DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Archiv für Dezember 9th, 2020

In eine andere Welt ?

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Dezember 2020

Eine andere Welt ist möglich

Catrinas - Day of the Dead Ladies.jpg

Ein Schlagloch von Georg Diez

2020 zeigt sich, wie schon im Jahr 2015, dass diese Gesellschaft weiter ist, offener, flexibler und hilfsbereiter als die Institutionen, die sie abbilden

Ich erinnere mich an die stillen Tage, als ich meine Notizen zur Krise begann, ich erinnere mich an die leeren Morgenstunden und die Abende, an denen die Torstraße dalag wie vergessen, kein Auto weit und breit, alle ­Menschen hatten sich zurückgezogen, obwohl der Frühling durch die Straßen zog wie ein Versprechen – aber dieses Versprechen war trügerisch, so wie ­alles trügerisch geworden war, die Sonne, der milde Wind, die Umarmung, die Nähe, der Kuss, ansteckend.
Ist das erst zwei Jahreszeiten her? Wie viele Monate? Wie viel Verzweiflung, Leere, Anpassung? Und was ist seither geschehen? Freunde treiben in die Irrationalität und driften davon, Feindschaften blühen auf wie zuletzt 2015, als sich das Land in die spaltete, die mit Menschlichkeit reagierten, und die, die ihre eigene Angst und Aggression auf die projizierten, die kamen, weil sie mussten, weil sie nicht woanders sein konnten als hier.

Die Verbindungen zwischen diesen beiden Jahren 2015 und 2020 sind verschieden und vielfältig, es sind zwei Enden der Hysterie, die Offenheit und die Verschlossenheit, die Angst vor den Vielen, die vor Krieg, Hunger, Not flohen, und die Angst vor den Viren, die auf jeder Türklinke sein konnten, an jedem Glas, in der Luft, die du atmest; das Verbindende ist diese Angst, das Verbindende ist aber auch die Hoffnung, das Neue, der Aufbruch und das Aufwachen, dieser Blick auf uns, wie wir sind, und uns, wie wir sein könnten.

Beide Jahre waren Krisenjahre und Chancen zugleich – und 2015 war ja tatsächlich ein Triumph der Bürgerinnen und Bürger als Menschen, die handelten, die sich als die begriffen, die die Hand ausstrecken und helfen und nicht warten, bis jemand kommt und ihnen sagt, was sie zu tun haben; im Gegenteil, es war die Politik, die viele der Probleme schuf, die sie dann selbst wieder zu lösen vorgab, diese Art von demokratischer Autosuggestion, die leider sehr schädlich ist für die politische Praxis und für den Zusammenhalt und das Vertrauen in diesem Land.

Ich will nicht sagen, dass es dieses Mal genauso war, genauso ist; ich will das wirklich nicht sagen: Aber so richtig gelungen ist das eben nicht, was die handelnden Akteur*innen da tun. Sie hangeln sich, wie die Zeit-Online-Journalistin Vanessa Vu neulich in der Talkshow von Anne Will sagte, von Krisengipfel zu Krisengipfel, weil das die Form von Kompromisserzeugung ist, die seit Jahren gelernt ist – und wenn man sie darauf anspricht, auf die fehlenden Konzepte für die Schulen und die mangelnden Tests, immer noch, und auf den bleibenden Schaden, den sie mit ihrer Kulturverachtung gezeigt haben, dann stecken sie die Köpfe zusammen und sind sich auf einmal einig, dass das so sei, in unserer Demokratie, und die, die es besser geschafft haben, die seien eben keine Demokratien.

Grandville, Autre Monde, Das Goldene Kalb.jpg

Was in doppelter Weise schädlich ist. Sie wollen nicht nur nicht lernen von den Erfahrungen anderer Länder, in Taiwan etwa, in Südkorea, Japan oder Vietnam, sie stilisieren unsere Form von politischer Praxis als kaum hinterfragbar und schaden damit gleichzeitig dem Vertrauen in genau diese Praxis, die ja so offensichtlich defizitär ist, wenn es darum geht, etwa die Menschen zu schützen, denen die Verantwortung gilt. Etwas Rassismus mag auch dabei mitschwingen: „Asien“ eben – vor allem aber eine mittlerweile tief verwurzelte Unfähigkeit zu lernen, die Augen aufzumachen für die Erfahrungen der anderen.

Es kann sein, dass der positive Möglichkeitsraum, den die Krise eröffnet hat, verspielt wird und, schlimmer noch, besetzt wird von den Agenten der Angst

Quelle        :         TAZ         >>>>>         weiterlesen


Oben        —         Catrinas – Day of the Dead Ladies

Abgelegt unter International, Kultur, Mensch, Umwelt | Keine Kommentare »

Allgemeine Klick Umfrage

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Dezember 2020

Klicks als Maßstab für journalistischen Erfolg?

