DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Archiv für Februar 12th, 2020

Klinsmann kapituliert

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2020

Flucht des Messias

Austria vs. USA 2013-11-19 (067).jpg

Von Johannes Kopp

Jürgen Klinsmann gibt überraschend sein Traineramt bei Hertha BSC auf und deutet interne Unstimmigkeiten an. Dem Klub drohen Grabenkämpfe.

Die große Show dauerte 76 Tage an. Viel Raum nimmt die Amtszeit von Trainer Jürgen Klinsmann in der fast 118-jährigen Geschichte von Hertha BSC Berlin wahrlich nicht ein. Aber das knappe Kapitel, das er hier geschrieben hat, so viel lässt sich bereits jetzt sagen, wird unvergessen bleiben.

Ende November letzten Jahres kam er aus Los Angeles eingeflogen. Es drängte sich damals der Eindruck auf, der lang ersehnte Erlöser sei da beim Viertletzten der Fußball-Bundesliga gelandet. Die Überraschung war so groß wie das Entzücken. Manager Michael Preetz schwärmte schon mit seinen ersten Worten von der Strahlkraft des Weltmeisters von 1990. Neun Spieltage später ist Klinsmann abgetreten, wie er gekommen ist: völlig überraschend. Und mittlerweile dürfte es gar einige Hertha-Fans geben, die das nach den letzten Auftritten des Teams auch als Erlösung empfinden.

Ohne Abstimmung mit dem Verein setzte der 55-Jährige via Facebook die Öffentlichkeit von seinem Rückzug bei Hertha in Kenntnis. Unstimmigkeiten im Verein haben offenbar den Ausschlag gegeben. Klinsmann schrieb: „Als Cheftrainer benötige ich allerdings für diese Aufgabe […] auch das Vertrauen der handelnden Personen. Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente. Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden.“

Michael Preetz zeigte sich am Dienstag völlig perplex: „Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen.“

„Größenwahnsinnige Ziele“

Über 80 Millionen Euro gab Hertha unter der Regie von Klinsmann und mit der großzügigen Unterstützung von Investor Lars Windhorst in der Winterpause aus. So viel wie weltweit kein anderer Klub. Schon bei seinem Amtsantritt verblüffte Klinsmann, der eigentlich nur den Übergang bis zum Sommer gestalten sollte, mit seinen weitreichenden Personalumbau im Verein.

Groß war die Kluft zwischen dem behaupteten Möglichen und dem Realen

Er trat mit einem vielköpfigen Betreuerstab an und pflegte mit eigenwilligen Entscheidungen seinen Ruf als großer Macher und Visionär. Andreas Köpke, der Torhütertrainer des DFB-Nationalteams, wurde für einen Monat angestellt, als erster Performance Manager der Bundesligageschichte wurde der ehemalige Hertha-Spieler Arne Friedrich vorgestellt.

Quelle         :           TAZ            >>>>>         weiterlesen

Rücktritte, gebt uns Rücktritte!

Die K-Frage

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Von Uli Hannemann

Es sind Chaostage in good old Deutschland. Einige immerhin können noch Verantwortung übernehmen und hauen in den Sack.

Kaum hat sich „Sabine“ hinter die Gardine zurückgezogen, da erschüttern Rücktrittsmeldungen unser anscheinend noch nicht genug gezaustes kleines Land: Die drei Ks, Klinsmann, Kramp-Karrenbauer, Kardinal Marx – sie wollen alle drei nicht mehr.

Der Münchener Erzbischof Kardinal Marx verkündet seinen Rückzug vom Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Nach außen gibt er Altersgründe an, doch letztlich dürfte ihn der Kampf mit dem Rapistenflügel um den Kölner Kardinal Woelki zermürbt haben.

Annegret Kramp-Karrenbauer wiederum verzichtet auf die Kanzlerkandidatur und mittelfristig auch auf den CDU-Vorsitz. Zeitlich verbunden wirkt der Entschluss mit ihrem Unvermögen, in der Affäre Kemmerich die Thüringer CDU zu bremsen.

2019-11-23 Annegret Kramp-Karrenbauer CDU Parteitag by OlafKosinsky MG 6506.jpg

Deren Fraktionsvorsitzender Mike Mohring hat die offizielle Linie und damit auch seine Vorsitzende verraten. Allerdings ist es derart untypisch für diese Partei, dass ihre Leute die Verantwortung dafür übernehmen, was unter ihnen, geschweige denn über, neben oder auch nur in ihnen vorgeht, dass man automatisch nach den echten Gründen weiter­forschen will.

Schwabe-Kalifornier-Gemisch

Hohe Frustration mit dem nachfolgenden Gefühl der Überforderung möchte man sowohl bei Kramp-Karrenbauer als auch bei Marx kurzdiagnostizieren. Ganz anders unser dritter Rücktritt der Woche: Jürgen Klinsmann, der Trainer des Fußballbundesligisten Hertha BSC. Der Wahl-Weddinger hinterfragt andere kaum und sich selbst schon mal gar nicht.

Da mischt sich der Schwabe ungut mit dem Kalifornier; gierige, provinzielle und rechthaberische Kleinbürgerlichkeit mit oberflächlichem und angesichts der Umstände (Jahrhundertwaldbrände, Jahrtausenderdbeben, Tabellenvierzehnter) notorisch unangebracht wirkendem Sunnyboy-Optimismus. Alles in allem ergibt das eine Mentalitätskombination aus der Hölle.

