muss. Und dieses Verständnis muss auch der eine oder andere Fraktionsmitarbeiter für sich erst erarbeiten. Und da haben wir als Linke Fraktion richtig Arbeit vor der Hütte.“

Kay Christ von der Gewerkschaft der Polizei kann mit den Entschuldigungen für den – wie er sagt – „heftigen Fehltritt“ von Rot-Rot-Grün leben, sieht aber ein schwereres, zugrunde liegendes Problem:

„Ich glaube, die Linke hat immer noch ein ungeklärtes Verhältnis zur Polizei. Und zwar die Linke in ihrer Gesamtheit. Also, ich spreche nicht von den Verantwortlichen in der … nicht von allen Verantwortlichen (lacht) in der Regierung und im Parlament – das glaube ich wohl, das ist noch da! Und die Linke hat, glaube ich, auch noch ein bisschen so ein falsches Verständnis zu ‚Wer darf denn Gewalt ausüben, und in welchen Fragen kritisieren wir Gewalt?‘ Das glaube ich wohl.“

Quelle : Deutschlandfunk >>>>>> weiterlesen

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3.Bundestagsvizepräsidentin Roth verlangt härteres Vorgehen gegen Hass von Rechts

undestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) verlangt ein härteres Vorgehen des Rechtsstaats gegen rechtsextreme Straftäter. Es gebe ein massives Problem, was die Strafverfolgung politisch motivierter Täter mit rechtsextremistischem Hintergrund angehe, sagt Roth der Zeitung „Die Welt“ (Mittwochsausgabe). „Ich erwarte, dass unser demokratischer Rechtsstaat da härter durchgreift.“

Bei einem Besuch vor kurzem im sächsischen Bautzen habe sie sich gefragt, wer dort eigentlich noch das Sagen habe – „der Rechtsstaat oder die Rechtsverächter?“ Es gebe dort Bereiche, die vom Rechtsstaat nicht mehr geschützt seien und in denen Menschen permanent Angst hätten und vorsichtig sein müssten, sagte Roth.

Artikel : DIE Welt >>>>> weiterlesen

Auch hier wieder,das verdrehen von Tatsachen.
Roth stellt sich als Opfer dar.
Nu müssen wir auch noch aufpassen,daß unsere Fatima keine Traumatisierung erleidet und einen Psychiater zusätzlich braucht!
Sie ist entrüstet darüber das die Menschen in Dresden sie nicht mit offenen Armen empfangen haben?
Was erwartet jemand ,der von Demokratie soviel Ahnung hat,wie die Kuh vom Eier legen?
Sie hat noch nie begriffen, das nicht nur Ihre beschimpfungen und Pöbeleien Demokratisch gedeckt ist,sondern auch die Ihrer politischen Gegner.
Aber wie sagte Sie in Dresden selbst so schön?
“ Herr laß Hirn Regnen “
Doch Ihres hat sie bis heut nicht gefunden,
Da könnte es sogar einen Platzregen über Ihr geben!
Sie ist halt dumm geboren und in der 3.klasse ist der Lehrer verstorben,danach gab’s keinen neuen,aus Sparmaßnahmen!

Karl Fischer Republikaner

Quelle: Facebook

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4.Heike Kugler: Immer mehr Menschen von Almosen abhängig – Armut wird politisch als Dauerzustand akzeptiert

Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen der Hans-Böckler-Stiftung, wonach die Kluft zwischen Arm und Reich wächst, erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Saarländischen Landtag und stellvertretende Landesvorsitzende der Saar-LINKEN, Heike Kugler: „Armut ist im Saarland schon lange ein ungelöstes Problem. Letzte Woche wurde die Ausstellung „Auf Augenhöhe“ im Haus der Beratung in Zusammenarbeit von Saarländischer Armutskonferenz und Arbeitskammer und dem Fotografen Pasquale D’Angiolillo eröffnet. Auch hier wurde deutlich: Armut ist bei uns weit verbreitet und inzwischen ein gesellschaftliches Problem. Wenn dann noch Meldungen hinzukommen wie „Rückschlag für Bedürftige: Nürnberger Tafel wegen Arbeitsüberlastung geschlossen“, so ist klar, dass wir eine neue soziale Ausrichtung in der Politik brauchen, da sonst unser Sozialstaat am Ende ist.“ Es sei peinlich, dass man die Tafeln in unserer Gesellschaft hinnehmen müsse und die Große Koalition in Berlin wie an der Saar politisches Handeln verweigere. „Dabei liegen die Zahlen auf dem Tisch: Die Kinderarmut steigt seit Jahren und damit auch die Armut von Familien, denn arme Kinder kommen aus armen Familien“, so Kugler. „Die Perspektiven für Langzeitarbeitslose werden immer schlechter, immer weniger Menschen, die über zwei Jahre arbeitslos sind, werden in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Schließlich wächst die Zahl der Menschen, die im Alter von Armut betroffen sind. Das Rentenniveau sinkt und sinkt, bis schließlich immer mehr Menschen von Grundsicherung abhängig sind. Immer mehr Menschen können ihr eigenes Einkommen nicht mehr erwirtschaften und sind von Almosen abhängig.“ Wer Armut wirksam bekämpfen wolle, müsse daher endlich in die Zukunft der Menschen im Saarland investieren, statt in Minister-Marketing. Kugler weiter: „Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn, der vor Armut schützt, selbst zehn Euro reichen dafür nicht aus. Daher fordert DIE LINKE als erste Notmaßnahme kurzfristig eine Erhöhung des Hartz IV-Satzes auf 500 Euro, um zumindest die Grundversorgung zu garantieren. Grundsätzlich aber brauchen wir in Deutschland gute Arbeit mit guten Löhnen und eine bedarfsdeckende sanktionsfreie Mindestsicherung.“

Quelle: Linksfraktion Saarland

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5. Harald Martenstein

Über Fakten, Phrasen und Beschimpfungen

Hier spricht Lumpi. Ich habe einige Male kritisch über die AfD geschrieben und habe mir daraufhin aus diesem Lager die Bezeichnung „Lump“ eingehandelt. Ein schönes, altdeutsches Wort, obwohl ich „Hallodri“, „Tunichtgut“ oder „Lumpazivagabundus“ besser gefunden hätte. Wenn mich jemand son of a bitch nennt, weiß ich jedenfalls sofort, von der AfD kommt er nicht. Aber ich finde es gut, dass es diese Partei gibt. Sehr viele Leute sehen die Einwanderungspolitik kritisch. In einer Demokratie muss es eine Partei geben, die diese keineswegs verbotene Ansicht glaubwürdig repräsentiert. Was sollen die Merkel-Gegner denn sonst tun? Einen Guerillakrieg anfangen? Ach so, sie sollen die Klappe halten und am besten gar nicht wählen. Na dann.

Sobald es gegen die AfD geht, ist in vielen Medien der Faktencheck abgeschafft. In der Berliner Zeitung lese ich, die Wahl in Meck-Pomm sei ein überwältigender Sieg der AfD-Gegner, 80 Prozent der Wähler hätten ja nicht AfD gewählt. Dann schaue ich mir das Ergebnis an, 21 Prozent AfD, drei Prozent NPD. Zahlen müssen stimmen, außer wenn es gegen die AfD geht.

In einem anderen Artikel lese ich, das Programm der Partei laute so: „Raus aus Euro, EU und Nato“. Im Programm steht: „Die Mitgliedschaft in der Nato entspricht den Interessen Deutschlands“, lesen Sie ruhig nach. Beim Euro verlangen sie eine Volksabstimmung, bei der EU eine Reform. Ständig lese ich den Vorwurf, die wollten „ein anderes Deutschland“. Da frage ich mich, welchen Sinn eine Oppositionspartei haben soll, wenn sie nicht irgendwelche Veränderungen anpeilt.

Ich verlange von meinen Kollegen, wenn sie sich mit der AfD auseinandersetzen, ein gewisses Maß an Faktentreue und, zumindest ansatzweise, den Einsatz von Intelligenz. Es hilft, wenn man mal versuchsweise für eine halbe Stunde die Phrasendreschmaschine ausschaltet. Gefühlte fünfzig Mal habe ich folgendes Argument gelesen: An der Ostsee gibt es doch fast keine Flüchtlinge, an den Stränden dort wurde vermutlich noch nie eine Burka gesichtet. Mit diesem Argument soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die dortigen Wähler sich irrational verhalten haben. Ja, wie kann man nur gegen Atomkraftwerke sein, wenn in 200 Kilometern Umkreis überhaupt kein Kraftwerk steht? Wie kann jemand Pfefferspray in die Tasche stecken, obwohl diese Person Überfälle nur aus der Zeitung kennt? Übrigens vergleiche ich, wenn ich dies schreibe, nicht Flüchtlinge mit was auch immer, ich führe lediglich vor, dass es sich hier um ein sinnfreies Argument handelt. Ein Mensch, der etwas für eine Gefahr hält, zu Recht oder zu Unrecht, handelt vernünftig, wenn er mit Gegenmaßnahmen nicht wartet, bis die Gefahr tatsächlich eingetreten ist.

Die AfD fordert, die Zahl der Einwanderer zu begrenzen und die Einwanderer auszuwählen, totale Abschottung fordert sie nicht. Mit dieser Position müsste man sich auseinandersetzen, falls man tatsächlich an einer Auseinandersetzung interessiert ist. Mit Beschimpfungen und erfundenen Vorwürfen gewinnt man jedenfalls keinen Blumentopf. Wenn man einem Anhänger der Grünen vorwirft, seine Partei sei dafür, den Sex mit Kindern zu legalisieren, macht man sich ja auch lächerlich.

Nun werden mir viele vorwerfen, dass ich Werbung für die AfD mache. Jetzt bin ich wieder der Lump, nur andersrum, eher son of a bitch. Aber wenn morgen in den Zeitungen stünde, die Linke fordere, dass Erich Honecker ein Mausoleum bekommt, dann würde ich sofort eine ähnliche Kolumne schreiben. Dann würde ich halt Werbung für die Linke machen.

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

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6. Union legt zu – keine Mehrheit für Rot-Rot-Grün

Dem neuen Politbarometer zufolge legt die Union etwas zu. Für Rot-Rot-Grün gibt es derzeit keine Mehrheit. Angela Merkel Popularität steigt wieder.

Als einzige der großen Parteien haben CDU/CSU im neuen „Politbarometer“ von ZDF und Tagesspiegel zugelegt: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union auf 34 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im vorherigen „Politbarometer“ vor zwei Wochen.

Die SPD liegt in der am Freitag veröffentlichten Umfrage unverändert bei 22 Prozent, die Grünen verlieren einen Punkt und erreichen zwölf Prozent. Die Linke liegt unverändert bei zehn Prozent, die AfD weiterhin bei 13 Prozent und die FDP kommen abermals auf fünf Prozent.

Damit erhielte die derzeit regierende große Koalition aus Union und SPD weiterhin auf eine Mehrheit. Von den politisch denkbaren Dreierbündnisse hätte eine Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP eine Mehrheit, nicht jedoch ein linkes Bündnis aus SPD, Linkspartei und Grünen.

Die Umfrage erstellte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF und den Tagesspiegel. Dafür wurden vom 11. bis 13. Oktober 1188 Wahlberechtigte am Telefon befragt.

Gewünschte Koalition

Wenn es um die gewünschte Bundesregierung nach der nächsten Bundestagswahl geht, nennen aktuell 23% (August: 19%; September: 20%) eine große Koalition aus Union und SPD. 11% sprechen sich für Rot-Grün aus (August: 11%; September: 11%), 8% hätten gern ein Bündnis aus CDU/CSU und Grünen (August: 10%; September: 8%), 6% sind für eine Koalition aus CDU/CSU und FDP (August: 8%; September: 6%). 8% sind derzeit für Rot-Rot-Grün (August: 5%; September: 9%), 4% für Rot-Rot (August: 3%; September: 2%). Verschiedene sonstige Konstellationen werden von zusammen 17% genannt (August: 17%; September: 21%), mit „weiß nicht“ antworten hier 23% (August: 27%; September: 23%).   (S. 15)

Quelle : Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

  • Description: Antisemitic Painting from Austria ca. 1860-1870
  • Source: Artist unknown, PD

Schießstand mit Schützenscheibe aus Böhmen/Mähren um 1860/70. Sobald der Schütze ins Schwarze getroffen hat, schnappt der Hund unter beträchtlichem Lärm nach dem Juden, der sich mit seinem Schirm zu verteidigen sucht, während ein Knabe von hinten an seinem Rockschoß zerrt und ihn mit Fußtritten traktiert.

 

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Flüchtlingsstatus für Syrer bleibt

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Oktober 2016

Das Verwaltungsgericht Trier will Syrern weiterhin vollständigen Flüchtlingsstatus zuerkennen.

File:Beatrix von Storch.jpg

Da brat mir doch einer nen Storch –
die flüchtet  jeden Frühling aus Afrika um sich hier voll zu fressen

  • Es habe sich gezeigt, dass die Praxis „jetzt erst recht“ richtig sei, sagte der Präsident des Verwaltungsgerichts.

  • Damit widerspricht das Trierer Gericht dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Warum das wichtig ist:

Das BAMF gewährt Syrern zunehmend nur noch subsidiären Schutz. DAmit einher geht ein verkürztes Aufenthaltsrecht. Viele Flüchtlinge klagen dagegen auf vollen Flüchtlingsstatus.

Das Verwaltungsgericht Trier hält an seiner Rechtsprechung zum Schutz syrischer Flüchtlinge fest. Eine Verhandlung mehrerer Klagen von Syrern auf vollen Flüchtlingsstatus habe gezeigt, dass die bisherige Praxis „jetzt erst recht“ richtig sei, sagte der Präsident des Verwaltungsgerichts, Georg Schmidt.

Auch weiterhin solle der Flüchtlingsstatus gewährt werden, wenn der Betroffene illegal aus Syrien ausgereist sei, in Deutschland einen Asylantrag gestellt habe und sich seit längerem hier aufhalte. „Nach unserer Erkenntnis droht aktuell den Menschen bei einer Rückkehr mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit die politische Verfolgung.“

Damit widerspricht das Trierer Gericht dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Behörde ist der Auffassung, dass viele Syrer nur „subsidiären Schutz“ bekommen und nicht als Flüchtlinge anerkannt werden sollen.

Deswegen hat das BAMF bereits in 156 Fällen Berufung gegen ähnliche Urteile des Trierer Verwaltungsgericht beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz eingelegt.

Politisch verfolgt oder nicht?

Das Gericht in Trier ist landesweit für Asylklagen zuständig – und hat in diesem Jahr bereits in Hunderten Fällen Klagen von Syrern Recht gegeben und Entscheidungen des BAMF aufgehoben.

Der subsidiäre Schutzstatus hat zur Folge, dass die Betroffenen eine Aufenthaltsberechtigung von nur jeweils einem Jahr haben – statt drei Jahren beim Flüchtlingsstatus.

Nach Angaben von Schmidt werden die Flucht und die Beantragung von politischem Asyl vom syrischen Regime als „Ausdruck einer politisch missliebigen Gesinnung und damit als Kritik am herrschenden System“ angesehen.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

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Im Bonner Justizministerium

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Oktober 2016

 -arbeiteten besonders viele Nazis

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5b/Bundesarchiv_B_145_Bild-F019973-0017%2C_D%C3%BCsseldorf%2C_CDU-Bundesparteitag%2C_Adenauer.jpg

  • Das Bundesjustizministerium hat seine NS-Vergangenheit aufarbeiten lassen. Die Studie wird am Montag öffentlich vorgestellt.
  • 77 Prozent der leitenden Beamten waren ehemalige NSDAP-Mitglieder, mehr als von den Forschern erwartet. Ihre Zahl stieg nach 1949 sogar noch an.

Zahlreiche NSDAP-Mitglieder und Holocaust-Schreibtischtäter arbeiteten nach dem Krieg wieder in mächtigen Positionen in der Bundesrepublik. Das trifft auf alle Ministerien zu, auf die Polizei ebenso wie auf Gerichte. Im Bonner Justizministerium aber war die Dichte der alten Kameraden besonders hoch. Das zeigt eine Untersuchung, die am Montag von Justizminister Heiko Maas (SPD) vorgestellt werden soll.

Das Ministerium war mit heiklen Fragen rund um die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen befasst. „Die Spitze wurde 1957 erreicht“, sagte der Leiter der Historiker-Kommission, der Rechtswissenschaftler Christoph Safferling, der Süddeutschen Zeitung. „Damals waren 77 Prozent der leitenden Beamten ehemalige NSDAP-Mitglieder, vom Referatsleiter aufwärts.“ Dass die Zahl so hoch sein würde, habe man nicht erwartet. „Wie sich zeigt, war die NS-Belastung im Justizministerium womöglich die höchste unter allen Bonner Ministerien.“ Die Zahl der ehemaligen NSDAP-Mitglieder im Justizministerium stieg nach 1949 sogar noch an.

Quelle : Sueddeutsche >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F019973-0017 / Gerhard Heisler / CC-BY-SA 3.0

  • File:Bundesarchiv B 145 Bild-F019973-0017, Düsseldorf, CDU-Bundesparteitag, Adenauer.jpg

 

 

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Linke stellt den Vizepräsident

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Oktober 2016

Vizepräsidentschaft geht an Linke:
Schweriner Landtag lässt AfD abblitzen

File:13-12-12-landtag-schwerin-videoprojekt.jpg

Zum ersten Mal kommt Mecklenburg-Vorpommerns neuer Landtag zusammen. Das erste Wort hat eine Vertreterin der AfD. Das letzte Wort bei der Wahl des Parlamentspräsidiums haben die anderen Parteien und lassen den AfD-Kandidaten durchfallen.

Der vor einem Monat neu gewählte Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat die Parlamentarierin Sylvia Bretschneider erneut zur Landtagspräsidentin gewählt. Die SPD-Politikerin bekam in Schwerin 45 Stimmen. Das waren drei mehr, als SPD und CDU, die derzeit über eine Fortsetzung ihrer Koalition verhandeln, Abgeordnete stellen. Bretschneider hat das Amt bereits seit 2002 inne.

Bretschneider begrüßte in einer kurzen Rede nach ihrer Wahl ausdrücklich jene 35 der 71 Abgeordneten, die zum ersten Mal dem Parlament angehören. Dazu zählen auch 18 AfD-Abgeordnete. Sie appellierte zudem an die Politiker aller Fraktionen, mehr miteinander statt gegeneinander zu streiten.

Während Beate Schlupp von der CDU mit 63 Stimmen zur ersten Vizepräsidentin gewählt wurde, setzte sich die Linke Mignon Schwenke gegen AfD-Kandidat Ralph Weber bei der Wahl um den zweiten Stellvertreterposten durch. Schwencke erhielt 43 Stimmen und Weber 20 Stimmen.

SPD und Linke verweigern Weber Stimme

Die SPD und die Linkspartei hatten im Vorfeld angekündigt, Weber nicht zu wählen, obwohl der AfD als zweitgrößten Fraktion hinter der SPD für gewöhnlich ein solcher Posten zusteht. Weber muss dennoch mindestens zwei Stimmen aus den Reihen der anderen Fraktionen bekommen haben.

Der Juraprofessor aus Greifswald war mehrmals durch rechtspopulistische Provokationen aufgefallen. Unter anderem bezeichnete er den Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos in Warschau und die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze als „Verrat an unserer historischen Heimat“.

Quelle : n-tv >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle .

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Author © Ralf Roletschek / Own work

 

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Kommunalwahl-Ergebnisse Niedersachsen

Erstellt von DL-Redaktion am 12. September 2016

Gemischtes Ergebnis für AfD in Niedersachsen

Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen ist die rechtspopulistische AfD hinter ihrem Ergebnis bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zurückgeblieben. Nach Angaben des NDR zog die Partei in vielen Orten, in denen sie antrat, zwar in den Stadtrat ein, verfehlte aber offenbar das Ziel von durchschnittlich zehn Prozent.

In etlichen Kommunen wie Osnabrück trat sie erst gar nicht an, in der CDU-Hochburg Cloppenburg kam sie offenbar nicht über fünf Prozent.

In anderen großen Städten konnte die AfD aber punkten. Ein Zwischenergebnis der Wahl zum Stadtrat der Landeshauptstadt Hannover sah die Partei am Abend bei rund zehn Prozent. Vorne lagen hier Sozialdemokraten vor der CDU. Rot-grüne Mehrheiten in den Stadträten gingen aber offenbar sowohl in Hannover als auch Osnabrück verloren.

Die Ergebnisse sind lokal sehr verschieden: So erlebte die CDU in Braunschweig starke Verluste, die SPD dagegen in Emden. Die Sozialdemokraten kamen dort nur noch auf 30,8 Prozent – 20,7 Prozentpunkte weniger als 2011.

Weil: „AfD ist jetzt politischer Faktor“

Niedersachsens SPD-Chef und Ministerpräsident Stephan Weil sagte im NDR-Fernsehen, es gebe Licht und Schatten bei den Ergebnissen seiner Partei, die gründlich analysiert werden müssten. In der Auseinandersetzung mit der AfD gelte es, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen: Die AfD ist jetzt in Niedersachsen ein politischer Faktor.“

CDU insgesamt stärkste Kraft

Insgesamt wurde die CDU wieder stärkste Kraft. Sie lag in Landkreisen und kreisfreien Städten mit 34,4 Prozent vor der SPD (31,2 Prozent), den Grünen (10,9 Prozent), der AfD (7,8 Prozent), der FDP (4,8 Prozent) und der Linken (3,3 Prozent), wie die Landeswahlleitung am Montag mitteilte.

Die AfD schnitt damit auch schlechter ab als bei den letzten Kommunalwahlen im März in Hessen, wo sie auf 11,9 Prozent gekommen war.

Wählergruppen erzielten bei der Wahl am Sonntag 6 Prozent. Die CDU ist seit Anfang der 80er Jahre immer als stärkste Kraft aus Kommunalwahlen hervorgegangen. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,5 Prozent und damit höher als noch 2011.

FDP und Linke leicht verbessert, Grüne bauen ab

Vor fünf Jahren hatte die CDU mit 37,0 Prozent etwas besser abgeschnitten, schon damals lag sie vor den Sozialdemokraten mit 34,9 Prozent. Die Grünen kamen 2011 auf 14,3 Prozent, die FDP auf 3,4, Wählergruppen auf 6,3 Prozent und die Linkspartei auf 2,4 Prozent.

Gewählt wurden die Abgeordneten für die etwa 2200 kommunalen Vertretungen, außerdem 30 Bürgermeister, sechs Landräte sowie ein Oberbürgermeister. In etlichen Städten wie Celle sind Stichwahlen nötig, meist zwischen Kandidaten von SPD und CDU. 6,5 Millionen Bürger waren zur Wahl aufgerufen gewesen.

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_78962264/kommunalwahl-gemischtes-ergebnis-fuer-afd-in-niedersachsen.html

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Nationalfeiertag CDU-Politiker gegen Cohn-Bendit als Festredner

Erstellt von DL-Redaktion am 11. September 2016

Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer hat gegen den geplanten Auftritt des Grünen-Politikers Daniel Cohn-Bendit als Festredner am 3. Oktober in der Frankfurter Paulskirche protestiert. „Herr Cohn-Bendit ist der denkbar ungeeignetste Redner für die Veranstaltung am Tag der Deutschen Einheit“, sagte Irmer der JUNGEN FREIHEIT.

Cohn-Bendit habe, freundlich formuliert, eine „sehr durchwachsene Vergangenheit“, kritisierte der CDU-Politiker. „Er ist nicht dafür bekannt, ein besonderes Verhältnis zur deutschen Nation zu haben und alles andere als ein Patriot. Gerade die Grünen, aber auch die SPD, haben seinerzeit die deutsche Wiedervereinigung abgelehnt. Als Redner für solch eine feierliche Veranstaltung ist Herr Cohn-Bendit eine völlige Fehlbesetzung.“

Cohn-Bendit war von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) eingeladen worden, am 3. Oktober in der Paulskirche die Festrede zum Tag der Deutschen Einheit zu halten.

„Die Sexualität eines Kindes ist etwas Phantastisches“

Der Grünen-Politiker steht immer wieder wegen pädophiler Äußerungen aus den siebziger und achtziger Jahren in der Kritik. Cohn-Bendit hatte 1975 in dem Buch „Der große Basar“ geschrieben: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen.“

An anderer Stelle heißt es: „Es ist mir mehrmals passiert, daß einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‘Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?’ Wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.“ Später distanzierte er sich von dem Text. Dieser sei ein großer Fehler gewesen. Zudem betonte er, er habe nie ein Kind mißbraucht.

In einer französischen Fernsehsendung sagte Cohn-Bendit 1982 – unter dem Einfluß von Marihuana – über seine Arbeit in einem sogenannten Kinderladen: „Die Sexualität eines Kindes ist etwas Phantastisches. Man muß aufrichtig sein, seriös, bei den ganz Kleinen ist es etwas anderes, aber bei den Vier- bis Sechsjährigen, wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt, Sie auszuziehen. Es ist großartig, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.“

Steinbach nennt Entscheidung „instinktlos“

Kritik an der Einladung Cohn-Bendits kam auch von der hessischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach. Auf Twitter bezeichnete sie die Entscheidung als „instinktlos“ und erinnerte an die Pädophilie-Äußerungen des Grünen-Politikers.

Der Frankfurter Rundschau sagte sie: „Bis heute sitzen auch im Bundestag noch immer Grüne, die sich offensiv dafür eingesetzt haben, daß Kindesmißbrauch straffrei gestellt wird: Jürgen Trittin, Volker Beck, Renate Künast.“ Cohn-Bendit sei „als Schüler der Odenwaldschule durch pädophile, kriminelle Lehrer sozialisiert worden“ und habe sich „mehr als eindeutig in Richtung Straffreiheit für Kindesmißbrauch geäußert“. (krk)

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/nationalfeiertag-cdu-politiker-gegen-cohn-bendit-als-festredner/

 

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Von CDU bis LINKE: Die AfD-Helfer

Erstellt von DL-Redaktion am 11. September 2016

Brennende Flüchtlingsheime stören die Geschäfte nicht

Autor: U. Gellermann

„In der Fundamentalopposition erreicht man mehr als in einer Regierung. Das Ziel ist eine andere Republik“, sagte der Parteifunktionär dem Berliner Inforadio. Ja, ist denn die Linkspartei zurück zu ihren revolutionären Wurzeln? Ach Gottchen, nein. Es ist Alexander Gauland, der nach der Wahl in Mecklenburg frech und unbekümmert die „nationale“ Revolution rauslässt wie andere die Sau. Und während die spitzen Schreie des Entsetzens noch den gesellschaftlichen Raum erfüllen, lauern im Hinterzimmer schon die Strategen: Klar, mit der Merkel an der Spitze ist eine Koalition mit der AfD nicht möglich. Aber ohne sie? Würde sich der Seehofer-Horst wirklich schwer tun mit dem alten CDU-Parteifreund Gauland ein Koalitiönchen einzugehen? Nur aus staatsmännischer Verantwortung versteht sich. Man kann das Land ja nicht unregiert lassen. Wir wollen doch keine spanischen Verhältnisse.

Seit langen Jahren leben Innen-und Aussenpolitik der Bundesrepublik vom Terror: Im Rahmen des Krieges gegen den Terror haben Regierung und Medien jeden noch so widerlichen Krieg der USA zumindest gebilligt, gern auch unterstützt. Im Land wurde jeder dumme Furz eines Nachwuchs-Salafisten zum Kurz-Vor-Anschlag-Alarm aufgeblasen: Das stank zwar nach Sensationsmache, erzeugte aber ordentlich Angst. Und rechtfertigte die nächste Überwachungsmaßnahme. Das Wort Burka wurde mit drei R geschrieben. Die Innere Sicherheit wurde im offiziellen Berliner Mund der Hauptspeichelspender. Man arbeitete tapfer an der von Gauland gewünschten anderen Republik. Und als dann die Fremden kamen, in großen Mengen, als sie ohne Sinn und Plan, als pure Bedrohung im Land erschienen, da ging die Saat der Angst auf. Man musste schon stark sein, wenn man nicht ins Zittern geraten und AfD wählen wollte.

Auf dem Land, in Mecklenburg, ist die Zahl der Fremden klein. Aber die Angst, noch weiter abgehängt zu werden, ist groß: Der nächste Arzt ist weit, weiter noch die Apotheke. Wo ist die nächste Einkaufsmöglichkeit? Die Busverbindungen sind schlecht, wer kein Auto hat, ist arm dran. Arm dran: Wer wenig hat, fürchtet noch weniger zu bekommen. Die Fremden sind für Arbeitslose keine kulturelle Bereicherung, sie sind Konkurrenz um die Sozial-Töpfe, sie erscheinen als Bedrohung. Der typische AfD-Wähler in Mecklenburg-Vorpommern ist Arbeiter oder arbeitslos. Das galt schon für das scheinbar wohlhabende Baden-Württemberg: Da erzielte die AfD bei Arbeitern 30 und bei Arbeitslosen sogar 32 Prozent. Das sind die Zeiten für das Feindbild: Einer muss doch schuld sein an der Misere. Der Jude ist weg, da kommt der Muslim gerade recht. Das passt den Kadern der AfD in den Kram. Leute wie Gauland haben bei der CDU in Hessen gelernt, wie man aus Ausländerfurcht Wählerstimmen macht.

Die Unzufriedenheit einer wachsenden Zahl von Menschen mit den politischen Verhältnissen nennt der Historiker Paul Nolte in der TAGESSCHAU „Das Problem eines eingebildeten Kranken“. Bilden sich die Leute ein, ihre Arbeitsverhältnisse seien nur noch solche auf Zeit? Bilden sie sich ein, dass ihre Meinung nicht viel zählt? Hört einer auf die deutsche Umfrage-Mehrheit gegen Auslandseinsätze? Ist die neue Mobilität, das Arbeitsplatz-Hopping, das Parken in einer sozialen Massnahme, die Angst vor einer Armutsrente – ist das alles nur Einbildung? Die Leute in Ost und West kamen aus vergleichbar behüteten Verhältnissen: Die im Osten waren in der DDR wohl verwahrt: Man kann sich in Mecklenburg noch an Zeiten erinnern, da gab es in fast jedem Dorf einen Konsum-Laden und in jedem zweiten Ort ein Kulturhaus. Im Westen kannte man zwar Arbeitslosigkeit, aber immerhin auch die festgefügten sozialdemokratischen Milieus, mit Vereinen, den kleinen Gärten, der gewerkschaftlichen Organisation, dem altmodischen Begriff der Solidarität. Vorbei. Auch und gerade mit der Schröder-Agenda 20/10 von der schönen Markt-Modernität.

Der Spitzenkandidat der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, hat mal der Zeitschrift STERN, mit Blick auf die Schröder-Agenda-Politik, gesagt: „Die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe war ein völlig richtiger Schritt.“ Fern aller sozialer Probleme war Holter jahrelang Minister in SPD-geführten Landesregierungen. – „Fast 75 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Mecklenburg-Vorpommern haben etablierte Parteien gewählt“, erzählt uns der TAGESSCHAU-Historiker und rechnet die LINKE mit zu den Etablierten. So wie es zunehmend mehr Wähler auch tun. Ein prägender Linkspartei-Mann, Gregor Gysi, will sich angesichts der Rechts-Entwicklung unter die Röcke von Mutti Merkel flüchten. Ein Bündnis mit der CDU sei reif: Wenn man den Rechts-Trend nicht gemeinsam verhindere, „dann begehen wir historisch einen schweren Fehler“. In Mecklenburg sind 16.000 Wähler von der LINKEN zur AfD gewandert.

Alle etablierten Parteien haben tapfer an den Gewinnen der AfD gearbeitet. Die einen durch Angstmache und Sozialabbau, die anderen durch Anpassung an die Dienstwagen-Verhältnisse. Kommt sie nun, die „nationale“ Revolution? Noch ist das offene Diktat der rechten Rechten in Deutschland schwer zu verkaufen. Noch pflegen die Herrschenden mit einer Großen Koalition von CDU bis GRÜN ihre politische Landschaft mit wenig Mühe. Es kostet sie ein Lächeln, das auch mit einer Partei zu machen, die „für eine Westbindung Deutschlands eintritt. Die Mitgliedschaft in der NATO gewährleistet sicherheitspolitisch unsere Freiheit und verschafft uns die Möglichkeit, außenpolitisch unsere eigenen Interessen zu wahren.“ So steht es im Programm der AfD. Solange auch dieser programmatische Satz FREIER WETTBEWERB SICHERT UNSEREN WOHLSTAND aus dem AfD-Programm Bestand hat, müssen die Milliardäre nichts befürchten. So ein paar brennende Flüchtlingsheime stören die Geschäfte nicht. Solange die Arbeitslosen brav die Verteidiger der Markt-Freiheit wählen.

Eine Stimme aus Mecklenburg-Vorpommern in der Rubrik Gelesen-Gesehen-Gehört: Schafft sich die LINKE selber ab ?

http://www.rationalgalerie.de/home/von-cdu-bis-linke-die-afd-helfer.html

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Quo vadis, Linkspartei?

Erstellt von DL-Redaktion am 9. September 2016

 – Mit Beißhemmung ins politische Nirwana

Die dramatischen Verluste bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern haben auch vor der selbstzufriedenen LINKEN nicht Halt gemacht. Ist der weitere Abstieg noch aufzuhalten? Rainer Rupp hat sich mit dem Niedergang der Linkspartei befasst.

Die Wahlschlacht in Mecklenburg-Vorpommern ist geschlagen. Alle etablierten Parteien haben stark verloren, am schlimmsten Die LINKE. Nur die AfD hat es aus dem Stand auf fast 21 Prozent geschafft und damit die CDU (19 Prozent) von ihrem Platz als zweitstärkste Partei verdrängt.

Inzwischen haben in allen Parteien die Schuldzuweisungen für den Erfolg der AfD begonnen. Große Veränderungen sind indessen nicht zu erwarten. Schließlich hat man ja alles richtig gemacht. Die Schuld liegt beim Wahlvolk. Das ist einfach zu dumm oder unwissend. Nur schade, dass sich die Parteifunktionäre kein anderes Volk wählen können.

Der offensichtliche Verlust der politischen Bodenhaftung ist bei allen etablierten Parteien zu beobachten. Besonders ausgeprägt ist er jedoch bei der LINKEN, denn dort glauben immer noch viele, sie könnten vom einstigen Image als soziale Protestpartei zehren, weshalb ein guter Teil der Stimmen, die an die AfD gegangen sind, ja eigentlich ihnen zugestanden hätte. Tatsächlich hat sogar Die LINKE Wähler an die rechtslastige AfD verloren – und das in nicht einmal zu knappem Ausmaß.

Nicht weniger als 18.000 LINKE-Wähler von 2011 haben laut Infratest-dimap am letzten Sonntag ihre Stimme der AfD gegeben. Die LINKE, noch Ende der 1990er Jahre mit den Großparteien in MV auf Tuchfühlung, liegt mit 13,2 Prozent mittlerweile hinter AfD, CDU und SPD an vierter Stelle. Gegenüber 2011 hat sie 5,2 Prozentpunkte oder 19.269 Wählerinnen und Wähler verloren, und das, obwohl die Wahlbeteiligung diesmal um knapp zehn Prozentpunkte gestiegen ist. Lediglich sechs Prozent der Erstwähler und 7,5 Prozent der an die Wahlurnen zurückgekehrten Nichtwähler von 2011 haben für die Linkspartei gestimmt. Und aus ihrer eigentlichen Zielgruppe der Arbeiter und Arbeitslosen haben respektive nur 10 und 15 Prozent für die LINKE votiert.

Die Wahl am vergangenen Sonntag mit 13,2 Prozent ist das schlechteste Ergebnis in der neueren Geschichte des Bundeslandes. Damit ist die LINKE im Jahr 2016 noch weit unter das Niveau von 1990 – damals noch unter dem Namen PDS – gefallen, als man immerhin noch 15,7 Prozent geschafft hatte. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass die Partei damals noch schärfsten ideologischen Diffamierungen und politischer Ausgrenzung ausgesetzt war, die es heute weitgehend nicht mehr gibt. Innerparteiliche Kritiker erklären diese Entwicklung damit, dass die Führung der LINKEN längst im herrschenden System angekommen ist, wo sie sich in ihrer Kuschel-Ecke gut eingerichtet hat. Ärgerlich ist nur, dass das mittlerweile auch immer mehr Wähler mitbekommen haben.

Im Wahlkampf hatte sich die LINKE auf Plakaten als Partei der sozialen Gerechtigkeit vorgestellt. Über eine gesellschaftliche Alternative zum Krisenkapitalismus wird in der Linkspartei jedoch seit Jahren nicht mehr ernsthaft nachgedacht, höchstens in isolierten Randgrüppchen. Zwar übt die LINKE hier und da noch Kritik, etwa wenn es um die geplanten TTIP-Freihandelsverträge geht. Aber einen derartigen Widerstand gibt es mittlerweile sogar in Teilen der CDU. Auch die desaströsen Auswirkungen der Hartz-IV-Politik der SPD werden höchstens mal am Rande erwähnt.

Über eine Strategie, wie die angeblich „alternativlosen“ sozialen Katastrophen der neoliberalen Wirtschaftsordnung gestoppt und geheilt werden können, wie die Verarmung ganzer Völker rückgängig gemacht werden kann, wie im Rahmen einer „De-Globalisierung“ die Ursachen der Massenmigrationsbewegungen beseitigt werden könnten, darüber wird in der LINKEN-Führung nicht einmal mehr in Ansätzen diskutiert.

Wenn es aber um die Europäische Union geht, dann kommen viel Politiker der LINKEN regelrecht ins Schwärmen über deren vermeintliches Potenzial für „mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie“. Diese zutiefst blauäugige Sichtweise legt die Parteiführung ungeachtet der Tatsache an den Tag, dass diese Europäische Union schon kraft ihres Gründungsdokuments nicht nur ein zutiefst neoliberales Projekt und somit die anti-These von sozialer Gerechtigkeit und Demokratie ist, sondern zugleich auch starke imperialistische Ambitionen entwickelt hat, wie man sie zum Beispiel anhand der EU-Politik gegenüber Syrien oder ihrer Zusammenarbeit mit den Faschisten in der Ukraine erkennt.

Zugleich hat der Euro, die gemeinsame Währung der EU, vor allem in den südlichen Mitgliedsländern einen wirtschaftlichen und sozialen Zerstörungsprozess in Gang gesetzt, wie man ihn nur noch aus Kriegszeiten kennt. Dennoch sträubt sich die angeblich so sozial orientierte LINKE beharrlich dagegen, das Thema Währungspolitik und die gerechtfertigte Kritik am politischen Konstrukt der Europäischen Union überhaupt aufzugreifen.

Stattdessen versucht sich die LINKE in der Flüchtlingspolitik mit Appellen an die christliche Nächstenliebe zu profilieren, die selbst die frischgebackene Heilige Mutter Teresa vor Neid erblassen lassen würden. Mit Parolen wie „Refugees Welcome“ und Forderungen nach offenen Grenzen mit unbegrenzter Zuwanderung von Migranten agitiert man zielsicher an den Vorstellungen der Arbeiterschaft vorbei. Diese Politik zeichnet sich auch vor allem durch einen Voluntarismus aus, bei dem offenbar der Wunsch der Vater des zu kurz gedachten Gedankens ist.

Mit einer durch nichts zu entschuldigenden Leichtfertigkeit werden dabei kritische Erkenntnisse ignoriert, die es erlauben, nachzuweisen, wie eine unkontrollierte Migrationspolitik früher oder später zu einer Destabilisierung der Gesellschaft führt. Wer dieses Thema vertiefen möchte, möge selbst die hervorragend dokumentierte Analyse des Soziologie-Professors Maximilian C. Forte von der Concordia-Universität in Montréal mit dem Titel „Immigration and Capital“ nachlesen.

Im Grunde genommen sind es diese Fehlentwicklungen in der LINKEN, die Schuld daran tragen, dass der rasante Zuwachs der AfD auch aus dem linken Wählerpotential gefüttert wird. Für die aufgewühlten Bürger erscheint nämlich die AfD als die einzige Partei, von der sie nicht mit besserwisserischen Parolen belehrt werden, sondern von der sie glauben, dass sie ihre Sorgen und Zukunftsängste ernst nimmt.

Hat die LINKE vor diesem Hintergrund eine Chance, ihren Abstieg in die gesellschaftliche Irrelevanz zu stoppen? Wohl kaum, denn dafür müsste zuerst eine Palastrevolution stattfinden. Zu viele Abgeordnete der LINKEN – einschließlich der früheren PDS – haben sich in den letzten 25 Jahren mental nach und nach ins Lager derjenigen abgesetzt, die von den bestehenden Verhältnissen profitieren und diese deshalb erhalten und verteidigen wollen.

Noch am Vorabend der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der Spitzenkandidat der LINKEN, Helmut Holter, seine Bereitschaft zu einer erneuten Regierungskoalition mit der SPD kundgetan. Als Regierungspartei im Wartestand ziemt es sich aber nicht, die Probleme beim Namen zu nennen. Wer unbedingt in die Regierung will, wird aufhören, jene zu kritisieren, mit denen er – irgendwann, aber am besten möglichst bald – regieren will. Und daher haben viele Abgeordnete der LINKEN mit Blick auf die Bundestagswahl längst begonnen, sogar ihre frühere Ablehnung der NATO und der Bundeswehreinsätze im Ausland zu relativieren. Folgerichtig fällt diesen LINKEN Volksvertretern mittlerweile auch im Ukrainekonflikt die Unterscheidung zwischen der aggressiven NATO und der defensiven Position Russlands immer schwerer.

