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RENTENANGST

Archiv für Dezember 31st, 2019

Stadtgespräch aus Köln

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Dezember 2019

Drohungen gegen Journalisten –
Nennt sich Meinungsfreiheit

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Von Alexander Nabert

Ein Journalist hat das Pech, über Nacht zur Zielscheibe von Nazis zu werden. Und sein Sender? Lässt ihn mit dem Mob lange alleine.

Wegen einer sarkastischen Bemerkung versuchen Neonazis gerade einen Journalisten einzuschüchtern. Seit Samstag erreichen Danny Hollek, einen freien Mitarbeiter der „Aktuellen Stunde“ des WDR Gewalt- und Todesdrohungen. Und der Sender reagiert nur zögerlich.

Anlass ist ein Tweet von Hollek zur Debatte rund um ein satirisches Kinderlied im WDR. Im Lied hieß es unter anderem: „Oma ist ’ne Umweltsau“, was viel überzogene Ablehnung erfuhr, bis der WDR vor rechten Protesten einknickte und das Video des Liedes löschte. Hollek schrieb: „Eure Oma war keine Umweltsau. Stimmt. Sondern eine Nazisau.“

In Hunderten Kommentaren und Postings in den sozialen Netzwerken und auf rechtsradikalen Websites wird seitdem über Hollek hergezogen. Auch der WDR als Arbeitgeber von Hollek wird adressiert. Der Mob will, daran lässt er keinen Zweifel, den Journalisten arbeitslos sehen. Mindestens.

Der Hass bleibt dabei nicht digital. Der stellvertretende Landesvorsitzende der neonazistischen Kleinpartei Die Rechte, ­Michael Brück, verbreitete ein Foto von sich, auf dem er angeblich vor dem Elternhaus des Journalisten steht. „Hausbesuch bei der Familie von WDR-Antifajournalist Danny Hollek“, schreibt der Neonazi, der bis zu ihrem Verbot eine Führungsfigur der gewalttätigen Organisation Nationaler Widerstand Dortmund war und über einen Onlineversandhandel die militante Neonaziszene mit Sturmhauben und Ähnlichem versorgt. Eine ernsthafte Bedrohung.

Oma war kein Nazi

Mittlerweile ist es fast an der Tagesordnung, dass Journalisten – insbesondere solche, die zum rechtsextremen Milieu recherchieren – heftig bedroht werden. Erst im November organisierten Neonazis eine Demonstration vor dem Wohnhaus eines NDR-Mitarbeiters in Hannover. Doch dort gab es breite Solidarität für den betreffenden Kollegen, auch aus dem Sender.

Im Fall von Hollek hingegen schrieb die „Aktuelle Stunde“ auf Twitter: „Der betroffene Mitarbeiter […] hat den Tweet von seinem privaten Twitter-Account abgesetzt. Wir distanzieren uns scharf von Form und Inhalt.“ Zur Bedrohung ihres Mitarbeiters durch Nazis twitterte die „Aktuelle Stunde“ zunächst nichts. Stattdessen hieß es am Sonntag, man habe mit Hollek gesprochen. Und: „Aus unserer Sicht ist zu dem Thema nun alles gesagt.“

Quelle      :         TAZ        >>>>>        weiterlesen

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Grafikquelle     :        The photograph shows the cast of the second musical „Benny, Maja und die Zeitbanditen“.

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Aus der Schweiz zum ZDF

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Dezember 2019

Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung

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Quelle      :          INFOsperber CH.

Von Helmut Scheben

Die Nachrichtensendung des ZDF demonstriert, wie man mit wirkungsvoller Montage von Bild und Text falsche Informationen verbreitet.

Die ZDF-Sendung «heute» am 28. Dezember um 19 Uhr: Die Moderatorin kündigt schlechte Nachrichten aus Idlib an. In der syrischen Provinz seien allein in den letzten zwei Wochen nach UN-Angaben 235’000 Menschen auf der Flucht. Der türkische Präsident Erdogan warne daher «vor einer neuen Migrationswelle Richtung Europa».

Damit ist schon mal im ersten Satz ein Akzent gesetzt, nämlich die stets wirksame Assoziation «Flüchtlings-Tsunami»: Sie sind auf dem Weg Richtung Europa. Der bewährte Aufreger erweist sich als perfektes Trampolin für das, was folgt, nämlich die unmittelbare Schuldzuweisung. Die Moderatorin belehrt uns, wem wir das alles zu verdanken haben:

«Die Provinz im Nordwesten Syriens gilt als letzte grosse Rebellenhochburg im Land. Hier sollten eigentlich seit Monaten die Waffen ruhen, aber die Vereinbarung ist längst gebrochen. Die syrischen Regierungstruppen fliegen (hier macht die Moderatorin eine winzige Kunstpause und hebt dann die Stimme) mit russischer Unterstützung Luftangriffe und zwingen die Menschen zur Flucht.»

Noch Fragen? Sicher keine, denn hier scheint alles klar, schon bevor die Bilder des Beitrags zu laufen beginnen. Was bei mir – und bei einem deutschsprachigen Millionenpublikum – hängen bleibt, ist die simple Information: Die syrische Armee und die russische Luftwaffe treiben die Menschen in die Flucht. Da schiessen russische Kampfbomber auf Frauen und Kinder. Und das ist der Krieg in Idlib. Genau dies ist ganz offensichtlich der Aussagewunsch in diesem Beitrag, und mehr Erklärung halten die Autoren, wie sich in der Folge herausstellt, nicht für notwendig.

