DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Archiv für Oktober 8th, 2019

DER ROTE FADEN

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2019

In anderen Umständen: Österreich nach der Wahl

Roter Faden Hannover rote Zusatzmarkierung.jpg

Durch die Woche mit Robert Misik

Nach der Bundestagswahl in Österreich steht kein Stein mehr auf dem anderen. Die Koalitionsverhandlungen dürften schwierig werden.

An nichts halten Menschen so gerne fest, wie an Meinungen, die sie sich einmal gebildet haben. Neben der Trägheit des Geistes gibt es dafür noch diffizilere Gründe: Ist die gebildete Meinung falsch, dann würde eine Haltungskorrektur das Eingeständnis beinhalten, falsch gelegen zu haben – zumindest implizit. „An nichts hält man leidenschaftlicher fest, als an seinen Irrtümern“, meinte vor rund 130 Jahren der große österreichische Sozialistenführer Victor Adler.

Aber auch wenn sie nicht falsch war, sondern nur durch neue Tatsachen überholt wurde, ist es schwierig, sich von einmal gefassten Urteilen zu verabschieden, weil wir vielleicht auch darauf bedacht sind, uns als „geradlinig“ wahrzunehmen – oder von anderen so wahrgenommen zu werden.

John Maynard Keynes, dem legendären Ökonomen, wurde einmal in so einem Fall vorgehalten, seine Meinung geändert zu haben. Seine Antwort: „Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung. Und Sie, was machen Sie?“

Kein Stein auf dem anderen

Womöglich sind wir in Österreich gerade in einer solchen Situation, man weiß das noch nicht so genau. Vergangenen Sonntag hatten wir Wahlen, und es blieb kein Stein auf dem anderen, es ist noch viel Staub in der Luft, der sich erst langsam senkt. Aber es ist gut möglich, dass die Lage jetzt so aussieht: Sebastian Kurz hat triumphiert – und zugleich verloren.

Es gibt ja, es ist glaube ich eine Paraphrase von Hegels „List der Vernunft“ auch die Wendung von der „List der Geschichte“. Damit ist gemeint, dass die großen Geschehnisse tun was sie wollen, und wenn jemand einen Plan verfolgt, so wird der nicht selten durchkreuzt. Und zwar nicht nur, weil die Pläne misslingen, sondern sogar, weil sie gelingen.

Matthias Laurenz Gräff - "Liebende Eltern".jpg

Sebastian Kurz hat sich als harter Rechter positioniert, und mit den Freiheitlichen eine Rechts-Ultrarechts-Regierung etabliert gehabt. Jetzt hat er so gewonnen, dass ihm wohl sein Koalitionspartner abhanden gekommen ist. Nach einem Minus von zehn Prozent und angesichts des erwartbaren innerparteilichen Chaos werden die eher länger kein stabiler Allierter sein. Aber das heißt, dass Sebastian Kurz strategische Konzeption jetzt ohne Partner da steht. Er wird sich also wahrscheinlich ändern müssen.

Grünes Dilemma

Jetzt stellen sich viele auf eine Koalition von Kurz‘ Volkspartei mit den österreichischen Grünen ein. Demnächst wird es wohl jedenfalls so sein, dass Kurz den Auftrag zur Regierungsbildung bekommt und Gespräche mit den Grünen beginnt. Natürlich, ob die zu einem Ergebnis kommen steht in den Sternen. Und wenn, dann wird das wohl noch mindestens bis Jahresende dauern. Auch Sebastian Kurz weiß wohl, dass er mit den Grünen nicht jene Politik fortsetzen wird können, die er mit der FPÖ gemacht hat. Das würde einfach nicht funktionieren, und die Grünen würden da natürlich auch nicht mittun.

Quelle          :         TAZ           >>>>>        weiterlesen

———————————————————————

Oben    —    Roter Faden in Hannover mit beschriftetem Aufkleber als Test für einen möglichen Ersatz des auf das Pflaster gemalten roten Strichs

Abgelegt unter Europa, Medien, Opposition, Regierung | Keine Kommentare »

Widerspruch gegen „NO5G“

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2019

WIDERSPRUCH gegen Ihren abschlägigen Bescheid vom 1. Oktober 2019 zu „NO5G für Ravensburg und deutschlandweit“

Ravensburg Blick von Federburgstraße.jpg

Von Stefan Weinert – Ravensburga)