„Der Verlust von Kritikfähigkeit ist Ausdruck von Anpassung und Fügsamkeit. Viele Politiker der LINKEN haben regelrechte Beißhemmungen gegenüber den Herrschenden und deren Politik“, urteilte denn auch der Vorsitzende des Marxistischen Forums Sachsen der Partei DIE LINKE, Professor Ekkehard Lieberam, in seiner scharfsinnigen Analyse des jüngsten Wahldesasters seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle:

https://deutsch.rt.com/meinung/40425-quo-vadis-linkspartei/

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Schafft sich die LINKE selber ab ?

Erstellt von DL-Redaktion am 8. September 2016

Schafft sich die LINKE selber ab ?

Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

Autor: Peter Kroh
Datum: 08. September 2016

Der Autor wohnt in Neubrandenburg und lebt seit den 80er Jahren in Mecklenburg-Vorpommern. Er war Hochschullehrer und lange Jahre Mitglied der LINKEN.

Schaut man sich die Erst-und Zweitstimmen der Linken in Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis 2011 an, ist zum einen sichtbar, dass sie die Meinung der Wähler und Wählerinnen über die Ergebnisse der Regierungsbeteiligung (1998-2006) reflektieren. Zum anderen wird sichtbar, dass man manch einzelnen Kandidaten / einzelne Kandidatin schon im Parlament sehen möchte, der Partei aber insgesamt nicht allzu viel zutraut. Vor allem aber wird erkennbar, dass die LINKE 2016 noch weit unter das das Niveau von 1990, als schärfste ideologische Diffamierung und politische Ausgrenzung Normalität waren, ) zurückgefallen ist.

Weder aber gibt es heute eine politische Ausgrenzung noch einen ideologischen Meinungskampf wie damals. Woher also der Rückgang ?

Äußerungen der LINKEN, die sog. Flüchtlingskrise und ein bundespolitischer Trend seien Ursache der verheerenden Niederlage der LINKEN, kommen nur zustande aufgrund der seit langem anhaltenden partiellen Realitätsblindheit der Partei.

Die Hauptursache sehe ich darin, dass die LINKE ihr Alleinstellungsmerkmal seit langem verloren hat, sich bei anderen Parteien politisch-inhaltlich anbiedert (siehe Hartz-Gesetze, NATO) und schon lange ihre kritischen Positionen, mit denen sie einst aus der SED und z.T. noch aus der PDS heraus angetreten war, aufgegeben hat.
Viele (zu viele) Abgeordneten der PDS/der LINKEN flohen nach und nach ins Lager derjenigen, die von den bestehenden Verhältnissen profitieren, sie erhalten wollen und also verteidigen. Eigentlich (!) jedoch wollten sie die Verhältnisse verändern! Die Verhältnisse aber sind geblieben, das Verhalten von LINKEN hat sich geändert.

Wer unbedingt in die Regierung will, der muß – früher oder später – verschweigen, was dem hinderlich ist. Er wird aufhören jene zu kritisieren, mit denen er – irgendwann, aber am besten möglichst bald – zusammenarbeiten muss. Dazu wird er über Jahre und Jahrzehnte (niemals in „einem großen Sprung“, das würde Anhänger vergrätzen) sich den Standpunkten, Floskeln und Parolen der schon Regierenden anpassen. Der langjährige Linken-Wähler wird zu diesem Zweck mit Themen, Statements, Slogans, Plakaten abgelenkt, seine Aufmerksamkeit wird auf Nebensächliches gelenkt. Reden, Presserklärungen etc. von PolitikerInnen der Linken verschweigen / verbergen so a) worum es eigentlich geht: / Arm gegen Reich, Unten gegen Oben / und b) worum es ihm /ihr wirklich geht :/Mitregieren/.

Klar sozialistische und den realen Klassenkampf analysierende Positionen wurden schon seit langen und werden immer deutlicher ad acta gelegt. [ABER: Auf die Frage, was er für den zentralen Konflikt unserer Zeit hält, hat der selbstbewußte Kapitalist und Dollar-Milliardär, Warren Buffet im Interview mit der New York Times 2010 gesagt: „Der Klassenkampf natürlich, Reich gegen Arm, und meine Klasse, die Reichen, die gewinnen gerade.” (“There’s class warfare, all right,” Mr. Buffett said, “but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.”)]
Die politische Grundhaltung der LINKEN gleicht daher dem Kind, das sich selbst die Augen zuhält und dem anderen zuruft: „Du siehst mich nicht!“. Ernsthaft gesagt: In der Politik der LINKEN werden gesellschaftliche Zustände akzeptiert, die von links denkenden und wertenden, also systemkritischen Menschen, eindeutig als inakzeptabel angesehen werden.

Die LINKEN wirken durch ihren Verzicht auf realistische Benennung der herrschenden Zustände mit an einem Traumziel der Mächtigen in Wirtschaft und Medien und der politisch Regierenden seit dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: eine oppositionelle gesellschaftlichen Kraft verhindern und das vorhandenen Protestpotentials in der Bevölkerung in den real existierenden Kapitalismus überführen.

Die Früchte dieser Entwicklung erntet die AfD. Sie punktet bei den sogenannten „kleinen Leuten“. Sie stützt sich auf Vorurteile, Fehlurteile, dumpfe Parolen, Stammtisch-Stimmungen, Menschenverachtung. All das hat sowohl soziale (politische, ökonomische) als auch ideelle, geistige Ursachen. Wo real erlebte Ausgrenzung, Diskriminierung, Verarmung (also erlebter, erlittener Klassenkampf einer Seite !) einher geht mit fehlendem politischen Wissen, da entwickelt sich Dummheit, Hass, Gewalt. Menschen, die die Ursachen ihrer Misere nicht kennen, werden nicht demokratisch aktiv, sondern eher gewalttätig.

Keiner der LINKEN sagt, jede Regierung jedes Staates ist stets „nur“ der geschäftsführende Ausschusses der herrschenden Klasse. Alle sagen: „Regierungsverantwortung“. Gibt es aber nicht auch eine
„Oppositionsverantwortung“? Und hat die LINKE nicht auch Verantwortung für eine außerparlamentarische Opposition?

Welcher LINKE-Politiker entlarvt die verlogenen Parolen der Regierenden? Z.B. die Behauptungen, Kriegseinsätze seien Menschenrechtspolitik; die Marktwirtschaft sei eine soziale; die Verschärfung von Überwachung und Kontrolle diene der Sicherheit und Freiheit; die Russen würden uns bedrohen, weswegen die NATO mehr Truppen an die russische Grenze verlegen und die US-Navy im Schwarzen Meer und in der Ostsee kreuzen müsse;…

Das Wahlergebnis in MV zeigt – wie zuvor in Sachsen-Anhalt – (und bald in Berlin?), dass auch in der LINKEN die umfassende, 26 Jahre andauernde neoliberale Manipulation wirksam ist. Ein Anfang war in den 1990er Jahren, die verbale Akzeptanz der radikalen (Sozial-)Kürzungen als „Sparen“.
Kernthese dieser auch „Gehirnwäsche“ genannten Herrschaftsstrategie der planmäßigen Verdummung: Es gibt keine Alternative zu dem, was wir politisch machen. (Am deutlichsten sichtbar und gesellschaftspolitisch am nachhaltigsten wirksam wurde diese Manipulation in der schlimmen Agenda 2010 und den damit verbundenen Hartz-Gesetzen.)

Die Reduzierung der eigenen Ziele auf reformerische Überlegungen aller Art geht bei vielen LINKEN einher mit dem Irrglauben, wirkliche soziale Reformen ließen sich in Kooperation mit den Mächtigen und den Regierenden durchsetzen [ „Reform“ ist laut aktuellem Duden: „Verbesserung des Bestehenden ] Völliger Irrsin ist darüber hinaus, die bei einigen LINKEN vorhandene Vorstellung, wenn man erst an der Regierung sei, könne man die „richtigen“ sozialistischen Ziele ja wieder hervorholen und verwirklichen. Die öffentliche Meinung würde das sofort als gebrochene Wahlversprechen und Täuschung der Wähler geißeln. Vor allem ist es eine Illusion, weil die (beim Mitregieren vorgefundenen) Verhältnisse das Verhalten bestimmen. Nicht der neue (linke) Minister verändert das Amt, sondern das Amt verändert den Mensch, der jetzt Minister ist. Kennt nicht jeder politisch Interessierte dafür genügend Belege?

Weil die Politik der LINKEN seit zweieinhalb Jahrzehnten darauf verzichtet hat, mit Marx und mit eigenem Nachdenken alle „Verhältnisse, unter denen der Mensch ein elendes, entwürdigtes, verachtetes, entfremdetes Wesen ist“ zu kritisieren, geht ihr gesellschaftspolitischer Einfluß langsam, aber sichtbar immer mehr zurück.Die Ideen der LINKEN werden keine materielle Gewalt, weil sie die Massen nicht ergreifen.
So, wie es „ein bißchen Schwangerschaft“ nicht gibt, so gibt es auch nicht „ein bißchen Klassenkampf“. Jede Schwangerschaft verläuft gleichwohl stets von Frau zu Frau sehr differenziert. Und jeder Klassenkampf verläuft von Land zu Land und zu unterschiedlichen historischen Zeiten in sehr differenzierten Formen. Dennoch ist das eine eben Schwangerschaft und das andere eben Klassenkampf. Es muß also so benannt werden, will man die Realität korrekt abbilden.

Eine realistische Kritik, also eine, die Verhältnisse beseitigen will, unter denen viele Millionen Menschen entwürdigt, verachtet, entfremdet werden, ist insofern höchst aktuell. Werden doch die Verhältnisse, die das bewirken immer radikaler, schamloser, empörender. (Dazu eine total unvollständige Aufzählung, jeder möge ergänzen: innere Sicherheit durch immer mehr Überwachung in der Öffentlichkeit und im Internet; Nichtbewältigung des staatlichen NSU-Versagens; Fallpauschalen im Gesundheitswesen; fehlende Lehrer an Schulen; Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte; steigender Rüstungshaushalt und hunderte Milliarden zur Bankenrettung, aber zunehmende Kürzungen bei Jugend und Kultur: faschistoide Tendenzen in Teilen der politischen Öffentlichkeit (von Rassendiskriminierung im Innern bis zum Stillschweigen über ähnliche Tendenzen nicht nur, aber besonders deutlich u.a. in Ungarn, der Ukraine und der Türkei )

Die LINKEN sind infolge ihrer Politik ebenso mitverantwortlich an weiter sich ausbreitender Resignation unter den Linken wie an der Zementierung und dem Ausbau der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft. Vermutlich wollen das die meisten Abgeordneten der LINKEN nicht. Aber unabhängig von ihrem Wollen bewirken sie es objektiv!
Erfolge linker Politik sollten ab dem 5.9.2016 nicht daran gemessen werden, wie eine (Landes-)Regierung die Mittel verteilt. Gemessen werden sollte daran, ob der Anteil der Vielen am gesellschaftlichen Reichtum zu Ungunsten der Mächtigen, der Repräsentanten, der Führer zunimmt.
Politische Erfolge (auch, aber nicht allein und nicht zuerst bei Wahlen!) im Interesse der Ausgebeuteten, Abhängigen, Ausgegrenzten erfordern deshalb die kritische Analyse der grundlegenden Spaltung in unserer Klassengesellschaft und darauf aufbauend den Entwurf eines anderen, lebenswerten, enkeltauglichen Gesellschaftsmodells.

Die LINKE steht vor der Alternative: Entweder schafft sie eine deutliche Kurskorrektur oder sie schafft sich selber weiter ab.

http://www.rationalgalerie.de/kritik/schafft-sich-die-linke-selber-ab-.html

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Lafontaine lässt Entscheidung über Zukunft offen

Erstellt von DL-Redaktion am 7. September 2016

Oskar Lafontaine wird aller Voraussicht nach bei der Landtagswahl im kommenden Jahr erneut für seine Partei als Spitzenkandidat antreten.

Der Linken-Politiker sagte dem SR, er sei sich seiner Verantwortung bewusst, er werde die endgültige Entscheidung jedoch erst im November bekannt geben. Zunächst müssten noch einige Personalfragen geklärt werden.

Mit großen Überraschungen ist nicht mehr zur rechnen. Auf einem Landesparteitag im November wird die Saar-Linke ihre Landesliste für die Landtagswahl im kommenden März aufstellen und – so wie es aussieht – wird Oskar Lafontaine erneut auf Platz eins stehen.

Nach dem angekündigten Rückzug des parlamentarischen Geschäftsführers von Heinz Bierbaum ist die Personaldecke hinter ihm jedoch dünn.

Lafontaine geht derzeit davon aus, die aktuelle Landtagsfraktion im Großen und Ganzen zusammenbleibt.

Gleichzeitig hat er eine Wunschpersonalie. Sein ehemaliger Büro-Leiter in der Staatskanzlei, Jochen Flackus, soll die Lücke schließen, die Bierbaum hinterlässt und auf einem sicheren Listenplatz ebenfalls in den nächsten Landtag einziehen.

Keine großen Widerstände

Flackus ist derzeit Geschäftsführer des Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik am Saarbrücker Eschberg, kurz Zema. Es handelt sich um eine Gesellschaft, an der das Land zu 60 Prozent beteiligt ist. Ansonsten gehört er zu den engsten Vertrauten Lafontaines aus dessen Zeit als saarländischer Ministerpräsident.

Und für Oskar Lafontaine ist eine Kandidatur von Jochen Flackus eine der Voraussetzungen dafür, dass er sich nochmals zu Verfügung stellt.

Mit größeren Widerständen an der Parteibasis ist nicht zu rechnen.

Die Saar-Linke weiß, was sie an ihrem Übervater hat.

Bei der letzten Wahl 2012 kam die Linke im Saarland  auf 16,1 Prozent.

Chancen für rot-rot-grün

Lafontaine sieht bei der kommenden Landtagswahl auch Chancen für eine rot-rot-grüne Koalition im Saarland. Lafontaine nannte im SR-Interview mehrere Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung der Linken – unter anderem eine stärkere Belegschaftsbeteiligung an Unternehmen und ein Ende der Landschaftszerstörung durch große Windräder.

Um den Höhenflug der AfD einzudämmen, empfahl Lafontaine seiner Partei, die AfD in der Wirtschafts- und Sozialpolitik zu stellen. Die AfD wehre sich gegen eine Reichensteuer, trete für Rentenkürzungen ein und gehöre daher zum „neoliberalen Parteienblock“.

Quelle:

http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/lafontaine_spitzenkandidat_linke100.html

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Dietmar Bartsch über die Wahl in MV

Erstellt von DL-Redaktion am 7. September 2016

„Wir sind nicht mehr erste Adresse“

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, erklärt, warum seine Partei Unterstützer verloren hat und wie sie wiedergewonnen werden sollen.

taz: Herr Bartsch, Die Linke hat in Mecklenburg-Vorpommern im Wahlkampf einen Showtruck und Emotionen aufgefahren und ist dennoch die große Verliererin. Wieso hat alles nichts genützt?

Dietmar Bartsch: Das Ergebnis ist sehr unbefriedigend. Es ist offensichtlich so, dass wir als Teil „der da oben“ angesehen werden, um das mit der Sprache mancher Menschen zu sagen, denen ich im Wahlkampf begegnet bin. Für sie sind wir ein Teil des Parteienkartells in Berlin. Uns trauen viele eine andere, an ihren Interessen orientierte Politik nicht zu, so ungerecht wir das auch empfinden.

Hat es auch mit dem Spitzenkandidaten zu tun? Helmut Holter war immer Teil des Establishments von der SED-Bezirksleitung bis zur rot-roten Koalition. Wäre es nicht langsam Zeit für einen Wechsel an der Spitze?

Die Partei hat Helmut Holter mit überwältigender Mehrheit gewählt, sie hat hinter ihm gestanden, und er hat einen engagierten Wahlkampf geführt. Wir werden in den nächsten Tagen in den Gremien entscheiden, wie es politisch und personell weitergeht.

Helmut Holter bleibt Fraktionschef?

Das ist eine Entscheidung, die zuerst bei Helmut Holter liegt und dann in der Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern.

Sie sehen also keinen Anlass, dass er zurücktreten sollte?

Nein. Ich werde Helmut Holter nicht zum Rücktritt auffordern.

Das war das schlechteste Ergebnis, das die Linke jemals erzielt hat in Mecklenburg-Vorpommern. Woran liegt es, wenn nicht am Spitzenpersonal?

Wir haben offensichtlich auf Landesebene nicht deutlich machen können, dass wir die Alternative zur Großen Koalition in Schwerin und im Bund sind. Es ist unsere Aufgabe, dass wir mehr Druck machen müssen für unsere Themen: gute Arbeit, Kampf gegen Kinderarmut, bessere Pflege. Es ist aktuell schwierig gegen das gesellschaftlich emotionale Klima, gegen das innerlich Aufgeheizte mit Sachargumenten anzukommen.

Sie meinen die AfD, gegen die die Linke bisher kein Rezept gefunden hat.

Die AfD ist eine Chaostruppe, die dort, wo sie bereits gewählt wurde, nichts auf die Reihe bekommt und dennoch weiter gewählt wird. Häufig, weil die Menschen Denkzettel verteilen wollen und Angst haben, bei der Verteilung von sozialen Leistungen weniger zu bekommen. Die Alternativen, die wir anbieten, werden zu wenig wahrgenommen, das muss ich selbstkritisch anmerken. Wir müssen offensichtlich über andere, emotionalisierte Methoden nachdenken. Unsere Kritik muss zugespitzter und der Widerstand gegen ungerechte Verteilung und Sozialabbau kenntlicher werden.

Den Status als Protestpartei hat die Linke aber verloren.

Offensichtlich sind wir nicht mehr erste Adresse für Protest. Unsere Aufgabe bleibt es, die Politik von Angela Merkel und der Großen Koalition scharf und substanziell zu kritisieren.

Sich an der Großen Koalition abzuarbeiten ist das eine – wie muss sich die Linke im Innern verändern?

Die Partei steht vor einer zweiten Erneuerung. Die Digitalisierung, die Globalisierung erfordern eine neue inhaltliche Positionierung. Aber auch die Art der politischen Auseinandersetzung muss eine andere werden.

In den Weiten Vorpommerns sah man überall AfD-Plakate, die Linke war fast gar nicht präsent. Wie will man da mehr Druck machen, wenn die Strukturen offenbar nicht vorhanden sind?

Wir sind in Mecklenburg-Vorpommern die Partei mit den zweitmeisten Mitgliedern, und dennoch sind es zu wenige. Da ist nicht nur die Landespartei, sondern auch die Bundespartei gefragt. Aber immerhin: bei der Oberbürgermeister-Wahl in Schwerin ist unsere Kandidatin am Sonntag mit fast 32 Prozent gewählt worden und geht als Favoritin in die Stichwahl. Das war mit Sicherheit keine Protestwahl, sondern sie ist als Macherin wahrgenommen worden. Wir müssen die Trias aus Widerstand, Gestaltungsoptionen und dem Willen zu grundsätzlicher gesellschaftlicher Veränderung wieder mehr zum Leben erwecken.

Wenn sich die Linke wieder stärker als Protestpartei profilieren will, ist es da nicht falsch, jetzt schon Koalitionssignale an die mecklenburg-vorpommersche SPD auszusenden.

Das macht niemand, das wäre auch falsch. Der Ball liegt jetzt bei der SPD. Nach dieser Niederlage sofort über Koalitionen zu schwadronieren, hielte ich für falsch.

Wirft das Wahlergebnis einen Schatten auf die Berlin-Wahl in knapp zwei Wochen?

Nein. Wir werden in Berlin gewinnen. Ich bin sicher, dass wir am 18. September deutlich zulegen können.

Quelle

http://www.taz.de/!5337778/

 

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Sahra Wagenknecht (Linke) zur Wahl in MV- Klatsche für die Altparteien

Erstellt von DL-Redaktion am 7. September 2016

Zitat:

Jetzt also auch in Mecklenburg-Vorpommern eine deutliche Klatsche für CDU, SPD, Grüne und leider auch die Linke. Die AfD triumphiert.

Nach Wahlanalysen haben die meisten AfD nicht wegen Übereinstimmung mit deren Programm, sondern aus Enttäuschung über die anderen Parteien gewählt.

Faktisch ist das starke AfD-Ergebnis die Quittung der Wähler dafür, dass in diesem Land seit Jahren Politik gegen die Mehrheit der Menschen gemacht wird und die in wechselnden Koalitionen regierenden Parteien sich um die sozialen Interessen von Arbeitnehmern, Rentnern und Arbeitslosen nicht scheren. Nur: Wir als Linke müssen uns fragen, warum auch wir für viele heute offenbar Teil dieses unsozialen Parteienkartells sind?

Warum viele auch uns eine an ihren Interessen orientierte Politik nicht mehr zutrauen?

Ich finde: wir als Linke müssen zukünftig viel lauter und klarer Nein sagen zu Merkels unsäglicher Politik einschließlich ihrer konzeptionslosen und in der Konsequenz unsozialen Flüchtlingspolitik, die zwar von „Wir schaffen das“ redet, den größten Teil der Probleme aber auf Länder, Kommunen und ehrenamtliche Helfer abwälzt, während Merkels Finanzminister Schäuble Milliardenüberschüsse im Haushalt bunkert.

Die Menschen müssen spüren, dass wir nicht zu diesem neoliberalen Parteienblock gehören. Wer, wenn nicht wir als Linke sollen Druck machen in diesem Land für sichere Arbeit, höhere Löhne, ein Ende von Altersarmut und für bessere Leistungen im Falle von Krankheit und Pflege? Nichts davon wollen die anderen Parteien umsetzen – am wenigsten die AfD mit ihrem Nein zu Vermögens- und Erbschaftssteuern oder ihrer Forderung nach noch radikaleren Rentenkürzungen. Deshalb rufe ich dazu auf: unterstützt jetzt erst recht die Linke und lasst uns gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit eintreten.

Und lasst uns in der LINKEN mutiger werden in unserer Kritik an den etablierten Parteien und deutlicher in unserem Protest und Widerstand gegen die ungerechte Verteilung und den Sozialabbau. Immer noch gilt: Je stärker DIE LINKE, desto sozialer das Land.

http://internetz-zeitung.eu/index.php/3902-sahra-wagenknecht-linke-zur-wahl-in-mv

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Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern

Erstellt von DL-Redaktion am 5. September 2016

Mecklenburg-Vorpommern SPD gewinnt die Wahl – AfD zweitstärkste Kraft

Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis bleibt die SPD trotz Verlusten vorn. Dahinter wird die AfD zweitstärkste Kraft im Landtag. CDU und Linke haben deutlich verloren, könnten aber beide Juniorpartner der SPD werden. Die Grünen sind nicht mehr im neuen Landtag vertreten. Auch NPD und FDP sind draußen.

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bleibt die SPD trotz deutlicher Verluste stärkste Kraft. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhält die Partei von Ministerpräsident Erwin Sellering 30,6 Prozent. Auch die mitregierende CDU musste Stimmen abgeben und ist mit 19,0 Prozent nur noch drittstärkste Partei im Landtag. Dennoch würde es für eine Fortführung der rot-schwarzen Koalition reichen.

AfD aus dem Stand auf Platz zwei – Grüne draußen

Die AfD zieht zum neunten Mal in ein Landesparlament ein. Die Partei kommt aus dem Stand auf 20,8 Prozent und damit auf den zweiten Platz. Die Linke verliert deutlich und liegt nur noch bei 13,2 Prozent. Die Grünen erwischte es noch schlimmer. Nach einer langen Zitterpartie standen am Ende 4,8 Prozent auf dem Ergebniszettel. Damit scheiden sie nach nur einer Legislaturperiode wieder aus dem Landtag aus. Die NPD landet bei 3,0 Prozent und ist nun in keinem Landesparlament mehr vertreten. Die FDP verpasste mit 3,0 Prozent erneut den Wiedereinzug. Die Wahlbeteiligung lag mit 61,6 Prozent mehr als zehn Prozentpunkte höher als vor fünf Jahren.

Sellering lässt Entscheidung über Koalition noch offen

Ministerpräsident Sellering zeigte sich zufrieden mit dem Wahlergebnis seiner SPD. „Wer hätte das zu Beginn des Wahlkampfes gedacht, als wir über fünf Monate bei 22 Prozent gelegen haben.“ Nun habe die SPD ihr Wahlziel erreicht. Mit wem er künftig regieren wolle, ließ Sellering am Wahlabend offen. Gegen eine neue Koalition mit der CDU spreche nichts, sagte er. Die SPD habe aber auch schon sehr gut mit der Linken regiert. Zum Abschneiden der AfD sagte Sellering, das seien Leute, die nur Frust verbreiteten, aber im Landtag dann keine konstruktive Rolle spielen wollten. Zugleich forderte er von Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik. „Ich meine in der Tat, dass die Kanzlerin umsteuern muss und nicht einfach sagt ‚ich bleibe dabei: wir schaffen das‘.“ Die Menschen hätten große Sorgen, darauf müsse man eingehen.

Gabriel sieht Kurs der Sicherheit bestätigt

SPD-Bundeschef Sigmar Gabriel sagte, der Wahlsieg seiner Partei sei Bestätigung für einen Kurs der sozialen und inneren Sicherheit. Die Sozialdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern hätten „Kurs gehalten, obwohl die SPD da oben schon abgeschrieben wurde von manchen Kommentatoren“. Niemand solle Sorge haben, dass er darunter leiden müsse, dass wir Flüchtlinge aufgenommen haben, sagte Gabriel. Politik der SPD sei es, dass alle in Deutschland bessere Chancen hätten. Dafür sei ein Solidarpakt nötig für auskömmliche Renten, bezahlbare Wohnungen, Gesundheit und Pflege wie auch für mehr Polizei.

Caffier gibt Flüchtlingspolitik die Schuld

CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier machte die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung für die Wahlschlappe seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich. „Wir haben eine Situation gehabt, dass die positiven landespolitischen Entwicklungen, die wir alle gemeinsam hier im Land erreicht haben, nicht ansatzweise die Bevölkerung erreicht haben“, sagte der Innenminister in Schwerin. Dabei habe man alles versucht, fügte Caffier hinzu, der sich in den vergangenen Wochen mit Forderungen nach einem Verbot der Vollverschleierung und einem Ende der doppelten Staatsbürgerschaft als innenpolitischer Hardliner positioniert hatte.

Tauber pocht auf Fortsetzung der Koalition

CDU-Generalsekretär Peter Tauber führte die schwere Schlappe seiner Partei auf einen weit verbreiteten „Unmut und Protest“ in der Bevölkerung zurück. Dies habe offensichtlich zu großen Teilen „mit der Diskussion über die Flüchtlinge“ zu tun, sagte Tauber. Zugleich forderte er die SPD auf, die Koalition mit der CDU fortzusetzen: „In solchen herausfordernden Zeiten braucht es in Mecklenburg-Vorpommern stabile Verhältnisse.“

Petry spricht von Signal

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry sieht im Erfolg ihrer Partei vor allem ein Signal gegen die bisherigen Landtagsparteien. Die AfD habe aus allen Parteien Wähler für sich gewinnen können: „Das liegt daran, dass sie die Wähler zu lange nicht gehört haben.“ Spitzenkandidat Leif-Erik Holm erklärte. „Vielleicht ist das der Anfang vom Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels.“

Bartsch nennt Abschneiden der Linken bitter

Für die Linke erklärte Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch, die Partei habe sich nicht als Alternative zur Politik auf Landes- und Bundesebene profilieren können. Das Abschneiden der Linken in Schwerin sei bitter. Die AfD habe es geschafft, Spaltung ins Land zu bringen: „Es ist unsere Aufgabe klarzumachen, wir sind die soziale Alternative.“

Özdemir gegen Merkel-Schelte

Grünen-Chef Cem Özdemir sieht einen Grund für den AfD-Erfolg im Streit der anderen Parteien: „Ich bin nun wirklich nicht jemand, der Frau Merkel immer in Schutz nimmt, aber ich finde, die Flüchtlingspolitik, die haben wir alle gemeinsam schon so gewollt und alle müssen dabei ihren Anteil der Verantwortung übernehmen.“ Ein großer Teil des Frusts, der der AfD geholfen habe, habe mit dem Stil der Politik zu tun. In der Koalition streite man zum Teil wie die Kesselflicker

Thema Flüchtlinge bestimmt Wahlkampf

Der Wahlkampf war so stark wie noch nie von bundespolitischen Debatten überlagert gewesen. Vor allem die Themen Flüchtlinge, Zuwanderung und Integration polarisierten. Der Rostocker Politikwissenschaftler Martin Koschkar verwies auf Befragungen, wonach diese die Wahlentscheidungen in allen Schichten beeinflusst haben. Dabei kamen in den ersten acht Monaten dieses Jahres lediglich 4.600 Asylbewerber nach Mecklenburg-Vorpommern. Der Ausländeranteil im Land beträgt 3,7 Prozent.

http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-104.html

 

Wahlergebnisse:

http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2016-09-04-LT-DE-MV/index.shtml

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ZDF-Kleber: Kinderehe muss nicht immer von Nachteil sein

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2016

ZDF-Kleber: Kinderehe muss nicht immer von Nachteil sein

„In einem Schwerpunkt-Thema des ZDF heute Journals macht sich Claus Kleber für die Kinderehe stark.

Im Interview fragt er nach: „Soll der Staat die Kinder der Ehe entreißen ohne Fragen zu stellen?“ Diese Frage ist um so skandalöser als es in dem Interview auch um eine Betroffene geht, die sich vehement gegen Kinderehen ausspricht.

Doch Claus Kleber gibt nicht nach. Der offenbar islamische Heiratsexperte des ZDF kommt zu dem Schluss: „Eine Kinderehe muss nicht immer von Nachteil sein“ – weil damit in Gefahr befindliche junge Frauen offenbar auch Schutz finden. Kleber nimmt Bezug auf einen Film, in dem ein Beispiel einer Zwangsehe gezeigt wurde, wo eine Frau sagt „die Ehe war gut für mich“.

Alles im allem ein unglaublich skandalöses Stück eines öffentlich-rechtlichen Senders, der sich damit indirekt für die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger stark macht.

Der Gipfel des Interviews ist die Feststellung von Claus Kleber, dass auch in unserem System die Eltern über die Kinder entscheiden können wenn sie minderjährig sind.

Quelle:

https://andersalsesscheint.wordpress.com/2016/08/27/zdf-kleber-kinderehe-muss-nicht-immer-von-nachteil-sein/

 

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Pressemitteilung von Gregor Gysi, 2.09.2016

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2016

Kotau vor Erdogan ist ein ungeheuerlicher Skandal

Pressemitteilung von Gregor Gysi, 02. September 2016

„Dass sich die Bundesregierung de facto von der Armenien-Resolution des Bundestages distanziert und damit auf die Erpressung von Erdogan hin bereit ist, die feststehende Tatsache zu leugnen, dass es vor 100 Jahren in der Türkei einen Völkermord an den Armenierinnen und Armeniern gab, ist ein ungeheuerlicher Skandal“, erklärt Gregor Gysi anlässlich der Äußerungen des Regierungssprechers. Gysi weiter:

 „Eine Regierung, die sich von den USA zu Sanktionen gegen Russland, zum Wegsehen gegenüber dem Ausspähen ihrer Bürgerinnen und Bürger durch einen amerikanischen Geheimdienst und nun auch von Erdogan erpressen lässt, gibt ihre Eigenständigkeit und Souveränität in beachtlichem Umfang auf.

Und wozu das Ganze?

Weil Erdogan anderenfalls nicht erlaubt, dass Bundestagsabgeordnete die auf einem türkischen Militärstützpunkt stationierten Bundeswehrsoldaten besuchen. Es gibt auch eine souveräne Reaktion auf Erdogans Erpressung: Die Stationierung wird beendet.

Im Übrigen ist dieses Verhalten der Bundesregierung gegenüber dem Bundestag grundgesetzwidrig. Der Bundestag steht über der Bundesregierung, sie ist ihm rechenschaftspflichtig und wird von ihm kontrolliert. Sie hat nicht das Recht, ihn zu negieren, zu missachten.“

Quelle:

https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/kotau-vor-erdogan-ist-ein-ungeheuerlicher-skandal/

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LTW in Mecklenburg-Vorpommern SPD u. CDU drohen historische Wahlpleiten

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2016

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

SPD und CDU drohen historische Wahlpleiten

vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deuten Umfragen auf schwere Verluste für die Regierungsparteien in Schwerin hin. Auch Linkspartei, Grüne, FDP und NPD müssen sich auf Einbußen einstellen. Die AfD dagegen steuert auf ein Rekordergebnis hin.

SPD

Seit 2006 stellen die Sozialdemokraten mit Erwin Sellering den Ministerpräsidenten des Landes. Während dieser auf gute Beliebtheitswerte bauen kann, droht seiner Partei eine Wahlschlappe. 2011 erhielt die SPD 35,6 Prozent. Umfragen sehen die Sozialdemokraten derzeit bei 27 bis 28 Prozent. Ihr schwächstes Ergebnis erzielte die SPD in dem Bundesland 1990 mit 27 Prozent.

CDU

 Seit der ersten Landtagswahl 1990 hat die Union immer weiter an Zustimmung verloren. Votierten nach der Wiedervereinigung noch 38 Prozent für die CDU, waren es 2011 noch etwa 23 Prozent. Im Heimatland von Bundeskanzlerin Angela Merkel droht den Christdemokraten nun ein weiterer Abstieg. Zwischen 20 und 22 Prozent sagen die Demoskopen der Partei derzeit noch voraus.

AfD

 Die erstmals antretende AfD kann laut Umfragen auf ein Ergebnis jenseits der 20-Prozent-Marke hoffen. Auf 22 bis 23 Prozent wird das Ergebnis von den Demoskopen derzeit geschätzt. Allerdings konnte die Partei in Sachsen-Anhalt ein deutlich besseres Ergebnis einfahren, als Umfragen vorhergesagt hatten. Ziel der AfD in Mecklenburg-Vorpommern ist es, stärkste Kraft im Landtag zu werden.

Grüne

Die Grünen schafften 2011 nach 1990 wieder den Einzug in den Landtag. Starke 8,7 Prozent holte die Oppositionspartei vor fünf Jahren. Nun muß sich die noch vom Bündnis 90 dominierte Partei auf leichte Verluste einstellen. In Umfragen stehen die Grünen bei sechs Prozent. Ganz sicher ist der Einzug in den Landtag deswegen noch nicht.

Linkspartei

Mecklenburg-Vorpommern war lange Zeit eines der Kernländer der Linken in Deutschland. 24,4 Prozent erreichte die Partei hier 1998. Vor fünf Jahren waren es noch 18,4 Prozent. Aktuelle Vorhersagen sehen die Partei nun bei 13 bis 15 Prozent. Es wäre das schlechteste Ergebnis der SED-Nachfolger im Land.

NPD

2006 und 2011 gelang der NPD mit 7,3 und sechs Prozent jeweils überraschend der Einzug in den Landtag. Aktuell erreicht die Partei derzeit rund zwei Prozent. Bei den vergangenen Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern schnitt sie jedoch am Ende besser ab, als Demoskopen vermuteten.

FDP

Der Anti-AfD-Wahlkampf der FDP scheint sich bisher nicht auszuzahlen. Aktuelle Umfragen sehen die Liberalen bei zwei bis drei Prozent. Damit käme sie in etwa auf das Ergebnis von 2011 (2,8 Prozent). (ho)

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/spd-und-cdu-drohen-historische-wahlpleiten/

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Thomas Schock verlässt die Fraktion Die Linke

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2016

Thomas Schock hat angekündigt, zum 30. September sein Ratsmandat zurück zu geben und sich aus der Fraktion Die Linke zurück zu ziehen.

Thomas Schock hat seinen Austritt aus der Fraktion Die Linke angekündigt. Auch sein Mandat für den Rat der Stadt will er zum 30. September aufgeben. Als Grund für seinen Rückzug gab er an, dass es „menschlich und politisch nicht mehr gepasst habe“. Im Streit gehe er aber nicht, betont der 48-Jährige, auch bleibe er Mitglied der Linkspartei. Ob er kommunalpolitisch irgendwann wieder aktiv sein wird, hält er offen. Sein Ratsmandat fällt nun zurück an die Linksfraktion und könnte von Petra Algermissen übernommen werden – vorausgesetzt sie stimmt zu. Sie steht an erster Stelle der Reserveliste.

In der Ratssitzung am Donnerstag verkündete Bürgermeister Claus Jacobi die Entscheidung von Thomas Schock, die er ihm in einem Schreiben am 25. August mitgeteilt habe. Er und die Ratskollegen brächten Schock eine große Wertschätzung entgegen, erklärte Jacobi und machte deutlich, dass nicht nur er Schocks Ausscheiden aus dem Rat bedauern würde.

Für Thomas Schock war es ein Abschied in Raten. Im April hatte er bereits den Fraktionsvorsitz abgegeben. Im Sommerurlaub habe er dann die Entscheidung getroffen, mit der Fraktionsarbeit ganz aufzuhören. Ein Schritt, der ihm nicht leicht gefallen sei, denn die Kommunalpolitik liege ihm am Herzen – und das bereits seit vielen Jahren. 2002/2003 war er maßgeblich daran beteiligt, dass sich die WASG in der Stadt Gevelsberg gründete. Der damalige Verein — Arbeit & soziale Gerechtigkeit, Die Wahlalternative — ging später mit der PDS zusammen und wurde schließlich die Partei Die Linke.

Bürgermeisterkandidat im Jahr 2014

Der Gevelsberger, der IG-Metall-Mitglied ist und mehrere Jahre auch als Betriebsratsmitglied aktiv war, ist ein streitbarer Politiker. Er war an so manch einer hitzigen Debatte in Gevelsberg beteiligt und setzte sich immer für seine Überzeugungen ein. Das Klima untereinander sei aber immer fair gewesen, betont Thomas Schock. „Man kennt sich, man schätzt sich — auch wenn man nicht immer einer Meinung ist.“ Er bedankt sich bei seinen Ratskollegen und den Mitarbeitern der Verwaltung für die zielgerichtete Zusammenarbeit. Die Zeit habe ihm viel gegeben und auch dazu geführt, dass er sowohl in Gevelsberg als auch den Partnerstädten neue Freunde gewonnen hätte.

Thomas Schocks erster großer Auftritt auf der politischen Bühne war im Jahr 2005, als er für die WASG als Landtagskandidat antrat. Zwei Mal (2009 und 2013) ging er auch als Direktkandidat für die Bundestagswahl im Walkreis 138 Ennepe-Ruhr/Hagen ins Rennen. Beide Male reihte er sich hinter den Kandidaten der beiden große Parteien, SPD und CDU, als Dritter ein. Darauf seien er und seine Fraktion sehr stolz gewesen, erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Gevelsberger Rat sitzt Thomas Schock seit 2009.

Auch als Gevelsberger Bürgermeisterkandidat für die Linkspartei warf er seinen Hut in den politischen Ring. Bei der Kommunalwahl 2014 kandidierte Schock gegen Amtsinhaber Claus Jacobi und die Kandidatin von FWG/FDP, Martina Dietz.

Doch nicht nur die Wahlkämpfe, sondern auch die alltägliche kommunalpolitische Arbeit hätten Kraft gekostet. „Als kleine Fraktion hat man viel zu stemmen, verteilt auf wenige Schultern“, sagt er. Das sei anstrengend – und wenn dann das Team nicht so stimmig sei, dann falle es irgendwann schwer.

Zu solch einer Entwicklung gehörten immer beide Seiten, sagt er und betont, dass es auch an ihm liege, dass man sich innerhalb der Fraktion entfernt habe. Dass Thomas Schock nicht im Zorn geht, wird auch dadurch deutlich, dass er das Mandat an die Linkspartei zurückgegeben hat. Formal hätte er es auch behalten können, was bedeutet hätte, dass die Linken ihren Fraktionsstatus verlieren.

Wechsel auf die Zuschauerempore

So ganz von der Kommunalpolitik lassen, will Thomas Schock aber nicht, dafür sei sie ihm zu wichtig. „Wenn ich Zeit habe und der Beruf es zulässt, werde ich zu den Ratssitzungen kommen“, sagt er. Dann wird er aber auf der Zuschauerempore sitzen und nicht mehr an dem Tisch der Linken. Ob er irgendwann ins aktive politische Geschehen zurückkehrt, das wisse er noch nicht.

Quelle:

http://www.derwesten.de/staedte/gevelsberg/thomas-schock-verlaesst-die-fraktion-die-linke-id12158773.html

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AfD und Linke – Die Macht des Populismus

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2016

Linke und AfD könnten am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern zusammen knapp 40 Prozent bekommen. Keineswegs nur ein Rechenspiel, denn die so unterschiedlichen Parteien ziehen mehr oder weniger erfolgreich die Populismuskarte – mit erstaunlichen Parallelen. Das Phänomen als Ost-Lappalie abzutun, wäre unter- , die Sorge vor „Weimarer Zuständen“ übertrieben.

