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Bayern TÜV gegen Linke !

Erstellt von DL-Redaktion am Dienstag 9. Juli 2013

Gesinnungs  –  TÜV gegen Linke

Wir wussten ja irgendwie schon immer dass das Bundesland Bayern sehr Konservativ, viele sagen rückständig ist. Was an und für sich auch leicht zu erklären ist. Neugierde ist in diesen Land aufgrund der vielen Berge ein bisschen schwieriger als woanders. Es muss ja erst einmal ein Berge erklommen oder umrundet werden um nachzusehen was denn wohl dahinter verborgen ist.

So wurde erst jetzt bekannt dass vom dortigen Kulturministerium ein „Fragebogen zur Verfassungstreue“ an Aspiranten versandt werden, welche die Einladung zum halten eines Referat an einer öffentlichen Schule erhielten. So erging es auch dem Autor der TAZ, Andreas Zumach welcher an seinen Honorarvertrag einen vierseitigen „Beipackzettel“ mit der nötigen Erklärung in Kleinschrift vorfand.

Unter den dort aufgelisteten „extremistischen Organisationen“ ist neben der NPD und der Scientology auch die Partei die Linke aufgeführt. Was heißt das ein Mitglied dieser Partei welcher in Berlin oder Brandenburg MinisterIn werden kann, in Bayer noch nicht einmal einen Honorarvertrag erhält. Vielleicht wird auch dem schwarzhaarigen Linken Schneewittchen aus dem Morgenland mit ihren sieben Zwergen, demnächst die Einreise über den Weißwurstäquator verweigert werden?

Aber mag es eventuell auch an den schlechten Ruf liegen welche sich die Partei in den letzten Jahren so mühsam erarbeitet hat? Hat die CSU Angst vor den Linken Stalinisten welche das Land erschüttern, die Berge schleifen und die Bürger in den Gulag schicken wollen? So werden die dortigen Machthaber sicher nicht das aus ihrem Land verbreitete Dossier „Analyse der Gegenkräfte“ vergessen haben. Bis auf den heutigen Tag hat die Partei nichts unternommen um die genaue Herkunft aufzuklären. Könnten sie sich tatsächlich schämen und möchten an dieses Machwerk nicht erinnert werden?

Aber so ist das halt im Leben. Wer selber nicht aktiv wird, verbreitetes Unrecht richtig zu stellen, darf sich nicht wundern immer wieder daran erinnert zu werden. Auch das gehört zu den besonderen Spielarten in der Politik, wenn die eigene Sicht zu Ehrlichkeit versperrt ist. Peinlich ist solch ein Vorfall aber immer. Bleibt doch der Dreck an Beiden hängen.

Gesinnungs  –  TÜV gegen Linke

Waren Sie mal in der Linkspartei? Ein taz-Autor will an einer Schule einen Vortrag halten. Und macht seltsame Erfahrungen mit dem Wissensdurst bayerischer Behörden

Andreas Zumach soll am 10. Juli in einer Schule im bayerischen Lindau einen Vortrag halten. Thema: der Nahe Osten und die Revolten in den arabischen Ländern. Der Journalist, seit Jahren Korrespondent dieser Zeitung in Genf, sagte zu und bekam den Honorarvertrag zugesandt. Das übliche bürokratische Verfahren, dachte Zumach, keine große Sache.

Er staunte allerdings sehr, als er den umfangreichen Anhang zum Vertrag las. Denn dort galt es zu versichern, dass der Referent bereit ist, sich „jederzeit durch sein Verhalten zu der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu bekennen und für deren Einhaltung einzutreten“. Bei einem „Verstoß gegen diese Pflicht“ droht die fristlose Beendigung des Einsatzes.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotoquellen: Wikipedia

Source Flickr: Andreas Zumach (Journalist)
Author Heinrich-Böll-Stiftung

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5 Kommentare zu “Bayern TÜV gegen Linke !”

  1. Cottbusser sagt:

    Da fällt mir zu so einem Thema eine Menge ein 🙂
    Zu Besuch vor kurzem in den alten Bundesländern bei Freunden saßen wir in trauter Kaffeerunde und unsere Lieben hatten die Nachbarn dazu eingeladen.
    Es ging wie so oft um das alte Thema Ost und West. Ich muss dazu sagen, dass mir dies schon massiv zum Halse heraus hängt.
    Der Eine brachte die alte Weisheit in die Runde, dass die Ossis doch zum Arbeiten nie Lust hatten. Weitere Ereiferungen kamen und wir hatten wieder mal alle 40 Jahre hinterm Mond gelebt.
    Die Stimmung der Kaffeerunde wurde immer aggressiver, nicht von uns, denn wir hielten und dezent zurück um es ja nicht eskalieren zu lassen.
    Als dann der dicke Wortführer meine Frau beleidigte, mit den Worten: „Ihr seid ja alle Freiwild und wie ihr gelebt habt, am besten, ihr seid ganz ruhig und geht da hin, wo ihr hergekommen seid.“
    Nun konnte ich nicht mehr an mich halten. Mit ruhigem Ton aber deutlich vermittelte ich der Runde: “ Jawoll, wir haben in Erdlöchern gehaust mit Mauern drumherum.“ Meine Freunde gröhlten und verbaten sich weitere Dikussionen zu dem Thema.

