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„Blumen für Pelkum“

Erstellt von DL-Redaktion am Donnerstag 29. März 2012

„Blumen für Pelkum“

lädt am Sonntag, den 1. April 2012 um 16:00 Uhr
zum Gedenken am Mahnmal, Friedhof Pelkum ein
(Treffpunkt: Parkplatz Bönener Straße)

Jahrestag der „Schlacht bei Pelkum“

– Gedenken gegen das Vergessen

Die „Schlacht bei Pelkum“ ein Kampf für Freiheit und soziale Gerechtigkeit

Im März 1920 marschierten reaktionäre Freikorps – Vorläufer der Faschisten – in Berlin ein und putschten gegen die Reichsregierung (Kapp-Putsch). Ihr Ziel war die Errichtung eines rechtsautoritären Regimes.

Daraufhin formierte sich im Ruhrgebiet aus den revolutionären Teilen der Arbeiterschaft die „Rote Ruhrarmee“. Sie wollten die Reaktion zurückdrängen und die unerfüllten sozialen und gewerkschaftlichen Forderungen der Novemberrevolution 1918 durchsetzen. Mit dem größten Generalstreik der deutschen Geschichte zwang die Arbeiterklasse die Putschisten zum Rückzug und rettete so die Reichsregierung.

Die Forderungen der Arbeiter blieben unerfüllt. Statt dessen wurde die Reichswehr zur „Befriedung des Ruhrgebiets“ auf den Weg geschickt. Am 1. April 1920 kam es in Pelkum zum Kampf mit der Roten Ruhrarme. An die 100 Arbeiter ließen ihr Leben im Kampf für Freiheit und soziale Gerechtigkeit. Ca. 85 von ihnen wurden in einem Massengrab auf dem Friedhof von Pelkum beigesetzt.

Die „Schlacht bei Pelkum“ – Gedenken gegen das Vergessen

· Auch heute ist der Kampf gegen alten und neuen Faschismus notwendig! Das Versagen bzw. Wegsehen der Staatsorgane (bis hin zur klammheimlichen Unterstützung) im Hinblick auf die Mordserie der rechten Terrorgruppe ‚NSU‘ macht dies erschreckend deutlich.“

· Auch heute ist soziale Ungerechtigkeit der Nährboden für rechte Rattenfänger. Der Kampf für soziale und gewerkschaftliche Forderungen und gegen reaktionäre Ideologien sind zwei Seiten einer Medaille.

AK „Blumen für Pelkum“ – Terry ter Horst,

Hamm, mobil: 015114802034

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Grafikquelle    :   OTFW, BerlinSelbst fotografiert

Ein Kommentar zu “„Blumen für Pelkum“”

  1. emschergenosse sagt:

    Man sollte die Angehörigen der Roten Ruhrarmee nicht zu sehr „verherrlichen“, denn ihre Bestrebungen waren eindeutig so radikal wie die Verursacher des Kapp-Putsches – diese in ihrem Rechtsextremismus und die Roten in ihrem Ansinnen, der russischen Oktoberrevolution zu folgen – dem Weg in den Stalinismus!
    Der Kampf der Roten gegen den Rechtsextremismus konnte die Errichtung einer „Diktatur des Proletariates“ nicht rechtfertigen.

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