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RENTENANGST

Archiv für Mai 4th, 2020

Zum Schweigen gebracht

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Mai 2020

Debatte um Achille Mbembe

Von Dominic Johnson

Bei der Debatte um Achille Mbembe geht es weniger um dessen angeblichen Antisemitismus als um Deutschlands Unwillen, die eigene Kolonialzeit aufzuarbeiten.

Wer die globalisierte Welt verstehen will, kommt an „Critique de la raison nègre“ nicht vorbei. Das Hauptwerk des kamerunischen Philosophen Achille Mbembe aus dem Jahr 2013 entwirft die globale Moderne als Geschichte ihrer ersten Opfer, den versklavten Afrikanern, aus deren Status sich alles andere ableitet. Der „Neger“ des Titels ist der Mensch als Ware. Er ist Rohstoff und Arbeitswerkzeug, zu zähmendes Lebewesen, zu dressierender Wilder, im Zustand permanenter Erniedrigung gehalten, mit einer auf Gehorsam und Ungehorsam reduzierten Gedankenwelt. Die Sklaverei gründet darauf, der Kolonialismus, die Apartheid, auch die Segregation in den USA oder der Antisemitismus in Europa.

Keine Person, eine Kondition

Mbembes Neger ist nicht einfach der Schwarze, wie es die verhunzte deutsche Übersetzung des Buchtitels („Kritik der schwarzen Vernunft“ statt „Kritik des Negerdenkens“) nahelegt. Er ist jeder, dessen Identität andere bestimmen. Er ist das „vergiftete Subjekt“. Er ist der Proletarier im Schatten, zum Arbeitseinsatz gerufen oder ausgesondert. Er ist keine Person, sondern eine Kondition. „‚Neger‘ sagen“, schreibt Mbembe, „heißt, all die Leichen in Erinnerung zu rufen.“ Das „Neger-Werden der Welt“ gehört zu Mbembes Dystopien.

Das besondere Interesse Mbembes galt zuletzt Stadtentwicklungsformen, die Ungleichheit zementieren, sowie Grenz- und Migrationsregimen als Systeme der Kontrolle, Überwachung und Zuordnung. Er hat auch Europas Flüchtlingspolitik so analysiert. Der mittlerweile in Südafrika familiär verankerte Kameruner erkennt darin eine Weiterentwicklung der südafrikanischen Apartheid, in der der Schwarze als „Neger“ fungierte: Schwarze durften die Gebiete der Weißen nur zwecks Arbeit betreten und mussten sich ansonsten in elende Townships zurückziehen, reglementierte Lager unter Flutlicht, außer Sichtweite.

Ab den 1970er Jahren steigerte Südafrika die Rassentrennung in das Ansinnen der kollektiven Ausbürgerung aller Schwarzen: Sie sollten Südafrika nur noch als Arbeitsmigranten betreten, als Bürger unabhängiger „Homelands“, mit Staatlichkeit geadelte Fetzen Brachland. Das Homeland-System wurde nie vollendet, aber als Modell, sich die „Neger“ zugleich vom Leib und zur Verfügung zu halten, bleibt es unübertroffen. Züge davon sind in allen Arbeitsmigrationsregimen der Welt zu erkennen und für Mbembe auch in Israels Besatzungsregime gegenüber den Palästinensern, in „autonome“ Enklaven verbannte Objekte von Exklusion an Mauern und Kontrolle an Checkpoints.

Koloniale Kontinuitäten

Dabei interessiert sich Mbembe nicht besonders für Israel. Sein Gedankengang ist universalistisch. Er vergleicht ständig alles mit allem. Die Vorwürfe gegen Israel stehen bei Mbembe nicht im Hauptwerk, sondern bloß in Streitschriften, die im Kontext der universitären Debatten Südafrikas entstanden. Denn der Apartheid-Vorwurf gegenüber dem israelischen Besatzungsregime ist in Südafrika und auch in Israel selbst gang und gäbe, und in beiden Ländern ist auch präsent, dass Israel und Apartheid-Südafrika einst militärisch zusammenarbeiteten und dass Israels radikale Siedlerbewegung das Homeland-System bejubelte. Heute tritt Israel in Afrika vor allem als Elite-Militärausbilder sowie als Anbieter von Spitzentechnologie zu Kampf- und Überwachungszwecken auf: Hightech gegen den „Neger“.

Quelle    :      TAZ        >>>>>           weiterlesen

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Grafikquellen        :

Oben         —        Achille Mbembe

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Unten     —      Policemen at Duala on the Kaiser’s birthday, 1901

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London in Slowmotion

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Mai 2020

Ein  Ausflug durch London

Westminster cathedral (26348806092).jpg

Quelle       :         INFOsperber CH.

Von Heinrich Vogler

Flaneur Andreas Nentwich macht sich in London auf die Suche nach Architektur und Menschen. Dabei kommt er auch sich selbst näher.