Falls der Zuschauer erwartet hatte, er erfahre, wie es zu dieser Offensive der syrischen Regierung gekommen ist, oder welche Rolle diese Aufständischen spielen, die in der Moderation als «Rebellen» bezeichnet werden, so hat er zu viel erwartet. Die rund 20’000 Kombattanten der verschiedenen Extremistengruppen der Terrororganisation Hai’at Tahrir asch-Scham, gegen welche die syrische Armee mit russischer Hilfe vorgeht, tauchen im ZDF-Beitrag nicht auf. Sie haben sich in Luft aufgelöst. Dass sie nach übereinstimmenden Aussagen zahlreicher Beobachter die ausgehandelte Waffenruhe mit brutalen Angriffen gebrochen haben, wird nicht erwähnt. Stattdessen wird das Gegenteil angedeutet:

«Die Waffenruhe wurde gebrochen. Die syrische Armee und die russische Luftwaffe fliegen Angriffe.»

Die unmittelbare Aufeinanderfolge dieser beiden Sätze in der Moderation legt einen Kausalzusammenhang nahe. Wer hat die Waffenruhe gebrochen? Die syrische Regierung und die Armee, so wird hier suggeriert, denn «sie fliegen Angriffe». Und diese Suggestion ist eine krasse Falschinformation.

So kann man durch Andeutungen und geschickte Auslassungen Fakes produzieren. Die Kunst besteht darin, die Sache so zu arrangieren, dass man hinterher stets sagen kann: Im Text steht das nicht. Das haben wir so nicht gesagt.

Es ist nichts so fein gesponnen…

Wenn ein Bankraub misslungen ist, kann es vorkommen, dass die Bankräuber sich gegenseitig beschuldigen und auspacken. Ähnliches gilt für die Politik. Im September und Oktober 2017 sagte Hamad bin Jassim Al Thani, der ehemalige Premierminister und Aussenminister von Katar, in mehreren TV-Interviews, Katar und Saudi-Arabien hätten zusammen mit den USA den Angriff auf Syrien geplant und durchgeführt:

«Alles lief über die Türkei», sagte der Scheich im staatlichen Fernsehen des Emirats (nicht auf «Al Jazeera»), «in Koordination mit den USA, den Türken und unseren saudischen Brüdern, alle waren über ihr Militär daran beteiligt.» (Vgl. Michel Raimbaud: Les Guerres de Syrie, S. 158 ff.)

Al Thani nahm kein Blatt vor den Mund. Er selbst sei im Frühling 2011 nach Damaskus gereist und habe Assad 15 Milliarden Dollar angeboten, wenn er sich vom Iran distanziere. Da Assad ablehnte, habe man zusammen mit den Saudis die geplante Intervention in Syrien eingeleitet. Syrien sei «die Beute» gewesen, auf die es mehr als 60 Länder unter Führung der USA abgesehen hatten: die sogenannte Gruppe der Freunde des syrischen Volkes.

«Katar und Saudi-Arabien waren verantwortlich für die Finanzierung und Bewaffnung», erklärte Al Thani. Die arabische Liga habe sich mit Propaganda begnügt. Den syrischen Medien wurde z.B. der Zugang zu Arabsat und anderen Satelliten gesperrt. «Al Jazeera» lieferte die gewünschte Propaganda, um die syrische Regierung zu diskreditieren. Eine Reihe von Journalisten verliess daraufhin aus Protest den Sender (vgl. z.B. Aktham Suliman: Krieg und Chaos in Nahost).

Allein die katarische Herrscherfamilie Al Thani habe mehrere Milliarden Dollar ausgegeben, um den Aufstand zu finanzieren, sagte der Scheich. Deserteure der syrischen Armee seien mit hohen Summen belohnt worden. Mancher Kommandant der Milizen sei steinreich geworden mit den Dollars aus den Golfmonarchien. In Syrien wurden Syrer dafür bezahlt, auf andere Syrer zu schiessen.

In einem Interview mit der BBC beschreibt Al Thani in Details, wie die militärischen Operationen, der Nachschub und die gesamte Logistik in Jordanien und auf dem türkischen NATO-Stützpunkt Incirlik koordiniert wurden. Er erklärt, wie die Geheimdienste der USA, Frankreichs, Grossbritanniens, der Türkei und Jordaniens zusammenarbeiteten, und vieles mehr.

Die Medien «unterschlagen, verdrehen und verfälschen»

Im kommenden Frühjahr wird der Krieg in Syrien ins neunte Jahr gehen. Selbst wenn die islamistischen Gotteskrieger aus Idlib vertrieben werden, steht zu erwarten, dass einige Konfliktherde weiter schwelen oder von interessierten Mächten am Brennen gehalten werden. Die USA haben schon angekündigt, sie wollten die syrischen Erdölfelder im Nordosten «mit zusätzlichen militärischen Mitteln schützen». Die Vorstellung, jeder könne sich ein Stück Syrien einpacken, scheint also nach acht Kriegsjahren immer noch virulent.

