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Bienensterben

Erstellt von Gast-Autor am Freitag 11. Januar 2013

 Bienen brauchen Lebensraum

Westliche Honigbiene (Apis mellifera)

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Bienensterben
09.01.2013 – Abonnent/innen: 746.124
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Bienen brauchen Lebensraum!
Immer mehr Bienenvölker sterben – geschwächt von Pestiziden und Monokulturen in der Landwirtschaft. Deshalb will die EU jetzt ökologisch vielfältige Äcker fördern. Doch Agrarministerin Aigner blockiert die Pläne. Unterzeichnen Sie unseren Appell an Ilse Aigner!
Jetzt in den kalten Wintermonaten sterben allerorts Bienenvölker. Sie sind geschwächt durch den hohen Einsatz von Pestiziden und immer mehr Monokulturen in der Landwirtschaft – und dadurch Parasiten wie der Varroamilbe schutzlos ausgeliefert. Sterben die Bienen, verlieren wir emsige Helferinnen, die viele Obst- und Gemüsesorten bestäuben.

Die EU-Kommission will nun Abhilfe schaffen: Subventionen sollen nur noch an Landwirt/innen fließen, die mindestens sieben Prozent ihrer Äcker ohne Pestizide und ökologisch vielfältig bewirtschaften. Überall in der Landschaft soll wieder Raum für artenreiche Wiesen und Äcker, Hecken und Obstbäume entstehen. Doch Agrarministerin Aigner macht Klientelpolitik für die Agrarlobby und will die Pläne völlig verwässern. Im Februar wird sie in Brüssel mitentscheiden.

Jetzt müssen wir Bürger/innen gegenhalten: Am 26. Januar wollen wir Aigner zusammen mit Imker-Initiativen unseren Appell auf der Agrarmesse „Grüne Woche“ in Berlin übergeben – mit mindestens 75.000 Unterschriften!

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell an Agrarministerin Aigner!

Bisher schüttet die EU Subventionen an Landwirt/innen mit der Gießkanne aus: Je mehr Fläche, desto mehr Geld – völlig unabhängig davon, wie das Land bewirtschaftet wird. Das will die Kommission jetzt ändern: Mit ihrem Vorschlag zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) will sie nur noch Landwirt/innen unterstützen, die ökologische Standards einhalten.

Gelingt die Reform, wäre dies ein erster Schritt zu einer nachhaltig-bäuerlichen Landwirtschaft. Entsprechend scharf schießt die Agrarlobby dagegen und brandmarkt ökologische Vorrangflächen als Flächenstilllegung. Dabei wird dort ökologisch viel gewonnen: Heu von artenreichem Grünland, Früchte von Streuobstwiesen, Brennholz aus Gehölzstreifen und Honig von vielfältigen Blüten. Für Bienen und viele andere Tierarten würden wichtige Lebensräume geschaffen.

Bisher will Ministerin Aigner in Brüssel die Reformvorschläge mit vielen Ausnahmeregeln verwässern. Doch sie steht zunehmend alleine da. Im Dezember stellten sich auch die Agrarminister der CDU/CSU-geführten Bundesländer geschlossen hinter die EU-Pläne. Jetzt müssen wir Bürger/innen Aigner klar machen: Mit jährlich 60 Milliarden Euro an Steuergeldern wollen wir keine ausgeräumten und tot gespritzten Agrarsteppen finanzieren. Wir brauchen Bäuerinnen und Bauern, die für eine vielfältige Landschaft und gesunde Lebensmittel sorgen.

Am Samstag, den 19. Januar gehen wir dafür mit einem breiten Bündnis von Organisationen und Initiativen in Berlin auf die Straße. Demonstrieren Sie mit – und setzen Sie schon jetzt ein Zeichen für eine andere Agrarpolitik!

Unterzeichnen Sie unseren Appell!

