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Archiv für April 6th, 2020

Corona Experten + Heilige

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2020

Unerwartete Wunderwaffe gegen das Virus

St Corona am Wechsel Hauptstraße.JPG

St.Corona am Wechsel, Lower Austria

Von Henning Bleyl

Die richtige Heilige zur richtigen Zeit: Jetzt muss Santa Corona helfen.

Einsam lief der Papst durchs leere Rom, sein Ziel war San Marcello al Corso. Dort, vor dem Pestkreuz, flehte er Gott an, die Pandemie baldmöglichst zu beenden. So meldeten es die Medien, und die Öffentlichkeit dachte: So ist es recht, der Papst macht alles richtig: „Pestkreuz“ klingt angemessen dramatisch – und da im Gegensatz zum Mittelalter den Pandemiewellen keine antijüdischen Pogrome folgen, scheint die Kirche sogar etwas gelernt zu haben.

Die besser informierten Gläubigen allerdings wunderten sich: Hat die Kirche im umfangreichen Arsenal ihrer Heiligen nicht hochspezialisiertes Personal zu bieten, das für alle Lebenslagen die angemessenen Antworten kennt?

In der Tat! Die heilige Corona gehört zwar zu den eher unbekannten Märtyrerinnen, hat aber wichtige Kompetenzen: Unter anderem ist sie, nomen et omen, für Seuchen zuständig. Zwar eher für Viehseuchen, und das auch nur in dem nach ihr benannten niederösterreichischen Dörflein St. Corona am Wechsel. Aber dort schwört man auf die lieblich dreinschauende langlockige Heilige – und feiert nun jeden Mittwoch um 8 Uhr früh einen Corona-Bittgottesdienst. Genauer gesagt, der Pfarrer, der Kaplan und der Diakon feiern ihn, „stellvertretend für alle Pfarrgemeinden“, wie auf der Homepage von St. Corona zu lesen ist.

Im Allgemeinen ist Corona zwar eher bei Zahnschmerzen und Glaubenszweifeln zuständig, zudem ist sie die Patronin der Metzger und Schatzsucher (heutzutage auch anrufbar für Lottoglück und Geldanlagen). Doch es kann wohl kaum ein Zufall sein, dass Santa Corona insbesondere in Italien verehrt wird – und das schon seit dem 6. Jahrhundert.

St Corona am Wechsel Kirche Bildnis.JPG

Corona selbst stammt aus dem Osten, nicht ganz Fernost respektive China, aber immerhin aus Ägypten: Dort soll sie sich im 2. Jahrhundert um einen Märtyrer gekümmert haben, Viktor von Siena, der von römischen Soldaten malträtiert wurde. Daraufhin wurde sie gleich mit ihm zusammen zu Tode gebracht, mithilfe zweier Palmen. Deren Wipfel seien herabgebogen worden, erzählt die Legende, und hätten Corona beim Hochschnellen in der Luft zerrissen.

Quelle        :        TAZ          >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen        :

Oben         —      St.Corona am Wechsel, Lower Austria

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Corona oder Grippe Tote?

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2020

Am Ende kann man Corona- nicht von Grippe-Toten unterscheiden

Ebola infected person lying in Lakka Sierra Leone.jpg

Quelle         :    INFOsperber CH.

Urs P. Gasche / 06. Apr 2020 –

Wie gefährlich das Sars-CoV-2 wirklich ist und war, kann erst in einigen Monaten festgestellt werden – und auch dann nur schlecht.

Der Bundesrat und die Regierungen vieler weiterer Staaten schränken die Bewegungsfreiheit seit Wochen drastisch ein. Damit legen sie die Wirtschaft weitgehend lahm und nehmen eine zusätzliche, risikoreiche Verschuldung von Staat und Unternehmen in Billionenhöhe in Kauf.

Die einschneidenden Massnahmen verfolgen zwei Ziele: Zuerst sollen sie eine kurzzeitige Überlastung der Intensivstationen in den Spitälern vermeiden. Darüber hinaus geht es darum, zu verhindern, dass wegen Covid-19 sehr viele Menschen sterben, die sonst noch längere Zeit überlebt hätten.

Zurzeit halten es die Behörden für sehr wahrscheinlich, dass die neue Grippewelle mit Sars-CoV-2 viel mehr Opfer fordern würde als schwere Grippewellen in der Vergangenheit, sofern man nicht drastische Massnahmen verhängt hätte. Ob das tatsächlich zutrifft, bleibt offen. Denn viele Informationen sind lückenhaft und unsicher.

Statistik der Todesfälle sagt wenig aus

Die täglichen Schlagzeilen über neue Todesopfer von Covid-19 verbreiten verständlicherweise Angst. Vielleicht ist diese Angst von den Behörden gewollt, um die Bevölkerung zur Disziplin anzuhalten. Doch es wäre Aufgabe der Medien, die Zahlen über die Todesfälle einzuordnen. Denn diese werden so erhoben, interpretiert und kommuniziert, dass man sie mit den Todesfällen einer schweren Grippewelle nicht vergleichen kann.

Vorerst zwei Grundforderungen an die Kommunikation:

  1. Die Medien sollten nicht die kumulierte Gesamtzahl der Todesfälle in den Vordergrund stellen (Beispiel: «Bis heute sind in der Schweiz 580 und in Deutschland 1444 Personen gestorben»), sondern aufzeigen, wie sich die täglichen Todesfälle entwickeln. Diese Entwicklung zeigt: Seit dem 25. März gehen diese täglichen Todesfälle in der Schweiz zurück.
    Auch folgende Information gehört dazu: Praktisch alle der bis heute Verstorbenen hatten sich bereits angesteckt, bevor die Regierung drastische Quarantänemassnahmen verordnete.
  2. Man sollte die gemeldeten «Corona-Todeszahlen» mit der Gesamtzahl der Verstorbenen im gleichen Zeitraum vergleichen.

Konkret: In der Schweiz sterben im Winterhalbjahr täglich etwa 200 Menschen im durchschnittlichen Alter von 83 Jahren. «Im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung» (BAG) sind im März 2020 täglich täglich höchstens 39 Personen gestorben, im durchschnittlichen Alter von 82 Jahren:

Ebola messages on Ministry of Health vehicle.jpg

Nichts neues unter der Sonne – aber wehe wenn die Köpfe der  Versager durchknallen ! Unsere Specknacken sollten sich einmal International unter die Menschen mischen, dann würden sie ihre wahre Größe erkennen.

Erst nach längerem Suchen findet man am Schluss der BAG-Dokumentation die Zahl der Verstorbenen pro Tag. Die letzten Tage sind noch nicht vollständig erfasst. Grössere Auflösung hier.