Die USA und ihre NATO-Verbündeten haben es seit Kriegsbeginn auf meisterhafte Weise geschafft, viele Tatsachen auf den Kopf zu stellen. Sie haben in der öffentlichen Meinung im Westen weitgehend die Wahrnehmung durchsetzen können, dass Baschar al-Assad und Russland die Hauptschuld an diesem Krieg trügen und ihn angezettelt hätten. Die führenden westlichen Medien haben in dieser Commedia dell’Arte eine fatale Rolle gespielt. Zur Erinnerung: Russland griff erst Ende 2015 auf das Hilfsersuchen der syrischen Regierung ein. Da war der Krieg bereits fünf Jahre im Gange. Aber Logik und Fakten waren unseren Leitartiklern häufig fremd. Man verbreitete mit Fleiss die These, Putin habe in Syrien einen Krieg vom Zaun gebrochen, um sich als «Player auf der Weltbühne» Geltung zu verschaffen.

Ulrich Tilgner, langjähriger Korrespondent für das ZDF, sagte in einem Interview, in deutschen Medien werde «das Scheitern des Westens im Mittleren Osten schöngeredet». Unser Mediensystem sei ein geschlossener Kreislauf, in dem die Journalisten die Adressaten symbolischer Politik seien, wobei «die Wahrheit auf der Strecke bleibt». Das Ganze sei aber komplizierter als weithin angenommen:

«Die Medien lügen nicht – sie verkürzen, unterschlagen, verdrehen und verfälschen. Auf das Wort Lügenpresse reagiere ich allergisch. Denn es unterstellt einen bewussten Akt. Genau dies gibt es in den Medien aber ausgesprochen selten. Vielmehr haben die dort Beschäftigten ihre eigene Wahrnehmung einer immer komplexer werdenden Wirklichkeit, von der sie Ausschnitte zeigen. Sie übernehmen die Positionen der offiziellen Politik oder ihrer Arbeitgeber. Um Widersprüche zu vermeiden, greifen sie zum Mittel der Verkürzung – nicht zuletzt, weil sie glauben, dass diese Verkürzung dem Publikum das Verständnis erleichtere.» (Quelle. Jens Wernicke: Lügen die Medien? S.70)

Die Bildmontage als wirksamste Ideologie-Maschine

Dass in dem Syrien-Beitrag des ZDF vom 28. Dezember die Tatsachen «verkürzt, unterschlagen, verdreht und verfälscht» wurden, steht ausser Frage. Und im Ergebnis spielt es keine Rolle, ob die Verzerrung bewusst, halbbewusst, unbewusst oder intentional erfolgte. Dabei unterstützte eine perfekt Bildmontage die Darstellung weit wirkungsvoller als viele Worte. Schon während der Moderation wurde vom Bild einer schweren Detonation übergangslos auf einen Flüchtlingskonvoi geschnitten.

Bei Beginn des Beitrags wird das Gleiche repetiert, um nicht zu sagen eingehämmert. Da ist ein syrischer Panzer zu sehen, der vorbeifährt, ein Mann auf dem Panzer hebt die Hand zum Victory-Zeichen und dann ein Schnitt: ein Flüchtlingscamp und Kinder, die davonlaufen. Dieser Bildlogik zufolge fährt der syrische Panzer direkt ins Flüchtlingslager. Er verfolgt die Flüchtlinge, er greift sie an, was auf der Tonspur untermauert wird:

«Die syrische Armee soll schon Dutzende Orte erobert haben. Ihr Ziel: Idlib, die letzte Rebellenhochburg. Ihre Opfer: Zivilisten.»

Die humanitäre Not, die die Kämpfe zweifellos mit sich bringen, wird ausgiebig dargestellt. Zehntausende seien auf der Flucht Richtung türkische Grenze, diese sei jedoch geschlossen, die Lager überfüllt. Bei Temperaturen nahe Null Grad und Dauerregen bieten die Zelte nur wenig Schutz. Eine Frau: «Das Wasser läuft ins Zelt, die Kinder sind krank, wir konnten die ganze Nacht nicht schlafen.»

Hilfsorganisationen klagten über eine humanitäre Katastrophe, lautet der Kommentar. Und stellt die rhetorische Frage: «Internationale Hilfe? Fehlanzeige.»

Um dies zu belegen, wird der Zuschauer in einem abrupten Transport nach Istanbul versetzt, wo ein gewisser Mohamed, der aus Syrien geflohen sei, die Frage stellt: «Wo ist Amerika? Wo ist Deutschland? Es geht nicht, dass nur die Türkei hilft.»

Die Regierung in Ankara unterstütze nämlich die Regime-Gegner, werden wir vom Kommentar aufgeklärt. Und bei dem Wort «Regime-Gegner» zeigt uns der Film – um es polemisch zu sagen – nicht etwa schwarzvermummte Kombattanten des Islamischen Staates oder öffentliche Kopfabtrennungen, sondern die Nahaufnahme von Mohameds Kaffeemaschine.

Der Syrien-Beitrag endet also, wie zu erwarten war, mit dem kaum verhohlenen politischen Aufruf, die USA und Deutschland müssten «handeln». Man hat den Eindruck, der Autor könne sich nur mühsam des Statements enthalten, es gelte nun, Assad und die Russen endlich an die Kandare zu nehmen.