Jahrzehntelang profitierte die Ostpartei Die Linke (wie ihre Vorgängerin PDS) von besonderen Verhältnissen in den neuen Bundesländern. Antiliberalismus, Antiamerikanismus, Antiparlamentarismus – diese Attitüden sitzen in der Teilgesellschaft Ost auch 26 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung tief. Sie bilden den Humus, auf dem einst die Wahlerfolge der Linken keimten. Der Flugsand der Protestwähler hatte der Partei beizeiten 20 Prozent beschert, um sich schnell wieder dorthin zu verflüchtigen, wo er hauptsächlich herkam: ins Lager der Nichtwähler.

Links? Rechts? Populistisch!

Um diese Stimmen der Frustrierten tobt nun der Kampf mit der AfD. Man fischt in demselben Teich antiwestlicher Ressentiments, die ihr Ventil in den Extremen suchen. Die alte Glaubensfrage „rechts oder links?“ spielt dabei keine starke Rolle. Putins autoritäre Herrschaft in Russland – eine reale Alternative sowohl für Anhänger der Linken als auch der AfD. Bereits jetzt steht fest: Den weitaus größeren Fang werden die Rechtspopulisten an Land ziehen. Einer Studie des DIW zufolge gelingt es der AfD immer besser, ehemalige Nichtwähler zu gewinnen. Demgegenüber muss sich die Linke im Nordosten wohl mit – immerhin – 15 Prozent begnügen, was nur wenig über den harten, SED-sozialisierten Wählerkern hinausgehen würde.

„Frauke Wagenknecht“

Mit der unerwarteten Konkurrenz von rechtsaußen ist die Linke überfordert. Strategiepapiere werden herumgereicht, während die Partei hilflos zusieht, wie jetzt andere mit ihrem populistischen Rezept punkten, sich als radikale Alternative zu den „Systemparteien“ darzustellen. Doch an den Inhalten der AfD möchte sich die Spitze der Linken lieber nicht die Finger verbrennen. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bot jüngst die offenkundig von geringeren Berührungsängsten geplagte Fraktionschefin Sahra Wagenknecht an.

http://www.br.de/nachrichten/linke-afd-100.html

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Die rechte Ideologie und Politik der sogenannten Linkspartei

Erstellt von DL-Redaktion am 2. September 2016

Das Gift des Nationalismus wirkt!

Es geht nicht nur um Wagenknecht: Die rechte Ideologie und Politik  der sogenannten Linkspartei

Vorbemerkung von Gewantifa

Die sogenannte Linkspartei versucht immer und überall den Eindruck zu erwecken, eine antifaschistische, ja antikapitalistische Kraft zu sein. Doch eine politische Organisation kann und darf bekanntlich nicht danach beurteilt werden, was sie von sich selbst behauptet. Ausschlaggebend ist vielmehr, welche Positionen sie wirklich vertritt, der Inhalt und die Rich-tung ihrer politischen Positionen und Praxis.

Der Tortenwurf auf Wagenknecht hat viel zur Klarheit darüber beigetragen, wie rechts die sogenannte Linkspartei wirklich ist. „Einmütig― haben sich Parteiführung und Parteitag hinter Wagenknecht und deren nationalistische Positionen gestellt. Parteivorsitzende Kipping er-klärte: „Das war ein Angriff auf uns alle…. Wir weisen geschlossen zurück, was hier in diesem Wisch (gemeint war die politische Erklärung „Torten für Menschenfeinde“, S. 19 in dieser Broschüre, A.d.V.) steht.“

Tatsache ist, dass Wagenknecht mit all ihren zutiefst nationalistischen, zutiefst reaktionären Positionen weiterhin an der Spitze der sogenannten Linkspartei steht. Nach ihrer „Gastrecht verwirkt―-Hetze wurde sie nicht ausgeschlossen, sondern auf dem Parteitag der so-genannten Linkspartei auch noch gefeiert. Allein das zeigt schon: Es geht wirklich nicht nur um Wagenknecht.

Unserer Meinung nach geht es nicht nur um die nationalistischen Positionen von Wagenknecht, sondern auch um die demagogischen Methoden, mit denen diese Positionen weit über die sogenannte Linkspartei hinaus unter Antifas und GewerkschafterInnen verbreitet, beschönigt und gerechtfertigt werden.

Gestützt auf das von StipendiatInnen der Rosa Luxemburg-Stiftung zusammengestellte und kommentierte Material, das uns dankenswerterweise mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt wurde, soll nachfolgend anhand einiger Kernpunkte knapp begründet werden, dass es für Antifas und GewerkschafterInnen, für alle wirklich linken Kräfte mit diesen nationalistischen Positionen und der sie tragenden Organisation konsequent zu brechen gilt.

http://gewantifa.blogsport.eu/das-gift-des-nationalismus-wirkt-es-geht-nicht-nur-um-wagenknecht-die-rechte-ideologie-und-politik-der-sogenannten-linkspartei/

 

 

Wagenknecht wirbt unter Protestwählern für die Linke

 

Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit einem erwarteten Erstarken der AfD hat Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht um Protestwähler geworben. „Wer unzufrieden ist, wer protestieren möchte, wer eine andere Politik möchte, ist bei der Linken gut aufgehoben“, sagte Wagenknecht am Donnerstag nach einer Klausurtagung der Bundestagsfraktion der Linken in Hannover. Frustrierten Wählern, die Einschnitte bei Sozialleistungen fürchten, müsse die Linke nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern deutlich machen, dass sie eine Veränderung der Politik wolle, sagte Co-Fraktionschef Dietmar Bartsch.

http://www.t-online.de/regionales/id_78869752/wagenknecht-wirbt-unter-protestwaehlern-fuer-die-linke.html

 

 

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Ex-Wirtschaftsminister Machnig vor Gericht

Erstellt von DL-Redaktion am 31. August 2016

Machnigs Doppelbezüge: Richter sieht Pflichtverletzung bei Behörden und Minister

Die Verhandlung um die Doppelbezüge des einstigen Thüringer Wirtschaftsminister läuft: Der Richter sieht Pflichtverletzungen bei den Behörden und Machnig.

Das Verwaltungsgericht Weimar verhandelte am Dienstag über die Klage von Ex-Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Es geht um die Rückzahlung zu viel gezahlter Amtsbezüge.

Matthias Machnig (SPD) ist persönlich erschienen. Der ehemalige Thüringer Wirtschaftsminister sitzt im Saal 234 des Weimarer Verwaltungs­gerichts neben seinem Anwalt Christian-Dietrich Bracher von der Bonner Kanzlei Redeker, Sellner, Dahs. Auf der gegenüberliegenden Seite haben Beamte der Landesfinanzdirektion Platz genommen. Den Vorsitz hat der Vizepräsident des Gerichts, Thomas Lenhart.

Machnig, das Gesicht gebräunt von der Sonne Kretas, der Anzug anthrazit, die Krawatte dunkelrot, wirkt entspannt. Dabei geht es darum, ob er die stolze Summe von 150 572,93 Euro zurückzahlen muss. Diesen Betrag fordert die Thüringer Finanzdirektion, weil Machnig der Behörde zufolge seine Ministerbezüge mit seinem Ruhegehalt, das ihm aus seiner früheren Tätigkeit als Staatssekretär beim Bund zustand, hätte verrechnen müssen. Machnig klagt dagegen.

Thüringen hat der einstige Landeswirtschaftsminister längst hinter sich gelassen, ist bei seinem Freund, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), seit dem 6. Oktober 2014 beamteter Staatssekretär. Im November 2013 war er als Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie des Freistaats zurückgetreten, war im Anschluss im Berliner Willy-Brandt-Haus, der SPD-Wahlkampfzentrale, untergekommen, managte erfolgreich den Europawahlkampf 2014.

Nun wartet Machnig, 56, darauf, wie das Gericht die Sachlage einschätzt. Es geht um eine komplexe Materie. Zum einen das Thüringer Ministergesetz, zum anderen das Beamtenversorgungsgesetz des Bundes. Richter Lenhart macht klar, dass er Verfehlungen auf drei Seiten sieht: Zum einen habe die Bundesfinanzdirektion die Landesfinanzdirektion nicht informiert, dass sie – entgegen vor­heriger Aussagen – später Machnig doch ein Ruhegehalt überwies. Das Land wiederum habe nicht darauf geachtet, dass das Ministergesetz angewandt werden müsse und Machnig aus diesem Grund eine falsche Auskunft erteilt, als dieser wissen wollte, ob bei der Verrechnung alles stimmte. Zumal eine E-Mail des Bundes, wenn auch nicht eindeutig, darauf hinwies, dass nun doch Geld floss. „Die Landesfinanzdirektion hat an dieser Stelle geschlafen“, sagt Lenhart. Es hätten jedoch „die Alarmglocken klingeln müssen“.

Aber Machnig selbst hätte aus Sicht des Richters eben auch die entsprechende Passage des Ministergesetzes kennen können oder müssen. „Es spricht einiges dafür, dass verlangt werden kann, dass jemand, der in ein neues Amt eintritt, diese Vorschrift zur Kenntnis nimmt“, sagt Lenhart verschwurbelt.

Hier widerspricht Machnig vehement. Er habe sich immer darauf verlassen können, dass korrekt verrechnet werde, betont er und verweist auf die Staatsanwaltschaft Erfurt. Die hatte – von der FDP ins Rollen gebrachte – Ermittlungen wegen Betrugsverdachts eingestellt und dabei unter anderem diese Begründung herangezogen, sagt Machnig.

Lenhart attestiert ihm daraufhin zu viel Vertrauen in das Funktionieren öffentlicher Verwaltungen. Denn wenn dort alles glatt liefe, „wären wir arbeitslos“, so der Richter. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“

 Machnig kontert indes erneut: „Ihre Logik läuft darauf hinaus: Wenn ich einen Steuerbescheid bekomme, muss ich ihn überprüfen lassen.“

Um 15.12 Uhr, nach einer guten Stunde, schließt Lenhart die Sitzung. „Wir müssen das noch mal auf uns wirken lassen“, sagt er. Das Urteil werde den Prozessbeteiligten schriftlich zugehen.

Auch wenn der Ex-Minister mit Thüringen nun wieder im Reinen zu sein scheint und er nur noch um sein Recht kämpft. Wie tief ihn die selbst verschuldete Affäre einst traf, bekannte er einige Monate nach seinem Rücktritt: „Ich hatte das zuvor noch nicht erlebt. Ich wünsche das keinem“, sagte der seinerzeit sogar als Ministerpräsidentenkandidat gehandelte SPD-Mann. Es habe letztlich auch an der Wertschätzung von seinen Parteifreunden gefehlt. „Am Ende des Tages kommt der Druck immer aus dem eigenen Laden.“

Nach dem Verhandlungsende steht Machnig vor dem Gericht und raucht. Er hege keinen Groll mehr, sagt er.

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Machnigs-Doppelbezuege-Richter-sieht-Pflichtverletzung-bei-Behoerden-und-Minist-2142699063

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Im Landtag des Saarlandes dominieren Staatsdiener

Erstellt von DL-Redaktion am 31. August 2016

Bestimmte Berufsgruppen sind hingegen nur schwach vertreten – Ist das ein Problem?

Rund jeder zweite Abgeordnete im Landtag hat vorher für die öffentliche Hand gearbeitet. Der IHK-Hauptgeschäftsführer hält das für ein Problem: Die Zusammensetzung des Saar-Parlaments befördere Bürokratie.

Das alte Bonmot, dass der Bundestag mal voller und mal leerer sei, aber immer voller Lehrer, gilt für den Landtag nicht. Jedenfalls nicht mehr. Zum einen ist das Plenum immer, wenn es tagt, auch nahezu vollständig besetzt. Zum anderen sitzen auf den Abgeordnetenbänken kaum noch Lehrer. Die letzten verbliebenen sind Klaus Kessler (Grüne), ein ehemaliger Studiendirektor einer Gesamtschule, und Heike Kugler (Linke), vormals Grund- und Hauptschullehrerin.

1999 gehörten noch neun Lehrer dem 51-köpfigen Landtag an – ein Anteil von 17,6 Prozent, wo doch der Anteil der Lehrer an der saarländischen Bevölkerung unter ein Prozent beträgt.

Derlei Unwuchten bei der Repräsentation gibt es seit eh und je. Rentner, Hausfrauen und Arbeitslose sind im Landtag gar nicht vertreten, nicht-akademische Berufe nur schwach. Besonders deutlich ist das Missverhältnis auch bei den Angehörigen des öffentlichen Dienstes, die rund fünf Prozent der Saar-Bevölkerung ausmachen. Von den 51 Abgeordneten haben jedoch 24 zuvor beim Staat oder einem öffentlichen Unternehmen gearbeitet. Ein Bild, das sich so oder so ähnlich in allen Landtagen zeigt. Der Trierer Politikwissenschaftler Professor Uwe Jun sieht als Gründe „die Ressource Zeit, die im öffentlichen Dienst besser gegeben ist, und die besseren Kompatibilitätsregelungen, was die Wahrnehmung öffentlicher Ämter betrifft“. Vereinfacht gesagt: Wer beim Staat arbeitet, kann sich leichter freistellen lassen – und über die Rückkehr in seinen alten Job muss er sich auch keine Gedanken machen.

Im Saarland standen zahlreiche Spitzenpolitiker im Dienst des Staates, bevor Politik ihr Beruf wurde; einige von ihnen haben gleichwohl auch schon außerhalb des öffentlichen Dienstes gearbeitet. Regelmäßig sind im Landtag Abgeordnete anzutreffen, die nach dem Studium zunächst einen Job als Referent einer Landtagsfraktion oder eines Ministers antraten und diesen später als Sprungbrett für den Landtag nutzten. Das Gehalt eines Abgeordneten – rund 5400 Euro im Monat brutto – entspricht in etwa den Bezügen eines Studiendirektors (Besoldungsgruppe A 15).

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saar, Heino Klingen, wünscht sich, dass die vorherrschenden Karrieremuster aufgebrochen werden. Im Landtag müssten mehr Unternehmer sitzen, „damit die Stimme der Wirtschaft mehr Gewicht hat“. Von den vier Unternehmern im Landtag vermutet Klingen, dass sie im Hauptberuf mehr Politiker als Unternehmer sind. „Ein richtiger Unternehmer, wie man ihn sich vorstellt, der kommt nicht vor“, sagt Klingen. Jemand wie IHK-Präsident Richard Weber im Landtag – „das wäre doch was!“

Die Frage ist, ob die Dominanz des öffentlichen Dienstes überhaupt ein Problem darstellt. Jun sagt: „Jemandem, der stetig im öffentlichen Dienst tätig gewesen ist, fällt es natürlich schwerer zu schauen, welche spezifische Sichtweise beispielsweise private Unternehmen haben. Das kann problematisch werden, muss es aber nicht zwangsläufig.“ Nach Klingens Ansicht führt der hohe Anteil von Staatsdienern im Landtag zu unnötig viel Bürokratie: „Das sind alles Leute, die Verständnis für Gesetze haben, die so ausformuliert sind, dass sie immer mit Bürokratie verbunden sind.“ Für Unternehmer müsse eine Bewerbung für den Landtag oder den Bundestag attraktiver werden, fordert Klingen. „Die Parteien müssen sich für Quereinsteiger öffnen.“ „Die Parteien müssen sich für Quereinsteiger öffnen.“

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Abgeordnete-Koerperschaften-des-oeffentlichen-Rechts-Landtage-der-deutschen-Bundeslaender;art446398,6236431

 

Fettgedrucktes erfolgte durch DL-Redaktion

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MV – Die Linke kämpft ums Überleben

Erstellt von DL-Redaktion am 31. August 2016

Die AfD macht der Linken im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern schwer zu schaffen. Sie zieht Protestwähler ab und die Partei weiß kein Mittel dagegen.

Es sind zwei Zahlen, die Helmut Holter an diesem Tag zu schaffen machen: 34 und 13. Das Mikrofon in der Hand, blickt der Spitzenkandidat von der Bühne seines Wahlkampftrucks auf die wenigen Linksparteianhänger herab, die sich in der Augusthitze auf den Bierbänken verteilt haben. Erbarmungslos brennt die Nachmittagssonne auf den betongepflasterten Platz vor dem Rathaus Neubrandenburg, einem farblosen klotzförmigen Zweckbau am Friedrich-Engels-Ring, vor dem kein Baum Schatten spendet.

Bei 34 Grad macht das Wahlvolk hitzefrei, der Stimmenkampf wird zur Schwerstarbeit. Und auf 13 Prozent ist die Linke in den Umfragen gefallen – um drei Punkte, und das praktisch über Nacht. Am nächsten Sonntag, dem letzten Ferientag, wird gewählt. Nur noch wenig Zeit bleibt, Schlimmeres zu verhüten.

Holter ist 63 Jahre alt, er hat in Mecklenburg-Vorpommern schon viel erlebt, er hat als Arbeitsminister acht Jahre in einer rot-roten Regierung mitregiert. Zur Wahl vor fünf Jahren kam seine Partei auf 18 Prozent. Diesmal aber ist alles anders. „Ein neuer politischer Akteur ist hinzugekommen, der alles durcheinanderbringt“, lamentiert Holter von der Bühne.

Auch ohne dass Holter die AfD nur einmal namentlich erwähnt, wissen hier alle Bescheid. Es ist jene Partei, die wie ein Magnet die Wähler aus allen Lagern anzieht, obwohl sie von vornherein ausschließt, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Die der Linken die Protestwähler wegnimmt, die über Facebook erfolgreich junge Menschen anspricht, während der Linkspartei Wähler und Mitglieder wegsterben. Die AfD könnte am Sonntag hinter der SPD auf Platz zwei landen, obwohl sie Flüchtlinge aus dem Land haben möchte und den Islam verteufelt. Oder gerade deswegen.

Für Holter ist klar, die AfD macht Wahlkampf mit Flüchtlingshetze. „Dabei können die Flüchtlinge gar nichts dafür, dass sie hier sind“, sagt er. Doch im strukturschwachen Nordosten ist Angst vor sozialem Abstieg weit verbreitet. Das treibt der AfD die Wähler zu. Wichtig sei, neben den Flüchtlingen eben auch die deutschen Langzeitarbeitslosen nicht zu vergessen, steuert Holter dagegen.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-08/mecklenburg-vorpommern-afd-die-linke-landtagswahl-protestwaehler

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Merkel gesteht Fehler bei Flüchtlingspolitik

Erstellt von DL-Redaktion am 31. August 2016

Merkel gesteht Fehler in der deutschen Flüchtlingspolitik ein

Kanzlerin Angela Merkel hat Fehler in der deutschen Flüchtlingspolitik der Vergangenheit eingestanden und Selbstkritik geübt. Über die Resonanz auf ihr „Wir schaffen das“ zeigte sie sich im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ überrascht.

„Auch wir Deutschen haben das Problem zu lange ignoriert und die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Lösung verdrängt“, sagte die CDU-Vorsitzende ein Jahr nach der Öffnung der Grenzen.

„Schon 2004 und 2005 kamen ja viele Flüchtlinge, und wir haben es Spanien und anderen an den Außengrenzen überlassen, damit umzugehen“, sagte Merkel. „Und ja, auch wir haben uns damals gegen eine proportionale Verteilung der Flüchtlinge gewehrt.“

„Des Themas lange nicht angemessen angenommen“

Deutschland sei nach der Aufnahme vieler Flüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien froh gewesen, dass vorrangig andere Staaten das Thema zu bewältigen hatten. „Das kann ich nicht leugnen.“

Heute müsse man einen längeren Atem haben, um in Europa insgesamt zu einer fairen Lösung zu kommen. „Wir haben uns des Themas lange nicht angemessen angenommen.“

Problem nicht an Flughäfen zu regeln

Das gelte auch für den Schutz der Außengrenzen des Schengenraums, sagte Merkel. „Auch Deutschland war nicht immer Anhänger von Modellen, die wie etwa durch Frontex die Souveränität der Mitgliedstaaten eingeschränkt hätten.

Stattdessen haben wir gesagt, dass wir das schon an unseren Flughäfen regeln, weil Deutschland sonst keine EU-Außengrenzen hat, uns also das Problem schon nicht erreichen wird. So geht es aber nicht.“

„Wir schaffen das“ aus „tiefer Überzeugung“ gesagt

Von der großen Resonanz auf ihren Ausspruch „Wir schaffen das“, der vom 31. August 2015 stammt, sei sie überrascht worden. Wenn sie vor der damaligen Sommerpressekonferenz gefragt worden wäre, ob sie einen bestimmten Satz mitgebracht habe, der „sehr viel zitiert“ werden werde, dann hätte sie „diesen einen Satz nicht genannt“, so Merkel.

Sie habe den Satz „Wir schaffen das“ aber „aus tiefer Überzeugung“ gesagt, erläuterte die Kanzlerin. Der auf die Bewältigung der Flüchtlingskrise bezogene Satz sei für sie „selbstverständlich“ weiter ein richtiger Satz. Es müsse immer „ein großes Wir zusammenkommen, wenn große Aufgaben anstehen“.

„Veränderung ist nichts Schlechtes“

Merkel bemühte sich, den Bürgern Ängste vor den Folgen des aktuellen Flüchtlingszustroms zu nehmen. „Deutschland wird Deutschland bleiben, mit allem, was uns daran lieb und teuer ist. Aber Deutschland hat sich seit Gründung der Bundesrepublik auch immer wieder verändert. Veränderung ist nichts Schlechtes. Sie ist notwendiger Teil des Lebens.“

Die Kanzlerin verwies auf die in Deutschland geltenden Werte und Grundsätze, auf die hier herrschende Liberalität und Demokratie, den Rechtsstaat und die soziale Marktwirtschaft. „Das alles darf und wird sich nicht ändern.“

Quelle:

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_78847926/angela-merkel-gesteht-fehler-in-der-deutschen-fluechtlingspolitik-ein.html

Anmerkung der Redaktion: Schenken Sie den Kommentaren auch Ihre Aufmerksamkeit …..

 

 

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Gescheiterter Hahn-Verkauf – Brief belastet Dreyer schwer

Erstellt von DL-Redaktion am 30. August 2016

Brisanter Brief belastet Malu Dreyer schwer

Ein geheimer Brief an die Landesregierung belastet Malu Dreyer (SPD) schwer: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin ist offenbar stärker in die Affäre um den Flughafen Hahn involviert, als bislang bekannt.

Das geht aus einem Schreiben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hervor, das der „Allgemeinen Zeitung“ aus Mainz (AZ) nach eigenen Angaben als Abschrift vorliegt. Die Regierung habe den Sachverhalt „einseitig und damit letztendlich unrichtig“ wiedergegeben, heißt es demnach in dem Dokument.

Die Opposition fordert Aufklärung über Dreyers Rolle. „Frau Dreyer sagte doch, sie habe mit dem Hahn-Verkauf nichts zu tun gehabt, oder?“, schrieb CDU-Generalsekretär Patrick Schnieder bei Twitter.

Dann hat Frau #Dreyer die Öffentlichkeit aber – vorsichtig formuliert – unzureichend/unzutreffend informiert.  https://t.co/3Kcjn2lNsJ

KPMG hatte mit diesem Schreiben laut „AZ“ bereits im Juli beantragt, von der Verschwiegenheitspflicht entbunden zu werden. Das lehnte die Landesregierung unter Führung von Dreyer demnach ab.

Dreyers Rolle in neuem Licht

Das Dokument rückt die Rolle Dreyers beim gescheiterten Verkauf des Flughafens Hahn an die chinesische Firma SYT (Shanghai Yiqian Trading) in ein ganz neues Licht. Demnach soll die Landeschefin mächtig Druck gemacht haben, um den Verkauf zum Abschluss zu bringen – entgegen anderslautender Ratschläge von KPMG.

Nachdem SYT bei Gesprächen am 19. Mai gravierende Änderungen in der eigenen Gesellschaftsstruktur offenbart haben soll, hat KPMG nach eigenen Angaben der Regierung dringend empfohlen, die Verhandlungen über den Verkauf auszusetzen. Doch Dreyer wollte den Verkauf durchziehen.

Offenbar sei das SYT-Angebot das einzig zuschlagsfähige gewesen, woraus sich „angesichts der zunehmend angespannten Liquiditätssituation“ ein „erheblicher Verkaufs- und Zeitdruck“ ergeben hätte, wie es in dem Schreiben heißen soll.

„Bewusst auf Bankbürgschaft verzichtet“

Das Innenministerium habe trotz der Bedenken den 31. Mai als Beurkundungstermin festgelegt. Rechtsgutachten, Integritätsbericht sowie Liquiditätsnachweis hätten zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgelegen. Auch habe die Regierung „aus eigenem Antrieb bewusst auf eine Bankbürgschaft zur Sicherung des Kaufpreises“ verzichtet.

Noch am 8. Juni, also nach der Empfehlung der KPMG, betonte Dreyer die Seriösität der SYT-Gesellschaft. Erst am 29. Juni zog die Landesregierung die Notbremse und stoppte den Verkauf. Anschließend überstand Dreyer ein von der CDU beantragtes Misstrauensvotum.

Will sich KPMG reinwaschen?

Das Schreiben könnte laut „AZ“ jedoch auch ein Versuch von KPMG sein, sich aus der Affäre zu ziehen. „Das ist ein Versuch von KPMG, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen“, zitiert die Zeitung ein Regierungsmitglied. In Regierungskreisen heißt es demnach, der zeitliche Druck sei von KPMG gekommen.

Quelle:

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_78840938/brisanter-brief-belastet-malu-dreyer-schwer.html

 

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Wahlkampf in MV – Der enttäuschte Parteisoldat

Erstellt von DL-Redaktion am 30. August 2016

Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern

Der enttäuschte Parteisoldat

Immer wieder trat Konrad Döring für die Linkspartei an und verlor. Inzwischen ist er auf dem letzten Listenplatz – und geht der Presse aus dem Weg.

Konrad Döring ist verschwunden. Auf der Homepage der Linken in Mecklenburg-Vorpommern ist sein Name zwar noch als 29. und damit letzter der Landesliste verzeichnet, doch Bild und Lebenslauf – wie bei den übrigen Kandidaten – fehlen. Auch sonst findet sich im Netz nicht viel. Ein kurzer Wikipedia-Eintrag, eine Hand voll alter Onlineartikel, eine Antwort bei Abgeordnetenwatch von 2006.

Ein Sprecher der Linken erklärt, dass er seit der Wahl der Landesliste im Januar nicht mehr auf Anrufe und Mails reagiere. Für die taz-Serie „Die Letzten der Liste“ stehe Döring nicht zur Verfügung, sagt der Sprecher noch und legt auf. Es scheint fast, als ob er erleichtert sei, dass es Döring – angesichts schwacher Umfragen – nicht in den Landtag schaffen kann.

Dörings Verschwinden ist umso bemerkenswerter, als er früher die Öffentlichkeit nicht scheute. 2002 kandidierte er für die PDS in der Gemeinde Binz auf Rügen bei der Bürgermeisterwahl und verlor erst in der Stichwahl. Im selben Jahr scheiterte Döring als Direktkandidat im Wahlkreis Rügen II. 2005 schaffte Döring dann doch noch den Sprung in den Schweriner Landtag – als Nachrücker für die ehemalige Sozialministerin Martina Bunge, die in den Bundestag einzog. Ein Erbe, das er nur knapp zwei Jahre verwaltete, denn bereits bei der Landtagswahl 2006 verlor er erneut den Wahlkreis Rügen II gegen die übermächtige CDU.

Dass Döring erfolglos blieb, hängt auch mit der Schwäche seiner Partei zusammen. Nach aktuellen Umfragen liegt die Partei mit derzeit 16 Prozent unter ihrer angestrebten 20-Prozent-Marke. Selbst von der aktuellen Schwäche der SPD profitiert die Linke nicht. Ihre Klientel der sozial Schwachen verabschiedet sich nach rechts. Würde heute gewählt, läge die AfD vor der Linken. Es drohen fünf weitere Jahre in der Opposition.

Spürbar ist der Negativtrend bereits in Stralsund, wo die Kreisverbandsstelle der Linke für Rügen liegt. Klein und unscheinbar liegt das Büro inmitten einer Plattensiedlung in den Außenbezirken Stralsunds. Zur öffentlichen Sprechstunde tröpfeln lediglich drei Genossen ein – allesamt ergraute SED-Kader. „Früher hatten wir mal allein in Stralsund 6.000 Mitglieder“, erinnert sich einer. Jetzt seien es im gesamten Kreis gerade noch 500. Auch ansonsten gehe vieles den Bach runter: „Die Werften sind weg, die Bundeswehr hat sich marginalisiert, und überall stehen Häuser leer“, beklagt ein anderer Altgenosse. Da müsse die Politik wieder näher am Bürger sein und auch die sozial Schwachen unterstützen, findet er.

An Konrad Döring kann sich hier niemand erinnern – trotz seines jahrelangen Engagements für die Partei. Immerhin findet sich eine Telefonnummer seines Arbeitgebers. Nach mehreren Weiterleitungen geht Döring tatsächlich ans Telefon. Er sei enttäuscht von seiner Partei und wolle lieber nicht mit der Presse sprechen, sagt er und legt wieder auf. Verschwunden ist er also doch nicht so ganz. Nur abgetaucht – wie die Linke.

http://www.taz.de/Wahlkampf-in-Mecklenburg-Vorpommern/!5330756/

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Spannungen in der SPD

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2016

Bürgermeister Müller stellt sich gegen SPD-Chef Gabriel

Michael Müller kritisiert das Freihandelsabkommen Ceta. Damit positioniert sich Müller auf die Gegenseite des Parteivorsitzenden.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich gegen das Freihandelsabkommen Ceta zwischen der Europäischen Union und Kanada ausgesprochen. Müller stellt sich damit gegen seinen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. Der Bundeswirtschaftsminister wirbt gegen starke Widerstände in der SPD für den Vertrag mit den Kanadiern.

Im Interview mit der Berliner Morgenpost (Sonntag-Ausgabe) sagte Müller: „Bei Ceta habe ich große Bedenken. Wenn es nicht in den nächsten Wochen noch dramatische Weiterentwicklungen und Verbesserungen gibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir das aus Berlin unterstützen können.“

Müller sagte, der Weg, den Berlin bei der Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge und der Rekommunalisierung in den Bereichen Energieversorgung, Wohnen und Gesundheit, gehen wolle, stehe im Konflikt zu dem, was Handelsabkommen wie Ceta mit Kanada und TTIP mit den USA beabsichtigen. Diese wollten den privaten Bereich stärken. „Insofern sehe ich das sehr kritisch“, sagte Müller. Zudem erklärte er, bezogen auf Gabriel, „solche wichtigen Sachfragen müssen wir unabhängig von Personen diskutieren“.

Die SPD will am 19. September auf einem Parteikonvent in Wolfsburg ihre Position zum Ceta-Abkommen beraten. Am 18. September wird in Berlin das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Michael Müller, der auch Berliner SPD-Landesvorsitzender ist, tritt als Spitzenkandidat seiner Partei an. Am 17. September finden in sieben deutschen Städten Groß-Demonstrationen gegen Ceta und TTIP statt. In Berlin werden dabei 100.000 Teilnehmer erwartet.

Quelle:

http://www.morgenpost.de/politik/article208139219/Buergermeister-Mueller-stellt-sich-gegen-SPD-Chef-Gabriel.html

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Zuwanderer aus nahem Kulturkreis bevorzugt

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2016

Ein Einwanderungsgesetz will die CSU nicht, aber irgendwie doch eine Auswahl der Migranten nach Kriterien der deutschen Leitkultur

Die CSU funkt erste Signale, wie sie ihren Wahlkampf ausrichten will. Die kleine Schwester der Kanzlerpartei denkt bekanntlich seit Monaten laut darüber nach, ob sie nicht einen eigenen von Merkel unabhängigen Wahlkampf für die Bundestagswahl im nächsten Jahr führen will.

Ausschlaggebend dafür ist die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. In der CSU-Zentrale ist man damit überhaupt nicht einverstanden. Umfrageergebnisse unterstützen diese Haltung (siehe 40 Prozent wünschen sich einen anderen Kanzler). So zielt auch die erste Markierung der CSU-Eigenständigkeit genau darauf. Der Springer-Zeitung „Die Welt“ war es vorbehalten, sie zu veröffentlichen. Dort wird ein Schlüsselsatz aus dem Entwurf zum CSU-Grundsatzprogramm zitiert:

Neben der beruflichen Qualifikation und dem Bedarf unserer Wirtschaft soll künftig auch die Nähe des Kulturkreises stärker bei der Auswahl der Zuwanderer beachtet werden.

Entwurf zum CSU-Grundsatzprogramm

Der Satz steht laut Auskunft der Zeitung, der das Papier zugespielt wurde, auf Seite 16 des Entwurfs, in einem Kapitel mit der Überschrift: „Klare Regeln für Asyl, Flüchtlinge und Zuwanderung“. Das Versprechen der Klarheit wird im oben zitierten Schlüssel-Satz allerdings, aller suggerierten Genauigkeit zum Trotz, nicht eingehalten. „Auswahl der Zuwanderer“? Will die CSU ein Einwanderungsgesetz?

„Zuwanderung“ ist ein Wort, das sich in keine Sprache der Welt übersetzen lässt, klärt Karl-Heinz Meier Braun in seinem Erklärungsbuch zu Einwanderung und Asyl auf. Mit Zuwanderung werde der Begriff „Einwanderung“ umschifft.

Umschifft wird im Satz, der eine Auswahl der Zuwanderer nach dem Kriterium der „Nähe des Kulturkreises“ fordert, nicht nur, dass dies Gegenstand eines Einwanderungsgesetzes wäre, sondern auch, was politisch mit nahen und nicht so nahen Kulturkreisen gemeint ist. Das Stichwort, Islam, wird nicht genannt, ist aber gemeint, wie der Leiter der CSU-Grundsatzkommission, Markus Blume, der Welt gegenüber erläutert.

„Wer aus einem Umfeld stamme, in dem der Imam entscheide, wo es langgeht, komme eben nicht aus einem nahen, sondern aus einem fernen Kulturkreis“, wird der Leiter der CSU-Grundsatzkommission in der Zeitung zitiert. Dazu gibt es noch ein paar handfeste Hinweise, zum Beispiel Händeschütteln.

In Deutschland begrüße man sich mit einem Händedruck und verabschiede sich mit einem Gruß, soll im Papier stehen. Auch das Burka-Verbot werde indirekt angesprochen: „Bei uns versteckt man sein eigenes Gesicht nicht hinter einem Schleier.“ Das ist immerhin eine konkrete, nachvollziehbare Forderung.

Schwieriger wird es mit der „Leitkultur“, die es bekanntlich immer mit Definitionskämpfen zu tun bekommt. Sie speise sich, so versucht das CSU-Grundsatzprogramm das Problem zu umschiffen, „aus der Prägung unseres Landes und den tagtäglich gelebten und erwarteten Umgangsweisen“. Auch ist vage; selbst unter engsten Nachbarn gibt es Differenzen über erwartete Umgangsweisen.

Zu einer Definition der hiesigen Kultur geben die Formeln also nicht viel Neues her, aber das ist auch nicht nötig, die Ansage allein erfüllt schon den Anspruch CSU. Sie will sich im Parteimarketing auf die sichere Seite stellen.

Den Schritt zu einem Einwanderungsgesetz will die CSU nicht machen. Der Leiter der CSU-Grundsatzkommission Blume sprach zwar von einer „Fachkräfte-Zuwanderung“, die mit dem Satz gemeint sei, dass Zuwanderer aus Gesellschaften, die „vergleichbar offen“ seien, bevorzugt behandelt werden sollten.

Aber was mit Fachkräfte-Zuwanderung konkret gemeint sind, erklärte Blume nicht. Wahrscheinlich meint er Fachkräfte unter der Flüchtlingen. Blume bestätigte jedenfalls, dass sein Auswahl-Satz nicht für Asylbewerber gelte. Hier gelte „zunächst“ der Asylrechtsgrundsatz unseres Grundgesetzes. „Zunächst“ heißt: Wenn es um die Duldung geht, dann spielt die Kulturnähe schon eine Rolle.

Quelle:

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49233/1.html

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Die RAF und Die Linke

Erstellt von DL-Redaktion am 28. August 2016

Während die Linkspartei Ex-RAF-Terroristen beschäftigt und als Politiker aufstellen will, werden ihrerseits AfD und Pegida beschimpft. Echt jetzt?

Die AfD wird derzeit von so gut wie allen Seiten angegriffen. Ein falscher Satz und die Medien stürzen sich auf die AfD, um sie regelrecht zu verhöhnen und diffamieren. Oder ein Satz wird richtig ausgesprochen, dann aber bis zum geht nicht mehr verdreht! Für andere Parteien gilt das nicht so, zumindest nicht in diesem Ausmaß.

Und deshalb hat sich die „demokratische“ vom Verfassungsschutz überwachte Partei „Die Linke“ erst vor wenigen Monaten dazu entschieden, ein ehemaliges RAF-Mitglied aufzunehmen und zur Wahl aufzustellen. Ein Terrorist der einer Organisation – in diesem Fall die RAF – angehörte, die die damalige deutsche Regierung stürzen wollte, Sprengsätze legte und für zahlreiche Morde verantwortlich war! Und das, während „Die Linke“ aber weiterhin über die AfD und Pegida bis zum geht nicht mehr lästert und Lügenmärchen verbreitet. Merkwürdig ist auch, warum die Systempresse hier nichts in der Tagesschau brachte. Auch viele namhafte Zeitungen (abgesehen von der SZ) berichteten nicht darüber!? Ein Schelm wer Schlechtes dabei denkt!

Liebe Partei „Die Linke“, wenn Sie die AfD oder Pegida das nächste mal wieder als rechtsradikal, rechtsextrem, Faschisten….usw. betiteln und diffamieren, weil Ihnen die Fakten ausgehen, dann denken Sie an diesen Artikel. Und Ihnen sei gesagt: die AfD oder auch Pegida beschäftigen keine ehemaligen Terroristen, sie bezahlen auch kein Geld an Organisationen wie die Antifa, damit Demonstrationen gestört werden. Sie machen das! Und jetzt dürfen Sie sich selbst betiteln, denn damit kennen Sie sich doch am besten aus!

Quelle:

https://www.contra-magazin.com/2016/08/die-raf-und-die-linke/

 

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Gysi schlägt Arbeitsteilung zwischen Wagenknecht und Bartsch vor

Erstellt von DL-Redaktion am 28. August 2016

Nach der innerparteilichen Kritik an Sahra Wagenknecht will Gregor Gysi die Wogen glätten. Auch er habe sich einst mit Oskar Lafontaine auf eine Arbeitsteilung geeinigt.

Der frühere Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi sieht eine inhaltliche Arbeitsteilung seiner beiden Nachfolger Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch als sinnvoll an. Er reagierte damit auf die jüngste innerparteiliche Kritik an Wagenknecht wegen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik. „Als ich mit Oskar Lafontaine die Fraktion führte, hatten wir auf seinen Vorschlag hin auch eine solche Arbeitsteilung vereinbart“, sagte Gysi der Welt am Sonntag. Eine solche Regelung wäre „auch heute sinnvoll“.

Lafontaine habe seinerzeit gesagt: „Pass auf Gregor, Du bist allein für die Außenpolitik zuständig, und ich kümmere mich allein um die Wirtschafts- und Finanzpolitik. Den Rest machen wir zusammen. So kommen wir uns nicht ins Gehege.“

Er regierte damit auf die Kritik an den Äußerungen Wagenknechts nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Bombenattentat im bayerischen Ansbach. Die Politikerin hatte erklärt, „dass die Aufnahme und Integration einer sehr großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern zumindest mit erheblichen Problemen verbunden und sehr viel schwieriger ist, als Frau Merkel uns das im letzten Herbst mit ihrem „Wir schaffen das“ einreden wollte“.

Damit hatte Wagenknecht in der eigenen Partei Empörung ausgelöst. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Jan van Aken, etwa sagte: „Wer Merkel von rechts kritisiert, kann nicht Vorsitzender einer Linksfraktion sein.“

Der Parteivorsitzende Bernd Riexinger hingegen erklärte die Auseinandersetzung inzwischen für beendet. „Frau Wagenknecht hat ihre Äußerungen klar gestellt„, sagte er der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau. „Im übrigen haben wir als Partei unsere Position ebenfalls formuliert, so dass die Sache geklärt ist.“

Quelle:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-08/gysi-wagenknecht-bartsch

 

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Golze (Linke) will Geld für Luxusfüller zurückzahlen

Erstellt von DL-Redaktion am 28. August 2016

Die sogenannte Montblanc-Affäre erhitzt die Gemüter. Bundestagsabgeordnete orderten auf Steuerzahlerkosten repräsentative Schreibgeräte der Edelmarke. Auch das Büro von Diana Golze (Linke), heute Brandenburgs Sozialministerin, soll Luxusfüller im Wert von 2900 Euro geordert haben. Jetzt will sie das Geld zurückzahlen.

Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Linke) will die Kosten für sechs Montblanc-Füller, die 2009 über ihr Bundestagsbüro bestellt wurden, zurückzahlen. Sie habe von der Bestellung nichts gewusst, sagte Golze am Mittwoch am Rande einer Betriebsbesichtigung in Brandenburg an der Havel. Die Mitarbeiterinnen ihres Bundestagsbüros hätten seinerzeit Vollmachten zum Ordern von Bürobedarf gehabt. Wer die teuren Schreibgeräte bestellt habe, wisse sie nicht. Es sei jedenfalls nicht auf ihre Veranlassung hin geschehen. Wenn sie einen Montblanc-Füller haben wolle, würde sie sich einen kaufen.