In Deutschland sterben im Winterhalbjahr täglich etwa 2600 Personen im durchschnittlichen Alter von 81 Jahren. Wegen oder mit Covid-19 sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts bisher täglich maximal 184 Personen im durchschnittlichen Alter von 82 Jahren gestorben.

Die offizielle Statistik erfasst als Todesursachen die Grundleiden

Nicht alle, aber fast alle dieser betagten Verstorbenen litten an schwerem Bluthochdruck, Herzkreislaufkrankheiten oder Diabetes. Diese Grundleiden werden international als Todesursache angegeben, auch wenn jemand am Schluss noch ein Influenza- oder Coronavirus erwischt. Einige dieser kranken Patienten hätten auch ohne Corona-Virus nicht länger gelebt oder nur noch wenige Tage länger, während andere ohne das Virus noch bedeutend länger hätten leben können. Darüber geben die Statistiken keine Auskunft.

Weil zurzeit sämtliche Schwerkranken in Spitälern auf Sars-CoV-2 getestet werden, registrieren das Bundesamt für Gesundheit BAG und das deutsche Robert Koch-Institut RKI alle Verstorbenen, die vorher positiv getestet wurde, als Covid-19-Todesfälle. Ohne die Tests wären etliche davon statistisch an Diabetes, Herz- oder Lungenkrankheiten gestorben. Ohne die Tests wären viele davon statistisch an Diabetes, Herz- oder Lungenkrankheiten gestorben.

Anders verhält es sich bei den jährlich auftretenden Influenza-Grippewellen: Wer wegen seiner Grundleiden in die Arztpraxis oder ins Spital muss, wird selten auf Influenza-Viren getestet. Aus diesem Grund machen die vielen Menschen, die jedes Jahr an der Influenza-Grippe sterben, nie Schlagzeilen. In die Medien kamen einzig zwei aussergewöhnlich starke Grippewellen: In Deutschland jene im Winter 2017/18, die zu über 25’000 Todesfällen geführt hatte; diese Schätzung machte Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts RKI.
In der Schweiz war es die besonders heftige Influenza-Saison 2014/15, die 2200 «Grippe-Tote» zur Folge gehabt haben soll.

Manche sind nicht am, sondern mit dem Coronavirus gestorben

Ein Teil der heutigen «Covid-19-Todesfälle» ist offensichtlich nicht, nicht allein oder nur indirekt an Covid-19 gestorben, sondern an den schweren Grundkrankheiten. Die vom BAG und dem RKI angegebenen Corona-Toten seien entweder «an oder mit Covid-19» gestorben, präzisiert denn auch Christoph Junker, Epidemiologe und Gesundheitsstatistiker beim Schweizer Bundesamt für Statistik BfS. In China hätten 75 Prozent der Verstorbenen schwerere Vorerkrankungen gehabt. «Das würde heissen, dass 25 Prozent direkt an Covid-19 gestorben sind», sagt Junker. Bei den restlichen 75 Prozent «weiss man nicht, ob sie an oder mit Covid-19 starben». Ein Teil von ihnen hätte ohne Covid-19 vielleicht noch lange weitergelebt, andere nicht.

Diese grosse Unschärfe in der Todesfallstatistik ist bei Covid-19 die gleiche wie bei den Influenza-Viren, die praktisch jedes Winterhalbjahr eine mehr oder weniger grosse Epidemie auslösen. Um die Zahl der an Pandemien Verstorbenen trotzdem einigermassen schätzen zu können, beobachten die Statistiker auffällige Abweichungen bei den statistisch zu erwartenden Todesfällen. Die normale Bandbreite der wöchentlichen Todesfälle steigt im Winterhalbjahr unabhängig von Grippe-Epidemien etwas an. Durchbricht die Zahl der tatsächlichen Todesfälle diese Bandbreite, reden Statistiker von «Übersterblichkeit». Diese wird auf ausserordentliche Ereignisse wie Epidemien, extreme Kälte oder extreme Hitze zurückgeführt.

Seit Mitte März 2020 zeigt die Statistik eine solche Übersterblichkeit (siehe Grafik unten). Sie sei «Ausdruck der gegenwärtigen Pandemie», schreibt das Bundesamt für Statistik. Allerdings trägt auch die zwar abflauende normale Grippewelle zu dieser Übersterblichkeit bei, weil Influenza-Todesfälle in der «normalen» Bandbreite nicht berücksichtigt sind. Gegenüber Infosperber präzisiert Christoph Junker vom BfS: «Bei der Übersterblichkeit kann man die Todesfälle infolge Influenza und infolge Corona in der Tat nicht unterscheiden.»

 (Grafik: Bundesamt für Statistik)

Auf Coronavirus wird in Spitälern systematisch getestet – bei starken Grippeepidemien war dies nicht der Fall

Die von der Bevölkerung erworbene (Teil-)Immunität gegen frühere Coronaviren schützt offensichtlich nur wenig gegen das neuartige Sars-CoV-2. Deshalb, und vielleicht auch durch etwas leichtere Ansteckungswege, überträgt sich das neuartige Coronavirus sehr schnell von Mensch zu Mensch. Das führt dazu, dass Ansteckungen von bereits gesundheitlich Schwachen sowie bereits schwer Erkrankten innerhalb von kurzer Zeit auftreten und Intensivstationen in Spitälern an einigen Orten an den Rand ihrer Kapazitäten bringen.

Ob das Sars-CoV-2 im Laufe des Jahres zu mehr Todesfällen führt als besonders starke Grippe-Epidemien in früheren Jahren, kann man noch nicht abschätzen. Trotz 2200 geschätzten Influenza-Todesfällen im Winter 2014/15 in der Schweiz und über 25’000 Todesfällen im Winter 2017/18 in Deutschland hatte damals niemand Quarantänen und einen Wirtschaftsstillstand gefordert. Allerdings erfuhren die Politiker erst spät, dass die Grippewelle ausserordentlich stark war. Denn im Unterschied zum heutigen Testen auf Sars-CoV-2-Testen wurden die schwer Erkrankten damals nur selten auf Influenza-Viren getestet und Intensivbehandlungen erstreckten sich über einen Zeitraum von drei Monaten. Die grosse Zahl von Opfern wurde erst nachträglich aufgrund der «Übersterblichkeit» geschätzt.

Die Sterblichkeit am neuen Coronavirus wurde anfangs wegen unseriöser Statistiken viel zu hoch angegeben. Nach einer neuen Analyse im «New England Journal of Medicine» sterben an Covid-19 etwa gleich viele Infizierte wie an einer schweren Grippewelle.