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Da wiederholt sich das Aleppo-Syndrom. Jedes Mal wenn die vom Westen und den Golfmonarchien finanzierten und bewaffneten «Rebellen» vor einer Niederlage stehen, erhebt sich ein grosses Lamento und die Warnung vor einer humanitären Katastrophe. Als dieselben «Rebellen» Syrien von Assad-Anhängern «säuberten» und Zehntausende Alawiten und Christen verfolgten, führte dies zu viel weniger Schlagzeilen und Schuldzuweisungen. Wie auch die mehr als 200’000 gefallenen und verstümmelten syrischen Soldaten, die ihr Land gegen die Aufständischen verteidigt haben, in unseren Medien keine Helfer-Empathie auslösten. Wenn sie und ihre Familien denn jemals einer Erwähnung wert waren. Die vom Westen finanzierten «Weisshelme» berichteten fast nur von Regime-Opfern.

Der Journalist Uwe Krüger erforscht seit langem den Einfluss von Elite-Netzwerken, Machthierarchien und PR-Agenturen auf unsere Medien. Er sagt: «Journalisten sind keine Puppenspieler, keine fremdgesteuerten Marionetten.» Aber sie folgen laut Krüger in der Themen-Agenda und bei der Rahmung dieser Themen oft den Vorgaben der Politikelite, und bei geopolitischen Konflikten heisst das Narrativ: Wir sind die Guten.

Wie ist das möglich?

Wie ist es möglich, dass in einem Land mit mehr als 80 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern manipulierte Fernsehbeiträge wie jener vom 28. Dezember 2019, in einem der grössten TV-Sender mit einer Selbstverständlichkeit ausgestrahlt werden? Uwe Krüger sagt:

«Man kann diese selektive Wahrnehmung mit westlicher Sozialisation und kognitiven Prägungen aus dem Kalten Krieg erklären oder mit der Einbindung leitender Journalisten in transatlantische Netzwerke und die dort ablaufenden Diskurse. Oder damit, dass die Journalisten einfach der PR beziehungsweise Propaganda der eigenen Eliten auf den Leim gehen (…) Aber für mich steht fest: Es gibt diese Einseitigkeiten, blinden Flecken und doppelten Standards, woher auch immer sie nun rühren.» (Quelle: Wernike, S.129)

Uwe Krüger deckte in seiner Dissertation mit dem Titel «Meinungsmacht» auf, dass Politik, Wirtschaft und Leitmedien in gewissem Mass eine «geschlossene Gesellschaft» bilden. Er erstellte eine Namensliste von deutschen Journalisten in leitender Funktion, die Mitglieder in internationalen Institutionen waren, welche die Interessen der USA verfolgten. Die Publikation schlug ein wie eine Bombe. Da erübrigt es sich beinah zu erwähnen, dass dort Claus Kleber, Moderator und Ausland-Chef der ZDF-Nachrichtensendung «heute» als prominentes Mitglied in der NATO-nahen Stiftung Atlantik-Brücke und im US-Aspen-Institut auftauchte.

Ergänzende Informationen

Red. Besonders in geopolitischen Auseinandersetzungen versuchen alle Konfliktparteien, ihre eigenen Absichten zu vertuschen, die Gegenseite zu diskreditieren, falsche Fährten zu legen und die Medien zu instrumentalisieren.
Als Zweitmedium gehen wir davon aus, dass unsere Leserschaft die von grossen Medien verbreiteten Informationen bereits kennt. Deshalb fokussiert Infosperber auf vernachlässigte Fakten, Zusammenhänge und Interessenlagen. Das kann als einseitig erscheinen, soll aber die grossen Medien ergänzen.
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Grafikquellen  :

Oben      —         Typical view of a field in the valleys surrounding Idlib.

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Der Tibet-Tourismus

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Dezember 2019

Heilige Orte für den Tibet-Tourismus

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von Martine Bulard

In der Autonomen Region Tibet setzt die chinesische Regierung nicht mehr auf offene Repression. Anders als in Xinjiang will Peking die Forderung nach Unabhängigkeit durch mehr kulturelle Freiheiten ersticken.

Der Buddhismus macht verrückt. Zumindest könnte man das glauben angesichts der Aufregung um die Nachfolge des 14. Dalai Lama. Während der mittlerweile 84 Jahre alte Tenzin Gyatso seit einigen Jahren schon darüber nachdenkt, wie es mit seinem Amt grundsätzlich weitergehen könnte, besteht für die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) kein Zweifel: Peking will bestimmen, wer die nächste „Reinkarnation des lebendigen Buddha“ werden und den Platz des verhassten Religionsführers Gyatso einnehmen soll.

Der US-Sonderbotschafter für Religionsfreiheit bei den Vereinten Nationen, Samuel Brownback, verlangt, dass sich die UNO in den Auswahlprozess „einschaltet“. Und die exilierten Tibeter im indischen Dharamsala erklären, dass das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus an jedem beliebigen Ort wiedergeboren werden könne – nur nicht in Tibet.

Es muss nicht eigens erwähnt werden, dass eine Reportage aus Tibet anders vorbereitet werden muss als ein Waldspaziergang. Man braucht zum Beispiel eine Erlaubnis von Peking – um dann doch nur das zu Gesicht zu bekommen, was die Chinesen bereit sind, einem zu zeigen.

