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RENTENANGST

Archiv für Mai 26th, 2020

Corona und Pharmaindustrie

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Mai 2020

Von Impfstoffen und Patenten

Japanese Encephalitis vaccine.jpg

Von Krisha Kops

In der Pharmaindustrie herrscht Marktwirtschaft. Besser für die Gesundheit weltweit wäre ein Health Impact Fund.

Bei einer internationalen Geberkonferenz Anfang Mai sammelte die EU-Kommission 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Medikamenten und Impfstoffen gegen das Coronavirus ein. Bereits im März hatte die Europäische Kommission dem Tübinger Unternehmen CureVac 80 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung für die Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffs angeboten.

Auch außerhalb Europas laufen die Forschungen auf Hochtouren Das Pharmazieunternehmen Johnson & Johnson verkündete, mit Unterstützung des US-amerikanischen Staats eine Milliarde US-Dollar für Forschung, Entwicklung und klinische Tests eines Impfstoffes bereitzustellen. Der Grund für diese immensen Ausgaben ist neben der Gesundheit der Menschen die Wirtschaft, deren Schaden sich bereits auf ein Vielfaches der Forschungsinvestitionen beläuft.

Krankheiten, die weitaus mehr Opfer kosten als Covid-19, fließen indessen ungleich weniger Forschungsgelder zu. Das liegt vor allem daran, dass sie Menschen betreffen, die für die Pharmaindustrie aufgrund ihrer Armut nur von geringem Interesse sind. So werden beispielsweise nur 0,12 Prozent der kommerziellen weltweiten Forschungs- und Entwicklungsgelder für Tuberkulose und Malaria ausgegeben, Krankheiten, an denen jedes Jahr 1,7 Millionen Menschen sterben – nur eben nicht hier.

Dies hat vor allen Dingen damit zu tun, dass die für die Forschung und Entwicklung maßgeblichen Einkünfte von Pharmaunternehmen stark von ihren 20-jährigen Patenten abhängig sind. Die dadurch entstehenden Monopole ermöglichen es den Unternehmen, ihre konkurrenzlosen Produkte weit teurer auf den Markt zu bringen, als die Herstellungs- und Vertriebskosten es erfordern.

Immenser Preisaufschlag

Um nur ein Beispiel hierfür zu nennen: Harvoni, ein hochwirksames Hepatitis-C-Medikament. Während die Herstellungskosten sich auf geschätzte 68 bis 136 US-Dollar beliefen, wurde es für einen Preis von 94.500 US-Dollar pro zwölfwöchiger Behandlung auf den Markt gebracht. Es handelt sich um einen tausendfachen Preisaufschlag. Oftmals übertrifft der durch so einen Aufschlag erwirtschaftete Umsatz weitaus die Ausgaben für Forschung, Entwicklung, klinische Studien, einschließlich der Medikamente, die nicht für den Markt zugelassen werden.

Folglich wird nicht nur die Erforschung von Krankheiten finanzschwacher Gruppen vernachlässigt, sondern oft auch die Entwicklung von Medikamenten begünstigt, die wenig therapeutischen Wert haben. Solange es genug kaufkräftige Kunden gibt, können ähnliche Produkte zuhauf auf den Markt geworfen werden – selbst wenn sie kaum Wirkung zeigen.

CDC Champions One Health (36813874750).jpg

Kein-e Politiker-In würde sich wie ein Kamel benutzen lassen.

Nur, was lässt sich gegen diese marktinterne Logik tun? Wie können Pharmafirmen weiterhin bestehen bleiben, ohne sich derart an ihren zeitweiligen Monopolen zu bereichern? Eine Alternative wäre zum Beispiel der Health Impact Fund, der unter anderem von dem Philosophen Thomas Pogge entwickelt wurde. Ein Hersteller könnte sich freiwillig dazu entschließen, sein Medikament beim Health Impact Fund zu melden. Das Arzneimittel würde dann abhängig von den Herstellungs- und Vertriebskosten zum geringstmöglichen Preis verkauft werden.

Allerdings erhielte der Hersteller jährliche Prämien, die sich am Gesundheitsgewinn messen. Dies würde sogar den Anreiz schaffen, Produkte noch günstiger zu verkaufen, als es die Herstellungs- und Vertriebskosten eigentlich zuließen. Nämlich dann, wenn die durch die zusätzlichen Verkäufe erzielten Gesundheitsgewinnprämien mehr wert sind als das durch den Preisnachlass verlorene Geld.

Quelle     :            TAZ         >>>>>      weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben        —        A Japanese Encephalitis vaccination is now mandatory for active-duty Airmen stationed to or traveling for 30 days or more in the Republic of Korea or Japan. While the likelihood of contracting the disease is low, the Air Force Surgeon General mandated the vaccine as part of their continuing efforts to protect and defend Airmen and their families from public health threats. (U.S. Air Force photo by Tech. Sgt. James Stewart/Released)

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Unten      —         CDC champions a One Health approach, encouraging collaborative efforts to achieve the best health for people, animals, and the environment. Photo credit: Awadh Mohammed Ba Saleh

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Ein satirischer Rückblick

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Mai 2020

Da lacht das Corona: Folge 1-4

Datei:Плакат бульдозер.jpg

Quelle        :      untergrund-blättle CH.

