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RENTENANGST

DL – Tagesticker 06.10.2021

Erstellt von DL-Redaktion am Mittwoch 6. Oktober 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Wer ist denn der Söder ? Machen die Freistaatler aus Bayern die Politik nicht nur noch Blöder ? Wer hat nicht die Schnauze gestrichen voll von Scheuer, Seehofer oder die Bärin, welche nicht einmal Ihre Aspiranten anbrummen kann ? Aber 

Gemeinsam widerstehen sie :

1.) Kekstellern und flauschigen Katzenbabys

Die Union quatscht mal wieder, aber die Sondierer von SPD, Grünen und FDP halten dicht. So eine gemeinsame Grenzerfahrung schweißt zusammen. Fragt sich nur, wie lange. Manche bösen Stimmen in Berlin sagen ja bereits jetzt, die eventuell kommende Ampel-Regierung würde eine Art Übergangsregierung werden, die es maximal zwei Jahre miteinander aushält, dann auseinanderfliegt, und dann wird schließlich Markus Söder Kanzler. Diese Sorge mag daher kommen, dass die Parteien nicht in allem ganz so nah beieinander liegen – oder daran, dass sich kaum jemand in Deutschland eine Welt vorstellen kann, in der die Union nicht regiert. Dabei beobachtet man gerade ein entzückendes Schauspiel in Berlin: Die Sondierer von SPD, Grünen und FDP halten es durch, über die Gespräche, die sie miteinander führen, quasi gar nichts zu sagen. Nur die Union quatscht, klar. Bei der Ampel bleibt geheim, wie die Stimmung war. Geheim, was die Themen waren. Geheim, wann man wen zum nächsten Mal treffen will. Geheim sogar, wer neben den Verhandelnden dabei war, um Notizen zu machen. Es ist ein ganz neues Level an Verschwiegenheit, das einem begegnet. Journalist:innen spüren plötzlich Grenzen, die sie sonst nur geahnt haben – wie bei Eltern, die einem nach Wochen und Monaten der Drohungen final das Handy wegnehmen, weil man es jetzt wirklich übertrieben hat.

Zeit-online

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Der Armin gleicht einer wahren Wundertüte und das mag zum Erstaunen anregen : Es gibt noch Politiker in der CDU welche nicht aus Aachen kommen, und nie am Kackstuhl des „Kaisers Karl des Großen“ gerochen haben.

Armin Laschet leitet mit Hendrik Wüst markanten Wechsel in NRW-CDU ein

2.) NEUER MINISTERPRÄSIDENT

Hendrik Wüst soll neuer Ministerpräsident, CDU-Landeschef und Spitzenkandidat in NRW werden. Der 46-jährige mit konservativem, wirtschaftsliberalem Background soll einen neuen Aufbruch verkörpern und die schwarz-gelbe Regierungsmacht verteidigen. Parteiintern gibt es Kritik. ls Armin Laschet und sein künftiger Nachfolger Hendrik Wüst am Dienstagabend vor die Kameras traten, umringt von den applaudierenden Abgeordneten der CDU-Landtagsfraktion, war der Kontrast zwischen den beiden schon allein optisch zu sehen. Wüst überragt den 60-jährigen Laschet um fast eine Kopflänge und ist 14 Jahre jünger. Auch politisch könnte der Unterschied kaum größer sein: Wüst ist geprägt durch einen konservativen und wirtschaftsliberalen Background, ganz im Gegensatz zum liberalen Laschet. Der scheidende Ministerpräsident bezeichnete die Nachfolgelösung noch in der laufenden Legislaturperiode als „Kontinuität“ der schwarz-gelben Landesregierung. Allerdings wird mit Wüst ein markanter Wechsel in der CDU Nordrhein-Westfalen eingeleitet. Wüst soll Laschet in drei Positionen nachfolgen: als CDU-Landeschef auf einem Parteitag am 23. Oktober, als Ministerpräsident am 27. Oktober im Landtag und als Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 15. Mai 2022. Dem 46-jährigen Münsterländer, der vor wenigen Monaten erst Vater einer Tochter geworden ist, bleibt etwas mehr als ein halbes Jahr, um sich als Nachfolger zu profilieren und einen Amtsbonus zu erarbeiten. Es ist denkbar wenig Zeit, und das lag vor allem an Laschet. Wüst muss im Abwärtssog des CDU-Bundestrends die schwarz-gelbe Regierungsmacht in NRW verteidigen. Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland liegt die SPD wieder vor den Christdemokraten.

Welt-online

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Es greift wohl immer noch die alte Binsenweisheit und dieses ganz besonders bei der Laienspielschar in der Politik : „Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an.“

File:ETH-BIB-Taormina, Esel-Karren-Dia 247-05635.tif

So finden sich immer wieder  Leute welche Diesen,  vom einen alten Esel gezogenen Wagen, besteigen würden !