Übergabe per Papierdokument mit Unterschrift bei der Stadtverwaltung (Vorzimmer OB) am Montag, 07. Oktober 2019, gegen Empfangsbestätigung – erledigt  — b) per Email am 7. Oktober 2019 mit Verteiler RP Tübingen, Stadträte, 5G+ [bcc]

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Rapp, sehr geehrte Herr Bürgermeister Blümcke,

sehr geehrter Herr Bürgermeister Bastin, sehr geehrte Damen und Herren des Verwaltungs- und Wirtschaftsauschuss’ Ravensburg,

hiermit lege ich WIDERSPRUCH gegen Ihren abschlägigen Bescheid (Aktenzeichen wurde nicht vergeben) vom 1.Okoiber 2019 ein. Ihr Verwaltungsakt richtet sich gegen meine Petition „NO 5G in Ravensburg und deutschlandweit“. Mein Widerspruch gegen Ihren Bescheid gliedert sich in vier Punkte:

  1. Die von mir im Juli 2018 initiierte Petition, war und ist zum Zeitpunkt der Entscheidung Ihres Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss‘ (VuW) am 30. September 2019 noch gar nicht abgeschlossen, was Ihnen aber bekannt war. In meinem – an den Herrn OB gerichteten Anschreiben  vom 15. Juli 2019 heißt es: „Weitere Unterschriften dieser Petition  übersende ich Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt.“ Am 15. Juli  2019 hatte die Petition 2.320 Unterschriften. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Widerspruchs sind es jedoch 3.939 Unterschriften , darunter neue und zusätzliche handschriftliche aus Ravensburg und dem Umland. Diese insgesamt zusätzlich 1.619 Gegner/innen (70 Prozent Zuwachs) von 5G in Ravensburg und deutschlandweit hatten demnach keine Chance,  bei Ihrer Entscheidung berücksichtigt zu werden und diese zu beeinflussen. Über die immer noch (wie Sie wussten) geöffnete Petition hätten Sie zum 30. September 2019 demnach gar nicht abschließend entscheiden dürfen. Gegen diesen Tatbestand richtet sich mein Widerspruch in Punkt 1.
  2. Die Petition lautet offiziell „NO5G – in Ravensburg und deutschlandweit“ und in ihrer  „Präambel“  heißt es ausdrücklich: „WIR – DIE UNTERZEICHNERINNEN UND UNTERZEICHNER DIESER PETITION – SPRECHEN UNS ENTSCHIEDEN GEGEN DIE IMPLEMENTIERUNG DER 5G-MOBILFUNKSTRAHLUNG IN UND UM RAVENSBURG AUS.  WIR LEHNEN DIESE GIGA[N]TOMIE NICHT NUR FÜR UNS, SONDERN AUCH BUNDESWEIT OHNE „WENN UND ABER“ AB. –  WIR ALLE BITTEN DIE RAVENSBURGER VERWALTUNGSSPITZE UND DIE VERANTWORTLICHEN JEDER KOMMUNE IN DEUTSCHLAND, VON DIESER MASSNAHME ABSTAND ZU NEHMEN. DENN DIE UNSICHTBAREN STRAHLEN DER 5G-MOBILFUNKTECHNIK GENERIEREN NACHWEISBAR GESUNDHEITSSCHÄDEN UND KRANKHEITEN BIS HIN ZUM TOD (KREBS)“.

In meinem o. e. Schreiben vom 15. Juli 2019 schrieb ich deshalb auch: „Auch wenn nicht alle Unterschriften direkt aus Ravensburg, dem Schussental, dem Landkreis Ravensburg oder dem PLZ-Gebiet „88“ kommen, so solidarisieren sich doch  alle Mitpetent/innen mit dem Anliegen, auch in 88212/14 Ravensburg keine 5G –Mobilfunktechnik einzuführen.“ – Wenn es nun  in Ihrem Bescheid heißt: „Seitens der Stadt Ravensburg konnte der Petition nicht abgeholfen [Anm. unterstrichen] werden,“ dann übersteigt das Ihre Kompetenz. Sie können zwar „der Petition – insofern sie die Stadt Ravensburg betrifft – abschlägig bescheiden“, nicht aber grundsätzlich, wie Sie es aber getan haben. Gegen diesen Tatbestand richtet  sich mein Widerspruch in Punkt 2.