Quelle        :      TAZ          >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen           :

Oben         —          Friendly-match Austria vs. USA (1:0) in the Ernst-Happel-Stadion in Vienna at 2013-03-22. – The photo shows the teamchef of USA Jürgen Klinsmann.

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2.) von Oben      —           Reinhard Marx   — Bischofsstab, von Häftlingen angefertigt im KZ Dachau für Priesterweihe von Karl Leisner

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Unten           —       Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem CDU Parteitag 2019 am 23. November 2019 in Leipzig.

CC BY-SA 3.0 de

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Thüringen – kaputt ./. ganz?

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2020

Wahl des Eintags-Ministerpräsidenten in Thüringen

File:Thomas-Kemmerich-Und-Gerald-Ullrich.jpg

Quelle        :     untergrund-blättle CH.

Kommentar zur Wahl:   von Jens Störfried

Neben Bratwürsten und Klösen ist Thüringen für seine wunderschöne Landschaft bekannt: Hier gibt es den Naturpark Hainich, die Bleilochtalsperre, den Rennsteig und viele andere Flächen mehr.

Das einzige was fehlt, ist eine Küste, ein Meer – aber dann wäre es eben nicht mehr Thüringen. Auch in die politische Landschaft Thüringens lohnt sich ein Ausflug, bietet sie doch eine Vielfalt ohne Gleichen. Doch recht gleich und einig sind sich die Menschen dort scheinbar nicht. Deswegen richtet ja die halbe Medienlandschaft gerade ihren Blick auf das geographische Herz Deutschlands: Weil sich die politisch-kulturelle Spaltung dieser Provinz mit 2,13 EinwohnerInnen dort wie unter einer Käseglocke beobachten lässt.

In Thüringen sehen wir, dass es nicht reicht. Das es eben nicht genug ist. Nicht genug, zum Weiterregieren, für das sozialdemokratisch-progessive Lager unter dessen Regentschaft mehr Menschen als zuvor abgeschoben wurden, dessen Anführer sich klar von „der“ Antifa distanzierte und ihr faschistische Methoden vorwarf; ein Regime welches Feiertage als Wahlgeschenke einführte – warum auch nicht?- ohne beispielsweise das Schulsystem gründlich zu reformieren oder soziale Umverteilung nach unten zu fördern.

Allerdings wissen wir, dass es weit schlimmer kommen kann. Leute, die politisch denken und fühlen, wissen, dass es schon Unterschiede macht, welche RepräsentantInnen in welchen Sesseln sitzen, was sie dort so treiben und wessen Hände sie schütteln. Daher die Rede vom „Dammbruch“, von der Katastrophe, vom Skandal der es wäre, einen selbstverliebten Unternehmertypen ins Amt des Ministerpräsidenten zu hieven, der dann halt die Regierung einsetzt – weil sie es ja nicht sein lassen können, weil ja immer irgendwie regiert werden müsste. Der Knackpunkt dabei ist, dass ein Viertel der Wahlstimmen und Sitze im Landtag auf eine Partei entfallen, die gar nicht demokratisch, sondern in ihrem Kern faschistisch ist. Wenn sich der ach so bürgerliche Kandidat Kemmerich von Faschisten wählen lässt – dritter Wahlgang hin oder her, wir wissen, es war abgesprochen -, untergräbt er somit also die heilige Demokratie, lautet die Schlussfolgerung, welche zurecht zum Aufschrei durchaus anständiger Personen führt. Alle kennen die deutsche Geschichte. Gelernt haben sie selten daraus.

Nun ja, die deutlichen Ansagen von JournalistInnen, Kulturschaffenden, Merkel, über andere CDU-Grössen, SPD und Grünen-Führungsriegen, aber auch aus Reihen der Liberalen selbst, überraschen schon etwas. Äusserst lehrreich ist hierbei das Hickhack, wer wem was sagen kann, meint sagen zu müssen oder glaubt sagen zu können. Nicht zu Letzt zeigen sich hierbei Konflikte innerhalb der demokratisch-bürokratischen Institutionen und das Kompetenzgerangel von Bund und Ländern. Nebenan in Sachsen ist ja längst klar, dass die Konservativen regional faktisch mit den Faschisten kooperieren, die dort ein Drittel der Landtagssitze besetzen – wie sollte es auch anders sein, schliesslich will man gemeinsam dieses Land voranbringen.

Aber diese Entwicklungen passen dem politischen Establishment auf Bundesebene und in anderen Provinzen nicht, weil es seine Machtbasis zurecht bedroht sieht und ebenfalls spürt, dass es sein kann, dass in den staatlichen Institutionen und Bürokratien bald ganz andere Saiten aufgezogen werden könnten, wenn sie den Weg dafür frei machen. Eben darum lässt man sich nicht von Faschisten wählen – patriarchaler Unternehmertyp mit autoritärem Charakter hin oder her. Kemmerich selbst ist, wohlgemerkt, zwar Aushängeschild der Miesere und hat sicherlich kräftig hinter geschlossenen Türen mit geklüngelt. Eigentlich ist er jedoch eher der Ausdruck und Inbegriff des demokratischen Schlamassels, statt jener vorantreibende Akteur, als welcher er sich darstellt.