Viele Abgeordnete orderten bei Montblanc

Die „Bild“-Zeitung hat eine Liste von mehr als 90 Abgeordneten veröffentlicht, die sich mit den edlen Schreibgeräten eingedeckt haben sollen – abgerechnet über das Sachkostenkonto, das jedem Abgeordneten zusteht. Demnach wurden über Golzes Konto drei Füllfederhalter zu je 606,25 Euro, drei Füllfederhalter zu je 300,90 Euro sowie drei Etuis über ihr Bundestagskonto eingekauft.

Rechtlich ist das nicht zu beanstanden. Es steht den Abgeordneten frei, ob sie von der Sachkostenpauschale in Höhe von 12 000 Euro jährlich Computerzubehör, Handys, Aktenordner oder eben teure Schreibgeräte kaufen.

Pofalla kaufte Füller im Wert eines Kleinwagens

2009 hatte die Zeitung erfahren, dass sich mehr als 100 Abgeordnete in jenem Jahr vor Ende der Legislaturperiode insgesamt 396 Füllfederhalter und Stifte einer teuren Marke im Gesamtwert von 68 800 Euro bestellt hatten. Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte vergangene Woche in der „Saarbrücker Zeitung“ auch über diesen Fall, solche Vorgänge trügen „nicht zur Festigung unseres Ansehens in der Bevölkerung“ bei.

Montblanc-Spitzenbesteller im Bundestag war demnach der ehemalige CDU-Abgeordnete und Kanzleramtschef Ronald Pofalla, der heute im Bahn-Vorstand sitzt. Über die Jahre hinweg soll er Füller im Wert von 14722 Euro geordert haben. Er äußert sich laut „Bild“ nicht zu dem Fall.

Auch Lanfermann und Köppen stehen auf der Liste

Aus Brandenburg tauchen noch die Abgeordneten Jens Köppen (CDU) und Heinz Lanfermann (FDP) auf. Köppen, der noch im Bundestag sitzt, soll Füller für 664 Euro geordert haben, Lanfermann, der 2013 aus dem Bundestag ausschied, soll für 490 Euro eingekauft haben.

Um die Veröffentlichung der Namen streitet sich die „Bild“-Zeitung seit Jahren mit dem Bundestag vor Gericht. Ein presserechtliches Verfahren ist derzeit beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg anhängig. Wann eine Entscheidung ansteht, konnte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch nicht sagen. Die jetzt veröffentlichte Liste recherchierte „Bild“ nach eigenen Angaben selbst.

Quelle:

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Golze-Linke-will-Geld-fuer-Luxusfueller-zurueckzahlen

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Saar-Linke lehnt Ramelows Forderung ab

Erstellt von DL-Redaktion am 25. August 2016

Die Saar-Linke hält wenig von der Forderung ihres Parteikollegen und thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, illegale Flüchtlinge zu legalisieren.

Der Landesverband halte den Vorschlag „für nicht durchdacht“, sagte Landeschefin Astrid Schramm, da die „unkoordinierte Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin“ die Integration überwiegend auf Länder und Gemeinden abwälze.

Kritik der CDU Saar an dem Vorstoß wies sie aber zurück. Deren Kritik sei unglaubwürdig, da sie die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin stets vorbehaltlos unterstützt habe.

„Im Gegensatz zur CDU Saar hat die Linke im Saarland von Beginn an auf eine Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung gedrängt und eine europäische Lösung der Flüchtlingsproblematik gefordert“, sagte Schramm.

Originalbeitrag bei Pressreader: http://goo.gl/7k10Es und in der Saarbrücker ePaper Ausgabe online.

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Bosbach möchte nicht mehr

Erstellt von DL-Redaktion am 24. August 2016

Bosbach möchte nicht mehr

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach möchte nicht mehr kandidieren. Dass sich der populäre Querdenker aus der Politik zurückzieht, hat verschiedene Gründe. Einer ist seine Partei, für die er noch bis zum kommenden Jahr im Bundestag sitzen wird.

Der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach zieht sich im Herbst 2017 aus der Politik zurück. „Heute Abend habe ich meinen CDU-Kreisverband darüber informiert, dass ich 2017 für eine erneute Kandidatur für den Deutschen Bundestag nicht zur Verfügung stehe“, sagte Bosbach gegenüber der Deutschen Presseagentur. „Mit Ablauf dieser Wahlperiode werde ich meine politische Arbeit endgültig beenden.“ Für diese Entscheidung gebe es nicht nur einen Grund, sondern ein ganzes Bündel von Gründen – „sowohl politische als auch sehr persönliche“, so Bosbach.

„In einigen wichtigen politischen Fragen kann ich die Haltung meiner Partei nicht mehr mit der Überzeugung vertreten, wie ich sie gerne vertreten würde – und wie ich sie auch vertreten müsste, falls ich noch einmal für die CDU für den Bundestag kandieren würde“, sagte Bosbach. Alle denkbaren Alternativen seien für ihn nicht in Frage gekommen, erklärte der Bundestagsabgeordnete am Dienstagmorgen in einem Interview mit der Bild-Zeitung. „Wenn man merkt, dass die Kraft nachlässt, muss man sich gut überlegen, wofür man sie noch aufwendet. Und ich möchte sie nicht dafür aufwenden, gegen meine eigene Partei zu argumentieren und gegen meine eigene Partei anzutreten.“

Bosbach hatte die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung in den vergangenen Jahren mehrfach scharf kritisiert und eine Abkehr von der Vergabe der Hilfskredite an angeschlagene Euro-Länder gefordert. Aus Protest hatte er vor einem Jahr seinen langjährigen Posten als Vorsitzender des Innenausschusses des Bundestags abgegeben. In den vergangenen Monaten stellte sich Bosbach zudem öffentlich gegen die Flüchtlingspolitik Merkels und zog ihre Aussage „Wir schaffen das“ in Zweifel. Er warnte etwa vor einer Überforderung Deutschlands und forderte eine Kurskorrektur der CDU nach rechts.

Querdenker, Abweichler, zeitweise Innenministerkandidat

In der CDU wurde Bosbachs Entscheidung mit Bedauern aufgenommen. Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Armin Laschet sagte dem „Kölner Stadtanzeiger“: „Dem Bundestag wird er fehlen. Als Freund wird er bleiben.“ Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Mayer, würdigte Bosbach als verlässlichen, integren, fleißigen und kompetenten Politiker. „Er hat wie kaum ein anderer Parlamentarier in den letzten beiden Jahrzehnten die Innenpolitik der CDU/CSU geprägt und verkörpert“, sagte Mayer dem Blatt.

Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wolfgang-bosbach-tritt-bei-bundestagswahl-2017-nicht-an-14401593.html#GEPC;s6

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Urteil im Fall Gina-Lisa Lohfink

Erstellt von DL-Redaktion am 24. August 2016

Das Urteil im Fall Lohfink ist ein Rollback für die Rechte der Frauen

Es spricht einer Frau das Recht ab, selber zu definieren, wann ein Sexualakt eine Vergewaltigung ist

„Wir brauchen endlich ein Gesetz, dass die Betroffenen schützt und nicht die Täter.“ Diese Forderung auf der Facebookseite Solidarität mit Gina Lisa Lohfink hat noch einmal besondere Aktualität erhalten.

Das Amtsgericht Tiergarten hat die Frau am 22. August wegen falschen Verdächtigungen zu einer Geldstrafe von 20.000  Euro verurteilt. Sie hatte zwei Männer der Vergewaltigung im Sommer 2012 bezichtigt und angezeigt. Unstrittig ist, dass die Männer Lohfink beim Sexualverkehr gefilmt und diese Videos ins Netz gestellt hatten. Dort ist deutlich zu sehen, dass Lohfink „Hört auf“ ruft.

Das Gericht hat diese Äußerungen nur auf das Filmen bezogen und daraus geschlussfolgert, dass der Sexualverkehr keine Vergewaltigung war (vgl. „Es gibt einen Unterschied zwischen Kein-Blümchen-Sex und einer Vergewaltigung“). Die Männer wurden bereits zuvor vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Ein solches Urteil könnte man noch so interpretieren, dass eben sehr schwer ist, Delikte wie Vergewaltigung rechtlich zu verfolgen, was eine feministische Kritik bereits vor Jahrzehnten wusste.

Das Urteil ist ein Angriff auf die Definitionsmacht der Frauen

Doch das gestrige Urteil hat eine andere Dimension. Es spricht einer Frau das Recht ab, selber zu definieren, wann ein Sexualakt eine Vergewaltigung ist. Das wird aus der Argumentation des Gerichts sehr deutlich. So wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, dass Lohfink vor dem Geschlechtsakt K.-o. verabreicht worden seien.

Dafür wurden die aufgenommen Videos angeführt, auf denen Lohfink ansprechbar erschienen sei. Nun hat die Frau allerdings auch nie behauptet, sie wisse genau, dass ihr diese K.-o.-Tropfen verabreicht wurden. Sie hat es vermutet. Die Frage ist aber, warum kann hier ein eindeutig auf illegale Weise erstelltes Video – Frau Lohfink war mit den Aufnahmen nicht einverstanden und wollte sie löschen -, mit dem das Persönlichkeitsrecht der Frau verletzt wurde, überhaupt als Beweismittel gegen sie verwendet werden kann?

Schließlich sind genügend Fälle bekannt, wo illegal mitgeschnittene Gespräche nicht als Beweismittel verwendet werden durften, auch wenn Angeklagte freigesprochen werden mussten. Doch viel gravierender ist der enge Begriff von Vergewaltigung, den das Gericht zur Grundlage genommen hat.

Die wäre danach nur erfüllt, wenn die Frau nicht mehr ansprechbar wäre und sich auch nicht mehr artikulieren konnte  Dabei wurde nicht zur Kenntnis genommen, dass es heute einen viel weiteren Vergewaltigungsbegriff gibt, der voraussetzt, dass die Frau deutlich macht, dass sie mit dem Geschlechtsverkehr nicht oder nicht mehr einverstanden hat. Der Einschub ist im Fall Lohfink wichtig.

Wenn das Gericht selber einräumt, dass die Frau die Videoaufnahmen ablehnte und das auch artikulierte, dann ist schwer vorstellbar, wieso das Gericht dann zu der Überzeugung kommt, sie wollte mit ihren Ausrufen nicht den Geschlechtsakt beenden. Schließlich war das der Gegenstand des Filmens.

Sie hatte erlebt, dass sich die beiden Männer an diesen Punkt zweifelsfrei über ihren Willen hinwegsetzen. Dann ist es doch eigentlich sehr wahrscheinlich, dass sie mit diesen Männern eben keinen sexuellen Kontakt mehr wollte und genau das artikulieren wollte. Dann könnte selbst ein zunächst einvernehmlicher Sex zu einer Vergewaltigung werden, wenn Lohfink angesichts der Videokameras die weitere Zustimmung verweigerte.

Im Zweifel für eine Frau, die eine Vergewaltigung anzeigt

Ein solches durchaus realistisches Szenario mag im Sinne des Grundsatzes „im Zweifel“ für die Angeklagten nicht zu einer Verurteilung der Männer ausreichen. Nur stand in Berlin die Frau vor Gericht, die die Vergewaltigung angezeigt hat. Für sie galt nun der Grundsatz „im Zweifel für die Angeklagte“ nicht und das ist in der Tat ein Skandal und da muss man ausnahmsweise mal Alice Schwarzer zustimmen.

Lohfinks Anwalt Burkhard Beneken erklärte nach dem Urteil, er werde mit seiner Mandantin besprechen, ob sie die Kraft habe, in Berufung zu gehen. „Wir tendieren zu ‚Ja'“, wird der Anwalt vom Rundfunk Berlin-Brandenburg zitiert.

Mit dem Hinweis darauf, dass man sich jetzt beraten müsse, „ob Frau Lohfink die Kraft dazu hat“, wird der Rollback deutlich, der die Entscheidung für die Rechte der Frauen bedeutet. Sie brauchen wieder besondere Kraft, um sexuelle Gewalt  öffentlich zu machen. Dabei gehörte es mal zu einer feministischen Praxis, Frauen  die gesetzlichen Möglichkeiten in die Hand zu geben, sexuelle Gewalt auch im Alltag, im engsten Freundes- und Familienkreis öffentlich zu machen.

Darin sahen viele Männer, die auf ihre patriarchalen Privilegien nicht verzichten wollten, eine große Gefahr. Mit dem Urteil scheint ihre Welt wieder  in Ordnung. Das wird in einem Kommentar von Christian Bommarius in der Berliner Zeitung deutlich, für den nach der – noch nicht rechtskräftigen – Gerichtsentscheidung klar ist, dass es nie eine Vergewaltigung gegeben hat. Ihre „Hört-auf-“ Rufe in den Video-Szenen seien nur „auf das Filmen, nicht auf den Sex“ bezogen.

Zugleich polemisiert Bommarius gegen alle, die sich mit Lohfink solidarisierten, Sie seien vom Amtsgericht Berlin indirekt mit verurteilt worden. Selbstverständlich hält Bommarius auch nichts von der Verschärfung der Vergewaltigungsgesetze. Denn schließlich müssen die Privilegien des Mannes, der seine Lust ausleben will, wann und wo es ihm passt, gewahrt bleiben.

Die falschen Frauenfreunde nach Köln sind jetzt wieder Männerrechtler

Man stelle sich vor, nicht zwei semiprominente Deutsche, sondern Migranten wären von Lohfink der Vergewaltigung bezichtigt worden. Sie hätte sich von falschen Solidaritätsbekundungen all derer, die jetzt man wieder als strikte Männerrechtler auftreten, nicht retten können.

Die Reaktionen auf das Lohfink-Urteil scheint die zu bestätigen, die in der großen Aufregung nach der Silvesternacht von Köln nicht ein geschärftes Bewusstsein für Frauenrechte wahrnahmen, sondern nur das Fortleben der völkischen Fama von der „Schwarzen Schmach“ erkennen wollten.

Deutsche Frauen sollen vor den „ausländischen Horden“ geschützt werden. In der Folge von Köln gab es in sozialen Netzwerken immer wieder Meldungen von angeblichen sexuellen Übergriffen von Männern mit Migrationshintergrund auf deutsche Frauen. In den meisten Fällen haben sich diese Meldungen als falsch erwiesen. Kaum jemand hat gefordert, dass hier der Unschuldsbeweis gilt.

Quelle

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49204/1.html

 

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Die Mittelschicht und ihre Diener

Erstellt von DL-Redaktion am 24. August 2016

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Sei es die Putzhilfe oder der Pizzaservice: Die ehrgeizige Mittelschicht leiste sich zunehmend Diener, um sich in ihrem vollen Arbeitsalltag Freiräume zu schaffen, schreibt der Autor Christoph Bartmann in seinem Essay „Die Rückkehr der Diener“. Sie hindere das Servicepersonal auf diese Weise allerdings daran, sich hochzuarbeiten.

„Eine ganze Weile wohnen wir nun schon auf Manhattans Upper West Side, in einem Apartmenthaus am Broadway, das Komfort oder sogar Luxus verspricht, wie Tausende andere Häuser in dieser Stadt auch. (…) Vielerlei Wünsche werden einem erfüllt, es wird einem ungefragt die Tür aufgehalten, Koffer und Pakete werden bei Bedarf in die Wohnung getragen. Zum Standard gehören meist auch ein Kinderspielraum, ein Gym, ein Swimmingpool, eine Dachterrasse – in besseren Häusern dann vielleicht auch noch ein Zen-Meditationsraum, eine Squashhalle oder eine Bibliothek.“

So beginnt Christoph Bartmann, der nach fünf Jahren Manhattan den Rücken kehrt, sein Buch über die „Rückkehr der Diener“. Er beschreibt nichts anderes als das typische Versorgungsangebot für all jene New Yorker, die es sich leisten können. Es ist jedoch nicht allein und nicht einmal zuerst Bequemlichkeit, die so bedient wird, die ehrgeizigen Angestellten der Mittelschicht haben kaum eine andere Wahl. Um ihren Lebensstandard in der teuren Metropole zu halten und bloß nicht abzustürzen, arbeiten sie bis zum Umfallen.

Arbeit bis zum Umfallen

Da bleibt kaum Zeit, sich auch noch um die Organisation des häuslichen Lebens zu kümmern. Aber dafür gibt es schließlich ein ganzes Heer von Dienern. Bartmann mochte es irgendwann nicht mehr, rundum versorgt zu werden. Sein Unbehagen hatte Folgen: Er bestellte die Zugehfrau ab und putzte die Wohnung wieder selbst. Und er dachte intensiver über „das neue Bürgertum und sein Personal“ nach. New York mag hierfür deutlich krasseres Anschauungsmaterial liefern als Berlin, München oder Hamburg. Aber die Abhängigkeitsverhältnisse, die Bartmann in seinem Buch beschreibt, sind weit mehr als eine bloß US-amerikanische Angelegenheit.

„Ich denke, dass die ehrgeizige, leistungsfreudige Mittelklasse, also Leute wie wir vielleicht, dass wir unser Vereinbarkeitsproblem auf dem Rücken anderer Leute austragen – sehr häufig – und darüber nicht genug nachdenken. Man muss schon daran denken, was man denen zumutet, die man natürlich bezahlt – landesüblich und angemessen vielleicht – und trotzdem hindert man diese Menschen durch seine eigene Dienstbedürftigkeit daran, selbst ein Leben zu führen, wie man es für sich beanspruchen würde.“

Status quo soll abgebildet werden

Den willigen Helfern jedoch bieten sich nur äußerst selten verlockende Alternativen. Der Weg heraus aus der Serviceklasse in attraktivere Berufe ist für sie nur sehr schwer gangbar. Bartmann weiß das. Er verfolgt die daraus erwachsenen Konsequenzen für das Personal, das vielfach schon glücklich sein muss, überhaupt einen Job zu haben, aber nur am Rande weiter. Dem Autor geht es um den Status quo. Dass das Leben der Dienerkaste immer auch noch prekärer sein könnte, hält Christoph Bartmann nicht davon ab, die gegenwärtigen Zustände eingängig zu hinterfragen. Er seziert dabei ein System aus Abhängigkeiten, in dem für die Bedürfnisse der Dienerschaft kein Platz bleibt. Doch was gewinnt im Gegenzug derjenige, der auf allerlei Hilfsdienste zurückgreift – sich die Wohnung sauber machen, die Hemden bügeln und die Einkäufe liefern lässt? Es ist eine der Kernfragen für Bartmann. Seine Antwort ist ernüchternd.

„Wir glauben, wir verschafften uns durch diese ganzen Delegationen Qualitätszeit – so heißt ja der Begriff, der gerne verwendet wird. Diese Qualitätszeit besteht aber oft nur darin, dass wir nervös irgendwelche E-Mails checken oder Bahnfahrten googeln. Also ich bin ständig am Checken und Konfigurieren und Erledigen. Auch in meiner Freizeit habe ich eine lange To-do-Liste. Dann versuche ich die niedriger wertigen Aufgaben in andere Hände zu legen – immer in der Hoffnung, dass ich mir durch diese Manöver an anderer Stelle etwas mehr freie Zeit verschaffe. Aber freie Zeit ist noch mal was anderes als Freizeit. Ich glaube, viele Menschen kommen nie in der freien Zeit an.“

Die im Beruf erworbene Management-Expertise durchdringt zunehmend auch unser Handeln außerhalb des Büros, glaubt Bartmann. Nach einem straffen Programm wird die eigene Performance ständig perfektioniert. Es ist gewissermaßen eine Dienstleistung an sich selbst. Da wird im Fitnessstudio der Körper trainiert und beim Yoga der Stress abgebaut. Für schönes, befreites, ungeplantes Nichtstun ist kaum Platz, denn der Terminkalender, auch fürs Private, ist perfekt durchgeplant.

Keine Pauschalattacke gegen Dienstleistungen

Bartmanns Analyse wirkt hie und da ein bisschen überzeichnet, aber in der Tendenz ist sie durchaus zutreffend. „Man muss aufpassen, dass man vor lauter Lebenserleichterung die Qualität des vollen Lebens nicht verfehlt“, schreibt er schön und prägnant. Wo liegt also die Lösung? Zurück zum einfachen Leben, zum Selbsttun, zum Weniger? Ganz so simpel ist es nicht. Bartmann hält nichts von Radikallösungen, sein Buch ist keine Pauschalattacke gegen alles, was mit Dienstleistung zu tun hat. Neben vielen überflüssigen Diensten gibt es Service, der notwendig ist, so hält er fest, – vor allem wenn es um die Pflege der Kranken und Betagten geht.

„Wann und wo ich delegiere, wo ich intime Fürsorge auslagere und wo nicht, wo in familiären Sorgeakten die Grenzen zwischen unverfügbarem Selbsttun und Transfer an Dritte verlaufen, wird eine Frage des Abwägens sein. Zwischen einer Kultur des radikalen Selbermachens und einer anderen Kultur der konsequent zugekauften Entlastungen wird man sich Wege suchen, die eine Balance absehen lassen zwischen Kernzuständigkeiten und den sonstigen Notwendigkeiten der Lebensführung.“

Absehbar ist bereits, dass das Pflegepersonal noch knapper werden wird. Nach Bartmanns Überzeugung werden wir uns deshalb bald konkret mit der Frage beschäftigen müssen, ob Roboter ein adäquater Ersatz sein können und mehr noch, ob sie es sein sollten. Die digitale Technologie hat mit Plattformangeboten und Apps die Welt der Dienstleistungen längst radikal verändert. Aber die Überantwortung der Pflege nächster Angehöriger an Maschinen stellt eine Gesellschaft vor andere ethische Fragen, als sie bei der Reinigung von Wohnungen aufgeworfen werden. Christoph Bartmann ist trotzdem ein Befürworter maschineller Hilfe – auch bei der Betreuung – insofern durch sie eine Lücke gefüllt wird.

Befürworter von Pflegerobotern

„Wenn Roboter Dinge können, die nützlich sind und es niemand gibt, der diese Jobs machen will, also keine Menschen mehr verfügbar sind, dann soll man froh sein, dass es die Roboter gibt und sie an den Start bringen. Das hört sich aus deutscher Perspektive alles ein bisschen utopisch an, aber aus japanischer Perspektive nicht.“

Mag die japanische Gesellschaft in ihrer Technikbegeisterung uns immer ein wenig fremd bleiben und mag manches Verhalten vor allem in der US-amerikanischen Kultur verwurzelt sein – hier wie dort lassen sich Beobachtungen machen, die in absehbarer Zeit auch unser Leben noch deutlicher prägen werden. Christoph Bartmanns Buch ist ein elegant geschriebenes Plädoyer dafür, diese Zukunft nicht einfach geschehen zu lassen, sondern sie bewusst zu gestalten.

Christoph Bartmann: „Die Rückkehr der Diener. Das neue Bürgertum und sein Personal“
Carl Hanser Verlag, München 2016. 288 Seiten, 22 Euro.

http://www.deutschlandfunk.de/hilfsjobs-die-mittelschicht-und-ihre-diener.1310.de.html?dram:article_id=363744

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Immer mehr Zwangsverrentungen von Arbeitslosen

Erstellt von DL-Redaktion am 24. August 2016

Bericht: Jobcenter schicken vermehrt Langzeiterwerbslose vorzeitig in die Rente

Die Bundesagentur für Arbeit schickt offenbar immer mehr Langzeiterwerbslose vorzeitig in die Rente.

Das berichtet die »Süddeutsche Zeitung« unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken.

Laut den Regierungszahlen schieden im Jahr 2008 rund 10.000 63-Jährige aus dem Hartz-IV-Bezug aus – 2015 waren es knapp 39.000 Menschen in diesem Alter.

Für wie viele davon ein Jobcenter den Rentenantrag gestellt habe, darüber gebe es bei der Arbeitsagentur keine Statistik, so das Blatt. Zitiert wird zudem der Berliner Arbeitslosenberater Markus Wahle mit den Worten, zwar würden sich einige ältere Erwerbslose selbst dazu entscheiden, früher in Rente zu gehen und dafür Abschläge in Kauf zu nehmen. Die Praxis der »Zwangsverrentung« durch Jobcenter sei aber gerade im vergangen Jahr gestiegen. Offenbar auch, weil die Chancen für diese Altersgruppe so schlecht sind. 2015 wurden nur 1.745 Hartz-IV-Empfänger mit 63 in Arbeit vermittelt. Agenturen/nd

Quelle

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1023223.immer-mehr-zwangsverrentungen-von-arbeitslosen.html

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Russland schlägt ausgestreckte Hand weg

Erstellt von DL-Redaktion am 23. August 2016

Die Krisenherde der Welt seien derzeit weder mit noch ohne Russland zu lösen, kommentiert Gesine Dornblüth. Das liege nicht nur an unterschiedlichen Interessen, sondern auch daran, dass man mit der russischen Elite nicht mehr reden könne.

Frank-Walter Steinmeier hat den Russen in Jekaterinburg wieder mal die Hand entgegengestreckt. Es sei nötig, einander zu lesen, Signale des anderen richtig zu verstehen. Verlorenes Vertrauen müsse Anlass sein, mehr miteinander zu reden, nicht weniger. Und die Deutschen müssten sich auch fragen, welche Fehler sie gemacht hätten. Schöne Worte waren das. Kritik brachte Steinmeier sehr schonend vor. Bei seinem letzten Auftritt Ende 2014 hatte er angesichts von Russlands Völkerrechtsbruch in der Ukraine klar gesagt: „So dürfen wir nicht miteinander umgehen“. Heute fragte er vorsichtig: „Bekennen wir uns zu den Regeln einer Friedensordnung, die wir uns selbst gegeben haben? Achten und schützen wir die Souveränität anderer Staaten? Ich möchte diese Fragen mit Ja beantworten“, so der Minister, „und ich wünsche mir, dass Russland sie auch mit Ja beantworten möchte.“

So funktioniert Dialog nicht

Behutsamer geht es kaum, und doch: Russland, in Gestalt von Außenminister Sergej Lawrow, schlug die ausgestreckte Hand weg. Auf die Fragen des Gastes reagierte er mit Anschuldigungen, sprach von „hochnäsiger NATO-Zentriertheit“. Die NATO habe sich über die Helsinki-Schlussakte hinweggesetzt. Dann folgte der ganze Rattenschwanz altbekannter Vorwürfe über die Schuld des Westens an der Ukraine-Krise.

So funktioniert Dialog nicht. Auf der russischen Seite existiert derzeit nicht nur kein Fünkchen Bereitschaft zur Selbstkritik. Es gibt nicht mal mehr die Fähigkeit, dem anderen zuzuhören. Dazu gab es heute eine erschreckend anschauliche Szene. Eine Studentin aus Berlin wollte von den Außenministern „als Menschen“ wissen, welche Eindrücke aus dem jeweils anderen Land die beiden in ihrer Laufbahn am spannendsten fanden. Steinmeier antwortete vermutlich ehrlich: Es seien die Begegnungen jenseits der Hauptstadt, die Vielfalt Russlands mit seinen Regionen. Dann war Lawrow dran. Ja, er teile die Ansicht Steinmeiers: Er fahre auch gern in die russischen Regionen. Ist das Unhöflichkeit oder Ignoranz?

Die Krisen sind weder ohne noch mit Russland lösbar

Die Krisen der Welt sind nicht ohne Russland zu lösen. Das ist eine Binsenweisheit. Leider sind sie mit Russland derzeit auch nicht zu lösen. Und das liegt nicht nur an unterschiedlichen Interessen, sondern auch daran, dass man mit der russischen Elite nicht mehr reden kann. Wie man aus dieser diplomatischen Sackgasse wieder herauskommt, steht in den Sternen. Auch weiter die Hand auszustrecken, dürfte zumindest erst mal nicht schaden.

http://www.deutschlandfunk.de/steinmeier-bei-lawrow-russland-schlaegt-ausgestreckte-hand.720.de.html?dram%3Aarticle_id=363163

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Warum Wagenknecht Spitzenkandidatin wird

Erstellt von DL-Redaktion am 21. August 2016

Erhält viel Zuspruch aus dem Volk: Sahra Wagenknecht.
Die Vorsitzende der Linksfraktion hat den innerparteilichen Streit um die Flüchtlingspolitik für sich entschieden. Ihre Gegner sind praktisch wehrlos. Ein Kommentar.

Wagenknecht hatte nach dem Terrorakt von Ansbach erklärt, die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen sei „mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger, als Merkels leichtfertiges ,Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte“. Der Staat müsse jetzt alles dafür tun, dass sich die Menschen in Deutschland wieder sicher fühlen könnten.

Sie äußerte sich rasch und ungefragt. Doch während die Reaktionen darauf in der eigenen Partei und allerlei Medien kritisch ausfielen, war der Zuspruch in den Leserbriefspalten deutlich. Viele Bürger finden, sie habe nur die Wirklichkeit beschrieben und könne darum nicht der Rechtsabweichung verdächtigt werden. Dem ist schwer zu widersprechen. Und es setzt der Partei Grenzen.

Der Zorn der Linken rührt aus Wagenknechts Verstoß gegen die eigene Wertehierarchie. Denn so sehr es als links gilt, gegen die Existenz großer Banken zu sein, so sehr gilt es als links, für Opfer von Kriegen und politischer Verfolgung einzustehen – ohne Wenn und Aber. Der Schlachtruf der Linken lautet: „Hoch, die internationale Solidarität!“ Sie hat sich überdies stets als humanistisch verstanden. Demnach haben Fremde nicht erst dann Anspruch auf Hilfe, wenn alle Heimischen unterschiedslos versorgt sind. Wagenknechts Agieren in der Flüchtlingsfrage ist ein Angriff auf all das. Und sie ist auch nicht die Einzige, die Empörung auslöst, wenn Anspruch und Wirklichkeit auseinander klaffen.

Zu wenig beachtet werden überdies die immanenten Widersprüche in Wagenknechts Argumentation. Sie wendet sich ja nicht allein gegen den Flüchtlingsstrom. Sie wendet sich weitaus vehementer gegen das Appeasement der Bundesregierung gegenüber der Türkei. Alles, was die Linksfraktionschefin vorträgt, läuft auf einen Bruch mit dem Erdogan-Regime hinaus. Nur ist eben dieses Regime aktuell eine Garantie dafür, dass es die Asylsuchenden nicht mehr in großer Zahl bis zu uns schaffen.

Und während Wagenknecht unablässig die Drohnenangriffe der USA kritisiert, schweigt sie zur Allianz Moskaus mit Baschar al-Assad und der Einkesselung syrischer Rebellen im Ostteil Aleppos. Dabei wäre die Ablösung des Schlächters Assad eine Voraussetzung für eine tragfähige Friedenslösung – von humanitären Aspekten mal ganz zu schweigen.

Frieden wiederum wäre eine weitere Voraussetzung für die Begrenzung des Flüchtlingsstroms. Unter dem Strich hat man darum wieder einmal das Gefühl, dass es Wagenknecht um die Lösung realer Probleme gar nicht geht – sondern allein um innenpolitische Zuspitzung. Und sich um Folgen und Verantwortlichkeit der eigenen Worte nicht zu kümmern: Genau das macht Populismus aus.

Berührungen mit der AfD

Wagenknechts Positionen berühren sich schließlich nicht bloß in der Flüchtlingsfrage mit der AfD, wo sie tüchtig gelobt wird, sondern auch bei der Haltung zu Europa, zu Russland und den USA. Die AfD ihrerseits steht für das, was die Mehrheit der Linken inbrünstig bekämpft: den Rechtsdrift in Politik und Gesellschaft.

Nicht selten halten sehr konkrete Menschen dafür auch den Kopf hin – Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau etwa, die damit leben muss, wegen ihres aufrechten Engagements gegen nazistische Umtriebe bedroht und bewacht zu werden. Linke Büros werden im Osten flächendeckend attackiert.

Überhaupt ist das wiederholte Sich-Hinwegsetzen Wagenknechts über die Mehrheit der Fraktion keine Kleinigkeit. Vielmehr offenbart sich darin ein instrumentelles Verhältnis zur Partei. Eine persönliche Komponente kommt hinzu. Sahra Wagenknecht ist Tochter eines Iraners, von dem sie selbst mehrmals andeutete, dass er in den Folterkellern des Schahs umgekommen sein könnte. Warum hat gerade sie so wenig Mitgefühl für andere Verfolgte?

Solche Einwände werden jedoch überstrahlt von zwei Umständen. Wagenknecht macht medial eine gute Figur, weil sie von Wirtschaft mehr versteht als andere und das Einfache den Fernsehmachern telegener erscheint als das Komplexe. Die mit einer steilen These kommen eher in die Glotze als die Differenziert-Skrupulösen.

Wagenknecht hat außerdem den Rückhalt der Bevölkerung bis ins bürgerliche Lager hinein. Sie weiß und nutzt das. Die interne Kritik fordert den Zuspruch der Bürger noch stärker heraus. Das wiederum wirkt einschüchternd in die Linke zurück. So richtet sich Wagenknechts Populismus gegen die eigene Partei und dominiert sie. Die ist dagegen wehrlos.

Quelle:

http://mobil.fr-online.de/;fitScript=0/cms/meinung/linke-warum-wagenknecht-spitzenkandidatin-wird,4355678,34649262,view,asFitMl.html?originalReferrer=http%3A%2F%2Fm.facebook.com%2F&mobileSwitchPopupClick=1

 

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Mittelfinger-Geste des SPD-Chefs

Erstellt von DL-Redaktion am 20. August 2016

Neonazis pöbeln, Sigmar Gabriel zeigt den Mittelfinger. Warum ließ sich der SPD-Chef provozieren? Die Rechtsextremen nahmen auch Bezug auf seinen verstorbenen Nazi-Vater – ein wunder Punkt in Gabriels Biografie.

Sigmar Gabriel ist für seine rhetorische Rauflust bekannt. Wenn er findet, dass ihm einer blöd kommt, dann fackelt der SPD-Chef nicht lange: Ob Fernsehmoderatoren, Juso-Chefinnen oder gestandene Ministerpräsidenten – sie alle haben schon erlebt, wie es sich anfühlt, von Gabriel verbal abgewatscht zu werden. Und wenn ihm eine Idee nicht passt, selbst wenn sie von der ehrwürdigen Bundesbank kommt, nennt er sie schon mal „bekloppt“.

Nun ist der Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister einen Schritt weiter gegangen. Im Vorfeld einer Wahlkampfveranstaltung im niedersächsischen Salzgitter wurde er von Neonazis angepöbelt – erst lächelte Gabriel müde, dann zeigte er ihnen den rechten Mittelfinger.

Die Aufregung in den sozialen Netzwerken ist groß. Im Kern geht es um die Frage: Darf ein Spitzenpolitiker das? Zumal einer, der sich anschickt, die SPD als Kanzlerkandidat in die kommende Bundestagswahl zu führen, und damit – theoretisch jedenfalls – die Nachfolge von Angela Merkel antreten könnte.

Merkel würde sich niemals so provozieren lassen

Man kann der Meinung sein, Gabriel habe sich mit seiner Reaktion disqualifiziert. So wie Peer Steinbrück, der sich als SPD-Kanzlerkandidat im Bundestagswahlkampf 2013 mit ausgestrecktem Mittelfinger vom „SZ-Magazin“ fotografieren ließ. Damals war es eine bewusste Inszenierung, keine spontane Geste wie nun bei Gabriel.

Wer Merkel zum Maßstab nimmt, wird zu keinem anderen Schluss kommen, als zu sagen: Das geht nicht. Dass die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende sich zu einer solchen Geste hinreißen ließe? Unvorstellbar. Merkel blieb cool, als sie im vergangenen Sommer vor der Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau aufs Übelste von Bürgern beschimpft wurde.

Aber man kann auch ein bisschen weiter zurückdenken: Wer den langjährigen CDU-Vorsitzenden und Kanzler Helmut Kohl als Vergleichsgröße nimmt, sieht die Sache möglicherweise schon wieder anders. Als Kohl im Mai 1991 bei einem Auftritt in Halle mit Eiern beworfen wurde, ging der deutsche Regierungschef in den Nahkampf: Der Kanzler der Einheit, der Staatsmann Kohl, wurde handgreiflich. Es hat ihm nicht geschadet.

Es gibt eben verschiedene Politikertypen. Nach fast elf Jahren ihrer Kanzlerschaft hat man sich an den Typus Merkel gewöhnt. Gabriel ist eher wie einst Kohl: leicht aufbrausend.

Vor allem aber hat Gabriel einen wunden Punkt in seiner Biografie. Und deshalb lohnt es sich, den Vorfall in Salzgitter nochmals genauer zu betrachten.

Die etwa ein Dutzend Demonstranten, die den SPD-Chef am Freitagnachmittag vor einer Parteiveranstaltung in der niedersächsischen Stadt beschimpften, pöbelten nicht nur gegen den Genossen Gabriel und die Politik der Sozialdemokraten. Sie brachten auch seinen Vater ins Spiel. „Mensch, dein Vater hat sein Land geliebt. Und was tust du? Du zerstörst es“, ruft einer von ihnen, wie in einem Videomitschnitt des Vorfalls zu hören ist. Wenig später reckt Gabriel den Mittelfinger.

Sein 2012 verstorbener Vater Walter Gabriel war selbst überzeugter Nationalsozialist – „bis zu seinem letzten Atemzug“, so erzählte der SPD-Chef es neulich vor Journalisten. Gabriel hatte über dieses Kapitel seiner Biografie lange geschwiegen. Vor einigen Jahren offenbarte er sich dem „Zeit“-Journalisten Bernd Ulrich, die beiden führten lange Gespräche über Gabriel und seinen Nazi-Vater. Ulrich hat darüber im Januar 2013 einen langen Text in der „Zeit“ geschrieben und ein Buch, das allerdings bis heute nicht erschienen ist.

Gabriel ist beim Thema Rechtsextremismus besonders klar

Dass der SPD-Chef beim Thema Rechtsextremismus eine besonders klare Haltung hat, hat auch mit seinem Vater zu tun. Gabriel hat in seiner Heimatstadt Goslar Gedenkveranstaltungen auf dem jüdischen Friedhof zur Pogromnacht organisiert, in den Achtzigerjahren ist er regelmäßig in den Gedenkstätten der Konzentrationslager Auschwitz und Majdanek gewesen und hat dort ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und es war erstaunlich, wie heftig er seinerzeit gegen Thilo Sarrazin vorging und ihm eugenische Denkweisen vorwarf.

Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus – darauf reagiert Gabriel allergischer als selbst manche linke Sozialdemokraten. So wie in Heidenau, wo er die ausländerfeindlichen Demonstranten im vergangenen Sommer als „Pack“ bezeichnete.

Walter Gabriel war aber nicht nur Nazi – er war seinem Sohn offenbar auch sonst ein furchtbarer Vater: Sieben Jahre lang musste der kleine Sigmar bei ihm bleiben, weil der Vater der von ihm getrennten Ehefrau nicht das Sorgerecht gönnte. Und als Gabriels Mutter, eine Krankenschwester, sich endlich gerichtlich durchgesetzt hatte, verweigerte der Beamte ihr den Unterhalt. „Ich erinnere mich, wie ich mit meiner Mutter in der Küche saß und sie geheult hat und sagte, sie überlege, sich aufzuhängen, wenn der Alte nicht zahlt.“ Auch das erzählte Gabriel kürzlich.

Wird Gabriels Mittelfinger angesichts dieser Details nachvollziehbarer? Ja. Ist die Geste damit gerechtfertigt? Nein. Sie hat im öffentlichen Umgang nichts zu suchen, sie gehört sich nicht, schon gar nicht für einen Politiker. Aber zum Skandal taugt die Sache deswegen nicht.

Gabriel persönlich hat sich nicht geäußert zu dem Vorfall in Salzgitter. Auf Bürger-Mails zu dem Thema antwortete die SPD-Zentrale am Mittwoch so: „Natürlich hält auch Sigmar Gabriel die Geste nicht für eine angemessene Form der Alltagskommunikation.“ Diese sei aber angesichts der „brüllenden und offenbar gewaltbereiten Neonazis“ auch nicht möglich gewesen.

Und: „Angesichts der massiven Beleidigungen der Person und auch der Familie von Sigmar Gabriel war die Geste schlicht eine emotionale Reaktion, zu der Sigmar Gabriel auch steht.“

Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-streckt-den-mittelfinger-wegen-einem-wunden-punkt-a-1108101.html

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Kleinblittersdorf: Bordell oder nicht Bordell?

Erstellt von DL-Redaktion am 20. August 2016

In Kleinblittersdorf scheiden sich die Geister am Gemeinderat und seiner Entscheidung

Ende Juni hat der Gemeinderat auf Antrag der Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Stephan Strichertz eine Veränderungssperre für das Grundstück, auf dem das Schloss Falkenhorst steht, beschlossen. So wollte man unter anderem die Ansiedlung eines Bordells direkt an der Bundesstraße verhindern. Letzte Woche hat der Gemeinderat seine eigenen Entscheidung kassiert – diesmal gegen den Willen des Bürgermeisters. Womöglich ändert der Rat aber auch diese Entscheidung wieder ab, denn es regt sich Widerstand in der Bürgerschaft. Und dann darf da ja auch noch die Bauaufsicht des Regionalverbands mitreden.