Von Klaus Hecker

Hinweise zur Bedeutung des Witzes zu Corona.

Da lacht das Corona – Folge 1

Die Geschichte des Banküberfalls muss neu geschrieben werden. Hier z. B. handelt es sich in Wirklichkeit um zwei wohlmeinende Bürger, die schon vor Jahren vorausschauend Corona Masken trugen und andere störrische Bürger gerade von der Notwendigkeit einer solchen Maske zu überzeugen versuchen!

File:Bundesarchiv Bild 102-12763, Banküberfall.jpg

Da lacht das Corona – Folge 2

Im Zuge der allgemeinen Maskenpflicht geht es hin und her. Montgomery, Präsident des Weltärztebundes, weist immer wieder daraufhin, dass das Ganze ohne professionelle Masken sehr fragwürdig sei. Insbesondere erweise sich das ständige Gefinger an Mund und Nase als kontraproduktiv. Forscher haben sogar herausgefunden, dass sich jeder Mensch durchschnittlich 20x in der Stunde da oben befummelt.

Einfache Appelle, es zu unterlassen greifen wohl zu kurz. Was läge näher als in der Stunde der Gefahr Übervater und Altkanzler Helmut Kohl als Zeugen und Schiedsrichter zu berufen. Der hat damals schon den Durchblick gehabt und in der Kiessling Affäre den wichtigen und heute noch wichtigeren Satz apodiktisch in den Raum gestellt:

„Jeder Mann greift sich mal an den Sack“

Da lacht das Corona – Folge 3

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren ist, hat der Vatikan bereits vor 2 Jahren eine hochkarätig besetzte Forscherkommision eingesetzt, um herauszufinden, ob und wenn ja und wieweit das Corona in kirchliche Strukturen eingedrungen ist.

Wie wir alle wissen, hat der Urvater unseres jetzigen Coronas vor etwa 20 Jahren in Ostasien sein Unwesen getrieben.

Jetzt aber das Forschungsergebnis, das allerhöchste Verwunderung hervorgerufen hat: Es konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass das Corona sich schon vor etwa 2000 Jahren in religiöse Bezüge, und dann noch in Herzstücke, eingehaust hat.

Wir schlagen die Bibel auf, genauer Matthäus 18, 20.

Was müssen wir da lesen:

„Wo zwei oder drei versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Das ist ja wohl eindeutig.

Der Bursche, besser das Bürschlein hat sich auch noch erdreistet, andere Coronas mit dieser Botschaft zu unschönen Handlungen zu animieren.

Bibelfeste Leser werden nun einwenden, dass in der oben zitierten Matthäusstelle die Paranthese „in meinen Namen“ also das Zitat lautet dann ganz, „Wo zwei drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, ja fehlt.

Das ist zutreffend und gut bemerkt. In der Geschichte der Bibel hat es allerdings ein Weilchen gedauert, bis man das Wirken eines Eindringlings, Corona konnte damals keiner formulieren, enttarnen konnte. Es bleibt dem Universalgelehrten und Kirchenvater Augustinus vorbehalten ( 341 n. Chr.)den gewissermassen Cyberangriff entdeckt zu haben.

Ohne nun weitere Hilfe,es stand ihm ja nicht die Herren Wieler und Drosten zur Verfügung, blieb er in seiner Diagnose bei Angriff durch Feind unbekannt. In einer genialen Wendung durch Zugabe „in meinem Namen“ hat er die feindliche Attacke inhaltlich umgewendet in die fürsorgliche Zuwendung des Herrn, also Gottes auf die schier unendlich riesige Schafsherde, die selbiger zu betreuen sich verschrieben hatte und hat.

Für Kirchengeschichtler noch ein kleiner Leckerbissen: Erst das Konzil von Konstantinopel 752 könnte endlich auch die Orthodoxen von der Augustinischen Wende überzeugen. Die Stelle wurde in modernen, uns bekannten Bibelversionen verbindlich und ist bis heute in keiner Bibelausgabe mehr anders zu lesen. Bis dahin war Matthäus 18, 20 eine offene Wunde, zum Verdruss so mancher Glaubensverbände, allen voran den Spaniern.

Da lacht das Corona – Folge 4

Hiermit appelliere ich an den Krisenstab in Berlin, die Firma Steiff beim lockout zu bevorzugen. Warum?

Steiff, die ja schon jahrzehntelange durch ihre wunderschönen Stofftiere in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz erreichen konnten, kommt nun eine besondere, auch staatstragende Bedeutung zu.

In dieser reizarmen Zeit der Enge, zurückgeworfen auf bescheidene kapitalistische bedingte Wohnverhältnisse, wo sozusagen im Affekt gar nicht so selten Frau, Kinder und der Kanarienvogel verprügelt werden, könnte Steiff wichtiges leisten.

Es bedarf einer Identifikationsfigur für die ganze Familie, das könnte der Hase, jahreszeitlich jetzt der Osterhase sein. Die Produktion anderer Tiere sollte zugunsten einer Hasenmassenproduktion eingestellt werden. Analog zu dem Gedanken: Wir können keine Schutzmaskenpflicht fordern, wenn nicht genug vorhanden sind.

