DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Archiv für April 26th, 2020

Nachruf auf Norbert Blüm

Erstellt von DL-Redaktion am 26. April 2020

Ein Mann, der von Nähe lebte

Bundesarchiv B 145 Bild-F078539-0037, Wiesbaden, CDU-Bundesparteitag, Blüm.jpg

Von Barbara Dribbusch

Norbert Blüm führte die Pflegeversicherung ein und war Verteidiger der gesetzlichen Rente – trotz Kompromissen und Missverständnissen.

Diesem Mann konnte man nicht böse sein, und genau das war sein Geschäftsmodell. Es war sein Modell der politischen Repräsentation, die zu seiner Zeit immer auch ein Versuch der Versöhnung war zwischen links und rechts. Man merkte ihm an, dass diese Versöhnungsversuche Kraft kosteten, und das machte ihn nahbar und beliebt. Was ihm schmeichelte, denn er war durchaus auch ein Angeber, ein eher kleingewachsener Mann mit großer Klappe und einem kabarettkompatiblen hessischen Zungenschlag.

Norbert Blüm, Werkzeugmacher, Doktor der Philosophie, Katholik, Kabarettist und langjähriger CDU-Sozialminister unter der Regierung Helmut Kohl, ist am Donnerstag im Alter von 84 Jahren gestorben.

Schon die letzten Nachrichten von Blüm waren traurige. Nach einer Blutvergiftung war er von der Schulter abwärts gelähmt, saß zu Hause in Bonn im Rollstuhl. Wie eine Marionette ohne Fäden fühle er sich, ließ er mitteilen. Man hätte ihm sehr gewünscht, dass ihm am Ende seines Lebens eine solche Herausforderung für Tapferkeit und Durchhaltevermögen erspart geblieben wäre.

Blüm war sowohl gewerkschaftsaffin als auch kirchennah, seine Biografie wies eine Lehre in der Fabrik, aber auch ein Studium mit Promotion auf. Geboren in Rüsselsheim, ging er nach dem Abschluss der Volksschule als 14-Jähriger 1949 drei Jahre lang zu Opel in eine Lehre als Werkzeugmacher. In diesem Beruf arbeitete er bis 1957.

Der missverstandene Renten-Spruch

Danach holte er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach und studierte an der Universität Bonn die Fächer Philosophie, Germanistik, Geschichte und Theologie, wobei er auch Veranstaltungen von Joseph Ratzinger, dem späteren Papst, besuchte. Er promovierte in Philosophie.

Blüm war in seiner Jugend Messdiener und Sankt-Georgs-Pfadfinder gewesen. 1950, also mit 15 Jahren, trat er in die IG Metall ein und im selben Jahr auch in die CDU. Aus heutiger Sicht hätte man ihn politisch mehr der SPD zugeordnet, aber das „sozialdemokratische Fahrwasser“, so erzählte der Katholik später, sei irgendwie nicht sein Fahrwasser gewesen. Also die CDU, wo er dem linken Flügel angehörte und als Bundesarbeitsminister in der christlich-liberalen Koalition unter Helmut Kohl zwischen 1982 und 1998 seine politisch wichtigste Zeit erlebte.

Bekannt wurde Blüm durch den Spruch: „Die Rente ist sicher“, der ihm Spott und Häme einbrachte, weil er später an Rentenreformen beteiligt war, die die Kürzung des Altersruhegelds mit sich brachten. „Die Rente ist sicher“ galt ab sofort für viele Kritiker als ein Beispiel nicht eingehaltener politischer Versprechen. Tatsächlich aber ist die Betrachtung der Genese dieses Spruchs ein Beispiel, wie politische Aussagen verfremdet, neu kontextualisiert und von der Gegenseite instrumentalisiert werden können.

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Was Blüm da im Wahlkampf 1986 plakatierte, war nämlich der Spruch: „Denn eins ist sicher: die Rente.“ Das ist nicht ganz das Gleiche. Zur Höhe der gesetzlichen Rente im Auf und Ab der kommenden Reformen ist damit nichts versprochen und nichts garantiert.

Urheber der Pflegeversicherung

Nach den Erfahrungen der Finanzkrise, einbrechenden Aktienmärkten und einer Riester-Rente, die zwar in der Verwaltung teuer ist, aber den Ärmeren nichts bringt, hielt Blüm erst recht an seiner Verteidigung der gesetzlichen Rente als allerwichtigstem Alterssicherungsmodell fest. Bei einem Auftritt vor sechs Jahren in der Satiresendung „Die Anstalt“ im ZDF zum Rententhema heimste er damit Beifall ein.