Das Schloss Falkenhorst in Kleinblittersdorf steht unter Denkmalschutz. In einer aktuellen Broschüre des Regionalverbands Saarbrücken wird das im Jahr 1870 erbaute Gemäuer als guter Ort für Feiern, Trauungen oder öffentliche Veranstaltungen angepriesen. Offenbar ist die Nachfrage nicht exorbitant groß. „Wir haben alles dafür getan, um dem Besitzer des Schlosses bei der Vermarktung zu helfen“, erklärt der Kleinblittersdorfer Bürgermeister Stephan Strichertz (parteilos).

Auch die bürgermeisterliche Hilfe führte wohl nicht zum Erfolg. Die des Gemeinderats vermutlich schon. Das 33-köpfige Gremium, in dem einige Mitglieder wegen der Ferien fehlten, beschloss vorige Woche mit großer Mehrheit bei acht Gegenstimmen und einer Enthaltung, den Weg für ein Bordell im Schloss zu ebnen, indem es eine Veränderungssperre aufhob (die SZ berichtete).

„Ich kann diese Entscheidung des Rates nicht nachvollziehen. Ich bin gegen ein Bordell“, sagt Strichertz und zeigt sich verwundert: „Normalerweise dauert es mehrere Sitzungen, bis der Rat bei einem solchen Thema eine Entscheidung fällt. Bei diesem Thema ging alles ganz schnell.“

Bis Ende 2015 hätte der Bürgermeister Vorhaben wie das Bordell noch selbst stoppen dürfen. Doch dann beschloss der Gemeinderat im Dezember, dass er selbst künftig über alle Bauprojekte entscheidet.

Während es in der CDU, die die stärkste Fraktion stellt, keine einheitliche Linie gab, stimmte die SPD geschlossen dafür.

Dass es schnell ging, begründet Bernd Dick, der Sprecher der SPD-Fraktion, so: „Wir haben uns an Fristen zu halten und mussten deshalb eine Entscheidung treffen. Bei einer solchen Nutzungsänderung eines Gebäudes ist es auch nicht üblich, die Bevölkerung dazu zu befragen. Man darf auch nicht vergessen, dass ein solcher Betrieb Steuern bringt und ein einträgliches Geschäft ist.“

Außerdem habe ja der Kleinblittersdorfer Ortsrat bereits bei nur zwei Enthaltungen für das Bordell gestimmt – auch Ortsvorsteher Hans-Josef Bur (CDU), der im Gemeinderat sitzt, ist für den Plan. „Ich kann mir auch eine bessere Nutzung des Schlosses vorstellen, aber es gibt keine“, sagt er.

Das Schloss liegt nicht nur außerhalb des Ortskerns, argumentiert er. Auch von der Zufahrt sei der Ortskern nicht betroffen, diese erfolge direkt über die B 51. „Die Bürger von Kleinblittersdorf bekommen von dem Bordell im Prinzip gar nichts mit“, sagt Bur und: „Um ein neues Gebäude für die Gemeindeverwaltung zu bauen, verkaufen wir einfach zwei große Gemeindegebäude mitten im Ort. Wir verscheuern unser komplettes Tafelsilber, das regt mich viel mehr auf als ein Bordell außerhalb des Ortes.“

Burs Parteifreund Manfred Paschwitz, der die CDU-Fraktion im Gemeinderat führt, stimmte wie die Mehrheit seiner CDU-Kollegen dagegen. „Wir wollten den Beschluss des Ortsrates nicht kippen, das ist ein ungeschriebenes Gesetz in der Lokalpolitik“, sagt Paschwitz. Allerdings habe er „mittlerweile erfahren, dass wegen der Nutzungsänderung drei Firmen aus dem Schloss ausziehen müssen“. Daran habe man „bei der Abstimmung wohl nicht gedacht“.

Noch mal eine Wende?

Die Ja-Sager Bur und Dick selbst sprechen nun von einer Möglichkeit, ihren eigenen Beschluss wieder zu kippen. Man wolle hören, was die Bürger wollen, und sei bei „sachlichen Argumenten“ bereit, die „Entscheidung zu überdenken“, sagt Bernd Dick.

Das Nachdenken wurde wohl dadurch beflügelt, dass sich auf der Internetplattform Facebook inzwischen eine Gruppe von Bürgern zusammengefunden hat, die den Widerstand gegen ein mögliches Bordell organisieren will.

Am 28. Juni erst hatte der Gemeinderat auf Antrag der Gemeindeverwaltung eine Veränderungssperre für das Grundstück, auf dem das Schloss steht, beschlossen. „Mit der Veränderungssperre haben wir verhindert, dass ein Bordell oder ein Spielcasino in das Schloss kommt. Laut Gesetz hätten wir zwei Jahre Zeit gehabt, um einen Bebauungsplan zu erstellen, um genau festzulegen, was in das Gebäude hineinkommen darf und was nicht“, erklärt Bürgermeister Strichertz. Keine zwei Monate später hat der Rat nun für eine Ausnahme von der Veränderungssperre gestimmt, damit ein Bordell entstehen kann.

„Wir waren in erster Linie gegen ein weiteres Spielcasino und nicht gegen ein Bordell“, erklärt Bernd Dick diese schnelle Wende.

Gegner des Bordells hoffen nun auf die Untere Bauaufsicht des Regionalverbands Saarbrücken. Sie muss die Genehmigung zum Bordellbau letztlich erteilen – und nimmt die Aufhebung der Veränderungssperre durch den Kleinblittersdorfer Gemeinderat dabei wohl nur als „Empfehlung“.

In einer Verordnung der Landesregierung von 1982 heißt es: „Zum Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstandes“ sei das Bordell-Gewerbe nur in Städten mit über 35 000 Einwohnern genehmigungsfähig. Die gesamte Gemeinde Kleinblittersdorf hat aber gerade mal knapp 13 000 Einwohner. Ein Bordell im Schloss Falkenhorst braucht demnach wohl eine weitere Ausnahmegenehmigung. Die hat die Untere Bauaufsicht allerdings schon mal erteilt. Im Fall eines in Großrosseln geplanten Bordells hatte sie keine Einwände, weil Bordelle in Gewerbegebieten zulässig seien.

Quelle:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/kleinblittersdorf/kleinblittersdorf/Kleinblittersdorf-Bauaufsicht-Bordelle-Bundesstrassen-Buerger-Buergermeister-und-Oberbuergermeister-Gesetze-und-Rechtsnormen-Grundstuecke-Regionalverband-Saarbruecken-Spielcasinos;art446509,6226257

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Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern: Linke sucht Kurs

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2016

Die Linke sucht ihren Kurs

Die Wahlplakate der Linken zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind tiefschwarz. Und auch ihr Slogan hört sich erst einmal so gar nicht nach links an. „Aus Liebe zu MV“ steht auf den Plakaten, mit einem kleinen, schwungvollen Herzchen versehen. Die derzeit noch größte Oppositionsfraktion im Landtag könnte diesen Titel an die AfD verlieren. Platz vier bei der letzten Umfrage im Juni – die Linke steht hinter der AfD. Aber klassischen Wahlkampf will der Spitzenkandidat der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, in diesem Jahr nicht machen.

„Werden uns unter die Leute mischen“

Er will die Menschen direkt vor Ort ansprechen : „Wir werden nicht unbedingt eigene Veranstaltungen machen, sondern werden da auftauchen, wo Dorffeste und andere Veranstaltungen sind. Wir werden uns unter die Leute mischen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das wird gelingen. Ich denke, dass die Menschen eine große Erwartung an uns haben. Das spüre ich fast täglich.“

Eine schwierige Erwartung, meint die Politikwissenschaftlerin Dr. Gudrun Heinrich von der Arbeitsgruppe Politik und Wahlen am Institut für Politik und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock. Denn die Linke muss sich als regierungsfähig präsentieren und zugleich Protestwähler überzeugen: „Die Linke steht massiv unter Druck. Sie sieht auf der einen Seite die Bedrohung durch die AfD, dass die AfD laut Umfragen deutlich stärker wird als die Linke. Sie hat aber auch den Wunsch, wieder regierungsfähig zu werden. Das schafft sie aber natürlich nur mit einem sehr guten Wahlergebnis.“

Quelle:

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/landtagswahl_mv_2016/Die-Linke-sucht-ihren-Kurs,linke518.html

 

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Berlin-Wahl – Linke stellt Spiegelregeln auf

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2016

Die Linke stellt Spielregeln für Rot-Grün-Rot auf

Nach traditioneller politischer Logik müsste sich die Berliner Linke an den Rand gedrängt fühlen. Nacheinander erklärten die Spitzenkandidaten von SPD und Grünen, Michael Müller und Ramona Pop in dieser Woche, dass sie miteinander regieren wollen. Die Linke erwähnten sie dabei kaum, obwohl sie ohne die Sozialisten nur geringe Chancen auf eine Mehrheit fühlen.

Doch tatsächlich wirkt die Linken-Spitze in diesen Tagen entspannt. Nachdem Parteichef Klaus Lederer am Mittwoch ein Sofortprogramm für die Zeit nach der Wahl präsentierte, legte der Fraktionsvorsitzende Udo Wolf am Donnerstag nach: Er schickte Müller und Pop ein Thesenpapier mit dem Titel „Besser regieren heißt auch anders regieren“. Auf sechs Seiten formulieren er und seine Co-Autoren – darunter Ex-Sozialsenatorin Carola Bluhm – Spielregeln für das Regieren in einer Dreierkoalition. „Wir wollen weg von Koch-und-Kellner-Spielen und hin zu einer Politik auf Augenhöhe“, sagte Wolf der Berliner Zeitung.

Eine Koalition aus Gleichstarken

Der Koch hätte in einer rot-grün-roten Koalition auch keine selbstverständliche Autorität. Die SPD liegt in den Umfragen derzeit nur knapp vor den Grünen, diese nur knapp vor der Linken. Eine Mehrheit innerhalb der Koalition hätte darum keiner der Partner, was sie von allen bisherigen deutschen Landesregierungen unterscheiden würde.

Die Konstellation kann im Dauerstreit enden. Muss sie aber nicht, schreiben die Linken in ihrem Papier, das der Berliner Zeitung vorliegt. Eine wichtige Funktion soll dem Koalitionsausschuss aus Senats-, Fraktions- und Parteispitzen zukommen. Derzeit tagt er nur in Krisenfällen, nach Vorstellung von Wolf soll er regelmäßig einberufen werden. Das Gremium soll Konflikte austragen und Leitlinien bestimmen. „Drei Partner müssen sich öfter verständigen, dass sie in dieselbe Richtung gehen“, sagte Wolf.

Um Parteien und Bürger besser einzubinden, soll die Koalition ihre Politik auch anders vorbereiten und Jahresplanungen mit wichtigen Vorhaben erstellen – quasi eine Art dynamischer Koalitionsverträge. Damit soll es möglich werden, dass sich Parteitage und Bürgerforen frühzeitig einbringen. So wie überhaupt die Bürger stärker einbezogen werden sollen. Auf welche Weise genau, steht in dem Papier aber nicht.

Linke hofft auf Michael Müller

Genau so wichtig wie die Regularien sind für Wolf aber die generellen Fragen des Umgangs. Rot-Grün-Rot dürfe nicht in eine Zwei-gegen-Eine-Haltung fallen. „Wir müssen zu einer neuen Form von Offenheit und Kollegialität kommen“, sagt er. Sachfragen dürften nicht für politischen Kuhhandel benutzt werden oder dafür, einen Partner klein zu halten.

Zwei wichtige Inspirationsquellen hatten Wolf und seine Mitschreiber: Ihre Erfahrungen in der rot-roten Koalition, die sie die Hälfte ihrer Wähler kostete. Schuld der SPD, ist man sich einig, denn die habe der Linken keine Erfolge gegönnt. Viele Ideen sind außerdem in Thüringen erprobt, wo Rot-Rot-Grün unter Führung der Linken regiert.

Antwort von Müller und Pop hatte Wolf am Donnerstag noch nicht. Er sei sich auch nicht sicher, ob sich mit dem langgedienten Sozialdemokraten Müller eine neue politische Kultur etablieren lasse. „Aber ich glaube, dass er viel darüber nachdenkt.“ Bald vielleicht ja noch viel mehr.

Quelle:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/wahl/berlin-wahl-die-linke-stellt-spielregeln-fuer-rot-gruen-rot-auf-24611642

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Rückblick

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2016

Die Linke übt Kritik an Haushaltipps der Grünen im Stadtrat

Kritik an der Stellungnahme der St. Ingberter Grünen-Stadtratsfraktion zu den Haushalts-Planungen der Stadt (wir berichteten) hat der stellvertretende Ortsvorsitzende der St. Ingberter Linken, Oliver Kleis, geübt. Kleis verwies darauf, dass die Grünen an neun der letzten zehn städtischen Haushalte als Teil von Mehrheits-Koalitionen im Stadtrat beteiligt gewesen seien. Diese Haushalte trügen also eine „grüne Handschrift“. Wieso dann ausgerechnet Grünen-Fraktionschef Jürgen Berthold Ermahnungen ausspreche, sei ihm völlig unverständlich.

Quelle:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stingbert/sanktingbert/sanktingbert/St-Ingbert-Kritik;art446871,6227316

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Merkel feiert 1987 mit der DDR-Spitze: sie muss ein hohes Tier bei den Kommunisten gewesen sein

Die FDJ-Funktionärin Angela Kasner-Merkel (geschieden 1982) feiert am Samstag, den 20. Juni 1987 gemeinsam auf der Tribüne mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden des Staatsrats Egon Krenz, dem Mitglied des Politbüros des ZK der SED für Sicherheitsfragen und zweiten Mann nach Erich Honnecker, dem Mitglied des Politbüros des ZK der SED Günter Schabowski und dem Ersten Sekretär des Zentralrats der FDJ und Mitglied des ZK der SED Eberhard Aurich.

Quelle

http://unser-mitteleuropa.com/2016/07/27/merkel-feiert-1987-mit-der-ddr-spitze-sie-muss-ein-hohes-tier-bei-den-kommunisten-gewesen-sein/

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Aktivist über Neues im Fall Oury Jalloh

„Unendlich viele Merkwürdigkeiten“

Am Donnerstag stellen Gutachter die Brandsituation nach, bei der der Asylbewerber 2005 starb. Mouctar Bah von der Initiative Oury Jalloh bleibt skeptisch.

taz: Herr Bah, 11 Jahre nachdem Oury Jalloh im Polizeigewahrsam verbrannte, kommt wieder Bewegung in den Fall. Am Donnerstag lässt die Staatsanwaltschaft den Brand, bei dem Jalloh starb, von Gutachtern simulieren. Sind Sie zufrieden?

Mouctar Bah: Nein. Was genau die Sachverständigen dabei tun werden, wissen wir nicht. Wir haben es nicht vorab erfahren, obwohl uns das zugesichert wurde. Das laufende Ermittlungsverfahren wurde ja nur eingeleitet, weil wir 2013 ein privates Brandgutachten veröffentlicht haben. Das hat die These der Justiz widerlegt, dass Jalloh sich selbst angezündet hat. Erst daraufhin begann die Staatsanwaltschaft gegen unbekannt zu ermitteln. Und damals versprach sie uns, mit uns zusammenzuarbeiten und alles transparent zu machen.

Woher rührt Ihre Skepsis?

2012 gab es in der Dessauer Zelle einen Ortstermin des Gerichts. Da sollte versuchsweise eine Matratze abgebrannt werden. Neben dem Richter waren die Anwältin des Angeklagten und wir als Nebenklage dabei. Als wir die Zelle vor dem Brandversuch besichtigten, habe ich die Matratze hochgehoben. Sie war an der Unterseite bereits aufgerissen und schon angekokelt. Offensichtlich sollte das Ergebnis manipuliert werden, die Matratze stärker verschmort erscheinen. Das ist nur eine von unendlich vielen Merkwürdigkeiten in dem Fall.

….weiterlesen

Quelle: http://taz.de/Aktivist-ueber-Neues-im-Fall-Oury-Jalloh/!5325802/

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Köln verbietet kurdisches Kulturfestival

Polizei befürchtet Auseinandersetzungen mit Erdogan-Anhängern / Studierendenverband ruft trotz Absage zur Teilnahme auf

Ein beunruhigender Anblick: Ende Juli versammelten sich rund 40.000 Erdogan-Anhänger am rechten Rheinufer, um dem türkischen Präsidenten zu huldigen. Die Bilder bereiteten nicht wenigen deutschen Politikern Bauchschmerzen, aber man war sich einig: »Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut«. Auch die Anhängerschaft eines Autokraten darf sich friedlich versammeln.

Offenbar dürfen sich in Köln aber nicht die versammeln, die am stärksten in der Türkei unter Erdogans repressiver Politik zu leiden haben. So darf eine für den 3. September im Kölner Rhein-Energie-Stadion angekündigte Großveranstaltung von Kurden nicht wie geplant stattfinden. Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies teilte am Mittwoch mit, er habe wegen »Sicherheitsbedenken« empfohlen, die Veranstaltung abzusagen. Dem sei dann auch das städtische Tochterunternehmen gefolgt und habe mitgeteilt, dass die Gespräche mit dem Veranstalter beendet würden.

Im Kölner Stadion sollte das »24. Internationale Kurdische Kulturfestival« stattfinden. Veranstalter ist das »Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland« (Nav-Dem), das zehntausende Teilnehmer erwartet hatte. Der Kölner Polizeipräsident sah sich jedoch offenbar nicht in der Lage, die Besucher vor aufgebrachten Erdogan-Anhängern schützen zu können. Er erklärte zu den Veranstaltungsplänen, die »jüngsten gewalttätigen Konflikte in der Türkei« hätten zu einer »hohen Emotionalisierung« auch der in Köln lebenden Kurden und Türken geführt. Diese Entwicklung bereite der Polizei »große Sorgen«.

Die Kölner Polizei gehe zudem nach eigenen Angaben davon aus, dass bei dem kurdischen Festival im Kölner Stadion Werbung für die in Deutschland verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gemacht werden soll. Solche Aktionen könnten türkische Nationalisten provozieren, mahnte die Behörde. »In Folge der ohnehin schon angespannten Stimmungslage sind gewalttätige Aktionen, vor allem während der An- und Abreise, beim Aufeinandertreffen der beiden verfeindeten Lager zu erwarten.«

Der plötzliche Stimmungswandel der Polizei überrascht: Das Internationale Kurdische Kulturfestival findet seit 1992 statt. Auch in den Vorjahren wurde es von zehntausenden Teilnehmern besucht. Probleme gab es bisher keine. Selbst die städtische Tochtergesellschaft hatte die Veranstaltung zunächst verteidigt. In einer Mitteilung dazu hieß es: »Bei dieser Organisation handelt es sich um einen in Deutschland eingetragenen Verein, der sich mit seinen Tätigkeiten am Meinungsbildungsprozess der deutschen demokratischen Gesellschaft beteiligt.«

Laut Nav-Dem erteilte der Stadionbetreiber am Donnerstag dann aber die endgültige Absage. Der kurdischen Dachorganisation zufolge sollen neben der Polizei auch der Verfassungsschutz und sogar das Innenministerium des Landes Druck ausgeübt haben.

Die kurdischen Vereine sind angesichts dieser Entscheidung wütend. »Zehntausende türkische Nationalisten konnten Ende Juli ungehindert in Köln aufmarschieren, sich mit einer Diktatur solidarisieren und gegen die deutsche Politik wettern. Zehntausenden KurdInnen wird nun untersagt, ein Festival für Frieden, Freiheit und Demokratie zu feiern«, erklärte Nav-Dem am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Der Dachverband forderte die Regierung auf, demokratische Kräfte, darunter auch Kurden, im Kampf gegen islamistischen Terror zu unterstützen. »Hierzu gehört auch die Achtung vor der Versammlungsfreiheit im Rahmen des 24. Internationalen Kurdischen Kulturfestivals.« Nav-Dem kündigte rechtliche Schritte an, um das Festival durchzusetzen.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1022578.koeln-verbietet-kurdisches-kulturfestival.html

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Jena: Mehrere Antifa-Anhänger bei Protest gegen „Thügida“ verhaftet

Etwa 3.500 Menschen sind gestern in Jena auf die Straßen gezogen, um gegen einen Fackelmarsch von rechten Thügida-Anhängern zu demonstrieren. Nachdem sich die rund 200 Thügida-Anhänger von Gegendemonstranten eingekesselt sahen und mehrere Sitzblockaden errichtet wurden, wurde der Marsch durch die Polizei abgebrochen. Es gab mehrere Versuche der Gegendemonstranten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, auf die die Einsatzkräfte teilweise mit Tränengas antworteten.

Quelle:

https://deutsch.rt.com/kurzclips/40044-jena-mehrere-antifa-anhanger-bei/

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Politische Zukunft von Oskar Lafontaine

Erstellt von DL-Redaktion am 19. August 2016

Macht er’s noch einmal?

Die Linken im Saarland wollen ihren populären Fraktionschef auch 2018 als Spitzenkandidat. Der hält sich bedeckt.

FRANKFURT/MAIN taz | „Wir brauchen ihn, er ist das Gesicht der Linken an der Saar,“ räumt Claudia Kohde-Kilsch unumwunden ein.

Gleichzeitig dementiert die Fraktionssprecherin der Linken im Saarbrücker Landtag energisch alle Meldungen, Oskar Lafontaine habe sich bereits zu einer erneuten Kandidatur für den Landtag durchgerungen. Noch sei der Chef im Urlaub, sagt Kohde-Kilsch, die auch Vorsitzende der Linken im Saarbrücker Stadtparlament und ehemalige Weltranglistenvierte im Tennis ist.

Nach den Sommerferien, am 29. August, trete die Landtagsfraktion zusammen, die Nominierungen seien für Oktober terminiert, dazwischen, „zu gegebener Zeit“, werde Lafontaine sich seinen Parteifreunden erklären. Es wäre, fügt Kohde-Kilsch hinzu, ,„ein großer Verlust“, sollte Lafontaine aus der Landespolitik ausscheiden.

Der ehemalige SPD-Vorsitzende, Ministerpräsident und Bundesfinanzminister wird im Oktober 73 alt. Er hat ein Attentat und eine Krebserkrankung überstanden. Dennoch rechnet niemand wirklich mit seinem Rückzug. Nach wie vor mischt sich der Oppositionsführer im saarländischen Landtag in die bundesweiten Debatten ein, etwa wenn er seinem früheren Buddy Gregor Gysi etwas mehr Zurückhaltung empfiehlt.

Die Thesen zur Flüchtlingskrise, mit denen seine Ehefrau Sahra Wagenknecht in ihrer Partei angeeckt ist, hatte zuvor Lafontaine auf den Punkt gebracht. Es sei gut gemeint, wenn die Parteivorsitzenden der Linken alle Flüchtlinge willkommen hießen, sagte Lafontaine im April, „aber Arbeiter, Arbeitslose und Rentner wissen, dass das zu ihren Lasten geht, solange die Kanzlerin keine Reichensteuer einführt und an der schwarzen Null festhält“.

Polarisierung und Popularisierung

Der Kanzlerin widersprach er zuletzt erneut, „so schaffen wir das nicht“, postete Lafontaine im Internet. Der Mann, der wie kein anderer in den letzten vierzig Jahren die Politik des kleinsten Flächenlands geprägt hat, wird mit solchen Sätzen beim Wahlvolk gehört: 16,1 Prozent hat er für die Linken bei der letzten Landtagswahl erzielt; aktuell liegt seine Partei an der Saar bei 12 Prozent.

Mit einer erneuten Kandidatur Lafontaines dürfte das nächste Wahlergebnis besser ausfallen – auch wegen dessen Streitlust. Im Landtag wetterte er gegen den geplanten Windpark auf dem Berg Litermont. Der grüne Bürgermeister Peter Lehnert, der seit Jahren dafür kämpft, ist nicht gut auf den Linkenfraktionschef zu sprechen. Seit vielen Jahren kreuzt er mit Lafontaine die Klingen. Als Lehnert Aktivist gegen den Kohlebergbau im Saarland war, heftete er Lafontaine persönlich das Etikett „nicht wählbar“ an. „Er war der einzige Politiker, der sich zusammen mit uns hat fotografieren lassen, er weiß, wie man populär wird,“ sagt Lehnert nicht ohne Anerkennung.

Die Bundespartei wünscht sich offenbar Lafontaines erneute Kandidatur. Für die stellvertretende Parteivorsitzende Janine Wissler wäre es ein „Verlust“, sollte sich Oskar Lafontaine zurückziehen. „Er ist an der Saar bekannt und populär wie kein Zweiter; es wäre gut für den Wahlkampf, wenn er sich noch einmal reinwerfen würde.“

Quelle:

http://www.taz.de/Politische-Zukunft-von-Oskar-Lafontaine/!5325359/

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Verschont uns, ihr Tugendwächter!

Erstellt von DL-Redaktion am 18. August 2016

Kommentar Harting tanzt bei Olympia

Zur Nationalhymne lässt sich schwer tanzen. Christoph Harting versucht es dennoch. Respektlos? Nein, Hymnen werden ohnehin überschätzt.

Wer Gold bei Olympischen Spielen gewinnt, darf sich so freuen, wie er oder sie will. Christoph Harting hat den Diskuswettbewerb gewonnen und zu „Einigkeit und Recht und Freiheit“ auf der obersten Stufe des Medaillenpodiums die Arme vor dem Bauch verschränkt, gepfiffen, getänzelt und grimassiert.

Er hat hernach Interviews verweigert – und dies mit der Begründung, eher ein in sich gekehrter Typ zu sein, nicht wie sein Bruder Robert ein Fachmann für Selbstvermarktung. Die rituelle Verleihung der Goldmedaille eher lax zu absolvieren ist im Hinblick auf die Bedeutung Olympischer Spiele natürlich der höchste Akt der Selbstinszenierung. Damit wird man nicht unbekannt!

Aber letztlich ist es die Angelegenheit des Geehrten allein, wie er sich bei der Übergabe der wichtigsten Trophäe in seinem Sport verhält: seine Sache, nicht die nationaler Tugendwächter, für die eine Performance der Andacht wichtig ist – vielleicht noch gekrönt durch Tränen. Wer sich über die Vorstellung des Berliners aufregt – und das taten in den sozialen Netzwerken sehr viele –, verkennt, dass Spitzensport in demokratisch-liberalen Ländern keine Domäne patriotischer Aufschäumung sein darf.

In Rio de Janeiro sind es immer Sport­ler*innen aus antidemokratischen Ländern, die mit jeder Medaillenleistung an einem nationalen Epos mitzuschreiben haben, nicht nur russische Athlet*innen belegen dies gerade eindrücklich.

Wenn Christoph Harting sagt, man könne zur deutschen Nationalhymne nur schwer tanzen, ist das ein vorzüglicher Spruch. Stimmt ja auch: Das Lied hat wirklich diese gewisse Spur Pathos zu viel, ein übermelancholisches Moment der tranigen Beseeltheitspflicht. Kann man übrigens auch anders sehen, der Diskussieger von Rio aber empfindet es so. Na und?

Ob er mit den Bildern in 20 oder 30 Jahren auch noch leben kann, ist eine andere Frage. Wird er dann das Naheliegende erkennen: dass er mit dieser Performance seinem Bruder Robert, Goldmedaillist von London, nur eins auswischen wollte? Dass er nach dem Triumph also vor aller Weltöffentlichkeit eine Familiensache austrug? Einerlei: Hymnen werden ohnehin überschätzt – und Christoph Harting, der vermeintlich Introvertierte, hat sich ins Bildergedächtnis dieser Zeit eingeschrieben. Über welchen der über 300 Olympiasieger von Rio wird man das in mittlerer Zukunft schon sagen ­können?

Quelle:

https://taz.de/Kommentar-Harting-tanzt-bei-Olympia/!5325220/

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Wer regiert die Welt?

Erstellt von DL-Redaktion am 18. August 2016

Wussten Sie schon, dass letztlich nur 35 Firmen die Weltwirtschaft kontrollieren.
Sie halten alle Fäden des globalen Netzwerkes in ihren Händen. Wie Marionettenspieler bewegen wenige Banken und Finanzdienstleister fast das gesamte Netzwerk in die Richtung, die sie wollen. Ein Schelm der Böses denkt.

James Glattfelder, Stefano Battiston und Stefania Vitali von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich haben in einer hoch komplexen Studie analysiert, welche Konzerne auf der ganzen Welt am mächtigsten sind und wie groß der Einfluss ist, den sie auf das System nehmen.

Die 2011 veröffentlichte Studie kommt zu einem genauso präzisen wie erschreckenden Ergebnis. Demnach kontrollieren lediglich 147 Konzerne große Teile der Weltwirtschaft. Sie haben gemessen an ihrer Größe überproportional viel Einfluss. Besonders dominant sind der Untersuchung zufolge Unternehmen aus dem Finanzbereich, also Banken und Investmentfonds. Als einflussreichstes Unternehmen der Welt stellte sich die britische Barclays Bank heraus.

Von diesen 147 internationalen Unternehmen halten 35 Firmen die Fäden in der Hand.

Der Autor der Studie, James Glattfelder, sagte dazu:

„Wir müssen uns von allen Dogmen befreien, ungeachtet, ob es sich um Verschwörungstheorien
oder die freien Märkte handelt.
Unsere Analyse basiert auf Tatsachen.“

Das Rothschild Imperium – Eine Konzentration von Macht innerhalb weniger Hände

„Das Geld ist der Gott unserer Zeit, und Rothschild ist sein Prophet.“Heinrich Heine

Bereits in den 60er Jahren, einer Zeit als die Medien ihren Auftrag der Information noch relativ unbeeinflusst erfüllten, brachten der Spiegel und die Zeit Artikel zum „Finanzimperium der Rothschilds“ heraus.

Verschwörungstheorien und der Goldmarkt. Verschiedene Banken sollen den Goldpreis über Jahre abgestimmt und damit mächtig Milliarden verdient haben.

An den Inhalten hat sich bis heute nicht viel geändert. Die Familie Rothschild ist über versteckte Kanäle, sei es Firmenbeteiligungen und/oder Steuerungsposten, in den einflussreichsten Unternehmen vertreten.

Besonders bemerkenswert sind Rothschilds Beteiligungen an den Investement-Gesellschaften: FMR (Fidelity), State Street, Vanguard und BlackRock.
Diese Investment-Gesellschaften sind Hauptanteilseigner an Konzernen wie:
Monsanto, Google, Intel, Microsoft, Exxon, BP, CocaCola, Apple, McDonalds, Boing und General Motors

Die aktuellste Meldung stammt aus dem niederländischen Wirtschaftsmagazins “Quote” vom 19.01.2015. Laut dieser Meldung soll die Bankiersfamilie Rothschild das französische Satiremagazin Charlie Hebdo übernommen haben.

Quelle:

http://www.horizonworld.de/wer-regiert-die-welt/

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Initiative ruft zur Wahl der Linkspartei auf

Erstellt von DL-Redaktion am 18. August 2016

45 Unterstützer fordern Politikwechsel und bewerben LINKE als Garanten für die Verhinderung von Rot-Schwarz

Eigentlich ist Günter Piening, 65, ein glücklicher Rentner, wie er selber von sich sagt. Aber ein großes politisches Projekt nimmt sich der ehemalige Integrationsbeauftragte jedes Jahr vor. Zuletzt verglich er für die Heinrich-Böll-Stiftung die Flüchtlingspolitik in den Ländern, 2014 hatte er für die Linksfraktion in Berlin ein flüchtlingspolitisches Konzept verfasst. In diesem Jahr ist Pienings Projekt die Schaffung einer Wahlplattform, die die Linkspartei im laufenden Abgeordnetenhauswahlkampf unterstützt.

Gemeinsam mit dem Fraktionschef der Piraten im Abgeordnetenhaus, Martin Delius, hat Piening die Aktion initiiert. Wie Delius ist auch Piening inzwischen parteilos, bei den Grünen ist er ausgetreten. »Rot-Rot-Grün darf keine leere Floskel werden, sondern muss mit Inhalten gefüllt werden – die LINKE hat bei Rot-Rot bewiesen, dass sie auch verlässlich ist«, sagt Piening dem »neuen deutschland«. Außerdem gebe es anders als bei Rot-Rot inzwischen die finanziellen Spielräume, neue Perspektiven zu entwickeln.

Insgesamt 45 Menschen haben den Wahlaufruf »Berlin braucht eine starke LINKE« inzwischen unterschrieben: Neben den Initiatoren sind das unter anderem die Autorin Julia Schramm, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Berlin (GEW), Tom Erdmann, und der ehemalige Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmerverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), Klaus-Dieter Teufel.

Quelle:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1022258.initiative-ruft-zur-wahl-der-linkspartei-auf.html

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Bundestagswahlkampf: Wahlkampfduo Kipping und Wagenknecht

Erstellt von DL-Redaktion am 14. August 2016

Hennig-Wellsow für Wahlkampfduo Kipping und Wagenknecht

Thüringer Linkenchefin: An Fraktionschefin führt kein Weg vorbei / Plädoyer für Rot-Rot-Grün auch im Bund

Die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, hat sich dafür ausgesprochen, dass ihre Partei mit dem Duo Katja Kipping und Sahra Wagenknecht in den Bundestagswahlkampf zieht. An der Fraktionsvorsitzenden »führt kein Weg vorbei«, sagte Hennig-Wellsow der »Thüringer Allgemeinen«, sie sei die »bekannteste und in großen Teilen auch populärste Linkenpolitikerin in Deutschland«.

Hennig-Wellsow forderte zugleich, innerhalb der Partei »Meinungsunterschiede gelassener diskutieren«. Dies zielt auf die in der Linken sehr umstrittenen Äußerungen Wagenknechts zur Asylpolitik, die auf teils heftige Kritik gestoßen waren.

Die Thüringer Landeschefin setzte sich zudem dafür ein, auch auf Bundesebene eine rot-rot-grüne Koalition anzustreben. »Rechnerisch fehlt nicht viel«, sagte sie dem Blatt und verwies darauf, dass sich SPD, Grüne und Linkspartei weit näher stünden als es den Anschein habe. »Wenn die SPD die realistische Möglichkeit bekäme, mit unserer Beteiligung den Kanzler zu stellen und die Union in die Opposition zu schicken, dann wird sie sehr genau darüber nachdenken«, so Hennig-Wellsow. nd/Agenturen

Quelle:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1022028.hennig-wellsow-fuer-wahlkampfduo-kipping-und-wagenknecht.html

 

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Saarland: Gemeinderat billigt Bordell an der B 51

Erstellt von DL-Redaktion am 14. August 2016

Die Mehrheit des Gemeinderates Kleinblittersdorf hat grünes Licht für ein Bordell gegeben. Erst im vergangenen Frühjahr wollten die Kommunalpolitiker mit einer Veränderungssperre genau das verhindern.

Der Gemeinderat von Kleinblittersdorf hat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag gebilligt, dass der Ortsteil Kleinblittersdorf wieder ein Bordell bekommt. Und zwar im Anwesen „Zur Fabrik 14“. Es liegt nur wenige Meter von der Umgehungsstraße am Industriegebiet „Alte Ziegelei“. Die SPD-Fraktion stimmte mit 13 Stimmen für die Nutzung als Bordell.

Aus den Fraktionen der Linken, der Grünen und der CDU gab es acht Gegenstimmen und eine Enthaltung. „Wir treffen in diesem Fall keine einheitliche Entscheidung. Jeder kann für sich entscheiden, ob er das Bordell möchte“, sagte Manfred Paschwitz von der CDU vor der Abstimmung.

Bereits der Ortsrat von Kleinblittersdorf war bei zwei Enthaltungen einstimmig für die Nutzung als Bordell. Kleinblittersdorfs Ortsvorsteher Hans-Josef Bur befürwortet den Plan genauso wie die komplette SPD-Fraktion.

„Wir könnten uns auch eine bessere Nutzung des Gebäudes vorstellen. Aber wenn wir das Bordell ablehnen, sollten wir auch eine andere Lösung für das Gebäude parat haben, und die hat zurzeit niemand. Zudem ist das Haus abgelegen, so dass keiner belästigt wird“, sagt Bernd Dick, Sprecher der SPD-Fraktion. Die Verwaltung hatte sich im Vorfeld gegen ein Bordell ausgesprochen. Jetzt war der Gemeinderat am Zug.

„Ich kann mir für eine städtebauliche Entwicklung weitaus bessere Dinge vorstellen als ein Bordell. Ich bin sehr überrascht von der schnellen Entscheidung des Rates zu diesem Thema. Im Frühjahr hat der Rat noch einer Veränderungssperre für das Grundstück zugestimmt, um Casinos oder Bordelle zu verhindern“, sagt Bürgermeister Stephan Strichertz.

Mit einer weiteren Abstimmung beschloss der Rat, dass die Gemeinde das Verwaltungsgebäude in der Alten Schulstraße, in dem auch der Rat tagt, an einen Investor verkauft. Zudem wird ein weiteres Verwaltungsgebäude, das gegenüber dem Historischen Rathaus, an die Gemeindewerke verkauft.

Mit den Erlösen und zusätzlichem Fördergeld wird das historische Rathaus saniert und bekommt einen Anbau, damit die Gemeindeverwaltung bald unter einem Dach arbeitet. Auch der Gemeinderat erhält dort einen neuen Sitzungssaal.

Strichertz schätzt vorsichtig, dass Um- und Anbau 2017 beginnen und dass im Sommer 2018 alles fertig sein könnte.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/kleinblittersdorf/kleinblittersdorf/Kleinblittersdorf-Bordelle-Kommunalpolitiker;art446509,6222853

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Nebeneinkünfte: Das sind die Top-Verdiener im Bundestag

Erstellt von DL-Redaktion am 14. August 2016

Die Abgeordneten im Bundestag haben in dieser Legislaturperiode nach Berechnungen von abgeordnetenwatch.de neben ihrem Mandat insgesamt mindestens 18,07 Millionen Euro kassiert.

Mehr als jeder vierte der 630 Parlamentarier hat Zusatzeinkünfte von mehr als 1000 Euro angegeben. Unter den 13 Top-Nebenverdienern, die Einkünfte von mehr als 300.000 Euro veröffentlicht haben, finden sich zwölf Parlamentarier der Union.

Darunter sind der CSU-Innenexperte und Jurist Hans-Peter Uhl, die ehemalige Wirtschaftsstaatssekretärin und CSU-Abgeordnete Dagmar Wöhrl und Ex-Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber (CDU). Dieser ist wie Wöhrl nebenbei in unterschiedlichen Funktionen für Unternehmen tätig. Der CSU-Finanzpolitiker und Landwirt Philipp Graf Lerchenfeld aus dem bayerischen Landkreis Regensburg führt auch in diesem Jahr die Liste an:

Auf Platz sieben taucht ein SPD-Politiker auf: der ehemalige Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Im vergangenen Jahr lag der Abgeordnete noch auf Platz zwölf des Rankings, nun ist er mit mindestens 590.500 Euro vorgerückt. Steinbrück, der als Redner und Autor auftritt, hatte vor einigen Wochen angekündigt, sein Bundestagsmandat Ende September niederzulegen. Erst auf Platz 43 findet sich ein Linker: Gregor Gysi, Ex-Chef der Linksfraktion. Der Anwalt gibt Nebeneinkünfte als Redner, Autor und Beratungen von mindestens 97.000 Euro an. Auf Rang 63 erscheint der erste Grüne: Peter Meiwald. Er sitzt in einem Oldenburger Energieunternehmen im Aufsichtsrat (mindestens 45.000 Euro).

Am meisten kassieren CSU-Abgeordnete nebenbei – jeder zweite Christsoziale gibt in dieser Legislaturperiode Nebeneinkünfte an. Bei der CDU sind es rund 29 Prozent der Parlamentarierer. Bei den Sozialdemokraten haben rund 21 Prozent Nebeneinnahmen, bei den Grünen rund 17,5 Prozent. Die Politiker der Linkspartei bilden mit knapp 14 Prozent das Schlusslicht (lesen Sie hier, was Abgeordnete des Bundestags nebenbei machen und wie sie mit ihren Nebenjobs umgehen).

Die Parlamentarier müssen ihre Einkünfte nicht in Euro und Cent angeben. Dies hatte damals unter anderem die SPD, damals noch in der Opposition, gefordert. Die Debatte um Steinbrücks Vortragshonorare im jüngsten Bundestagswahlkampf hatte dazu geführt, dass die Regeln für die Veröffentlichung der Nebeneinkünfte für Bundestagsabgeordnete geändert wurden. Die Union setzte sich mit einem ausführlicheren Stufensystem durch. Statt drei gibt es nun zehn Stufen, in die die Abgeordneten den Richtlinien des Bundestags zufolge ihre Nebeneinkünfte in folgende Tabelle einordnen müssen:

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Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestag-das-sind-die-abgeordneten-mit-den-hoechsten-nebeneinkuenften-a-1106089.html

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Wie rechts ist die Linkspartei?

Erstellt von DL-Redaktion am 14. August 2016

Leser baten um Veröffentlichung des Artikels im Stern (älter), der ihrer Auffassung nach von Hass Getriebenen in Erinnerung gebracht werden muss, damit die Hetze gegen Andersdenkende aufhört.

Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (Rosa Luxemburg)

Nicht nur bei den heftigen Angriffen auf Israel und die USA weisen Parolen der Linkspartei überraschende Parallelen zu Positionen der NPD auf. Die Linken sind über solche Anwürfe empört, doch ein Vergleich bestätigt die NPD-Positionen.

Die neue Linkspartei will die Gesellschaft verändern, dazu greift sie verbal gerne mal zu drastischen Bildern – auch bei so sensiblen Themen wie der Sozial- und Außenpolitik. Sie hat mit so harschen Worten Israel und die USA angegriffen, dass der Zentralrat der Juden den Linken schon antiisraelische Tendenzen vorgeworfen hatm. Sogar die NPD jubelte über Lafontaines „lupenreine NPD-Positionen“.

Dies wies die Linkspartei zwar empört zurück, doch die Berliner „BZ“ machte einen Zwillings-Test und entdeckte durchaus ideologische Parallelen:

Zuwanderung

Während Oskar Lafontaine vor „Fremdarbeitern, die Familienvätern die Jobs wegnehmen“ warnte, heißt es bei der NPD „Fremdarbeiter stoppen! Arbeit für Deutsche!“

Hartz IV

Die Linkspartei forderte auf Demonstrationen mit dem Spruch „Hartz IV – Armut per Gesetz“ die Abschaffung der Arbeitsmarktreform. Bei der NPD hießt es mit dem selben Ziel „Hartz IV – nicht mit mir“.

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Quelle:

http://www.stern.de/politik/deutschland/vergleich-wie-rechts-ist-die-linkspartei–3263016.html

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Gregor Gysi: Zeit für Rot-Rot-Grüne ist bald reif

Erstellt von DL-Redaktion am 11. August 2016

Gregor Gysi im stern

Die Zeit für Rot-Rot-Grün ist bald reif

Bald oder nie: Gregor Gysi fordert nach 2017 eine rot-rot-grüne Koalition aufs Gleis zu schieben. „Wenn wir diese Chance nicht nutzen, dann ist das Projekt auf Jahre tot“, sagte der Ex-Linken-Chef dem stern.

Der langjährige Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, plädiert dafür, eine rot-rot-grüne Koalition für die Zeit nach der Wahl 2017 systematisch vorzubereiten. „Es öffnet sich jetzt ein historisches Fenster für Rot-Rot-Grün“, sagte Gysi im Interview mit dem stern. „Wenn wir diese Chance nicht nutzen, dann ist das rot-rot-grüne Projekt auf Jahre tot.“

Gregor Gysi gibt Sigmar Gabriel Recht

Deshalb sollten bereits Ende 2016 aus SPD, Linken und Grünen Arbeitsgruppen gebildet werden, sagte Gysi. „Man braucht schon Zeit. Die drei Parteien sind so weit auseinander, dass man in Ruhe besprechen muss, was geht und was nicht.“ Die Arbeitsgruppen müssten sich laut Gysi „über zentrale Themen verständigen: Kriegsbeteiligung, Rüstungsexporte, Altersarmut, prekäre Beschäftigung, Hartz IV, ökologische Nachhaltigkeit, Steuern“.

Gysi reagiert mit seinem Vorschlag auf den Vorstoß des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, der vor Kurzem für ein „Bündnis aller progressiven Kräfte“ im Kampf gegen die AfD und den Rechtspopulismus geworben hatte. Dies war allgemein auch als Plädoyer für eine rot-rot-grüne Koalition nach 2017 verstanden worden. „Gabriel hat recht“, sagte Gysi dem stern. „Wir erleben einen dramatischen Ruck nach rechts.“ Der Brexit sei ein Beleg dafür. Außerdem habe „die SPD erkannt, dass sie an der Seite der Union schlichtweg verkümmert“, so Gysi weiter.

„Spitzenkandidat muss kein Sozialdemokrat sein“

Gysi erneuerte auch seinen Vorschlag, mit einem gemeinsamen Spitzenkandidaten gegen Angela Merkel anzutreten. „Es kann, aber es muss ja kein Sozialdemokrat sein“, so der frühere Linken-Chef, der nach wie vor großen Einfluss in seiner Partei hat. Die Widerstände der Linken gegen ein Bündnis mit Grünen und Linken schätzt er gering ein. „90 Prozent unserer Wähler wollen das und 80 Prozent unserer Mitglieder.“ Ein Ministeramt in einer möglichen rot-rot-grünen Regierung strebe er „nicht unbedingt“ an, so Gysi zum stern. „Ich muss nicht Bundesminister werden, um mein Lebenswerk zu vollenden. Meine Aufgabe ist es, den Prozess hin zu einer linken Mehrheit zu begleiten.“

Rot-rot-grün wollen die meisten Deutschen nicht

Eine rot-rot-grüne Regierungskoalition wünschen sich mit 21 Prozent die wenigsten Deutschen – darunter vor allem die Anhänger der Linkspartei (82 Prozent). Favorisiert wird dagegen – noch vor einer erneuten Großen Koalition (26 Prozent) – ein Bündnis aus Union und Grünen (28 Prozent). Das befürworten auch 50 Prozent der Grünen- und 47 Prozent der CDU/CSU-Anhänger. Sogar 22 Prozent der AfD-Wähler könnten damit offenbar gut leben. Nur knapp jeder dritte Befragte (31 Prozent) vermutet, dass die Initiative Gabriels mehr Stimmen für die SPD bringt – darunter etwas mehr als die Hälfte der SPD-Anhänger (54 Prozent).

Quelle:

http://www.stern.de/politik/deutschland/gregor-gysi—historisches-fenster-fuer-rot-rot-gruen–6924774.html

 

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Lafontaine: »Politik gegen die Mehrheit«

Erstellt von DL-Redaktion am 11. August 2016

Die Zahl der Nichtwähler steigt seit Jahren, die der Parteimitglieder sinkt. Und populistische Strömungen finden rasant Zulauf. Jetzt scheint ein kritischer Punkt erreicht. In der neunteiligen Serie »Parteien in der Krise – Demokratie in Gefahr?« zeigt die Mittelbadische Presse Beispiele, beleuchtet Ursachen und sucht nach Antworten.

Herr Lafontaine, was verstehen Sie unter einer Volkspartei?
Oskar Lafontaine:
Das ist eine Partei, die den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung aufnimmt, und die eine hohe Zustimmung in der Wählerschaft hat. Früher waren das um die 40 Prozent.

Sind Union und SPD noch Volksparteien?
Lafontaine: Die Union hat noch gut 30 Prozent Zustimmung, macht aber Politik gegen die Bevölkerung. Bei der SPD muss man die Frage mit Nein beantworten. Sie macht keine Politik für die Mehrheit der Bevölkerung, Stichwort Agenda 2010. Und sie ist von 40 Prozent Zustimmung weit entfernt.

Haben Sie dazu nicht selbst beigetragen, indem Sie die Linkspartei groß gemacht haben?
Lafontaine:
Die Linkspartei ist das Ergebnis von Lohndrückerei, Rentenkürzung und Sozialabbau. Als SPD-Vorsitzender hatte ich darauf gedrängt, dass die SPD eine Partei der Arbeitnehmer und Rentner bleibt. Davon kann heute keine Rede mehr sein. Die SPD ist für die Verschlechterung der Lebensbedingungen viele Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitsloser verantwortlich. Die Linke wurde von mir mitgegründet, um die SPD wieder zu einer Kurskorrektur zu zwingen und sie wieder zu einer Interessensvertreterin der Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslosen zu machen. Das ist bis heute nicht gelungen.

Die Linke reklamiert doch aber für sich genau das, was Sie bei den Sozialdemokraten vermissen. Trotzdem hat sie keinen Massenzulauf. Also hinkt Ihre Argumentation.
Lafontaine:
Keineswegs. In den Umfragen steht die Linke aktuell besser da als bei der letzten Bundestagswahl, obwohl die AfD seitdem stark zugelegt hat. Dass diese Partei aus Protest auch von Arbeitern und Arbeitslosen gewählt wird, hat damit zu tun, dass in den letzten Jahren Politik gegen die Arbeitnehmer gemacht wurde, egal wer in Berlin regierte, und dass die Linke diese Politik nicht stoppen konnte.

Quelle

http://www.bo.de/nachrichten/nachrichten/lafontaine-politik-gegen-die-mehrheit

 

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Wahlkampf in Berlin: Linke werben mit SPD-Wählerin „Oma Anni“

Erstellt von DL-Redaktion am 9. August 2016

In sechs Wochen wählen die Berliner ihr Abgeordnetenhaus.

Die Linken machen mithilfe einer 95-jährigen Frau Wahlkampf gegen Mieterhöhungen.

Dabei macht die ihr Kreuz bei einer anderen Partei.

Michael Müller, Frank Henkel, Klaus Lederer – schon mal gehört? Es sind die Spitzenkandidaten von SPD, CDU und Linken in der Wahl für das Berliner Abgeordnetenhaus in sechs Wochen. Doch im Wahlkampf stehen in der Hauptstadt nicht nur die Politiker im Mittelpunkt, sondern auch „Oma Anni“.

Die 95-Jährige lebt in Berlin-Reinickendorf. Und sie ist auf den Wahlplakaten der Linkspartei abgebildet. „Mietrebellin: Oma Anni bleibt“ steht auf einem der Motive, das zeigt, wie sich Anni Lenz auf ihre Fensterbank stützt. Mit ihr wirbt die Partei gegen die Verdrängung von Mietern.

Die Frau engagiert sich seit Jahren gegen die Mieterhöhung in ihrem Kiez. Durch Modernisierungen sollten die Mieten von 400 auf 1700 Euro ansteigen. „Die kriegen mich hier nicht raus“, sagte sie dem „Berliner Kurier“. Mieter und Eigentümer verhandeln noch immer über eine Lösung. Lenz ist der Inbegriff der unbeugsamen Bürgerin.

„Oma Anni ist nicht einfach ein PR-Model. Oma Anni ist echt, sie gibt es wirklich. Eine Mietrebellin & eine tolle Frau“, lobte Linken-Spitzenkandidat Klaus Lederer bei Twitter. Seine Partei buchte „Oma Anni“ als Model für ihre Wahlkampagne. Dabei wählt die Frau eigentlich eine andere Partei. „Ich bin nicht für die Linke. War immer SPD, das bleibt auch so“, sagte sie dem „Berliner Kurier“.

„Die kotzen ab“

Als die Zeitung über Anni Lenz berichtete, twitterte die Berliner SPD: „Oma Anni bleibt … SPD-Wählerin.“ Daraufhin entbrannte ein kleiner Streit. “ Kümmert sich eben dielinkeberlin um die Interessen eurer WählerInnen, wenn ihr das schon nicht tut“, richteten die Linken an die Sozialdemokraten. Die entgegneten: „Wir kümmern uns keine Sorge.“ Daraufhin ätzte Linken-Spitzenkandidat Lederer: „Im Zweifel aber von der spdberlin in den Arsch getreten. Was nützt es dann?“ Später legte er noch einmal nach: „Die kotzen ab, weil selbst Traditionswähler*innen auf unseren Plakaten sind. Muss das wehtun!“

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Quelle:

http://www.n-tv.de/politik/Linke-werben-mit-SPD-Waehlerin-Oma-Anni-article18365676.html

 

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Olaf Scholz hält SPD-Sieg bei Bundestagswahl für möglich

Erstellt von DL-Redaktion am 8. August 2016

Hamburgs Bürgermeister geht davon aus, dass seine Partei bei der Bundestagswahl stärkste Kraft werden könnte. Ein Einzug der AfD sei noch längst nicht sicher.

Das Ziel der SPD im kommenden Bundestagswahlkampf muss nach Ansicht ihres Vize-Vorsitzenden Olaf Scholz trotz schlechter Umfragewerte lauten, stärkste Kraft zu werden. „Das ist machbar. Wenn die Bürgerinnen und Bürger sich einen Sozialdemokraten als Kanzler vorstellen können, kann die SPD gut und gerne zehn Prozentpunkte zulegen“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister der Neuen Osnabrücker Zeitung(NOZ). Damit wären die Sozialdemokraten dann gleichauf mit den Unionsparteien, „oder sogar vor ihnen“.

Die Kandidatenfrage werde die Partei im kommenden Jahr klären, sagte Scholz. Parteichef Sigmar Gabriel werde auf einem Parteitag im Mai 2017 einen Vorschlag machen. „Klar ist: Ein Parteivorsitzender ist auch immer ein guter Kanzlerkandidat“, sagte Scholz. Zu eigenen Ambitionen wollte er sich nicht äußern.

Zu möglichen Wahlkampfthemen sagte Scholz: „Wir müssen zeigen, dass man der SPD das Land anvertrauen kann.“ Der soziale Zusammenhalt in Europa müsse neu justiert werden, etwa indem man Menschen gute wirtschaftliche Perspektiven biete. „Sonst werden wir so etwas wie Herrn Trump in Europa, aber auch in Deutschland erleben.“ Dass die AfD in den Bundestag einzieht, ist nach Ansicht von Scholz noch nicht gesichert.  „Die haben auf den meisten Politikfeldern gar nichts anzubieten. Ich bin mir sicher, dass viele Bürger das auch so sehen.“

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Quelle:  http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-08/olaf-scholz-spd-bundestagswahl

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Angela Merkels Sommerschlucht

Erstellt von DL-Redaktion am 8. August 2016

Der Urlaub von Angela Merkel wird von einem Umfragetief überschattet. Während die Zustimmungswerte der Kanzlerin massiv einbrechen, wächst der Rückhalt für ihren Rivalen Horst Seehofer.

Die Zustimmung für die Kanzlerin ist deutlich zurückgegangen. In der Liste der beliebtesten Politikern rutscht Angela Merkel auf Rang sechs. Horst Seehofer holt dagegen mächtig auf.

Ruhe. Wiesen. Und dahinter erhabene Dreitausender. Das Örtchen Sulden in Südtirol lockt als Erholungsziel zum Auftanken. Das schätzt auch Stammgast Angela Merkel, die gern zum Wandern kommt und jetzt wieder mit ihrem Mann Joachim Sauer angereist ist – Urlaub as usual. Dabei lässt sich die kurze Auszeit für die Kanzlerin, die ja nie ganz außer Dienst ist, diesmal besonders zwiespältig an. Nach den jüngsten Anschlägen in Bayern ist tiefsitzender Unmut über ihren umstrittenen Asylkurs gewaltig angeschwollen. Und nun stürzen auch noch aktuelle Zustimmungswerte geradezu in eine sommerliche Schlucht.

Wie brüchig ihr Rückhalt in der Flüchtlingskrise ist, erlebt die CDU-Vorsitzende nicht zum ersten Mal. Im Februar waren nur 46 Prozent im ARD-„Deutschlandtrend“ zufrieden mit ihr, so wenig wie nie seit der Wahl 2013. Und auf Augenhöhe mit 45 Prozent lag ein gewisser Horst Seehofer, der als Chef der Schwesterpartei CSU Dauerattacken gegen die Kanzlerin fuhr. Dann sanken die Flüchtlingszahlen – und Seehofer rutschte auf 33 Prozent im Juli ab, während sich Merkel schon wieder auf einen Spitzenwert von 59 Prozent erholen konnte.

Merkel im Umfrage-Tief

Nach den Terroranschlägen zweier syrischer Flüchtlinge in Würzburg und Ansbach ist die Umfrage-Balance zwischen den beiden Unionsgranden nun aber wieder abrupt gekippt. Die Kanzlerin sackte auf 47 Prozent, und Seehofer legte spiegelbildlich auf 44 Prozent zu. Was vorerst nur eine Momentaufnahme ist, könnte das mühsam überdeckte Asyl-Zerwürfnis zwischen CDU und CSU in den nächsten Wochen noch weiter nähren.

Denn schon ohne demoskopische Zusatz-Argumente machten Christsoziale nach den wohl islamistisch motivierten Gewaltakten in Bayern keinen Hehl daraus, dass sie sich in all ihren Warnungen bestätigt sehen. Merkels Mantra „Wir schaffen das“, von dem die Kanzlerin weiter nicht abrückt, ist für viele CSU’ler nur noch ein rotes Tuch. „Ich kann mir diesen Satz auch beim besten Willen nicht zu eigen machen“, sagte es Seehofer fast noch zurückhaltend. Von Merkel abgeblockte Forderungen wie eine Asyl-Obergrenze will die CSU nun erst recht nicht einmotten.

Seehofer hält sich vorerst zurück

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Quelle:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article157519031/Angela-Merkels-Sommerschlucht.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook

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Lafontaine angeblich unter Bedingungen zu Kandidatur bereit

Erstellt von DL-Redaktion am 6. August 2016

 

Oskar Lafontaine wäre wohl zu einer erneuten Kandidatur für den Landtag bereit, wenn die Partei ihm beim Personal und bei seinen umstrittenen Positionen zur Migration und zur Windenergie folgt. Entscheiden will er sich kurzfristig.

Tritt er wieder an oder nicht? Nichts anderes treibt die Linke im Saarland seit Monaten dermaßen um wie die Frage, ob Oskar Lafontaine bei der Landtagswahl am 26. März 2017 erneut als Spitzenkandidat ins Rennen geht. Der SZ sagte er im Januar: „Es gibt eine Reihe von Faktoren, auch politische. Was mich sehr beschäftigt, ist die Zukunft der Stahlindustrie und das Erstarken der AfD. Aber es spielen auch private Überlegungen eine Rolle. Ich habe mich noch nicht entschieden.“ Lafontaine ist bewusst, dass das Abschneiden der Linken ganz wesentlich von seinem Antreten abhängt. Derzeit weilt er im Urlaub.

Intern hat der 72-Jährige bereits angedeutet, dass er bereit ist zum Weitermachen – wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Bei einem internen Treffen von Parteistrategen – so berichten es mehrere Linke – habe Lafontaine den Anspruch erhoben, einen von ihm noch zu benennenden Wirtschaftsfachmann auf einem sicheren Listenplatz platzieren zu können.

Hintergrund: Der Lafontaine-Vertraute Heinz Bierbaum, ein Wirtschaftsprofessor, wird 2017 dem Vernehmen nach seine Karriere beenden. Für den 69-Jährigen, der in der Landtagsfraktion die wirtschafts-, finanz- und arbeitsmarktpolitischen Themen beackerte und als Geschäftsführer die achtköpfige Fraktion zuverlässig managte, sucht Lafontaine Ersatz. Konkrete Namen werden allerdings noch nicht gehandelt. Dieser Anspruch dürfte innerparteilich ohne Murren akzeptiert werden. Ansonsten wünscht Lafontaine angeblich keine größeren personellen Veränderungen in der Fraktion.

 Zudem, so ist zu hören, soll der Fraktionschef klargemacht haben, dass die Linke mit seinen – innerparteilich durchaus umstrittenen – Positionen in der Flüchtlings- und der Windenergie-Politik in den Landtagswahlkampf zieht.

Lafontaine tritt, im Gegensatz zur Bundespartei, für eine Begrenzung der Migration nach Deutschland und eine Einschränkung des Windkraft-Ausbaus ein.

Entscheiden über seine politische Zukunft will der Fraktionschef, wie er sagte, „sehr zeitnah vor der Listenaufstellung im November“. Die Listen, auf denen er – wenn überhaupt – kandidieren wird, nämlich die Wahlkreisliste Saarlouis/Merzig-Wadern und die Landesliste, werden wohl nicht ohne Grund zuletzt aufgestellt.

http://www.sol.de/neo/nachrichten/saarbruecken/Saarbruecken-Landtage-der-deutschen-Bundeslaender-Migration-Personal-Windenergie-Lafontaine-angeblich-unter-Bedingungen-zu-Kandidatur-bereit;art34275,4796055

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Das Saarland wird zum Blitzerland

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2016

Das Saarland wird zum Blitzerland

Immer mehr Kommunen setzen auf stationäre Anlagen – Kritik des ADAC

Harte Zeiten für Raser: Heute gehen im Saarland zwei weitere feste Blitzer in Betrieb. Immer mehr Kommunen setzen zur Verkehrssicherung auf die schlanken Säulen – und wehren sich gegen den „Abzocke“-Vorwurf.

„Achtung, ein Blitzer!“ – den panischen Zuruf des Beifahrers kennt jeder Autofahrer. Ab heute dürfte im Saarland deutlich häufiger gerufen werden, denn in Saarbrücken geht die nächste Radar-Station in Betrieb.

An der Camphauser Straße in Höhe Saarlandhalle wird künftig scharf geschossen; damit sind es jetzt fünf feste Mess-Standorte in Saarbrücken – und schon mehr als 30 im ganzen Land.

Seit 2013 schießen die festen Blitzer als Säulen am Straßenrand wie Pilze aus dem Boden. Tempo-Messungen sind eigentlich Aufgabe der Polizei; seit 2004 dürfen Kommunen aber auch in Eigenregie gegen Raser vorgehen – durch mobile oder feste Blitzer.

Die ersten festen installierte vor drei Jahren Püttlingen, auch in Neunkirchen, Friedrichsthal, Saarlouis, Lebach und Dillingen stehen Säulen; Merzig und Wadern planen die Einführung. Während die ersten Kommunen schon Erfolge melden, begleitet auch Kritik die Blitzer-Blüte.

Weil einige Kommunen beim Betrieb mit Privat-Firmen kooperieren, die die Anlagen stellen und Fall-Pauschalen erhalten, vermuten Bürger und die Autofahrer-Lobby wirtschaftliche Interessen. Je mehr Tempo-Sünder, desto mehr Geld – schlecht, sagen Kritiker. Hinzu kam realer Ärger in Neunkirchen: Dort erlitt die Stadt im April einen Dämpfer, weil das Partner-Unternehmen Jenoptik in die Auswertung der Radar-Daten einbezogen war, was aber nur die Kommune darf. Der Kläger, der sein Knöllchen nicht zahlen wollte, bekam Recht.

Auch an der Wahl der Standorte entzündet sich Kritik – wie in Neunkirchen, wo Blitzer an Ausfallstraßen stadtauswärts stehen und SZ-Leser auf Facebook von „Abzocke“ statt Verkehrssicherung schrieben.

Tatsächlich verdienen die Kommunen an den Blitzern, dürfen Einnahmen aus den Strafzahlungen der Tempo-Sünder behalten. Die Verwarnungsgelder (bis 20 km/h zu schnell) erhalten sie in voller Höhe, Bußgelder (ab 21 km/h) fließen größtenteils an die Zentrale Bußgeldbehörde, also in die Landeskasse. Neunkirchen meldete 2015 nach einem Jahr Blitzer-Betrieb 780 000 Euro Einnahmen, Saarlouis nahm rund 580 000 Euro ein. Wichtiger als die Einnahmen sind den Kommunen nach eigenen Angaben aber die Erfolge für die Sicherheit. Vor Einführung der Säulen habe es in Saarlouis an allen fünf Standorten pro Tag mehr als 5000 Tempo-Überschreitungen gegeben, sagt Stadt-Sprecher Sascha Schmidt. Aktuell seien es noch 54. Von einem „deutlichen Rückgang“ der Temposünden bis zu 90 Prozent sprechen auch die Städte Neunkirchen und Püttlingen, wo es anfangs ebenso „emotionale Diskussionen“ seitens der Bürger gegeben habe, berichtet Bernd Bläs, Fachbereichsleiter im Püttlinger Rathaus. „Mittlerweile haben wir einen Gewöhnungseffekt und ziehen eine positive Bilanz.“ Die Standorte werden in Püttlingen regelmäßig überprüft, 2014 wurden gar zwei Blitzer abgebaut, weil sie sich dort „als nicht notwendig“ erwiesen.

Der ADAC bleibt skeptisch. „Stationäre Blitzer machen absolut Sinn“, sagt Wilfried Pukallus, Verkehrs-Experte des Autoclubs im Saarland. „Aber nur, wenn sie an einem Unfall-Schwerpunkt oder im Umfeld von Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern aufgestellt sind.“ So mancher stationäre Blitzer, den die Kommunen im Saarland aufstellten, sei indes „fragwürdig“ positioniert – an Ausfallstraßen, wo weit und breit keine Schule stehe. Nicht überall sei zudem die Polizei in die Planung der Standorte eingebunden, kritisiert der ADAC.

Die Camphauser Straße in Saarbrücken sei aber, obwohl Ausfallstraße, „gerade noch nachvollziehbar“ – um die Verkehrssicherheit für Autofahrer und die Besucher der Saarlandhalle zu sichern. Auch die Stadt Saarbrücken hofft jetzt auf die positiven Zahlen, die andere Kommunen melden. „Damit die Straßen sicherer werden.“

Quelle:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/politik/themen/Saarbruecken-Abzocke-Einnahmen-Kritik-Raserei-Standorte-Unternehmen-Firmen-und-Firmengruppen-Verkehrsexperten;art2825,6214351

 

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Tagesticker 05.08.2016

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2016

1.Mitglieder entscheiden über Spitzenkandidaten der Linken

Die Linkspartei in Schleswig-Holstein bestimmt mit einer Mitgliederbefragung ihre Spitzenkandidaten zur Landtagswahl am 7. Mai nächsten Jahres. Vom 15. August bis zum 18. Oktober können nach Parteiangaben vom Donnerstag rund 1000 Mitglieder ihr Votum abgeben. Die Linken sind derzeit nicht im Landtag, in dem sie von 2009 bis 2012 mit sechs Abgeordneten vertreten waren. Die jüngste Umfrage vom April sah die Partei bei drei Prozent und damit erneut außerhalb des Parlaments.

Um den Listenplatz 1 bewerben sich die Landessprecherin Marianne Kolter, Jahrgang 1955, und die Gewerkschaftsfunktionärin Susanne Welzk (57). Für den Listenplatz 2 kandidieren drei Männer, darunter der ehemalige Landtagsabgeordnete Uli Schippels, Jahrgang 1963.

Quelle:

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article157490663/Mitglieder-entscheiden-ueber-Spitzenkandidaten-der-Linken.html

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2. Rechts reden und links meinen

Sahra Wagenknecht fühlt sich missverstanden. Nach ihren Äußerungen zu Angela Merkels Flüchtlingspolitik kann man fragen: Was ist eigentlich heute noch links?

Sahra Wagenknecht fühlt sich missverstanden. Ausgerechnet sie, deren Popularität sich auch aus ihrer Gabe speist, komplizierte ökonomische Verhältnisse talkshowgerecht zu servieren. Bei einem Thema wie Bankenregulierung hat sie bislang nie damit kämpfen müssen, dass jemand sie falsch versteht. Ihre Einstellung zur Riesterrente kann sie ebenfalls in einer halben Minute präsentieren. Das Verzocken der Renten auf den Kapitalmärkten über Mario Draghi und die EZB ist schon fast ein geflügeltes Wort. Nichts davon musste Sahra Wagenknecht jemals korrigieren. Nie fühlte sie Erklärungsbedarf. Das Ganze noch einmal in anderen Worten erklären? Niemals!

Aber dann kam die Sache mit den Flüchtlingen. Anfangs wurde nicht sie eingeladen, um über soziale Aspekte in der Flüchtlingspolitik zu sprechen, sondern ihr Ehemann Oskar Lafontaine. Ganz schleichend fing er an, „die deutschen Rentner“ in Stellung gegen „die Flüchtlinge“ zu bringen. Begriffe wie Zuzugsbegrenzung und Ausgabenobergrenze fielen. Außerdem die Einschätzung, dass es die humanste Lösung sei, syrische Flüchtlinge in ihren Nachbarländern unterzubringen. Dann kamen die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt und Lafontaines Taktik hatte einfach gar nichts gebracht. Nicht einmal die Dreiprozenthürde.

Nun versucht Sahra Wagenknecht ihr Glück. Nach der Silvesternacht in Köln kommentierte sie in einer Pressekonferenz über Flüchtlinge aus dem Maghreb: „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht dann eben auch verwirkt.“ Der Satz enthielt eine seltsame Prämisse. Nämlich die des Gastrechtes. Es gibt ein Recht auf politisches Asyl. Und eines auf der Basis der Genfer Flüchtlingskonvention. Sie löste eine Debatte innerhalb ihrer Partei aus. Über alles Mögliche wurde verhandelt. Man sprach über Abgrenzung und Ausgrenzung. Am Ende einigte man sich grob darauf, dass man für Flüchtlinge ist. Aber gut, was heißt das schon? Man sprach nicht darüber, ob man in der Partei Die Linke willkommen ist, wenn man mit Pegida sympathisiert oder gegen muslimische Flüchtlinge mobilisiert.

Als innerhalb weniger Tage drei Männer aus unterschiedlichen Motiven heraus Gewaltakte schockierenden Ausmaßes verübten, entschied sich Sahra Wagenknecht, es noch einmal zu wagen. Nach dem Selbstmordanschlag in Ansbach sagte sie einen Satz, den man so ähnlich schon tausendmal gehört hatte. Aus der CSU, aus der AFD, ja selbst von Sozialdemokraten, er ist einfach ein Klassiker des Flüchtlingsdiskurses. Er lautet:

… die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern ist mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger als Merkels leichtfertiges „Wir schaffen das“, das sie uns im letzten Herbst einreden wollte.

Schön ist in diesem Satz die beiläufige Bemerkung der Leichtfertigkeit. Bundeskanzlerin Merkel war also leichtfertig. Tja, so ist sie, so kennt man sie, als fröhlichen uckermärkischen Springinsglück. Aber womit war sie leichtfertig? Geht es um die Wortwahl oder die Tat? Hätte die Kanzlerin die Flüchtlinge nicht von der Autobahn holen sollen oder hätte sie nicht „wir schaffen das“ sagen sollen?

Die Linke drehte durch. Gegenstatements noch und nöcher. Flüchtlinge unter Generalverdacht stellen sei nicht links. Replik Wagenknecht, natürlich alles nicht so gemeint. Sie habe etwas anderes sagen wollen. Fakt ist, sie hat es gesagt, aber nicht Tage, Wochen oder Monate zuvor, sondern im direkten Kontext zu einem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag.

Ist Rechtspopulismus links?

Wagenknecht verteidigte sich mit einem bemerkenswerten Aspekt, Probleme zu verschweigen sei wohl nicht links. Da war er also wieder! Noch in der Defensive heraus platziert sie einen weiteren Klassiker des Diskurses. Sie, die aufrechte, unerschrockene Sahra hat in einer gesellschaftlich beklemmenden Atmosphäre der Tabuisierung und politischen Korrektheit angesprochen, was bisher verschwiegen wurde. Nur, was genau wurde verschwiegen? Dass die Aufnahme und ordentliche Integration von Flüchtlingen mühsam ist? Oder dass Flüchtlinge alle kriminell sind und bald einer nach dem anderen ihr Gastrecht hochbomben? Ob sie in den letzten Monaten keine Zeitungen las? In Zusammenhang mit Flüchtlingen in Deutschland wird doch schon über gar nichts anderes mehr diskutiert, als über die Frage, wie gefährlich sie für die innere Sicherheit des Landes sind. Ob sie gefährlich sind, steht ja schon gar nicht mehr zur Disposition. Es war halt noch niemand von der Partei Die Linke dabei, der das so nicht gemeint aber gesagt hat.

Bleibt die Frage, was links ist. Auf jeden Fall scheint es neuerdings links zu sein, innerhalb der Linken darüber zu sinnen, ob Rechtspopulismus noch links ist. Die Anlässe und Streitigkeiten häufen sich, die Antworten aber bleiben aus. Ist es noch links, so wie Lafontaine es erfolglos versuchte, Armut in Bedürftigkeit erster und zweiter Klasse einzuteilen? Ist es links im Zusammenhang mit Gewalttaten die Aufnahme von Flüchtlingen zu kritisieren? Wie links wäre es, angesichts der Silvesternacht zu erkunden, warum Frauen sexuell gefährdet sind? Und in wieweit ungleiche ökonomische Verhältnissen und der Kapitalismus – der Zahncreme und Autos immer noch am besten verkauft, wenn er Frauen sexualisiert und gleichzeitig sozial benachteiligt – dabei helfen. Oder reicht auch hier ein robustes „kriminelle Ausländer raus“? Über all das zu diskutieren wäre ein möglicher Weg herauszufinden, was linke Positionen der Partei Die Linke sein könnten. Denn dass in der Linken automatisch links und nicht auch rechts, rassistisch, sexistisch oder einfach nur diskriminierend gedacht wird, ist ja ein Mythos. Genauso wie es ein Mythos ist, dass in der CDU christlich gedacht und gehandelt wird und in der SPD und so weiter.

Fest steht jedenfalls, und das halten wir hiermit offiziell fest: Sahra wurde missverstanden.

Quelle:

http://www.zeit.de/kultur/2016-08/sahra-wagenknecht-linke-kiyaks-deutschstunde

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3.Keine Visafreiheit für die Erdogan-Diktatur

„Der türkische Präsident Erdogan baut die Türkei in einen islamistischen Unterdrückerstaat um. Für die von Ankara geforderte Gewährung der Visafreiheit fehlt jede Grundlage. Die EU muss die Verhandlungen darüber auf Eis legen“, fordert Sevim Dagdelen, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:

„Mit den Massenverhaftungen und Massenentlassungen tausender Richter und Staatsanwälte wird der Justizapparat endgültig an den Präsidentenpalast angebunden. Rechtsstaatsprinzipien tritt Erdogan mit Füßen. Mit einem großen Gegenputsch schaltet der türkische Staatschef seine Kritiker aus. Willkür tritt an die Stelle von Recht und Gesetz. Mit der wiederholten Einbestellung des deutschen Botschafters in Ankara zeigt Erdogan erneut, dass er nicht an guten deutsch-türkischen Beziehungen interessiert ist.

Quelle:

http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/keine-visafreiheit-erdogan-diktatur/

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Leipziger Gericht: Arbeitslose müssen unpassende Kurse nicht akzeptieren

Dieses Urteil lässt Arbeitsagenturen und Arbeitslose in ganz Deutschland aufhorchen: Eine 61-jährige Ingenieurin hat sich gegen eine sogenannte Aktivierungsmaßnahme der Agentur für Arbeit zur Wehr gesetzt. Ihr Anwalt sieht das Urteil des Sozialgerichtes als wegweisend an.

Dieses Urteil lässt Arbeitsagenturen und Arbeitslose in ganz Deutschland aufhorchen: Eine 61-jährige gekündigte Buchhalterin aus Schkeuditz, die sich gegen eine für sie sinnlose Maßnahme der Agentur gewehrt hat, gewann jetzt ihren Prozess am Leipziger Sozialgericht. Es hielt die Bildungs-Module für die Diplom-Wirtschaftsingenieurin für nicht zumutbar. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

„Es ist gerichtsbekannt, dass für Buchhalter – sogar für angelernte – eine gute Arbeitsmarktlage besteht“, heißt es im Urteil. Die angeordneten Kompakt-Maßnahmen der Oschatzer Agentur für Arbeit allerdings würden „die Eingliederung in das Erwerbsleben“ nicht befördern. Denn die Schkeuditzerin sollte an neue Tätigkeiten in den Sparten Holztechnik, Pflegehilfe, Metall, Farbe, Lager oder Garten- und Landschaftsbau herangeführt werden.

Die Ingenieurin, die seit 2005 bis zu ihrer betriebsbedingten Kündigung Ende 2014 als Buchhalterin tätig war, empfand die Option einer „künftigen Vogelhäuschen-Erbauerin“ oder Pflegehilfskraft als „reine Schikane“. Sie kam der Verpflichtung zur Kurs-Teilnahme nicht nach. Ihre Widersprüche wies die Behörde zurück. „Hätte ich mich nicht gewehrt und vor Gericht geklagt, wäre mir das Arbeitslosengeld I gesperrt worden“, ist Monika K. überzeugt. Sie möchte andere Betroffene ermutigen, sich keine unpassenden Maßnahmen aufzwingen zu lassen. „Jetzt gibt es ein rechtskräftiges Urteil, auf das sie sich berufen können.“

Anwalt: Entscheidung wegweisend

Für ihren Anwalt Sebastian E. Obermaier ist die Leipziger Entscheidung (Aktenzeichen: S 1 AL 251/15) wegweisend. „Damit wird der Auffassung der Bundesagentur für Arbeit, dass gegen Zuweisungen in Maßnahmen kein Rechtsschutz gegeben ist, eine klare Absage erteilt“, meinte er. Das Leipziger Sozialgericht habe erstmals in Deutschland entschieden, dass Betroffene nicht erst gegen Leistungssperren, sondern primär auch gegen Sinnlos-Maßnahmen Rechtsschutz erhalten können. Vielmehr müssten die Kurse zum Profil des Betroffenen passen. Die Richter bezeichneten die Zuweisung im Fall von Monika K., die noch bis März 2017 Arbeitslosengeld I beziehen wird, als „rechtswidrig“.

Zu dem konkreten Fall wollte sich die für den Landkreis Nordsachen zuständige Agentur in Oschatz gestern nicht äußern. „Das wäre nur mit Zustimmung der Betroffenen möglich“, erklärte Sprecher Volkmar Beier. Generell werde bei der Auswahl von Kursen stets sehr individuell geschaut, was für den jeweiligen Arbeitslosen erfolgversprechend erscheint. „Die Aktivierungsmaßnahmen umfassen meist einen ganz praktischen, betrieblichen Anteil, was viele Teilnehmer schätzen.“

Indes begrüßte die Leipziger Kirchliche Erwerbsloseninitiative das Urteil. „Wir können bestätigen, dass die Zumutbarkeitsregeln oft sehr restriktiv gehandhabt werden – vor allem vom Leipziger Jobcenter“, sagte die Leiterin Dorothea Klein. „Gerade ältere Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, empfinden es als entwürdigend, wenn sie im Aktivierungskurs lernen sollen, dass man pünktlich zum Dienst erscheint, wie man seine Körperpflege betreibt oder richtig kocht.“ Probleme gebe es vor allem im Hartz-IV-Bereich, meinte auch Frank Schaefer vom Erwerbslosenzentrum Leipzig.

Quelle:

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipziger-Gericht-Arbeitslose-muessen-unpassende-Kurse-nicht-akzeptieren

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4.Der Staat spart sich kaputt – für die alten Wähler

Deutschland fährt Verschleiß: Um Rentner-Wünsche zu erfüllen, geizt der Staat mit Investitionen für die Zukunft, so Ökonomen. Marode Brücken oder Schulen gehören zu den Folgen dieser Klientelpolitik.

Riesige Schlaglöcher, gesperrte Brücken, Schulen, in denen die Eltern in den Sommerferien zum Renovieren anrücken – die Infrastruktur in Deutschland weist immer größere Mängel auf. Seit Jahren investiert der Staat zu wenig, weil ein wachsender Anteil der öffentlichen Ausgaben in den Konsum, vor allem in Sozialleistungen, geht.

Auch 2015 fuhr Deutschland auf Verschleiß: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren die Abschreibungen auf die bestehenden Anlagen im vergangenen Jahr mit 67,22 Milliarden Euro höher als die Summe der von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen aufgewandten Investitionen, die bei 66,59 Milliarden lag. Vor allem die Kommunen kommen mit der Instandhaltung nicht hinterher. Zwar entfallen auf Städte und Gemeinden mehr als ein Drittel aller öffentlichen Investitionen. Doch seit Jahren übersteigt die Abschreibungssumme die Höhe der von den Kommunen geleisteten Infrastrukturausgaben deutlich.

Ein wichtiger Grund für die sträfliche Vernachlässigung der Infrastruktur liegt in dem steigenden Anteil älterer Menschen an der hiesigen Bevölkerung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts (RWI). Danach sinkt die Investitionsquote in der Bundesrepublik seit vier Jahrzehnten stetig, während gleichzeitig der Anteil der Älteren immer größer geworden ist.

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Quelle:

http://www.welt.de/wirtschaft/article157457183/Der-Staat-spart-sich-kaputt-fuer-die-alten-Waehler.html

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5.Regierung zapft Gesundheitsfonds für Asylbewerber an

Die Krankenkassen sollen zusätzliche Mittel aus angesparten Beiträgen bekommen. Dass das nur eine einmalige Sache ist, scheint sogar die Regierung zu bezweifeln.

Die Bundesregierung zapft im Wahljahr 2017 die Reserven des Gesundheitsfonds für die Versorgung von Asylbewerbern an. Zur Deckung ihrer Gesundheitskosten sollen die Kassen einmalig eine Milliarde Euro erhalten.

Das Geld wird der Liquiditätsreserve des Fonds entnommen. Weitere 500 Millionen Euro sollen die Kassen für den Ausbau der Telematik im Gesundheitswesen erhalten.

Das hat das Bundeskabinett an diesem Mittwoch mit dem Gesetz zur Finanzierung der Psychiatrie beschlossen. Der Fonds wird aus Beiträgen der 53 Millionen Kassenmitglieder und Zuweisungen des Finanzministers gespeist. Er verteilt die Mittel an die Kassen. Laut Regierung verfügt er über knapp 10 Milliarden Euro an flüssigen Mitteln, wovon 4,2 Milliarden Euro Mindestrücklage sind.

Nur einmalig?

Aus den freien Mitteln sollen den Kassen laut Kabinett „einmalig 1,5 Milliarden Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zugeführt“ werden. Mit dem Geld würden Mehrbelastungen zur Gesundheitsversorgung von Asylberechtigten finanziert.