Diese Aussage betrifft wie erwähnt die Todesfälle. Etwas anderes sieht es bei schwer Erkrankten aus. Wieviel wegen oder mit Covid-19 jeden Tag in ein Spital eingewiesen werden müssen, ist für das Aufnahmevermögen von Intensivstationen entscheidend. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo gibt diese Zahl täglich am Fernsehen bekannt. Beim BAG und RKI sind diese Zahlen nicht erhältlich. Man weiss nur, dass es bisher keinen Mangel an Intensivbetten gibt – dank einiger Anstrengungen sind selbst im Tessin noch Betten in Intensivstationen frei.

File:Lepra maculosa 2.jpg

Lepra maculosa 

Zum Vergleich: Nach Angaben des BAG müssen jedes Jahr zwischen 1000 und 5000 an Influenza Erkrankte in ein Spital eingewiesen werden.

Trotz allem: Auch wenn die Daten lückenhaft sind, ist es jetzt notwendig, die physischen Abstandsregeln einzuhalten. Denn es darf auf keinen Fall dazu kommen, dass Intensivstationen Schwerkranken eine gewünschte und indizierte Behandlung verweigern müssen. Eine schrittweise Normalisierung des Alltags- und Arbeitslebens wird in absehbarer Zeit zeigen, ob das neue Sars-CoV-2 tatsächlich mehr Unheil anrichtet als vor einigen Jahren eine schwere Influenza-Grippewelle.

Allerdings: Auch im Nachhinein wird man nie auseinander halten können, wie viele der zusätzlichen Todesfälle auf Influenza und wie viele auf Covid-19 zurück zu führen sind. Denn wie erwähnt: Man kann die Übersterblichkeit nachträglich klar feststellen, nicht aber deren Ursachen.

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Infosperber-DOSSIER:
Coronavirus: Information statt Panik

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Weiterführende Informationen

BAG Stand 1.4.2020

FREIE NUTZUNGSRECHTE

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Bei einer Online-Nutzung ist die Quellenangabe mit einem Link auf infosperber.ch zu versehen. Für das Verbreiten von gekürzten Texten ist das schriftliche Einverständnis der AutorInnen erforderlich.

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Grafikquellen       :

Oben      —       Ein Ebolainfizierter aus Lakka liegt am strassenrand und darf nicht angefasst werden [2]

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2.) von Oben           —      One of the Ministry of Health vehicles being used in the Ebola response effort. For more information on Ebola and what CDC is doing, please visit: www.cdc.gov/vhf/ebola/

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Unten     —      Lepra maculosa     /     25 September 2010

Author George Henry Fox

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Ökonomie und Corona

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2020

Das Ende der Marktgläubigkeit

2019-04-11 Jan Korte MdB by Olaf Kosinsky-7796.jpg

Ein Gastbeitrag von Jan Korte, Die Linke

Die Coronakrise ist ein Stresstest für unsere Gesellschaft. Lange vor der Revolution ehemaliger FDP-Wähler sollten zurecht die Systemrelevanten in Pflege und Service revoltieren. Zeit für eine neue Ära der Solidarität.

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Unten       —   

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Source DSC05660
Author Nickolay Romensky from London, UK
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Widersprüche + Gegensätze

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2020

Die Widersprüche zwischen den Positionen der AfD

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Quelle       :      Scharf  —  Links

Von Meinhard Creydt 

„Die wahrhafte Widerlegung muss in die Kraft des Gegners eingehen und sich in den Umkreis seiner Stärke stellen; ihn außerhalb seiner selbst anzugreifen und da Recht zu behalten, wo er nicht ist, fördert die Sache nicht“ (Hegel).

Der AfD-Parteikovorsitzende Jörg Meuthen hat am 1.4. in einem Interview mit der Onlineplattform „Tichys Einblick“ auf die „permanent konfliktträchtige Konstellation“ innerhalb der AfD hingewiesen. „Jeder weiß, dass der ‚Flügel’ und dessen maßgebliche Exponenten uns ganz massiv Wählerstimmen im bürgerlichen Lager kosten, und ich denke auch, dass die ordoliberalen Ansichten des bürgerlich-konservativen Teils der AfD noch bessere Ergebnisse im staatspaternalistischen Wählermilieu des ‚Flügels’ verhindern. … Hätten wir diese – ich betone –wechselseitige Hemmung nicht, würden wir uns angesichts des unübersehbaren Niedergangs der ehemaligen Volksparteien längst auf einem Niveau bewegen, wie es etwa die Lega von Matteo Salvini und die Fratelli d´Italia in Italien spielen. Davon bleiben wir aber durch permanente interne Kämpfe … leider immer noch weit entfernt.“ Meuthen tut so, als seien die Widersprüche in der AfD nur Gegensätze zwischen zwei verschiedenen Gruppen der Partei. Dieser Artikel zeigt: Widersprüche durchziehen das AfD-Gedankengut in seiner „Tiefe“.

Differenzen in (gewiss wichtigen) einzelnen Themen z. B. Flüchtlingspolitik, Klimapolitik) zwischen der AfD und den anderen Parteien sind bekannt. Vielen bleibt in Bezug auf die AfD jedoch unklar, ob und wie sie sich programmatisch und weltanschaulich von anderen Parteien wie der CDU und FDP unterscheidet. Bereits bei der Frage nach der Verortung zwischen „rechts“ und „liberal“ wird es bei der AfD schwierig. Dieser Artikel skizziert versuchsweise eine „konsequente“ „Linie“ einer rechten patriotischen Position unabhängig von der  AfD und rechten Kleinparteien. Eine solche Herangehensweise, die nicht von vorneherein die AfD vom Standpunkt anderer Bundestagsparteien beurteilt, ermöglicht es, immanente Widersprüche der AfD wahrzunehmen.

Wer als rechter Patriot für ein starkes Deutschland eintritt, sollte, möchte man meinen, eine „starke deutsche Wirtschaft“ befürworten und sich freuen, dass Deutschland die ökonomisch und politisch stärkste Macht in Europa ist. Wenn kleinere europäische Länder darüber klagen, „Deutschland“ würde von der EU am meisten profitieren, dann dürfte der rechte deutsche Patriot dieses Klagelied befriedigt wahrnehmen. In seinen Ohren klingt es wie Lobgesang auf deutsche Hegemonie in Europa. „Was der Hitler nicht geschafft, schaffen wir mit EU-Kraft“ – so ähnlich könnte die Parole lauten.