InterviewIceland.jpg

Quelle      :        INFOsperber CH.

Daniela Gschweng / 08. Dez 2020

Die Hälfte von 180 befragten deutschen Journalisten setzt Erfolg angeblich mit Leserzahlen gleich, stellte eine Umfrage fest.

Die angespannte wirtschaftliche Situation der Medien dominiert weiter die Arbeit von Medienschaffenden weltweit. Das hat in Deutschland eine ganze Menge Konsequenzen bis hin zur Bewertung von Fake News, zeigt der jüngste «Cision State of the Media Report» für Deutschland.

Cision ist ein globaler Anbieter von Media Management Software und führt unter anderem Medienbeobachtungen für Unternehmen durch. Das Unternehmen publiziert jährlich eine weltweite Umfrage über das Arbeitsumfeld von Medienschaffenden. Für den jüngsten Report befragte es 181 Medienschaffende in Deutschland und 3’253 Medienschaffende aus 15 Ländern weltweit.

Wichtigstes Thema: Ressourcenmangel

Mit Abstand wichtigstes Thema für Medienschaffende in aller Welt ist demnach, wie sie mit Zeit und Geld zurechtkommen. Einsparungen und Personalabbau führen weiter dazu, dass weniger Medienschaffende mehr Inhalte produzieren müssen.

Ein Drittel der Befragten in Deutschland beklagte einen Mangel an Personal und Ressourcen, gegenüber 22 Prozent weltweit. Die Studie streift daraus resultierende Qualitätsprobleme, geht aber nicht näher darauf ein.

Erfolgreich ist, was gelesen wird

Der wirtschaftliche Druck macht sich laut Cision in der Selbstbewertung bemerkbar. Die Hälfte der Befragten in Deutschland bewerte ihre Arbeit als «Erfolg», wenn sie hohe Leser- oder Klickzahlen habe, schreibt Cision. Der Anteil der Medienschaffenden, die es so sehen, ist seit 2019 nochmals gestiegen.

Ob das wirklich die Meinung der Befragten ist, kann man bezweifeln. Die dazu gestellte Frage lautete nämlich: «Welcher Indikator war 2019 am wichtigsten, wenn es um die Erfolgsmessung von «Content» in Ihrem Unternehmen geht?».

Man darf annehmen, dass Reichweite nicht zuletzt eine Anforderung der Verlagsetage ist. Finanzielle Engpässe machen selbst vor etablierten Medienhäusern nicht halt (siehe Infosperber: «1800 Franken für ein NZZ-Jahresabo?»). Wer in unsicheren Zeiten beweisen könne, dass er Geld in Form von Aboabschlüssen hereinbringe, habe auch beim nächsten Medium gute Chancen, schreibt Cision in der internationalen Ausgabe der Studie.

An der Basis sind die Meinungen dazu buchstäblich zwiespältig. Die Hälfte der befragten deutschen Medienschaffenden (49,7 Prozent) fand, dass die Orientierung an Umsatz und Leserzahlen die Berichterstattung beeinflusse, die andere Hälfte nicht. 2019 antworteten noch 43 Prozent mit «nein». Ein knappes Viertel (23 Prozent) macht Erfolg direkt abhängig von Umsatz- oder Abozahlen, nur 13 Prozent der Medienschaffenden messen ihren Erfolg an der Menge des veröffentlichten Materials.

Was gemessen wird, wird relevant

Digitale Möglichkeiten schaffen auch an anderer Stelle Fakten: Das «User Engagement» der Leserschaft hat erstmals merklich Eingang in die Selbstbewertung gefunden. Neun Prozent der Befragten sagten, dass sie Wert auf Social-Media-Interaktion, hohe Verweildauer auf der Seite, Newsletter-Neuanmeldungen sowie Linkverbreitung durch Leserinnen und Leser legen (Vorjahr: weniger als drei Prozent). Detaillierte Zielgruppeninformation durch digitale Erfassung wird ebenfalls geschätzt.

Fake News besorgte nur wenige

Die wirtschaftliche Lage zeigt auch Auswirkungen auf das, was deutsche Medienschaffende als grösste Herausforderungen im Beruf betrachten. Fake News, das wichtigste Thema 2019, besorgte weniger Kolleginnen und Kollegen. Nur zehn Prozent schenkten der Diskussion um Falschnachrichten im Februar 2020 besondere Beachtung, international werden Fake News eher als Problem gesehen. Ob die Antworten nach der Corona-Infodemie anders ausfallen, wird sich frühestens nächstes Jahr zeigen.

200971 HKcitizensradio.jpg

Als anhaltend schwierig wurde dagegen die Konkurrenz durch Soziale Medien, Influencer und «Paid Media» bewertet. Leider wird Letzteres nicht detailliert aufgeschlüsselt. Paid Media sägen nicht nur an der Reichweite, sondern auch am Werbeumsatz.