Ist das der richtige für den wilden Osten: Thomas K., mit Strohhalm zwischen den Zähnen, fest gebundener Krawatte, die Hand am Revolver, die andere am Smartphone mit dem Unternehmerverbänden chattend und einem klaren Blick für Regierungsgeschäfte? Einer muss es ja machen! (Ganz abgesehen davon, dass es auch nicht ausgeschlossen ist, das seine Partei durch Wahlbetrug in den Landtag einziehen konnte – aber das werden wir wahrscheinlich nie erfahren.)

Nein ernsthaft: Die Absprache zwischen FDP und AfD kommt nicht von ungefähr. Die Klasseninteressen, welche beide Parteien vertreten, schliessen einander keineswegs aus und in wirtschaftspolitischer Hinsicht lassen sich sicherlich Kompromisse in Hinblick auf Fragen zu eventuell protektionistischen Vorhaben erzielen. In der kulturellen Dimension scheint zumindest der rechtsliberale Kemmerich-Kreis ohnehin keinen grossen Sprung zum hart konservativen Lager machen zu müssen. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte der Eintagsministerpräsident sich nicht von den Faschisten wählen lassen und dies nachträglich als Ausrutscher darstellen brauchen, der er nicht war.

Warum die AfD-Abgeordneten ihn gewählt haben, ist völlig klar: Sie festigen ihre Macht in jedem Fall, ob als Unterstützende des „bürgerlichen“ Lagers oder in ihrer Rolle als asoziale Täter-Opfer-Verdrehungs-Opposition. In dieser kann sie fest auf ein UnterstützerInnen-Milieu bauen, dass die Schnauze schon lange voll hat, mit dem demokratischen Rumgeeiere, der „Klimahysterie“, dem „Gender-Mainstreaming“, dem „Sozialamt-der-Welt-sein“, dem „linksgrünversifften Establishment“ und so weiter (Wir kennen dieses wahnhafte Weltbild – es nicht zu verstehen, ist Ausdruck unserer psychischen und ethischen Integrität).

2020-02-05 Thüringer Landtag, Wahl des Ministerpräsidenten 1DX 3020 by Stepro.jpg

Warum 25% des Wahlvolks sich genau für die AfD entschieden haben und was diese Leute bewegt, was ihre Ressentiments möglicherweise auch mit dem Versagen demokratischer Politik im Kapitalismus zu tun haben – das ist in diesen Tagen irgendwie gar kein Thema. Und bestätigt diejenigen in ihrem Eindruck aus ihrem – wie auch immer begründeten – Gefühls des Wir-sind-schon-immer-verarscht-worden, heraus getreten zu sein und einen klaren Mittelfinger gezeigt zu haben. Und zwar allen, die aus irgendwelchen Gründen daran schuld sein könnten, dass sich die eigenen Lebensvorstellungen nicht erfüllt haben…

Spannender auf Parteiebene ist tatsächlich die Rolle der CDU, die mit ihrem Links-Rechts-Blinken-und-Abgrenzen einen Schlingerkurs gefahren ist, bei dem einem schon mal ordentlich unwohl im Magen werden kann. Wo der Wille zum Regieren stark, aber der zahlenmässig bestimmte WählerInnen-Wille zu schwach ist, entsteht offenbar solch verwirrendes Agieren als Ausdruck einer massiven Identitätskrise. Die FDP ihrerseits hat offensichtlich immer was zu kompensieren. Man könnte meinen, ihre AnhängerInnen und Chefs beuten die arbeitende Bevölkerung doch schon genug aus, sodass sie sich ihre SUVs und Immobilien kaufen können, wie und wo es ihnen beliebt. Das reicht ihnen aber nicht, immer reicht es nicht, bis sie feststellen, dass man Geld nicht essen kann. Dann aber dem anderen West-Onkel, dem Roten, vorwerfen, es wäre von ihm vermessen gewesen, sich ohne gesicherte Mehrheit im Landtag zur Wahl zu stellen – irgendwie eigenartig.

Doch immerhin: Wer kann bei diesem gelungenem rechten Prank der „Bürgerlichen“ noch sagen, dass Politik nicht auch spannend sein kann! Blöderweise soll man immer, wenn es gerade richtig spannend ist, mit dem Spielen oder Fernsehen aufhören und zum Essen kommen oder ins Bett gehen. Namhafte BundespolitikerInnen und andere Autoritäten fordern es ganz deutlich: Hört auf mit dem Feuer zu spielen! Das ist nicht mehr lustig! Es reicht jetzt! Noch so nen Ding und wir schicken die Reichswehr! (Natürlich nicht ernsthaft, denn es ist ja keine sozialistische Regierung.) Was ergo folgt, ist die Aufforderung, Neuwahlen zu machen, etwa, indem der frische gelb gebackene Ministerpräsident sogleich zurücktritt und der Landtag sich auflöst oder mittels anderer parlamentarisch-bürokratischer Kniffe, die ich nicht kenne und die mich nicht interessieren.