3a. Als Begründungen für Ihren abschlägigen Bescheid führen Sie zum einen an, dass „allein die Bundesnetzagentur  für die Erfüllung der dort festgelegten Aufgaben zuständig“ sei, und zum anderen schreiben Sie: „Städtische Zuständigkeiten zum neuen Mobilfunkstandard sind ausschließlich in den Bereichen des Bauplanungs- und Bauordnungsrechts gegeben. Sofern aber die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Mobilfunkanlagen eingehalten werden und keine weiteren baurechtlichen Vorgaben bestehen, hat die Kommune nicht die Möglichkeit, eine lokale Einführung des 5G-Mobilfunkstandards gänzlich zu verhindern.“

Sie berufen sich bei der ablehnenden  Haltung  zur Petition „NO5G“  auf die Bundesnetzagentur und das  Bauplanungs- und Bauordnungsrecht, und unterschlagen dabei Wichtiges und Unabdingbares, das in Ihrer Verantwortung steht, Sie aber unterlassen haben, zu tun. Ich verweise in meinem Widerspruch zu diesem Punkt auf die Bauleitplanung und den § 1 BauGB., die durch zu führen und zu beachten in Ihrer Verantwortung stehen. Für die Aufstellung von Bauleitplänen sind die Gemeinden in kommunaler Selbstverwaltung zuständig und haben somit die kommunale Planungshoheit. Im Rahmen der Gesetze können Sie als Stadt Ravensburg somit ihre städtebauliche Entwicklung eigenverantwortlich steuern. Sie unterliegen dabei aber der Rechtsaufsicht höherer Verwaltungsbehörden und der Normenkontrolle der Justiz. Bei der Bauleitplanung müssen Sie als Gemeinde Ravensburg  Ziele der Raumordnung, die sich aus Raumordnungsplänen ergeben, beachten. § 1 Abs. 4 BauGB spricht hier von der  Anpassungspflicht, sowie von öffentlichen und privaten Belangen, die zu berücksichtigen sind (§ 1 Abs. 7 BauGB, Abwägungs­pflicht).

Ravensburg Hochhaus Osten.jpg

  • 1 BauGB stellt im Übrigen auch und vor allem hohe Anforderungen an die Bauleitplanung. Nach den dort festgelegten Grundsätzen sollen Bauleitpläne u. a. dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln. Zum Beispiel ist in § 1 Abs. 6 Nr. 7 festgelegt, dass bei der Aufstellung der Bauleitpläne „die Belange des Umweltschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, insbesondere des Naturhaushaltes, des Wassers, der Luft und des Bodens einschließlich seiner Rohstoffvorkommen sowie das Klima“ zu berücksichtigen sind. Die Bauleitplanung wird daher in der Regel durch die Landschaftsplanung naturschutzfachlich begleitet und enthält regelmäßig einen gesonderten Umweltbericht.. Gegen diese, in Ihrer Beurteilung zu 5G unterlassene Versäumung und Nichtbeachtung der Bauleitplanung und den Vorschriften des  § 1 BauGB richtet sich mein Widerspruch in Punkt 3a. Eine Verfassungsbeschwerde und eine Klage wegen unterlassener Hilfeleistung behalte ich mir vor.

3b. Wie Ihnen bekannt, wird die 5G-Mobilfunktechnik unter den Profis, wie beispielsweise Ärzten, Strahlentechnikern, Umweltverbänden, Arbeitskreisen, Organisationen und  Sachverständigen sehr kontrovers diskutiert, und es ist noch lange nicht klar, in welchem Maße die 5G-Strahlung menschliches Leben, die Fauna und Flora gefährdet. Dass die 5G-Tehnik das Lebende allerdings gefährdet ist erwiesen und steht außer Frage, und Sie als Stadtverwaltung gestehen das ja auch an mehren Stellen selbst ein. Dennoch haben  Sie unter dieser Prämisse und auch der Ihnen  zu diesem Zeitpunkt schon bekannten Proteste aus der Bevölkerung trotzdem am 18. Februar 2019 beschlossen (Gemeinderatsbeschluss), „um das Geschehen aktiv mitbestimmen zu können, strebt die Stadt Ravensburg an, als Pilotkommune die Einführung  des 5G-Standards wissenschaftlich begleiten zu lassen. Dabei soll geprüft werden, ob eine Steuerung der Mobilfunkversorgung unter gesundheitlichen Aspekten möglich ist, etwa die Möglichkeit zur Einrichtung möglichst strahlungsarmer Bereiche für elektrosensible Menschen.“ (Zitiert aus Ihrem Brief vom 1. Oktober 2019).