Blüm erzählte gerne aus seiner Lebensgeschichte und zelebrierte dabei eine Mischung aus Nähe und Bescheidenheit, die gut ankam bei Menschen, die zwar über eine Wählerstimme, aber nicht über Privilegien verfügen. In einem Hintergrundgespräch zum Thema Hospize und Sterbehilfe in den 90er Jahren schilderte Blüm eindringlich eine Sterbebegleitung in seiner Familie, manchen JournalistInnen standen darob Tränen in den Augen. Diesem Mann nahm man alles ab.

Als Minister war er ein harter Arbeiter, ein richtiger Facharbeiter für Sozialpolitik. Er begleitete die deutsche Einheit, als über Nacht Millionen Ostdeutsche in das deutsche Rentensystem und in die Arbeitslosenversicherung eintraten.

Obwohl die Finanzlage der Sozialkassen angespannt war, schaffte es Blüm, ab 1995 die Pflegeversicherung einzuführen. Es war die letzte große Sozialreform, die ein Abgabensystem aus Beitragsmitteln der erwerbstätigen Bevölkerung installierte. Mit der steigenden Massenarbeitslosigkeit entbrannte kurz darauf eine Diskussion über die hohen „Lohnnebenkosten“ – es wäre dann nicht mehr möglich gewesen, eine solche Versicherung aufzubauen, die Hunderttausende Pflegebedürftige vor der Aufzehrung ihres Vermögens und dem Gang zum Sozialamt bewahrt, auch wenn deren Ausgestaltung heute wieder als zu gering anmutet.

Quelle       :      TAZ          >>>>>         weiterlesen

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Oben        —       Es folgt die historische Originalbeschreibung, die das Bundesarchiv aus dokumentarischen Gründen übernommen hat. Diese kann allerdings fehlerhaft, tendenziös, überholt oder politisch extrem sein. 13.06. – 15.06.1988 36. CDU-Bundesparteitag in der Rhein-Main-Halle in Wiesbaden

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Pandemie Kriegstagebücher

Erstellt von DL-Redaktion am 26. April 2020

Blasphemie – Die hiesige radikale Linke

File:Closed playground in Eilenriede (Hannover, Germany) during COVID-19 pandemic.jpg

Quelle      :       untergrund-blättle CH.

Von Sebastian Lotzer

Die hiesige radikale Linke (jedenfalls grosse Teile) krankt seit jeher an zwei Grundaussagen. Da wäre zuerst die Heilserwartung.

Eine “befreite Gesellschaft” soll alle Übel dieser Welt beseitigen, unabhängig davon wie denn diese zukünftigen Gesellschaften benannt und definiert werden. Kommunismus, Anarchismus, freie Assoziation unabhängiger Individuen, was auch immer. Das ganze verhält sich ungefähr wie die Geschichte von einem kleinem Kind, das noch an den Weihnachtsmann glaubt: Man muss nur all seine Wünsche bebenden Herzens verfassen und eine überirdische Macht wird dann genau all diese Wünsche erfüllen.

Das alle bisherigen praktischen Versuche, sofern sie nicht von den Verteidigern der herrschenden Ordnung blutig unterdrückt wurden, zu totalitären Regimen und Millionen von Toten geführt haben, wird als Abweichung von der wahren Lehre interpretiert. (Nachdem man eine Weile den jeweiligen Protagonisten applaudiert und Sekten zu ihrer Nachahmung gegründet hatte.) Nicht von ungefähr, oder vielleicht auch nur als ironische Anekdote der Geschichte, liegt der Ursprungsort der derzeitigen Pandemie, die die Welt in einen seit dem zweiten Weltkrieg nicht erlebten Ausnahmezustand versetzt, in einem Land, das immer noch von einer kommunistischen Partei gelenkt wird, die eine Form des Kapitalismus organisiert bekommt, dass es absehbar ist, wann die althergebrachten, westlichen Varianten in der Konkurrenz uneinholbar ins Hintertreffen geraten.

In dieser grenzenlosen Heilserwartung reproduziert sich auch eine neurotisch-regressive Haltung zum Leben selbst. Dieses habe gefälligst frei von Zumutungen und Entbehrungen zu sein. Frei von Entbehrungen und Krankheit, oder zumindest soll jederzeit ein Elternteil verfügbar sein, das heilende Medizin verteilt und Worte des Trostes spendet. Ansonsten habe das Leben ein bunter Kindergeburtstag an einem sonnigen Sommersonnennachmittag zu sein (“Luxus für alle”, lalala).