Allerdings käme auf Steiff eine weitere zentrale Aufgabe hinzu, nämlich die Produktion unseres nationalen Knudeltieres Drosten , seines Zeichens Chefvirologe an der Charité.

Der treuherzige Blick in Kombination mit seiner kultigen Wuschelfrisur hat die Damenwelt in nicht geringer Zahl zur Verzückung getrieben. Bei der ARD sind bis gestern 185 679 Heiratsanträge eingegangen. Das sind 65 287 mehr als Virusinfizierte in Deutschland.

Hingegen löst Boris Johnsons Frisur eher den Impuls aus, der sollte sich mal kämmen. Selbst kann man ja nun aufgrund der Reisebeschränkungen nicht tätig werden, so dass schon hier der Ruf erfolgt ist, die Bundeswehr könnte mal kurz einen Oberstabsfriseur rüberfliegen.

Drosten dagegen wird wahrgenommen als nationales Knudeltier, letzteres allerdings und bedauerlicherweise ja gerade nicht, solange man ihn nur im Fernsehen bewundern kann und darf.

Mit der Produktion von Drosten bei Steiff könnte dieser Abgrund und diese Lücke von nationaler Identifikationsfigur zum nationalen Knudeltier überwunden werden. Und das wäre von höchster Bedeutung.

Den Flüchtlingen haben wir es gezeigt, raus mit euch und die draussen sind, draussen bleiben. Die Grenzschliessungen beglaubigen, dass der Feind im Ausland sitzt und von Oberarzt Dr. Zöllner am Schlagbaum abgewiesen wird.

Die Italiener wollen uns an die Geldbörse, statt sich dem hinzugeben, was wir mit den Griechen gemacht haben: vorausschauend wurde da schon mal vor einigen Jahren das Gesundheitswesen geschleift und vieles mehr.

Aber wir wollen ja nicht nur meckern, wenn auch der Feind und viele Feindbilder bekanntlich eine identitätsstiftende Funktion haben: Sowas ganz für uns – das wäre schon schön. Steiff könnte helfen.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Copyleft (Public Domain) Lizenz.

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Grafikquellen        :

Oben       — 

Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0 international“.
Namensnennung: Mos.ru

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2.) von Oben        —         Aktuelle-Bilder-Centrale, Georg Pahl (Bild 102)

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Flag of Germany.svg
Attribution: Bundesarchiv, Bild 102-12763 / CC-BY-SA 3.0

 

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Linker – Satzungskonformer

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Mai 2020

– Mitgliederentscheid oder Mogel-Packung für die über 3.500 Unterstützer des Bedingungslosen Grundeinkommens?

File:Die Linke Grundrecht Grundeinkommen BGE Berlin 2013.jpg

Von Wolfgang Gerecht

Kurzes Fazit über die jahrelangen Bemühungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE (BAG GE) einen Mitgliederentscheid zur Integration des bedingungslosen Grundeinkommens in das Parteiprogramm zu erreichen.

Alle Bemühungen der BAG GE wurden von der Mehrheit des Bundesvorstandes (BuVo) der Partei DIE LINKE (PDL) mit allen Mitteln bekämpft. Speer-Spitze in dieser Auseinandersetzung ist die Bundesarbeitsgemeinschaft „Sozialistische“ Linke. Dort wiederum agieren (ehemalige) Gewerkschaftsfunktionäre der DGB-Gewerkschaften im Sinne der Beibehaltung des kapitalistischen Gesellschaftssystems. Details dazu:

Im Interesse der Gesamtpartei: Die Haltung der LINKEN zum bedingungslosen Grundeinkommen offen halten!

Bedingungsloses Grundeinkommen: Schlechtes Rezept auch in der Krise!

Die Mitglieder der BAG GE nahmen die Kampfansage der Gewerkschaftsfunktionäre und der Mehrheit im PDL-Parteivorstand gegen das BGE an und sammelten fleißig Unterstützungs-Unterschriften für den Mitglieder-Entscheid.

Am 16.12.2019 konnte Jörg Reiners, der Bundeskoordinator und Mitglied des Sprecherrates der BAG Grundeinkommen verkünden: „Ziel in Sichtweite“.

Kurz vor dem Jahreswechsel 2019/20l geht die BAG GE nochmals in die Vollen, mit Zeitungsanzeigen, Info-Kampagnen in den sozialen Medien und etlichen Vor-Ort-Aktionen sollen wenigstens 299 weitere Parteimitglieder erreicht werden,

um die noch fehlenden Unterschriften für den Mitgliederentscheid in Sachen Grundeinkommen einzufahren. (https://www.die-linke-grundeinkommen.de/ nc/grundeinkommen/presse/detail/news/ziel-in-sichtweite)

Am 01. Mai 2020 meldete die BAG Grundeinkommen:

Mitgliederentscheid findet statt

Rechtliche Voraussetzungen erfüllt

Es seien mehr als 3.500 Unterstützungs-Unterschriften (händisch und online) dem Leiter des Referates Kampagnen und Parteientwicklung, vorgelegt und geprüft worden.

Reiners verkündet: „WIR HABEN ES GESCHAFFT! Wir haben die rechtliche Hürde für den Mitgliederentscheid erfüllt. Nun werden wir alle Kräfte bündeln, den herbeigesehnten Mitgliederentscheid ebenfalls erfolgreich enden zu lassen.