Dazu ist zu bemerken, dass – wenn die 5G-Strahlung die Gesundheit gefährdet, bis hin zur Krebserkrankung, dies  dann aber – im Sinne der Bioethik – allem Lebenden gegenüber gilt. Im Gegensatz  zur Schädigung der Fauna und Flora, die juristisch allerdings leider nur als „Sachbeschädigung“ (bei Tieren) eingestuft wird, handelt es sich bei den mehr als 51.000 Frauen, Männern, Säuglingen, Kindern, Schüler/innen, Auszubildenden, Studenten, Erwachsenen und Pflegebedürftigen um MENSCHEN.

Jene alle eben aufgezählten Vertreter des homo sapiens, vor (prä) der eigentlich dringend notwendigen, vorsorglich allgemeinen Prüfung (gesetzlich verankertes Vorsorgeprinzip) der gefährlichen Technologie 5G, in den Feldversuch zu schicken, ist skandalös, kriminell  und auch unzulässig. Dagegen richtet sich mein Widerspruch in Punkt 3b. Auch in diesem Punkt behalte ich mir eine Verfassungsbeschwerde und eine Klage wegen unterlassener Hilfeleistung vor.

Die Petition „NO5G in Ravensburg und deutschlandweit“ bleibt bis zum 31. Dezember 2019, 24:00 Uhr geöffnet und kann bis zu diesem Zeitpunkt unterzeichnet werden.

Ich bitte, meinen Widerspruch  zeitnah zu bearbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Weinert

Hier geht es   >>>     Zur Petition auf Change  <<<

—————————————————————

Grafikquellen        :

Oben      —        Ravensburg Blick von der Federburgstraße (Höhe Urbanstraße) über die Südstadt zur Altstadt

Abgelegt unter Baden-Württemberg, Deutschland, Opposition, Umwelt | Keine Kommentare »

Beleidigungsbrief der ARGE

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2019

 ca. 35 Erwerbslose feierten eine „Arme Würstchen Party“ im Jobcenter

Quelle      :        Scharf  —  Links

Von KEAs e.V. und Initiative erwerbslos nicht wehrlos

Verleihung der Auszeichnung „Goldener Haufen rassistischer/klassistischer Scheiße“ an die Leitung des Jobcenters Köln-Porz

Anlass der Party war ein anonymer Beleidigungs- und Drohbrief, der per Hauspost an die Beratungsstelle Die KEAs e.V. (Kölner Erwerbslose in Aktion) gesendet wurde und mit offiziellem Stempel aus dem Jobcenter versehen ist . In diesem Brief werden Beratende und Alg II-Bezieher*innen pauschal als “Arme Würstchen“, „ Penner“ , „lächerlicher Haufen Scheiße“ und „ Asis und Kanaken“ bezeichnet. Die heutige Party war die Antwort der Initiative erwerbslos nicht wehrlos darauf .

Der Einladung folgten über dreißig Menschen, die eine stimmungsvolle Party mit Musik, Tanz uvm. im Wartebereich des Jobcenters feierten. Schmunzelnde sog. „Kunden „ im Wartebereich, Verteilung von Ballons an Kinder, sichtlich überforderte Mitarbeiter*innen und Sicherheitsdienst und immer wieder die Forderung, die Leitung möge sich her bemühen um ihren hart bzw. „hartz“ verdienten Preis entgegen zu nehmen – den goldenen Haufen rassistischer/ klassistischer Scheiße.

Die Preisträgerin ließ eine halbe Stunde auf sich warten, dennoch wurde sie mit einem hartzlichen Applaus begrüßt.

Auf den Wunsch der Preisträgerin hin wurde die Preisverleihung vor das Gebäude verlegt. Dort wurden die Gäste bereits von ca. 20 Polizist*innen erwartet. Trotz kleinerer Störungen seitens der Beamt*innen, wurde der Leitung der anonyme Beleidigungs- und Drohbrief verlesen. Die Jobcenter Leitung nahm den Inhalt desinteressiert auf und beauftragte im Anschluss die Beamten, die Personalien der Demonstrierenden festzustellen.

Diese Reaktion bestätigte die Jury in der Entscheidung, dass sie eine wirklich würdige Preisträgerin ist. Nach einer kurzen Laudatio und der Überreichung des goldenen Haufens rassistischer/ klassistischer Scheiße wollten die Protestierenden das Gelände verlassen. Einigen gelang dies, andere wurden auf dem Parkplatz von der Polizei eingekesselt oder vom öffentlichem Raum zurück auf das Jobcenter Gelände gezerrt. Dieses Vorgehen diente der Feststellung von Personalien, auch wenn dies nicht bei allen gelang.