Nach Wahldebakel für Linke:

3.) Vorwürfe gegen Parteispitze

Der saarländische Linken-Vorsitzende Thomas Lutze macht die Parteiführung für das Debakel verantwortlich. Er fordert die Neuwahl des Parteivorstands. Lange hat die nach dem Wahldebakel beschworene innerparteiliche Solidarität in der Linken nicht gehalten. Der saarländische Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze verschickte am Mittwoch ein Rundschreiben an die Mitglieder des Landesverbandes, in welchem er der Parteiführung heftige Vorwürfe macht und „einen personellen Neuanfang an der Parteispitze in Berlin fordert.“ Das Schreiben liegt der taz vor. Gegenüber der taz sagte Lutze: „Wir sind mit Ach und Krach an der Vollkatastrophe vorbeigeschlittert. Meiner Meinung nach muss der komplette Parteivorstand zurücktreten.“ Lutze forderte einen Sonderparteitag und die Neuwahl des 44-köpfigen Gremiums. Gezielte Vorwürfe richtet Lutze im Rundschreiben an den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Saarland, Oskar Lafontaine, und die Bundesvorsitzende, Susanne Hennig-Wellsow. Lafontaine hatte im Sommer dazu aufgerufen, Lutze als Spitzenkandidat und damit die Linke nicht mit Zweitstimme zu wählen. Hintergrund waren innerparteiliche Rivalitäten und ein laufendes Ermittlungsverfahren gegen Lutze wegen manipulierter Wahllisten im Vorfeld der Bundestagswahl 2017. „Trotz des Verhaltens des Fraktionsvorsitzenden hat eine Bundesvorsitzende diesen chauffiert [sic] und nach Weimar zum Wahlkampf eingeladen“, klagt Lutze. Hennig-Wellsow hatte Lafontaine und dessen Ehefrau, die nordrhein-westfälische Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht, im August zu einer gemeinsamen Kundgebung in ihren Wahlkreis eingeladen. Das galt in der Linkspartei als Zeichen der Versöhnung, lagen doch Wagenknecht und Lafontaine in den vergangen Jahren überkreuz mit der Parteiführung.

TAZ-online

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Ist und war es auf dieser Erde jemals anders ? Erst lassen die sich in sich selbst verliebte und verblendete Politiker-Innen von „ihren Volk“ wählen, um nach den Wahlen als Vandalen zu regieren. Wenn alle „Macht“ wirklich vom Volke ausgeht, wie es so großspurig von Machthabern verkündet wird, verwundert es immer, wenn das Volk all das zu erleidende Unrecht mit einer solchen Ruhe und stoischer Gelassenheit erträgt ?

In den USA wird der Angriff auf das Kapitol vom Januar untersucht

4.) Mit Memo oder Mob

Neue Indizien zum Sturm auf das Kapitol am 6.  Januar sind aufgetaucht und sorgen für Schlagzeilen in den Vereinigten Staaten. Die Liste der Männer, die Mitte Oktober vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss für die Aufklärung der Geschehnisse rund um den Sturm auf das Kapitol aussagen sollen, liest sich wie ein Who’s who des Trumpismus: Sie umfasst den ehemaligen Chefstrategen des Weißen Hauses, Stephen Bannon, den ehemaligen Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, den ehemaligen stellvertretenden Verteidigungsminister, Christopher C. Miller, den ehemaligen Stabschef des Verteidigungsministers, Kash Patel, sowie den ehemaligen persönlichen Berater und Verfasser von Tweets von Donald Trump, Dan Scavino. Ob die Herren den Vorladungen auch Folge leisten werden, steht allerdings noch nicht fest. Abzuwarten bleibt auch, ob wirklich nachgewiesen werden kann, dass die Attacke auf das Kapitol am 6. Januar von der Regierung Trump als letztes Mittel instrumentalisiert wurde, um die Amtseinführung von Joe Biden zu verhindern. Vor einigen Tagen sagte Stephen Bannon in seinem Podcast, er habe am 5. Januar mit Trump darüber gesprochen, die Präsidentschaft Bidens »noch in der Krippe zu killen«. Viel spricht dafür, dass Trump und seine Vertrauten große Hoffnungen in die Kundgebung am 6. Januar setzten: Da ist ein dem Investigativjournalisten und Watergate-Aufklärer Bob Woodward zugespieltes Memo des Trump-Anwalts John Eastman, in dem dieser ein Szenario für den 6. Januar entwirft, mit dessen Hilfe Vizepräsident Mike Pence davon überzeugt werden sollte, die Wahlresultate nicht anzuerkennen. Auch die Tatsache, dass einige der ins Kapitol eingedrungenen Trump-Fans ganz offenkundig auf der Suche nach den Kisten mit den Stimmen der Wahlmänner waren, die geistesgegenwärtige Mitarbeiter jedoch in Sicherheit gebracht hatten, deutet in diese Richtung. Dasselbe gilt für eine Äußerung von Stephen Bannon in seinem Podcast vor einigen Tagen, wonach er am 5. Januar mit Trump darüber gesprochen habe, die Präsidentschaft Bidens »noch in der Krippe zu killen«.