Die Hälfte denkt, die Öffentlichkeit vertraue ihnen nicht

An anderer Stelle haben deutsche Medienschaffende wieder an Selbstvertrauen gewonnen. Der Anteil derer, die fanden, die Öffentlichkeit habe das Vertrauen in die Medien verloren, sank von 2019 auf 2020 um ganze zehn Prozentpunkte, lag im Februar 2020 aber noch immer bei 54 Prozent.

KI und die Abhängigkeit von Social Media werden den Beruf nachhaltig verändern

Ein weiteres Thema ist die Anpassung an die technologische Entwicklung. Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen, sagte ein Drittel der Befragten, werden den Beruf am ehesten nachhaltig verändern. Die ersten Anwendungen haben die Erwartungen aber wohl gedämpft, im Vorjahr war es noch die Hälfte gewesen. Gleichauf in der Sorgenskala liegen die Algorithmen der Sozialen Medien beziehungsweise ihre Veränderung und Anpassung. Die Abhängigkeit von Facebook und Co. bereitet deutschen Medienschaffenden viel Kopfzerbrechen.

FREIE NUTZUNGSRECHTE

© Das Weiterverbreiten sämtlicher auf dem gemeinnützigen Portal www.infosperber.ch enthaltenen Texte ist ohne Kostenfolge erlaubt, sofern die Texte integral ohne Kürzung und mit Quellenangaben (Autor und «Infosperber») verbreitet werden. Die SSUI kann das Abgelten eines Nutzungsrechts verlangen.

Bei einer Online-Nutzung ist die Quellenangabe mit einem Link auf infosperber.ch zu versehen. Für das Verbreiten von gekürzten Texten ist das schriftliche Einverständnis der AutorInnen erforderlich.

——————————————————————–————————-

Grafikquellen         :

Oben        —    A TV interview for Sýn at Keflavík Airport, Iceland

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien, Positionen | Keine Kommentare »

Lernende Maschinen

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Dezember 2020

Google greift nach dem Leben selbst

File:Corona-Graffiti am Donaukanal, Wien - Bild 1.jpg

Eine Kolumne von Christian Stöcker

Haben Sie diese Woche mitbekommen, wie sich die Welt verändert hat? Auf den ersten Blick ist etwas geschehen, das nur für Fachleute interessant ist: Eine Google-Tochter gewinnt einen Wettbewerb. Doch dieser Sieg ist der Vorbote einer neuen Zeit.

Wenn man die Tragweite eines vermeintlichen wissenschaftlichen Durchbruchs halbwegs verlässlich beurteilen möchte, fragt man am besten die Leute, deren Lebenswerk der Durchbruch überflüssig gemacht hat.

Einige Stimmen zu einer diese Woche bekannt gewordenen wissenschaftlichen Sensation:

»Es ist fantastisch, es wird die Zukunft der Strukturbiologie und der Proteinforschung verändern.«

»Das hier wird die Medizin verändern. Es wird die Forschung verändern. Es wird Bioengineering verändern. Es wird alles verändern.«

»Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch miterleben würde.«

Die drei Zitate stammen, in dieser Reihenfolge, von der Bioinformatikerin Janet Thornton (fast 50 Jahre Erfahrung, emeritierte Direktorin des Europäischen Instituts für Bioinformatik), von Andrei Lupas, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und von John Moult, einem der Gründer des sogenannten CASP-Wettbewerbs. Es gibt noch jede Menge weitere Kommentare von dieser Sorte, alle von ausgewiesenen Fachleuten.

Darunter durchaus auch kritische, mit zwei Hauptrichtungen: »Es gibt noch viel zu tun.« Und: »Wir wissen ja noch gar nicht, wie die das machen«.

Wie das funktioniert, wissen nur die Google-Forscher

Der letztere Punkt dürfte für die kommenden Jahre der wichtigere sein, denn »sie«, das ist in diesem Fall Deepmind, eine Tochter des Suchmaschinenkonzerns Google/Alphabet. Deepmind hat ein Werkzeug gebaut, das eine der schwierigsten Aufgaben in der Molekularbiologie besser, effektiver und schneller lösen kann als ganze Forscherteams mit vielen Jahren Erfahrung. Wie das Werkzeug funktioniert, wissen aber nur Googles Forscher. Und möglicherweise nicht einmal die. Eine Veröffentlichung zum Thema ist angekündigt, aber wie detailliert die sein wird, ist unklar.

CASP steht für Critical Assessment of Protein Structure Prediction. Darum geht es in dem alle zwei Jahre ausgetragenen Wettbewerb: auf Basis einer Abfolge von Aminosäuren vorherzusagen, welche Form ein in einer Zelle gebildetes Protein am Ende haben wird. Das Problem selbst – wie sieht das Protein am Ende aus? – gilt in der Wissenschaft seit 50 Jahren als »Grand Challenge«, als große Herausforderung also. Jetzt scheint es gelöst zu sein, so sehen das zumindest manche der Kommentatoren.