Ende September ist die gesamte Strecke vom Flughafen bis in die Hauptstadt Lhasa mit chinesischen Fahnen und roten Laternen geschmückt – zur Feier des 70. Jahrestags der Volksrepublik China am 1. Oktober 2019. Bei einer solchen Inszenierung wundert man sich auch nicht mehr, dass selbst die Zeichen in Mandarin auf den zweisprachigen Schildern im öffentlichen Raum grundsätzlich größer gesetzt sind als die tibetischen.

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Die Ankunft in Lhasa – auf über 3600 Metern Höhe über dem Meeresspiegel – hat immer etwas Magisches. An den Berghängen über der Stadt strahlen die weißen und roten Gebäude des Potala-Palasts, Regierungssitz der früheren Theokratie. Doch Lhasa sei heute verunstaltet, sagen viele, die es noch aus der Zeit vor den 1990er ­Jahren kennen; die neuen Wohnblöcke, die an die ­trostlosen Plattenbauten der Pariser Banlieues erinnern, überlagern die mittelalterliche Architektur. Aber man sei schon dabei, umzudenken, versichert uns ein Führer. Nur ist davon noch nicht viel zu spüren. Die alten Häuser werden nach wie vor schonungslos abgerissen und nicht saniert.

Nur die Altstadt scheint noch intakt – obwohl Puristen sagen, der Jokhang-Tempel, der seit einer kürzlichen Renovierung in neuem Glanz erstrahlt, sei nicht mehr original, sondern schon mehrere Mal zerstört und identisch wieder aufgebaut worden. In China scheint das aber niemanden groß zu stören. Zu Tausenden strömen die Besucher durch die geschäftige Barkhorstraße rund um den Tempel und bewundern das vermeintlich alte Bauwerk und den reich verzierten Buddha Shakyamuni „von der Größe eines zwölfjährigen Kindes“.

Die chinesische Prinzessin Wencheng brachte die Figur im 7. Jahrhundert zu ihrer Hochzeit mit dem tibetischen Herrscher Songtsen Gampo nach Lhasa. Das war Heiratspolitik, doch für Peking ist die arrangierte Ehe der ultimative historische Beweis, dass Tibeter und Chinesen zusammengehören. Am Fuß des Baoping-Bergs wird die mittelalterliche Hochzeit in einem gigantischen Freiluftspektakel 180-mal im Jahr nachgespielt – wobei der historischen Wahrheit nicht viel Bedeutung zugemessen wird.

Obwohl die Touristensaison vorüber war, sahen wir viele Gläubige, die sich im Tempel vor dem Buddha verneigten und kleine Geldscheine hinterließen, in der Hoffnung, ihr Wunsch möge dadurch in Erfüllung gehen. Andere zogen im Uhrzeigersinn um das Kloster, darunter auch ein Mann, der sich alle paar Schritte niederwarf und seinen Kopf auf den Boden schlug.

Später sahen wir weitere Gläubige das gleiche Ritual vollziehen. Beim ersten Mal wunderten wir uns noch darüber, dass die anderen Passanten ungerührt an ihm vorbeiliefen und ihm nicht halfen. Niemand schien an seinem Verhalten Anstoß zu nehmen. Kinder und Erwachsene, Junge und Alte konnten ungehindert beten – egal wie fanatisch sie sich dabei gebärdeten. Nichts erinnerte an die bekannten Bilder von der täglichen Unterdrückung. Stattdessen bot sich uns ein Bild, das die Regierung in Peking gern verbreitet, um zu zeigen, dass sie mitnichten ein Problem mit der Religion hat – unter bestimmten Voraussetzungen, wie man hinzufügen muss.

Tags darauf zeigte man uns das Kloster Yangbajing, 85 Kilometer von Lhasa entfernt. In der großen Bibliothek, die zugleich als Unterrichtsraum dient, staunten wir über die leuchtenden Farben an den Wänden. Die Mönche erzählten, die Regierung habe den Neuanstrich bezahlt, ebenso wie die Renovierung des Tempels und der Unterkünfte der 45 Mönche, die neuerdings auch renten- und krankenversichert seien.

In der Mitte der Bibliothek, direkt zu Füßen eines majestätischen Buddha, lag auf dem Altar ein Buch von Xi Jingping. Ein Mönch registrierte unsere Verwunderung: „Wir studieren alles, was mit den Ideen des Präsidenten Xi und mit der Religion zu tun hat“, erklärte er. „Wir sind Mönche, aber auch Staatsbürger, und die Jungen müssen die patriotischen Prinzipien und die Grundsätze der chinesischen Regierungsführung kennenlernen.“ Im Klartext: Das Geld der kommunistischen Machthaber ist durchaus eine Messe wert – zumindest an drei Tagen im Monat. Seit 2011 müssen die Mönche nämlich mindestens 10 Prozent ihrer Zeit der „legislativen und patriotischen Bildung“ widmen.

