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Archiv für April 8th, 2021

Patentierter Massenmord

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2021

Rechte an Corona-Impfstoffen

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Ein Schlagloch von Ilija Trojanow

Impfstoffpatente gehören Pharmakonzernen. Ohne sie könnten Produktionsstätten weltweit größere Mengen herstellen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Massenmord. Eine heißt „Patent“. In einer Welt extremer sozialer Unterschiede entscheiden Patente, wer überleben darf. Deswegen haben jene, die in einer globalen Pandemie wiederholt verhindern, dass die Patentrechte für Covid-19-Arzneien, Impfstoffe und medizinische Produkte ausgesetzt werden, Blut an den Händen. Das ist keine Übertreibung, das ist tödlicher Ernst.

Die Europäische Union hat im März zum achten (!) Mal einen diesbezüglichen gemeinnützigen Vorschlag der Regierungen Indiens und Südafrikas bei der Welthandelsorganisation blockiert, unisono mit den USA und Großbritannien. Die Mitgliedsländer einigten sich stattdessen darauf, das Thema Mitte April erneut zu behandeln. Während wir hierzulande über ausbleibende Liefer­mengen klagen, haben die Menschen in jedem zweiten Land auf Erden so gut wie keine Impfungen erhalten.

Grund dafür ist, dass die Impfstoffe den Pharmakonzernen gehören. Selbst innerhalb der kapitalistischen Logik ist das ungerecht, denn ihre Entwicklung wird in den meisten Fällen durch jahrzehntelange öffentliche Finanzierung erst ermöglicht. Die Impfstoffe der Unternehmen Biontech/Pfizer und Moderna beruhen auf grundlegenden Entdeckungen, die mit staatlicher Unterstützung an universitären Forschungsstellen gelungen sind.

So die essenziell wichtige RNA-Modifikation (daher der Name „Moderna“: „Modified“ + „RNA“), die an der Universität Pennsylvania entwickelt wurde. Neben solcher Grundlagenforschung hat die öffentliche Hand zudem weltweit zusätzliche 93 Milliarden Euro in die Entwicklung der Impfungen investiert. „Dieser Impfstoff gehört den Menschen“, forderte folgerichtig Peter Maybarduk, Leiter von Access to Medicines bei Public Citizen in der Zeitschrift Scientific American.

Forschung durch Steuergelder finanziert

„Öffentlich bezahlte Wissenschaftler haben ihn erfunden, die Steuerzahler haben seine Entwicklung finanziert. Er sollte Eigentum der ganzen Menschheit sein.“ Zudem sorgen die Pharmapatente für eine künstliche und somit profitable Verknappung der Mengen. Wie viel mehr könnte hergestellt werden, wenn weltweit die Produktionsstätten nun grünes Licht bekämen. Stattdessen erfolgt eine privatwirtschaftliche Enteignung gesellschaftlichen Vermögens – mithilfe des Staates und somit als staatskapitalistischer Übergriff.

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Die zu erwartenden Gewinne werden gigantisch sein, denn die Konzerne haben sich bereit erklärt, die Preise nur so lange zu deckeln, wie die Pandemie anhält. Sie haben sich aber ausbedungen, selbst zu entscheiden, wann diese vorbei sein wird. Einige von ihnen haben angedeutet, die Schonzeit werde spätestens Ende dieses Jahres ablaufen. Ein amerikanischer Freund schrieb mir neulich, wie dankbar seine Eltern gewesen seien, die Impfung kostenlos erhalten zu haben.

„Aber ihr habt das verdammte Zeug ohnehin schon bezahlt“, erwiderte er, „ihr seid also dankbar, es nicht doppelt bezahlen zu müssen.“ Also, zum Mitschreiben, für all jene ohne Herz und Hirn, die dieses menschenverachtende System aufrechterhalten: Uns ALLEN gehört der Impfstoff und es ist in unser ALLER Interesse, dass weltweit ALLE geimpft werden, also gibt es nur eine vernünftige und ethische Politik: Impfstoff als Gemeingut, weltweit kostenlos oder zum Selbstkostenpreis verteilt.

Siehe da, genau das hat Ursula von der Leyen schon letzten April gefordert. Der Impfstoff müsse in ein globales Gemeingut umgewandelt werden, um eine gerechte Verteilung zu sichern. Wahrscheinlich war dies, bevor Lobbyisten und Industrielle den Verantwortlichen hinter verschlossenen Türen erklärten, wem sie wirklich zu dienen haben (Tipp: nicht der Gesellschaft).