Besser als alle Profis

Beachtenswert ist dabei auch dies: Die Profis sind einmal mehr überrascht, obwohl Deepmind den Wettbewerb bereits vor zwei Jahren mit Abstand gewonnen hat (das war damals schon Thema dieser Kolumne). Das ist das Wesen lernender Maschinen: Wenn man einmal weiß, wie man es anstellen muss, werden sie atemberaubend schnell besser. Diese Erfahrung machen die Profis in den Gebieten, die sich Deepmind vornimmt, immer wieder. Manche geben dann zu, dass sie verblüfft sind, andere rufen: »Hype!«

Deepminds lernendes System AlphaFold liefert jetzt so gute Ergebnisse, dass sie von experimentell, also physisch im Labor hergestellten Proteinstrukturen kaum noch abweichen. Die Maschine kann also die Grundbausteine des Lebens ausrechnen, besser als alle Menschen, deren Beruf das ist. Konkretes Beispiel: AlphaFold löste im Wettbewerb eine Aufgabe, an der das Team des oben zitierten Andrei Lupas seit zehn Jahren erfolglos arbeitet.

Unfassbar komplexes Lego

Es lohnt sehr, solche Aufgaben zu lösen. Wer Proteinstrukturen versteht, gewinnt zum Beispiel auch neue Macht über Krankheiten: Auch die ersten Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 hingen nicht zuletzt davon ab, dass die Struktur eines bestimmten Virenproteins schon im März vollständig beschrieben war – allerdings mithilfe herkömmlicher Methoden.

Die Welt der Mikro- und Molekularbiologie hat zuweilen Ähnlichkeit mit einer unfassbar komplexen Version von Lego. Wer solche Aufgaben lösen kann, ist auch eher in der Lage, künstliche Organismen zu erzeugen, die bestimmte, wohldefinierte Aufgaben erfüllen.

Falls Sie diese letztere Bemerkung gruselig finden: Insulin für Diabetiker zum Beispiel wird schon seit den Siebzigerjahren von eigens zu diesem Zweck hergestellten Zellen gewonnen.

Es geht bei Weitem nicht nur um Proteine

Quelle         :       Spiegel-online         >>>>>        weiterlesen


Grafikquellen

Oben       —         Corona-Graffiti am Donaukanal, Wien – Bild 1

Author Anna Saini

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.


Unten         —          Christian Stöcker (2017)

Abgelegt unter Gesundheitspolitik, International, Mensch, Politik und Netz | Keine Kommentare »

Öl aus Bojos Mühlen

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Dezember 2020

Ein Haufen Mist ist kein Ölzweig

File:OlivenAnbauBeiJaén.jpg

Quelle:    Scharf  —  Links

Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

Seit dem BREXIT-Votum von 2016 hat die EU-Kommission sehr präzise ihre Bedingungen für einen Handelsvertrag nach dem Austritt des Vereinigten Königsreiches (VK) formuliert und offengelegt. Am 1.2.2020 ist das VK dann effektiv aus der EU ausgetreten, und 3 Wochen vor Ablauf der Übergangsfrist am 31.12.2020 haben die Unterhändler nach neun Monaten vergeblicher Gespräche aufgegeben. Jetzt sollen es Boris Johnson (Bojo) und Ursula von der Leyen richten. Nach zwei gescheiterten Telefonaten will Bojo mit einem Ölzweig persönlich nach Brüssel kommen, um ein „deal“ durchzubringen, während er am Mittwoch im Unterhaus über das neue britische Binnenmarktgesetz abstimmen lassen will und die Presse im VK durchgängig titelt, dass Bojo bereit ist, die Gespräche mit der EU zu beenden („ready to quit‘ EU talks). In VK-Regierungskreisen prahlt man gar damit, dass man alle Karten in der Hand halte.

Aber was ist denn nun der Ölzweig, der Bojo in seiner endlosen Folge von Spektakeln jetzt plötzlich zum großen Durchbruch verhelfen soll? Man mag es kaum glauben, es ist die Aussicht, dass das VK im Falle eines deal mit der EU die Schlüsselklauseln aus dem Binnenmarktgesetz nehmen wolle. Wohl gemerkt, diese Klauseln verstoßen gegen internationales Recht, weil sie dem VK ermöglichen, einseitig Teile des bereits mit der EU geschlossenen Austrittsvertrages nach eigenem Gutdünken zu ändern. Will Bojo dieses zum Himmel stinkende Gesetz jetzt wirklich Brüssel als Ölzweig präsentieren? Für wie dumm hält Bojo die EU eigentlich?