In Tibet scheint Peking eine andere Linie zu verfolgen als in der benachbarten Autonomen Region Xinjiang, wo die muslimische Minderheit der Uiguren brutal unterdrückt wird:1 Nach der Niederschlagung der Demonstrationen für ein unabhängiges Tibet, die im Frühjahr 2008 weltweite Proteste hervorrief,2 scheint die Zen­tral­gewalt zu einer Strategie der bedingten Toleranz übergegangen zu sein. Die Gläubigen dürfen in den Tempel gehen, beten, die Buddhas verehren und selbst extreme Formen der Religionsausübung praktizieren. Und die Mönche dürfen in die Geheimnisse der Religion einführen und erhalten dafür sogar Subventionen – unter der Bedingung, dass sie keine Forderungen nach Unabhängigkeit oder auch nur Autonomie erheben.

Bei der Begegnung mit einer Familie im Dorf Ke­song in der Nähe von Shannan (der früheren Hauptstadt Lhoka), rund 100 Kilometer südöstlich von Lhasa, erfuhren wir mehr über diesen stillschweigenden Pakt. Kesong ist ein modernes und herausgeputztes Dorf. In einem traditionellen Haus erwartete uns ein etwa 60-jähriges Ehepaar. Sie hatten Tsampa vorbereitet (süße oder salzige Küchlein aus Gerstenmehl) und den unvermeidlichen Tee mit Yakbutter. Der Mann war Kommunist; er erzählte uns die Geschichte seiner Familie, die dank der KPCh „vom Joch des Feudalregimes der Dalai Lamas“ befreit worden sei. Nur wenn er von seinen Geschäften sprach, dem Transport von Menschen und Waren, verzichtete er auf die Parteiphrasen und behauptete, er würde zehnmal mehr verdienen als seine Nachbarn.

Seine Ehefrau war Buddhistin. Manchmal gehe sie mit ihren Eltern in den Tempel, erzählte sie, aber meistens halte sie die Andacht zu Hause in einem Zimmer, das sie zu einer reich dekorierten Gebetskammer umfunktioniert hatte: Mit einem Hausaltar für die Ahnen, einem Ständer für Räucherstäbchen, einer großen Trommel und einem Foto des 11. Penchen Lama Gyeltshen Norbu, des zweithöchsten spirituellen Oberhaupts des tibetischen Buddhismus, der allerdings nur von der chinesischen Regierung anerkannt wird und im Sinne der Partei erzogen wurde.

Vom 14. Dalai Lama gab es im Haus keine Bilder, die sind in Tibet nämlich verboten. Dafür aber ein Foto von Xi Jinping – die perfekte Harmonie, an den Wänden wie zwischen den Eheleuten. „Wir haben unsere Diskussionen“, erzählte Da Wu, der Ehemann, „denn der Glaube ist eine persönliche Angelegenheit“, er dürfe nicht in die Öffentlichkeit getragen werden.

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Li Decheng, Forscher und Verwaltungsdirektor am chinesischen Zentrum für Tibetforschung in Peking, den wir gegen Ende unserer Reise trafen, meinte mit einem Lächeln: „Es ist wie in Frankreich, wo nach Ihrem Grundsatz der Laizität die Religion Privatsache ist.“ Mit dem Unterschied, dass in Frankreich trotz der Trennung von Kirche und Staat jeder und jede Gläubige das Recht hat, sich an der politischen Debatte zu beteiligen.

Die Ehe des überzeugten Kommunisten und der bekennenden Buddhistin wurde uns von den Behörden als beispielhaft präsentiert: Vor zehn Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Peking legt großen Wert darauf, die Welt wissen zu lassen, dass die Dinge sich verändern. Das Regime respektiert religiöse Überzeugungen und heilige Orte, vor allem dann, wenn Letztere von touristischem Interesse sind.

Quelle        :    Le Monde diplomatique         >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen         :

Oben       —       Mount Everest as seen from an aircraft from airline company Drukair in Bhutan. The aircraft is south of the mountains, facing north.

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Unten       —      Montage of various Lhasa images

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King Kaka + Queen Angie?

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Dezember 2019

Wenn King Kaka über Korruption rappt, ist in Kenia etwas am Dampfen

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King Kaka heißt er und mit seinem Song „Wajinga Nyinyi“ (Ihr Dummköpfe) sorgt er in Kenia für Aufruhr. Das provokante Werk nennt Kenianer scheinheilig, weil sie sich über korrupte Führer beschweren, sie aber bei Wahlen immer wieder wählen.

Das Lied ist eher ein langes Gedicht mit ruhiger Musik im Hintergrund. Das Video dazu ist in Schwarz-Weiß aufgenommen, um nicht abzulenken von der Botschaft. Innerhalb von fünf Tagen wurde es auf YouTube zwei Millionen malen angeschaut – ein Rekord für einen Künstler aus Ostafrika. Und die sozialen Medien explodierten.

„Wir haben es verdient, Dummköpfe genannt zu werden“, sagt Joseph Kimati, ein 27-jähriger Fahrer und Fan des Rappers. „König Kaka drückt öffentlich aus, was wir uns sagen, aber bei den Wahlen vergessen wir das immer.“

Politiker hingegen spucken Feuer, besonders diejenigen, die im Lied vorkommen. Zum Beispiel Anne Waiguru. Sie war vor vier Jahren Planungsministerin, als fast 700 Millionen Euro aus ihrem Ministerium gestohlen wurden. Weitere Untersuchungen ergaben unter anderem, dass Einkäufe ihrer Ministerialbeamten um ein Vielfaches höher verbucht worden waren, um den Diebstahl zu verbergen. So erwarb das Ministerium den Zahlen nach einen Fernseher für 15.000 Euro und Kondommaschinen für 250.