Der Besucherblick verliert sich in den Höhen von Westminster Cathedral. Dort oben ist alles schwarz, «weihrauchgeschwängert.» In seinem Journal hält Flaneur Nentwich diesen Moment der Kunstbetrachtung später so fest:

«Die Kuppeln vergehen in Brikettschwärze, nie sind die falschen byzantinischen Mosaiken, die auch die St. Paul’s Cathedral so sehr verderben bis hierherauf gekrochen … Aber das Pariahafte … gefällt mir.»

Anziehung und Abstossung des emphatischen Betrachters zugleich halten sich meist die Waage. Nentwich folgt den Linien dieses Spannungsfelds in einer Reihe von Londoner Kirchen und in Sakralbauten im Umland, die kunstgeschichtlich zum so genannten Gothic Revival gezählt werden. Diese Architekturtradition, mittelalterlich-gotische Formen in der Gegenwart fort zu bauen und auszugestalten, beginnt in England schon im 18. Jahrhundert und reicht hinein bis ins letzte. Es ist die Verschmelzung von ursprünglich und kopiert. Man könnte es auch eine Form von Verfremdung nennen, um nicht – etwas vergröbernd – von Fake zu sprechen. Der Reiz dieser leidenschaftlichen Erkundungen besteht darin, dass Kunsthistoriker Nentwich, wie ein Übersetzer, diese Bauten als jeweilige Zeitzeugen sozusagen dekonstruiert und sie dem heutigen Leser in ihrer je eigenen Verwandlung näher bringt, als jede visuelle Dokumentation dies vermöchte. Denn der Autor verkabelt seine durchdringende Wahrnehmung mit höchster sprachlicher Eleganz. So gerne wir dem «Spleen» für das anglikanische Sakrale, wie Nentwich selbst einräumt, folgen, so gerne begleiten wir ihn auf den Strassen, wo das wandlungsfähige Alltagsleben pulsiert. Dorthin, wo der Augenblick im Auge des Flaneurs zu einem Bild von Dauer gefriert.

Geschenkte Zeit

Der Zürcher Stadtwanderer löst in London ein Guthaben geschenkter Zeit ein. Ermöglicht durch ein halbjähriges Stipendium. Zwei Tempi schlägt er an. Mal joggt oder schwimmt er allegro, mal schlendert er mehr oder weniger ziellos andante durch Londons Strassen, Parkanlagen, der Themse entlang oder er besucht Ortschaften, Sehenswürdigkeiten und Unscheinbares der Umgebung. Was er draussen gespeichert hat, gleicht er im Nachgang mit ergänzender Lektüre oder in den Museen mit den Klassikern der englischen Malerei von John Constable bis William Turner ab, um es aus der Gegenwartswarte neu zu vermessen. Bald kürzer, bald weiter ausholend von seiner Basis im East End aus. Im Fokus sind Häuser, Menschen, Tiere, Pflanzen, der hundertfarbige Himmel. Also all dies, was der hektische Grossstadtbesucher oder Tourist in der Regel übersieht. In die chronologischen Tagesnotate findet nicht nur das Visuelle, sondern auch der wechselhafte und kontrastreiche Klang der Metropole Eingang. Um die Vesperzeit lauscht der Flaneur oft im Chorraum einer Kathedrale den meditativen Klängen der Evensongs, die die Tradition des christlichen liturgischen Abendgebets in anglikanischer Version fortführen.

Spiel mit dem Zufall

Dieser Flaneur kommt von aussen und bleibt wie ein scharf beobachtender «Zaungast» stets am Rande. Er vergewissert sich, dass für ihn als «seitenverwirrbarer Linkshänder» beim Überqueren der Strasse besondere Gefahr lauert:

«Für mich … ist es doppelt gefährlich, hier erscheinen zu wollen, wie alle.»

Voilà: fremd bleibt fremd, was durchaus gewinnbringend ist. Der Flaneur operiert, wie ein Detektiv, im Schatten der Distanz zu seinen Sujets. Er benötigt den Abstand zu diesen, um sie unauffälliger beobachten zu können. In einem Busoberdeck platziert sich ein Bobo-Pärchen, die Mischung aus Bohémien und Bourgeois ausspielend, neben dem Autor. Also mit Siegelring, Jeans, Hipsterhütchen und anderen Insignien dieser schon etwas angegrauten Modeströmung. Andreas Nentwich macht daraus mit hochgradiger Souplesse eine kompakte Feldstudie, ein literarisches Kabinettstück, das seinesgleichen sucht. Der Flaneur kann das quirlige Girlie an der Seite des blasierten Schnösels noch nicht erkennen, weil der Modeaffige ihm die Sicht auf seine Partnerin verstellt. Dies tut jedoch nichts zur Sache. Denn:

Panorama of City of London during The Shard’s opening laser show.jpg

«Bald redet sie im Smartphone unentwegt mit jemandem, ihr Snob-Ton muss ausgeführt werden, damit er schlank und beweglich bleibt wie ein Windspiel. Ich verstehe nicht viel, aber Wörter wie «vintage» oder «party foul» leuchten mir sofort ein. Manchmal sehe ich aus dem Augenwinkel eine schmale Hand, ringlos mit dunkelviolett lackierten Nägeln nach oben schnellen.»