Jungle.world-online

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Werft eure Flinten in den Sand – wenn AKK nicht den Frieden tanzt! Wer stellt sich schon freiwillig vor einer Uniformierten Mörderbande ? Der allseits gelobte Schütze Arsch im letzten Glied, ist auch heute noch der sicherste Standort. Vielleicht will sich der Maas in seinen letzten Amtstagen nicht mehr in die Nesseln der Schützen Liesel setzen?

Nicht einmal Heiko Maas will an AKKs Afghanistan-Debatte teilnehmen

5.) Es hagelt Absagen

Am Mittwoch lädt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zur Diskussionsveranstaltung zum Thema Afghanistan. Doch viele Parlamentarier empfanden den Termin so kurz nach der Bundestagswahl offenbar als unpassend – und sagten ab. Außenminister Heiko Maas (SPD) tat es ihnen inzwischen gleich. Mit einer Diskussionsveranstaltung will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am kommenden Mittwoch die Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr beginnen. Doch das wird sie in kleinerer Runde tun, als ursprünglich angedacht: Die Fraktionen von Union, SPD, Grünen und FDP haben laut einem ARD-Bericht ihre Teilnahme an der Auftaktveranstaltung unter dem Motto „20 Jahre Afghanistan – Startschuss für eine Bilanzdebatte“ abgesagt. Wie Spiegel Online berichtet, zog nun auch Außenminister Heiko Maas (SPD) kurzfristig nach. Ein Sprecher von Maas habe am Dienstagmorgen bestätigt, dass der Minister nicht wie geplant an der Konferenz teilnehmen wolle. Ein offizieller Grund wurde nicht genannt. Aus Berliner Kreisen heißt es, Maas würde – wie einige Parlamentarier auch – den Zeitpunkt der Veranstaltung als „unpassend“ empfinden. Schuld für Absagen soll „unpassendes“ Timing sein.

Focus-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser-Innen.

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Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

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Unten       — 

Photographer
Title
Taormina, Esel-Karren
Description
Kolorierung des Dias durch Margrit Wehrli-Frey, 1933
Depicted place Taormina
Date 1932
Medium Fotografie : Glasdiapositiv
Dimensions 8,5 x 10 cm
Accession number
ETH-Bibliothek_Dia_247-05635
Source E-Pics Bildarchiv online http://doi.org/10.3932/ethz-a-000079401

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2 Kommentare zu “DL – Tagesticker 06.10.2021”

  1. "Kapluck" sagt:

    zu: 2.) NEUER MINISTERPRÄSIDENT (in NRW)

    …für so einen Typen macht ihr hier Reklame und Werbung ???

    Der künftige NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst qualifiziert sich durch eine Menge Dreck am Stecken…. Jemand überrascht?

    z.B.
    Hendrik Wüst musste 2010 zurücktreten, weil er Gespräche mit dem Ministerpräsidenten für jeweils 6.000 € an Unternehmen verkauft hat. (Das war vor der Preiserhöhung auf 9.999 € durch #Spahn)
    Nun kann er bald die Kohle direkt selbst einstreichen.

    z.B.
    „Warum sollen Arbeitslose nicht Spielplätze sauber halten, die häufig mit Hundekot, Glasscherben und Drogenspritzen verschmutzt sind?“ ( auch Wüst)

    z.B.
    Als Abgeordneter hatte er dem Düsseldorfer Landtag verschwiegen, dass er auch von seiner Partei einen Zuschuss zu seiner Kranken- und Pflegeversicherung erhielt. So bekam er von der CDU monatlich einen Arbeitgeberanteil von knapp 120 Euro. Gleichzeitig zahlte ihm der Landtag zuletzt 310 Euro aus. Wüst bekam im Monat 9756 Euro Diäten und von der CDU zusätzlich ein Gehalt von 8000 Euro.!!! Und gibt noch einiges …

    Wüst ist genauso „lost“ wie Laschet. Der hat so viele Leichen im Keller, dass es noch nicht mal was Neues braucht, um unwählbar zu werden.

    Leider bestätigt er die These:

    Je mehr Dreck am Stecken, desto höher die Aufstiegs- und Karrierechancen in der Union.

    Wuest #Wüst #CDUKorruption

  2. bremerderZweite sagt:

    Zu 3. „Nach Wahldebakel für Linke: Vorwürfe gegen Parteispitze

    Lassen wir Zahlen sprechen, denn die harten Fakten der Zahlen
    stehen nicht im Verdacht der ideologischen oder persönlichen Färbung:

    Das Duo Wagenknecht–Bartsch hat 9,2% bei den BTW 2017 geholt.
    Das Duo Wißler –Bartsch hat 4,9% bei den BTW 2021 geholt.

    https://taz.de/Nach-Wahldebakel-fuer-Linke/!5805043/
    30. 9. 2021, Anna Lehmann, Ressortleiterin Inland
    „Nach Wahldebakel für Linke: Vorwürfe gegen Parteispitze
    Der saarländische Linken-Vorsitzende Thomas Lutze
    macht die Parteiführung für das Debakel verantwortlich.
    Er fordert die Neuwahl des Parteivorstands.“

    Mit dieser Forderung liegt das MdB Lutze „goldrichtig“.

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