Für diesen rechten Patrioten erscheinen viele Rechte als Leute, die nicht um die Ecke denken können. Solche Möchtegern-Nationalisten würden nicht wahrnehmen, wie „die deutsche Wirtschaft“ sich gegenwärtig i n der EU und m i t ihr durchsetzt. Dumpfe Nationalisten würden in jedem Staatenbündnis (wie der EU) und in jeder Teilung der Souveränität nur den Verrat am Ideal und Prinzip des Nationalstaats sehen. Ihre Aufmerksamkeit gilt der Beschränkung der einzelnen Nation durch die EU und nicht dem Nutzen der EU für die in ihr wirtschaftlich dominierende Nation, die von ihr einen besonderen Gewinn hat.

Unser rechter deutscher Patriot dürfte erwarten, dass seine AfD-Kameraden sich für eine gesunde Natur in Deutschland einsetzen. Wenn sich junge Menschen – angeführt von einer nordischen Greta – dafür engagieren, dann sollte das Anlass zur Freude sein. Denn eines sei klar: Kein Vaterland ohne gesunde Mutter Erde. Zur nationalen Gesundheit gehört auch die des Volkskörpers.

Der rechte nationale Patriot wird von Singapur schwärmen: Der Staat setzt dort drakonisch mit Propaganda, Überwachung und Strafen durch, dass niemand etwas auf die Straßen wirft und sich der Impfpflicht entzieht. Das sollte Grund sein für rechte Begeisterung: Es gibt sie also doch noch: Länder, wo eines mal klar ist: Keine starke Nation ohne starken Staat!

Wie steht der rechte Patriot mit seinen eben beschriebenen politischen Positionen zur AfD? Ihm missfällt, dass sie den Brexit begrüßt und damit die EU als eine die deutsche Wirtschaft bzw. wenigstens die in ihr dominanten Branchen fördernde Einrichtung schwächt. Das sei so, als ob man für „das Reich“ eintritt und zugleich die Sezession einer von ihm beeinflussten Provinzen befürwortet. Die AfD bekämpft das Engagement der Jugend für „Mutter Natur“. Die AfD lehnt das Gesetz zur Impfpflicht gegen Masern ab und stellt sich damit praktisch auf die Seite der gefährlichen Schädlinge, die die Volksgesundheit angreifen.

Gauland bezeichnet den NS als „Vogelschiss der Geschichte“, also als eine Lappalie. Das erträgt der rechte deutsche Patriot nicht. Vom Standpunkt des starken Deutschlands interessieren ihn sechs Millionen ermordete Juden ebenso wenig wie die in einem Vernichtungskrieg getöteten 14 Millionen ziviler Sowjetbürger. (In Deutschland waren 1.170.000 zivile Opfer des 2. Weltkrieges zu beklagen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Tote_des_Zweiten_Weltkrieges). Eine Herzensangelegenheit des rechten deutschen Patrioten bildet vielmehr die deutsche Heimat. Und so „geschichtsbewusst“ ist er, dass er Deutschlands geographische Größe vor und nach Hitler zu vergleichen weiß. Uns für immer entrissen seien Ostpreußen (36.966 km²), Ober- und Niederschlesien (34.529km²), Pommern östlich der Oder (das historische Hinterpommern) sowie Stettin und die Odermündung (31.301 km²), der Regierungsbezirk Frankfurt der Provinz Brandenburg ohne seinen westlich von Oder und Neiße gelegenen Teil (11.329 km²). Zusammen haben wir es mit Flächen im Umfang von ca. 114.000 km² zu tun. Das geographisch größte Bundesland der heutigen Bundesrepublik Deutschland (Bayern) umfasst 70.500 km². Schönste deutsche Provinzen im Umfang von 1,5 Bayern gehören nicht mehr zu uns. Königsberg und Breslau – diese Perlen unter den deutschen Städten – verloren an den Russen und den Polen!!! Wie kann ein Gauland da vom „Vogelschiss der Geschichte“ sprechen?! Die Amputation Ostdeutschlands – und das liege nun wirklich nicht im „Mitteldeutschland“ der früheren DDR – vom deutschen Volkskörper, das sei eine Wunde, die im nationalen Gefühl des rechten deutschen Patrioten nie verheilen kann, wird und soll. Der rechte deutsche Patriot erinnert sich an die Plakate mit der Aufschrift „3geteilt? Niemals!“ des ‚Kuratoriums Unteilbares Deutschland’.

2019-04-11 AfD Fraktion im Bundestag by Olaf Kosinsky-7946.jpg

Ein NS-Nostalgiker muss der rechte Patriot nicht sein: Hitler habe den Krieg unter Missachtung des militärischen Sachverstands und mit so grotesker Selbstüberschätzung geführt, dass nachher Deutschland nicht nur in Schutt und Asche lag, sondern zerstückelt war. Das kann unser rechter Patriot nicht entschuldigen. Ein Staatsführer solle wissen, was er tut. Ja zum Risiko, nein zum Abenteurertum, mit dem man ohne Rücksicht auf die eigene Existenz Glücksritter spielt. Dem rechten deutschen Patriot ist Verantwortung wichtig. Ein Mann müsse die Folgen seines Tuns im voraus abschätzen können. Man handelt bewusst als Subjekt und verantwortet seine Taten. Wer beanspruche, als „Führer“ zu gelten, könne sich nicht damit herausreden, andere seien schuld oder hätten ihn arglistig getäuscht.