Der Beobachter muss vor dem Pärchen aussteigen. Aber wir Leserinnen profitieren davon. Dank des Glücksmoments, in welchem die Fiktion ins Spiel kommt. Der Autor bekennt nämlich an dieser Stelle, dass er nicht wisse, wieviel er bei der Aufzeichnung dieser Begegnung «erfunden» habe. So spielt er den Flaneur aus. Als Go-between zwischen Fakt und Fiktion. Zwischen dem objektiv Sicht- und Hörbaren und dem Möglichen als Kompensation der Leerstelle des Beobachters. In Folge dessen ist der Flaneur nicht einfach Chronist, sondern eben auch Schriftsteller, also ein Künstler.

Schrittweise Entzauberung

Gegen Ende des Stipendienaufenthalts in London sitzt der erzählende Chronist wieder in St. Paul beim Evensong. Da ergreift ihn radikale innere Umkehr. Sein eigenes Gothic Revival scheint zu verlöschen:

«Von hinten glänzt der Baldachinaltar mit seinen gedrehten Säulen und goldenen Troddeln wie ein Götze. Gebetet wird für die Hitzeopfer in Mitteleuropa, das ist nett wie immer. Besitzergreifendes Lirumlarum. Viele Besucher in kurzen Hemdchen und Hosen … Ein Hauch von Knoblauch. Ich glaube, ich habe genug von den Evensongs in diesem hässlichen und frostigen Gebäude.»

Man muss das nicht gleich als Lossagung von dem Sabbatical-Projekt des Andreas Nentwich lesen. Aber all die Wegweiser, die den Flaneur wochenlang in alle Himmelsrichtungen Londons auf Trab gehalten haben, scheinen sich in diesem Moment, wie von Geisterhand gelenkt, auf die Person zu richten, die dem Wesen des Genres gemäss als vermittelndes Medium eigentlich im Äussern aufgeht. Nun mutiert der Flaneur für Momente auch zum Beobachter seiner selbst. Dadurch wird er vom Medium zur Figur.

Kaschierte Autobiographie

Anlass für diese Selbstbeobachtung sind meist kurze Abstecher zurück auf den Kontinent. «Und ich?» fragt sich der «fremde» und heimatlose Gast lakonisch anlässlich eines Besuchs bei seinem Vater in Deutschland. Später blitzt eine lapidare Reminiszenz an die chronisch kranke Mutter auf. Sie liess «die ganze Wut und Verbitterung in ihren Blick schiessen.» Man ist versucht, das Gravitationszentrum dieses feinnervigen Journals in dessen Mitte zu orten. Hier tritt in einer Deutlichkeit, wie sonst nirgends, eine lebensgeschichtliche Ader des Autors hervor. Der Geisteswissenschafter und Publizist macht fest, wie ihn seine Herkunft geprägt und wie diese sein Leben bestimmt habe:

The City London.jpg

«Wir sechzigjährigen Kleine-Leute-Kinder, allemal die unter uns, die eine Geisteswissenschaft studiert haben, sind am Ende in die Bildungsbürger-Sackgasse gelaufen. Wir haben es … nicht geschafft in der digitalen Welt, die emphatisch bei null anfängt. Zukunft umwirbt uns nicht und steckt uns auch nicht in den Fingerspitzen.»

So beiläufig bringt Nentwich damit eine sozialkritische Note ins Spiel. Seine Desillusionierung über eine eigene verbaute Chance, die nun das literarische Tageslicht zu suchen scheint. Noch vor dem Ende seines Londonaufenthalts muss der Autor zu Hause in Zürich zwischendurch seine Bibliothek ins Antiquariat verabschieden, weil die Familie kurzfristig umziehen muss. Dabei erinnert er sich an den Titel eines Buchs, welches er gar nicht mehr hat: «Vor dem Leben stehend» (Gemeint ist wohl Johanna Walsers Prosaerstling von 1982.) So kreuzt ein Schub eigene Lebenserinnerung die Staubwolken seiner gerade verschwindenden Bibliothek. So als müsste auch Platz geschaffen werden für das im Journal Nentwichs Heranwachsende, nämlich funkelnde Versatzstücke autobiographischer Prosa, geboren über den Umweg der Beobachtung des grossen Welttheaters in einer uferlosen Kapitale.