Einigkeit besteht beidseits des Kanals nämlich darüber, dass es in drei äußerst kritischen Vertragspunkten noch keinerlei Einigkeit gibt: Fischerei, Streitschlichtung und Wettbewerbsregeln. Obwohl es schier unmöglich erscheint, diese Punkte in einem einzigen Gespräch abzuhaken, befindet sich Bojo in der für ihn misslichen Lage, dass er praktisch unterschreiben muss, will er sein Land nicht in eine Zivil- und Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes treiben. Die von der EU verhandelten Forderungen entsprechen nämlich der dem VK seit über 40 Jahren bekannten Praxis, mit der es sein Land eindeutig saniert hat, während das VK von Wiedererlangung seiner Souveränität faselt und dafür totale Freiheiten fordert.

Boatleave - 10 (27661060226).jpg

Natürlich riskiert Bojo eine Zerreißprobe in seiner mehrheitlich von Brexiteers getriebenen Partei, die aber allesamt die gewaltigen wirtschaftlichen Einbrüche nach einer Trennung von der EU ohne Vertrag nur durch vollmundige Versprechen von Größe und globalen Erfolgen übertünchen, wohlwissend, dass keines ihrer Versprechen je eingetreten ist und auch nicht eintreten wird.

Bei alledem überstürzen sich die Ereignisse. Die ganze Situation in und um Zentral- und Nordirland spielt ja auch noch eine wichtige Rolle, ganz zu schweigen von den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, die derzeit nur durch Militärflugzeuge eingeflogen werden können, weil die Zivilluftfahrt praktisch ausgefallen ist. Ein Ölzweig ist in diesem Haufen Mist nirgends zu sehen oder zu erahnen. Mist stinkt, egal wie schön und/oder heuchlerisch er verpackt ist.

Urheberrecht
Die unter www.scharf-links.de angebotenen Inhalte und Informationen stehen unter einer deutschen Creative Commons Lizenz. Diese Lizenz gestattet es jedem, zu ausschließlich nicht-kommerziellen Zwecken die Inhalte und Informationen von www.scharf-links.de zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen. Hierbei müssen die Autoren und die Quelle genannt werden. Urhebervermerke dürfen nicht verändert werden.  Einzelheiten zur Lizenz in allgemeinverständlicher Form finden sich auf der Seite von Creative Commons http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/.

Grafikquellen      :

Oben      —        OlivenAnbauBeiJaén

Author Joergsam      / Source    —   Own work
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Unten        —          Photos taken at the BoatLeave protest on Wednesday 15 June 2016.

Abgelegt unter Bayern, Europa, Positionen | Keine Kommentare »

Die Fahnen kamen zuerst

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Dezember 2020

Abschlussbericht der Wende-Kommission

Von Daniel Kretschmar

Die Kommission will mit Deutschlandfahnen das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Ost und West stärken. Dabei gab es daran nie einen Mangel.

Es war schon dunkel, als ich nach Hause ging. War noch unterwegs gewesen, mit Freunden, Bekanntschaften eher. Durch die Innenhöfe der Betonburg in Rostock, wo ich aufgewachsen bin. Von verschiedenen Ecken war das Gegröle zu hören. Keine Party, eine Macht­ergreifung. Fahnen, Fäuste, Feuer­werk. Die Gruppe, fünf oder sechs Leute, wollte noch weiter, durch irgendeinen Durchgang in den nächsten Hof zwischen diesen Plattenbauten, und ich wollte nach Hause. „Würde an deiner Stelle auch gehen“, sagte einer. Gar nicht unfreundlich, gar nicht drohend, einfach nur feststellend, wie es eben war. Die Claims abgesteckt, es war deren Nacht, deren Hof. Zugelassene Gäste gab es jede Menge. Die Zecke aber ging besser nach Haus. Hatte es auch nicht weit, ist nichts passiert. Dieses Mal. Danach hatten die noch viele Nächte.

Drei Jahrzehnte nach diesem 3. Oktober 1990 legte die Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ an diesem Montag ihren Abschlussbericht vor. 2019 von der Bundesregierung eingesetzt, sollte das Gremium den Einheitsprozess bilanzieren und Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre geben. Dem Bundeskabinett war nämlich ein Problem bewusst geworden: „Trotz der eindrucksvollen Erfolge stellt der Stand der deutschen Einheit nicht alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zufrieden. Vor allem in Ostdeutschland …“

Ja, da haben sie den Finger tief in der Wunde, direkt am lebenden Puls der Zeit gewissermaßen. Ostdeutschland. Immerhin ist nicht mehr die Rede von den „fünf neuen Ländern“, aber fremdeln tun sie doch noch immer ein bisschen.