Nicht nur bei der verpflichtenden Masern-Impfung hat die AfD von „einem wiederholten Angriff auf Freiheitsrechte der Bürger“ gesprochen, so Ulrich Oehme, Bundestagsabgeordneter der AfD bei der Bundestagsdebatte dazu (Das Parlament, Nr. 43, 21.20, 2019, S. 6). Diese „Freiheitsrechte der Bürger“ werden von der AfD auch gegen alle Maßnahmen ins Feld geführt, die unserem deutschen Wald, unserer deutschen Luft und Erde zugutekommen. Der rechte Patriot sieht darin die typisch liberale Religion des Privateigentümers. Die AfD wirkt auf ihn wie der radikalisierte Verteidiger des Privatinteresses gegen alle staatlichen Maßgaben. Die AfD wolle – so beanstandet der rechte Patriot – nichts wissen von der Kritik an diesem „Typus des Menschen, der weder für eine Idee, noch für Gott lebt, sondern nur für den Zweck und den Nestegoismus“ (Stefan George). Der rechte Patriot ist modern genug, um sich die Parole „Du bist nichts, Dein Volk ist alles“ zu verkneifen. Das Herumgenörgel der AfD an allen wirklichen und vermeintlichen staatlichen Eingriffen in die „Freiheitsrechte der Bürger“ hält er für ein gefährliches Mobilisieren „niederster“, geradezu anarchischer Instinkte. Eigentlich sollten die Opfer doch selbstverständlich sein, die die Individuen für „ihr Land“ zu leisten haben. Die ständige Motzerei der AfD gegen vermeintliche Einschränkungen von Freiheitsrechten der Individuen gilt dem rechten Patrioten als Zersetzung des Sinns für Staat und Nation. Als ob es nur noch Bäume gebe und keinen Wald! Dem rechten Patriot fährt eiskalter Schauder ins Herz, wenn er sich an den Schlachtruf von Margaret Thatcher erinnert, so etwas wie eine Gesellschaft gebe es gar nicht, sondern es gebe nur Individuen, deren Familien und Gruppen, die sich um Interessen bildeten. Die AfD springt auf den Protest von Leuten auf, die erst dann etwas gegen Windräder haben, wenn sie in ihrer Nachbarschaft stehen. Bedient werden in solchem Protest Maximen wie: „Jeder ist sich selbst der Nächste. Jeder für sich, keiner für alle. Verschon mein Haus, zünd andere an (St. Florians-Prinzip)! Not in my backyard (‘Nimby’)! Hauptsache, es trifft nicht mich.“ Wer wie die AfD gegen alle Einschränkungen der Freiheit des Individuums eintrete, könne gleich die Schulpflicht infrage stellen. Beatrix von Storch meint dann auch konsequent: „Ich halte es nicht für schlecht, wenn Eltern das Recht haben, die Kinder allein zu Hause zu unterrichten“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 9.03.14).

Die AfD nehme den Standpunkt des „liberalen Einzelmensch-Bewusstseins“ ein, das sich an der „händereibenden Behaglichkeit eines ungestörten“ Genusses orientiert (Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen). Dem rechten Patriot missfällt, dass für den Liberalismus das Individuum die erste Rolle spiele. Er kenne keine Bindung an ein Höheres oder den Dienst für es. Dem Liberalismus sei das Individuum selbst das Höchste. Anknüpfen könnte diese Kritik an Alexis de Tocqueville. Er stellte schon Mitte des 19. Jahrhunderts über Bürger (im Unterschied zu bewussten Staatsbürgern oder Republikanern) fest: Sie „sind niemandem etwas schuldig, sie erwarten sozusagen von niemandem etwas; sie gewöhnen sich daran, stets von den anderen gesondert zu bleiben, sie bilden sich gern ein, ihr ganzes Schicksal liege in ihren Händen“ (Tocqueville, Demokratie in Amerika). Bürgerliche Individuen kümmern sich vorrangig um ihr Privateigentum und ihr Privatinteresse. „Der Eifer, mit dem sie die kleinen Geschäfte betreiben, dämpft sie gegenüber den großen“ (Ebd.). Für letztere schlägt das Herz des rechten Patrioten.

Wirtschaftsbürger hegen Vorbehalte gegen „zu viel Staat“. Sie befürchten Einschränkungen ihrer Handlungsautonomie und zu hohe Steuern. Zugleich schätzen ökonomisch aktive Bürger den Staat in seiner Eigenschaft als Organisator von Infrastrukturen und Bedingungen des Wirtschaftens, die die Wirtschaftsbürger aus eigener Kraft nicht erstellen können. Auch aus anderen Gründen schlägt ein genuin (wirtschafts-)bürgerliches Bewusstsein in eine Affirmation des Staates um. Schon am frühen Bürger ließ sich eines beobachten: „Seine Unabhängigkeit erfüllt ihn im Kreis von seinesgleichen mit Vertrauen und Stolz, und seine Schwäche weckt in ihm von Zeit zu Zeit das Verlangen nach fremder Hilfe, die er von keinem von ihnen erwarten kann, da sie alle machtlos und kühl sind. In dieser Notlage richtet er natürlich seien Blicke auf jenes riesenhafte Wesen, das als einziges das allgemeine Hinabsinken überragt“ (Tocqueville).

Die AfD mutet dem rechten Patrioten als eine „Anschlussverwendung“ (Phillipp Rösler über die bei Schlecker beschäftigten Frauen) des Westerwelle-Liberalismus an, das sich das nationale Fähnchen anheftet wie eine ausgerissene Vogelfeder. Alice Weidel, früher tätig bei Goldman Sachs und Allianz Global Investors, erscheint als die inhaltlich leicht nach rechts verschobene Nachfolgefigur des früheren Chefs der „Egoistenpartei“ FDP, Guido Westerwelle. Und das penetrante Klagen, alle würden immer auf der AfD herumhacken, passe allein zu verwöhnten und passiven Gören. Die beim AfD-Klientel inflationär verbreitete Tour, mit Opfergetue Sonderrechte, Beistand oder Unterstützung erreichen zu wollen, widerspreche dem „männlichen“ Stolz auf Selbständigkeit und Stärke. Eine solche Kultur der Schwäche gilt dem rechten Patriot als Resultat eines Sozialstaats, der die Individuen „pampere“ und ihnen den Kampfgeist abgewöhne. Rechte Patrioten sehen nicht nur den Anti-Staats-Affekt der AfD mit Abscheu. Was ein rechter Patriot ist, der weiß von denjenigen AfDlern („Der Flügel“), die meinen, Nationales und Soziales verbinden zu wollen, dass sie faktisch den Sozialstaat stärken. Dieser wiederum aber schwäche so sicher wie das Amen in der Kirche die Bereitschaft dafür, sich als Kämpfer für die Größe Deutschlands zu betätigen und dergestalt ein starkes unbürgerliches Individuum zu sein. Es mache kein großes Gewese von dem, was ihm angetan werde, sondern konzentriere sich auf seine souveräne Taten.

Allerdings lässt sich der Liberalismus auch anders verstehen. Er ist nicht allein verknüpft mit dem Besitzindividualismus, sondern auch mit Grund- und Menschenrechten. Als deren Anwalt gilt die AfD gemeinhin nicht. Ihr erscheinen Grund- und Menschenrechte als lästiges Hindernis beim Unterfangen, gegen Migranten vorzugehen. Auch in Bezug auf vermeintliche oder wirkliche Straftäter ist der AfD zufolge keine Rücksicht geboten. Allerdings bleibt offen, wie weit AfDler dabei gehen. Wenn der rechte Patriot ihnen tendenziell so etwas wie eine liberale Weichei-Mentalität und mangelnde Härte zuschreibt, fragt sich, ob alle, die einen harten Staat befürworten, sich auch vergegenwärtigen, was mit ihm auf sie zukommt. Das Beispiel Singapur liefert dafür Anschauungsmaterial. Im Wikipedia-Artikel Singapur heißt es:

„In Singapur werden bei schweren Straftaten (zum Beispiel Vergewaltigungen), häufig aber auch bei einer Reihe von nach europäischem Maßstab als Ordnungswidrigkeiten zu betrachtenden Taten, zusätzlich zu einer Gefängnisstrafe auch Körperstrafen verhängt. Vollstreckt werden diese ausschließlich gegen Männer im Alter zwischen 16 und 50 Jahren, die altersunabhängig mit bis zu 24 Hieben in einem Durchgang auf das entblößte Gesäß gezüchtigt werden. Bei diesem sogenannten Caning wird der Delinquent über einen Prügelbock gespannt und erhält von einem speziell ausgebildeten Justizbeamten in einem festgelegten Verfahren mit einem langen Rohrstock schwere Schläge, die zu bleibenden Narben führen. Der Zweck ist das Erreichen maximaler Qualen bei kleinstem dauerhaften Schaden. Der dabei verwendete Rohrstock ist etwa 1,20 Meter lang und 13 Millimeter dick, jedoch extrem elastisch; die Ausbilder sind gehalten, mit dem Stock Geschwindigkeiten von mindestens 160 km/h zu erreichen und beim Auftreffen auf das Gewebe den Stock zu ziehen, um bei jedem Schlag die Haut aufzureißen.“ Nicht, dass der Liberalismus vor Härten gegen die Individuen schützt. Aber immerhin, so lautet ein Einwand gegen die Position unbürgerlicher Härte, bewahrt er vor offiziell vorgesehenem und explizit angeordnetem Prügelstrafen-Sadismus. Wenn Polizisten, wie in Hamburg publik geworden, Demonstranten mit „Schmerzgriffen“ traktieren, stößt das in der Öffentlichkeit auf Protest.

Der rechte Patriot wird kaum Einwände dagegen haben, dass bei den AfDlern das Nach-unten-Treten gegen die Migranten eine große Rolle spielt. Er wird aber meinen, der AfD fehle eine eigene substanzielle positive Idee für die Nation. Die Rede vom „christlichen Abendland“ sei nicht mehr als das undeutliche Kontrastbild zur „islamischen Gefahr“. Entsprechende Werte würden von AfDlern nicht mehr praktiziert oder gefüllt als von Nicht-AfDlern. (Vgl. auch die Häufung von Delikten bei AfD-Bundestagsabgeordneten, vgl. u. a. https://www.welt.de/politik/deutschland/article176088649/AfD-und-Justiz-Fast-jeder-zehnte-AfD-Abgeordnete-hat-Aerger-mit-dem-Gesetz.html). Saubermänner und -frauen sehen anders aus, meint der rechte Patriot.

Schon angesichts des bescheidenen Ansinnens, auf ein bisschen Tempo beim Autofahren zu verzichten und einige Unbequemlichkeiten zu erdulden, benähmen sich die AfD-leader wie Anführer einer Autofahrer-Partei. Wo Ökos für Verzicht zugunsten von Mutter Erde eintreten, sehen AfDler einen „Krieg gegen die Autofahrer und das Auto“. Wer so fixiert auf seine partikularen Interessen sei, mit dem sei kein Staat zu machen. Dabei könnten AfDler sich zumindest in einem bei den radikalen Ökos etwas abgucken. Wenigstens sie hätten einen positiven Begriff vom Opfer. Bei der AfD herrsche stattdessen kleinlicher Krämergeist und ebenso ängstliche wie fanatische Besitzstandswahrungsmentalität. Meckerer und Motzer, die an allem Anstoß nehmen, was ihrem überkompensatorisch aufgeblähten Ego als Kränkung erscheint, bilden eine traurige Truppe. Sie sei das extreme Gegenteil zu dem, was von Leuten, die ihre Nation radikal nach vorne bringen wollen, an Mentalität und Charakter geboten werden müsse, meint der rechte Patriot. Beim AfD-Personal handele sich um Leute, die „die nationale Sache“ zum Anlass nehmen für Pöstchenjägerei und Pfründnernteressen sowie Profilneurose und Geltungssucht. Die Dominanz von Ressentiment und Neid lasse es nicht zu, nach so etwas wie „zeitgemäßem Heroismus“ (Dieter Thomä: Warum Demokratien Helden brauchen. Berlin 2019) auch nur ernsthaft zu fragen.

Der rechte Patriot meint: Die AfD ist gegenfixiert auf all das, was sie für eine Bevormundung des freien Individuums hält. Dieses Plädoyer für die Freisetzung individueller Beliebigkeit, die Diversifizierung individueller Lebensstile und der Kult partikularer Distinktion (jeder anders als der andere) gilt vom Standpunkt des starken Staates als billigende Inkaufnahme von Unsicherheit. Zugleich tut die AfD an anderer Stelle so, als gehe es ihr um Sicherheit. Sie spielt in Bezug auf die Klimakrise die Unmöglichkeit einer 150% richtigen wissenschaftlichen Aussage über die zukünftige Entwicklung gegen jede Aussage über das Klima aus. Im AfD-Grundsatzprogramm heißt es: „Die Aussagen des Weltklimarats, dass Klimaänderungen vorwiegend menschengemacht seien, sind wissenschaftlich nicht gesichert. Sie basieren allein auf Rechenmodellen, die weder das vergangene noch das aktuelle Klima korrekt beschreiben können“. Dazu bemerkt Hans Babendreyer zu Recht: „‚Vorwiegend’ – also doch so ein bisschen? Und wie korrekt ist ‚korrekt’? Welche Kommastelle? Und ‚nicht gesichert’? Wie sicher ist ‚sicher’? Auch medizinische Diagnosen sind oft nicht ‚sicher’ – die einzige wirklich sichere stellt der Pathologe nach Sektion der Leiche – aber man wird doch lieber auf hinreichenden Verdacht hin behandeln.“ Was für ein durchschaubarer Advokatentrick, mit unerfüllbaren Anforderungen an die Sicherheit wissenschaftlicher Aussagen ein von negativen Entwicklungen des Klimas freies Dasein zu verspielen.

