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Linker Streit an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am Sonntag 15. Juli 2018

Schwere Vorwürfe bei der Saar-Linken

File:Die Linke Flagge Fahne (12269637584).jpg

Ist nicht der Hauptgrund für die Rücktritte in den letzten Tagen, in dieser neuen Sammelbewegung zu sehen, welche auch die Partei in Berlin derbe aus dem Gleichgewicht bringt, da sie es nicht wollen oder schaffen sich endlich von alten Köpfen zu trennen? Es ist ein großes Dilemma in allen Parteien nicht zu bemerken, wenn alte Flaschen leer sind und in einen Sammelcontainer als Altglas entsorgt werden sollten? Ist es nicht ein Witz wenn sich bekennde Sozialisten in einer Linken als Handlanger für einen Apparat wie Bertelsmann zwecks Personalabbau zur Verfügung stellen, da sie ihre Bankkonten nicht voll genug bekommen?

Nein, auch Linke haben ein Recht auf gute und sichere Einkommen, nur, wenn sie sich nicht mehr unterscheiden lassen von Denen welche sie ansonsten kritisieren, sollten sie sich besser bei der AfD anmelden, um Platz für neue Gesichter zu machen. Ob denn, die Neuen auch die Richtigen sind, wird sich vor Ort innerhalb kurzer Zeit zeigen. Das wichtigste ist nur, daß sie nicht von der Resterampe nach vorne geschoben werden. Besser als die alten Fratzen welche sich nur noch dort über den Zaun hängen, wo es etwas zu holen gibt, sind sie allemal. Red. DL – IE

Quelle :  SR. 1.

Von Thomas Gerber  

Der parteiinterne Streit bei den Saar-Linken spitzt sich weiter zu. Nachdem der parlamentarische Geschäftsführer Jochen Flackus Ende Februar den Parteivorsitz niedergelegt hat, haben jetzt drei weitere Vorstandsmitglieder das Handtuch geworfen. Der Ex-SPD-Landtagsabgeordnete Leo Stefan Schmidt, der ehemalige Betriebsrat Elmar Seiwert und der frühere parlamentarische Geschäftsführer Heinz Bierbaum haben am Donnerstag ihren Rücktritt erklärt.

Bei Umfragen erzielt die Linke Saar eigentlich ordentliche Ergebnisse, jetzt aber droht die Partei zu implodieren. Bierbaum, Schmidt und Seiwert geben entnervt auf, waren sie doch angetreten, die Partei wieder zu einen und den Lutze- und den Lafontaine-Flügel zusammenzuführen. Das aber, so erklären die drei, sei mit der jetzigen Mehrheit im Landesvorstand nicht zu machen.

2017-03-25 Ein Oskar für das Saarland by DCB.jpg

Mitgliederdatei noch nicht bereinigt

Gleiches gelte für die vereinbarte Bereinigung der Mitgliederdatei. Der Verdacht, dass Lutze gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Andreas Neumann und dessen Frau Andrea, bei Parteitagen Mitglieder angekarrt habe, um sich Mehrheiten zu verschaffen, stehe noch immer im Raum.

Bierbaum sprach gegenüber dem SR gar von einem regelrechten Clan und davon, dass die Neumanns und Lutzes politisch eigentlich keinerlei Zeichen setzten. Dass mit Neumann ein Burschenschaftler die Linken inzwischen nach außen hin repräsentiere, bezeichnete Bierbaum als „unmöglich“.

Schmidt berichtete zudem in seinem Rücktrittsschreiben, das dem SR vorliegt, von einer extrem schlechten Zahlungsmoral der gut 2000 Mitglieder. Mit einem Durchschnittsbeitrag von 3,97 Euro bilde der Landesverband bundesweit vermutlich das Schlusslicht.

Wobei 72 Prozent entweder lediglich den Mindestbeitrag von drei Euro oder gar nichts zahlten. Schmidt ist beim Durchforsten der Mitgliederdatei nämlich auf 399 säumige Genossen gestoßen, die seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr gezahlt hätten und damit eigentlich keine Mitglieder mehr seien. Ein Mitglied habe sich gar gewundert, dass Parteimitgliedschaft überhaupt kostenpflichtig sei. Seine ganze Familie habe noch nie bezahlt. Für andere übernahm der jeweilige Kreisvorsitzende die Beiträge.