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Waiguru hat die Verantwortung dafür immer bestritten und wurde nicht verurteilt. Ihr Name wird jedoch immer im selben Atemzug mit dem Skandal erwähnt. Trotzdem wurde sie 2017 zur Gouverneurin der Region Kirinyaga gewählt. Sie droht nun, König Kaka wegen Verleumdung vor Gericht zu bringen.

Selbst Kenias Präsident Uhuru Kenyatta kann dem Zorn des Rappers nicht entkommen. Er kriegt um die Ohren gehauen, dass er pensionierte Politiker im Alter von achtzig und selbst neunzig Jahren auf hohe Posten ernannt und junge Kandidaten ignoriert hat.

Quelle         :      TAZ         >>>>>          weiterlesen

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Grafikquellen         :

Oben           —        Hot air balloon safari early in the morning. The Maasai Mara National Reserve is a large game reserve in Kenya named in honor of the Maasai people (the ancestral inhabitants of the area). It is globally famous for its exceptional population of lions, leopards and cheetahs. The wildebeest are the dominant inhabitants of the Maasai Mara, and their numbers are estimated in the millions. Around July of each year, these ungainly animals migrate north from the Serengeti plains in search of fresh pasture, and return to the south around October. The Great Migration is one of the most impressive natural events worldwide, involving some 1.300.000 wildebeest, 500.000 Thomson’s gazelles, 97.000 Topi, 18.000 elands, and 200.000 zebras. These migrants are followed along their annual, circular route by hungry predators, most notably lions and hyena. When visiting the Maasai Mara you are likely to see the famous Big Five: lion, leopard, elephant, rhino and buffalo

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Zum Jahreswechsel 2020

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Dezember 2019

wünschen wir allen  Mitmachern und Lesern

EINEN GUTEN RUTSCH
UND
EIN FROHES NEUES JAHR

New Year 2014 celebration at the Warsaw National Stadium 6.JPG

Red.  DL / im Auftrag IE

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Grafikquelle      :        New Year 2014 celebration at the Warsaw National Stadium

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DL – Tagesticker 31.12.2019

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Dezember 2019

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Die besten Eingebungen bewahrt sich der Regisseur immer bis an das Ende der Vorstellung auf. Dann senkt sich lautlos der Vorhang auf die einen Pudding gleichende Masse welche vor dem applaudierenden Publikum artig verbeugend die Huldigungen entgegennimmt. Dieses ist nicht mehr als der übliche Alltag in den Parteien, welches die Mafiosi imitiert und das persönliche Versagen kaschiert. Dieser Ablasshandel wurde schon von Martin Luther kritisiert!

Merkels Neujahrsansprache:

1.) Die Krisen der Erde „sind von Menschen verursacht“Merkels

Seit 2005 hält der letzte Arbeitstag vor Silvester für Berliner Zeitungsjournalisten stets noch einen professionellen Nervenkitzel bereit: Die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin. Für Spannung sorgt – bei allem Respekt – weniger der Inhalt der Rede, als die Frage, wann das Manuskript vom Bundespresseamt per Mail verschickt wird und in welchem Verhältnis dieser Zeitpunkt zum Redaktionsschluss der jeweiligen Zeitung steht. Angela Merkel legt Wert darauf, ihre Ansprache erst aufzuzeichnen, wenn die Dunkelheit über Berlin sowie der erleuchtete Weihnachtsbaum vor dem Bundestag dem Hintergrundbild ihres Auftritts einen festlichen Charakter verleihen. Den Text rückt sie erst raus, wenn sie ihn bei der Aufzeichnung unter Ausschluss sonstiger Öffentlichkeit fehlerfrei vom Teleprompter ab- und in die Kamera hineingelesen hat.

Sueddeutsche-Zeitung

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Einmal mehr sehen wir, wofür die SEK (Sekt – Flaschen – Entkorken – Kompanie) der Regierung nützlich ist. Noch nicht einmal zur Nicht – Geisterstunde rufen diese Alarm – Alarm: „der IS der ist da“. Huhuu: “ German – Angst“

 Checkpoint Charlie

2.) Offenbar Fehlalarm durch Schreckschusswaffe

In Berlin ist es nahe dem Checkpoint Charlie zu einem Polizeieinsatz gekommen. Nach Aussagen von Zeugen sollen in einem Café Schüsse gefallen sein. Letztlich handelte es sich aber wohl um einen Fehlalarm. Die Polizei sperrte den Bereich rund um die Kreuzung ab. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten beobachteten die oberen Stockwerke umliegender Häuser. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei rückte an. Auch ein Krankenwagen der Feuerwehr stand an der Kreuzung.

Welt

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Das sollte doch das kleinste aller Übel sein. Ist er nicht als Reisender gekommen ? Ist doch Teil der nützliche Bewegungs-Therapie“.