BerlinWall-BrandenburgGate.jpg

Mögliche Gründe nennt der Kommissionsbericht einige. In soziologischer Schönschrift wird von den „schwierigen Jahren der Transformation“ geschrieben. „Brutale flächendeckende Deindustrialisierung“ hätte vielleicht zu hart in dieser Festschrift geklungen. Aber wir wissen ja alle, dass genau das gemeint ist. „Vor allem in Ostdeutschland“, ach ja, dort, „schmerzen bis heute die Wunden der SED-Diktatur.“ Wie ein Furunkel tun sie weh. Deshalb soll nach Empfehlung der Kommission auch die Lebensleistung der Menschen in den letzten 30 Jahren in den Mittelpunkt gerückt werden. Eine Salbe auf die wunde Stelle. Über die Lebensleistung der Ostdeutschen vor 1990 haben wir jetzt auch wirklich lange genug geredet, sollen sie doch in ihren Kleingärten sitzen, die Renten versaufen und sich Geschichten aus der DDR erzählen.

Quelle        :       TAZ         >>>>>         weiterlesen


Grafikquelle      :

Oben           —          Systemkritische Protestfahne „BananenRepublik Deutschland“

Abgelegt unter Deutschland, Innere Sicherheit, Mensch, Schicksale | Keine Kommentare »

DL – Tagesticker 09.12.2020

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Dezember 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

*********************************************************

Das Wissen selbst die dümmsten Politiker-Innen, welche uns das Gegenteil nur vorgaukeln. So wie vieles andere auch, um länger ihre Pfründe für Spitzenpositionen kassieren zu können. Menschen welche viele, viele Jahre ohne eine beschlagene Brille in der Politik unterwegs waren, erkennen ihre Schweine am Gang. Die Hoffnung auf Hilfe von Außen, übernimmt die Kontrolle über das eigene Handeln.

„Die Impfung ist nicht die Wunderwaffe, mit der sofort alles wieder normal wird“

1.) EUROPÄISCHE ARZNEIMITTEL-AGENTUR

Emer Cooke ist Chefin der EMA. Der Behörde, die entscheidet, ob der Impfstoff von Biontech und Pfizer auch in der EU zugelassen wird. Gegenüber WELT erklärt sie, warum das Verfahren so lange dauert – und ob ihre Experten Nebenwirkungen beobachtet haben. Nach der Zulassung des ersten Covid-19-Impfstoffs in Großbritannien steigt der Druck auf Europas Aufseher, zügig zu einer Entscheidung zu kommen. Dennoch gehe es nicht um Tempo, sondern vor allem um Sicherheit, sagt die neue Chefin der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), die irische Pharmazeutin Emer Cooke. Ein Bürgerdialog in dieser Woche soll dabei helfen, die Öffentlichkeit über die Impfungen gegen die Pandemie aufzuklären. Im Gespräch mit WELT und weiteren Partnerzeitungen der Leading European Newspaper Alliance (LENA) aus sechs europäischen Ländern hat sich Europas oberste Arzneimittelwächterin, die seit gerade einmal vier Wochen im Amt ist, erstmals einigen wichtigen Fragen bereits vorab gestellt.

Welt-online

*********************************************************

Eine jede Regierung lässt sich ihre Gesetzte so schreiben wie es ihre Lobbyisten wünschen. Vom Staatsfunk welcher die Meinung der jeweiligen Regierung publiziert, steht in der Verfassung nichts geschrieben. Wenn löbliche Ausnahmen als Regel für Alibis herhalten müssen!

Dieses Programm passt nicht mehr zum Auftrag

2.) ERHÖHUNG DES RUNDFUNKBEITRAGS

Ist die Erhöhung des Rundfunkbeitrags gerechtfertigt? Darüber sollte ehrlich gestritten werden können. Der Dramaturg Bernd Stegemann über einen Rundfunk, der die Meinungsvielfalt nicht mehr ausgewogen abbildet und dessen „Vollversorgung“ nicht mehr zeitgemäß ist. Ich bin ein überzeugter Verteidiger der Rundfunkgebühren. Unsere Gesellschaft wird von unzähligen Fliehkräften auseinandergetrieben. Darum halte ich jede gemeinsame Anstrengung, um die zahlreichen und komplexen Probleme der Gegenwart öffentlich sichtbar zu machen, für sehr gut investiertes Geld. Kann man sich auf diesen Auftrag für einen von der Allgemeinheit subventionierten Rundfunk einigen, so stellen sich jedoch einige schwerwiegende Fragen zu seiner aktuellen Lage. Denn der ÖRR entspricht immer seltener dem im Rundfunkstaatsvertrag formulierten Auftrag: „Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.“ Dieser Auftrag wird in doppelter Hinsicht nicht mehr erfüllt. Die Berichterstattung ist weder überparteilich, noch bildet der Gemischtwarenladen von Gameshows und TV-Komödien die Meinungsvielfalt ausgewogen ab. Der ominöse Auftrag zur „Vollversorgung“ Um mit dem harmloseren Problem anzufangen. Bei der Rechtfertigung des Sendungssammelsuriums wird auf einen ominösen Auftrag zur „Vollversorgung“ verwiesen. Mit diesem Zauberwort meint man rechtfertigen zu können, dass für jede Altersgruppe und Sehgewohnheit irgend etwas angeboten werden müsste. Doch diese Vollversorgung stammt aus einer Zeit, als es eben nur den staatlich finanzierten Rundfunk gab. Die Öffnung des Marktes für das Privatfernsehen und die technischen Möglichkeiten des Internet haben inzwischen zu einer Ausdifferenzierung der Angebote geführt, die sich in den 1960er Jahren niemand vorstellen konnte.