Sprachfest

Der Titel Change Ringing, als Anspielung auf den mäandernden Wechselklang des typisch englischen Kirchengeläuts, bringt auf den Punkt, dass das Kunststück des Journals ebenso vom wohlklingenden Sound seines ausserordentlich eleganten Ausdrucks lebt. Nentwichs Sprache ist wie alles Edle von einfacher Art. Schlank und rank, völlig unprätentiös. So leicht wie Prosa sein muss, der man nicht ansieht, wieviel Arbeit sich darin verbirgt. Dieser Erzähler reiht sich mit seinem Journal in die Reihe der Nachfolger der grossen Stilisten der namhaften Flaneure ein. Walter Benjamin, Franz Hessel, Cees Nooteboom und als jüngste Judith Schalansky. Nentwichs eigenständige Wortkunst ist gleichwohl ungebunden und elementar aus hart erarbeitetem Können gedrechselt. In Andreas Nentwichs Londonjournal wird sich die Welt von Stadt und Landschaft sozusagen ihrer selbst bewusst. Und darum kann er als Flaneur in London auf dem Weg zum Romancier derart souverän herausfiltern, wie das Leben in dieser Stadt heute Menschen formt. Orchestriert von der Tradition jahrhundertealten Glockengeläuts und durchdrungen vom glasklaren Blick eines Fremden. Es wäre jammerschade, wenn dieses Buch, gewiss zusammen mit vielen anderen literarischen Neuerscheinungen dieses Frühjahrs, zwischen die weiten Maschen des coronabedingten Lockdowns fiele. Noch ist es nicht zu spät. Ihre Buchhandlung öffnet demnächst wieder.

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Andreas Nentwich. Change Ringing. Ein Londonjournal. Edition Blau. Rotpunkt Verlag. Zürich 2020.

Andreas Nentwich und Christine Schnapp. Modern in alle Ewigkeit. Eine Reise zu den schönsten modernen Kirchenbauten der Schweiz. Zytglogge Verlag. Basel 2019.

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Grafikquellen       :

Oben        —Westminster cathedral – this photo featured here www.vanupied.com/londres/monument-londres/cathedrale-de-w…

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Unten     —      The City of London, United Kingdom.

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Corona – und dann? Oder:

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Mai 2020

Der Weg heraus aus unserer persönlichen Matrix.

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Versuch einer psychoanalytischen Betrachtung – von Stefan Weinert

Die Coronawelle mit ihrer Covid-2019 Erkrankung hat die Gesellschaft und den Einzelnen – jedenfalls ab dem Zeitpunkt des Ernstnehmens und/oder der Einsicht über ihre Gefährlichkeit – in ihrem und seinem alltäglichen Verhalten und ein wenig zumindest in seinem Denken verändert. Allerdings ist ein Rückfall in alte Verhaltensmuster und alte Denkschemata – sowohl in die der Allgemeinheit als auch des Individuums – nicht ausgeschlossen. Vor allem dann, wenn sich die Lage zu entspannen scheint, und ganz sicher, wenn die Krise tatsächlich überstanden ist. Diese Regression kann aber auch erfolgen, wenn die Krise (hier: die Coronawelle) auf dem Krisenniveau bleibt und sich bei uns Menschen ein gewisser Gewöhnungseffekt einstellt.

Denn das Agieren oder besser das Re-Agieren auf eine Krise allein, kündigt noch keine wirkliche Revolution oder Reformation an,  —  bzw bewirkt und entwickelt das bloße veränderte Verhalten in einer Ausnahmesituation noch lange keine wirkliche und langfristige reformatorische Kraft, was uns die Menschheitsgeschichte mit ihren Kriegen, Revolutionen, Terroranschlägen und überstandenen Katastrophen nur zu deutlich beweist. Es heißt dann zwar immer aktuell, „die Welt wird nicht mehr so sein, wie zuvor“, doch es dauert nicht lange, bis alles wieder „aufgebaut“ ist und die selben Menschen sich wieder gegenseitig ausbeuten, übervorteilen, beleidigen, belügen, sich in Kasten einteilen und die Monarchie unter dem Deckmantel der Demokratie weiter betreiben.

Die in oder kurz nach Ende der Krise  postulierte und propagierte Freiheit und Gleichheit für alle, die nun endlich kommen wird, erweist sich dann als – im wahren Sinne des Wortes – „Hirn-Gespenst.“ Denn eine wirkliche Reform der Gesellschaft setzt eine wahre, echte, immer gültige Änderung der Denkungsart (Kant) des Individuums voraus. Die grundsätzlichen Strukturen des Denkens, und damit die Schemata unseres Agierens und Reagierens aufgrund der tiefen eingefahrenen Spuren unseres „Hirns“ müssen verschwinden, müssen umgearbeitet und durch bestimmte (Selbst)-Erkenntnisse nivelliert werden.