Quelle       :        TAZ           >>>>>>         weiterlesen

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Massenmörder F. J. Huber

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2021

Massenmörder und Gestapo- Chef
fast 20 Jahre im Dienste der CIA

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Franz Josef Huber

Quelle      :        INFOsperber CH.

Urs P. Gasche /   

Der SS-General und Komplize von Adolf Eichmann hat Zehntausende Juden in den Tod geschickt. Doch die CIA setzte ihn als Spion ein.

Erst jetzt zugängliche Archive der Geheimdienste der USA und Deutschlands brachten es ans Licht: Einer der schlimmsten Nazi-Massenmörder wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs vor Verfolgung verschont und geschützt, weil er der CIA und auch dem deutschen Bundesnachrichtendienst BND nützlich war als Spion gegen den kommunistischen Osten.

Der «Report München» der ARD und die New York Times haben Auszüge aus den Geheimdienst-Dokumenten am Dienstag publiziert. Nur wenige grosse Medien berichteten bisher darüber.

In Wien möglichst alle Juden vernichtet

Nach der deutschen Annexion von Österreich im Jahr 1938 wurde Huber Gestapo-Chef eines grossen Teil Österreichs einschliesslich Wiens und befahl dort alsbald, «unerwünschte … Juden sofort zu verhaften und ins Konzentrationslager Dachau zu überführen».

Dachau wurde im Januar 1933 eröffnet. Jahrelang war «die Gestapo und die Polizei unter Hubers Führung in Wien dafür verantwortlich, Juden einzusammeln, sie in Züge zu verfrachten und in Konzentrationslagern ihrem Schicksal zu überlassen», erklärte Professor Moshe Zimmermann von der Hebrew University in Jerusalem in der NYT. Huber habe Zehntausende Menschen in den Tod getrieben.

Huber lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1975 unbehelligt und mit einer Rente in München

Die CIA liess belastendes Material möglichst verschwinden und stellte Huber nach Ende des Krieges als Spion an. Erst fast zwanzig Jahre nach Kriegsende, 1964, entliess ihn die CIA nach Angaben der NYT aus Angst, seine Vergangenheit könne die Geheimdienste doch noch in Verruf bringen. Weil Huber seine Vergangenheit gegenüber der CIA nie verheimlichte, wurde seine Entlassung als «unbegründete Entlassung» eingestuft, so dass er bis zu seinem Tod 1975 im Alter von 73 Jahren eine Rente beziehen konnte.

Ab 1956, als der BND gegründet wurde, war Huber von Anfang an auch in dessen Diensten. Das bestätigte im «Report München» der BND-Chefhistoriker Bodo Hechelhammer: «Die Suche nach Geheimdienstleuten mit klarer antikommunistischer Einstellung führte viel zu oft zu ehemaligen Nazis.»

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Auslieferungsgesuche von Österreich und Forderungen von Opfer-Anwälten, gegen Huber zu ermitteln, hätten die US-Besatzungsorgane und Geheimdienststellen «mit zahlreichen bürokratischen Vorwänden» abgelehnt. Die USA hätten die deutschen Behörden mit Erfolg dazu gedrängt, dass sie Huber im Entnazifizierungsverfahren mit einer bedingten Verurteilung und einer Busse davonkommen liessen.

Anders als andere Naziverbrecher musste Huber nie flüchten und untertauchen, sondern lebte stets unter seinem richtigen Namen ein unbeschwertes Leben. «Das ist kaum zu fassen und eine Schande, dass Huber ein ruhiges Leben unter seinem eigenen Namen führen konnte», erklärt Professor Shlomo Shpiro der Bar-Ilan-University in Israel.

FREIE NUTZUNGSRECHTE

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Offener Brief an Laschet

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2021

Herr Laschet, ich habe das Restvertrauen in Ihre politischen Fähigkeiten verloren

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Wie fast auf jeden Foto: Mit Influencer im Hintergrund ?

Eine Kolumne von Sascha Lobo

Sascha Lobo ist kein Fan offener Briefe. Diesen jedoch hält er für nötig. Zu oft beschleicht ihn das Gefühl, dass CDU-Chef Armin Laschet ihn und andere Bürger für dumm verkauft – mitten in der Pandemie.