Cicero-online

*********************************************************

Dieses muss im Besonderen dann gelten, wenn verantwortliche Minister-Innen-Posten aus Parteiinternen Gründen von Personen besetzt werden, welche weder den „Ersten, noch den letzten Schuss gehört haben“. Gleiches gilt auch für die Bereiche Innen und Verkehr.

Haltung der SPD zu Kampfdrohnen

3.) Lieber ein ehrlicher Schluss

Die SPD will die Bundestagsentscheidung über Kampfdrohnen verschieben. Doch die Argumente sind ausgetauscht, Zeit für eine Partei-Entscheidung. Der SPD-Chef möchte also noch mal reden: Norbert Walter-Borjans will die eigentlich noch für Dezember angepeilte Bundestagsentscheidung über Kampfdrohnen verschieben. Die Debatte darüber, ob die Bundeswehr bewaffnete Drohnen bekommen soll, hält er für bislang „nicht ausreichend“ geführt. Die Intention dahinter könnte sein, den Drohnenkauf am Ende ganz zu verhindern. Auch wenn Deutschland die Waffen kaum für Tötungen im Stile des US-Drohnenkriegs einsetzen würde, gäbe es für ein solches „Nein“ gute Argumente. Die Drohnen könnten die Hemmschwelle dafür senken, Militäreinsätze zu starten und im Rahmen dieser Einsätze tatsächlich Menschen zu töten. Die SPD müsste sich deshalb nicht dafür schämen, wenn sie die Beschaffung der Drohnen letztendlich verhindert.

TAZ-online

*********************************************************

Wer hat behauptet das in einen schwarzen Land anders gedacht werden darf, als es ein grüner Ministerpräsident vorgibt ?

Querdenken wird vom Verfassungsschutz Baden-Württemberg überwacht

4.) Corona-Proteste

Die Corona-Protestbewegung Querdenken 711 wird ein Fall für den Verfassungsschutz. Die Gruppe werde immer mehr von Extremisten unterwandert, heißt es. Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die Querdenken-Bewegung. Laut übereinstimmenden Medienberichten wurde die dortige Gruppe Querdenken 711 als Beobachtungsobjekt eingestuft. Die Gruppe, die seit Monaten gegen die staatlich verordneten Corona-Einschränkungen auf die Straße geht, radikalisiere sich und sei durch Extremisten unterwandert, hieß es in Sicherheitskreisen. Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz prüft eine mögliche Beobachtung der Gruppe. Alarmiert sind die Beamten, weil es eine große Mobilisierung der Corona-Protestler zu einer Demo in Berlin an Silvester gibt, für die auch massiv unter Reichsbürgern und Rechtsextremisten geworben werden soll. Der Schritt der Beobachtung hatte sich angedeutet. Bereits im November hatte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Innenausschuss des Landtags vor dem zunehmenden Einfluss von Extremisten und Verfassungsfeinden in Reihen der Querdenker gewarnt. Die Bewegung speise sich aus Reichsbürgern, Selbstverwaltern, Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern, die die Demonstranten instrumentalisierten. Am Vormittag wollen Strobl und Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube über den Umgang mit der Querdenken-Bewegung informieren, sagte ein Ministeriumssprecher.

Zeit-online

*********************************************************

Sei es Gestern oder Heute – Deutschland hat immer nach den Schuldigen in allen anderen Ländern gesucht – auch schon vor den letzten beiden Kriegen. Nur dafür braucht es die glitzernden Uniformen. Ein Jeder welcher sich viel im Ausland – außerhalb des Tourismus – aufhielt, wird das bestätigen.

