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Alles Zweckoptimismus ?

Erstellt von DL-Redaktion am Freitag 28. September 2012

Wir sagen einfach, was mit uns geht

Datei:Katja Kipping Bernd Riexinger Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 02.jpg

Ein Dummer kommt selten Allein

Oder wie anders sollten die Aussagen aus Artikel und den Interview gewertet werden ? Es ist ja auch in der Politik ein seit langen erprobtes Ritual:  „Lobt mich schon kein anderer, lobe ich mich eben selber. Bei den Lesern kommt Eingenlob aber für gewöhnlich nicht so gut an. Sagt doch der Volksmund hierzu: „Eigenlob stinkt“! Auch ist solch ein Vorgang schon als Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel anzusehen. Galt doch Bescheidenheit einst als eine der wesentlichen Grundlagen guter Erziehung.

Das Leben wäre doch sehr einfach und auch ungerecht wenn mit einem Wechsel in der Führungsspitze einer Organisation die Vergangenheit einfach vergessen und ausradiert würde. Dieses gilt sowohl für das Gute als auch das Negative. Als bestes Beispiel für solch eine Aussage kann auch hier wieder die Politik benannt werden.

Wird  doch gerade dort sehr viel Wert darauf gelegt die Vorgänger im Amt nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, da große Feste als beste Medizin gelten von dem eigenen Versagen abzulenken. Wenn einst auch spinnefeind läßt sich Helmut Kohl heute von Merkel zum feiern durch die Säle fahren. Hier ein amüsanter Artikel als Gesellschaftskritik dazu:

Dead Man Walking

WAS SAGT UNS DAS? Helmut Kohl äußert sich kaum öffentlich. Ein Götze, im eigenen Fleisch erstarrt.

Der andere Helmut redet und redet. Helmut Schmidt, ehemaliger Kanzler, SPD, sagt zu allem etwas: Europa, Krieg, Trombose-Spritzen. Agil, amüsant, meinungsstark.

Und der wahre Helmut? Helmut Kohl, längster Kanzler, Vater Europas, der Einheit etc. pp., weitere Titel bitte anhängen – der mindestens ebenso viel zu sagen haben müsste wie Schmidt? Manchmal werden Satzfetzen kolportiert, die von ihm stammen sollen. Etwa jener, die CDU solle Europa nicht kaputt machen. Manches davon wird gleich wieder dementiert, vieles ist beliebig, vage. Letztendlich ist das Schweigen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Auch ist in der Politik ein jeder persönlich darum bemüht nicht selber auf den Müllberg der Geschichte zu landen. Wir von DL wünschen weiterhin viel Erfolg in der Schönfärberei und weisen mit den folgenden Riexinger Interview auf gewisse Ähnlichkeiten hin.

„Wir sagen einfach, was mit uns geht“

taz: Herr Riexinger, Sie sind jetzt seit 120 Tagen Chef der Linkspartei. Was ist Ihnen gelungen?

Bernd Riexinger: Wir streiten uns in der Partei wenig und haben im Sommer unsere Themen – Eurokrise, Mindestlohn, Ostrente – nach vorn gebracht.

Und was ist misslungen?

Da fällt mir nicht so viel ein. Die Umfragen gehen wieder nach oben. Nach dem Göttinger Parteitag lagen wir zwischen 4 und 6 Prozent, jetzt liegen wir zwischen 6 und 8.

Sie haben also keinen Fehler gemacht?

Niemand macht keine Fehler, aber große waren nicht dabei.

„Streit in der Linkspartei“ ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Ist der Preis für den innerparteilichen Frieden Unauffälligkeit?

Nein. Wir werden als Oppositionspartei wahrgenommen. SPD und Grüne haben ja für Merkels Politik in der Eurokrise gestimmt, nur wir haben eine Alternative aufgezeigt. Das ist für eine kleine Partei wie unsere nicht schlecht. Auch dass andere Parteien jetzt die Altersarmut, die die Linkspartei schon lange als Thema hat, entdecken, zeigt, dass wir wirksam sind.

Sind Sie beleidigt, wenn man Sie farblos nennt?

Das sagt niemand, der mich kennt. Als ich nach Ostdeutschland gefahren bin, um der Basis zuzuhören, stand in einigen Zeitungen, dass mir das Charisma von Oskar Lafontaine fehlt. Wie soll ich denn große Reden halten, wenn ich dort bin, um zuzuhören? Da werden Klischees bedient.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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3 Kommentare zu “Alles Zweckoptimismus ?”

  1. WilmaFeuerstein sagt:

    Rixi fehlt nicht nur das Charisma

  2. ichgreifmirandenkopf sagt:

    „Niemand macht keine Fehler, aber große waren nicht dabei.“ Zitat Riexinger oben.

    Oh, Herr Genosse Riexinger, wo lebe se denn?? Auf dem Mond oder in Hintertupfingen oder wollen Sie alles schön reden, so dass man es noch glauben soll. Ich fass es nicht! Für einige ist Jauche immer noch Parfüm, weil man es nach einer Weile an sich nicht mehr riecht.

  3. Thomas A. Bolle sagt:

    Wie hat das Bundesverwaltungsgericht geurteilt: Wer keine Kirchensteuern zahlt, kann auch kein Mitglied sein.
    Anders bei den Linken. Da kann man also aus „Verärgerung“ die Beitragszahlungen einstellen. Vielleicht sollte man das mal öffentlich machen. Mal sehen, wieviel plötzlich verärgert sind.
    Was für ein blödes Geschwätz.

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