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Der Himmel über Idlib

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2021

Im Flüchtlingslager von Killi

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Von Muhammad Al Hosse

Ali Abdallah ist seit einem Luftangriff halbseitig gelähmt, doch aufgeben will er nicht. Er züchtet Tauben, als Hobby und zum Lebensunterhalt. In den Vertriebenenlagern im Nordwesten Syriens spendet die Aufzucht der Tiere den Menschen Trost.

Müdigkeit steht Ali Abdallah ins Gesicht geschrieben. Auf dem Kopf trägt der 28-Jährige eine Mütze. Eigentlich trägt Ali Abdallah einen anderen Namen, der aus Sicherheitsgründen hier aber nicht genannt werden soll. Seit sein Haus von russischen und syrischen Kampfflugzeugen bombardiert worden ist, steckt sein Körper wegen einer halbseitigen Lähmung in einem Rollstuhl. Mit seiner Frau und den vier Kindern flüchtete er sich in ein Vertriebenenlager nahe Killi, in jene Gebieten der syrischen Provinz Idlib, die der syrische Präsident Baschar al-Assad bislang nicht zurückerobern konnte.

Doch Ali Abdallah ist optimistisch: „Wegen des Rollstuhls hat mein Leben ja nicht aufgehört“, sagt er. In dem Lager ist es ihm mittlerweile gelungen, Tauben aufzuziehen. Die Zucht der Vögel, so sagt er, passe zu seiner Verletzung. Aus dem Rollstuhl heraus pflegt er sie. Bei Sonnenaufgang und spät am Abend bei Sonnenuntergang kümmert er sich um die Tiere, verbringt viel Zeit mit ihnen, füttert sie und lässt sie für ihren täglichen Übungsflug frei.

Unter den vertriebenen Syrern in den Lagern Idlibs ist das Hobby der Taubenhaltung weit verbreitet. Mit besonderer Sorgfalt ziehen sie die Vögel in Gruppen auf und trainieren sie, gemeinsam zu fliegen. Das Hobby bietet Abwechslung und spendet Trost in diesem vom Krieg zerrissenen Land. Vor allem unter den Männern ist die Taubenzucht beliebt. Einige sind ganz besessen von den Tieren, die ihnen in ihrem von Vertreibung geprägten Leben Halt geben.

Für viele Familien ist die Taubenhaltung aber auch Lebensgrundlage. „Das ist ein Unternehmen, das für mich und meine Familie Kapital generiert“, sagt Ali Abdallah. „Ich fotografiere die Vögel, die ich verkaufen möchte, und poste die Bilder in Whatsapp-Gruppen für Restaurantbesitzer und Taubenhändler“, erzählt er. „Wer das höchste Gebot macht, dem verkaufe ich meine Tauben.“ Die Nachfrage nach Taubenfleisch in Idlib ist hoch. Manche kaufen die Tiere auch für die eigene Küche zu Hause.

Zehn Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Idlib, in dem Dorf Ma’aret Misrin, treffen sich jeden Freitag die Händler und Züchter auf einem großen Vogelbasar. Auf einer Fläche von ein bis zwei Quadratkilometern werden Enten, Gänse, Hühner, Papageien, Wellensittiche und Tauben in Eisenkäfigen auf Motorrädern oder Pick-up-Trucks zur Schau gestellt. Wer kein Fahrzeug hat, das er als Marktstand nutzen kann, platziert seine Vögel einfach auf dem Boden. Auch die Vertriebenen in der Region stellen ihre Vögel auf dem Markt von Ma’aret Misrin aus.

Die Käufer prüfen die Tauben und untersuchen sie auf Krankheiten. Sie schauen nach Wunden, Atemproblemen oder herabhängenden Flügeln. Jede Taube hat unterschiedliche Merkmale und Formen, nach denen sich ihr jeweiliger Wert bemisst. Die Preise seiner Vögel lägen meist zwischen umgerechnet 4 und 25 Euro, erzählt Ali Abdallah. Einige wenige Tiere auf dem Markt können aber bis zu 2.000 Euro bringen.

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Bezahlt wird in Idlib und Umgebung nicht mit der syrischen Währung, sondern in türkischen Lira. Das hat Hai’at Tahrir al-Scham (HTS) vergangenen Sommer so verfügt, so lautet der Name jener Miliz, die die letzte Oppositionshochburg in Syrien mit türkischer Unterstützung kontrolliert und auch in den Vertriebenenlagern von Idlib das Sagen hat. Ein von der Türkei und Russland vereinbarter Waffenstillstand ist zwar verlängert worden und sorgt derzeit für eine relative Ruhe, doch die unsichere Situation bereitet den Menschen weiterhin Sorgen.