Da sich im Laufe der Zeit diese Erwartungshaltung und das wahre Leben irgendwann über den Weg laufen, geschieht das Unvermeidliche: Enttäuschung macht sich breit. Auf diese gibt es dann im Allgemeinen zwei Arten zu reagieren. Man läuft entweder über (sofern man aus den “richtigen” Schichten kommt, die ein späteres Aussteigen aus der frühkindlichen Phase der Revolte möglich machen) oder man schliesst ganz fest die Augen und glaubt weiter an das Weihnachtswunder. Dies erfordert natürlich gewisse Anpassungen und Korrekturen und so erleben wir heutzutage z.B. die Wiedergeburt der Jusos der 70iger in der Gestalt von UG und IL.

Wenn die radikale Linke in ihren Grundannahmen über das Leben selbst aber sich genau diesem verweigert, nämlich ein lebendiger Teil der Widersprüchlichkeit des Lebens selbst zu sein, führt dies zu genau jenen Mechanismen und Verhaltensweisen, wie wir sie derzeit erleben. Der Tod ist als Bestandteil des Lebens zu akzeptieren, ja er ist sogar zu begrüssen, weil nur seine Unerbittlichkeit uns dazu anhält, uns Gedanken darüber zu machen, was wir unter Leben verstehen und wie wir unser Leben zu leben gedenken. Leider leben, oder existieren (dies zu bestimmen sei jedem selbst überlassen) wir in Zeiten, in denen der Tod aus unserem Bewusstsein weitgehend verdrängt ist. Oder besser abgespalten, aber das sind jetzt psychoanalytische Haarspaltereien.

Covid 19 gebührt die Ehre, diese neurotische Abspaltung wieder sichtbar gemacht zu haben. Unsere Alten werden schon lange in extra geschaffene Einrichtungen (Altersheime sagt schon alles, deshalb heissen sie ja mittlerweile Seniorenresidenz oder wie auch immer) verfrachtet, die Hospizbewegung ist für all jene eine schreckliche Angelegenheit, die diese Institutionen schon einmal von innen gesehen haben. Todkranke Menschen warten dort isoliert und unter sich unter der Anleitung von Pfleger*innen und Pausenclowns auf ihr Ende, ab und zu wird die dort vorherrschende Monotonie von den Besuchen peinlich berührter Angehöriger und Freund*innen unterbrochen.

Der eigentliche Skandal ist nicht, dass so viele alte Menschen in diesen Verwahranstalten an oder unter Beteiligung von Covid 19 sterben, sondern dass es solche Einrichtungen überhaupt gibt. Nicht umsonst wird jeder der noch halbwegs bei Verstand und finanzieller Potenz ist, sich mit Händen und Füssen dagegen wehren, in eine solche Institution verbracht zu werden. (Im Übrigen sind fast alle dort erbrachten pflegerischen und ärztlichen Massnahmen, einschliesslich der Palliativmedizin, auch in einem häuslichen Kontext möglich, dies verursacht nur wesentlich mehr Kosten.)

Die zweite problematische Grundannahme betrifft die Annahmen über die Macht und die Gesellschaft selbst. Seit jeher hält sich der Mythos von den “grossen Machenschaften” im Hintergrund, früher war es die Trilaterale Kommission, heutzutage sind es NATO Führungsstäbe oder EU Agenturen, die angeblich planvoll das politische Geschehen gestalten. Aber so wie der Kapitalismus selber im Kern irrational ist (und deshalb staatlicher Intervention bedarf), so zeigt sich die eigentliche Funktion der politischen Klasse als reine Verwaltungsebene im Krisenmodus überdeutlich. Aus den radikalen Massnahmen des derzeitigen Ausnahmezustandes lässt sich nicht nur die grundlegende Bereitschaft zum Umschalten in einen faschistischen Verwaltungsmodus ablesen, sondern eben auch die Unfähigkeit mit Situationen umzugehen, die sich jenseits der erwarteten Parameter bewegen. Darin unterscheidet sich Covid 19 nicht von spontan auftretenden sozialen Unruhen.

Der Panikmodus, der sich derzeit in der Gesellschaft widerspiegelt, ist nicht nur ursächlich dort entstanden aus den massenneurotischen Bedingungen unter denen sich Gesellschaft hierzulande konstituiert, sondern ist ebenso in der politischen Klasse selbst beheimatet. Aus dem nichts werden grundlegende Normen des menschlichen Lebens umgestaltet oder ausser Kraft gesetzt und dies nur aufgrund der Expertise einer Handvoll von Leuten, die gar keine eigene Idee von Gesellschaftspolitik haben, sondern teilweise sogar aus der Veterinärmedizin kommen und die sich in ihren Expertisen vehement selbst widersprechen, bzw. innerhalb weniger Tage in wichtigen Grundsatzfragen Wendungen um 180 Grad vollziehen.