Sommerfest der Linken 2.jpg

Lutze weist Vorwurf zurück

Der Bundestagsabgeordnete und Saarbrücker Kreisvorsitzende Thomas Lutze sagte dem SR, er respektiere die Entscheidung der drei Genossen. Sie hätten offenbar die Konsequenz daraus gezogen, dass sie im Landesvorstand keine Mehrheiten hätten. Den Vorwurf, wonach es keine Mitgliederbereinigung gegeben habe, wies Lutze zurück. Allein im Kreisverband Saarbrücken seien Anfang des Jahres 100 der damals noch circa 850 Mitglieder aus den Listen entfernt worden, da sie keine Beiträge bezahlt hätten.

Der stellvertretende Parteichef Andreas Neumann will sich vorerst nicht zu den Rücktritten äußern. Er sei einer von drei stellvertretenden Vorsitzenden und man wolle sich nun zunächst im Vorstand beraten.

Über dieses Thema wurde in den Hörfunknachrichten vom 13.07.2018 berichtet.

Quelle    :      SR.1.       >>>>>         mehr lesen

Der Wolf unter Schafen

Bierbaum, no Geld bei Ford

Wagentains – „flasche leer“

 

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Grafikquellen     :

Oben    —Demonstration gegen die Sichtheitskonferenz 1.2.2014 – München

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2. von Oben      —     Wahlplakat Die Linke (Oskar Lafontaine) für die Landtagswahl im Saarland 2017

13 Kommentare zu “Linker Streit an der Saar”

  1. Feierabendteufel sagt:

    Bei dem bärbeißig dreinschauenden Bierbaum würgts mich seit 2007.

  2. Dengmerter sagt:

    Ich werde nicht müde es immer und immer zu wiederholen: Lasst die Finger von Faselheinz! Sein Anteil an den innerparteilichen tiefen Gräben ist riesengroß. Faselheinz ist Lafo größtes Sprachrohr und Gift für die Basis.

    Wir alle haben den Faselheinz und das Bouser Schmittche nicht nötig!!!!!

  3. Kesselflicker sagt:

    L-S-S war schon in Zeiten der SPD der Wegbeisser von Hindernissen die sich OL in den Weg stellten. L-S-S wurde von OL die ganzen Jahre mit Jobs versorgt und zum Aufräumen geschickt!
    Auf dem Landesparteitag 2013 von den Delegierten kategorisch abgelehnt, 2017 wird er zum LGF gewählt. Das habe ich bis heute nicht verstanden.

  4. Beobachter sagt:

    Die Leute um Thomas Lutze sind viel zu anständig. Warum legt ihr nicht die Fakten auf den Tisch, die Bierbaum und die anderen entlarven.
    Der Partei zuliebe laßt ihr euch beschimpfen und Sachen unterstellen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Letztendlich haben die Gerichte Adolf Loch und seine Unterstützer enttarnt. Ihr braucht euch nicht zu entschuldigen.
    Mit welchen Stimmen wurde Bierbaum denn gewählt? Oder Seiwert? Und wer bezahlt korrekt Beiträge und Mandatsabgaben? Landtagsabgeordnete , die 10 Euro Beitrag abdrückten, wurden unter Linsler geduldet. Ihr könnt doch Bücher füllen mit den Schweinereien, die die vermeintlich Guten so veranstaltet haben.

  5. Rennsemmel sagt:

    Das Vertrauen der Basis zu den „da oben“ (Linksfraktion) ist nachhaltig zerrüttet. Alles, was Bierbaum dem jetzigen LaVo vorwirft, da ist substanziell nichts dran (es kommt nämlich immer auf den Stichtag der Statistik an). Auf diese Art will Bierbaum ihm und Lafo nicht genehme Landesvorstands-Mitglieder unmöglich machen. Nachweislich wird mit „Halbwahrheiten und persönlichen Herabsetzungen“ gearbeitet (mehr dazu in den nächsten Tagen).

    Der Parteivorstand, der seit 6 Jahren fast ausschließlich aus den gleichen Personen bestand, hat es geschafft, dass bei den LTW 2012 rund ein Drittel der Wählerinnen und Wähler davon gelaufen sind. Vier Jahre lang davon hat Schramm den Laden mit Mehrheiten geführt!
    Für wie dumm halten Bierbaum, Schmitt, Seiwert und Volker Schneider und Bard uns?