Viele Zivilisten erwarten neue Militäraktionen des Regimes, das immer wieder klargemacht hat, dass es alle Landesteile Syriens wieder unter seine Kontrolle bringen möchte. Obwohl die groß angelegte Offensive der Regierung und ihrer russischen Verbündeten auf Idlib im letzten Jahr weitgehend zum Stillstand gekommen ist, fliegen die Kampfjets nahe den Frontlinien östlich und südlich der Provinzhauptstadt weiter ihre Luftangriffe. Ständig sind im Himmel über Idlib russische und syrische Kampfflugzeuge zu sehen.

Auch Muhammad al-Abrasch hat das Hobby der Taubenzucht für sich entdeckt. Während der Militärkampagne auf Idlib im letzten Jahr wurde er aus seinem Heimatdorf Ma’aret al-Na’asan vertrieben. Nun wohnt er in einem Lager nördlich des Dorfes Harbanusch im Norden Idlibs, wo er mehr als sechzig Tauben besitzt. „Nichts“, sagt er, „steht zwischen mir und meinen Tauben.“

Als sein Dorf bombardiert wurde, habe seine Familie die Vögel zurücklassen wollen. Sie wollten ja zurückzukehren, erzählt Muhammad. Doch er ahnte, dass eine Rückkehr unwahrscheinlich sein würde und wollte die Tauben nicht durch die Bomben sterben lassen. Also nahm er sie mit. „Ich habe mein Leben riskiert, um die Vögel da herauszuholen“, erinnert er sich.

Quelle        :        TAZ        >>>>>         weiterlesen

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Unten       — 

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DL – Tagesticker 08.04.2021

Erstellt von DL-Redaktion am 8. April 2021

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Ist in der Politik nicht vieles eine Clan Taktik der Machtinnehabenden Parteien ? Je länger sich eine Planung hinzieht – umso höher fallen die Gewinne für die Beteiligten aus ? Eine Mafia spielt hier vielleicht die Bälle sogar niedriger als die Politiker-Innen ? In Köln gab es ähnliche Spielchen über welche sogar die Presse berichtete – doch letztendlich versank alles im CDU-Clan-Klüngel!

Was Flüchtlingsheime kosten, weiß im Berliner Senat niemand – oder doch?

1.) Im Millionen-Nebel

Ein Bauprogramm an der Milliardengrenze ist sicher nicht leicht zu verstecken. Doch das versucht Berlin scheinbar gerade im Falle von Flüchtlingsheimen: Gesamtkosten, Belegung und sogar Bedarf der sogenannten MUF werden nur nebulös vermittelt. Eine Informationspolitik mit der Nebelkanone. Berlin ist für seinen Hochnebel bekannt. Ein Phänomen, bei dem am Boden alles sichtbar bleibt, ab einer gewissen Höhe verhindert jedoch dichtes Kondenswasser die Sicht. Dabei kann sogar die obere Hälfte des Fernsehturms im Nebel verschwinden, der Betonstiel bleibt noch zu sehen. Die oberen Etagen des benachbarten Rathauses werden selten von Nebel verhangen. Dennoch gibt es ein Naheverhältnis zwischen dem Senat von Berlin und Nebel, zumindest atmosphärisch. Und beim Bauprogramm der Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF), die Stadt baut derzeit rund 50 davon, ist Nebel mit Beton eng verwoben, oder Intransparenz mit einem Bauprojekt der Stadt. Das MUF-Programm ist ein Geheimnis im Scheinwerferlicht. Man weiß, es existiert, große Plattenbauten sind auch schwer zu verbergen, aber lückenlose Angaben von offizieller Seite gibt es dazu nicht. Im Gegenteil: Der Senat informiert fragmentarisch, wechselhaft – Angaben schwanken im Laufe der Zeit –, wer es genau wissen will, muss sich durch den Nebel selbst einen Weg finden. Und die vorhandenen Puzzlestücken zu einem Bild fügen, so gut es geht.

Focus-online

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Der Klabautermann erklärt. So schreit ein politischer Influencer ganz laut nach einen Arzt ! Leute kauft Kämme – Wir haben eine lausende Regierung! Eine Halde der Unfähigkeit wird nun noch mit Plastikplanen abgedeckt, um den verursachten Schaden an der Gesellschaft klein zuhalten. Niemand hatte doch bislang gesagt, das wir uns politisch Impfen lassen müssten !