Will heissen, unserer Gegner verfügt über wesentlich weniger Macht und Ressourcen als er uns ständig zu glauben macht. Aber in den Grundannahmen unserer Angst überhöhen wir ihn und verleihen ihm so erst die eigentliche Macht. Die eigentlich revolutionäre Tat ist nicht, den König zum Schafott zu führen, sondern die Realisierung davon, dass die Bedingungen dafür schon vorhanden sind. Jeder Tag, den der gegenwärtige Zustand der Welt andauert, fordert mehr Menschenleben als die gegenwärtige Pandemie jemals fordern könnte.

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Es wäre vermessen, zu behaupten, dass die radikale Linke auch nur über die Idee einer Blaupause zur Beseitigung der gegenwärtigen Ordnung verfügen würde. (Diejenigen, die jetzt mit Verstaatlichungen, etc. kommen, sind, s.o., nur der postmoderne Stamokap Flügel der Sozialdemokratie.) Nicht umsonst hat die radikale Linke mit den sozialen Unruhen der letzten Jahrzehnte (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) nichts zu tun gehabt, bzw. hat sie sich als Randfigur dazu sortiert. Ausgegangen sind all diese Revolten von den Abgehängten der Welt, die entweder keinerlei weitergehenden Forderungen erhoben haben (oder ganz konkrete, wie z.B. häufig in den regional begrenzten Riots in Tunesien, was im Kern aber auf dasselbe hinausläuft) oder universelle Forderungen wie Würde, Gerechtigkeit erhoben haben. Dabei als Menschen, die mitten in den Widersprüchlichkeiten des Lebens stehen, niemals dem Irrglauben erlegen, es wäre möglich dass diese Forderungen erfüllbar sind. Sondern sich in ein Verhältnis zu dem Bestehenden gesetzt haben, dass man als kämpferisches bezeichnen könnte. Oder eben als (temporär) antagonistisches.

Camus hat uns mit der Zumutung konfrontiert, uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorzustellen. Wenn wir über die jetzige Situation sprechen bedeutet dies aus meiner Sicht, dass man sich den Zumutungen der derzeitigen Situation stellen muss, ohne der Hoffnung zu erliegen eine jenseitige Welt im Hier und Jetzt zu erreichen. Die Aufstände in den Knästen und den Regionen der Ärmsten der Welt haben schon vor Wochen begonnen. Sie warten nicht auf uns, sie wissen nicht einmal von unserer Anwesenheit.

Die einzige Frage, die sich derzeit ergibt, ist, ob die Geschichtsbücher der Zukunft davon berichten werden, dass es hierzulande zumindest eine kleine Minderheit gab, die sich auch widersetzt hat. Dies wird nicht möglich sein, wenn man den Anforderungen nach Achtsamkeit und den Prioritäten der Hygiene Verordnungen Vorrang einräumt. Und ganz sicher nicht, wenn man in seiner Wohnung, seiner WG oder auf seinem Balkon abhängt, Töpfe gegeneinander schlägt, die Umgebung mit Redebeiträgen beschallt oder sich auf das Hochhalten von Transparenten oder Plakaten fokussiert. Und darauf wartet, dass Merkel, Söder, Spahn und das Robert Koch Institut “die Sache schon irgendwie in den Griff bekommen”.

P.S. Ich halte Online Petitionen für die Einführung des Kommunismus, auch in der jetzigen Situation, für wenig erfolgversprechend.

P.P.S. Ich werde nicht applaudieren! Ein Text aus Frankreich, übersetzt von den Gefährt*innen aus Wuppertal

Ich werde für die Katastrophe nicht applaudieren.

Das Spektakel ist vorbei und hat doch nie begonnen.

Ich werde nicht mit denen applaudieren, die alles, was wir sind, alles, was uns am meisten am Herzen liegt, zerstört haben.

Diesen Beifall werde Ich den Diktaturen, dem Hass und den Soldaten überlassen.

Dies sind Männer und Frauen, keine Krieger*innen, dies sind Menschen, die ihre Arbeit tun.

Wir schulden ihnen viel. Viel mehr als nur Applaus.

Wir schulden ihnen das Leben, wir schulden ihnen Hoffnung. Wir schulden ihnen eine andere Zukunft…

Es geht nicht mehr länger um Paraden hinter Ballons und selbst ernannten Führern.

Es geht um das Leben, um den erbitterten Kampf, es zu retten, es den Mördern, die uns regieren, zu entreissen.

Der Krieg gehört den Mächtigen, der Kampf den Unterdrückten.

Ich werde der Barbarei in Aktion nicht applaudieren, aber ich werde mich auch nicht von denen lossagen, die applaudieren.

Unsere Nachbar*innen, unsere Freund*innen, unsere Gefährten*innen, überall auf der Welt.

Es geht nicht darum, zu spalten, es geht darum, sich nicht von ihren Worten, ihren Befehlen und ihren Helden verwirren zu lassen.