Starker Wind und extreme Hitze  

3.) Australien: 30.000 Touristen müssen evakuiert werden

In Australien bleibt die Lage angespannt: Jetzt müssen tausende Touristen ihre Unterkünfte verlassen. Trotz der anhaltenden Feuer haben die Behörden das jährliche Feuerwerk in Sydney genehmigt.  Wegen neuer Buschfeuer im Süden Australiens haben die Behörden im Bundesstaat Victoria die Einwohner und rund 30.000 Touristen in der Region Gippsland aufgefordert, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Wer bis zum Montagmittag (Ortszeit) nicht aus dem Urlaubsort Lakes Entrance rund 320 Kilometer östlich von Melbourne entkommen sei, dem sei nun der Weg durch die Flammen versperrt, sagte der Chef der örtlichen Rettungsdienste, Andrew Crisp, Reportern. Die Feuerwehr im benachbarten Bundesstaat New South Wales genehmigte unterdessen das umstrittene Silvester-Feuerwerk im Hafen von Sydney.

T.online

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Er wusste wohl die Einträglichkeit seines Posten Wertzuschätzen ! Im Gegensatz zu seinen Ableger im Saarland. Diese ließ sich zuvor sogar zur Sekretärin hin-abstufen, um anschließend als ein mit heißer Luft gefüllter Ballon hoch oben zu zerplatzen. Uff- de Fress- geflogen ? Aber – die Bande der Landverweser –  fällt ja immer weich!

Langjähriger Ministerpräsident

4.) Manfred Stolpe ist tot

Mehr als ein Jahrzehnt lenkt Manfred Stolpe die Geschicke Brandenburgs. Sein Nachfolger würdigt ihn als Glücksfall für das ostdeutsche Bundesland. Nach langer schwerer Krankheit ist Stolpe nun gestorben. Der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg, Manfred Stolpe, ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren, wie die Staatskanzlei in Potsdam mitteilte. Er erlag in der Nacht zu Sonntag im Kreise seiner Familie einer schweren Krankheit. Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke würdigte Stolpe als „großen Mann, der unser junges Land geprägt hat wie niemand sonst. Er sei im besten Sinne des Wortes Landesvater und Mutmacher in einem gewesen“. Der SPD-Politiker regierte Brandenburg von 1990 bis 2002. Im Anschluss wechselte er ins Kabinett des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder und verantwortete bis 2005 das Verkehrsressort.

ntv

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Wir sehen es einmal mehr: „Gewerkschafter sind keine cleveren Politiker – Innen. Ansonsten hätten sie den Streik als Klimawandel – Hilfsprogramm deklariert um die streikenden Kinder zu unterstützen. Ein Streik mit Bodenhaftung. In diesem Drecksland denkt fast jeder nur an sich selber.

Streik der Germanwings-Flugbegleiter

5.) 180 Flüge an drei Tagen gestrichen

An mehreren deutschen Flughäfen haben Germanwings-Flugbegleiter mit ihrem angekündigten dreitägigen Streik begonnen. Das bestätigte der Sprecher der Kabinengewerkschaft UFO, Nicoley Baublies. Der Ausstand soll bis einschließlich Neujahr dauern. In der Folge fallen bundesweit rund 180 Flüge aus – davon rund 60 am Montag. Germanwings führt seine Flüge für Eurowings aus. Eurowings stellt auf seiner Website eine Übersicht über die Flugausfälle bereit, die das Unternehmen laufend aktualisiert.

Spiegel-online

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Manager haben eben etwas gelernt und sind den meisten Politikern Meilern weit im Voraus. Ganz besonders dann, wenn sie bei ihren Geistern Unterschlupf finden.

Trotz Hausarrest in Japan

6.) Ex-Renault-Chef Ghosn taucht im Libanon auf

Der auf Kaution freigelassene ehemalige Renault-Chef Ghosn wartete zuletzt in Japan auf seinen Prozess. Nun ist er überraschend im Libanon aufgetaucht. Er habe Japan wegen der „Ungerechtigkeit und politischen Verfolgung“ verlassen. Der in Japan auf Kaution freigelassene frühere Auto-Topmanager Carlos Ghosn ist überraschend in den Libanon gereist. Er habe Japan wegen der „Ungerechtigkeit und politischen Verfolgung“ verlassen, die ihm dort widerfahren sei, teilte Ghosn über Sprecher mit. Zugleich betonte er, dass er nicht vor der Justiz fliehe. Laut seinem Freund Ricardo Karam, einem libanesischen TV-Moderator, traf der Automanager am Montagmorgen in der Hauptstadt Beirut ein. „Er ist zu Hause. Es ist ein großes Abenteuer“, sagte Karam.

Tagesschau

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WDR kündigt an,

7.) Satire künftig nur noch zum Thema Gänseblümchen zu machen

 Der Westdeutsche Rundfunk hat aus seinen Fehlern gelernt: Nach der Aufregung um das „Umweltsau“-Lied des WDR-Kinderchors hat der Sender angekündigt, bei der Themenwahl für satirische Beiträge besser aufzupassen. Künftig wolle man nur noch Satiren zum Thema Gänseblümchen veröffentlichen, so WDR-Intendant Tom Buhrow.  Diesen Entschluss hatten die Senderverantwortlichen gefasst, weil Gänseblümchen zu den am wenigsten kontroversen Themen des Landes gehören. Alle Beschäftigten in den Satire-Redaktionen von Formaten wie „Mitternachtsspitzen“ oder „PussyTerror TV“ seien bereits angewiesen worden, ihre Sendungen in „Margritli-Spitzes“, „PollenTerror TV“ umzubenennen.

Postillon

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