SPD-Gesundheitspolitiker will Strategiewechsel:

2.) Lauterbach erklärt, wie der Impf-Turbo funktionieren kann

60 Millionen Erstimpfungen sind bis Juli möglich, sagt der SPD-Experte. Ein Beschluss der Impfkommission, der das ermöglicht, müsse jetzt schnell fallen. Angesichts der dritten Welle in der Coronavirus-Pandemie, der nach wie vor knappen Vakzine und der Einschränkungen beim Mittel von Astrazeneca wird die Frage immer drängender, wie mehr Tempo in die Impfkampagne gebracht werden kann. „Entscheidend ist, jetzt so vielen Menschen so schnell wie möglich die Erstimpfung zu geben“, sagt der SPD-Gesundheitsexperte und Arzt, Karl Lauterbach, dem Tagesspiegel. Dazu müsse die Impfstrategie geändert und der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung auf zwölf Wochen deutlich ausgeweitet werden. Lauterbach erneuert damit eine Forderung, die er zuvor Ende März im Interview mit dem Tagesspiegel erhoben hatte. Eine entscheidende Rolle käme hierbei der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu. „Der Ball liegt jetzt bei der Stiko. Ohne ihre Hilfe ginge das nicht“, sagte Lauterbach. Er regte eine schnelle Entscheidung der Kommission in dieser Frage an. „Ein solcher Strategiewechsel wäre wenn dann jetzt notwendig“, sagte Lauterbach.

Tagesspiegel-online

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Ja hoffen wir einmal alle,  das dieses kein böses erwachen gibt! Wer hat denn nicht erlebt, das vor einer Wahl ganz anders argumentiert  nach einer gewonnenen ? Das wäre die politische Normalität ! Politiker-Innen sind das Vertrauen nicht Wert – welches Ihnen in einer Wahl entgegen gebracht wird. 

Sieg der SozialistInnen in der Arktis

3.) Klimawandel in Grönland

Bei der Wahl hat die Opposition gewonnen. Es zeigt: Die GrönländerInnen wollen keinen großflächigen Abbau ihrer Rohstoffe durch internationale Konzerne. Die GrönländerInnen haben eine gute Entscheidung getroffen: Bei der Parlamentswahl haben sie sich dagegen ausgesprochen, Teile ihres Landes von einem Grubenkonzern und chinesischen Wirtschaftsinteressen zerstören zu lassen. Die bisherige Oppositionspartei, die sozialistische Inuit Ataqatigiit (IA), wurde mit Abstand stärkste Kraft. Die Verlockung, sich anders zu entscheiden, war durchaus groß. Die volle Selbstständigkeit des Landes von Dänemark ist das zentrale Ziel aller Parlamentsparteien und der großen Mehrheit der Bevölkerung. Aber auf eigenen Beinen kann man nur stehen, wenn dafür das wirtschaftliche Fundament vorhanden ist; bislang hängt man noch am Tropf Kopenhagens. Warum also nicht auf einen Schlag fast die Hälfte des bisherigen Haushaltsdefizits mit Steuern und Abgaben aus einem einzigen Grubenprojekt stopfen? Und würde die Genehmigung einer solchen Grube unter einem globalen Blickwinkel nicht sogar sehr verantwortungsvoll sein? Braucht die Welt nicht die Seltenen Erden für die Energiewende, für E-Autos, Windkraftwerke und Solarzellen

TAZ-online

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Sollte sie froh sein, nicht unter das Sofa geschoben worden zu sein. Gibt es für die EU nicht nur eine Maxime: „Wie schaffen wir es, die Flüchtlinge außerhalb zu binden, um Orban und der PIS  bei Laune zu halten ? Vielleicht geht es  ja auch nur darum eine bessere Tänzerin zu schicken ?