Ich kann nicht Bravo sagen zu einer Frau oder einem Mann, die den Tod ankündigt und gleichzeitig ein Leben rettet.

Alles was ich tun kann, ist zu schweigen und meinen Zorn in Schach zu halten. Um ihn effektiver zu teilen.

Ich verstehe Hilflosigkeit, ich verstehe Unsicherheit, Angst.

Ich verstehe den Beifall in seiner zerbrechlichsten Form.

Was Ich nicht verstehen werde ist Feigheit.

Ich werde das Danach nicht verstehen, denn es wird kein Danach geben, es darf kein Danach geben. Wir brauchen kein Danach, wir brauchen die Ewigkeit.

Immer daran denken, immer davon träumen, immer dabei zuhören, sie immer in die Knie zwingen.

Und zwar alle.

Einer nach dem anderen und sagen: „(…) Niemand wird jemals frei sein, solange es Plagen gibt“ [1].

[1] Albert Camus in Die Pest.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Copyleft (Public Domain) Lizenz.

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Grafikquellen         :

Oben     —           Geschlossener Spielplatz in Eilenriede (Hannover, Deutschland) während der COVID-19-Pandemie.

Author Michał Beim

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Unten      —    Rohingya Refugees Camp in Ukhia, Cox’s Bazar, Bangladesh

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Corona verändert die Welt

Erstellt von DL-Redaktion am 26. April 2020

Aus der Asche der Gewohnheit entsteht die neue Gegenwart

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Aschewüste, Südisland

Eine Kolumne von Sascha Lobo

In der Corona-Pandemie erkennen wir, was plötzlich alles geht – und was eigentlich niemand mehr braucht. Wenn das Schlimmste überstanden ist, muss das so weitergehen.

Vielleicht ist die Welt, wie wir sie kannten, schon untergegangen, und wir haben es bloß nicht bemerkt. Dafür sprächen die vielen kleinen Veränderungen im Alltag. Nicht die unmittelbar auf die Coronakrise zurückzuführenden wie die zunehmende Zahl der Maskenträgerinnen und -träger. Sondern die Begleit- und Folgeerscheinungen. Die postpandemische Gesellschaft zieht herauf, die Umrisse lassen sich vielleicht schon erahnen.

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Freunde, Feinde, Politiker

Erstellt von DL-Redaktion am 26. April 2020

Absichtsvoll handelt nur der Feind

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Quelle       :        Scharf  —  Links

Von  Franz Schneider

„Es ist nun einmal so: Je enger Mensch und Natur zusammenrücken, desto wahrscheinlicher sind neue Pandemien.“ Diesen Satz kann man in der Ausgabe der Saarbrücker Zeitung vom 23. April lesen. Geschrieben hat ihn der Kommentator Werner Kohlhoff. Dieser Satz stellt einerseits einen Zusammenhang zwischen ökologischer Unordnung und Pandemie her. Der Zusammenhang dürfte schwer zu leugnen sein. Kohlhoff stellt aber keinen Zusammenhang zwischen VERURSACHERN und Pandemie her. Verursacher, Entscheider, werden nicht genannt. Mensch und Natur rücken ja nicht einfach so zusammen, „sie werden zusammengerückt“. Von Menschen, von Handelnden. Ein Handeln und Entscheiden ohne Absicht gibt es nicht. Das machte schon vor einigen Jahrzehnten der bekannte österreichisch-amerikanische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick in der Feststellung deutlich „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Selbst mit dem wortlosen zum Boden blicken teilt der Patient im Wartezimmer den anderen Patienten um ihn herum mit, „ich möchte mich nicht unterhalten“.

Die Coronona-Pandemie macht wie in einem Brennglas deutlich, dass die Beziehung zum absichtsvollen Handeln weltweit gestört ist. Sowohl die „Verschwörungstheoretiker“ als auch diejenigen, die sofort mit dem „Vorwurf des Verschwörungstheoretikers“ zur Stelle sind, haben den vernünftigen, also reflektierten Bezug zu der wesentlichen Kategorie des Handels, der Intention oder Absicht, verloren. Beide nehmen extreme Positionen ein.

Die „Verschwörungstheoretiker“ übersehen in ihrem Drang, einen DIREKTEN BEZUG ZWISCHEN URSACHE UND WIRKUNG herzustellen, etwas ganz Entscheidendes. Die nachteiligen spürbaren Folgen von Handlungen können sich in vielen Fällen erst aus dem Zusammenwirken von vielen Einzelhandlungen innerhalb einer langen Handlungskette ergeben. Selbst wenn man den Verursachern der Handlungen in dieser Kette keine bösen Absichten unterstellt, ergeben diese Handlungen in ihrer Gesamtheit doch ein zerstörerisches Ergebnis.