  6. Ex-Mitglied sagt:

    Bierbaum hat vergessen dem SR zu erzählen, dass er jahrelang den Saarpfalz-Kreis-Clan gefördert und unterstützt hat. 2009 hatte es B. als Versammlungsleiter auf die Augen geschissen. 2017 war es kaum anders. Prof. Dr. Bierbaum hat zwei Gesichter. Zugern wüsste ich wie viele Aufträge er für seine Firma durch Lafo zugeschustert bekam. Wie Gegenleistungen auszusehen haben, ist landesweit bekannt.
    Andererseits ist Bierbaum zuzustehen, dass zwei Niederlagen innerhalb kurzer Zeit auch schwer zu verkraften sind: Einmal ist sein neues Augäpfelchen Heib in KV Merzig-Wadern nicht Kreisvorsitzende geworden und seine Fürrede für Schramm’s Augäpfelchen in Leipzig ist verhallt. Das hinterlässt Spuren.

  7. Beobachter sagt:

    Was ist dass den für ein Stil- Schneider bleib bei deinenLeisten- ist das zulässig, das er aus Berlin hier rumhetzt? Schickt das mal jemand nach Berlin in die Fraktion, damit die wissen, wen die dort beschäftigen?

  8. PDSler sagt:

    Volker Schneider
    3 Std. ·
    Während sich der Landesvorstand noch immer in Schweigen hüllt (wieso eigentlich?) im Aktuellen Bericht vom 13.7.18 immerhin eine Stellungnahme von MdB Thomas Lutze zu den Rücktritten von Heinz Bierbaum, Leo Stefan Schmitt und Elmar Seiwert.

    Ich wiederhole: Die PDSLinke hätte niemals mit der WASG zusammengehen dürfen. Somit wäre uns Volker Schneider erspart geblieben.

  9. Zitrone sagt:

    Oha Überherrn lebt auch noch? Bestimmt kamen Infos aus der Fraktion, sie möge doch bitte was dazu sagen. Ging dann voll in die Hose, weil über die wirklich JEDER in der Partei Bescheid weiß.

  10. Piratenköpfchen sagt:

    V.Schneider sollte sich unbedingt an seine eigene Nase fassen, will ich nur sagen. Selbstkritisch sollte er sein, hat er als MdB die Methoden seiner damaligen Angestellten Döring als LGführerin stillschweigend gebilligt. Ein Mitglied der LSchK zählte auch zu seinen Angestellten.

  11. ein Linker sagt:

    # zu 7
    der ist in Berlin auch als Parteimitglied in einem Bezirk gemeldet.

  12. Zitrone sagt:

    @8 ja Volker der LAVO springt halt nicht über jeder Stöckchen, das hingehalten wird. Das haben die gar nicht nötig, denn sie haben keine Fehler gemacht.

  13. Saarbrigga sagt:

    Hm der Volker hat doch selbst mit allen Mitteln gearbeitet um sein MdB Mandat zu halten!
    Das sind mir die Richtigen, erst vor der eigenen Haustür kehren und dan Mimimi machen:)
    Sein Nachtreten aus Berlin ist schlechter Stil, hat er nicht mit Pauken und Trompeten den LV verlassen? Dann sollte der sich in Berlin reinhängen und aufhören Loch, Heib und Co als Marionetten zu benutzen!
    Es hat doch bis jetzt jedes mal nur Pleiten, Pech und Pannen gegeben!
    Die Mitglieder haben seine MdB Zeit nicht vergessen und wissen was er für ein Intrigant ist!
    Scheinbar ist die Intension aber eine ganz andere, Parteischädigen wie es Loch auch gemacht hat!
    Ok Schneider ist clever genug, nicht dazu aufzurufen die Linke nicht zu Wählen, er gibt ja nur das Presseecho des Haus und Hof Journalisten von Birgit, also öffentliche Meinung wieder! Als Besorgter Genosse… ist klar!
    Aber es wird auch dieses Mal in die Hose gehen, 3% Klausel bei Kommunalwahlen die werden erreicht. Also Volker laß stecken 🤪

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