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ARD-Schlachtfeld Politik

Erstellt von DL-Redaktion am Samstag 24. März 2012

Die finstere Seite der Macht

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/83/Andrea_Fischer.JPG

Mit unseren Artikel vom 19. 03. 2012 „Denunzianten in der LINKEN“ machten wir auf eine Dokumentation in der ARD unter dem Titel ARD Schlachtfeld Politik – Die finstere Seite der Macht am selbigen Abend aufmerksam. Seit gestern Abend ist dieser Film auf youtube verfügbar und wir möchten hier noch einmal eindringlich auf dieses Thema hinweisen.

Der Film beschäftigt sich mit den tiefen Abgründen der Macht und weist eindringlich auf die kriminellen Energien unserer Politiker über alParteigrenzen hin. Wir sehen es sehr positiv das hier auch endlich einmalRoss und Reiter namentlich genannt werden. Wir wissen, dass auch viele der hier lesenden ähnliche Erfahrungen mit sogenannten Politikern gemacht haben und scheuen uns nicht hier diese Machenschaften, unter Namensnennung öffentlich zu machen. Aber, gut Ding braucht auch in solchen Fällen seine Zeit.

So weiß denn die Dokumentation sehr viel über die Affären Möllemann, Kubicki, Fischer, Funke, Beck oder auch Katina Schubert zu berichten. Sehr offen spricht Kubicki darüber wie er sich später an den Tätern entsprechend revanchiert hat und seine Mine zeigt an, dass er es genießt. Und das ist gut so! Denn das Pack sollte schon wissen das es auch Menschen gibt welche sich zu wehren wissen.

So ist es nicht allzu verwunderlich das überall dort, wo Politik schmutzig wird der Name Lafontaine immer wieder auftaucht. In dieser Dokumentation geht es um Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Katina Schubert. Auch diese fühlte sich so sehr gemobbt, so das bei ihr ein Schlaganfall diagnostiziert wurde. Einige Zeit später ergab sich eine ähnliche Situation um Dietmar Bartsch. Schon aus SPD Zeiten wurde immer wieder über diverse Rotlichtaffären im Saarland berichtet, welche auch heute noch nachlesbar sind.

Zur Zeit der BSE-Krise im Jahr 2000 geriet auch die ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) in Bedrängnis. Gemeinsam mit dem damaligen Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) wurde sie öffentlich an den Pranger gestellt. Der Rückhalt aus den eigenen Reihen schwand. Anfang Januar 2001 traten beide zurück. Fischer sagt heute in der Dokumentation: „Ich habe zwar meine Bemühungen, die Krise zu bekämpfen, verstärkt. Aber was ich nicht getan habe, war meine Truppen bei den Grünen zu sammeln“.

Es sei dann relativ schnell eng geworden für sie. Die gleichen Leute, die sie kurz vorher ins Amt gehoben hatten, legten ihr nun den Rücktritt nahe. Namen nennt sie keine, aber es schimmert in ihren Worten durch, dass Joschka Fischer, der sie einst förderte, auch mit absägte.  Sie sagt weiter dass sie runde zehn Jahre darunter litt und ihre Selbstzweifel immer mehr wuchsen. „Ich habe eine schwere Depression gekriegt, die ich auch nur mit Medikamenten und Therapie im Laufe eines Jahres bekämpfen konnte.“

Übersehen wird meistens vollkommen das alle diese Denunziationen gewöhnlich schon in den Orts- oder Kreis-Verbänden beginnen. Da finden sich dann sehr schnell, -eigene Erfahrungen,- zwei, drei Gleichgesinnte welche durch die Verbreitung von Gerüchte und die Verdrehung von Tatsachen falsche Zeugnisse verbreiten. Dieses ist gekonnt, gelernt und nicht zufällig. Es ist detailliert beschrieben im Dossier und ein jeder der dieses Erleben hinter sich hat, weiß wovon hier die Rede ist.

Hier geht es zum Video: >>>  „Die finstere Seite der Macht“

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Grafikquellen    :

Oben   —   Andrea Fischer beim Christopher Street Day in Köln (2000)

Unten   —   Karl-Heinz Funke (2006)

Wilfried WittkowskyVon Benutzer Wittkowsky in deutsche Wikipedia hochgeladen.

Karl-Heinz Funke, ehemaliger Bundeslandwirtschaftsminister

CC BY-SA 3.0

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