Ist das überhaupt möglich? Ist das nicht reine Utopie? In der Tat – sollte es überhaupt und wirklich faktisch gelingen – wäre das eine enorme, exquisit aufklärerische und Bewusstseins erweiterte Leistung. In dem Kinofilm „16 Blocks“ meint der Polizist (Bruce Willis) zu dem Gefangenen: „Menschen ändern sich nicht.“ Aber er hat damit nicht Recht und widerspricht sich selbst. Denn er – ein bisher korrupter New Yorker Cop – ist gerade dabei, sich zu ändern, in dem er den bedrohten Gefangenen schützt und später gegen sich selbst vor Gericht aussagt. Und auch der „Kriminelle“ wird am Ende zu einem ehrlichen und Beruf ausübenden Menschen.

Menschen ändern sich. Wenn sie (wenn wir) denn bereit sind, den Zeit extensiven Kampf – gegen die bisherigen Vorurteile, die Unfähigkeit zur Reflexion (statt nur zu räsonieren) und Selbstkritik, sich also selbst in Frage zu stellen, die Faulheit, Feigheit und Selbstzufriedenheit, den Widerstand und den Widerwillen, sich zu ändern – aufzunehmen. Dabei geht es aber nicht um die Unterdrückung unserer Gefühle und Triebwünsche, sondern darum, mit ihnen ihrem Wesen entsprechend in Zukunft umzugehen. Das ist übrigens der Weg, um aus der Unmündigkeit zur wirklichen Mündigkeit zu kommen. Wie oft hören wir von Zeitgenossen, oder meinen es selbst von uns, sie/wir seien „mündige“ und damit vernünftige Bürger, nur weil wir turnusmäßig unser Kreuz in der Wahlkabine, weil wir offen unsere Meinung sagen und unseren Beruf selbst wählen dürfen und können.

Dabei aber vergessen und übersehen wir – ja, nehmen es gar nicht wahr – dass wir getrieben und bestimmt sind durch unsere Triebe (nicht nur dem sexuellen) und deren Wunsch, sofort befriedigt zu werden, von unseren Vorurteilen nicht nur Menschen, sondern auch Objekten gegenüber, von nicht mehr zeitgemäßen Traditionen und unserer persönlichen Matrix („Gebärmutter“, „Muttertier“), also unserer festgelegten und eingravierten (= lat. = Charakter) „Lebenstabelle“ (Matrize) – sowohl der vorgeburtlichen, als auch der extra-uterinen. Letztlich geht es um das Gleichgewicht zwischen den Trieb->Kräften und den ICH->Kräften. Das ist wahre Mündigkeit des Menschen, zu der es einer Demokratie zwar nicht unbedingt bedarf, da sie (die Mündigkeit) immer zuerst eine innere ist, aber doch von Vorteil ist und dort ausgelebt werden kann.

Zettel „Wollt ihr die totale Hygiene?“.jpg

Diese angesprochene Balance, wird sie denn erreicht, kann immer nur auf Zeit bestehen bleiben und muss daher immer wieder neu erkämpft werden. Denn die in uns wohnenden Urkräfte werden nichts unterlassen, damit wir – bei entsprechendem Auslöser – auf die primitive Ebene zurückfallen. Was beim Tier die alles bestimmenden Instinkte sind (= Natur!), sind beim homo sapiens die beherrschbaren Triebe aufgrund der Kultur(!)anforderungen. Dazu sagte vor 105 Jahren Sigmund Freud Folgendes: „Die Erfahrung lehrt, dass es für die meisten Menschen eine Grenze gibt, über die hinaus ihre Konstitution der Kulturanforderung nicht folgen kann.“ Es reiche nicht, sich an etwas zu erinnern, es zu wiederholen, sondern man/frau muss es auch gegen alle inneren Widerstände anerkennen und durch arbeiten, bis die verdrängten Triebregungen aufgespürt sind (Freud).

Diese Introspektion ist nichts anderes als eine Lebensaufgabe, zu der die Krise (welcher Art sie auch sein mag, siehe oben) lediglich der Startschuss sein kann. So eben auch die aktuelle Corona-Krise. Bleiben Sie gesund und nehmen Sie die Herausforderung an.

Abgelegt unter: http://rath-aus-ravensburg.mozello.de/nachrichten/params/post/2101314/

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Grafikquellen       :

Oben     —         Graffiti „Destroy Capitalism!“ auf einer Fabrikmauer

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Umgang mit Corona ?

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Mai 2020

Wie handeln, wenn man nicht alles weiß?

Die Natur lebt nur – um zu Sterben !

Quelle      :      Scharf  —  Links

Ein Kommentar von Georg Korfmacher, München

Spätestens seit 399 v.u.Z. wissen wir von einem der größten Philosophen bisher, Aristoteles, dass er nichts weiß. Und einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten, Albert Einstein, bekennt freimütig: Je mehr ich weiß, umso mehr weiß ich, das ich nicht(s) weiß. Und das heute in einer Zeit der globalen Bedrohung durch eine neue Variante eines Coronavirus!?