Diejenigen, die schnell mit dem Vorwurf des Verschwörers aufwarten, stehen in der Gefahr, eigene ABSICHTEN im Handeln schlichtweg zu LEUGNEN.

Politiker wie Helmut Schmidt, der sich gerne auf Denkmeister wie Immanuel Kant und Karl Popper berief, oder auch Richard von Weizsäcker wiesen immer wieder auf die große Bedeutung verantwortungsvollen Handelns hin. Weil sie genau wussten, dass Handeln immer absichtsvoll geschieht, forderten sie, dass bei jeder Handlung die Folgen – ob kurz- oder langfristig – mitbedacht werden müssen.

Absichtsvolles Handeln wird dann ausradiert, wenn ich die wesentlichen Elemente, die es begründen, missachte. Das sind individuelle Entscheidungsfreiheit. Um absichtsvoll zu handeln, muss ich frei sein, um sich aus mehreren Sehweisen auf die Welt ergebenden Handlungsmöglichkeiten eine auswählen zu können. Ein zweites Element ist meine Geschichtlichkeit als Individuum. Ich muss mich als historisches Individuum betrachten dürfen. D.h. als ein Wesen, das aus Motiven heraus handelt. Diese sind immer nur aus seiner Vorgeschichte zu erklären. Ein drittes Element ist die ethische Dimension des Individuums. Ich muss mich als verantwortlich handelndes Individuum betrachten dürfen. Das ist nur möglich, wenn mir die Gemeinschaft, in der ich lebe, dieses Vertrauen gewährt.

Die große Gefahr, die ich weltweit sehe, ist die, dass der Begriff des absichtsvollen Handelns eine fürchterliche Reduktion oder Verfälschung erlebt. Wir können davon ausgehen, dass sich die zukünftige Welt immer mehr in zwei riesige Machtzentren aufteilt, das US-amerikanische und das chinesische. In beiden Machtuniversen werden die Feinde innerhalb und außerhalb verortet. Hier wie dort wird den Feinden unterstellt, dass sie „absichtsvoll“ die eigene Macht – die Macht der „Verursacher“? – zerstören wollen. Die „Verursacher“ selbst beanspruchen die Position des absichtslos „Handelnden“, was ein Widerspruch in sich selbst ist. Ihr Tun sehen sie als alternativlose Naturgegebenheit und so wird es auch der Öffentlichkeit vermittelt. Zum Beispiel durch das Verschweigen der „Verursacher“. Auf der letzten Stufe der Konfrontation müssen beide Systeme dafür sorgen, dass die Schwächung durch „innere“ Feinde beseitigt werden muss, um noch stärker für die Konfrontation mit dem „äußeren“ Feind gewappnet zu sein.

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf einen weiteren wichtigen Aspekt der gesamten Problematik eingehen, um den Text nicht inhaltlich zu überladen. Es geht um die Frage, wie sich das „absichtsvoll handelnde Individuum“ in den abendländisch-westlichen (Westeuropa, USA, Australien) Kulturkreis und in den chinesischen bzw. asiatischen Kulturkreis einordnen lässt. Ich habe selbst fünf Jahre meines Lebens in Japan gelebt und möchte so viel sagen. Die Vorstellung eines absichtslos handelnden Individuums ist um ein Vielfaches besser vereinbar mit dem asiatischen Konzept des „Individuums“. Die asiatische Vorstellung hat daher mit viel weniger Gegenwehr zu tun und zu rechnen als in unserem Kulturkreis. Subjektive Verantwortung wird eben grundsätzlich einer übergeordneten Einheit, einer größeren Gruppe, bis hin zur Staatspartei überantwortet.

Urheberrecht
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Battlefield Combat Identification System general idea

 

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Europa und die Coronakrise

Erstellt von DL-Redaktion am 26. April 2020

Moral? Nein danke

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Von Ulrike Herrmann

Der EU-Gipfel ist gescheitert, weil die reichen Staaten Ökonomie und Moral verwechseln. Die Deutschen verpassen damit das beste Geschäft ihres Lebens.

Die Dänen, Schweden und Niederländer sind kompromisslos klar, wenn es um die Coronakrise geht: Sie haben selbst genug Probleme, da können sie nicht noch anderen EU-Ländern helfen. Solidarität? Nein danke.

Kanzlerin Merkel äußert sich zwar weniger klar und typisch verschwurbelt, aber auch sie will anderen Ländern nur sehr begrenzt und widerwillig Hilfe gewähren. Ihr Ansatz ist politisch: Deutschland soll nicht gänzlich herzlos wirken; also müssen ein paar Milliarden wohl fließen.