Da haben wir wohl falsch gewählt – wiedermal. Naja, nicht so schlimm. Es sind ja nur ein paar Stimmzettel, die können einfach noch mal ausgegeben werden. Vielleicht empfinden es viele BürgerInnen sogar als demokratischen Fortschritt, wenn das Parlament einmal im Jahr gewählt wird? Oder sogar alle halbe und wenn es sich dann im Anschluss nach ein paar formellen Floskeln sogleich wieder auflöst. Dann wird eben mal nicht regiert, sondern einfach so vor sich hingewurschelt in den Rathäusern und Behörden. Wäre ja eigentlich kein grosser Unterschied zum status quo und bei dem gerät die Welt ja auch nicht aus den Fugen, obwohl wir in der alltäglichen Apokalypse leben…

Also mal ehrlich, was soll sich denn nach Neuwahlen ändern, ausser, dass die CDU weiter abkackt und die Grünen vielleicht noch unter die 5%-Hürde rutschen? Okay, vielleicht fliegt die FDP ja wieder raus – dann hätten wenigstens alle das Gefühl einen Sündenbock für das (un)demokratisch-unartige Kuddelmuddel abgefertigt zu haben. Nicht, dass ich darüber nicht herzlich lachen würde – allein, das Problem ist deutlich grösser: Man kann nicht sagen, demokratische Legitimation geschieht durch Wahlen und wenn‘s einem nicht passt, dann wird so lange gewählt, bis die und die Gruppen des politischen Establishments damit zufrieden sind. Denn wenn es um die Zufriedenheit aller ginge, würden ihre Bedingungen und Möglichkeiten sicherlich nicht über die repräsentative Demokratie ausgehandelt werden. Genau das zeigt sich doch in dieser dilemmatischen Situation.

Das führt zu einem anderen demokratischen Grundproblem: Wo ist der linke Mob, wenn man ihn braucht? Eine Bild-Reporterin betonte im Handy-Video vor der Berliner Parteizentrale der FDP wie unheimlich wütend die Schilder-haltenden Leute davor wären. So richtig aufgebracht und gefährlich sahen sie meiner Wahrnehmung nach eigentlich nicht aus. Nein, was wir in den emanzipatorischen sozialen Bewegungen – trotz ihrer vielen positiven Aspekte und dem unglaublichen Engagement vieler bewegter Leute – sehen, ist, dass die selbst-bewussten AkteurInnen fehlen, welche statt auf den demokratischen Zirkus hereinzufallen, sozial-revolutionäre Politik machen wollen.

Verständlich, dass die autoritäre Neue Rechte uns Angst macht. Mehr als „schlimm, schlimm“, „böse, böse“ oder „blöd, blöd“ höre ich jedoch selten aus Reihen der Linken. Hennig-Wellsow ist ein abschreckendes Beispiel für die Auswüchse linksparteilicher Machtpolitik, ähnlich wie die nationalistischen Wagenknechte und -mägde. Susanne simuliert bloss, dass die Linkspartei die parlamentarische Vertretung emanzipatorischer sozialer Bewegungen wäre, während Sahra provokativ-orthodox eine geeinte soziale Bewegung gleich selbst imitiert… Genau dies ist der Grund, dass die SozialdemokratInnen immer nur an der Oberfläche kratzen können und keineswegs per se für eine Stärkung der Demokratie als praktizierte Lebensform von Menschen stehen.

So wie Rot-rot-grün auf die Heuchelei und Taktiererei der Thüringer CDU-VertreterInnen reingefallen und völlig aus dem Häuschen ist, so wie alle irgendwie gerade ganz aufgeregt und verwirrt sind und noch mal live lernen können, wie das mit der Demokratie so funktioniert, so fallen auch die Basislinken auf das ganze Spektakel rein. Ja, die AfD muss von der Staatsmacht ferngehalten werden, weil sie die Spielräume jeglicher emanzipatorischer Politik massiv einschränkt und denen, die eh sichtbar ausgeschlossen, ausgebeutet und unterdrückt werden, noch mal zusätzlich das Leben erschwert. Doch wenn Leute demokratische Entscheidungen und Verfahren nicht akzeptieren, wenn sie ihnen nicht passen, können sie sich schwerlich selbst als demokratisch bezeichnen.

Das heisst, entweder sie spielen das Politikpoker mit. Oder sie lassen es halt sein und formieren sich als autonome und handlungsfähige AkteurInnen, die Visionen entwickeln, wie diese Gesellschaft tatsächlich zum besseren verändert werden kann, was sie in ihre eigenen Hände nehmen. Denn von der besseren schlechten Regierung und ihren AnhängerInnen wird solch eine Konzeption nie entwickelt werden können. Durch sie bekommen wir lediglich die andere Seite der Medaille präsentiert, dringen aber in unserem Denken und Handeln als Wenige nie weiter zu den Strukturen der Herrschaftsordnung vor.

Am Ende ist er erst mal zurückgetreten, der Kemmerich, und wir kreuzen halt noch mal neu an oder auch nicht. Die eigentlichen sozialen Auseinandersetzungen finden aber wie immer woanders statt und haben oft viel direkter mit uns zu tun, als wir meinen.

Für eine selbstbewusste und visionäre emanzipatorische Graswurzelbewegung!

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Creative Commons Lizenz (CC).

