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RENTENANGST

Alles alte Kumpel ?

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 25. August 2010

Geschichten aus der Schulzeit:
Die linken Lümmel aus der letzten Reihe

File:Klaus Ernst Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 02.jpg

Wem mag er hier einen Marsch flöten  ?

Die Situation in der LINKEN Bayern scheint  einen neuen Höhepunkt zu zustreben, wobei ich nicht denke das ein Klaus Ernst nun Ausgangspunkt dieses Problems ist. Nein ich denke er ist mehr Teil dieser Situation , aber nicht unverschuldet.

Sieht man sich im Wirkungskreis dieses Alt-Gewerkschafters um stößt man auf eine ihn umgebende Kumpanei welche in der Politik zwar sehr oft vorhanden, aber doch sehr selten nach außen dringt.

Das eine Gruppe oder auch Schiedskommission aus Bayern in der Lage ist, die dort scheinbar ans Tageslicht geratenen Ungereimtheiten lückenlos und unvoreingenommen aufzuklären klingt doch ziemlich unwahrscheinlich. Im besonderen da aus eigener Erfahrung die Schiedskommissionen zumindest in NRW, als auch im Bund, billige Handlanger von selbsternannten Parteiführen sind. Allzu dicht scheint der Kreis der Klüngeleien um Klaus Ernst geflochten zu sein.

Als Mitglieder dieser Gruppe trifft man zuerst auf die Sprecherin der LINKEN Bayern, Eva Mendl, welche auch gleichzeitig als Büroleiterin bei Ernst ihr Geld verdient. Die nächste wäre dann  Anny Heike aus Fürth, sie ist die Lebensgefährtin des alten Ernst-Vertrauten und Europaabgeordneten Thomas Händel. Die Drei arbeiteten jahrzehntelang bei IG Metall und WASG eng zusammen. Günter Mönius, Vizechef des zweitgrößten bayerischen Kreisverbandes in Nürnberg, ist Angestellter im Büro des Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg, welcher ebenfalls mit Ernst  aus Gewerkschaftszeiten sehr gut bekannt ist. Bis April gehörte auch Anton Salzbrunn dem Landesvorstand an und auch dieser ist hauptamtlich beschäftigt in einem Abgeordnetenbüro.

So wurde einem Franc Zega, ein Landessprecher gegen den Willen von Ernst, der Einblick in die Mitgliederbestände ebenso verweigert wie ein Schlüssel für die Landesgeschäftsstelle. Für den Landeschef einer Partei ein einmaliger Vorgang. Ähnlich erging es  Voß welchem als gewählten Schatzmeister nun auch noch von Gregor Gysi. vorgeworfen wird, für die Karteileichen verantwortlich zu sein. Da es die Leichen seit Jahren gibt und Voß erst seit April 2010 im Amt ist, macht sich hier ein Gysi zum Hans-Wurst, zumal Voß auch die Vollmachten für die Parteikonten und der  Einblick in die Daten verwehrt wurden.

Bei genauerer Betrachtung der Bayrischen Verhältnisse können wir den Kreis der Ernst Kumpel aber auch nach NRW ausweiten. Hier finden wir mit dem Landesgeschäftsführer Günter Blocks und dem Fraktionsführer der LINKEN im Kreistag WAF, Karl-Stephan Schulte zwei nicht nur in ihrer Gesinnung ähnlich arbeitende Wegkumpane wieder. Auch diesen Beiden wurden schon in finanziellen Dingen Vorhaltungen bei der Abgabe von falschen Reisekostenabrechnungen, sowie Unregelmäßigkeiten aus der Zeit als Schatzmeister von RLP, welche zu einer Strafe der Partei in Höhe von 300.000 Euro führte, gemacht.

Auch über die Beliebigkeit von Satzungsanpassungen je nach täglichen Bedarf sowie die nachgewiesenen Unstimmigkeiten bei den Delegierten-Wahlen in den verschiedensten Kreis-Verbänden wurde hier auf DL bereits des öfteren hingewiesen. Ebenfalls ist auf die Vorteilnahme durch das belassen von Karteileichen in den Mitgliederlisten als auch auf das Auftauchen von „Tagesmitgliedern“ zu Wahlen reichlich geschrieben worden.

So mache ich mir auch keine allzu großen Gedanken über ein nur mäßiges  Interesse der Printmedien über diese NRW Thematik. Denn wie heißt es so schön: Alles braucht (oder hat) seine Zeit.

IE

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2 Kommentare zu “Alles alte Kumpel ?”

  1. Jens-Uwe Habedank sagt:

    Wie sich alles ähnelt, im Großen wie im Kleinen. Jahrelang standen wohl persönliche Interessen des Herrn Gonder und seiner Spezis im Mittelpunkt als Mitgliederlisten und Kassen im Kreis Kleve „geführt“ wurden. Den Mitgliedern, dem Kreisverband und nicht zuletzt der Partei als solche wurde dadurch geschadet – genützt hat es den Verantwortlichen…
    Auch hier wollte man einem ehrlichen Kreisschatzmeister Fehlbeträge, leere Kassen, beitragsbefreite Mitglieder und Karteileichen unterjubeln als dieser aufräumen wollte…

    In den Bemühungen, jegliche Aufklärung zu verhindern, kamen alte Kumpaneien auch hier zu Tage: Gonder, Kretschmer, Fröse, Zimmermann… Der eine machte hemmungslos, der andere verschleppte LSchK-Anträge bis zur Gegenstandslosigkeit oder kassierte Beschlüsse wieder ein. Von ganz „oben “ in NRW gab’s mediale Begleitmusik in Form von „wichtige Mitgliederinformationen“ und die letzte im Bunde arrangierte konspirative Treffen, MV’s usw.
    Geschadet hat’s denn wohl allen nicht – die Rechnung haben aber die Mitglieder bezahlt…
    Gonder sitzt im Kreistag und kassiert kräftig Kohle (Fraktionsvorsitz)bei Null Cent Mandatsträgerbeitrag. Seine Spezis und Verwandte sind mindestens über Spesenregelungen versorgt…
    Zimmermann kassiert im Landtag…
    Kretschmer ist immer noch – geradezu peinlich – festangestellter Mitarbeiter der LGS, dickes Konto inklusive…
    Und Edith Fröse – na, das herauszufinden ist die Herausforderung…

  2. Krokoschinsky sagt:

    Im sogenannten Freistaat, wie ihn die Bayern für sich reklamieren und in der Regel diesen Begriff missdeuten – in dem in diesem Sinne bajuwarischen Konstrukt – gibt es etwas ganz Besonderes, Überparteiliches und sich mit der Wirtschaft Verflechtendes, geheimnisvoll Klingendes und den eigentlichen Wortbegriff aber überhaupt nicht Betreffendes, sondern es betrifft nur die besondere Eigenschaft dieses eigentlichen Stoffes, die Verzahnung und Dichtigkeit, die Homogenität und Vielfarbigkeit.

    Mittlerweile drauf gekommen, was es sein könnte?

    Richtig, es ist das, was schon unter FJS berühmt wurde – es ist


    …hier einmal festgemacht an der Partei, die ihn erfunden hat, diesen speziellen.

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