Während die Liebhaber der Weisheit (Philosophen) und Naturwissenschaftler um Erklärungen ringen und streiten, legt einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart, Jürgen Habermas, mit dem Bekenntnis nach: So viel Wissen über unser Nichtwissen gab es noch nie. Wir wissen allerdings, dass wir bei all unseren Entscheidungen nie im Vollbesitz aller notwendigen Informationen sind, weder im Privaten noch in der Wirtschaft und am wenigsten in der Politik. Wie soll man da in der aktuellen Pandemie die richtigen Entscheidungen treffen und mit welchem Ziel?

Mit uns übertrieben erscheinenden Mitteln hat China uns vorgemacht, dass die vorrangigen Maßnahmen dem Schutz der Menschen dienen müssen, während wir auf Meinungsvielfalt stolz und pochend nach anfänglich offenkundig richtigen Maßnahmen zum Schutz der Menschen jetzt geradezu haarsträubend über den Vorrang von Mensch oder Wirtschaft streiten. Ein Virologe in Berlin, der in typisch kleinen, aber gründlichen Schritten dem Virus auf die Schliche zu kommen sucht und unsere Regierung sachlich berät, wird international respektiert und bei uns mit dem Tode bedroht. Und ein Liebhaber der Weisheit an der LMU München fordert die Aufhebung des Abstandsgebotes, weil das eine überholte Maßnahme aus der Zeit der mittelalterlichen Pest sei, und rückt die aktuelle Pandemie in die Nähe einer Grippewelle. Hier muss Wissenschaft vor philosophischen Fantasien gelten!

Erstmals ist ein Virus für die Menschheit global und für alle gleichzeitig eine existentielle Bedrohung. Und keiner kennt sich aus! Im globalen Zahlenvergleich kann man China, Taiwan und Süd-Korea wegen ihrer Kontrolle des Virus ohne Medikamente und Impfstoff – allerdings mit einer alten Maskenkultur – nur beneiden. Im Vergleich mit den großen westlichen Volkswirtschaften schneidet Deutschland sehr gut ab. Das kann man bei allen Unzulänglichkeiten doch wohl auf die Effizienz der bisher getroffenen Maßnahmen zurückführen.

Zettel „Wollt ihr die totale Hygiene?“.jpg

Bei allem, was wir immer noch nicht wissen, kann es ein „weiter so“ gleichwohl nicht geben. Stets alles hinterfragend müssen wir uns wieder in ein „quasi-normales“ Leben tasten, schrittweise und mit Bedacht und Disziplin. Überraschend sind sich viele Liebhaber der Weisheit und Wissenschaftler global darin einig und fordern, dass es kein Neustart in den gehabten Fahrwassern geben darf, sondern eine Reorganisation unserer Lebens- und Wirtschaftsweisen geben muss: weg von der profitgetriebenen und rücksichtslosen freien Marktwirtschaft, hin zu einer gemeinwohlorientierten Lebensweise und Wirtschaft. Die in der Krise gezeigte Solidarität und Achtsamkeit lassen hoffen, dass das gelingen kann. Von der Politik unter der Leitung einer Physikerin kann und muss man ein vernünftiges Handeln auch bei unvollständigem Wissen erwarten. In der Ruhe liegt die Kraft.

Urheberrecht
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Grafikquelle       :

Oben          —          Satirische spanische Darstellung Ende September 1918: der Soldado de Nápoles liest in der Zeitung vom gutartigen Charakter der Krankheit und gleichzeitig, dass der Platz auf den Friedhöfen ausgeht

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Unten         —            Flyer

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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Mai 2020

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Kolumne von Friedrich Küppersbusch.

Urlaub in NRW – oder zum Markusplatz?: Kurzarbeit und Försterlatein. Schwieriger Ausflug in den Zoo, coronierende Arbeitgeber, der ewige Horst Seehofer und das Masken-Sondermodell „Watzke“.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Endlich wieder Stau vorm Leverkusener Kreuz.

Und was wird in dieser besser?

Tag der Befreiung und Muttertag – durchfeiern.

Spielplätze und Zoos dürfen in Deutschland wieder öffnen. Auf welches Tier freuen Sie sich am meisten?

Abwarten, ob die Tiere uns ­sehen wollen. Affen können Aids, Zecken Hirnhautentzündung, Füchse Tollwut übertragen, und die Fledermäuse scheinen ein größeres Thema mit uns zu haben: Sars, Mers und womöglich Covid. Der WWF schlägt eine Brücke von Landraub und Artensterben zu Corona. Wenn Menschen Tieren auf die Pelle rücken, sagen deren Bewohner: Och, probieren wir doch mal den aufdringlichen Zweibeiner aus. „Zoonose“ heißt das auf Försterlatein und klingt schon ein bisschen umsatzhemmend für Tiergärten.