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Grafikquellen       :

Oben     —       Thomas L. Kemmerich und Gerald Ullrich auf dem Landesparteitag der FDP Thüringen am 19. November 2017 in Eisenach. / FDP Thüringen (CC BY-SA 4.0

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Unten     —        Thüringer Landtag, Wahl des Ministerpräsidenten: v.li.: Andre Blechschmidt (Die Linke, parlamentarischer Geschäftsführer in Thüringen), Bodo Ramelow (Die Linke), Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke, Landes- und Fraktionsvorsitzende in Thüringen) bei der Verkündung des Ergebnisses des 3. Wahlgangs; Enttäuschung, enttäuscht, Frustration, disappointed

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Brüderles böse Einblicke

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2020

Verschleierung, Upskirting und Downblousing

DIE PARTEI Erfurt 2013 003.JPG

„Die Titte ertasten“ (Original: Die Mitte entlasten)

Eine Kolumne von Thomas Fischer

Darf man als Niqab-Trägerin den Hauptschulabschluss erwerben? Und darf man Dirndl von oben fotografieren? Und was sagt es uns, dass wir das fragen?

Mit dem Text dieser Woche treten zwei Änderungen ein: Zum ersten erscheint die Kolumne künftig wöchentlich; zum zweiten wird sie kürzer. Ersteres wird Leser enttäuschen, die schon in der Vergangenheit beklagten, die Kolumne lesen zu müssen. Letzteres diejenigen erfreuen, die dem Kolumnisten gern empfehlen, das Schreiben in kurzen deutschen Hauptsätzen zu erlernen.

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Kriege in unserer Zeit

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2020

Deutsche Werte, Deutsches Geld – führen Krieg in aller  Welt

File:Auslandseinsätze der Bundeswehr.2013-03-07.svg

Quelle     :   Scharf  —  Links

von Jürgen Heiducoff

Huadian, Provinz Jilin, VR CHINA

Ich halte mich seit dem chinesischen Neujahrsfest bei Freunden in China auf. Gemeinsam mit ihnen erlebe ich die Unsicherheiten und Ängste dieser Tage. Das sich unaufhaltsam ausbreitende Coronavirus stellt vor allem die einfachen Leute vor große Herausforderungen. Es ist wie ein Kampf gegen einen unsichtbaren Feind. Es widert mich an, dass in deutschen Medien statt Solidarität und Hilfe auch Hetze und rassistische Diffamierungen gegen China zu finden sind. Wir Deutschen genießen bislang im Reich der Mitte einen Vertrauensbonus. Das ist auf unsere Literatur und Musik ebenso wie auf Marx und das deutsche Unternehmertum zurück zu führen.

Eines ist mir in den letzten Tagen deutlicher denn je geworden: unsere Welt braucht, wenn es nach dem Willen der einfachen und ehrlichen Menschen ginge, weder Hochrüstung, noch Krieg. Doch die Realität ist eine andere. Hinter dem Vorwand der Sicherheit wird aufgerüstet wie nie zuvor. Strategische Differenzen geraten aneinander. Das wird sich auch in wenigen Tagen auf der Münchner Sicherheitskonferenz zeigen. Dieses Forum wird erneut Gelegenheit bieten, Sicherheitsdefizite und globale Interessengegensätze zu präsentieren statt einvernehmliche friedliche Lösungen vorzustellen. Und so wird sich die Spirale von Gewalt und Krieg weiter drehen.

Die wenigen, die an Aufrüstung und Krieg verdienen, werden im Hintergrund bleiben. Und es wird bleiben wie es ist. Die Bilder der Kriege – das sind zerstörte Städte und Dörfer, entwurzelte Menschen, deren  klaffende Wunden, abgetrennte Glieder, aufgerissene Leiber mit heraustretendem Gedärm. Die Folgen der Kriege – Flüchtlingsströme ohne Ende. Wie lange wird es noch dauern bis der Krieg selbst die Länder seiner Herkunft erreicht? Hör damit auf, höre ich den einen oder anderen sagen. Meine Antwort lautet: NEIN.

Würde die Münchner Sicherheitskonferenz ihrem Namen gerecht werden wollen, müsste sie dem Aufmarsch „Defender Europe 2020“ („Verteidiger Europas 2020“) einen Riegel vorschieben. Während die letzte Übung mit Stoßrichtung Ost „edler Sprung“ genannt wurde ist es diesmal eine offene Provokation mit zweifelhafter abschreckender Wirkung gegen unseren europäischen Nachbarn Russland. Inzwischen wird auch nicht mehr verheimlicht, dass es gegen Russland geht. Europa verteidigen gegen den größten Flächenstaat Europas – wie krank ist das denn?  Es ist zweifelhaft, ob die Idee der Abschreckung zur Friedenswahrung noch funktioniert. Russland steht nicht mit dem Rücken zur Wand, sondern hat unvorstellbare Ausmaße und Ressourcen jenseits Europas. Man fliegt von Berlin nach Peking von 10 Stunden etwa 8 Stunden nur über Russland. Und jenseits der Grenzen befinden sich Freunde.