Ob es dabei bleibt, scheint der Regierung zweifelhaft. Knapp heißt es mit gleich zwei einschränkenden Bedingungen: „Bei erfolgreicher Integration in den Arbeitsmarkt und der damit perspektivisch zu erwartenden Mehreinnahmen handelt es sich dabei um vorübergehende finanzielle Auswirkungen.“

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/1-5-milliarden-euro-regierung-zapft-gesundheitsfonds-fuer-asylbewerber-an-14370438.html#GEPC;s6

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6.Trier kürt eine syrische Geflüchtete zur Weinkönigin

Sie lebt erst seit drei Jahren in Deutschland und wurde nun zur Weinkönigin von Trier gewählt. Zum ersten Mal vertritt damit eine geflüchtete Frau die Trierer Weinkultur.

Die älteste Stadt Deutschlands zeigt, dass Leidenschaften über Ländergrenzen hinweg vereinen und kürt Ninorta Bahno aus Syrien zur diesjährigen Weinkönigin. Bei einem Festakt am Mittwoch soll sie vor dem Trierer Weinfest zu Ninorta I. gekrönt werden.

Vor drei Jahren kam die 26-Jährige nach Deutschland und spricht mittlerweile fließend Deutsch. Bevor der Krieg ihre Heimat befiel, studierte sie Jura. Ihr Studium wird sie nicht fortsetzen können, auch wenn sie die nötigen Sprachtests bestanden hat und ihre Zeugnisse anerkannt wurden. Aber „die Gesetze sind ganz anders, ich müsste mein Studium ganz von vorne beginnen“, sagt sie.

Nun wird sie zum Aushängeschild der Trierer Winzergemeinschaft. Für Bahno bedeutet der Titel aber noch mehr, sie will „eine Botschafterin für die Integration“ werden, sagte sie dem SWR. Dass eine geflüchtete Frau zur Weinkönigin gewählt wird, sei „ein schönes Zeichen der Toleranz und Integration seitens der Trierer Winzer“, sagt der Geschäftsführer von Moselwein e.V.

Um deutsche Weinkönigin zu werden müsste sich Bahno erst für den Titel des Anbaugebietes Mosel bewerben und gewinnen. Dafür wird sie allerdings wohl keine Zeit finden, da sie eine Ausbildung bei der Agentur für Arbeit beginnt. „Das macht mir Freude, der Umgang mit Menschen“, sagt sie.

Quelle:

http://ze.tt/trier-kuert-eine-syrische-gefluechtete-zur-weinkoenigin/?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&utm_campaign=ref&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&utm_term=facebook_zonaudev_int&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf

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7.Fall Petra Hinz „Die Frau ist Hartz IV, die ist vorbei“

Er sei zuversichtlich, dass die SPD-Politikerin Petra Hinz wegen ihres gefälschten Lebenslaufs sehr bald ihr Bundestags-Mandat niederlegen werde, sagte der FDP-Politiker Burkhard Hirsch im DLF. Möglicherweise gebe es gute Gründe dafür, dass sie damit zögere. Eine Zukunft in der Politik werde Hinz aber auf keinen Fall haben – und es auch in der freien Wirtschaft schwer haben.

Burkhard Hirsch im Gespräch mit Sarah Zerback

Hirsch sagte, es sei eine Frage des persönlichen Anstandes, das Mandat niederzulegen. Er ist sich sicher : Petra Hinz „wird das bereuen, was sie getan hat.“ Wegen ihrer falschen Angaben zu Studium und juristischen Staatsexamina werde sie keine Zukunft mehr in der Politik haben.

Sie werde aber auch in der freien Wirtschaft Probleme haben, jemanden zu finden, der sie einstellen wolle. „Die Frau ist Hartz IV, die ist vorbei“, sagte der ehemalige Vizepräsident des Bundestags.

Quelle:

http://www.deutschlandfunk.de/fall-petra-hinz-die-frau-ist-hartz-iv-die-ist-vorbei.694.de.html?dram%3Aarticle_id=362003

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Linke-Politikerin fordert: Erdogans Konten einfrieren

Erstellt von DL-Redaktion am 3. August 2016

Linke-Politikerin fordert: Erdogans Konten einfrieren

Kontensperrung, Verhandlungs-Stopp, keine Visafreiheit: In Deutschland wird der Ruf nach Sanktionen gegen die Türkei immer lauter.

Osnabrück.  Die Linke-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen fordert Sanktionen gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. „Wir brauchen wegen seiner brutalen Verfolgungspolitik mit Folter und Massenverhaftungen in der Türkei endlich Sanktionen gegen Erdogan. Seine Konten müssen gesperrt werden“, sagte Dagdelen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Dagdelen forderte zudem, die Entsendung von Imamen nach Deutschland zu stoppen und Staatsverträge mit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) aufzukündigen: „Wer Ditib in die deutschen Klassenzimmer lässt, lässt quasi Erdogan in die Klassenzimmer.“ Der Verband gilt als der verlängerte Arm der türkischen Regierungspartei AKP von Erdogan in Deutschland.

Steinbach: Visafreiheit ist undenkbar

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach dagegen wandte sich trotz heftiger Kritik an den aktuellen Vorgängen in der Türkei gegen Sanktionen. „Ich glaube, das sollte man nicht machen“, sagte sie dem Deutschlandfunk. Steinbach ist Sprecherin ihrer Fraktion für Menschenrechtsfragen. Die Türkei sei inzwischen ein „autokratischer Staat“ geworden. Steinbach forderte die Europäische Union aber auf, sich in der Flüchtlingspolitik unabhängig von der Türkei zu machen. Die Beitrittsverhandlungen sollten gestoppt und das Flüchtlingsabkommen aufgekündigt werden. Visafreiheit für Türken derzeit sei „völlig undenkbar“.

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Quelle:

http://www.morgenpost.de/politik/article207982491/Linke-Politikerin-fordert-Erdogans-Konten-einfrieren.html

 

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Sahra Wagenknecht – Dem Ehrgeiz Wagenknechts nicht nachgegeben

Erstellt von DL-Redaktion am 3. August 2016

Sahra Wagenknecht Das nationalbolschewistische Kalkül

Sahra Wagenknecht zündelt gern und oft. In ihrer Partei regt sich nun heftiger Protest gegen die Linken-Politikerin. Dabei waren die Genossen schon vor langer Zeit gewarnt.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Die Linke lehnt eine Migrations- und Integrationspolitik ab, die soziale und politische Rechte danach vergibt, ob Menschen für das Kapital als ,nützlich‘ oder ,unnütz‘ gelten“, heißt es im Programm, das im Oktober 2011 verabschiedet wurde: „Allen in Deutschland lebenden Menschen ist unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus eine Gesundheitsversorgung zu garantieren. Schutzsuchende dürfen nicht abgewiesen werden. Wir fordern offene Grenzen für alle Menschen.“

Nicht einmal zehn Jahre ist die Partei alt, die 2007 aus PDS und WASG gegründet wurde, ihr Programm nicht einmal fünf Jahre. Während die Linkspartei von vielen ihrer ehemaligen Wähler als ebenso verbraucht wahrgenommen wird wie alle „Altparteien“, ist das umkämpfte Programm in die Bedeutungslosigkeit versunken. Der Star der Partei, Sahra Wagenknecht, schert sich weder um Parteibeschlüsse noch um das Programm: „Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges ‚Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte.“

Dem Ehrgeiz Wagenknechts nicht nachgegeben

Das erklärte sie nach dem Anschlag in Ansbach – zum Entsetzen ihrer Parteifreunde – und forderte: „Der Staat muss jetzt alles dafür tun, dass sich die Menschen in unserem Land wieder sicher fühlen können.“ Sie ruderte gerade so viel zurück, dass jeder, der mochte, etwa die Parteivorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping, sich darauf berufen konnte. Doch dass die routiniert nachträglich zu „Missverständnissen“ erklärten Sätze nicht bald wieder auftauchen, kann niemand annehmen, der sie länger kennt.

Es war seinerzeit der linke Flügel der Linkspartei, der den Programmentwurf wütend gegen jeden Änderungswunsch verteidigte. Die darin formulierten roten Linien waren ihm wichtig für den Kampf gegen den pragmatischen Flügel der Partei, den er verdächtigte, für Regierungsbeteiligungen bereitwillig Verrat an linken Heiligtümern zu üben. Zu den Galionsfiguren der Linken in der Linkspartei gehören Wagenknecht und Oskar Lafontaine, ihr gegenwärtiger Ehemann. Der Parteivorsitzende Lothar Bisky und der langjährige Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi weigerten sich, so lange es irgend ging, dem unbändigen Ehrgeiz Wagenknechts nachzugeben, ohne jedoch jemals offen Kritik an ihr zu üben.

Wagenknecht trat von Jugend an so auf, als seien ihr nur Spitzenämter zuzumuten, doch in der ostdeutschen PDS war sie nie mehrheitsfähig. Erst mit der Gründung der Linkspartei verschafften die vormals randständigen westdeutschen Linksradikalen dem verbalradikalen Auftreten Konjunktur. Wagenknecht wird seit 2009 in Nordrhein-Westfalen in den Bundestag gewählt. Nachfolgerin von Gysi ist sie seit Herbst 2015 nicht nur als Ko-Vorsitzende der Fraktion, sondern auch als Medienstar. Sie ist berühmt dafür, berühmt zu sein. Seit sie am Ziel ist, braucht sie das linksradikale Milieu ihrer Partei nicht mehr; um die Politik, die ihre Parteifreunde als „Regierungslinke“ in Schwerin, Berlin, Potsdam und Thüringen trieben oder treiben möchten, hat sie sich nie gekümmert.

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Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sahra-wagenknecht-und-das-nationalbolschewistische-kalkuel-14367446.html

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Auf gute Nachbarschaft

Erstellt von DL-Redaktion am 2. August 2016

Mit der Hartz-IV-Reform wird der Datenschutz von Beziehern geschleift. Auch Dritte will man zur Auskunft verpflichten. Und wer nicht petzt, dem droht ein Bußgeld

Am Montag tritt die Ende Juni vom Bundestag verabschiedete Hartz-IV-Reform in Kraft. Ausgenommen sind vorläufig nur einige Verfahrensvorschriften. Bei den mehr als 50 Einzeländerungen des Gesetzes blieben die seit Jahren scharf kritisierten Sanktionen unberücksichtigt. Neue Kann-Bestimmungen und Repressionsmöglichkeiten erhöhen den Druck auf Leistungsbezieher. Übersichtlicher wird der Paragraphendschungel im Sozialrecht nicht.

Mit der Gesetzesnovelle hat die Bundesregierung vor allem die den Beziehern zugedachten Pflichten verschärft. So werden Tausende Geflüchtete als Neuzugänge im System erwartet, da auskömmliche Arbeitsplätze fehlen. Doch um ihr Existenzminimum zu erhalten, müssen sie angeordnete Integrationskurse belegen. Alle anderen sollen künftig zu Eingliederungsmaßnahmen verpflichtet werden, sobald sie Leistungen beantragt haben. Das heißt: Die Behörden sollen ihnen Jobs anbieten, bei Bedarf auch Ausbildungsstellen. Mangelt es an ihnen, dürfen den Menschen auch Ein-Euro-Jobs auferlegt werden. Bisher durften Hartz-IV-Bezieher maximal zwei Jahre in einem Fünfjahreszeitraum dazu verpflichtet werden, künftig sollen es bis zu drei Jahre sein.

Das Schreiben zu weniger Bewerbungen oder das Ablehnen eines »zumutbaren« Stellenangebots führt weiterhin zu Sanktionen. Beim ersten »Vergehen« innerhalb eines Jahres wird der Regelsatz für drei Monate um 30 Prozent gekürzt. Beim zweiten Mal gibt es 60 Prozent Abzug, beim dritten Verstoß fällt alles weg. Jugendlichen von 15 bis 24 Jahren droht sofort eine 100-Prozent-Sanktion, beim zweiten »Pflichtverstoß« wird auch die Miete nicht mehr erstattet. Hinzu kommt ein weiteres Repressionsinstrument: die Ausweitung der »Ersatzansprüche bei sozialwidrigem Verhalten«. Lehnt ein Klient etwa ein aus amtlicher Sicht »angemessenes« Jobangebot ab, darf der Sachbearbeiter ihm zusätzlich zur Sanktion vier Jahre lang bis zu 30 Prozent des nicht verdienten Lohns vom Regelsatz abziehen. Das gilt auch beim Vorwurf, eine Kündigung selbst verschuldet zu haben.

Jobcenter dürfen künftig die Existenzsicherung ganz versagen, wenn sie vermuten, dass Bezieher einen Anspruch auf vorrangige Leistungen haben – etwa Unterhaltsvorschuss oder Erwerbsminderungsrente –, bei der Beantragung dieser aber »nicht genügend mitwirken«. Verluste müssen erwerbstätige Aufstocker hinnehmen, wenn sie Lohnnachzahlungen erhalten. Diese werden nicht mehr auf die Monate angerechnet, für die sie gewährt wurden, sondern gelten als einmalige Einnahme. Freibeträge fallen dadurch weg. Einbußen drohen auch Aufstockern mit unregelmäßigen Einkünften. Für sie werden Leistungen zunächst vorläufig bewilligt. Hier müssen Jobcenter die Freibeträge über den Grundfreibetrag hinaus nicht mehr berücksichtigen. Diese müssten dann vom Bezieher nachträglich beantragt werden.

Der Datenschutz wird weiter ausgehebelt. Automatische Abgleiche mit anderen Behörden und Geldinstituten können nun monatlich statt bislang vierteljährlich erfolgen – sogar bei Familienmitgliedern, die selbst keine Leistung erhalten. Zudem wird in der Reform konkretisiert, dass vom Jobcenter bestellte medizinische oder psychologische Gutachter sämtliche Patientendaten ungefragt ans Amt übermitteln dürfen. Ebenso werden Bußgeldvorschriften für Dritte ausgeweitet. Heißt: Einem Vermieter oder Nachbarn, der dem Jobcenter auf Anfrage eine falsche oder keine Auskunft über den Bezieher gibt, droht eine Strafe von bis zu 5.000 Euro.

Das Anfechten von fehlerhaften Bescheiden wird erschwert. Schon jetzt gilt, anders als im übrigen Sozialrecht, dass Hartz-IV-Bezieher nur ein Jahr rückwirkend eine Überprüfung beantragen dürfen. Künftig müssen Behörden Fehler auch dann nicht beheben, wenn ein höchstrichterliches Urteil zur Sache später gefallen ist.

Diesen Verschärfungen stehen nur wenige Erleichterungen für Betroffene gegenüber. So dürfen Azubis mit geringer Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) nun aufstockendes Arbeitslosengeld II beantragen. »Schwer erreichbare« Jugendliche, etwa Dauersanktionierte oder Obdachlose, sollen mehr »Hilfe zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt« erhalten, zum Beispiel »therapeutische Behandlungen«. Wie das umgesetzt werden soll, bleibt allerdings unklar. Der als Neuerung verkaufte einjährige Bewilligungszeitraum für Leistung wurde bereits bisher häufig praktiziert. Das hatte Anfang dieses Jahres eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ergeben. Aus dieser Regelung fallen weiterhin Beschäftigte mit variablem Einkommen sowie zur Mietsenkung aufgeforderte Klienten heraus.

Quelle:

https://www.jungewelt.de/2016/07-30/021.php

 

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Tagesticker 01.08.2016

Erstellt von DL-Redaktion am 1. August 2016

1. Recep Tayyip Erdogan verlangt Amtshilfe

Winfried Kretschmann: „Genau das werden wir nicht machen“

Nach dem Putschversuch verlangt die Türkei von der Bundesrepublik Amtshilfe: Auch dort sollen Behörden gegen die Gülen-Bewegung vorgehen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist empört.

Der Brief aus dem türkischen Generalkonsulat, der dieser Tage bei der Staatskanzlei in Stuttgart einging, lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Nicht nur, dass Generalkonsul Ahmet Akinti „Unterstützung und Solidarität“ verlangt, damit die Männer hinter dem Putschversuch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan zur Verantwortung gezogen werden können.

Der Karrierediplomat aus Ankara macht auch klar, wie das gemeint ist. Wenn es nach der Türkei geht, sollen die Behörden auch hier in Deutschland gegen Einrichtungen vorgehen, die zur Hizmet-Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen gehören.

Erdogan macht Gülen, der weitab in den USA lebt, für den Putschversuch verantwortlich. Hierzulande sind mit der Hizmet-Bewegung nach Schätzungen etwa 150.000 Menschen verbunden. Bundesweit gehören zu ihr rund 30 Schulen und etwa 150 Nachhilfevereine.

Wörtlich heißt es in dem Schreiben des Generalkonsuls nun dazu: „Wir möchten Sie (…) höflich darum bitten, die entsprechenden Organisationen, Institutionen, Vereine und Bildungseinrichtungen und deren Tätigkeit einer neuen Überprüfung zu unterziehen und angesichts der dramatischen Vorgänge in der Türkei eine neue Bewertung vorzunehmen.“

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Quelle:

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8905738/winfried-kretschmann—genau-das-werden-wir-nicht-machen-.html

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2. Demonstranten wie im Rausch: „Erdogan ist ein Held“

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_78562428/rot-weisses-fahnenmeer-in-koeln-erdogan-ist-ein-held-.html

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3. Seehofer kritisiert Merkels Kurs

Nach den Bluttaten in Bayern greift der Ministerpräsident die Haltung der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise an: Die Problemlage für ein „Wir schaffen das“ sei zu groß.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik kritisiert. Merkels Äußerung „Wir schaffen das“ könne er sich „beim besten Willen nicht zu eigen machen“, sagte Seehofer am Samstag nach der Klausur des bayerischen Kabinetts in St. Quirin. Dafür seien die Problemlage „zu groß“ und die bisherigen Lösungsansätze „zu unbefriedigend“.

Er wolle keinen Streit mit der Schwesterpartei CDU und sage dies „nicht leichtfertig“, betonte der CSU-Chef. Er müsse aber auch die Realität sehen und seiner Verantwortung gerecht werden.

Merkel hatte ihre Flüchtlingspolitik am Donnerstag bekräftigt und gesagt: „Wir schaffen das und wir haben in den letzten elf Monaten sehr, sehr viel bereits geschafft.“ Zugleich kündigte sie angesichts der Verunsicherung nach den Gewalttaten in Deutschland an, „alles Menschenmögliche“ zur Verhinderung weiterer Anschläge zu unternehmen.

Quelle:

http://www.fr-online.de/politik/fluechtlingspolitik-seehofer-kritisiert-merkels-kurs,1472596,34561210.html

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4. Jan van Aken: „Zu lange im Bundestag kann träge machen“

Bei der nächsten Bundestagswahl 2017 tritt Linken-Politiker Jan van Aken nicht wieder an. Im Interview erklärt er die Gründe für seinen Rückzug.

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Quelle:

http://www.fr-online.de/politik/jan-van-aken–zu-lange-im-bundestag-kann-traege-machen-,1472596,34556600.html

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5. Er wird gewinnen – leider

Clinton kann nicht mehr überraschen, Trump dagegen ist ein Faszinosum. Deshalb wird er – so kein Wunder mehr geschieht – nächster US-Präsident.

Manchmal möchte ich nicht meiner Meinung sein. Wenn es um die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl geht, zum Beispiel. Ich bin überzeugt: Donald Trump wird diese Wahl gewinnen. Wenn kein Wunder geschieht, dann zieht er ins Weiße Haus ein.

So. Jetzt habe ich das hingeschrieben – zum ersten Mal. Das ist mir nicht leichtgefallen, ich habe nach allen möglichen Umschreibungen für diese bittere Aussage gesucht. Als ich meine Ansicht zum ersten Mal mündlich artikuliert habe – Anfang Mai, nach einer mehrwöchigen Reportagereise durch die USA –, da habe ich minutenlang versucht, mich um eine klare Aussage zu drücken. Als ließe sich der Schrecken dadurch bannen, dass man ihn nicht benennt.

Was ja aber bekanntlich nicht funktioniert. Nichts wird besser, wenn man sich eine Hand vor die Augen hält. Also, noch einmal: Ich denke, der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird Donald Trump heißen. Und zwar nicht, weil „die Amis“ alle doof sind, sondern weil einige Faktoren des politischen Geschäfts leider für ihn sprechen.

Quelle:

http://taz.de/Kolumne-Macht/!5322422/

 

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Rechte und Linke demonstrieren in Berlin

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Juli 2016

Unter dem Motto „Merkel muss weg“ haben sich Hunderte rechte Demonstranten in Berlin versammelt. Der Gegenprotest kann zahlenmäßig nicht ganz mithalten. Bislang bleibt es friedlich – dennoch gibt es erste Festnahmen.

Mehrere hundert Menschen haben am Samstagnachmittag in Berlin gegen eine Kundgebung rechter Gruppen im Regierungsviertel demonstriert.

Die Demonstration «Für eine solidarische Gesellschaft – Gegen rechte Hetze» zog nach Angaben eines Polizeisprechers mit bis zu 1.000 Teilnehmern von der Michaelbrücke in der östlichen Innenstadt bis zur Bunsenstraße. Dort erreichte sie am Nachmittag ihren Endpunkt und kam zugleich der angekündigten rechten Demonstration am nächsten.

Gegenproteste gab es auch auf der Spree, wo von Booten aus «Für ein tolerantes und offenes Europa» demonstriert wurde, wie die Polizei mitteilte.

Mehr als 1300 bei Rechtspopulisten-Demo

Unter dem Motto «Merkel muss weg» begann eine rechte Demonstration am Hauptbahnhof. Die Demonstranten wollten zum Hauptbahnhof laufen. Die Veranstaltung sollte bis Mitternacht gehen. Nach Polizeiangaben kamen am Nachmittag etwa 1350 Menschen zusammen. Sie demonstrierten mit fremdenfeindlichen Sprüchen auf Flaggen und T-Shirts gegen die Aufnahme von Flüchtlingen.

Quelle:

http://www.fr-online.de/politik/reaktion-auf-aufruf-von-rechtspopulisten-rechte-und-linke-demonstrieren-in-berlin,1472596,34561572.html

 

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US-Wahl: Welches Amerika?

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Juli 2016

Mit den Präsidentschaftskandidaten Trump und Clinton stehen die USA vor einer Richtungswahl, die einen zittern lässt. Obsiegen Hass und Angstmache oder setzt sich der Optimismus durch?

Wenn Amerikas Wählerinnen und Wähler am 8. November entscheiden, wer die Nachfolge von Präsident Barack Obama antreten darf, dann wird das eine Richtungswahl, wie sie das Land in den vergangenen Jahrzehnten nicht erlebt hat. Sicherlich war die Wahl im Jahr 2008 auch wichtig. Denn sie beendete das achtjährige, katastrophale Regnum des Republikaners George W. Bush und brachte den ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der USA ins Weiße Haus.

Doch gemessen an dem, was in diesem Jahr auf dem Spiel steht, war die Wahl 2008 gar nicht so entscheidend. Zumindest gilt das im Rückblick. Wäre damals statt des Demokraten Barack Obama der Republikaner John McCain Präsident geworden, hätte das die Welt mutmaßlich verkraftet, weil sich an der außenpolitischen Grundausrichtung des Landes nur wenig geändert hätte. Amerika wäre vielleicht ein weniger friedfertiger, aber zumindest ein verlässlicher Akteur geblieben. Dafür hätte McCain gesorgt, ein außenpolitischer Falke, aber ein Mann, der zu seinem Wort steht.

 

Quelle:

http://www.fr-online.de/leitartikel/us-wahl-welches-amerika-,29607566,34558224.html

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„Sahra, es reicht!“

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Juli 2016

„Sie macht sowieso was sie will“, sagen Genossen über Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht.

Die bleibt wohl im Amt. Aber wird sie 2017 auch Spitzenkandidatin?

Die Wut über Sahra Wagenknecht ist außerordentlich groß.

Aber dennoch wird es nach Einschätzung führender Genossen kein Tribunal gegen die Linken-Frontfrau geben, wenn die Bundestagsfraktion Anfang September zur ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammenkommt. Zu nah ist dann die Berliner Abgeordnetenhauswahl – ein öffentlich ausgefochtener Machtkampf würde, so die gängige Einschätzung, der AfD helfen.

Aber das heißt nicht, dass die Empörung über Wagenknechts jüngste Provokation bereits verebbt ist. Ihre Kritik nach dem Selbstmordanschlag in Ansbach an Angela Merkels Flüchtlingspolitik, dem „Wir schaffen das“, hat Funktionäre und Mitglieder aus allen Lagern der Linkspartei empört. Unter der Überschrift „Sahra, es reicht!“ werden Unterschriften gegen die Linksfraktionschefin gesammelt. „Wir sind es leid, dass unsere Grundüberzeugungen, unsere Beschlüsse, unsere Identität, unser Profil als antirassistische Partei einem kurzfristigen unwürdigen populistischen, vermeintlichen Erfolg geopfert werden“, heißt es in dem Aufruf. Unterschrieben haben Stadtvorsitzende, Kreisvorsitzende, Fraktionschefs, Abgeordnete aus Bundestag und Landtagen.

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Quelle:

http://www.tagesspiegel.de/politik/linkspartei-streitet-ueber-wagenknecht-sahra-es-reicht/13934366.html

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Wie die Linke sich in NRW selbst torpediert

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Juli 2016

Es sah doch schon so gut aus. In den letzten Meinungsumfragen lagen die Linken in NRW stabil bei über fünf Prozent. Die Rückkehr in den Landtag schien so gut wie sicher zu sein.

Euphorisch spielten die Strippenzieher bereits mögliche Szenarien einer rot-rot-grünen Landesregierung durch. „Wir nehmen das Ministerium für Arbeit und Soziales“, frohlockte ein Mitglied des Landesvorstands – und nannte sogleich die Namen möglicher Minister-Kandidaten.

Jetzt droht der Traum zu zerplatzen. Die Linken bringen sich möglicherweise selbst um die theoretische Machtoption.

Schuld ist ausgerechnet Sahra Wagenknecht (47).

Das Zugpferd der Linken in NRW hatte den Terror-Anschlag von Ansbach in einen Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (62, „Wir schaffen das“) gestellt.

Vorwurf: Wagenknecht biedert sich bei den AfD-Wählern an

Eine brisante Aussage, die die Partei zu jetzt spalten droht. Bundestagsabgeordnete der Linken werfen Wagenknecht vor, sich bei AfD-Wählern anzubiedern.

„Das war kein Ausrutscher“, empört sich auch ein Kommunalpolitiker der Linken aus Köln. „Hinter solchen Äußerungen steckt die Strategie, Protestwähler am rechten Rand abzufischen.“

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Quelle: http://www.express.de/news/politik-und-wirtschaft/nrw-kolumne-wie-die-linke-sich-in-nrw-selbst-torpediert-24478730

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Linke-Parteichefin distanziert sich von Wagenknecht

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juli 2016

Die Linken-Parteichefin Katja Kipping hat sich über die Äußerungen ihrer Fraktionschefin Sahra Wagenknecht zur Ausländerpolitik geärgert. Sie erinnerte daran, dass unter den Opfern der jüngsten Gewalttaten auch Menschen mit Migrationshintergrund waren.

Die Vorsitzende der Partei „Die Linke“, Katja Kipping, hat sich von den umstrittenen Äußerungen der Fraktionschefin Sahra Wagenknecht zur Ausländerpolitik distanziert. Sie habe sich über deren schriftliche Pressemitteilung sehr geärgert, sagte Kipping im Deutschlandradio Kultur. Sie halte diese für falsch und innerhalb der Partei seien strömungsübergreifend viele Mitglieder über die Äußerungen von Wagenknecht geschockt und empört gewesen. Wagenknecht hatte gesagt, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen mit erheblichen Problemen verbunden sei und viel schwieriger als Bundeskanzlerin Angela Merkel es mit ihrem Satz „Wir schaffen das“ habe einreden wollen.

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Quelle: http://www.deutschlandradiokultur.de/katja-kipping-linke-parteichefin-distanziert-sich-von.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=361393

 

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Tagesticker 29.07.2016

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juli 2016

Solidarität mit Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht wird von einigen Linken angefeindet, weil sie die richtigen Worte zu Merkels Flüchtlingspolitik findet. Das eigentliche Ziel dieser „Linken“ ist aber der linke Flügel der Linken, der nicht bedingungslos R2G hinterherlaufen möchte. Dem steht wohl Sahra Wagenknecht im Weg und soll deswegen durch diese Angriffe beschädigt werden. Auch ihr Rücktritt als Fraktionsvorsitzende wurde schon verlangt.

Wer mit diesem Vorgehen dieser Linken  gegen Sahra Wagenknecht nicht einverstanden ist, unterschreibe bitte die Petition. Vielen Dank!

Quelle:

https://www.change.org/p/solidarit%C3%A4t-mit-sahra-wagenknecht

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Journalist geht Merkel an: „Was muss passieren, damit Sie einem Neustart nicht im Wege stehen?“

Quelle:

http://www.focus.de/politik/videos/journalist-geht-bundeskanzlerin-hart-an-frage-an-merkel-was-muss-passieren-damit-sie-einem-neustart-nicht-im-wege-stehen_id_5771262.html

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Für wie dumm hält Frau Merkel ihr Volk?

Die Worte der Kanzlerin sind linkisch, hilflos und fahrlässig – der Sprachkritiker Fritz J. Raddatz über die, nun ja, Redekunst der deutschen Regierungschefin Angela Merkel.

Einen Pudding kann man nicht an die Wand nageln; das weiß der Volksmund.

Merkel-Mund indes ruft um Hilfe und geht unter im Bermudadreieck ihres schlaff gewordenen Schwimmgürtel-Vokabulars. Zwar weiß Angela Merkel, dass sie „das Kanzlersein erfassen“ konnte, doch unsereins kann durchaus nicht erfassen, was sie mit „Erwartungsmanagement“ meint. Sollen Erwartungen erfüllt – oder etwa „gemanagt“, also manipuliert werden?

Nicht jeder Politiker kann über das sprachliche Vermögen eines Carlo Schmid verfügen – lang, lang ist’s her, und längst vergessen ist er. Aber ist es denn zu viel verlangt, wenn man erwartet, die Kanzlerin möge sich so ausdrücken, dass man sie erstens versteht und man sich zweitens nicht schämen muss? „Ich bin platt“, sagte sie kürzlich angesichts des wahrhaftigen Traumergebnisses von 97,94 Prozent bei ihrer Wiederwahl zur Parteichefin. Wie platt und wie kaltschnäuzig, ohne jegliche innere Regung.

Die „Jenachdemerin“, wie die „Zeit“ sie nennt, oder die „Zauder-Künstlerin“, wie in der „Faz“ formuliert, hat evident große Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. „Nachhaltigkeit“ und „zielführend“ sind ihre Lieblingsvokabeln; doch nachhaltig ist inzwischen jede Strumpfhose, und zielführend sind (angeblich) Hybridautos.

Auch „alternativlos“ mag sie gern. Doch was ist das? Gibt es nicht zu allem im Leben eine Alternative? Zur Ehe, zum kirchlichen Eid, zum Fasten, zu Amazon und ja, pardon, auch zu dieser Bundesregierung?

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Quelle:

http://www.stern.de/politik/deutschland/rhetorikanalyse-fuer-wie-dumm-haelt-frau-merkel-ihr-volk–3917014.html

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Anti-GEZ Kampagne erfolgreich: Schon über 4 Millionen Haushalte verweigern bereits die Zahlung!

ber vier Millionen deutsche Haushalte verweigern bislang ganz oder teilweise die Zahlung der staatlichen Zwangsgebühr (17,50 Euro im Monat) für die beiden Berliner Staatssender ARD und ZDF! Das geht aus dem Jahresbericht[1] des Beitragsservice hervor. Danach gab es im vergangenen Jahr 20,21 Millionen Mahnmaßnahmen und 890.212 Vollstreckungsersuche gegen säumige Gebührenzahler. Die Ausfallquote der Forderungen stieg um 90 Prozent auf 3,41 Prozent. Beitragsservice-Geschäftsführer Stefan Wolf: „Der Zahlungseingang bleibt bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Gründe werden derzeit analysiert.“
Trotz der Ausfälle nahmen ARD und ZDF so viel Gebühren ein wie noch nie: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Einnahmen auf 8,32 Milliarden Euro – ein Plus von 643 Millionen Euro.

ARD und ZDF fordern mehr Geld

ARD und ZDF haben ihre Finanzplanung für das Jahr 2017 bis 2020 veröffentlicht. Die beiden öffentlich rechtlichen Sendeanstalten sehen einen steigenden Finanzbedarf und fordern daher mehr Geld – allein die ARD plant mit Ausgaben von 1,16 Milliarden Euro. Erst Anfang 2015 wurde der Beitrag von 17,98 Euro auf 17,50 Euro pro Monat gesenkt. Müssen Sie nun eine Erhöhung des monatlichen Rundfunkbeitrags fürchten?

Vorerst sollen die zusätzlichen Gelder hauptsächlich aus dem Milliarden-Überschuss des Rundfunkbeitrags stammen, der bislang noch auf Sperrkonten untergebracht ist. Diese Zusatzeinnahmen stammen aus der Umstellung von der alten Rundfunkgebühr auf die erhöhte Gebühr im Jahr 2013. Das ZDF plant allerdings wesentlich moderater als die ARD und will mit den zustehenden 383 Millionen Euro aus den Rücklagen auskommen. Die ARD verlangt dagegen 99 Millionen Euro mehr pro Jahr, als ihr nach dem Verteilungsplan aus den Rücklagen eigentlich zusteht. Die vorgesehenen 396 Millionen Euro reichen angeblich nicht aus. Begründet wird der Mehrbedarf vom ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor gegenüber der Nachrichtenagentur DPA mit dem Statement: „Gute Programme kosten Geld.“ Steigende Gehälter und wachsende Kosten für das Programm tragen ebenfalls zum gesteigerten Geldbedarf bei.

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Quelle:

http://derwaechter.net/2366-2

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Bartsch geht nach Äußerungen zu Ansbach auf Distanz zu Wagenknecht

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch geht in der Debatte um den Terror-Anschlag von Ansbach auf Distanz zu seiner Co-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht.

„Ich begrüße die Richtigstellung von Sahra Wagenknecht heute, habe ihr meine Kritik an ihrer Presseerklärung vom Tag zuvor persönlich und deutlich übermittelt“, sagte Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wagenknecht hatte nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag von Ansberg erklärt, „dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges `Wir schaffen das? uns im letzten Herbst einreden wollte“. Bartsch geht jedoch nicht so weit wie der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken, der erklärt hatte: „Wer Merkel von rechts kritisiert, kann nicht Vorsitzender einer Linksfraktion sein.“ Diese Forderung teile er nicht, so Bartsch.

Quelle:

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http://www.all-in.de/nachrichten/deutschland_welt/politik/Bartsch-geht-nach-Aeusserungen-zu-Ansbach-auf-Distanz-zu-Wagenknecht;art15808,2327964

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Der Mann mit den Fragen

VON GEORG LÖWISCH am 7. Januar 2014

Er belästigte Kohl, triezte Schröder, er nervt Merkel. Regierungen wechseln, aber der Journalist Dieter Wonka bleibt: Er ist Berlins erstaunlichster Zeitungskorrespondent

Für eine seiner ersten Fragen bekam Dieter Wonka eine gescheuert, dass er gegen die Tür flog. Er war zehn oder elf und erkundigte sich im Religionsunterricht, warum der Herrgott allmächtig sei. Der Lehrer schlug zu, sein Schüler trug eine Platzwunde am Kopf davon.

Den Drang zu fragen behielt er. Vielleicht baut sich ein großes Verlangen nach Antworten erst richtig auf, wenn es unterdrückt wird. Bei Wonkas zu Hause waren Nachfragen ebenfalls unerwünscht. Die Familie lebte in Neugablonz, einem Stadtteil von Kaufbeuren im Allgäu. Auf dem ehemaligen Gelände einer Sprengstofffabrik hatten sich nach dem Krieg vertriebene Sudetendeutsche angesiedelt, darunter die Wonkas. Der Vater fuhr die Waren einer Drogerie aus, die Mutter war Hausfrau. Die Welt von Neugablonz war eng. Wonka sagt heute: „ein braunes Dorf“. Dieter, das mittlere von drei Kindern, büffelte sich von der Realschule auf die Fachoberschule. Nachmittags zeichnete er gerne Baupläne für Fantasieflugzeuge. Er wollte weg.

Heute ist Wonka 59 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern. Er berichtet als Korrespondent der Leipziger Volkszeitung aus Berlin. Würde man die Fragen zählen, die ein Journalist in der Hauptstadt Politikern stellt, überträfe niemand diesen Mann. Er ist Kohl lästig gefallen, hat Schröder getriezt, er geht Merkel auf den Geist. Schäuble wurde schwach und wieder stark, Fischer dünn und wieder dick, Wonka fragte.

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http://www.cicero.de/berliner-republik/portraet-dieter-wonka-der-mann-mit-den-fragen/56681

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Russland & „Staatsdoping“: Der inszenierte Skandal

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juli 2016

Ein Blick auf den jüngst veröffentlichten WADA-Dopingbericht zeigt auf, dass der aufgebauschte „Doping-Skandal“ gegen Russland nur ein politisches Manöver ist. Da müsste man schon andere Länder vorher von Wettbewerben ausschließen.

Die World Anti-Doping Agency (WADA) veröffentlichte erst vor drei Monaten ihren jüngsten Bericht zum Doping im Sport. Das Ergebnis: 18 Länder haben prozentual mehr Dopingfälle vorzuweisen als Russland. Doch lediglich gegen die Russen wird derzeit ein medial inszenierter „Krieg“ geführt, um das in vielen Sportarten höchst erfolgreiche Land aus den sportlichen Wettbewerben – unter anderem auch Olympia in Rio – auszuschließen.

Während bei den russischen Sportlern von 12.556 Doping-Tests 114 (0,91 Prozent) positiv ausfielen, hatte beispielsweise der Iran bei 211 Tests gleich 20 (9,48 Prozent) positive Ergebnisse. Die belgischen Sportler stehen nicht besser da: Vor allem die flämischen Sportler hatten bei 2.400 Tests gleich 91 (3,79 Prozent) positive Ergebnisse – bei den Wallonen waren von 1.120 Tests immerhin noch 18 (1,61 Prozent) auffällig. Auf Rang drei liegt Mexico mit 67 von 1.947 (3,44 Prozent) positiven Tests.

Aber auch Malaysia (3,21 Prozent), Südafrika (2,97 Prozent), die Türkei (2,72 Prozent), Saudi-Arabien (2,53 Prozent), Indien (2,28 Prozent), Südkorea (1,69 Prozent) und Schweden (1,62 Prozent) liegen deutlich über den russischen Werten. Länder wie die Schweinz (0,72 Prozent), die USA (0,71 Prozent) oder Österreich (0,50 Prozent) liegen auch nicht deutlich besser als Russland. Gute Werte hingegen zeigen China (0,36 Prozent), Japan (0,33 Prozent) und Deutschland (0,17 Prozent).

Vergleicht man diese Zahlen, dann wird einem auf den ersten Blick klar, dass die ganze „Doping-Affäre“ bei den russischen Sportlern völlig an den Haaren herbeigezogen ist und man auf diesem Wege versucht, die russischen Sportler zu diskreditieren. Die grafische Aufarbeitung unten spricht Bände:

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Quelle:

https://www.contra-magazin.com/2016/07/russland-staatsdoping-der-inszenierte-skandal/

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Saarbrücker Tafel braucht dringend Helfer

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juli 2016

Der neu gewählte Vorstand der Saarbrücker Tafel stellt sich vor (von links): Horst Kalvas, Alexandra Moser, Vera Loos, Hedwig Magdounieh, Linda Hemmerling, Lore Bender, Manfred Rammel, Uwe Bußmann und Elmar Schwarz. Foto: Uwe Bußmann Foto: Uwe Bußmann

Der Mitglieder des Vereins Saarbrücker Tafel haben einen neuen Vorstand gewählt.

Erster Vorsitzender ist weiterhin Uwe Bußmann. Zur zweiten Vorsitzenden wurde Lore Bender gewählt. Schatzmeisterin ist Linda Hemmerling; Beisitzer sind Horst Kalvas, Alexandra Moser, Vera Loos, Hedwig Magdounieh, Manfred Rammel und Elmar Schwarz.

Der neue Vorstand des Vereins nutzt den Anlass, um nochmals darauf hinzuweisen, dass die Tafel Saarbrücken dringend ehrenamtliche Helfer und Helferinnen braucht. Gesucht werden Fahrer und Beifahrer, gerne auch Fahrerinnen und Beifahrerinnen, die einmal pro Woche in den Morgenstunden die gespendeten Waren bei den Händlern abholen und zur Verteilungsstelle in Burbach bringen. Außerdem werden Helfer und Helferinnen gebraucht, die einmal wöchentlich von 10 bis 17 Uhr die Lebensmittel sortieren, aufbereiten und an die Abholer der Saarbrücker Tafel austeilen.

Wer sich für ein Ehrenamt bei der Saarbrücker Tafel interessiert, der meldet sich bitte zwischen 9 und 12 Uhr unter der Telefonnummer (06 81) 938 95 50 oder per E-Mail an info@saarbruecker-tafel.de

Quelle:

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/Saarbruecken-Haendler-Lebensmittel-Vereine-Saarzeitung;art446398,6207485

 

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Jobcenter will Heirat verbieten?