Protest gegen die AfD im Bundestag (37851513826).jpg

Die AfD nimmt in Bezug auf die EU den Standpunkt nationaler Souveränität und Unabhängigkeit ein und ignoriert beflissen den positiven Beitrag der EU zum Erfolg der „deutschen Wirtschaft“. Diese Partei spielt ein Gefühl nationaler Ungebundenheit gegen den Nutzen von internationaler Vernetzung für die deutsche Wirtschaft aus. Die AfD zeigt in ihrem Protest gegen vermeintliche oder wirkliche Beschränkungen individueller Freiheit Sympathie für ein Minimalstaatskonzept. Diese Partei stellt die Möglichkeit des Individuums, so zu handeln, wie es ihm beliebt, über die Macht des Staates. Zugleich spricht sich die AfD für eine starke Nation aus. Diejenigen in der AfD, die einen starken nationalen Sozialstaat befürworten, widersprechen damit aber wiederum faktisch der Vorstellung des auf sich gestellten starken Individuums. Die Parteinahme für einen starken nationalen Sozialstaat steht neben dem Plädoyer für möglichst wenig Staat, das im Protest gegen Einschränkungen der individuellen Willkürfreiheit steckt. Der Staat soll, so die AfD, nach außen gegen andere Nationen und vor allem gegen Migranten Stärke beweisen, im Inneren aber sich klein machen, wenn es um Opfer der Individuen für die Nation geht. Die AfD agiert nicht nur gegen den „Soli“ wie eine Steuersenkungspartei. Der Staat soll nach Ansicht der AfD ein möglichst billiger Dienstleister sein, seine Leistungen gelten der gleichen Partei aber überall als zu wenig.

Die Anhänger der AfD müssen, wenn sie einen ihrer Standpunkte vertreten, andere im gleichen Moment vergessen. Sie können nur von einer Position zur anderen driften. Die verschiedenen AfD-Positionen passen nicht zusammen. Sie widersprechen einander.

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Grafikquellen      :

Oben       —    Keine Alternative für Deutschland. Aufkleber gegen die Partei Alternative für Deutschland, in SVG Format.

Source Own work
Author Weeping Angel

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2.) von Oben        —     AfD-Bundestagsfraktion, während einer Plenarsitzung im Bundestag am 11. April 2019 in Berlin.

  • CC BY-SA 3.0 deDie Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Person(en) beschränken bestimmte Weiterverwendungen des Bildes ohne dessen/deren vorherige Zustimmung.Hinweise zur Weiternutzung
  • File:2019-04-11 AfD Fraktion im Bundestag by Olaf Kosinsky-7946.jpg

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Unten      —         Protestaktion gegen die AfD vor der Konstituierung des Bundestages. Foto: Martin Heinlein

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DIE * WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2020

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Von Corona bis Dornap: Über den Tourette-Schub im Beamtenchor, inkompetente Spargel-Studenten und mimosige Meuthen-Manöver. Radelnd gegen die Regeln verstoßen, europäische Waffen gegen Orbán und dann bitte endlich die virtuelle Stadion – Bratwurst.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Lotsen, Lokführer, Piloten würden genau jetzt streiken.

Und was wird besser in dieser?

Medizin- und Pflegepersonal leihen sich Claus Weselsky.

Viktor Orbán, Ministerpräsident Ungarns, nutzt die Coronakrise, um ein Notstandsgesetz durchzubringen. Dadurch kann er per Dekret regieren, das Parlament wird obsolet. Wie viel lässt sich die EU noch gefallen?

Notstandsgesetze sind zu befristen, ein unabhängiges Parlament muss sie aufheben können und dazu ist Meinungsfreiheit notwendig. Lässt man die drei Essentials weg, hat man Diktaturspaß wie sonst nur Erdoğan mit seinem fantastischen Gülen-Spuk oder gleich Hitler mit dem Reichstagsbrand. Ursula von der Leyens machtvolle Schmähung, „falls nötig, wird die EU-Kommission handeln“, müsste einen humoristisch begabten Orbán zu der Frage treiben, was zum Teufel er denn noch anstellen muss, um rauszufliegen. Ungarns Mitgliedschaft in der „Europäischen Volkspartei“ ist bereits suspendiert, Parteifreundinnen Merkel, Kramp-Karrenbauer und die Kommissionspräsidentin könnten ihn behutsam mit dem Ausgang vertraut machen jetzt. Der Europäische Gerichtshof kann Orbáns Macht überprüfen; EU-Gelder können von seinem Urteil abhängig gemacht werden. Das Arsenal der Waffen ist da, von der Leyen als Pazifistin ungewohnt.

Mehrere Bundesländer haben vergangene Woche Bußgeldkataloge für Verstöße gegen die Corona-Verordnungen beschlossen. In Berlin drohen Strafen von bis zu 25.000 Euro. Wie oft haben Sie bereits gegen die Verordnungen verstoßen?

Ich fuhr Samstag die frühlingshaft belebte „Nordbahntrasse“ längs Wuppertal (Schal vorm Mund, 2 Meter zum nächsten Rad). Und hätte von Sprockhövel bis Dornap ca. 10.000 Anregungen für Spontanverhaftungen geben können. Ich bin safe, die anderen nerven halt schon. Die je nach Bundesland uferlosen Spezialregeln lesen sich wie ein harter Tourette-Schub im Beamtenchor, doch – der Tag, an dem wir einen autoritären Nationalstaat bejubeln ist so auch nicht zu haben.

Im Kampf gegen das Virus sollen nun freiwillige Apps helfen. Würden Sie sich eine Tracking-App runterladen?

Quelle        :     TAZ         >>>>>         weiterlesen

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DL – Tagesticker 06.04.2020

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Ja – einmal im Leben etwas zu schaffen was nicht auf  Glauben basiert – etwas wofür Wissen benötigt wird ! Auf den Rückweg vom Bäcker traf ich heute in der  Früh einen Nachbarn und dieser schimpfte auf die Chaostage. Ich antwortete ihn , er sei doch sonst immer so Bibelfest und Staatstreu gewesen. Er sagte mir, ich hätte doch überwiegend mit meiner Meinung recht gehabt.  Aber – sagte ich, das Papier kannst du doch jetzt als Ersatz für das fehlende Klopapier einsetzen und die Fahne ersetzt dann das „Angefeuchtete Wisch und Weg“.  Ob sich denn der gelbe Streifen ein wenig mehr ins braune färbt bemerkt die Merkel ehe nicht, wenn sie des Abends in den bekannten Stechschritt ihre Noch-Anwesenheit dokumentiert.

„Anne Will“

1.) „Ärzte basteln abends Masken am 3-D-Drucker“

Zwei Wochen schon steht Deutschland weitestgehend still. Mindestens zwei weitere Wochen wird das auch noch so bleiben. Anne Will zog in ihrer Sendung eine Bilanz über den bisherigen Erfolg der Maßnahmen.  Die Lungenärztin Martina Wenker berichtete von einer katastrophalen Versorgung mit Schutzausrüstung. Die gleichen Probleme schilderte auch die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Christel Bienstein. Diese Probleme will die Bundesregierung schnellstmöglich lösen, versicherte Bundesfinanzminister Olaf Scholz und zeigte sich dabei optimistisch.