Für mehr als zehn Millionen Menschen wurde in Deutschland Kurzarbeit beantragt. Für Arbeitgeber scheint das Modell aufzugehen – und für die Arbeitnehmer?

Mitarbeiter müssen sich schriftlich einverstanden erklären, oder es stand eh im Arbeitsvertrag, oder es gibt eine Betriebsvereinbarung. Sie bekommen so viel Lohn, wie sie arbeiten, das Arbeitsamt legt 60, mit Kindern 67 Prozent des fehlenden Lohns drauf. Nach einer Böckler-Studie knausert Deutschland damit am Ende der Skala – die Niederlande, ­Norwegen, Irland oder Dänemark schicken Kurzarbeiter mit 100 Prozent Gehalt nach Hause. Was Arbeitsminister Heil an Verbesserungen angekündigt hat, ist also schon wieder kein sozialistischer Irrsinn, sondern europäische Harmonisierung. Und noch ist es Gratisgroßmut: In den 10 Millionen angemeldeten Fällen steckt jede Menge Vorrat. Nie war es leichter, Kurzarbeit anzumelden – viele Unternehmen coronieren sich Spielraum vom Amt und gucken dann, ob sie es auch wirklich brauchen.

Laschet, Söder, Kretschmann: Sie alle streiten lauthals über den richtigen Weg in der Krise. Doch um einen ist es in den vergangenen Wochen verdächtig ruhig geworden: Horst Seehofer. Wo ist der geblieben?

Quelle       :          TAZ         >>>>>         weiterlesen

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Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

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DL – Tagesticker 04.05.2020

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Mai 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Genau diese Aussage ist doch der beste Beweis das eine solche Vision nie  die Realität gesehen hat. Wir alle leben in einen Viel-Parteien Staat von sich selbst ernannten Politiker-Innen, bei denen der Ausdruck an Arroganz und Dummheit schon aus den Augen Vieler sichtbar wird. Politiker-Innen welche sich nur über den Ankauf von Wissen und „Schlagender Kräfte“ in ihren Wolkennestern halten können.

 Angriff auf ZDF

1.) Die freie Presse ist das gemeinsame Ziel der Demokratiefeinde

Der Angriff auf ein ZDF-Kamerateam ist tragisch, doch wird Gewalt gegen Journalisten nicht siegen. Der Rechtsstaat wird diese Gegner der freien Gesellschaft zur Rechenschaft ziehen – aber die freie Gesellschaft selbst wird die Feinde der Presse ächten. Diese unwirkliche Zwischenzeit, die sich Corona-Pandemie nennt, bringt auch Momente des Irrsinns mit sich. Am vergangenen Freitag, kurz vor dem Tag der Pressefreiheit am 3. Mai, attackierte eine Gruppe vermummter Personen in Berlin ein Fernsehteam des ZDF. Sechs Mitarbeiter wurden verletzt, teilweise schwer. Der Comedian Abdelkarim, der für den geplanten Beitrag als Reporter im Einsatz war, blieb unverletzt, auf Twitter schrieb er: „Das Ganze hätte auch viel tragischer enden können.“

Welt

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Wie sagten wir früher als Kinder, da wir noch den Duft der freien Welt Einatmen durften und nicht wie artigen Lämmer in einer großen Schafherde mitlaufen mussten: „Spiele den Deutschen ihren Marsch und ziehe die Nationale Fahne hoch: Dann läuft alles wie von selbst“. Heute nennt sich ein solches Gebaren: „Corona-Virus“! Ist es nicht  erstaunlich wenn  vormals  brave Trommler plötzlich im Gleichschritt mit marschieren ? Wie viel mag diese Welt Kosten ?

Seehofer erteilt Österreichs Reiseplänen klare Absage
und spricht über 5. Amtszeit Merkels

2.) „Solange das Virus keinen Urlaub macht“

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich gegen eine vorschnelle Wiederaufnahme des Reisebetriebes zwischen Deutschland und Österreich ausgesprochen. „Solange das Virus keinen Urlaub macht, müssen auch wir uns mit unseren Reiseplänen beschränken – so verständlich der Wunsch für die Menschen und die Tourismusbranche auch ist. Der Infektionsschutz gibt da den Zeitplan vor“, sagte Seehofer der „Bild„-Zeitung. Ob und wann wieder Urlaub gemacht werden könne, hänge vom Infektionsgeschehen ab. „Niemand will die Bewegungsfreiheit der Bürger länger einschränken als unbedingt nötig. Aber leichtsinnige Öffnungen, die später in Gestalt erhöhter Ansteckungszahlen zurückschlagen, helfen niemandem.“ Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hält eine baldige Öffnung der Grenzen zu Deutschland für möglich. Sein Land hofft auf deutsche Touristen spätestens in den Sommerferien.