Wie arrogant und unrealistisch muss man sein, um diese Tatsachen zu ignorieren?  Weder die Masse der Menschen in den westlichen Ländern, noch die im Osten, haben ein Interesse an einem solchen Aufmarsch mit all seinen Risiken. Ein Krieg in Mitteleuropa: unvorstellbar. Die Waffengänge in Afghanistan, Syrien, Libyen oder Jemen werden Spaziergängen gleichen. Die Kriege verändern sich. Das Kriegsbild wird vielfältiger, das Spektrum seiner Akteure wird erweitert. Nichts bleibt wie es war. Krieg wird nicht mehr vor allem durch Heere und Soldatenverbände entschieden, sondern durch hoch qualifizierte und spezialisierte Experten. Bei den Kriegen sind stets auch die Geheimdienste dabei. Und diese agieren nach ihren eigenen Regeln.   Doch der Krieg ist damit nicht weniger brutal. Und das Märchen von den „sauberen“ Präzisionswaffen glaubt kaum noch einer. Trotz präziser Waffenwirkung erhöht sich die Zahl ziviler Opfer ständig. Kriege beginnen heute schon bevor der erste Schuss fällt und bevor die ersten Verbände feindliches Territorium betreten. Die Regeln der Kriegführung verändern sich. Eine klassische Kriegserklärung wird kaum noch direkt ausgesprochen. Der psychologische Krieg setzt weit vor den ersten Luftangriffen oder vor dem Feuer der Artillerie ein. Der hybride Krieg bricht mit alten „Spielregeln“. Die technologische Überlegenheit mancher Kriegsparteien sichert ihnen die Möglichkeit des Feuers aus großen Entfernungen und mit höchster Präzision.

Diejenigen, die vom Krieg profitieren, sehen zu, selbst nicht beteiligt zu sein. Derzeit wird Krieg immer öfter umschrieben mit den Begriffen Einsatz oder Engagement. Auslöser und Folgen von Kriegen werden Anschlag genannt. All dies mit dem Ziel, die Menschen zu manipulieren und kriegsreif zu machen.

Die wahren Helden, denen Ehre zuteil werden sollte, das sind nicht die Akteure, sondern diejenigen, die die Folgen der Kriege beseitigen müssen – oft Ärzte und medizinisches Personal. Doch die Bilder des Krieges verändern sich. Gemeint ist nicht der asymmetrische Krieg, die vielen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Streitkräften und paramilitärischen Organisationen, die Bürgerkriege wie sie derzeit überall auf dem Globus stattfinden. Ich meine auch nicht den Übergang vom konventionellen zum nuklearen, noch zum Space War. Auch nicht gemeint ist die gesamte Palette der hybriden Kriegführung, Cyberangriffe auf die kritische Infrastruktur wie das Energienetz oder die Transporttrassen.

Da gibt es noch eine andere Form des Krieges: in dessen Verlauf die Menschen mit Angst und Schrecken konfrontiert werden und das Land wirtschaftlich ins Wanken gerät.  Dieser Krieg würde ausgelöst durch Viren, die an einer unsichtbaren Front gewaltige Schäden hervorrufen.  Der ist nur beherrschbar durch Akteure, die die Hochtechnologien absolut beherrschen.  Der vielschichtige und vielseitige Informationskrieg ist längst im Gange. Man streut Lügen und  Fake – News und verschweigt Wahrheiten. Erinnert sei hier an den Vorwand für den Irak – Krieg und an die Beschuldigung der Syrischen Streitkräfte chemische Waffen eingesetzt zu haben.

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Mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen wird gedroht. Es ist heute möglich Viren oder Bakterien aus dem Arsenal der B – Waffen zu platzieren statt sich einem hoch gerüsteten Gegner zu stellen. Dann kann der Krieg zum „Selbstläufer“ werden.

Das Reich der Mitte beginnt unter den Folgen des Coronavirus zu schwanken. Die Produktion geht zurück, das Finanzsystem leidet. Doch die Menschen erheben sich im Kampf gegen den unsichtbaren Feind. Das sind Szenarien, die an Krieg erinnern.  US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross vertritt statt Hilfe anzubieten, offen die Ansicht, die „Wirtschaft der USA wird vom Coronavirus profitieren“. Er muss es wissen.

Woher kommt dieses Virus, diese Infektion eines Riesenvolkes? Ein Geheimnis? Selbst die offiziellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für China mit Stand 11.02.2020 enthalten den Hinweis, dass die „Quelle der Infektion nicht abschließend geklärt“ sei.  1)

1) https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/chinasicherheit/200466#content_0

„Seit Dezember 2019 sind in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei Fälle einer Lungenerkrankung aufgetreten, die wahrscheinlich mit dem Besuch eines lokalen Geflügel- und Fischmarkts in Verbindung stehen. Im Verlauf wurde eine Infektion mit einem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) nachgewiesen. Aktuell steigen die Fallzahlen deutlich an und es sind inzwischen zahlreiche Todesfälle aufgetreten. Die Erkrankung breitet sich in China weiter aus. Die Quelle und Übertragungswege der Infektion sind nicht abschließend geklärt, die Übertragung von Mensch zu Mensch ist aber inzwischen wissenschaftlich gesichert.“ Stand: 11.02.2020

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Oben      —-    Auslandseinsätze der Bundeswehr.2013-03-07.svg

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Unten          –       夕阳下的桦甸街
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DER ROTE FADEN

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2020

Ticktack, nicht zappeln, Zeit totschlagen

Roter Faden Hannover rote Zusatzmarkierung.jpg

Durch die Woche mit Ariane Lemme

Wie es Ihnen geht, weiß ich nicht. Aber wenn Sie ungefähr so ticken wie ich, spüren Sie beim Lesen dieser Kolumne so ein leichtes Vibrieren der Ungeduld. Ticktack, wie viele Zeilen noch, lohnt es sich, sollte ich nicht lieber ein bisschen harten Stoff über Thüringen lesen?