File:Protest - "Hartz 4 macht nackig".JPG

Hiernach wurde noch auf der Straße bei Snacks und Grillwurst heiter weiter gefeiert und gefleyert.

Es bleibt dabei – Widerstand lohnt sich! Der Ausgangspunkt der Proteste und des Schreibens vom Jobcenter, war eine besonders böswillig und rassistisch agierende Fallmanagerin – Fr. A.. Diese soll laut mehrerer Betroffener seit Anfang September immerhin nicht mehr in Erscheinung getreten sein (erste Aktion: https://www.die-keas.org/Jobcenter%20Porz%20Begleitung ).

„Ihr werdet uns nicht los, wir sind viele und werden mehr.“ so die Ansage von Kim O. .

Hartz IV abschaffen!

Reichtum verteilen!

Armut abschaffen! 

Initiative erwerbslos nicht wehrlos & KEAs e. V.

Urheberrecht
Die unter www.scharf-links.de angebotenen Inhalte und Informationen stehen unter einer deutschen Creative Commons Lizenz. Diese Lizenz gestattet es jedem, zu ausschließlich nicht-kommerziellen Zwecken die Inhalte und Informationen von www.scharf-links.de zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich zugänglich zu machen. Hierbei müssen die Autoren und die Quelle genannt werden. Urhebervermerke dürfen nicht verändert werden.  Einzelheiten zur Lizenz in allgemeinverständlicher Form finden sich auf der Seite von Creative Commons http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/.

—————————————————————-

Grafikquellen       :

Oben      —          Scharf-Links

privat     —   KEAs

———————————-

Unten       —  

„Hartz 4 macht nackig“.
Date
Source Own work
Author High Contrast
Permission
(Reusing this file)
I, the copyright holder of this work, hereby publish it under the following license:
w:en:Creative Commons
attribution

Abgelegt unter Deutschland, HARTZ IV, Köln, Nordrhein-Westfalen | Keine Kommentare »

Der Quantencomputer

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2019

Und plötzlich ist da eine andere Welt

DWave 128chip.jpg

Eine Kolumne von

Googles Roboter haben die eigenen Schöpfer ausgetrickst: Ein durch die Suchmaschine geleakter Fachartikel beschreibt einen Durchbruch beim Thema Quantencomputer. Hat sich gerade die Welt verändert?

Ein Polizist hält den Physiker Werner Heisenberg am Steuer eines Autos an. „Wissen Sie, wie schnell sie gefahren sind?“, fragt der Beamte. „Nein“, sagt Heisenberg, „aber ich weiß ganz genau, wo ich gerade bin.“

 

Ein Witz über Quantenphysik – in der Langversion kommen auch Erwin Schrödinger, Georg Simon Ohm und eine tote Katze vor.

Die Welt der Quanten scheint ein seltsames Reich. Darin gibt es keine Gewissheiten, wie in der alten Welt der Newton’schen Physik, sondern nur noch Wahrscheinlichkeiten. Heute können Quantenphysiker sich zwar darauf einigen, wie viele Phänomene aus dieser Welt zu berechnen sind – aber nicht, was sie eigentlich bedeuten.

Noch bevor wir sie wirklich verstanden haben, hat die schon knapp hundert Jahre alte Quantenphysik die Welt aber womöglich nachhaltig verändert. So nachhaltig, dass wir sie in einigen Jahrzehnten – oder Jahren? – vielleicht kaum wiedererkennen werden.

Ein verhängnisvoller Fehler

Das hat mit einem Forschungsbericht zu tun, dessen Entwurf irgendjemand offenbar etwas unvorsichtig auf einem für solche Zwecke vorgehaltenen Server der US-Raumfahrtbehörde Nasa abgelegt hatte. Der Server hing am Internet, und Googles Crawler entdeckten das Paper. Daraufhin bekamen dem Quantenphysiker Jonathan Dowling zufolge alle an solcher Forschung Interessierten, die einen entsprechenden Alert bei Googles Forschungsplattform Scholar eingerichtet haben, automatisch eine Kopie des Textes zugeschickt.

Der Bericht stammt von einem Team bei Google, das seit Jahren verspricht, man werde demnächst „Quantenüberlegenheit“, quantum supremacy, erreichen. Der dramatisch klingende, durchaus umstrittene Begriff bedeutet: zu demonstrieren, dass ein Quantencomputer eine konkrete Aufgabe viel schneller lösen kann als ein „klassischer“ Computer, der nur mit Bits von 0 oder 1 operiert. Quantencomputer arbeiten mit sogenannten Quantenbits oder Qubits, die viele unterschiedliche Werte annehmen können.