Focus

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Typisch für von der Leyen –  sie spielt nur mit faulen Eiern ?

EU-Flüchtlingspolitik auf dem Mittelmeer:

3.) Verstoß gegen EU-Haushaltsrecht

NGOs erheben Beschwerde gegen die EU-Zusammenarbeit mit der Libyschen Küstenwache. Sie verstoße gegen Menschenrechte. Die von der EU und ihren Mitgliedstaaten im Windschatten der Coronakrise zuletzt weiter massiv vorangetriebene Grenzabriegelung im Mittelmeer wird immer grotesker. Die jüngst enthüllten Maßnahmen Maltas, um Flüchtende am Erreichen maltesischer Gewässer zu hindern, laufen jedoch offenbar internationalem Seerecht zuwider. Maltas Regierung hatte private Fischkutter beauftragt, im Mittelmeer in Seenot geratene Boote abzufangen oder zu retten und die Insassen in das vom Krieg zerrissene Libyen zurückzubringen. Das Land gilt jedoch nicht als „sicherer Hafen“ für Geflüchtete oder Schiffbrüchige, drohen ihnen hier doch Misshandlung, Folter und Internierung in informellen Haftanstalten.

TAZ

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Es wäre nicht schlecht wenn der Rechtstaat einmal Recht nicht nur über seine Schläger- und Schieß-Truppen zeigen würde. Mit den Gerichten hat dieses alles aber bislang nicht so recht geklappt wie die Prozesse bei NSU, oder Hanau, oder der Polizei im Allgemeinen – oder – aufzeigen ? Mag die Ursache dafür in einer zu starken Verfilzung zwischen Staatsrecht und seinen Gerichtsbarkeiten liegen ? Steckt nicht das Müllerchen zur Zeit im vielleicht eigen – Hausgemachten Sumpf ??

Müller hofft, dass Attacke gegen „heute show“-

4.) Team juristisches Nachspiel hat 

Nach dem Angriff auf ein ZDF-Kamerateam in Berlin sind möglicherweise politische Hintergründe der brutalen Attacke weiter unklar. Aber: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) geht von einem vorsätzlichen Angriff aus. Dem Deutschlandfunk sagte er unter Berufung auf Informationen von Innensenator Andreas Geisel (SPD): „Das sieht alles aus nach einer gezielten Aktion, einer – in Anführungszeichen – Racheaktion für diese Dreharbeiten.“ Näheres wisse er noch nicht. Er hoffe, der Angriff werde ein juristisches Nachspiel haben.

 BZ

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Auch hier hat sich wohl der Rechts- oder doch der Links-Staat  übernommen, oder verschleppt ? Was ist aus Staaten geworden welche heute die unsichtbaren Viren bemühen müssen, zwecks Findung ihrer eigenen Religionen, da ihre bisherigen Götter auf den Zahnfleisch kauen?

Vor Gericht:

5.) Loveparade-Prozess wird eingestellt

21 Menschen sind vor zehn Jahren bei der Loveparade in Duisburg ums Leben gekommen. Wer trägt dafür die Verantwortung? Eines der aufwendigsten Gerichtsverfahren der Nachkriegsgeschichte geht ohne Urteil zu Ende. Das Landgericht Duisburg hat am Montag den Prozess um das Unglück bei der Loveparade 2010 mit 21 Toten eingestellt. Bei den drei zuletzt verbliebenen Angeklagten hatte das Gericht zuvor nur eine geringe Schuld vermutet. Damit endet einer der aufwendigsten Strafprozesse der Nachkriegszeit nach 184 Sitzungstagen ohne Urteil.

Sueddeutsche-Zeitung

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Ach – Vorfälle ähnlicher Art sind doch auch für den Innenminister dieser Republik zu tagtäglich geschälten Bananen geworden ? 

Österreich

6.) Abschiebung gegen Staatsinteresse

Mehr als ein halbes Jahr hält das Versteckspiel nun schon an: Es war im August 2019, als sich Safar Nijati (Name geändert) dazu entschloss, in den Untergrund zu gehen. Seither hält ihn die permanente Angst gefangen, festgenommen und abgeschoben zu werden in seine kriegsgebeutelte Heimat Afghanistan. Bei einer befreundeten afghanischen Flüchtlingsfamilie hat er sich versteckt. Dabei könnte er arbeiten und würde wohl keinen Tag brauchen, um einen Job zu finden: Safar Nijati hatte bereits eine medizinische Grundausbildung, als er 2015 nach Österreich kam. Danach lernte der ethnische Hazara aus einer Stadt nahe Kabul Deutsch, machte einen Führerschein und schloss eine Ausbildung als Krankenpfleger ab.

ND

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