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RENTENANGST

Anti- HARTZ IV

Erstellt von Gast-Autor am Mittwoch 29. Juni 2011

Das Hartz4 – System
treibt Menschen zur Verzweiflung,
sogar in den Tod

Nachfolgend veröffentlichen wir den ‚Offenen Brief‘ eines Norbert S., der sich selbst als Erwerbsloser mit langjähriger erwerbslosenpolitischer Erfahrung bezeichnet.

Offener Brief an alle organisierten und unorganisierten Erwerbslosen, die sich mutmaßlich oder wirklich gegen das Hartz4System engagieren

Als Folge von Hartz 4 wurde ein Mensch erschossen. Schluss mit diesem System!

Das Hartz4-System in seiner Konzeption und Handhabung treibt Menschen zur Verzweiflung, sogar in den Tod.
Mehr als Tötung geht nicht !

Das H4S hat öffentlich seine offene Flanke gezeigt. Beißen wir uns an ihr dauerhaft fest, bis es untergeht!

Wir wissen nicht, wie viele Menschenleben es bisher schon genommen hat. Doch mit dem Tod durch Erschießung existiert eine öffentlich bekannt gewordene Symbolkraft für die menschenverachtende Auswirkung des H4S in seiner Finalität und die Forderung nach seiner Abschaffung.

Dies ist keine regionale Angelegenheit!

Alle Akteure, die gegen das H4S arbeiten, selbst unter Berücksichtigung unterschiedlicher Interessenlagen und Aktionsformen sind hiermit aufgefordert, unter dieser minimalst möglich gemeinsamen Schnittmenge eine „bundesweit wirksame“ öffentliche Skandalisierung und Kampagne mit langem Atem aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Wenn die öffentlich gewordene Erschießung / Tötung eines erwerbslosen Menschen ohne die zuvor beschriebene Reaktion bleibt und die Herrschenden zur Tagesordnung übergehen können, dann hatte „die Erwerbslosenbewegung“ ihr historisches Zeitfenster gehabt !

Nutzen wir es mit Ausdauer! Weg mit Hartz 4!

Norbert S. (hartz4tötet) (Erwerbsloser mit langjähriger erwerbslosenpolitischer Erfahrung)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Das ist sicher ein Aufruf, der seine Berechtigung hat. Was wir allerdings vermissen, ist der Hinweis auf etablierte Foren, die sich dieser Sache seit dem 1.1.2005 angenommen haben. Und das Wesentlichste wurde auch vergessen: Die Umstände des Todes von Frankfurt

Und es darf dabei nie vergessen werden, wer die Demontage des Sozialstaates begonnen hat:

„S“PD-Schröder
Bundeskanzler a.D. – Maschmeyer-Freund – Gasvertreter
Fischer der Joschka
grüner Aussenminister a.D. – Dulder, wenn nicht sogar Mit-Initiator
Clement
der Pedant – Sklavenminister – heute: Sklaventreiber bei ADECCO
Krake Bertelsmann
so genannt von den Nachdenkseiten
„Besitzerin“ ist die Liz Mohn – Busenfreunddin des Hosenanzugs


Und mit der schlimmste Begleitumstand war die Tatsache, dass die Gewerkschaften in diesem HARTZ IV – Ausschuss vertreten waren. Der (schwache) Pseudoaufschrei des DGB war reinste Heuchelei und damit eigentlich der Stiefeltritt ins Gesicht der Betroffenen.
Allein die über 350.000 von Staates wegen Betrogenen der sogenannten 58-Regelung wurden schlicht vergessen. Diese 58-Regelung wies aus, dass die damalige Arbeitslosenhilfe (53 %) bis zum Eintritt in eine ungekürzte Alterrente weiter bezahlt wird. Ohne Übergangsregelung wurde dieser Vertrag mit dieser Bananenrepublik einseitig durch Schröder aufgekündigt. Auch hier der DGB s‘ Maul.

Dem Aufruf des offenen Briefes kann man sich anschliessen. Was allerdings dabei als Defizit dieses Aufrufs auffällt, dass weder Lösungsansätze genannt werden, noch werden weiterführende Links aufgeführt, die sich mit dieser Thematik längst beschäftigen:

http://www.elo-forum.org

Natürlich erhebt die Listung der Links nicht den Anspruch der Vollständigkeit.

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Grafikquelle  : Inge Hannemann (2013)

2 Kommentare zu “Anti- HARTZ IV”

  1. Dieter W. sagt:

    Norbert S ,
    was wollen Sie mir mit diesen Satz sagen:

    Als Folge von Hartz 4 wurde ein Mensch erschossen. Schluss mit diesem System!