Welt

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Was gestern schwamm  in trüben Tassen lässt Heute auch die „Sueddeutsche“ erblassen. Hieß es nicht früher : „Heute noch auf hohen Rossen – Morgen durch die Brust geschossen. Das bekannte Leben von „Söldnern und Experten“, der  dumm-dreisten Politiker -Innen, ganz ohne jegliches Eigenwissen.

Corona-Krise in Deutschland:

2.) Wenn Virologen zwischen Expertise und Spekulation schwanken

Es gibt eine Kategorie von Fragen, die Deutschlands bekanntester Virologe seit Beginn der Krise immer gleich beantwortet. Sobald es um die Bewertung politischer Entscheidungen geht, sagt Christian Drosten sinngemäß: Ein Wissenschaftler ist kein Politiker. Er hat kein Mandat für politische Entscheidungen. Sofern er seriös ist, spekuliert er nicht. Der Leiter der Virologie an der Berliner Charité hält sich ziemlich eisern an dieses Prinzip. Wenn der Berater der Bundesregierung über seine persönliche Sicht auf einzelne Maßnahmen spricht, dann dezidiert als Privatmensch – zum Beispiel, wenn es um das Tragen von Masken im Supermarkt geht.

Sueddeutsche-Zeitung

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Sagt Mensch nicht immer: „Geschichte wiederholt sich.“ Kennedy wurde  erschossen.

Waffenverkäufe in den USA:

3.) Pistolen gegen Viren

Die Waffenverkäufe steigen in den USA mitten in der Coronavirus-Krise stark an. Offenbar haben viele Bürger Angst vor Unruhen – und wollen aufrüsten. Die ältere Frau – ihr Name bleibt ungenannt – hätte nie gedacht, dass sie sich eines Tages eine Waffe kaufen würde. Wegen der Corona-Krise hat sie ihre Meinung jedoch geändert: „Ich bin alt und lebe allein“, sagt die Dame aus Oregon dem US-Magazin New Yorker. Man wisse ja nicht, ob es zu Unruhen kommen werde. „Die Welt ist nicht mehr, was sie einmal war.“ In einem Waffenshop in Hood River, knapp 100 Kilometer von Oregon entfernt, hat sie sich für eine halbautomatische Pistole entschieden. 30 Kugeln passen ins Magazin. Damit wolle sich die Frau vor Einbrechern schützen, steht im New Yorker. „Wenn in zwei Monaten in den Städten der Hunger um sich greift, werden sie kommen“, sagt sie. Und kauft sich insgesamt 16 Schachteln Munition. Eine kurze Sicherheitsüberprüfung reicht, dann darf sie ihre Ware mitnehmen.

Zeit-online

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Erfand nicht Adenauer schon die geltende Gesetze zwecks Entmächtigen des Volkes zu schleifen ? Warum sollten die einsitzenden Platzhalter der Parteien im Bundestag heute anderer Meinung sein ? Reichst du einer Macht deinen Finger, wird er immer die Hand nehmen.

Debatte um Handlungsfähigkeit

4.) Grundgesetzänderung für Bundestag-Notfalllösung?

Wie kann der Bundestag noch Gesetze beschließen, wenn viele Abgeordnete Corona-bedingt nicht kommen können? Parlamentspräsident Schäuble kann sich zwei Lösungen vorstellen. Für beide müsste aber das Grundgesetz geändert werden. Das stößt auf starken Widerstand. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) stößt mit Überlegungen für eine Grundgesetzänderung, die das Parlament in der Corona-Krise handlungsfähig halten soll, auf Ablehnung bei den Fraktionen. „Krisen sind für Verfassungsänderungen kein guter Ratgeber“, sagte der FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Christian Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Solche Vorschläge sollte man in ruhigeren Zeiten besprechen.“ Ähnlich argumentierte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch, der der „Süddeutschen Zeitung“ sagte: „In Krisenzeiten das Grundgesetz verändern zu wollen, verbietet sich – die Linke wird das nicht unterstützen.“

Abendzeitung

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Die meisten Politiker akzeptieren alles – wenn sie persönlich davon profitieren !

Europa streitet um Corona-Bonds:

5.) „Ich denke, Deutschland kann das akzeptieren“

Am Dienstag wollen die EU-Finanzminister beraten, mit welchen Mitteln sich die Gemeinschaft gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie stemmt. Doch von Einigkeit ist Europa noch weit entfernt. Vor einer richtungsweisenden Videokonferenz der EU-Finanzminister verschärft sich der Streit über die angemessene finanzielle Feuerkraft gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Im Zentrum steht die Diskussion über sogenannte Corona-Bonds, also gemeinsame Anleihen der EU-Mitglieder zur Finanzierung der EU-Staaten. EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sprach sich dafür aus, die Bundesregierung lehnt sie weiter ab.

Focus

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Interessiert es eigentlich irgend jemanden wenn Eine/r dieser Diktatoren-Innen im Krankenhaus oder Quarantäne liegt?  Sehen wir das einmal von der anderen Seite : Wer von den Machthabern hat sich je darum gekümmert wenn ein/e Wähler-Inn ins Krankenhaus eingeliefert wird ? Die Bürger-Innen sollten sich daran gewöhnen Gleiches mit Gleichen zu vergelten. Es wäre der Beginn zu mehr Gerechtigkeit?

Britischer Premier

6.) Boris Johnson wegen Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus

Der britische Premierminister Boris Johnson hat auch zehn Tage nach seinem positiven Corona-Test noch Covid-19-Symptome. Er sei zu „Tests“ vorsorglich in eine Klinik gebracht worden, teilte Downing Street mit. Johnson habe auch zehn Tage nach seinem positiven Corona-Test noch „hartnäckige Symptome“, sagte eine Sprecherin zur Begründung. Dazu gehöre Fieber. Ob er seine Amtsgeschäfte weiterführen kann, war zunächst unklar. Sein Stellvertreter wäre Medienberichten zufolge Außenminister Dominic Raab.

Spiegel-online

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7.) Der neue Corona-Strafenkatalog ist da

Auf einer Parkbank ein Buch lesen, das von mehr als zwei Menschen handelt: 500 Euro

Sich selbst öffentlich die Hand geben: 1000 Euro

Sich auf der Straße räuspern: 1000 Peitschenhiebe

Mehr als drei Menschen gleichzeitig beobachten: eine Nacht in der Zelle

Sich ins Gesicht fassen: ein dreistündiger Podcast-Vortrag von Winfried Kretschmann und Markus Söder.

Titanic

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Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen        :

Oben     —    DL / privat – Wikimedia  Commons – cc-by-sa-3-0.

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