Von der Leyen muss bei Erdogan aufs Sofa

4.) Kritik wegen Sitzordnung

Die EU-Kommission hat sich empört über die Sitzordnung beim EU-Türkei-Treffen in Ankara gezeigt. Ein Sprecher machte am Mittwoch deutlich, dass Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aus ihrer Sicht auf Augenhöhe mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dem EU-Ratspräsidenten Charles Michel hätte platziert werden müssen. „Die Präsidentin war ganz klar überrascht“, sagte er. Sie habe es aber vorgezogen, über substanzielle Fragen zu reden. Treffen mit Erdogan: Für Michel Platz neben Erdogan, von der Leyen auf dem Sofa Bei dem Treffen mit Erdogan im türkischen Präsidentenpalast war am Dienstag für Michel ein großer Stuhl neben dem türkischen Staatschef reserviert gewesen. Von der Leyen bekam hingegen einen Platz auf einem Sofa in einiger Entfernung der beiden zugewiesen. Dort saß sie dem türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegenüber, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm. Unter anderem auf Twitter wurde danach daran erinnert, dass der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei Treffen mit Erdogan auf Augenhöhe sitzen durfte. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir kommentierte: „Solche Zeichen setzen autoritäre Unterdrücker & Machos wie #Putin, #Erdogan & Co bewusst. (…) Kann man sich gefallen lassen, muss man nicht. Respekt bekommt man so jedenfalls nicht bei den Herren!“

Kölner-Stadt-Anzeiger-online

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Diese Aussagen kann wird sicher  Unterstützer finden, sind doch viel schon lange der Meinung, dass Kinder in diesem Land in den Schulen vollkommen desorientiert werden. Niemand stellt doch die Frage über das warum ! Warum entwickelte sich aus der CDU heraus eine AfD ? Nur die echten Erzkonservativen sitzen immer noch fest im CDU-Clan. Selbst ein Mann wie Heiner Geissler korrigierte erst im reifen Alter seinen Spruch: „Lieber Tod – als Rot“,  und trat Attac bei. Dort hieß es dann: „Der größte Lump im ganzen Land – das ist und bleibt der Denunziant“.

NS-Erbe – Zwei Menschen mit Migrationshintergrund haben die Debatte um die deutsche Schuld neu lanciert. Einigen passt das nicht

5.) Das Schweigen der Nazi-Enkel

Um der Transparenz willen vorweg: Ich bin eine Deutsche mit Nazihintergrund. Mein Coming-out als Enkelin eines als Naziverbrecher hingerichteten Großvaters hatte ich 2007 mit meinem Buch Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte. Ich habe mich freiwillig zur Aufklärung entschieden, weil ich es für richtig hielt; niemand hat mich von außen dazu gedrängt, ganz im Gegenteil. In meinem Buch schildere ich die transgenerationellen, emotionalen Folgen von NS-Täterschaft, beschreibe aber auch die Seilschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg nahtlos weiter funktionierten. Die Karrieren der einstigen Täter, vor allem aus großbürgerlichen Kreisen, waren durch den Nazihintergrund selten behindert, oft war dieser geradezu förderlich. Ich nenne in meinem Buch einige namhafte Familien im unmittelbaren Umfeld meiner Verwandten, deren Beteiligung am NS-System ihnen nicht zum materiellen oder beruflichen Schaden gedieh. Deren Nachkommen standen oder stehen einflussreich in der Öffentlichkeit, ohne jemals die Schuld ihrer Angehörigen erkennbar thematisiert zu haben, darunter die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin oder der Publizist und Politiker Jürgen Todenhöfer (der sehr kurz Mitherausgeber dieser Zeitung war). Dessen Onkel Kreuzwendedich Todenhöfer war stellvertretender Leiter der Abteilung DIII für „Judenangelegenheiten“ im Auswärtigen Amt. 1950 fuhr er meine jugendliche Mutter in seinem Mercedes zu einem ehemaligen „Kameraden“ ihres Vaters zur Ausbildung. Die bildende Künstlerin Moshtari Hilal und der Schriftsteller Sinthujan Varatharajah liegen also durchaus richtig, wenn sie neulich in einem zweistündigen, viel diskutierten Instagram-Talk über „Nazi-Erbe – Kapital und Rassismus bei Menschen mit Nazihintergrund“ auf NS-Kontinuitäten in der BRD aufmerksam machen. Diese Kontinuitäten bestehen allerdings nicht nur in den materiellen Nachlässen der NS-Generation und der damit einhergehenden gesellschaftlichen Macht, auf die die beiden sich in ihrem Gespräch konzentrieren, sondern auch in der Weitergabe von Denk-, Gefühls- und Handlungsmustern über die Generationen hinweg.

Der Freitag-online

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Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Wir erhalten in letzter Zeit viele Mails mit Texten zwecks Veröffentlichung – Um diese zu Verbreiten  sollten Sie sich aber erst einmal vorstellen und zeigen mit wem wir es zu tuen haben.  Danke !

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte   

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