Wann der Entscheid stattfinden soll, darüber lässt die BAG GE die über 3.500 gutgläubigen Mitglieder der PDL im Unklaren.

Die Satzung der PDL ist in diesem Punkt eindeutig. Der § 8 (2) der Satzung lautet:

„Der Mitgliederentscheid findet statt (a) auf Antrag von Landes- und Kreisverbänden, die gemeinsam mindestens ein Viertel der Mitglieder repräsentieren oder b) auf Antrag von acht Landesverbänden oder

(c) auf Antrag von 5 Prozent der Parteimitglieder.“

Wie das Verfahren ablaufen soll, beschreibt Jana Frielinghaus in der nd-Ausgabe vom 17.05.2020 ausführlich. „Bedingungslos versus bedarfsgeprüft

Linke-Arbeitsgemeinschaft will »emanzipatorisches Grundeinkommen« im Parteiprogramm verankern / Die Partei soll darüber abstimmen“

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1136802.emanzipatorisches-grundeinkommen-bedingungslos-versus-bedarfsgeprueft.html

Frielinghaus schreibt  in o,g, nd-Ausgabe unter anderem:

 „Anfang April hatte sie (Die BAG GE, Anm. WG) die dafür erforderlichen Unterschriften von fünf Prozent der Parteimitglieder beisammen und forderte nun den Vorstand auf, die Basisabstimmung in die Wege zu leiten.“

    2 (1) der Ordnung für Mitgliederentscheide der Partei DIE LINKE regelt die „Einreichung und Prüfung eines Antrags auf Mitgliederentscheid“

(1) Anträge auf Durchführung eines Mitgliederentscheids nach § 1 Abs. 2 a. bis c. können jederzeit an den Geschäftsführenden Parteivorstand gerichtet werden.

Dieser prüft die Anträge und entscheidet spätestens vier Wochen nach Eingang des Antrags über die Zulässigkeit. Die Entscheidung ist zu begründen.

    3 Vorbereitung und Diskussion des Mitgliederentscheides

(1) Mit der Entscheidung über die Zulässigkeit ist der Antrag einschließlich der Begründung im Internetportal der Partei zu veröffentlichen.

(2) Die Organe der Partei und der Gebietsverbände haben sich nach der Entscheidung über die Zulässigkeit aller Handlungen zu enthalten, die das Anliegen des Antrags von vornherein unterlaufen würden.

    4 (1) regelt die „Durchführung des Mitgliederentscheids“

Ein Mitgliederentscheid ist spätestens sechs Monate nach der Feststellung der Zulässigkeit des Antrags auf Mitgliederentscheid bzw. spätestens sechs Monate nach Beschlussfassung durchzuführen.

https://www.die-linke.de/fileadmin/download/grundsatzdokumente/ordnungen/

die_linke_ordnung_fuer_mitgliederentscheide_berlin2014.pdf

Nach dieser Satzungsbestimmung müsste der späteste Zeitpunkt

der Durchführung des Mitgliederentscheids der 01. Nov. 2020 sein.

Aus dem BuVo der PDL wird zum Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) berichtet, dass die Initiative für einen Mitgliederentscheid der LINKEN zum BGE ausreichend Unterschriften in der Mitgliedschaft gesammelt hat.

Es wurde mit den Initiator*innen und einer Abordnung des Parteivorstandes ein Verfahren ausgehandelt, wie und wann dieser Mitgliederentscheid in der Partei durchgeführt wird. Es wird nicht vor der nächsten Bundestagswahl sein.

VK des PV der Linken 5.20

Die planmäßige Bundestagswahl findet etwa im Sep. 2021 statt.

Dieses Vorgehen zeigt, was die Funktionärsschicht in der Partei DIE LINKE von ihrer eigenen Satzung hält. Offenkundig ein unverbindliches Dokument was „man“ nach jeweiliger Interessenlage beliebig ändern kann.

Nach diesem Akt der „Verbiegung“ des „Grundgesetzes“ der eigenen Partei kann das Mitgliederbegehren im günstigsten Fall in 16 Monate stattfinden.

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Unwahrscheinlich das der Entscheid, wenn er überhaupt noch stattfindet, im Okt. 2021 realisiert wird. Es naht die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel.

Der Mitglieder-Entscheid könnte  sich auch in das erste Quartal 2022 „verlagern“.

Nach den verheerenden LTW-Niederlagen in BB und SN im Sep 2019, wonach ja auch eine kurzfristige, zeitnahe Aufarbeitung der Ursachen gefordert wurde, fand diese aber erst am 29.02./01.03. 2020 statt.

Etwa 6 Monate nach dem Wahl-Desaster konnte die Parteiführung die Pleiten wunderbar gegen die Mit-Regierungs-Erfolge in Thüringen „aufrechnen“.

Alles Unangenehme in die Zukunft verschieben. Das ist das Motto jeglicher Politik!!!

Für den Verfasser dieses Beitrages ist dieses Vorgehen des BuVo der PDL und des Sprecherrates der BAG GE ein beispielloser Vertrauensbruch gegenüber denjenigen Genoss Innen, die mit ihrer Unterstützungs-Unterschrift zum Mitgliederentscheid im Rahmen der Satzung eine Entscheidung erwarteten.

Auch die rechtliche Einschätzung dieses ungewöhnlichen Vorgehens der Partei-Funktionäre erscheint höchst fragwürdig und zweifelhaft.

Während fast 900.000 Menschen ein Bedingungsloses Grundeinkommen in DE, wenn auch noch beschränkt auf die Corona-Zeit, fordern und die zeitgemäße Idee.

In mehreren Ländern Südeuropas diskutiert und vermehrt gefordert wird, gefällt sich die Partei DIE LINKE in der Rolle des BREMSERS.

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Grafikquellen        :

Oben      —             Mehr als 2.000 Teilnehmer demonstrieren für ein Bedingungsloses Grundeinkommen auf der BGE-Demonstration am 14. September 2013 in Berlin

Source Die Linke

Author stanjourdan from Paris, France

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This image, originally posted to Flickr, was reviewed on by the administrator or reviewer File Upload Bot (Magnus Manske), who confirmed that it was available on Flickr under the stated license on that date.

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Unten    —        Suizide    –  кримзон VI

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Lehren aus der Pandemie?

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Mai 2020

Corona-Virus und Antibiotikaresistenz

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Quelle        :      Scharf  —   Links

Von Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

  • Über 345.000 Menschen sind weltweit mit und am Corona-Virus bis zum 25.5.2020 gestorben.

  • Wenn nichts unternommen wird, könnten durch Antibiotikaresistenzen zukünftig jedes Jahr zehn Millionen (10.000.000) Menschen getötet werden, denn die wirksamsten Medikamente gegen bakterielle Infektionen (nicht gegen Viren) verlieren an Wirkung. Antibiotikaresistenz, wäre dann die weltweite Todesursache Nummer eins .

In der gegenwärtigen COVID-19 Pandemie hat die Bundesregierung bisher erstaunlich Vieles richtig gemacht. Ein Blick nach Bergamo, in die USA oder nach Brasilien zeigt die Folgen von falschem staatlichen Handeln

Doch eine Kritik ist berechtigt. Deutschland und die Welt waren auf das erwartbare Kommen einer großen Pandemie zu wenig vorbereitet. Die Folgen der „spanischen Grippe“ vor hundert Jahren wurden gut verdrängt. Das damalige Influenzavirus tötete in nur wenigen Monaten Schätzungen zufolge zwischen 27 bis 50 Millionen Menschen. Warnhinweise auf kommende Pandemien waren auch das SARS- und das MERS-Virus, die 2003 und 2012 auftraten. Sie zählen zur Familie der genetisch hochvariablen Coronaviren. Die notwendigen Lehren aus diesen Warnungen wurden nicht gezogen. Schutzausrüstungen wie z. B. Masken waren nicht gelagert, in vielen Ländern fehlten Krankenhausbetten und es gab kein weltweit scharf kontrolliertes Verbot des Handels mit exotischen Wildtieren. Die menschlichen und wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Pandemie werden wohl dafür sorgen, dass sich manche Fehler nicht wiederholen werden. Doch was ist mit den gut verdrängten anderen zukünftigen Gefahren für Menschen und Gesundheitssysteme? Antibiotikaresistenz zukünftig die weltweite Todesursache Nummer eins? Die einstige „Wunderwaffe“ gegen Infektionen (nicht gegen Viren) wird nach und nach wirkungslos: Antibiotika können längst nicht mehr alle Bakterien bekämpfen. Die Folgen sind dramatisch, wie Studien belegen. Rund 700.000 Menschen sterben nach Schätzungen jedes Jahr weltweit an Infektionen, gegen die keine Antibiotika mehr helfen. Die Zahl könnte auf zehn Millionen Menschen im Jahr steigen, wenn Forscher das wachsende Problem der Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika nicht in den Griff bekämen, heißt es in einer Studie des Mahidol Oxford Research Centre (MORU) in Bangkok und des Infectious Diseases Data Observatory (IDDO) in Oxford. Antibiotikaresistenz wäre zukünftig die weltweite Todesursache Nummer eins. Besonders alarmierend sind diejenigen Bakterien, die nicht gegen ein bestimmtes Antibiotikum, sondern gleich gegen mehrere Präparate resistent sind. Im schlimmsten Fall kann eine durch multiresistente Erreger verursachte Infektion bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem zum Tod führen. Doch die lobbygeleitete Politik hört wieder einmal nicht auf die Warnungen. Die Hauptursachen der zunehmenden Antibiotikaresistenzen sind eindeutig: Massentierhaltung, falsche Anwendung, Produktion in Niedriglohnländern und Gier der Konzerne.

  • Einsatz von Antibiotika und Reserveantibiotika in der Massentierhaltung: Die Menge der in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika hat sich in den letzten Jahren in Deutschland zwar reduziert. Dennoch wurden 2016 noch 742 Tonnen(!) eingesetzt. Die Menge der verkauften Antibiotika aus der Wirkstoffklasse der Fluorchinolone ist von 2011 bis 2016 um 13 Prozent gestiegen. Diese Antibiotikaklasse ist für die Therapie beim Menschen von besonderer Bedeutung. In Deutschland werden immer noch Reserveantibiotika in der Tiermast eingesetzt. Dabei sollen genau diese Mittel ausschließlich der Humanmedizin vorbehalten sein. Der Einsatz von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung ist ein Verbrechen an der Zukunft! Hier zeigt sich ein massives Versagen der Politik vor der Macht der Agrarlobby. Für Massentierhaltung sollte nicht mit „grünen Kreuzen“ geworben werden.
  • Falsche Verschreibung und Anwendung: Ein Problem sind die teilweise überflüssigen Verordnungen sowie die falsche Einnahme von Antibiotika. Dies führt auch bei uns dazu, dass sich Resistenzprobleme verstärken.
  • Globalisierung und Antibiotika-Produktion in Niedriglohnländern: Im Rahmen der Globalisierung und der „Geiz ist geil“-Mentalität wurde die Produktion von Antibiotika in „Billigproduktionsländer“, insbesondere nach Indien und China verlagert. Rund um Fabriken in Indien, wo fast alle großen Pharmakonzerne produzieren lassen, sind große Mengen an Antibiotika in die Umwelt gelangt. So entstehen gefährliche, resistente Erreger, die sich global ausbreiten. Das zeigen Recherchen von NDR, WDR und der „Süddeutschen Zeitung“. So bekommen wir durch eine nicht menschengerechte Globalisierung „billige Antibiotika“ aus Asien, die uns teuer zu stehen kommen. Mit diesen Importen importieren wir multiresistente Erreger und Tod.
  • Die Entwicklung neuer Antibiotika-Medikamente bringt zu wenig Gewinne: Die Entwicklung und Produktion neuer Antibiotika bringt den große Pharmaunternehmen „zu wenig Gewinne“, geben die Multis offen zu. Doch die zehn größten Pharmaunternehmen konnten 2019 in Summe eine Umsatzsteigerung von rund 7 Prozent auf knapp 490 Milliarden Dollar (rund 441 Milliarden Euro) erzielen. „Die Nettogewinne würden demzufolge ebenfalls um 7 Prozent zulegen und zusammen auf etwa 138 Milliarden Dollar (etwa 124 Milliarden Euro / 124.000.000.000 Euro) steigen. „, schreibt die „Pharmazeutische Zeitung.“

Lehren aus der Corona-Krise

  • Die vergangenen Warnungen aus Medizin und Forschung vor den Folgen kommender Pandemien mit genetisch hochvariablen Coronaviren wurden von der Politik nicht ernst genommen und die Folgen zeigen sich aktuell weltweit.

Karikatur Merkel Politikerdiäten.jpg

  • Die jahrzehntelangen Warnungen vor den zunehmenden Folgen von Antibiotikaresistenzen werden immer noch ignoriert. Massentierhaltung, falsche Anwendung und die Medizin-Produktion in Billiglohnländern mit niedrigen Umweltstandards sind die Hauptursachen für die zunehmenden, bedrohlichen Antibiotikaresistenzen. Der Hintergrund ist eine ungeregelte, nicht menschengerechte Globalisierung, bei der alleine der billigste Preis zählt. Welche verheerend-ungeheure Macht unkontrollierte Pharmakonzerne haben können, zeigt die Zahl von 400.000 Menschen, die in den USA an den Folgen von Opioid-Missbrauch gestorben sind. Die Lobby der großen Pharmakonzerne und der großindustriellen Agrarlobby ist übermächtig. Wir brauchen eine Rückholung der Arzneimittelproduktion in Länder mit hohen Qualitätsstandards, ein sofortiges Verbot von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung und eine verstärkte, gewinnunabhängige Arzneimittelforschung.

Wenn bei „schleichenden Katastrophen“, wie früher bei Asbest und heute bei Antibiotika die Politik versagt, muss der Druck der Umweltbewegung und der sozialen Bewegungen verstärkt werden, die bisher dieses Thema nicht mit der notwendigen Konsequenz angegangen sind

Urheberrecht
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Grafikquellen       :

Oben      —            Graffiti „Destroy Capitalism!“ auf einer Fabrikmauer

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Knapp überm Boulevard

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Mai 2020

Bill Gates oder Der schwierige Wohltäter

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Von Isolde Charim sie ist freie Publizistin in Wien

Die These, Corona hätte dem Staat ein ebenso unerwartetes wie nachdrückliches Comeback beschert – diese richtige These ist auch etwas irreführend. Denn sie überdeckt etwas Wesentliches: Auch ein anderer Akteur und ein anderes Prinzip mischen sich entscheidend in das Geschehen ein.

Diesen Akteur namhaft zu machen in all seiner Ambivalenz ist ein heikles Unterfangen. Nicht weil er so unerkannt oder unbenannt ist. Ganz im Gegenteil: Es fällt schwer, ihn in den Blick zu nehmen, weil die Scheinwerfer der Verschwörungstheoretiker aller Provenienz sich genau an seiner Person bündeln: Bill Gates. Man kann kaum über ihn schreiben, weil so viel über ihn gesprochen wird.

Die Liste der irrationalen Vorwürfe ist lang. Sie reicht von er sei für das Virus verantwortlich bis zur Warnung vor Zwangsimpfungen, die er orchestriere. Und das mündet in der Forderung, ihn zu verhaften. Man muss erst das Grelle all dieser überschießenden Wahnvorstellung eines allmächtigen Strippenziehers ausblenden. Und dann steht man vor der Ambivalenz dieser Figur. Dann steht man vor der Wohltätigkeit des Bill Gates.

Im Industriezeitalter war Philanthropie das Gegenprinzip zum Profit. Die großen Kapitalisten opferten einen kleinen Teil ihres Vermögens – als ob sie damit ihre Sünden abzahlen wollten. Die neue Wohltätigkeit aber, deren uneingeschränkter Pionier – neben Größen wie Mark Zuckerberg – eben Bill Gates ist, ist anders.

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Mark Zuckerberg

Es ist ein „Philanthrokapitalismus“. Ein Wohltätigkeitskapitalismus, der ganz offen nach unternehmerischen Grundsätzen funktioniert. Sein Gemeinnutzen artikuliert sich in Geschäftsbegriffen: Da geht es um Zielvorgaben. Um Kosten-Nutzen-Rechnungen. Um Investments und größtmögliche Rendite – nur sei diese eben in geretteten Menschenleben zu zählen. Kurzum: Der Philanthrokapitalismus funktioniert nach derselben Logik wie das Geschäft. Es gilt nicht mehr: Profit oder Wohltätigkeit, sondern Profit und Wohltätigkeit. Das Gute ist nicht mehr das Andere des ökonomischen Erfolgs.

Steuerflucht für das Gute

Bill Gates’Philanthropie ist beeindruckend. Da sind die ungeheuren Summen, die er spendet. Und da ist sein Engagement für die Wissenschaft. Für die New York Times ist er „der meistbewunderte Mensch der Welt“. Unbenannt bleibt die Ambivalenz, die dem innewohnt.

Quelle        :          TAZ          >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen          :

Oben      —        Bill and Melinda Gates visited DFID yesterday to address staff as part of a wider trip to the UK to highlight the importance of aid. Speaking ahead of the Gates Foundation’s Living Proof project launch with One International, the couple discussed their experience working on vaccines, malaria, education and reproductive health as well as the challenges of innovation, measurement of aid and the foundation’s role in developing countries. To find out more, please visit: www.dfid.gov.uk/Media-Room/News-Stories/2010/Bill-and-Mel…

 

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DL – Tagesticker 26.05.2020

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Mai 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Wie hießt noch früher zu Hause: „Wem kümmert es, wenn ein Fahrrad in China umfällt ? Wem kümmert in Hongkong heute,  die Aussage eines Deutschen Schneewittchen ?

Chinas „Sicherheitsgesetz“

1.) EU-Politiker machen Druck wegen Hongkong

Führende EU-Parlamentarier haben von Europa einen stärkeren Einsatz für die Wahrung der Freiheitsrechte in Hongkong verlangt. Der Chef der China-Delegation im EU-Parlament, Reinhard Bütikofer (Grüne), appellierte in der Zeitung „Die Welt“ an die EU-Außenminister, bei ihrer Videokonferenz am Freitag eine gemeinsame Erklärung gegen das geplante chinesische „Sicherheitsgesetz“ für die Sonderverwaltungszone abzugeben.  Durch diese Stellungnahme solle deutlich werden, „dass das Vorgehen der kommunistischen Führung einen unzulässigen Eingriff in die Autonomie Hongkongs darstellt“, verlangte Bütikofer.

Das Erste

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So wird es gemacht ! Man hält den Stier an seinen Hörnern – um ihn zu besiegen. Dazu gehört aber auch, später keine Perlen vor die Säue zu schmeißen. Eine momentane Niederlage ist noch lange kein Sieg des Gegners !

„Ich bedaure nichts“

2.) Johnson-Berater Cummings:

Rücktritt? Das kommt für den britischen Chefberater Dominic Cummings nicht infrage. Er weist Kritik an seinem Handeln während der Pandemie zurück. Damit bleibt er die rechte Hand von Premier Boris Johnson. Bizarrer Auftritt in der Downing Street: Der britische Regierungsberater Dominic Cummings lehnt trotz der massiven Kritik an seiner Reise zu Verwandten in der Corona-Krise seinen Rücktritt ab. „Ich habe nicht angeboten, zurückzutreten. Ich habe das nicht in Erwägung gezogen“, sagte Cummings im Rosengarten des Regierungssitzes in London. „Ich bedaure nicht, was ich getan habe.“ Ihm war vorgeworfen worden, gegen Ausgangsbeschränkungen verstoßen und somit andere Menschen gefährdet zu haben.

StZ

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Ein Politiker muss ein Lump sein, wenn er die Macht halten will. Aber jeder trifft seine persönlich Wahl – darf sich dann aber auch nicht beschweren! Die Moral aus der Geschichte. Finger weg, wer sich nicht verbrennen möchte“.

Premier hält Corona-Regeln ein

3.) Rutte besuchte sterbende Mutter nicht

Auch in den Niederlanden sind Besuche in Pflegeheimen stark reglementiert. Der Ministerpräsident befolgt die Regeln streng und trifft dabei eine wohl äußerst schmerzliche Entscheidung. Ein britischer Regierungsberater nimmt es dagegen eher locker und erntet reichlich Kritik. Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat wegen der Corona-Auflagen seine Mutter in den letzten Tagen vor ihrem Tod nicht besuchen können. Die 96-Jährige verstarb bereits am 13. Mai in einem Pflegeheim in Den Haag, wie Rutte gestern mitteilte. Der Regierungschef habe sich an „alle Anordnungen“ gegen die Ausbreitung des Coronavirus gehalten, sagte ein Regierungssprecher. Er bestätigte damit Berichte, wonach Rutte in den letzten Tagen seiner Mutter nicht an ihrer Seite war. Laut Medienberichten starb die 96-Jährige nicht an einer Infektion mit dem Coronavirus. Die Pflegeheime in den Niederlanden waren am 20. März für alle Besucher geschlossen worden. Seit gestern dürfen einzelne Besucher diese Einrichtungen wieder.

ntv

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Die Wähler-Innen sollten aber nie vergessen das sich hier eine Aufsichtsbehörde der GroKo lautlos, mit mutmaßlich vollen Taschen,  vom Acker schleicht !

BGH-Urteil zu Dieselauto:

4.) VW verdient kein Vertrauen

Ein Rentner klagte gegen VW, das oberste Zivilgericht gab ihm nun recht. Ihm ist dafür zu danken, dass er sich nicht zu einem Vergleich überreden ließ.Nun ist es rechtskräftig. VW hat seine Kunden „sittenwidrig“ geschädigt und die Genehmigungsbehörden „arglistig“ getäuscht. Nun steht der Konzern endlich an dem juristischen Pranger, an den er schon lange gehört. Jahrelang hat VW seine manipulierte Abgas-Software als „Umschalteinrichtung“ verharmlost. Jahrelang sprach man nur von der „Diesel-Thematik“, ohne rot zu werden. Auch nach dem Urteil findet VW kein Wort des Bedauerns, kein Wort der Entschuldigung. Das spricht eigentlich für sich. Dieser Konzern verdient kein Vertrauen mehr.

TAZ

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Kann Opposition aus den Corona-Virus Lehren ziehen ? Wenn dann nur dieses als Grundlage: Wer einer CDU/CSU den kleinen Finger reicht, verliert immer seine Hand! Die Verfilzung in diesen Land ist so stark gewachsen, besonders durch die Mithilfe über Koalitionen, dass es einige Generationen dauern wird, bis ein Gleichgewicht der Kräfte wieder hergestellt ist.

 Covid-19 und  Ramelow:

5.) Wir müssen raus aus dem Corona-Krisenstatus

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sein umstrittenes Vorpreschen bei der weiteren Lockerung von Corona-Beschränkungen verteidigt. Aus der geringen Zahl von Infizierten und Neuinfektionen in Thüringen müssten die Konsequenzen gezogen werden, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. »Wir müssen aus dem Krisenstatus raus.« Menschen könnten nicht weiter gezwungen werden, die Aufhebung von Verboten – wie zuletzt die Öffnung von Fitnessstudios – vor Gerichten zu erstreiten. Seine Strategie will Ramelow an diesem Dienstag seinem rot-rot-grünen Kabinett vorlegen. Ob bereits Entscheidungen fallen, ist offen. Nicht infrage stehe der Infektionsschutz vor dem Coronavirus, betonte Ramelow. »Das ist kein Aufruf zur Leichtfertigkeit.« Weiterhin gelte, Abstand zu halten und dort einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo sich Menschen zu nahe kommen, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln. »Ich haben niemandem gesagt, reißt euch den Mundschutz runter.«

ND

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Peinlich wurde es in unserer Erziehung immer: „Wenn die Katze um den heißen Brei schlich“

Trumps Umgang mit Merkel:

6.) „Für mich ist es, ehrlich gesagt, peinlich“

USA gegen China, Trump gegen alle: Ex-Top-Diplomat und Biden-Berater Nicholas Burns rechnet mit der US-Außenpolitik ab und erklärt, warum Berlin wichtigster Verbündeter in einer Zeit nach Trump sei. In der Weltpolitik nehmen im Zuge der Coronakrise die Spannungen zu: Die USA und China überziehen sich mit gegenseitigen Vorwürfen, die Trump-Regierung will sich aus weiteren internationalen Abkommen wie der Open-Skies-Vereinbarung zur Luftraumüberwachung zurückziehen. Der frühere US-amerikanische Top-Diplomat Nicholas Burns geht mit der Außenpolitik seines Landes hart ins Gericht. „Wir erleben die erste große internationale Krise seit 75 Jahren, in der sich die USA entschieden haben, nicht zu führen“, sagt er im Interview mit t-online.de. Er befürchtet eine Zuspitzung der Konfrontation mit China.

T.-online

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7.) Die Kaufprämien-Ideen der Bundesregierung

Um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, plant die Bundesregierung Kaufprämien für Autos, auch für SUVs. Weitere Prämien könnten bald folgen für:

  • Elektrogrills
  • Nackensteaks
  • Lufthansa-Maschinen
  • Kohlekraftwerke
  • Panzer
  • Maschinengewehre
  • Fußballstadien
  • Kreuzfahrtschiffe
  • Mundgeruch
  • Alkohol

Titanic

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

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