Der EU-Gipfel hat damit erneut gezeigt, woran die Coronadebatte krankt: Statt rein ökonomisch zu denken, wird moralisch argumentiert. Es geht um „Solidarität“, um „Hilfen“, um den Gegensatz von „Arm“ und „Reich“. Zudem werden Schulden schnell mit Schuld verwechselt: Wer Hilfskredite benötigt, muss als Staat irgendwie gesündigt haben. Sonst bräuchte er ja keine Hilfe. Die Gläubiger haben recht, weil sie den rechten Glauben verkörpern.

Doch Moral führt völlig in die Irre, wenn es um Wirtschaft geht – wie als Erster ausgerechnet der Moralphilosoph Adam Smith erkannte, der dann als einer der größten Ökonomen aller Zeiten in die Geschichte einging. Smith gilt heute als Urvater der Neoliberalen, aber das ist ein Missverständnis: Smith war viel zu intelligent, als dass er sich auf die platten Rezepte der Neoliberalen reduzieren ließe.

Falsch verstandener Wettbewerb

Der Schotte Smith lebte im 18. Jahrhundert, und schon damals hingen viele Briten der Idee an, dass die Nationen miteinander im „Wettbewerb“ stünden und dass es den starken Ländern egal sein könne, ob ihre Nachbarn arm sind. Smith hatte für diesen Unsinn nur beißenden Spott übrig: „Eine Nation, die durch den Außenhandel reich werden will, kann dies am ehesten erreichen, wenn auch ihre Nachbarn reiche und betriebsame Handelsnationen sind.“ Es sei völlig unmöglich. zu exportieren, wenn man „auf allen Seiten von wilden Nomaden und armen Barbaren umgeben“ sei.

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Wer seine Nachbarn darben lässt – der darbt auch selbst. Dies ist keine abstrakte Erkenntnis oder ein hübscher Spruch fürs Poesiealbum, sondern bittere Realität, wie die Bundesrepublik in der Eurokrise erfahren musste. 2012 und 2013 wuchs die deutsche Wirtschaft nur um jeweils magere 0,4 Prozent, weil der europäische Süden als Kunde ausfiel. Es rächte sich bitter, auch für die Deutschen, dass sie darauf bestanden hatten, große Wirtschaftsnationen wie Italien oder Spanien zu behandeln, als wären sie potenzielle Pleitekandidaten.

Fehler wie bei der Finanzkrise

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Oben       —     Spontaneously errected grave at the Marsch der Entschlossenen demonstration in Berlin, Germany

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DL – Tagesticker 26.04.2020

Erstellt von DL-Redaktion am 26. April 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Das Saarland ist immer für Überraschungen gut, nicht nur politisch!

Nach mutmaßlicher Bedrohung unter Nachbarn

1.) Polizei und SEK stellt Waffenarsenal in Thailen sicher

Ein Großaufgebot der saarländischen Polizei mit OpE, SEK und Diensthundestaffel war gestern Morgen (25.04.2020) in Thailen im Einsatz, weil ein 62-Jähriger dort seinen Nachbarn mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Im Verlauf des Einsatzes wurde in der Wohnung des mutmaßlichen Täters eine größere Menge an Waffen sichergestellt. Gegen 10:20 Uhr verständigte ein 60 Jahre alter Mann über Notruf die Polizei. Sein Nachbar habe ihn bedroht und soll dabei ein Gewehr bei sich gehabt haben. Unverzüglich suchten Einsatzkräfte der umliegenden Dienststellen den Weiskircher Ortsteil auf, unterstützt durch Kräfte der Diensthundestaffel sowie des Spezialeinsatzkommandos und der Verhandlungsgruppe.

Blaulicht-Report

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Wäre die Auflösung des Thema – Hartz 4 als Homeoffice nicht das wichtigere ? Aber Brände welche einst von der SPD gelegt wurden, werden sie selber nie löschen. So heißt es nicht nur für uns: „Niente!“

Gesetzesplan von Hubertus Heil Arbeitsminister will

2.) Recht auf Homeoffice auch nach Corona-Krise

Die Corona-Pandemie hat die Vorzüge von Heimarbeit deutlich gemacht. Arbeitsminister Heil will nun per Gesetz mehr Möglichkeiten dafür schaffen.  Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Recht auf Arbeit von zu Hause aus gesetzlich verankern. „Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde. Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können – auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist“, sagte Heil der „Bild am Sonntag“.

Tagesspiegel

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Das ist einem Großteil der Bevölkerung lange bewusst ! Die Polizei hält in eigenen Reihen viele kriminelle, schießwütige Beamte befangen.