Lesen Sie mehr im 5-Minuten-Info…

Was sonst noch bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Herzliche Grüße

Astrid Goltz und Christoph Bautz

Atommüll exportieren – Altmaier macht Rückzieher

Deutschland ebnet den Weg für den Export von Atommüll? „Unsinn“, nannte dies am Freitag noch Umweltminister Altmaier. Doch gestern musste er doch zugegeben, dass eine geplante Änderung des Atomgesetzes den Export von Atommüll ins Ausland ermöglichen würde – und ruderte zurück.

Lesen Sie mehr im Blog…

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Grafikquelle    :  Westliche Honigbiene (Apis mellifera)

4 Kommentare zu “Bienensterben”

  1. RosaLux sagt:

    Das Bienensterben gefährdet nicht nur die gesamte – menschliche – Landwirtschaft, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt. In China müssen Obstbauern bereits die Blüten von Hand bestäuben – mangels Bienen. Die Ursachen sind nicht bekannt. Aber vieles deutet auf menschengemachte Umweltgifte, Desorientierung durch Mikrowellen, Monokulturen, die die Bienen zur Nichtblütezeit verhungern lassen u.a.m. – Das Bienensterben ist – leider – nur eine Facette der in vielen Bereichen bereits unwiederbringlichen Zerstörung des Planeten Erde und seiner Biosphäre.

  2. UP. sagt:

    @rosalux
    Freue mich über deine Rückmeldung. Es unterstreicht deine (manigfaltige) Interessiertheit – nicht nur das LINKEn, im Besonderen, das Saarlinken-Debakel! Öfter schon habe ich etwas über das Bienensterben aufgelegt; aber kaum einer „schert“ sich drum. Es ist kein hohles Wort: Stirbt die Biene – stirbt der Mensch. (Es sind übrigens die Umweltgifte und diese Varroamilbe, die die Bienen weltweit dezimieren: Das Problem existiert in den USA bereits schon länger.)
    Dann hätte sich spätestens das Linken-Theater erledigt. Aber diese DIE LINKE wird eher ‚fertig‘ sein.
    In diesem Sinne unterschreibt bitte den Brief an die Dame Aigner!!!

  3. Helmut Ludwig sagt:

    Ich habe diesen Brief auch unterschrieben musste ich doch dieses Jahr das erste mal meine
    Balkontomaten selber bestäuben .Da ich das Ausbleiben der normalerweise sehr zahlreichen
    Bienen zu spät bemerkte wurde es nix mit den Riesentomaten .
    Im Vorigen Jahr eine mit 500 Gramm .Die Obstbäume waren genau so
    betroffen , nur einige Kirschen und Pflaumen .
    Ich befürchte dass es dieses Jahr nicht besser wird.
    Es muß was Geschehen zumal der Zukauf von Obst immer teurer wird.

  4. Ichbins sagt:

    der Mensch schadet nach und nach der Umwelt und somit sich selbst, er rottet aus, vergiftet, dezimiert, verunreinigt, verpestet immer mehr seinen eigenen Lebensraum und eliminiert andre Arten und Spezies.. des Fortschritts willen, dem Kommerz gehuldigt, hochtechnisiert und modern sorgt er dafür, dass er zurück geht in die Steinzeit und irgendwann ist das Gleichgewicht so gestört, das dies keine Technik und Geld der Welt mehr kitten kann… Die Evolution kann nicht mehr Schritt halten. Fluch der Moderne die einen ins tiefste Mittelalter katapultieren kann, aber da waren Flora und Fauna noch in Ordnung… Bienen sind ein wichtiger Bestandteil des Seins und der Umwelt… Sie sind nützlich und wenn auch sie einmal weg sind ist da nichts was sie zu ersetzen vermag… das filigrane Gleichgewicht nachhaltig ge-und zerstört. Der Mensch ist bei aller Intelligenz (???) nicht die Krone der Schöpfung, aber ihr Zerstörer.

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