So jedenfalls lese ich, und es ist dabei eigentlich egal, ob es ein schlauer Text ist oder ein leichter, einen Tab weiter gibt es anderes, Neueres, Besseres. Und, seien wir ehrlich, beim Leben ist es nicht viel leichter als beim Lesen. „Tired of lying in the sunshine staying home to watch the rain“? So muss man leben, finde ich, aber dass ich das so locker konnte, ist genauso lange her wie die Phase, in der ich noch mit offenem Herzen Pink Floyd hören konnte. (Bevor ich herausfand, dass Roger Waters ein blöder, BDS unterstützender Fuzzi ist, den ich seitdem boykottiere).

Nach einer ihrer besten Zeilen lebe ich trotzdem bis heute, ich kann nicht anders, sie ist wie ein Tattoo, das man sich mit 16 im Rausch hat stechen lassen: „So you run and you run to catch up with the sun but it’s sinking / Racing around to come up behind you again. / The sun is the same in a relative way but you’re older, / Shorter of breath and one day closer to death.“ In ständiger Angst, nicht genug Leben aus dem Leben rauszuquetschen.

Time famine, Zeithunger, nennen das Psychologen. Vermutlich bin ich also nicht allein mit dieser Macke, wie ich diese Woche im Time Magazine las. Was seltsam ist, denn eigentlich lebt der Mensch so an sich länger und hat, genau betrachtet, auch mehr Freizeit als je zuvor in der Geschichte. (Nur die Amis nicht, über die Hälfte von ihnen nimmt angeblich nicht mal den gesamten ihnen zustehenden bezahlten Urlaub; mein Beileid). Man könnte also eine Menge ausquetschen aus den 70, 80 Jahren, die man hat, sich und anderen eine schöne Zeit machen zum Beispiel. Trotzdem scheint das Ticken immer lauter zu werden.

Warum?

File:Elba-004.jpg

Weil der Mensch versucht, in seiner Freizeit erzählenswerten geilen Scheiß zu erleben, collectible experiences, nennen es Forscher:innen wie Anat Keinan. Wenn man also nicht gleich was „Sinnvolles“ macht, dann bitte wenigstens etwas, was irgendwie sonst zur Personality beiträgt. Dass man die ganze Mühe später mal bereuen und sich fragen wird, warum man nicht mehr Sonntage im Bett verbracht hat, kann man, wie das leise Ticken des analogen Weckers, ganz gut ausblenden.

Quelle      :         TAZ             >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen         :

Oben       —             Roter Faden in Hannover mit beschriftetem Aufkleber als Test für einen möglichen Ersatz des auf das Pflaster gemalten roten Strichs

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DL – Tagesticker 12.02.2020

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2020

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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„Shit happens“ : Wenn schwarze Röcke nach der Flucht langsam Rost – ansetzen – sagt sich die Basis: „Macht euren Scheiss alleine!.

CDU-Chef Sachsen-Anhalt über AfD

1.) „Wir brauchen keine Belehrungen aus Berlin“

Auch die CDU in Sachsen-Anhalt debattiert über den Umgang mit AfD und Linken. Im ntv-Interview verteidigt der Landesvorsitzende und Innenminister, Holger Stahlknecht, die rigide Linie der Bundespartei. Er verbittet sich Einmischungen und fordert eine schnelle Klärung der CDU-Kanzlerkandidatur.

ntv.de: 40 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt haben 2016 aus Sicht der CDU eine inakzeptable Partei gewählt. Was bereitet Ihnen im Alltag größere Schwierigkeiten: den Menschen in Sachsen-Anhalt zu erklären, warum die CDU die Linke ablehnt oder die ablehnende Haltung zur AfD?

Holger Stahlknecht: Die Aufgabe der CDU ist es, dass wir Abstand halten sowohl von der AfD als auch von den Linken. Das ist meine klare Botschaft. Abstandhalten heißt aus Sicht meiner Partei, dass wir nicht koalieren und auch keine Minderheitsregierung machen mit der Linken oder der AfD.

ntv

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Wer war zuerst: Der Puppenspieler von Mexiko – gesungen von Roberto Blanco, oder der blance Neger Herrmann ? In der CSU/CDU ist die Haselnuss immer noch schwarz/braun!

CSU-Chef Söder

2.) Der Puppenspieler

Markus Söder hat Annegret Kramp-Karrenbauer stets geschätzt – als Marionette. Ihr Rückzug vom CDU-Vorsitz trifft ihn, schwächt aber nicht seine Rolle bei der Suche nach einem Kanzlerkandidaten. Markus Söder ist ein reaktionsschneller Mann. Nach dem Tabubruch von Thüringen vergangene Woche, als CDU und AfD gemeinsam den FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten wählten, trat er als Erster in der Union vor die Kameras. Er war unrasiert, aber schneller als alle anderen, als er von einem „inakzeptablen Dammbruch“ sprach. Annegret Kramp-Karrenbauer schloss sich Söders Forderung nach Neuwahlen in Thüringen später an.

Spiegel-online

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Auch in den USA fallen die Hosen der Macht nicht herunter!