„Clan-Kriminalität“

5.) Viel Rauch um Nichts

SCHWARZ AUF WEISS: Sheila Mysorekar über die tendenziöse Berichterstattung von Spiegel TV und anderen Medien über »Clan-Kriminalität«. Woran denken Sie, wenn Sie »Großfamilie« oder »Clan« hören? An eine Bauernfamilie aus dem Hunsrück oder eher an dunkelhaarige Männer mit Goldkettchen und schnellen Autos – die obendrein in zweiter Reihe parken? Vermutlich letzteres. Dies ist das Ergebnis medialen Framings. Seit einigen Jahren bauen verschiedene deutsche Medien ein Drohszenario auf, die »Clan-Kriminalität« durch »arabische Großfamilien«. Entsprechende Fernsehreportagen – allen voran bei »Spiegel TV« zeigen stereotype Bilder von aggressiven bärtigen Männern, setzen Kriminelle gleich mit »Arabern« und betreiben Sippenhaft bei Familienmitgliedern. Egal ob Goldmünze im Bode-Museum, Überfall aufs KaDeWe oder auf ein Pokerturnier: Oft geht es in den Berichten um immer gleiche spektakuläre Straftaten, die von einer Handvoll Leuten begangen wurden, teils Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen, aber als Beleg ausreichen, um hunderttausende Menschen zu kriminalisieren. Dass Beschuldigte oder Betroffene zu konkreten Vorwürfen sachlich Stellung nehmen können – eigentlich das Einmaleins im seriösen Journalismus – kommt in diesen Berichten so gut wie nie vor. Wenn Vertreter von »Clans« zu Wort kommen, dann als wütende Männer, die auf der Straße überrumpelt wurden und den Reporter beschimpfen. Oder als anonymisierte »Aussteiger«, die sämtliche Klischees bestätigen. Obendrein markieren diese hautnahen, undistanzierten Reportagen über Polizei-Razzien ganz normale Orte wie Shisha-Bars als Treffpunkte von Verdächtigen und Kriminellen.

ND-online

*********************************************************

Und das Volk hatte  immer geglaubt die letzten Helden der Deutschen lägen in der Taiga unter der Erde begraben ? Als Unbekannte Soldaten verdienten sie sich  ihre Bestrafung ?

Auf den Applaus folgt weniger Geld

6.) Gehalt der „Corona-Helden“

Ausgerechnet Pflegekräfte und Kassiererinnen, die in der ersten Welle gefeiert wurden, drohen Einkommensverluste. Anders ergeht es den Topverdienern. Von ihren Balkonen aus applaudierten die Deutschen im Frühling Pflegern, Verkäuferinnen und anderen, die sich nicht in ihr Homeoffice zurückziehen konnten. Finanziell wird sich dieser Einsatz aber wahrscheinlich kaum lohnen: Alle diese Berufsgruppen liegen auch in fünf Jahren weit unter dem Durchschnittslohn, prognostiziert eine Studie. Der Bertelsmann-Stiftung zufolge bleiben generell viele Frauen, und vor allem Alleinerziehende, beim Einkommen abgehängt. Die Studie „Lohneinkommensentwicklung 2025“ wurde von der Prognos AG im Auftrag der Stiftung erstellt. Die durchschnittlichen Bruttojahresverdienste im Gesundheits- und Sozialwesen werden demnach 2025 um 4.400 Euro unterhalb des durchschnittlichen Einkommens in allen Branchen liegen, das mit 33.800 Euro angegeben wird. Der Einzelhandel bleibe sogar um 10.200 Euro unter dem Durchschnitt. Ganz anders sieht es in der Industrie aus: In der Chemie- und Autobranche nimmt der Verdienst laut der Prognose zwischen 2017 und 2025 um 6000 Euro zu – zwei bis drei Mal so stark wie in Gesundheitsberufen, dem Sozialwesen und Handel.

Tagesspiegel-online

*********************************************************

Darauf muss man erst einmal kommen. Über soviel an dummdreiste Arroganz können nur die Politiker-Innen mit ihren leeren Köpfen verfügen !°

KNIEBEUGEN, HÄNDEKLATSCHEN, PULLOVER KAUFEN

7.) Der Tag der irren Ratschläge

Geht’s noch? Mit den Corona-Infektionen steigt offenbar auch die Zahl der ungebetenen Ratschläge aus der Politik an die Bürger … Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55, SPD) machte gestern eine besonders arrogante Aussage: „Es gibt keinen Grund, sich wirklich noch am 28. Dezember einen Pullover zu kaufen.“  Das sagte Müller zur Begründung der jetzt auch in Berlin drohenden Ladenschließungen nach Weihnachten in der ARD. Mehr noch: Müller belehrte die Deutschen an den TV-Geräten, das könne man „auch vorher machen“. Der renommierte Bonner Verfassungsrechtler Prof. Christian Hillgruber (57) diagnostiziert nun bei Müller „patriarchalische Anwandlungen“. Berlins CDU-Fraktionschef Burkard Dregger (56) kritisiert, Müllers Aussage sei „flapsig und unangemessen“. Der Regierende Bürgermeister müsse „die Coronakrise und die Ängste der Menschen schon ernst nehmen“, statt „Sprüche zu klopfen“.

Bild-online

*********************************************************

Den Morgengruß an gleicher Stelle – schreibt jeden Tag
„Der freche Bengel“

*********************************************************

Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

——————————————————————————————————————

Grafikquellen          :

Oben     —   DL / privat – Wikimedia

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »