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RENTENANGST

Archiv für Mai 8th, 2020

Der Busch ist immer nass

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2020

Historischer Reisebericht vom Amazonas

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Von Richard Spruce

Von 1849 bis 1865 unternimmt der Botaniker Richard Spruce eine Exkursion in das Amazonasbecken. Sein Reisebericht lässt die Strapazen erahnen.

Bisher hatte das Wetter uns begünstigt, denn wir hatten keine schweren Regenfälle erlebt, und ich war guter Hoffnung, dass es lange genug trocken bleiben würde, um es mir zu ermöglichen, eine große Sammlung von Pflanzen anzulegen. Ich wollte einen Rancho [Schutzhütte] am Strand errichten, aber die Indianer erklärten sich zu müde dafür, verschoben die Aufgabe bis zum Morgen und begnügten sich mit einem behelfsmäßigen Dach aus den Yapás [geflochtene Matte].

Die beiden folgenden Tage und Nächte waren regnerisch, mit heftigen Gewittern in kurzen Intervallen, die den Mangel an einer Hütte stark fühlbar machten und dennoch als Ausrede für die Indianer dienten, die (wie sie sagten) keine Palmblätter im Regen schneiden und durch den nassen Wald ziehen konnten.

Am 28. war der Himmel bei Tagesanbruch vollkommen klar und schien einen schönen Tag zu versprechen, sodass ich verlockt war, einen Versuch zu wagen, die Serra de Carnaú zu erreichen und auch zu ersteigen, wenn die Zeit es erlaubte. Wir konnten sie von unserem Lager aus nicht sehen, aber der letzte Anblick, den ich davon auf unserem Weg hatte, hatte mir bestätigt, dass sie direkt vom östlichen Ufer des Flusses aufstieg.

Wir ließen einen Mann zurück, um unser Lager zu bewachen, und nahmen die anderen drei mit uns, um einen Pfad durch den Wald zu bahnen. Die Sonne war kaum aufgegangen, als wir aufbrachen, und mein Rat war, dem Flussufer zu folgen; aber mit dem Blick auf die Mündungen einiger Igarapés [kleine Seitenarme des Flusses], die wir in einiger Entfernung den Fluss hinauf sehen konnten, schlugen sich die Indianer ostwärts in den Wald, erstiegen Hügel und kletterten in Täler, die mit Bambus und Murumurú-Palmen gefüllt waren, deren Stacheln eine Länge von mehreren Zoll hatten.

Verirrt im Regenwald

Wir waren so einige Stunden gegangen, als sie zu zweifeln schienen, welchen Weg wir nehmen sollten. Drei Mal erkletterten sie hohe Bäume, um nach Carnaú Ausschau zu halten, konnten aber weder Berg noch Fluss sehen. Mittags, nachdem wir sechs Stunden auf den Beinen gewesen waren, hielten wir gerade an, um über die wahrscheinliche Richtung unseres Ziels zu beraten, als sich zwei der Männer, ohne ein Wort zu sagen, wieder auf den Weg in unser Lager machten. Meine Erfahrung mit solchen Waldwanderungen war noch sehr gering, und ich wusste nicht, wie wichtig es war, niemals die indianischen Führer aus den Augen zu verlieren.

A view to the trombetas river 3.jpg

Ich vermutete (irrtümlich, wie sich herausstellte), dass wir nicht weit vom Fluss entfernt waren, und dass wir ihn leicht erreichen konnten, indem wir dem Verlauf eines der zahlreichen Igarapés folgten. […] Also suchten wir mit dem Cafúz [Nachfahre aus einer Verbindung zwischen Schwarzen und Indigenen] Manoel, der bei uns geblieben war, als Wegbereiter nach einem Igarapé. Nachdem wir einen gefunden hatten, begannen wir, an ihm entlang hinabzusteigen – keine leichte Aufgabe, denn sein Lauf führte, wenn er nicht dicht mit Büschen und Lianen besetzt war, durch Ebenen von verstricktem Bambus und schneidenden Gräsern, die man nur auf Händen und Knien passieren konnte.

Der Tag war übermäßig schwül, als sich plötzlich der Himmel bewölkte und die feierliche Stille durch ein Stöhnen im Wald unterbrochen wurde, das sich bald zu einem Getöse verstärkte, und ein schreckliches Gewitter über uns ausbrach. Mitten darin blieb King stehen, um die Schale einer Castanha [Paranuss] aufzubrechen, und blieb zurück. Die Regenfluten verschleierten die Luft, und die unablässigen Donnerschläge und das Prasseln der Regentropfen auf den Blättern überdeckten jeden anderen Klang, sodass wir ihn einige Zeit lang nicht vermissten, ihn auch nicht nach uns rufen hörten, was er, wie er uns nachher erzählte, getan hatte. Wir dachten, er würde sich uns bald wieder anschließen, indem er dem Lauf des Igarapé folgte.

Als ich auf ihn wartete, verlor ich auch Manoel aus den Augen, und eine halbe Stunde verstrich, bevor wir uns wieder fanden. Ich ließ ihn dann einen hohen Baum erklettern, und wir riefen – ich von dessen Fuß, er von oben – nach unserem Begleiter, bis wir heiser waren.

Es war etwa 3 Uhr, als wir zu unserer sehr großen Freude die Stimme von King hörten, und kurz darauf holte er uns ein. Nachdem er seine Kastanien aus ihrer Schale geklaubt hatte, war er versehentlich einen Nebenfluss des Igarapé hinaufgestiegen, und der Anstieg war so gering, dass er seinen Fehler nicht bemerkte. Nachdem er eine Meile weit gegangen war, sah er zwei Blätter auf dem Wasser treiben und erkannte, in welche Richtung das Wasser rann, und ging sofort auf seinen Spuren wieder zurück.

Der Igarapé schien endlos zu sein, und wir fingen an zu fürchten, dass er in irgendeinem Palmensumpf enden würde, als wir um etwa 4 Uhr nachmittags, genau als der Regen aufhörte, durch den Anblick des Flusses erfreut wurden. Sein Anblick war uns jedoch sehr befremdlich, so still und ruhig wie ein See – und der Berg, den wir gesucht hatten, lag zum Greifen nah im Norden. Westlich stürzte sich in einiger Entfernung ein anderer Fluss über Felsen hinunter, um sich dem anzuschließen, an dem wir standen, und an ihrem Zusammenfluss lag eine Halbinsel aus rohen Granitblöcken, die zu großer Höhe aufgetürmt waren. Wir waren eindeutig weit von unserem Lager entfernt, und unser einziger Gedanke war, es so schnell wie möglich zu erreichen.

Spärliche Mahlzeiten

Rio Una in Palmares

Wir begannen also flussabwärts zu gehen, aber es war unmöglich, seinem Ufer zu folgen, denn es gab keinen Strand, und der Wald war dort dichter und undurchdringlicher als ein klein wenig weiter im Landesinneren. Ich stellte fest, dass Manoel viel schneller vorwärtskam als wir, und als die Sonne sank, sandte ich ihn voraus mit der Anweisung, etwas zu kochen, wenn er das Kanu erreichte, und auf unsere Ankunft zu warten – ein weiterer Fehler meinerseits, denn Manoels Terçado [Buschmesser] hätte unser Vorwärtskommen durch den Wald sehr erleichtert.

Quelle        :        TAZ        >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen        :

Oben        —    Porto Trombetas está localizada no Noroestedo Pará. A vila foi construída para atender aos trabalhadores da Mineração Rio do Norte (MRN), que faz extração de bauxita. As instalações de Porto Trombetas estão localizadas no município de Oriximiná (PA), à margem direita do rio Trombetas, um dos afluentes do rio Amazonas

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Unten      —        Rio Una in Palmares

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Seuche EU. – bedroht Afrika

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2020

Corona – eine Krankheit der Weißen?

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Quelle      :      untergrund-blättke Ch.

Von Klaus Hecker

Dieses Mal ist es umgekehrt als gewohnt. Während Afrika gemeinhin als grosses Ansteckungsrisikogebiet von allerlei Krankheiten und Seuchen gilt, droht nun die Gefahr für Afrika aus den Metropolen des Weltkapitalismus.

Es ist höchste Zeit die Corona-Frage in eine kapitalismuskritische, also letztlich in eine Systemfrage zu verwandeln.

„Das sei „eine Krankheit der Weissen“, sagt Kenny Tokwe. Er sagt es ohne Bitterkeit, eher als Feststellung. Tokwe trägt ein Trikot des FC Liverpool und sitzt auf einer Bank vor einem Kreisverkehr im Süden Kapstadts. Der Kreisverkehr ist so etwas wie der Sozialäquator. Nimmt man die rechte Ausfahrt, fährt man in die schönen Hanglagen und Gated Communities, hinter Elektrozaun verbarrikadierte Wohnsiedlungen. Biegt man nach links ab, dann kommt man in die Township Imizamo Yethu, ein paar Tausend Quadratmeter für 30.000 Menschen, Blechhütten und kleine Steinhäuser dicht an dicht. Nach rechts biegen am Kreisverkehr auch Porsches und SUVs ab. Nach links nur Minibusse und ein paar alte Toyotas.

„Es gibt bei uns das Gefühl, dass die Weissen, die das Geld haben zu reisen, den Virus mitbringen“, sagt Tokwe. Er sagt es mit einem Lächeln – woanders fliegen auch mal Steine. In Äthiopien wurden Europäer angegriffen, in Kenia Chinesen verprügelt und in Kamerun Deutsche beschimpft.“ (Afrika ist auf sich allein gestellt, sueddeutsche.de, 27.03.2020)

Aber stimmt das? Und lässt sich die Krankheit geographisch bzw. der Hautfarbe zuordnen oder gar eingrenzen. Das Gegenteil ist doch offensichtlich der Fall. Diese wie jede andere Krankheit legt bloss, in welchen ökonomischen Umständen und sozialen Bedingungen man leben muss und welches Gesundheitssystem mit welchen Prioritäten um einen herum existiert. Auch dieses ist nicht einfach klein oder gross, entwickelt oder nicht entwickelt, sondern gibt in seiner Gesamtheit darüber Auskunft, welches Interesse an einer einigermassen gesunden Bevölkerung besteht, bzw. ob das überhaupt der Fall ist.

Zusammengefasst: Die gleiche Krankheit ist nicht die gleiche Krankheit. Sie blüht, wächst und gedeiht unter unterschiedlichen ausbeuterischen Lebensbedingungen sehr unterschiedlich.

File:South Africa - Cape Town Imizamo Yethu Township (16312133760).jpg

So gesehen wird das Coronavirus – wie von Experten leider befürchtet – sich wie eine Feuerwalze über Afrika hinwegbewegen. Dass die Pandemie Afrika erreichen wird, steht ausser Frage. „Bislang meldeten dort 27 Länder Erkrankungen, inkl. der Staaten Nordafrikas. Zuletzt kamen Benin, Liberia, Somalia und Tansania hinzu. Noch sind die Fallzahlen gering. Bis gestern waren laut der Weltgesundheitsorganisation WHO auf dem Kontinent 417 Menschen infiziert. Sieben von ihnen starben, doch 42 haben sich wieder erholt. Ausser in Ägypten, Südafrika und Algerien, wo sich längere Infektionsketten bildeten, traten nur vereinzelte Fälle auf. „Afrika wird die Pandemie extrem schwer treffen“, warnt Senait Bayessa, Regionalleiterin der SOS-Kinderdörfer in Süd- und Ostafrika. Denn selbst besser entwickelte afrikanische Staaten hätten kein ausreichendes Auffangnetz für die humanitären Konsequenzen des Coronavirus.“(Tickende Zeitbombe: Afrika vor Corona-Pandemie, sos-kinderdoerfer.de, 29.03.2020)

So habe beispielsweise Südafrika zwar eines der besten Gesundheitssysteme Afrikas, aber dennoch lediglich 1.000 Betten auf Intensivstationen für 56 Millionen Einwohner. In Malawi seien es sogar nur 25 Betten für 17 Millionen Menschen – und einige afrikanische Staaten verfügen über keinerlei Intensivstationen. Aber auch die afrikanischen Stellvertreterkriege dynamisieren das Geschehen in unguter Weise:

„Vor allem in den Sahelstaaten sind die Gesundheitssysteme auch durch den anhaltenden Terrorismus unter Druck. Aktuell ist Burkina Faso besonders betroffen. Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) schätzt, dass rund 765.000 Menschen vor Terrorangriffen und Überfällen auf der Flucht sind. Nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist das Gesundheitssystem in den betroffenen Gebieten „komplett zusammengebrochen“. (Massenausbruch würde Systeme überfordern, domradio.de, 16.03.2020) „Die Virustoten dürften noch die kleinste Sorge sein, Senait Bayassa (SOS Kinderdörfer)“ Wie sollen geringste Schutzmassnahmen, für die in Europa allüberall geworben wird – Händewaschen und einen Mindestabstand von 1,5 m einhalten -, auch nur ansatzweise durchgeführt werden können?

– Ist das so selbstverständlich, dass Seife unerschwinglich ist?

– Ist es selbstverständlich, dass in Nigeria riesige Ländereien in der Grösse Hessens mit Erdöl geflutet sind, das aus undichten Ölleitungen stammt, die internationale Ölkonzerne bei dem Abtransport einfach leck liegen lassen?

File:South Africa - Cape Town Imizamo Yethu Township (15879095023).jpg

Ob Seife und ausreichend Wasser vorhanden sind, ist schon fraglich. Wie sich in Slums, den Massenunterkünften oder in dem ehemals grössten Flüchtlingslager der Welt „Dadaab“ in Kenia mit 300.000 Personen Abstand gehalten werden soll, ist nicht vorstellbar. Der deutsche Virologe Drosten schaut mit Sorge nach Afrika. „In den afrikanischen Ländern wird in diesem Sommer der Peak der Infektionen auftreten. Ich mag mir gar nicht ausmalen, welche Bilder man sehen wird. Wir werden noch erleben, dass die Leute daran auf den Strassen sterben in Afrika. Die Situation wird schlimm sein, sehr schlimm.“

Hilfe von Deutschland – Pustekuchen!

Eine systematische Hilfe von Deutschland kann Afrika nicht erwarten. Es sind die Kirchen, es sind Hilfsorganisationen, die aufopferungsvoll unter höchstem persönlichen Einsatz, letztlich unwirksam per Spendenaktionen vor Ort tätig sind. Sie helfen nach Kräften und weit darüber hinaus, aber eine Abhilfe können sie naturgemäss nicht leisten.

Systematisch und in grossem Stil sind es die Chinesen, die Hilfsgüter, medizinisches Material und Experten tonnenweise einfliegen und dafür – mittlerweile hochoffiziell – von Deutschland und der EU den Vorwurf kassieren, sich Einflusssphären verschaffen zu wollen. So wird die Krankheit, die Seuche auch dieses Mal dort abgewickelt, wo der Kapitalismus seine Ausbeutungsspur durchs Land zieht. Es ist keine Seuche der Weissen.

Chinesischer Flughund, oder das seltsame Schuppentier Pangolin contra Kapitalismus

Auch wenn das Corona-Virus einem chinesischen Flughund oder einem anderen Getier entstammt, es ist in seinen Auswirkungen eine Seuche, die sich durch bereits eingetretene Schäden des Kapitalismus exponentiell ausbreitet. Noch sind die Zahlen der Corona-Infizierten und Corona-Toten überraschend gering. Eine Vermutung lautet: Wenn wenig getestet wird, gibt es auch wenige Fälle. Eine zweite Vermutung, gegen die möglicherweise auch in Europa verstossen wird, lautet: Korrekterweise sollten die gezählten Verstorbenen differenzialdiagnostisch tatsächlich am Corona-Virus gestorben sein. Das klingt selbstverständlich.

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Führende Kritiker führen allerdings ins Feld, dass bei vielen Toten zwar das Corona-Virus auffindbar, aber nicht zwingend als Todesursache anzusehen war. Die enormen hohen Totenzahlen in der Lombardei dürfe – so die Kritiker – nicht darüber hinwegtäuschen, dass in dieser Industrieregion eine enorm hohe Kontamination bestehe und schon viele, viele Lungenkranke und auch Tote produziert habe. Nun würde dies, weil auch das Corona-Virus nachweisbar sei, pauschal und ursächlich diesem Virus zugeordnet.

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Die industriell-kapitalistischen Lebensbedingungen sind nun fein raus und als Generalursache tritt nun seltenes Getier diverser Art an. Die Einbeziehung der afrikanischen Länder in die kapitalistische Weltwirtschaft sorgt ebenso wie für die Erodierung einer heimischen Wirtschaft, wie auch für ein dahinsiechendes Gesundheitswesen zu einer Dynamik, die Ausgangskrankheit betreffend. Den Standpunkt einer Volksgesundheit gibt es in Afrika in der Regel so nicht, weil das Volk zum grossen Teil gar nicht gebraucht wird und gesundheitliche Versorgung sich von daher oft nur gleich auf die Hauptstadt und deren Umgebung beschränkt

Kenny Tokwe hat Unrecht: Weiss oder schwarz ist diese Krankheit nur unter ideologischem Blick- sonst nicht,- ebenso wenig wie die anderen Krankheiten und Seuchen.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Copyleft (Public Domain) Lizenz.

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Grafikquellen      :

Oben       —      500px provided description: 131753 [#coastline ,#cliff ,#cove ,#vernazza ,#riomaggiore ,#manarola ,#lerici ,#carvoeiro ,#portovenere ,#faraglioni ,#ionian sea ,#cinqueterre ,#Cape Town Table Mountain]

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2.) von Oben      —         South Africa – Cape Town Imizamo Yethu Township

Author Diriye Amey from Locarno, Switzerland

This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Checked copyright icon.svg This image was originally posted to Flickr by Diriye Amey at https://www.flickr.com/photos/28683388@N08/16312133760. It was reviewed on by FlickreviewR and was confirmed to be licensed under the terms of the cc-by-2.0.

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3.) von Unten      —         South Africa – Cape Town Imizamo Yethu Township

Author Diriye Amey from Locarno, Switzerland
This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.
Checked copyright icon.svg This image was originally posted to Flickr by Diriye Amey at https://www.flickr.com/photos/28683388@N08/15879095023. It was reviewed on by FlickreviewR and was confirmed to be licensed under the terms of the cc-by-2.0.

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4.) von Oben      —        An specimen of Golden-capped Fruit Bat (Acerodon jubatus) beside a man

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Unten          —       Photo credit to Ms. Sarita Jnawali of NTNC – Central Zoo The United States is co-sponsoring four separate proposals to increase CITES protections for pangolins from Appendix II to Appendix I

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Schock und Klimapolitik

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2020

Corona-Schock und Klimapolitik

File:Wien Hauptbahnhof Halle 20200421 002.jpg

Von Philippe Descamps und Thierry Lebel

Gerade scheinen sich alle wunderbar einig zu sein: Der Chef der Deutschen Bank will grüne Jobs fördern, die deutsche Kanzlerin ist jetzt für 55 statt 40 Prozent weniger schädliche Emissionen, und der UN-Generalsekretär fordert, Subventionen für fossile Energien abzuschaffen.

Nach dem Dürrejahr 2018 und der Rekordhitze 2019 hat auch das Jahr 2020 extrem trocken begonnen. In Frankreich beispielsweise war der Monat März der zehnte in Folge mit einer Durchschnittstemperatur über dem Normalwert. Und in Deutschland ist im traditionellen Regenmonat April fast kein Tropfen gefallen.

Da ist es ein schwacher Trost, dass die Luft infolge des weltweiten Shutdowns viel sauberer geworden ist. Zum ersten Mal seit Langem kann man von Lyon aus wieder den Mont Blanc sehen und von den Städten Nordindiens die Gipfel des Himalaja.

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Stillstand eines großen Teils der industriellen Produktion in diesem Jahr auch zu einem beispiellosen Rückgang der Treibhausgasemissionen führen wird.1 Aber gibt das schon Anlass zur Hoffnung, dass damit ein historischer Rückgang beginnt?

Ist die Coronapandemie ein heilsamer Schock, der uns die Verwundbarkeit unserer Zivilisa­tion und die Anfälligkeiten vor Augen führt, die das globale Wachstumsmodell, die Hyperspezialisierung und der unaufhörliche Strom von Menschen, Gütern und Kapital hervorgebracht hat?

Auch die Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 hat zu einem deutlichen Rückgang der Emissionen geführt, doch danach sind sie schnell wieder angestiegen und erreichten neue Rekorde. Die aktuelle Gesundheitskrise mag ein Vorbote noch schlimmerer Katastrophen sein, die womöglich auf uns zukommen. Sie lässt sich aber auch als ein vereinfachtes Zeitraffermodell der kommenden Klimakrise betrachten. Darüber hinaus verdeutlicht die Vermehrung der pathogenen Viren ein ökologisches Problem: den Einfluss des Menschen auf die Natur.2 Die Ausbeutung immer weiterer Gebiete stört das Gleichgewicht der Ökosysteme, während zugleich die Massentierhaltung das Seuchenrisiko erhöht.

Wir wissen genug, um zu handeln

Das Virus hat die am weitesten entwickelten Länder am stärksten befallen. Seine Verbreitung erfolgt entlang der Handelswege auf See und mehr noch über die Luftfahrt, deren Wachstum wiederum maßgeblich zum Anstieg der Treibhausgas-Emissionen beiträgt. Die herrschende Logik der Just-in-time-Produktion und Tilgung von Vorsorgemaßnahmen ist ein Beleg für das selbstzerstörerische Verhalten der Menschen: dem individuellen Profit und dem eigenen Wettbewerbsvorteil höchste Priorität einzuräumen.

Auch wenn sich bestimmte Bevölkerungsgruppen oder Regionen als besonders anfällig erweisen, wird sich die Pandemie nach und nach über den gesamten Planeten ausbreiten, genauso wie die Erderwärmung nicht auf die Länder mit den höchsten CO2-Emis­sio­nen beschränkt ist.

Die internatio­nale Zusammenarbeit ist daher in beiden Fällen entscheidend. Die lokale Eindämmung des Virus – oder der Treibhausgasemissionen – bleibt zwecklos, wenn der Nachbar nicht dasselbe tut. Angesichts der zahlreichen Diagnosen wird es auch immer schwieriger, die eigene Tatenlosigkeit durch Unwissenheit zu rechtfertigen. In der Klimatologie wie in der Virologie gibt es einen regen internationalen wissenschaftlichen Austausch; die Forschungsergebnisse sind allgemein zugänglich, und sie werden immer genauer.

Im Fall des Coronavirus haben Wissenschaftler wie Philippe Sansonetti, Professor am Collège de France, schon vor Jahren vor einer Pandemie gewarnt. Die unkontrollierte Verbreitung von gefährlichen Infektionskrankheiten ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. An alarmierenden Vorboten hat es nicht gefehlt, das zeigt die Verbreitung von Grippeviren wie H5N1 im Jahr 1997 oder H1N1 im Jahr 2009 und die Corona-Epidemien mit Sars (2003) und Mers (2012).

Ähnliches gilt für den Klimawandel: 1979 beauftragte die US-Regierung ein Expertengremium unter der Leitung des Meteorologen Jule Gregory Charney mit der Untersuchung von zwei Klimamodellen. Der Charney-Bericht, der dem US-Senat anschließend vorgelegt wurde, warnte also schon vor mehr als 40 Jahren vor den möglichen klimatischen Folgen des zunehmenden Treibhausgasgehalts in der Atmosphäre. Und seit etwa 30 Jahren existieren mit dem Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, ­IPCC) und der Klimarahmenkonven­tion der Vereinten Nationen (UNFCCC) multilaterale Strukturen für den wissenschaftlichen Austausch und gemeinsames Handeln. Die Forscher scheuen keine Mühen, um die Politik und die Bevölkerung über die Gefahren einer beschleunigten Erderwärmung zu informieren.

Die Krisenszenarien sind inzwischen allgemein bekannt. Schon bald nach dem Auftreten des Coronavirus warnten Virologen und Gesundheitsbehörden vor einer drohenden Pandemie.3 Die Ironie der Situa­tion liegt darin, dass die am wenigsten betroffenen Länder in der unmittelbaren Nachbarschaft Chinas liegen.

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Bis Mitte April meldete Taiwan nur sechs Tote, Singapur zehn, Hongkong vier und Macao keinen einzigen.4 Gewarnt durch die Erfahrungen mit der Sars-Epidemie von 2003, haben die dortigen Behörden diesmal sofort die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um das Seuchenrisiko einzudämmen: Gesundheitskontrollen bei der Einreise, massenhafte Coronatests, Isolierung der Erkrankten, Quarantäne für potenziell Infizierte und eine generelle Maskenpflicht.

In Europa hatten sich die Regierungen derweil erst einmal weiterhin mit den Themen beschäftigt, die sie als vordringlich erachteten: In Frankreich war es vor allem die Rentenreform, in Großbritannien der Brexit und in Ita­lien die leidige Regierungskrise, um nur einige zu nennen. Die Maßnahmen, die sie schließlich für die kommenden Monate ankündigten, hätten viel früher umgesetzt werden müssen.

Diese anfängliche Sorglosigkeit führte dazu, dass sie anschließend zu sehr viel drastischeren Mitteln greifen mussten, als bei einem rechtzeitigen Eingreifen nötig gewesen wären – mit umso dramatischeren Folgen für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere bürgerlichen Freiheiten.

Es sind dieselben Regierungen, die seit 2015 die Umsetzung des historischen Pariser Klimaabkommens immer wieder verschoben haben oder sogar, wie die USA unter der Trump-Administration, aus dem Abkommen ausgestiegen sind. Sie meinen, so könnten sie Zeit gewinnen. In Wirklichkeit aber verlieren sie Zeit.

Die exponentielle Verbreitung des Virus vor der Verhängung von Ausgangsbeschränkungen sollte uns in Erinnerung bleiben. Natürliche Systeme entwickeln sich in Reaktion auf massive Störungen selten linear. In solchen Situationen muss man die ersten Signale eines Ungleichgewichts erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten, bevor es zu unkontrollierbaren Ausschlägen kommt und es ab einem bestimmten Punkt kein Zurück mehr gibt.

Wenn etwa die Pflegerinnen und Pfleger in Altersheimen, denen weder Schutzkleidung noch Coronatests zur Verfügung stehen, selbst zu Trägern des Virus werden, können in dieser hochsensiblen Umgebung Infektionsherde entstehen, die das Gesundheitssystem an seine Grenzen bringen – mit der Folge von noch strengeren Ausgangsbeschränkungen. In ähnlicher Weise erhöhen auch im Klimabereich Rückkopplungseffekte – also Effekte, durch die ein Anfangsimpuls verstärkt wird – unsere ökologische Schuld. Es ist wie bei einem mittellosen Kreditnehmer, der zur Tilgung seiner Schulden immer neue Kredite zu immer höheren Zinssätzen aufnimmt.

Quelle        :       Le Monde diplomatique         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen       :

Oben      —             Food-Court am Wiener Hauptbahnhof

Date
Source Own work
Author Linie29
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Unten      —             立法院院長王金平等接受SARS防護衣捐贈

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Maikundgebung in Gütersloh

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2020

1. Mai: „Soziale und demokratische Rechte verteidigen und ausbauen“

Quelle      :         Scharf  —  Links

Von DIE LINKE. Gütersloh

300.000 weitere Arbeitslose, über 10 Millionen in Kurzarbeit, weitere Millionen haben ihren Minijob verloren, andere haben keine Einnahmen als Selbstständige oder Kunstschaffende. Schon jetzt haben die Corona-Pandemie und ihre Folgen zu größeren sozialen Verwerfungen geführt als alle Krisen zuvor seit Gründung der Bundesrepublik. Zugleich setzt die Bundesregierung auf Aufrüstung. Die Rüstungsausgaben steigen in diesem Jahr um 10 %. Die zig-Milliarden zur Rettung von Banken und Konzerne und die angekündigten Ausgaben für Kampfflugzeuge, darunter Atombomber, werden dringend im öffentlichen Gesundheits-, Bildungs- und Erziehungswesen mit ausreichendem Personal und höheren Löhnen benötigt.

In den nächsten Monaten wird entschieden in welche Richtung es geht. Setzen wir weiter auf Wachstum und Profit oder schützen und retten wir Menschenleben? Auch die Frage muss beantwortet werden: Wer trägt die Kosten der Corona-Pandemie? Unter diesen Umständen ist es unerlässlich, die sozialen und demokratischen Rechte zu verteidigen und auszubauen.

Noch vor zwei Monaten war es unvorstellbar: das Recht, seinen Aufenthaltsort frei zu wählen und die Religionsfreiheit sind ausgesetzt, das Versammlungsrecht ist stark eingeschränkt. Zugleich wird das Arbeitszeitgesetz geschliffen. Für viele Berufsgruppen sollen künftig zwölf Stunden Arbeit täglich und 60 Stunden wöchentlich möglich sein. Auch die Einschränkungen für Sonntags- und Feiertagsarbeit werden aufgeweicht. Die Verlängerung der Arbeitszeiten trifft medizinische Berufe und genauso Beschäftigte bei Polizei und Feuerwehr. Sie erfasst aber auch Beschäftigte, die in der Produktion und Distribution sog. »existenzieller Güter« tätig sind.

Während Verstöße gegen das Kontaktverbot teils drastisch geahndet werden, scheinen die Corona-Schutz-Maßnahmen für andere nicht zu gelten. Die Arbeits- und Lebensbedingungen für Erntearbeiterinnen und Erntearbeiter waren schon zuvor oft mangelhaft. Ein effektiver Schutz vor Ansteckung ist kaum möglich. Ähnliches gilt für viele WerkvertragsarbeiterInnen.

Covid-19 offenbart auch die Konsequenzen der jahrzehntelangen neoliberalen Zerschlagung der Gesundheitssysteme. Besonders in Italien und Spanien zeigen sich deren tödliche Folgen.
Weltweit verschärft die Corona-Pandemie für Millionen Menschen den Kampf ums nackte Überleben. Vor allem die Lage in den Flüchtlingslagern ist katastrophal.

Mit „unbegrenzten“ Milliardenprogrammen versuchen die Regierungen, die Weltwirtschaftskrise in den Griff zu bekommen. Während Unternehmen und Konzerne Milliarden bekommen, kämpft der Großteil der Beschäftigten mit Kurzarbeitergeld, drohendem Arbeitsplatzverlust, Arbeitslosigkeit und Armut.

Keine Milliarden für Automobil- und Luftfahrtkonzerne
Reichtum besteuern
Abrüsten jetzt
Flüchtlinge aus den Lagern auf den griechischen Inseln holen
Rüstungsexporte verbieten und Fluchtursachen bekämpfen
Mehr Geld für Gesundheit, Bildung und Klimaschutz
Rettungspakete für Menschen mit zu wenig Einkommen, für sozialen Wohnungsbau, für Alterssicherung, öffentlichen Personenverkehr und Kultur

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Grafikquelle     :           Scharf-Links – Die Linke Gütersloh

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8.5.)-Berliner Stadtgespräch

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2020

Kein gemeinsames Gedenken

Großer Tiergarten

Von Erica Zingher

Berlin bekommt einen einmaligen Feiertag. Das solle auch künftig so sein, fordern viele. Aber ein offizieller Feiertag könnte dem Gedenken schaden.

Pünktlich zum 8. Mai werden die sozialen Netzwerke wieder mit linkem Erinnerungskitsch geflutet werden: schwarzer Grund, darauf ein Davidstern und in weißer Schrift zu lesen „Niemals vergeben. Niemals vergessen“. Oder auch: Bilder vom zerbombten Berlin 1945, überschrieben mit „Danke, Alliierte“. Politiker*innen, linke Ak­ti­vis­t*in­nen, politisch korrekte Deutsche werden wieder ihre Pflicht tun. Werden ritualisiert kundtun, dass sie alle sicher gegen Faschismus sind, und deutlich machen, dass so etwas wie der Nationalsozialismus „Nie wieder“ passieren darf.

Wer in Berlin lebt, wird in diesem Jahr zudem das Erinnerungsritual nicht zwischen Frühstück und den Weg zur Arbeit quetschen müssen. Das Berliner Abgeordnetenhaus beschloss Anfang letzten Jahres, den 8. Mai 2020 anlässlich des Kriegsendes vor 75 Jahren einmalig zum Feiertag zu erklären.

Esther Bejarano, Holocaust­überlebende und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees Deutschland, forderte in einem offenen Brief, den 8. Mai auch bundesweit und für immer zum Feiertag zu machen. Sie schrieb: „Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschla­gung des NS-Regimes.“

Die Diskussion darüber, ob das sinnvoll ist, wird seit einigen Wochen sehr engagiert geführt. Zustimmung erhielt Bejarano von Politiker*innen der Grünen und Linken, von zivilgesellschaftlichen Organisationen und auch von zahlreichen Journalist*innen.

Institutionalisierte Erinnerungstage

Braucht es das, einen weiteren festen Feiertag, bundesweit?

Eins vorweg: Menschen wie Bejarano haben gute Gründe, einen Erinnerungstag zu fordern. Niemand sollte ihr das absprechen. Problematisch ist auch nicht so sehr die Frage, ob es nun einen bundesweiten Feiertag geben sollte oder nicht. Das Pro­blem ist die drohende Vereinnahmung dieses Datums.

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Institutionalisierte Erinnerungstage waren in Deutschland immer schon ambivalent. In der Regel erfolgt die Ausdeutung dieser Tage ja von deutscher institutioneller Seite. Nehmen wir den 9. November, an dem an die Novemberpogrome erinnert wird. Jüdinnen und Juden werden an diesem Tag ­sichtbar, man lässt sie bei Gedenkveranstaltungen mahnen und fordern. Die Deutschen nicken dann, es wird ernst geguckt, und am Tag darauf haben sie längst vergessen, weshalb sie nickten.

Tage wie diese sind nicht dazu gedacht, an Jüdinnen und Juden zu erinnern, die über die Deutschen siegten. Vielmehr reinigen solche Gedenktage die Seele der Mehrheitsgesellschaft. Zurück zur Frage also: Braucht es einen weiteren staatlich verankerten Gedenktag, der genau diese Funktion erfüllt?

Quelle        :      TAZ         >>>>>         weiterlesen

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Oben     —      Großer Tiergarten

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DL – Tagesticker 08.05.2020

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Mai 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Was wollen denn die Deutschen im Ausland ? Auf den Kreuzfahrten oder am Ballermann ihr „Deutschland, Deutschland über alles“ singen und unter der Rot-Schwarzen Fahne den Gold-Gelben Abdruck ihres Gesäßstreifen feiern ? Das ist der wahre Grund warum die Deutschen nach den Engländern die beliebtesten Feriengäste sind. So kann das Gastland am Toilettenpapier sparen.

 Corona-Krise

1.) Wie sinnvoll sind Reisebeschränkungen wirklich? WHO rät davon ab

Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, haben viele Staaten ihre Grenzen geschlossen oder die Einreise erheblich erschwert. Die USA untersagten schon im Februar jenen Nicht-US-Bürgern die Einreise, die sich innerhalb von 14 Tagen in China aufgehalten hatten – im März schottete US-Präsident Donald Trump die USA gegen Teile Europas ab. Trump hebt diesen Schritt immer wieder als erfolgreiche Maßnahme im Kampf gegen das Virus hervor. Auf Twitter schrieb er, er habe mit den Restriktionen für Einreisende aus China und Europa „Tausende Leben gerettet“ und wiederholte dieses Argument bei vielen Pressebriefings.

Welt

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Was sich verbeamtete Söldner einer Bananenrepublik alles erlauben dürfen?  Obwohl er nur vor Alters-Schwäche umfiel gibt es ein Grab an der Millionärs-Allee auf Melaten – gleich neben Westerwelle ?

Mehr als hundert Kölner Kollegen erwartet

2.) Polizist wird Freitag auf Melaten beerdigt

Unter großer Anteilnahme wird am Freitag auf dem Friedhof Melaten ein Polizist der 14. Hundertschaft beigesetzt. Der im Kollegenkreis äußerst beliebte Beamte sei überraschend nach kurzer und schwerer Krankheit verstorben, teilte die Polizei mit. Mehr als hundert Kölner Polizisten wollen sich auf dem Friedhof von ihrem Kollegen verabschieden. Sie werden am frühen Vormittag in einer langen Kolonne vom Standort der Bereitschaftspolizei in Brühl über die Aachener Straße zum Melaten-Friedhof fahren. Mit Rücksicht auf die Kontaktbeschränkungen in Corona-Zeiten werden die Mannschaftswagen jeweils nur mit wenigen Beamten besetzt sein, daher wird die Kolonne aus ungewöhnlich vielen Fahrzeugen bestehen, sagte ein Polizeisprecher.

Kölner Stadt-Anzeiger

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Wer heute hört noch Bartsch – Kriecht Morgen schon im Corona – Arsch ?

Fraktionschef im „ntv Frühstart“

3.) Bartsch fordert „mehr Druck“ von Giffey

Familien, Frauen und Kinder könnten zum Verlierer der Corona-Krise werden, warnt Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch im „ntv Frühstart“. Er hat eine klare Forderung an Familienministerin Franziska Giffey und bietet seine Hilfe an. Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat SPD-Familienministerin Franziska Giffey aufgefordert, sich stärker für die Belange von Familien, Frauen und Kindern in der Corona-Krise einzusetzen. „Ich würde mir wünschen, dass sie mehr Druck macht. Sie wird dabei die Unterstützung der Linken haben. Kinder und Familien brauchen eine Lobby, sie dürfen nicht zurückgelassen werden“, sagte Bartsch im „ntv Frühstart“. Zudem kritisierte er, dass die Familienministerin nicht Teil des Corona-Kabinetts sei. „Wir haben Milliarden zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen aufgebracht – auch mit Unterstützung der Linken. Aber hier wird zu wenig getan“, sagte er. Er forderte einen „konkreten Fahrplan für die Kitas“. Die Politik müsse sich darum kümmern, wie das „Zurück der Kinder zu sozialen Kontakten, das Zurück der Kinder in die Schulen“ geregelt wird. „Ich nenne nur das Beispiel Lufthansa. Allein die Kita-Frage könnte man mit diesen Mitteln problemlos lösen. Die Phase der Lockerungen der Corona-Maßnahmen bezeichnete Bartsch als „Stunde der Lobbyisten“. „Kinder, Familien und Alleinerziehende drohen zu Verlierern der Krise zu werden“, warnte Bartsch.

ntv

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Wir feiern und saufen – gleichwohl wir schon lange nicht mehr viel verkaufen ? „Made in Germany“ heißt Heute „Gebaut in China“.

Kriegsende vor 75 Jahren:

4.) Hurra, wir haben gewonnen!

In Deutschland gilt der 8. Mai heute als „Tag der Befreiung“. Doch der Begriff birgt Tücken. Dabei geht es um mehr als nur um Wortklauberei. Es ist jetzt 35 Jahre her, da sprach der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in einer Rede zwei sehr einfache Sätze im Plenum des Deutschen Bundestags. Er sagte „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“ Dieses Statement ist heute in der Bundesrepublik weitgehender Konsens. Ja, es gibt die Rechtspopulisten, die die Ehre der deutschen Nation befleckt sehen, weil eine militärische Niederlage zur Notwendigkeit erklärt wird. Aber sie sind eindeutig in der Minderheit, anders als damals im Jahr 1985, als Weizsäckers Sätze auf den wütenden Protest der sogenannten Stahlhelm-Fraktion in der CDU um Alfred Dregger stießen und Franz Josef Strauß forderte, die Vergangenheit „in der Versenkung oder Versunkenheit“ verschwinden zu lassen.

TAZ

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Alles bleibt – wie es immer war ! Politischer Sachverstand weicht Hirnverbrand. Die Macht steckt in den mafiösen Familien Clans der Parteien, welche immer Recht haben. Nur Blut fließt dicker. Der Rest: Corona-Krise  !!!!!!!

Neue Wehrbeauftragte:

5.) Högl weist Kritik zurück

Nach der Wahl der SPD-Abgeordneten Eva Högl zur neuen Wehrbeautragten gab es zweierlei Kritik: Zum einen wurde ihre Befähigung angezweifelt, zum anderen der Umgang der Partei mit ihrem Vorgänger Hans-Peter Bartels. Die neue Wehrbeautragte des Deutschen Bundestages, Eva Högl, weist die Kritik an ihrer Wahl zurück. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte die SPD-Politikerin, dass sie als langjährige Abgeordnete die Kompetenzen mitbringe, die man als Wehrbeauftragte brauche: Zuhören, Anliegen aufgreifen, Missstände erkennen und beseitigen. Sie räumte ein, dass sie keine Verteidigungspolitikerin sei – allerdings habe sie sich oft mit der Bundeswehr befasst – und auch mit den Rechten von Soldatinnen und Soldaten.

Sueddeutsche-Zeitung

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Ob Putin oder Merkel – Sie stammen aus  Ställen in denen die Säue Ferkeln !

Neunter Mai in Russland:

6.) Wenn die Vergangenheit für politische Ziele ausgeschlachtet wird

An diesem 9. Mai wären die Panzer über den Roten Platz gerollt. Die Soldaten hätten in zackiger Reihe gegrüßt, die angereisten ausländischen Staatsoberhäupter gestaunt, und in der Mitte von alledem hätte Wladimir Putin gestanden, auf dem Zenit seiner Macht und Prachtentfaltung. Die Siegesfeiern zum 75. Jahrestag des Kriegsendes sollten ein Höhepunkt seiner jahrzehntelangen Präsidentschaft sein. Und nun: abgesagt.  Wegen der Corona-Pandemie und der explosionsartig wachsenden Infektionszahlen im Land musste der russische Präsident die Maifeiern des Sieges über Hitlerdeutschland verschieben. Genauso wie die Volksabstimmung über die Verfassungsreform, die seine Amtszeit bis in die dreißiger Jahre verlängern sollte. Nun wird es morgen nur eine Flugschau, eine Fernsehansprache und ein Online-Konzert geben. Vielen wird es wie Neujahr ohne Schampanskoje vorkommen. Das ist kein Grund zur Schadenfreude. Vielleicht aber ist es eine Chance, eine Hoffnung auf ein stilleres Gedenken als geplant, mehr Erinnerung als Siegesgebrüll.

Zeit-online

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Alles Aufgepasst ! Wir nähern uns allmählich dem Thema der Organ-Spender ! Corona Tote sind in Wahrheit nur Hirntot !!

Steht das Schlimmste noch bevor?

7.) Erste Corona-Tote in Wuhan aufgewacht

Kommt jetzt alles noch viel schlimmer? Bislang galt das Coronavirus in China als so gut wie besiegt. Doch nun mehren sich Berichte, denen zufolge in der Region Wuhan an Corona verstorbene Menschen teils Monate nach ihrem Tod plötzlich wieder aufwachen. Dabei haben die Wiederauferstandenen zum Erstaunen von Experten einen außerordentlichen Appetit auf menschliche Gehirne. „Was war das für ein Geräusch?“, fragt Liu Xi aus Wuhan in einem inzwischen viral gegangenen Handyvideo. Der 32-Jährige arbeitete als Nachtwächter in einem örtlichen Leichenschauhaus. „Es kam aus dieser Schublade… Mal sehen… Ahh! Aaaah! Aaaaah! Verdammt! Neiiii…“

Postillon

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen        :

Oben     —    DL / privat – Wikimedia  Commons – cc-by-sa-3-0

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