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juli 2016

 

Jobcenter drangsaliert junges Paar, weil es heiraten will
Die Allmachtsphantasien der Jobcenter scheint unbändig zu sein. Manche Behörden beachten dabei weder Recht noch Gesetz. Diese bittere Erfahrung musste nun auch ein junges Paar aus Ennigerloh (Kreis Warendorf) machen. Laut ihrer Angaben möchte die örtliche Behörde eine Hochzeit mit Drohung des Leistungsentzugs verhindern. Wir haben bei Herrn H.* und Frau S.* nachgefragt, was konkret passiert ist.

Frage: Mit welcher Begründung will das Jobcenter Ihnen verbieten, zu heiraten?
Ein konkretes Heirats-Verbot hat das Jobcenter nicht ausgesprochen. Aber es wurde von den Leistungssachbearbeitern über eine Hochzeitsgenehmigung gesprochen, die erteilt werden könne. Dazu wären allerdings benötigte Unterlagen wie z.B. Verdienstnachweis der zukünftigen Ehepartnerin und Nachweise über Mietkosten und Nebenkostenabrechnung im Falle des Zusammenziehens in eine gemeinsame Wohnung vorzulegen. Das kann ich auch alles noch nachvollziehen. Des Weiteren hieß es aber auch es müssen sämtliche Vermögensnachweise in Form von Kontoauszügen der zukünftigen Ehepartnerin, sowie Nachweise über eventuelle Bausparverträge und dergleichen vorgelegt werden. Wobei ich hier anmerken darf, dass meine zukünftige Ehefrau nicht als Leistungsbezieherin vom Jobcenter abhängig ist und daher bestenfalls die Verdienstbescheinigung eine relevante Rolle für „meine“ Neuberechnung der Leistungsbezüge gelten sollte. Denn die Kontoauszüge meiner zukünftigen Ehefrau sollten für das Jobcenter nicht relevant sein, da es auch in Zukunft getrennte Konten geben wird.

Frage: Was wird Ihnen angedroht, wenn Sie es doch tun sollten?
Auch hier hat das Jobcenter keine konkrete Aussage getroffen. Es wurden aber alle aktuellen Leistungszahlungen eingefroren mit der Aussage: „Damit es nicht zu einer Überzahlung kommt und weil zu prüfen sei in wie weit ich noch einen Leistungsanspruch habe.“ Da dem Jobcenter allerdings der genaue Hochzeitstermin mitgeteilt wurde hätte man seitens des Jobcenters die Zahlungen meines Erachtens nicht einfrieren dürfen. Denn meine laufenden Ausgaben werden ja auch nicht eingefroren und bestehen somit weiterhin. Und in der jetzigen Situation kann ich, dank des Jobcenters, eventuellen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Des Weiteren war der zuständige Leistungssachbearbeiter telefonisch seit fast einem Monat, nachdem ich das Jobcenter von meiner Hochzeitsabsicht am 03. Februar 2015 telefonisch in Kenntnis gesetzt habe, nicht erreichbar. Mir wurde seitens des Jobcenters am 03.Februar 2015 telefonisch (Meine zuständige Sachbearbeiterin Frau S. war zu dem Zeitpunkt schon nicht zu erreichen und Herr M. war in Vertretung am Telefon) nur mitgeteilt, dass ich meinen zuständigen Leistungssachbearbeiter anrufen sollte um einen Termin für ein persönliches Erscheinen ausmachen sollte. Den ich ja fast einen Monat lang nicht erreichen konnte um einen zeitnahen Termin auszumachen an dem ich die relevanten Unterlagen hätte vorlegen können. Insgesamt habe ich 8 mal auf anraten von Herrn M., jeweils Dienstags und Donnerstags, telefonisch versucht Frau S. zu erreichen.

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http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-jobcenter-will-heirat-verbieten-90016459.php

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Linken-Abgeordneter fordert Rücktritt von Wagenknecht

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juli 2016

Die Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht, hat mit Äußerungen zum Anschlag von Ansbach für erheblichen Wirbel in der eigenen Partei gesorgt. Sogar Rücktrittsforderungen wurden laut. Denen erteilte die Linken-Spitze inzwischen aber eine Absage.

Sie habe sich „inzwischen korrigiert und ihre Position klargestellt“, sagte Parteichef Bernd Riexinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Die Sache ist damit vom Tisch und es gibt keine Grundlage für Rücktrittsforderungen.“ Auch der Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, lehnte die Rücktrittsforderung ab und verwies darauf, dass Wagenknecht ihre Äußerungen richtiggestellt habe.

„Merkels leichtfertiges ‚Wir schaffen das'“

Wagenknecht hatte am Montag – nach dem Selbstmordanschlag von Ansbach – erklärt, „dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges ‚Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte“.

Nach massiver Kritik aus den eigenen Reihen räumte sie einen Tag später auf ihrer Facebookseite ein, dass ihre Stellungnahme „offenbar zu Missverständnissen geführt“ habe. Sie habe weder die Aufnahme von Flüchtlingen kritisieren noch alle in Deutschland lebenden Flüchtlinge unter Generalverdacht stellen wollen. Sie habe vielmehr Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisieren wollen, die für ihr „Wir schaffen das“ nicht die notwendigen sozialen und politischen Voraussetzungen geschaffen habe.

„Gegenteil der Parteiposition“

Der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken hatte Wagenknecht zuvor den Rücktritt nahegelegt.

Da sie in zentralen Fragen „wissentlich das Gegenteil der Parteiposition“ vertrete, sollte sie zurücktreten, sagte er dem Sender n-tv.

„Wagenknecht stellt Flüchtlinge unter Generalverdacht. Das finde ich gerade in der jetzigen Zeit ganz gefährlich.“ Es sei immer Position der Partei gewesen, „dass Menschen das Recht haben, vor Krieg, Gewalt und Not zu fliehen“.

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Quelle:

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_78519288/sahra-wagenknecht-die-linke-erteilt-ruecktrittsforderungen-absage.html

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Tagesticker 26.07.2016

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Juli 2016

Linke fordert schärferes Vorgehen gegen Erdogan

Mehr als 13 000 Festnahmen, 45 000 Staatsbeamte wurden suspendiert, die Grundrechte stark eingeschränkt – die Türkei ist nach dem gescheiterten Putsch ein schwieriger Partner geworden. Das muss Folgen haben, fordert die Linke in Deutschland.

Berlin – Die Linke fordert scharfe Sanktionen gegen die Türkei wegen des rigorosen Vorgehens gegen mutmaßliche Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der Außenpolitiker Jan van Aken rief die Nato auf, sich von ihrem Mitglied Türkei zu trennen: „Die Nato muss nun klar Kante zeigen. Das Bündnis darf keine gemeinsame Sache mit Diktaturen machen“, sagte er der „Huffington Post“. Die Türkei sei auf dem Weg, sich in eine solche Diktatur zu verwandeln. „Die Nato muss die Türkei nun auffordern, ihren Austritt aus der Nato anzubieten.“

Quelle:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nach-putschversuch-in-der-tuerkei-linke-fordert-schaerferes-vorgehen-gegen-erdogan.05fe3e80-6fe7-4f03-a34f-349922dab0cd.html

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Bodo Ramelow: „Wir sind keine Pazifisten“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hält eine rot-rot-grüne Koalition im Bund für möglich. Dafür müsse seine Partei radikale Positionen räumen, fordert der Linke im SPIEGEL-Gespräch mit Christiane Hoffmann und Wolf Wiedmann-Schmidt.

„Ich würde meiner Partei dringend empfehlen, sich genau zu überlegen, was die Punkte sind, die uns wirklich trennen“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow mit Blick auf Sozialdemokraten und Grüne im SPIEGEL-Gespräch. Die Linke solle die Frage einer Nato-Mitgliedschaft Deutschlands „nicht zum K.-o.-Kriterium überhöhen“, so Ramelow. Es gebe zwischen SPD, Grünen und Linke „mehr Verbindendes als Trennendes“.

Die Kritik der Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht an den „Antidemokraten“ in Brüssel bezeichnete Ramelow als „nicht hilfreich“. Thüringen und die neuen Länder profitierten extrem von Brüssel.

Quelle:

http://www.spiegel.de/spiegel/bodo-ramelow-wir-sind-keine-pazifisten-a-1104383.html

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Linker MdB Alexander Neu kritisiert MP Ramelow wegen Befürwortung der Kriegs-Nato scharf

Ramelow überzieht gewaltig, meint Aleyander Neu . Die Linke soll seiner Meinung nach grundlegende Überzeugungen zu Gunsten der SPD und der Grünen entsorgen.

Die Friedensfrage und der Antiimperialismus sind jedoch essentielle Bestandteile unserer Partei.

Die Friedensfrage und die soziale Frage sind vielfältig miteinander verbunden. Wer die Friedensfrage entsorgen will, will Die Linke bewusst oder unbewusst als systemkritische Partei entsorgen. Wofür? Für ein paar Ministersessel und für ein gemütliche Status-Quo-Politik, statt grundsätzliche Politikgestaltung zu befürworten.

Dass will jedoch die überwältigende Mehrheit der Partei nicht. Dass hat auch Ramelow zu akzeptieren.

Im Spiegel- Gespräch mit Ramelow wird deutlich,. dass Macht und Postenschacher dem linken Ramelow offensichtlich wichtiger sind als Prinzipienfestigkeit, Friedenspolitik und die Programmatik der Linkspartei.

Ramelow betont trotz seines Papstbesuches und seiner angeblichen christlichen Grundhaltung, dass Linke keine Pazifisten seien.
Sie sind aber  vor allem auch keine Befürworter globalkapitalistischer Eroberungskriege von imperialistischen Hauptmächten, die CDU und SPD geführte Regierungen immer wieder abgesegnet haben.

Und sie unterstützen auch nicht die Kriegspolitik gegen Rußland, die Bundesregierungen  trotz zeitweiser Entspannungspolitik nicht nur im Kalten Krieg immer wieder mitgetragen haben.

Quelle:

http://internetz-zeitung.eu/index.php/3801-linker-mdb-neu-kritisiert-mp-ramelow-wegen-bef%C3%BCrwortung-der-kriegs-nato-scharf

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Die Linke fragt nach der Kooperation der Bundesregierung mit ausgewählten Medien

Um die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung und die Kooperation der Bundesregierung mit bestimmten Medien geht es in einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (18/9147). Gefragt wird unter anderem, auf welcher Grundlage Veranstaltungen der Tageszeitung Handelsblatt mit Spitzenvertretern der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Arbeit und Soziales stattfinden. Gefragt wird auch, ob es eine vertragliche Vereinbarung der Regierung mit der Verlagsgruppe Handelsblatt gibt. Außerdem soll die Bundesregierung angeben, ob finanzielle Mittel an die Verlagsgruppe Handelsblatt geflossen sind und ob die Regierung es für üblich hält, „so enge Kooperationen bei der Erstellung politischer Inhalte mit privaten Unternehmen und Verlagen einzugehen“. In der Vorbemerkung der Kleinen Anfrage heißt es: „Eine sehr enge Kooperation von Regierung und Medien kann Zweifel an der Unabhängigkeit der jeweiligen Akteure wecken und wirft etliche Fragen nach der gemeinsamen Interessenverfolgung auf.“

Quelle:

http://www.jenapolis.de/2016/07/25/die-linke-fragt-nach-der-kooperation-der-bundesregierung-mit-ausgewaehlten-medien/

 

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Die Rot-Rot-Grün-Verhinderer

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Juli 2016

Oskar Lafontaine beschimpft die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton als Terroristin, Sahra Wagenknecht attackiert die Nato.

SPD und Grüne sind empört.

Schwinden damit die Chancen für Rot-Rot-Grün im Bund?

Rot-Rot-Grün könnte im Herbst 2017 eine Alternative zur Großen Koalition sein. Zumindest sehen einige Vertreter von SPD, Linken und Grünen durchaus Chancen für eine solche Machtoption. Doch abfällige Äußerungen von Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht über die Nato und die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton könnten die Hoffnungen auf ein Linksbündnis jäh zunichtemachen. „Lafontaine und Wagenknecht sind die größten Hindernisse für Rot-Rot-Grün“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, dem Handelsblatt.

Ähnlich äußerte sich der ehemalige Bundestagsfraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin. „Man kann nicht sonntags von Rot-Grün-Rot schwärmen und alltags den historischen Irrtum der Sozialfaschismusthese als saarländische Farce wiederaufführen“, sagte Trittin dem Handelsblatt.

Der saarländische Linksfraktionschef Oskar Lafontaine hatte zuvor auf seiner Facebook-Seite Hillary Clinton als „die vermutlich nächste Terroristin im Weißen Haus“ beschimpft. Er begründete dies damit, dass nach deutschem Recht diejenige eine Terroristin sei, die rechtswidrig Gewalt anwendet, um politische Ziele durchzusetzen. „Das trifft auf Hillary Clinton, die auch „Killary“ genannt wird, in vollem Umfang zu“, so Lafontaine.

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Quelle

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lafontaine-und-wagenknecht-die-rot-rot-gruen-verhinderer/13850160.html

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Pressemitteilung der Fraktionsvorsitzenden der Linken

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Juli 2016

25.07.2016 – Sahra Wagenknecht

Menschen müssen sich wieder sicher fühlen können

„Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Auch wenn die konkrete Aufklärung der Hintergründe des Anschlags von Ansbach noch abgewartet werden muss, kann man doch schon so viel sagen: Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges ‚Wir schaffen das‘ uns im letzten Herbst einreden wollte“, erklärt Sahra Wagenknecht nach dem jüngsten Anschlag in Ansbach. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Der Staat muss jetzt alles dafür tun, dass sich die Menschen in unserem Land wieder sicher fühlen können. Das setzt voraus, dass wir wissen, wer sich im Land befindet und nach Möglichkeit auch, wo es Gefahrenpotentiale gibt. Ich denke, Frau Merkel und die Bundesregierung sind jetzt in besonderer Weise in der Verantwortung, das Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit des Staates und seiner Sicherheitsbehörden zu erhalten.“

Quelle:

http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/menschen-muessen-sich-wieder-sicher-fuehlen-koennen/

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Tagesticker 23.07.2016

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Juli 2016

Sparkassen müssen im Sinne des Gemeinwohls handeln – viele Kommunen sind klamm – trotz Millionengewinnen schütten Sparkassen kaum Gewinne aus!

Dabei sind sie in kommunaler Hand und die Kommunen stehen für die Schulden der Sparkassen ein. Viele Kommunen sind klamm und den Menschen vor Ort drohen gravierende Folgen. Schon jetzt macht sich der Investitionsstau bemerkbar. Schulen müssen geschlossen werden, da diese aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden können. Die Gebühren steigen. Um die Finanzierungslücke zu decken, nehmen die Kommunen mehr an Krediten auf, als sie an Schulden tilgen. Wären Kommunen Unternehmen, würden viele von ihnen nicht mehr existieren. Dann hätte der Insolvenzverwalter die Mitarbeiter nach Hause geschickt, das Licht ausgemacht und die Tore verriegelt. Und die Gläubiger hätten ihr Geld abgeschrieben.

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Quelle: https://netzfrauen.org/2016/07/14/sparkassen-muessen-im-sinne-des-gemeinwohls-handeln-viele-kommunen-sind-klamm-obwohl-millionengewinne-schuetten-sie-kaum-gewinne-aus/

 

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Erdogans Lobbytruppe in Deutschland

Nach dem Putschversuch in der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Anhänger aufgefordert, auf die Straße zu gehen. Auch in Deutschland folgten sie dem Aufruf. Die Spaltung der türkischen Bevölkerung spiegelt sich hierzulande wider. Es gibt inzwischen eine Partei, die die Belange der Türken vertreten soll. Gründer ist ein glühender Anhänger Erdogans.

Samstagnachmittag in Gelsenkirchen. Anhänger des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan greifen die Räume einer Jugendfreizeiteinrichtung an und werfen Fensterscheiben ein. Die Wut richtet sich gegen den von Erdogan erklärten Feind: Fethullah Gülen.

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Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/tuerkei-erdogans-lobbytruppe-in-deutschland.862.de.html?dram%3Aarticle_id=360829

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Wir erleben den Zusammenprall der Zivilisationen. Jetzt

Terror in Nizza, Militärputsch in der Türkei: Europa ist umgeben von einem Krisenbogen, es scheint alles auf dem Spiel zu stehen. Waren wir gewarnt? Ja. Wir wollten den Boten nur nicht hören.

Buchstäblich über Nacht wird aus dem Sehnsuchtsort Nizza die Chiffre des Schreckens. Die massenmörderische Botschaft lautet: Niemand soll mehr sicher sein vor dem Terror, der keine Armeen ins Feld schickt, sondern, indem er überall und nirgendwo lauert, Angst in die Herzen gießt.

Dass Deutschland bisher von einem Massaker dieser Größenordnung verschont geblieben ist, bietet keinerlei Gewähr für die Zukunft. Niemand weiß das besser als die Wächter in Bundespolizei und Bundeskriminalamt. Immer gilt der höhnische Zuruf der Terrorbeflissenen an die Ordnungskräfte: „Ihr müsst immer Erfolg haben, wir nur einmal.“

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Quelle:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article157098645/Wir-erleben-den-Zusammenprall-der-Zivilisationen-Jetzt.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook

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Türkischer Oppositionspolitiker Demirtas: Europa lässt uns mit einem Möchtegern-Sultan allein

  • Der Chef der prokurdischen HDP hat sich in einem Artikel an die europäische Öffentlichkeit gewandt
  • Darin kritisierte er das Weggucken der europäischen Politik
  • Erdogan führe Krieg gegen die Kurden und untergrabe die Demokratie

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan regiert sein Land zunehmend autoritär. Europäische Politiker kritisieren Ankara immer wieder scharf, halten jedoch an der Zusammenarbeit mit der Türkei fest.

Selahattin Demirtas, Chef der prokurdischen Oppositionspartei HDP, hat sich nun in einem wütenden Artikel in der „Le Monde diplomatique“ an die europäische Öffentlichkeit gewandt: Darin fordert er die europäischen Politiker auf, sich Erdogan endlich entschiedener entgegenzustellen.

Als HDP-Chef ist Demirtas Zielscheibe der Erdogan-Wut

Die HDP, die bei den Parlamentswahlen im vergangenen Juni 13 Prozent der Stimmen gewann, leidet am stärksten an der von Erdogan durchgesetzten Aufhebung der Abgeordneten-Immunität.

Viele Politiker der Demokratischen Partei der Völker werden von der türkischen Regierung als Terroristen angesehen, 50 ihrer 59 Parlamentsabgeordneten droht nun eine Verurteilung und der Entzug ihres Mandats.

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Quelle:

http://www.huffingtonpost.de/2016/07/07/demirtas-erdogan-kritik_n_10858468.html

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Rechte Reaktionen auf München

Vorschnelle Antworten

Zur Tat in München war noch kaum etwas klar, da lief im Netz bereits die rechte Mobilisierung an. Auch ein CDU-Mann beteiligte sich.

Noch nichts war klar in München, da twitterte André Poggenburg am Freitagabend schon seine Bewertung in die Welt. „Einheitspartei Merkel: danke für den Terror in Deutschland und Europa“, schrieb der AfD-Chef von Sachsen-Anhalt. Der sächsisches AfD-Landesverbandes sekundierte: „Der Terror ist wieder zurück! Wann macht Frau Merkel endlich die Grenze dicht!“

Über den Täter und seine Motivation war bis dahin noch nichts bekannt. Für die AfD aber war er bereits verortet: ein Flüchtling offenbar. Mehr noch: Als Schuldige an dem Angriff machen die Rechtspopulisten die Kanzlerin und ihre Flüchtlingspolitik aus. Und auch der AfD-Bundespressesprecher Christian Lüth verknüpfte einen Tweet über die Münchner Gewalttat mit dem Hinweis: „AfD wählen!“. Nach etlichen erbosten Reaktionen löschte er die Nachricht wieder.

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Quelle: https://taz.de/Rechte-Reaktionen-auf-Muenchen/!5327548/

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Erdoğan führt die Türkei in die Diktatur

Der Souverän in einer Demokratie ist das Volk. Doch in der Türkei ist der Souverän Recep Tayyip Erdoğan – und die Welt Zeuge einer bedrohlichen Wahrheit.

Rechtsstaat und Demokratie sind Partner. Es ist also nicht so, dass Mehrheits- und Volksentscheidungen alles und jedes rechtfertigen. Demokratie ist mehr als Statistik, mehr als eine Abstimmungsprozedur; sie ist eine Wertegemeinschaft. Die Macht der Mehrheit wird daher von der Macht des Rechts gebremst und kontrolliert. Wenn das nicht mehr funktioniert, wird die Demokratie suspekt – wie in der Türkei. Die Welt ist daher Zeuge einer befremdlich-bedrohlichen Wahrheit: Ein Staat, den man rechtsstaatlich nennen durfte, verwandelt sich in ein autoritäres System.

Der Souverän in einer Demokratie ist das Volk. Der Souverän in der Türkei ist Recep Tayyip Erdoğan. Er lenkt die Medien, er steuert und kujoniert die Justiz, er hat sich von den Bindungen befreit, die ein Rechtsstaat auch dem höchsten Repräsentanten eines Staates auferlegt. Erdoğan beruft sich zu diesem Zwecke auf das Volk, das seine Partei zuletzt mit 49,4 Prozent gewählt hat. Diesen Wahlakt versteht er als Ermächtigung zur Selbstermächtigung: Er ist der Staat; und er handelt so, wie er es für richtig hält und geht mit denen, die seine Feinde sind oder die er dafür hält, so um, wie es ihm beliebt. Das Wort dafür ist Ausnahmezustand.

In der Türkei genügt der Wille des Souveräns

Der nun ausgerufene Ausnahmezustand gibt dem schon bestehenden Zustand den zutreffenden Namen. Der gescheiterte Militärputsch war und ist jetzt Anlass, auf eine Tarnung von Willkür weitgehendst zu verzichten. Die Tarnung besteht jetzt nur noch darin, die Verfassungsverachtung mit einem Begriff aus der Verfassung zu bemänteln: Ausnahmezustand. Selbst wenn es so wäre, dass alle über Nacht entlassenen und verhafteten Richter, Staatsanwälte, Professoren, Lehrer und Beamte am Putsch beteiligt gewesen wären oder mit ihm sympathisiert hätten: Für die Reaktion darauf gibt es in einem Rechtsstaat Verfahren. In der Türkei genügt der Wille des Souveräns.

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Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-putschversuch-erdoan-fuehrt-die-tuerkei-in-die-diktatur-1.3088681

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„War der Putsch inszeniert“… ?

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Juli 2016

übernommen von:

Alles Schall und Rauch

Es ist nicht zu fassen, der Beweis, der Putsch wurde von Erdogan inszeniert, lag mir schon am Samstagfrüh vor, nur ich hab das jetzt erst realisiert. Dazu kommt noch, Erdogan hat den Beweis selber geliefert. Aber alles der Reihe nach, den der Beweis ergibt sich aus dem Zeitablauf und wann Erdogan nach Istanbul aufgebrochen ist.

Wer meinen Live-Bericht gelesen hat, der hat gesehen, ich beobachtete den Luftraum über der Türkei mit Flightradar24 und habe entsprechende Bilder gezeigt. Der Grund war, ich überprüfte die Meldung, der Flugverkehr über dem Flughafen Atatürk in Istanbul wäre eingestellt worden. Tatsächlich war es so, keine Maschine war auf Flightradar24 zu sehen.

Neben der laufenden Berichterstattung über den Ablauf des Putsch, beobachtete ich mit einem Auge weiter, was sich in der Luft über der Türkei abspielte. Plötzlich fiel mir eine Maschine auf, die vom Flughafen Dalaman um 1:40 Uhr gestartet war (Lokalzeit). Es handelte sich um eine Gulfstream 4 der türkischen Regierung mit der Flugnummer TK8456.

Moment mal, dachte ich, mitten während des Putsch startet eine Maschine von Dalaman? Das ist doch der Flughafen in der Nähe von Marmaris, wo laut Meldungen, Erdogan sich aufhalten soll. Ich beobachtete die Maschine weiter und sah, sie flog nach Norden in Richtung Istanbul.

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Quelle: http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2016/07/der-beweis-der-putsch-war-inszeniert.html?m=1

 

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Linken-Politiker Korte visiert sein Ziel an

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Juli 2016

Wer sind die Männer und Frauen, die in Zukunft in Berlin Politik machen? Die Korrespondenten von NDR Info im ARD-Hauptstadtstudio porträtieren sechs Politiker aus sechs Parteien, die gute Chancen haben, 2017 in den Bundestag einzuziehen.

Auf dem Schreibtisch im Bundestagsbüro von Jan Korte steht eine große  Büste von Karl Marx: „Charly“, wie ihn der Fraktions-Vize der Linken nennt. Hinter dem Schreibtisch hängt ein Schwarz-Weiß-Foto von Lothar Bisky, dem verstorbenen Ex-Parteichef. „Ja, den habe ich sehr gemocht, er fehlt auch sehr“, sagt der gebürtige Niedersachse Korte über den Mann, der ihn neben Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch besonders gefördert hat.

2004 holte Bisky den Politik-Studenten aus Hannover in den Bundesvorstand der damaligen PDS. „In Hannover auf dem Kröpcke mit einem PDS-Schirm zu stehen, das hat schon gestählt für die weitere politische Arbeit“, sagt Korte über seine Anfangsjahre und lächelt verschmitzt.

Ein Jahr später vermittelten Bisky, Bartsch und Ramelow dem damals 28-jährigen Korte einen Bundestagswahlkreis in Sachsen-Anhalt. Der Wessi machte Karriere im Osten. Er sei in der Linkspartei klar als „Reformer“ verortet.

„Der Landesverband Niedersachsen ist da etwas anders gepolt. Um es ganz deutlich zu sagen: Ich wäre da nicht aufgestellt worden.“

Differenzen werden intern geklärt

„Reformer“: In der Linkspartei heißt das, Mitregieren wollen, mehr Ramelow und Bartsch, weniger Wagenknecht. „Ja, man muss regieren wollen. Ja, natürlich will ich das!“, gibt Korte ohne Umschweife zu. Der Fraktions-Vize Korte und Co-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht könnten unterschiedlicher nicht sein, nicht nur persönlich. Die Zusammenarbeit in der Fraktionsspitze laufe bisher überraschend angenehm, berichtet Korte. „Natürlich gibt’s Differenzen, aber was für Linke mal neu ist: Die werden nicht in den Medien breitgetreten, sondern das klären wir intern.“

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Quelle

http://www.ndr.de/nachrichten/Linken-Politiker-Korte-visiert-sein-Ziel-an,aufsteiger102.html

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Bundestagsabgeordnete Petra Hinz

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Juli 2016

Essener SPD-Frau gibt gefälschten Lebenslauf zu

Die langjährige SPDBundestagsabgeordnete Petra Hinz hat wesentliche Teile ihres Lebenslaufes erfunden. Ihr Anwalt bestätigte entsprechende Medienberichte – die Politikerin aus Nordrhein-Westfalen habe aber keine Erklärung, warum sie das getan hatte.

So hat die Abgeordnete aus Essen entgegen früheren Angaben zum Beispiel auf der Internetseite des Bundestages keine allgemeine Hochschulreife erworben, kein Studium der Rechtswissenschaften absolviert und auch keine juristischen Staatsexamina abgelegt, erklärte der Anwalt. Zuvor hatten die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ die Angaben der Parlamentarierin angezweifelt und die Affäre damit ins Rollen gebracht.

„In der Rückschau vermag Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gründe sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe über ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen für weitere unzutreffende Behauptungen über ihre juristische Ausbildung und Tätigkeit“, heißt es in der Erklärung des Anwalts, die inzwischen auch auf der Internetseite der SPD-Politikerin selbst zu finden ist.

Quelle

http://www.t-online.de/nachrichten/id_78457736/spd-abgeordnete-petra-hinz-gibt-falsche-angaben-im-lebenslauf-zu.html

 

Im Auftrag unserer Mandantin Frau Petra Hinz, MdB, teilen wir Folgendes mit:

Frau Hinz hat im Jahr 1983 am heutigen Erich-Brost-Berufskolleg der Stadt Essen die Fachhochschulreife erworben. Sie hat jedoch keine allgemeine Hochschulreife erworben. Sie hat darüber hinaus kein Studium der Rechtswissenschaften absolviert und auch keine Juristischen Staatsexamina abgelegt.

In der Rückschau vermag Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gründe sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe über ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen für weitere unzutreffende Behauptungen über ihre juristische Ausbildung und Tätigkeit. Mitte der 1990er Jahre unternahm sie den Versuch, auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen und so zumindest einen Teil ihrer bio-grafischen Falschangaben zu heilen. Aufgrund ihrer zeitlichen Beanspruchung als Mitglied im Rat der Stadt Essen und ihre ehrenamtlichen politischen Engagements musste sie diesen Versuch jedoch bereits nach etwa einem Jahr wieder aufgeben.

Es ist klarzustellen, dass Frau Hinz zu keinem Zeitpunkt rechtsberatend tätig war. Ihre Angestelltentätigkeit in den Jahren 1999 bis 2003 war nicht juristischer Natur.

Das politische Engagement von Frau Hinz war und ist von Aufrichtigkeit und Integrität geprägt. Sie ist daher sehr bestürzt, nicht die Courage aufgebracht zu haben, für ihr Fehlverhalten geradezustehen. Sie bittet ihre Wegbegleiter, ihre Mitarbeiter, ihre Freunde und Familie, all die Menschen, die ihr vertraut haben, und auch die allgemeine Öffentlichkeit von ganzem Herzen um Entschuldigung.

19.07.2016

http://www.petra-hinz.de/html/-1/welcome/index.html

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Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern – 17 Landes-Listen zugelassen

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Juli 2016

17 Landeslisten zugelassen

Nr.5/2016 | 14.07.2016  | LWL MV  |Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern

Der Landeswahlausschuss unter Vorsitz der Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes hat in seiner heutigen öffentlichen Sitzung endgültig die Landeslisten aller Parteien, die Wahlvorschläge eingereicht hatten, zugelassen.

Auf den 17 Landeslisten bewerben sich insgesamt 304 Kandidaten um einen Sitz im Landesparlament.

Die nachstehende Übersicht enthält die zugelassenen Landeslisten der Parteien in der nach dem Landes- und Kommunalwahlgesetz für den Stimmzettel vorgeschriebenen Reihenfolge.

Über die Zulassung der Kreiswahlvorschläge zur Landtagswahl ist von den Kreiswahlausschüssen bereits entschieden worden. Über etwaige Beschwerden gegen die Entscheidungen der Kreiswahlausschüsse entscheidet der Landeswahlausschuss in öffentlicher Sitzung am 28.7.2016 ab 10 Uhr. Erst danach stehen endgültig alle Kandidaten, die in Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl antreten, fest.

Quelle:

http://www.mv-laiv.de/Wahlen/Pressemitteilungen/?id=117471&processor=processor.sa.pressemitteilung

 

 

 

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Tagesticker 17.07.2016

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Juli 2016

Die rot-rot-grüne Bratwurst-Runde bespricht Optionen im Bund

Bisher regieren Linke, SPD und Grüne nur in Thüringen gemeinsam. Doch vor der Bundestagswahl im nächsten Jahr wird die Variante verstärkt auch in Berlin debattiert.

Im Erdgeschoss des Hauses in der Berliner Mohrenstraße 64, in dem sich die Thüringer Landesvertretung befindet, gibt es unter der Woche Rostbrätl und Bratwürste aus Bad Langensalza. Das Restaurant, das selbstverständlich „Der Thüringer“ heißt, betreibt ebenso selbstverständlich einen Holzkohlegrill.

In den oberen Etagen tagt ab und an das hiesige Kabinett oder nächtigen die Landesminister, die in der Hauptstadt zu tun haben. Vor den monatlichen Bundesratssitzungen treffen sich zudem die Linke-Regierenden aus Thüringen und Brandenburg mit den Spitzen aus der Bundespartei und Bundestagsfraktion, um die Agenda zu bereden.

Gabriel: „Bündnis aller progressiven Kräfte“

Aber auch unten im Restaurant finden politische Gespräche statt. Allerdings besitzen sie einen ziemlich inoffiziellen Charakter. Bundes- und Landespolitiker von Linken, SPD und Grünen sondieren hier eher unregelmäßig eine mögliche Koalition ihrer drei Parteien im Bund.

Auch der einzig real existierende Linke-Ministerpräsident nahm einmal teil – zufällig, wie Bodo Ramelow sagt. Er habe Angela Marquardt vor dem Eingang rauchen sehen, die mal zur PDS-Führung gehörte, bevor sie zur Sozialdemokratin wurde.

Quelle:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Die-rot-rot-gruene-Bratwurst-Runde-bespricht-Optionen-im-Bund-1932130279

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Ramelow will wieder Beamtenstellen in Thüringen

Die notwendigen Entscheidungen würden vorbereitet, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Donnerstag auf Anfrage. „Es geht nicht isoliert um Lehrer, es geht um den öffentlichen Dienst. Und da will ich zukünftig auf die Möglichkeit der Verbeamtung nicht verzichten.“ Im zweiten Halbjahr solle darüber das Kabinett entscheiden.

In einem Interview mit den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen (Mittwoch) sagte Ramelow, Thüringen bekomme nur noch gute Lehrer, Polizisten und Verwaltungsfachleute, „wenn wir ihnen eine Perspektive anbieten“. Zugleich unterstützte er einen Vorschlag von Finanzministerin Heike Taubert (SPD), jede neue Beamtenstelle mit der Pflicht zur Verringerung der Landesschulden zu koppeln.

Quelle:

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Ramelow-will-wieder-Beamtenstellen-in-Thueringen-1296501051

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Hetze und Drohungen gegen Abgeordnete nehmen immer mehr zu

Sie erhalten hasserfüllte Briefe, Mails oder Kommentare bei Facebook – Politiker sehen sich immer öfter Hetze ausgesetzt. Nicht nur die Zahl der Bedrohungen nimmt zu, auch die Beschimpfungen werden wüster. Im Fokus des Hasses stehen vor allem Abgeordnete der Linken und der AfD.

Beschimpft, beleidigt, bedroht: Etwa 15 bis 20 Hass-E-Mails erhält die Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König pro Woche. Manchmal erreichen König auch hässliche Briefe. König engagiert sich stark im Kampf gegen Rechts – und wird wohl auch deshalb so intensiv mit Hass überzogen, vor allem im Internet.

Ähnliche Erfahrungen macht der AfD-Parlamentarier Stephan Brandner, obwohl ihn politisch nichts mit König verbindet. Er und sein Abgeordnetenbüro sind regelmäßig das Ziel von Angriffen. Erst vor wenigen Tagen flogen nach seinen Angaben wieder Steine in die Scheiben. „Gewalt gegen AfD-Abgeordnete und ihre Büros gehören mittlerweile wohl schon zur Normalität in Thüringen“, sagt Brandner.

Quelle:

http://www.focus.de/politik/deutschland/vor-allem-linke-und-afd-betroffen-hetze-und-drohungen-gegen-abgeordnete-nehmen-immer-mehr-zu_id_5736707.html

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Kretschmann offen für Schwarz-Grün im Bund

Winfried Kretschmann warnt eindringlich vor einer rot-rot-grünen Koalition nach der nächsten Bundestagswahl.

Die Grünen sind gut ein Jahr vor der Bundestagswahl noch uneins über ihre strategische Ausrichtung. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnte eindringlich davor, auf eine rot-rot-grüne Koalition nach der Wahl zu setzen.

Offen zeigt er sich dagegen für ein Bündnis seiner Partei mit der CDU, wie in der eigenen Landesregierung. Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin riet davon hingegen ab und favorisiert ein Bündnis mit SPD und Linken.

Durch die Koalitionen mit der Union auf Länderebene stelle man fest, „dass für eine Partei der linken Mitte wie die Grünen die Schnittstellen mit den Sozialdemokraten und auch mit weiten Teilen der Linken einfach höher sind als mit der CDU und vor allem der CSU“, sagte Trittin dem „Spiegel“. „Das ist so.“ Es gebe zwar „bei manchen Grünen die Haltung, der Sigmar Gabriel sei ein Proll, den mögen wir nicht“, während Merkel als ruhig, sachlich und sympathisch gesehen werde. Jetzt lerne man aber plötzlich, dass es mit der Union doch nicht so einfach sei.

Kretschmann sieht für Rot-Rot-Grün auf Bundesebene vor allem die Linke als Hindernis. „Die Linke lebt in der Welt einer Nationalökonomie, und außenpolitisch ist sie im Niemandsland – eher eine Protestbewegung“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). „Wie soll man mit der Linkspartei ein exportorientiertes Industrieland regieren? In dem Zustand, in dem diese Partei jetzt ist, würde schon die Sondierung scheitern.“

Quelle:

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8838888/kretschmann-offen-fuer-schwarz-gruen-im-bund.html

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Gutachter-Affäre Die prall gefüllte Nebenkasse wird ein Fall für das Parlament

Magdeburg –

Die Gutachter-Affäre in Sachsen-Anhalt spitzt sich zu und wird ein Fall für den Landtag.

Beraterverträge am Parlament vorbei vergeben?

Im Fokus steht ein Schlüsseldokument in dem Fall, in dem es um millionenschwere Beraterverträge, Gutachten und Studien geht. Die Vergabe einiger Verträge, die durch Landesministerien abgesegnet wurden, stuft der Landesrechnungshof als unsauber ein: Eine ganze Reihe soll zwischen 2010 und 2013 ohne parlamentarische Kontrolle und Alternativangebote vergeben worden sein. So steht es in einem vorläufigen Bericht des Rechnungshofs, der als Verschlusssache behandelt wird. In den Fokus der Prüfer ist insbesondere der Geschäftsbesorgungsvertrag geraten – ein Vehikel zur Umgehung des Parlaments, wie die Linke sagt.

Quelle:

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/landespolitik-sachsen-anhalt/gutachter-affaere–die-prall-gefuellte-nebenkasse-wird-ein-fall-fuer-das-parlament-24403826

 

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Wahlbetrug in Deutschland

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Juli 2016

Schlagzeilen über Wahlbetrug kennen die Deutschen bislang nur aus Ländern wie Usbekistan.

Nie sind die Wähler, auf die Idee gekommen, dass Wahlbetrug insbesondere in Deutschland, an der gepflegten Tagesordnung ist.

Zwei Politikwissenschaftler, Christian Breunig und Achim Goerres, haben die Ergebnisse der Bundestagswahlen zwischen 1990 und 2005 nachgerechnet. Und siehe da: Bei Bundestagswahlen gibt es massive Unregelmässigkeiten, die auf systematische Manipulation aber auch auf Schlamperei hindeuten. Aus Sicht der Demokratie ist dies äusserst bedenklich.

Goerres und Breunig haben sich die Zahlen von Union und SPD sowie der Linken angesehen und mit den Einzelresultaten aus allen 80.000 Wahlbezirken ihren Computer gefüttert. Den Autoren zufolge handelt es sich um die erste Arbeit, die Ergebnisse deutscher Bundestagswahlen unter statistischen Gesichtspunkten auf mögliche Manipulationen überprüft. Bei rund 1500 Tests auf Wahlkreisebene stiessen sie auf signifikante Abweichungen. Bei 190 Tests auf Landesebene fanden sie 51 Abweichungen. Das sind über 13%! Das Landesergebnis bei Bundestagswahlen gibt somit nicht den Wählerwillen wieder, denn es kann nicht sein, dass sich die Wahlhelfer einfach nur zufällig “verzählt” haben.

Quelle:

http://news-front.info/2015/07/07/wahlbetrug-in-deutschland/

 

 

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Mitgliederschwund

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Juli 2016

Die etablierten Parteien schrumpfen

Die CDU hat die SPD überholt – bei der Zahl der Parteimitglieder. Beide Parteien verzeichneten im vergangenen Jahr einen Rückgang. Bei den Sozialdemokraten fiel er stärker aus.

Unter den etablierten Parteien in Deutschland hat die SPD im vergangenen Jahr den stärksten Mitgliederschwund verzeichnet. Bei den Sozialdemokraten ging die Zahl der Mitglieder 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 442.814 zurück. Das ergab eine neue Parteienstudie des Politikwissenschaftlers Oskar Niedermayer, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) zitieren. Auch alle anderen etablierten Parteien verzeichneten einen Rückgang.

Als einzige Partei schrumpfte die SPD nach den Angaben flächendeckend in allen Bundesländern. Damit verliere sie auch ihre Position als stärkste Partei wieder an die CDU, die mit einem Minus von 2,9 Prozent jetzt auf 444.400 Mitglieder komme. Die CSU registrierte demnach ein Minus von 1,5 Prozent (144.360), die FDP verlor 3,2 Prozent (53.197).

Die Grünen verbuchten im zweiten Jahr in Folge einen Verlust, dieses Mal von 1,5 Prozent auf 59.418 und die Linke von 2,6 Prozent auf 58.989. Erstmals liegen die Grünen damit vor der Linkspartei. Die Studie des Berliner Parteienforschers zieht auch eine langfristige Bilanz: Danach haben die Parteien seit 1990 zusammen die Hälfte ihrer Basis verloren – ihr Mitgliederbestand schrumpfte von 2,4 Millionen im Jahr 1990 auf heute 1,2 Millionen.

Quelle

http://www.tagesspiegel.de/politik/mitgliederschwund-die-etablierten-parteien-schrumpfen/13862816.html

 

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