Baden-Württemberg

3.) Polizeipräsidentin warnt vor mehr Kriminalität nach Corona-Krise

Für den Fall einer massiven Wirtschaftskrise in Folge der Corona-Pandemie warnt die neue Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz vor einer Zunahme des Verbrechens im Land. «Wenn sich die wirtschaftliche Lage negativ entwickelt, kann das auch bedeuten, dass mehr Menschen auf andere Weise versuchen, an Geld zu kommen und da kann Kriminalität durchaus eine Rolle spielen», sagte Hinz der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Etwa wenn Menschen ihren Job verlieren und keine Perspektive haben, schnell wieder Arbeit zu finden. Hinz nannte als Beispiele eine Reihe möglicher Delikte vom Nichtbezahlen der Tankfüllung über Internetbetrug bis hin zu unsauber abgewickelten Insolvenzen.

Welt

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Hongkong war für viele Jahre eine freie Stadt. So wie ich die Chinesen aus vielen Ländern kenne, werden sie die Bevormundung  nicht stillschweigend hinnehmen ! Sie lassen sich nicht Widerstandslos einsperren wie die Obrigkeitshörigen Deutschen ! Auch die Engländer haben mit Aufgabe ihrer Kolonie nicht das Volk gefragt – ähnlich wie in Israel.

Hongkongs Parlament ist seit einem halben Jahr beschlussunfähig.

4.) Jetzt mischen sich die Vertretungen Pekings ein

Ein Streit über einen Artikel des Basic Law zeigt, wie angespannt die Situation in Hongkong ist. Trotz Versammlungsverbot sollen die Demonstrationen wieder beginnen. Seit das Coronavirus in Hongkong angekommen ist, ist es in der Stadt ruhig geworden. Doch die Ruhe ist trügerisch; unter der Oberfläche gärt es gewaltig. Nachdem jüngst mindestens fünfzehn dem pro-demokratischen Lager zugerechnete Personen von der Polizei vorübergehend festgenommen worden sind, verdichten sich nun die Anzeichen, dass die Proteste wieder beginnen: Am 1. Mai wollen sich Demonstranten trotz Versammlungsverbot wieder auf Hongkongs Strassen versammeln.

Neue-Züricher Zeitung

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Ach ja der Röttgen, nicht mehr als ein Strömungsschwimmender in der Berliner polit Kloake. Mal Oben mal Unten – dann wieder ganz verschwunden. Wäre er eine guter Jurist stände er lange auf eigenen Füßen und brauchte nicht um Sympathien in der Partei flennen, wie die Krampe und Merz macht er nun den Laschet im Scherz.

Röttgen wettert gegen ’Lockerungen

5.) Auch CDU-Chefin in Sorge

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt für ihre Warnungen vor einem zu forschen Vorgehen bei Lockerungen von Alltagsbeschränkungen in der Corona-Krise prominente Unterstützung aus ihrer Partei. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer teilte die Sorgen der Regierungschefin, auch die Kandidaten für den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen und Friedrich Merz äußerten sich in diese Richtung. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warb für Pragmatismus.
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Dann hätte doch die Corona-Krise, für viele in der Politik tätigen,  nach ihren Werten suchenden Großkotzen, ihren wahren  politischen Zweck erfüllt.

Neue Gerüchte um Gesundheitszustand von Nordkoreas Führer

6.) Kim Jong Un tot?

Rätselraten um Kim Jong Un: Berichte über eine angeblich schwere Erkrankung des nordkoreanischen Machthabers sorgen weltweit für Aufsehen gesorgt. Vor allem in der Nacht zu Sonntag, 26. April, trendeten auf Twitter wieder Gerüchte, der 36-Jährige könne tot sein. Auch bei Google lagen Suchanfragen zu Kim Jong Un weit vorne.

MoPo

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2.) Das Land der Küchenbauer

von Philip Saß feat. Erich Kästner

Kennst du das Land, in dem man Küchen baut?
Du kennst es nicht? Du wirst es kennen lernen.
Dort wird auf Gott und Bauchgefühl vertraut,
und statt nach Drosten geht’s nach den Konzernen.

Wenn dort ein Wirtschaftsweiser etwas will
(und es ist sein Beruf, etwas zu wollen),
steht Laschets Hirn erst stramm und zweitens still.
Die Läden auf! Die Rubel müssen rollen.

Kennst du das Land? Es könnte glücklich sein,
vielleicht sogar gesund, trotz fieser Viren. –
Nun lockt es Kinder in die Schulen rein,
damit sie ihre Eltern infizieren.

In ein paar Wochen fragt man dort sehr laut:
Wieso will sich Corona nicht entfernen,
wir haben doch zig Küchen hier gebaut?!
Sie wissen’s nicht. Und werden’s niemals lernen.

Titanic

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen        :

Oben     —    DL / privat – Wikimedia  Commons – cc-by-sa-3-0.

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