    Wenn dies auch nichts mit dem oben geschrieben Text zu tun hat aber indirekt doch.

    Wenn man etwas nicht will oder es nicht sein darf, dann wird soch etwas aus den Haaren gezogen, was jeglicher Substanz widerspricht. Dass dies aber von Dummheit gepudert ist, zeigt, dass man über so viel Blödsinn eigentlich nur lachen kann. Für den Momnent verschlägt es einem nur die Stimme, weil man mit so viel Frechheit nicht rechnet.
    Komisch ist aber, solche Kapriolen veranstalten immer nur die, die selbst im „Goldenen Westen“ gescheitert sind. Sie müssen dann dokumentieren, wie klein die Ossis sind und dass sie über ihnen stehen. Sie merken dabei aber nicht, dass sie sich vollkommen zum Obst machen.
    Bayern hat sich hier wohl zum Obst gemacht und dies richtig, obwohl ich für die Linke auch nichts übrig habe aber Wissen ist Macht und nicht nach dem Motto handeln „Nichts wissen macht nichts.“
    Damit meine ich beide Seiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. Klaus Nötringer sagt:

    Zum Einstellungsgespräch meiner neuen Firma legte mir der Personalchef einen Zettel hin mit der Bitte, diesen zu unterschreiben. Als ich ihn las, fragte ich ihn, ob das eine Firma überhaupt darf? Behörden verlangten dies nach der Wende von jedem Mitarbeiter, eine Erklärung, dass man nie beim MfS gearbeitet hat oder einer der beiden Parteien l/r angehört.

    Seine Antwort auf meine Frage war: (ein Mann aus den alten Bundesländern) Was nun, können sie den nicht unterschreiben?“

    Da ich ihn aber unterschreiben konnte, war mein Arbeitsplatz gesichert.
    Fakt ist aber jedes hat seine Ursache. Nach der Wende hatten ehemailige Stasimitarbeiter, hochbezahlt, wie es später öffentlich wurde, sich die Arbeitsplätze gesichert.
    Als ich dies erfuhr, hatte ich verstanden.

  3. Schichtwechsler sagt:

    In Bayern das Dossier „Analyse der Gegenkräfte“ – im Saarland „Prof. Bierbaum“.
    Was im Saarland und Bayern in der Vergangenheit passiert ist, wird sich in der Zukunft in einer wesentlich radikaleren Form auch in anderen Landesverbänden wiederholen, bis es zu einer Spaltung oder Auflösung dieses Vereins kommen wird.

  4. Didi sagt:

    @ 3 Schichtwechsler

    Recht hast Du, vollkomen Recht!
    Durch diese blödsinnigen Machenschaften hat sich die Linke, auch Saar, vollkommen in eine Ecke gestellt, aus der sie nie wieder heraus kommt.
    „Analyse der Gegenkräfte“ das muss man sich mal reinziehen. Was maßen sich diese Typen an, radikaler gehts nimmer.
    Durch ihr eigenes Tun werden sie irgendwann total in der Versenkung verschwinden, hoffentlich bald, dass sie nicht noch mehr Unheil anrichten können.

  5. alter ego sagt:

    Die Linke erledigt sich selbst, die Bayern können ihre Kräfte darauf konzentrieren, im eigenen Laden aufzuräumen, wenn es um Jobs geht. Wenn Ehepartner von MdLs ein mehr als üppiges Salär dafür erhalten, dass sie mal das Telefon abheben, was ihnen ja ehrenamtlich nicht zuzumuten ist, hat das mehr als Abzockermentalität. Und passt in das abgehobene Verhalten der Volksvertreter, angefangen bei Wulff und endet bei den (privaten)Dienstfahrten der Politiker, die sich oft unnötigerweise für jeden cm fahren lassen und beim Bürger ein sensibleres Umweltbewusstsein fordern.

    🙂
    Warum wird also der Ehepartner eingestellt? Weil es unverschämt ist, dass der dreiste Wähler so garstig ist, und die MdLs mit Fragen und Anliegen belästigt?

    Wer bezahlt eigentlich den vielen Privathaushalten die Zwangssekretärin, denn wieviele Ehefrauen wurden jahrelang durch belästigende Werbeanrufe von der Hausarbeit abgehalten, bis diese Anrufe mal verboten wurden, in der Praxis aber immer noch vorkommen. Warum passiert hier so wenig? Wie viele (abgehalfterte) Politiker sitzen in Aufsichtsräten solcher Anrufer, wie stark ist hier der Einfluss de Lobbyisten?

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