    Wurde dieser Mensch erschossen, weil er Hartz-IV-Empfänger war?
    Oder wurde er erschossen, weil er, randalierte und mit einem Messer eine Polizeibeamtin angriff?
    Wollen Sie mir damit sagen, nur weil ein Mensch Hartz-IV-Empfänger ist, darf er sich mit einem Messer bewaffnen und andere Menschen angreifen?
    Eine andere Möglichkeit sehe ich darin, Sie wollen öffentlich bekannt werden, um was zu erreichen? Dieses Ziel verfolgen Sie aber mit den falschen Mittel.
    Oder wollen Sie mir mitteilen, seine Ziele darf man gegebenenfalls auch mit Waffengewalt durchsetzen?
    http://www.n-tv.de/panorama/Jobcenter-will-besser-schulen-article3535601.html
    [Zitat]
    Nach dem tödlichen Polizeischuss auf eine gewalttätige Hartz-IV-Empfängerin in Frankfurt hat das Jobcenter eine neue Qualität der Aggression beklagt. Das Verhalten von Kunden werde immer unberechenbarer und zeige sich auch in körperlicher Gewalt, sagte Geschäftsführerin Claudia Czernohorsky-Grüneberg. „Die Mitarbeiter haben richtig gehandelt“, sagte sie zum Vorfall vom 19. Mai. In einer Außenstelle für Wohnungslose hatte vor drei Wochen ein Sachbearbeiter die Polizei geholt, als eine 39-Jährige das Büro nicht verlassen wollte. Als die Frau dann einen der Beamten mit einem Messer angriff, zog eine Polizistin die Waffe und schoss. Die Randaliererin starb später in einem Krankenhaus. Die Polizei untersucht den Vorfall noch intern.
    Die Hartz-IV-Empfängerin, die erst wenige Tage in Frankfurt war, wollte sich bei der Auseinandersetzung im Jobcenter Bargeld auszahlen lassen. Sie habe nicht verstehen wollen, dass der Betrag bereits überwiesen worden sei, sagte Czernohorsky-Grüneberg.

    [Zitat Ende]
     
     

    Anmerkung Red.DL

    Wir kennen Norbert S. leider nicht – wenngleich der Inhalt seines Briefes uns von der Grundsätzlichkeit als so relevant erschien, ihn zu veröffentlichen.
    Auch wir haben haben diesen Brief nicht einfach so ’stehengelassen‘, sondern sahen uns veranlasst, die Einfachheit und Beliebigkeit seiner Aussage mit wenigen Sätzen zu kommentieren und zu erweitern.

    Niemals kann „HARTZ IV“ die Legitimation sein, mit Waffengewalt – in diesem Fall ein Messer – Rechte einzufordern oder Forderungen zustellen.
    Die junge Polizistin wird unglücklich genug sein; dennoch darf es nicht sein, dass eine ausgebildete Polizeibeamtin bei einen „Stopp-Schuss“ in den Bauch schiesst, was auch sicher zu einer weiteren Untersuchung führen wird, der an dieser Stelle sicher nicht vorgegriffen wird.

    Und ein wenig ungeschickt ist der Vergleich des Verfassers des Offenen Briefes mit anderen HARTZ IV – Empfänger, die mittelbar zu Tode gekommen sind.

    Der Öffentlichkeit sind Fälle bekannt, in denen Mitarbeiter des Arbeitsamtes den Suizid gewählt haben, weil sie dem Druck des Amtes und der Ungerechtigkeit der Gesetzgebung nicht mehr standhalten konnten!

    Die Bemerkung der Geschäftsführerin Claudia Czernohorsky-Grüneberg hat natürlich so lauten müssen, wobei der Ausdruck „Qualitäten“ schon ein wenig daneben ist. Wenn sie allerdings die „Qualität“ der einen Seite beklagt, darf sie die asozialen Verhaltensweisen derer nicht unterschlagen, die hinter dem Schreibtisch sitzen.

    [Zitat] Sie habe nicht verstehen wollen, dass der Betrag bereits überwiesen worden sei, sagte Czernohorsky-Grüneberg. [Zitatende]

    Sorry, aber das ist schändlich, zu implizeren, dass das Opfer hat nicht verstehen wollen.
    Schlicht und einfach hat sie es vielleicht nicht verstanden. Manche Leute auf der anderen Seite des Schreibtisches, die meinen, Recht zu haben, werden gern ungeduldig. Wir haben das mehrfach bei Begleitungen erlebt – sogar unter Zeugen flippte der eine oder andere Mitarbeiter schon mal.

    – Zum ersten sind diese Verhaltenweisen hausgemacht – im Sinne des Wortes, weil „auf Teufel komm‘ raus“ gespart werden soll und es werden die HARTZ IV-ler erheblich mehr gefordert als ehrlich gefördert…
    – und zum Zweiten gibt es hinter diesem Schreibtischen (leider Gottes) einige „Psychopathen“, denen das Spielchen der Macht ganz gut gefällt!!!
    UP.

  2. Frigga sagt:

    Hallo allerseits,

    HartzIV tötet, zuerst Initiativen, gute (neue) Ideen, ja sogar Menschen, bringt Menschengruppen gegeneinander auf… deswegen weg mit dem Mist… Alternativen gibt es genug.

    Lieber Norbert S., wenn Du dies liest, melde Dich bei uns, wir ziehen am gleichen Strang.

    Ich setze mich ein, nicht das Zeitfenster des Wandels zu verpassen und habe hier einen anderen offenen Brief von Ralph Boes, einem gegen die Sinnlosigkeit und Demütigung durch Hartz IV entschlossenen Bürger.

    […]

    Diesen Brief kann man unterschreiben, an eigene Jobvermittler, Kollegen oder Betroffene weitergeben *), zur Diskussion stellen, sich dran erfreuen und Kraft schöpfen… und auch verlinken. Bitte unterstützt die Aktion durch Eure Kenntnis und Eure eigenen Konsequenzen.

    Solidarische Grüße an alle Betroffenen,
    Frigga
     
     

    Anmerk.Red.DL

    Nachname und Mailadresse von Frigga der Redaktion bekannt; einer Veröffentlichung stehen unsere Regeln entgegen!

    Aber, liebe Frigga, gerne kannst du an Menschen, die sich für solche Dinge interessieren, auch diesen Link bereits vom 13.06.2011 weitergeben:

    und die Erinnerung

    UP.

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