Roger Stone:

3.) Staatsanwälte treten nach Einmischung von US-Justizministerium zurück

Nach Äußerungen des US-Präsidenten will der Justizminister ein geringeres Strafmaß für dessen Vertrauten Roger Stone. Als Folge legten alle vier Ankläger den Fall nieder.  US-Präsident Donald Trump hat sich in den Prozess gegen seinen früheren Vertrauten Roger Stone eingeschaltet und damit einen Eklat ausgelöst. So erklärten gleich vier Staatsanwälte, die federführend mit dem Fall befasst waren, ihren Rückzug aus dem Verfahren, nachdem das Justizministerium in einem ungewöhnlichen Schritt ihre Strafmaßempfehlung für Stone geändert hatte.
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Hier war wohl die Erbengemeinschaft der Lutheraner sehr schlecht beraten. Steht nicht schon geschrieben: „Man sollte der Schlange den Kopf zertreten ?“ Gibt es denn Unterschiede zwischen AfD und CDU ? Wer die Vergangenheit nicht aufarbeiten will, erlebt eines Tages ein braunes Wunder.

Thüringen-Krise

4.) AfD will Strafanzeige gegen Merkel stellen

Die AfD will wegen der Vorgänge in Thüringen Strafanzeige gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellen und zudem eine Abmahnung mit Unterlassungserklärung gegen sie einreichen. Das habe der AfD-Bundesvorstand beschlossen, erklärte die Partei am Dienstag. Die Strafanzeige wirft Merkel demnach Nötigung des mittlerweile nur noch geschäftsführenden Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich (FDP) vor. In der Abmahnung mit Unterlassungserklärung werde Merkel Amtsmissbrauch zur Last gelegt. Die AfD begründet ihr Vorgehen mit Merkels Äußerungen zu Thüringen während eines Besuchs in Südafrika am vergangenen Donnerstag. Sie hatte dort die Wahl Kemmerichs mit den Stimmen auch von CDU und AfD als „unverzeihlich“ bezeichnet und gefordert, sie „rückgängig“ zu machen.

Welt

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Die weltweiten Schmierereien mit den bunten Farben der breiten Bevölkerung war wohl nie stärker als in heutiger Zeit. Die Würde der Menschen wird von den Mächtigen der Welt sprichwörtlich durch alle Kanalisationen gejagt.

Syrischer Bürgerkrieg :

5.) Massenflucht wie nie zuvor

In den vergangenen zehn Wochen sind im syrischen Bürgerkrieg mehr Menschen vertrieben worden als jemals zuvor in dem mittlerweile seit neun Jahren andauernden Konflikt. „Das ist die am rasantesten wachsende Vertreibung, die wir je in diesem Land gesehen haben“, sagte Jens Laerke von der UN-Hilfsorganisation OCHA. Seit Dezember seien fast 700.000 Menschen geflohen, hauptsächlich Frauen und Kinder. Sollten die Kämpfe in den Gebieten um Idlib und Aleppo andauern, könnten weitere 280.000 Menschen folgen. Die meisten Menschen fliehen Richtung Türkei. Die syrischen Regierungstruppen sind seit Wochen bestrebt, die letzten verbliebenen Rebellenhochburgen einzunehmen. Die Türkei unterstützt dabei aufständische Kräfte, während Russland mit der Regierung von Präsident Baschar al Assad in Damaskus verbündet ist.

FAZ

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Müssten die Fragen nach dem WARUM nicht viel mehr in den Vordergrund gestellt werden ? WARUM gerade in Bayern, bei den Ein- ödis auf den Bergen ? WARUM der Bundestag in dem die wenigsten der dort Sitzenden einen Virus von einer leeren Flasche unterscheiden können – spätestens seit dem Schröders Gerd dort nicht mehr Einsitzen muss, der wenigstens manchmal nach einer Pulle gerufen hat.

Coronavirus in China :

6.) Mindestens 500 Ärzte und Pfleger in Wuhan infiziert

In Bayern sind zwei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Covid-19 nachgewiesen worden. Die beiden Fälle stünden im Zusammenhang mit der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang in Deutschland Erkrankten beschäftigt sind, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend mit. Die Zahl der in Deutschland bestätigten Infektionsfälle stieg damit auf insgesamt 16. – Der Bundestag berät heute über die Vorbeugemaßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland. CDU/CSU und SPD haben dazu eine Aktuelle Stunde beantragt. Angesichts zahlreicher kursierender Falschmeldungen und Gerüchte dürfte es der Regierung vor allem darum gehen, die Diskussion zu versachlichen.

Tagesspiegel

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Und die dafür Verantwortlichen in Schland, klammern sich noch immer an der Macht

IS-Schläfer, der Anschlag auf BER verüben sollte,

7.) an Altersschwäche gestorben

Es ist fast schon traurige Routine: Die Berliner Polizei wird in eine kleine Wohnung gerufen, in der offenbar bereits vor Tagen ein Mann einsam und alleine an Altersschwäche gestorben ist. Doch im Falle von Amal al-Majid ist alles anders: In der Wohnung des 74-jährigen Pakistaners finden die Beamten Unmengen von Sprengstoff sowie Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, dass der Verstorbene einen Anschlag auf den Hauptstadtflughafen BER geplant hat. Eine Nachbarin hatte die Polizei alarmiert, nachdem der Fernseher des Mannes seit über einer Woche ohne Unterbrechung gelaufen war. „Der war eigentlich immer ganz nett, der Herr Matschid“, erklärte die Rentnerin gegenüber dem Postillon. „Und der soll ein Schläfer gewesen sein? Naja, jetzt schläft er für immer.“

Postillon

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