Unendlich viele Kopien des Universums?

NASA Quantum Future Technologies Conference.jpg

Quantenmechanik gehört zu den verrücktesten Aspekten der modernen Physik. Es gibt viele unterschiedliche Lesarten der gleichen theoretischen Grundlagen. Der Physiker Sean Caroll legt sich in seinem kürzlich erschienenen, sehr empfehlenswerten Buch „Something Deeply Hidden“ auf eine davon fest, die besonders verrückt erscheint: Die „Many Worlds“-Hypothese, der zufolge jedes noch so winzige beobachtete Ereignis eine fast, aber nicht ganz identische Kopie des Universums erzeugt. Eine Welt mit Quantenmechanik – und in Wahrheit ist alles Quantenmechanik, vom Atomkern bis zur Gestalt des Universums selbst – ist in jedem Fall irgendwie bizarr und unvorstellbar. Trotzdem kann man auf der Basis der grundlegenden Kalkulationen schon jetzt funktionierende Computer bauen.

Quelle        :         Spiegel-online         >>>>>        weiterlesen

—————————————————————-

Grafikquellen       :

Oben        —      Photograph of a chip constructed by D-Wave Systems Inc. designed to operate as a 128-qubit superconducting adiabatic quantum optimization processor, mounted in a sample holder.

————————————

Unten        —        Group photo of the participants from the inaugural NASA Quantum Future Technologies Conference at NASA Ames Research Center in January 2012

Abgelegt unter Amerika, Kultur, Politik und Netz, Wirtschaftpolitik | Keine Kommentare »

Von Costa lernen

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2019

Wahlsieg der Sozialisten in Portugal

António Costa img 6536.jpg

Von Reiner Wandler

In Portugal hat António Costa die Wahlen gewonnen – mit sozialdemokratischer Politik. Davon können die deutschen Genossen nur träumen.

Egal wo man hinschaut, ob nach Deutschland, nach Frankreich, nach Österreich, nach Griechenland … in ganz Europa steckt die Sozialdemokratie in einer tiefen Krise.

Nein, nicht in ganz Europa. Ein kleines Land ganz im Südwesten der Union macht vor, dass es auch anders geht. In Portugal hat die Sozialistische Partei (PS) unter Premierminister António Costa bei den Parlamentswahlen am Sonntag die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt. Der 58-jährige Jurist wird leicht einen Partner auf seiner Linken finden, um bequem weitere vier Jahre regieren zu können.

Dabei stand vor nur wenigen Jahren auch seine PS vor dem Abgrund. Nichts deutete daraufhin, dass die portugiesischen Sozialdemokraten, die ebenso wie ihre griechischen Genossen die Sparpolitik im Auftrag der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) akzeptierten und mit umgesetzt hatten, dem Untergang entgehen könnten. Doch dann kam mit Costa der Wechsel an der Parteispitze und mit ihm der Wechsel in der Politik. Als die Konservativen vor vier Jahren trotz Wahlsieg an der Regierungsbildung scheiterten, nutzte Costa die Chance und bildete das, was bis dahin nicht nur in Portugal verschrien war: ein Bündnis mit linken Parteien.

Er handelte mit der Kommunistischen Partei und dem linksalternativen Bloco de Esquerda (Linksblock) ein Regierungsprogramm aus. Diese duldeten ihn. Costa brachte im Gegenzug soziale Maßnahmen ein und nahm wichtige Teile des Sparprogramms seiner konservativen und auch sozialistischen Vorgänger zurück. So erhöhte er zum Beispiel den Mindestlohn, strich die Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst, hob die Renten an und senkte die Steuern für Geringverdienende, während er sie für die Reichern erhöhte. Und all das gegen die Warnungen aus Brüssel.

Mit Finanz- und Sozialpolitik zur Volkspartei

Costa und mit ihm sein Finanzminister Mário Centeno lagen richtig. Die Binnennachfrage erholte sich. Die Arbeitslosigkeit ging zurück, die Steuereinnahmen stiegen. Trotz oder gerade wegen weniger Austerität zahlte Costa die Kredite der EU und des IWF schneller ab, als geplant. Das Haushaltsdefizit sank, ebenso wie die Staatsverschuldung.

Die PS ist mit der Mischung aus finanzpolitischer Realpolitik und sozialem Programm zur portugiesischen Volkspartei Nummer eins aufgestiegen. Die Konservativen, die weiter Sparpolitik predigen, liegen am Boden. Eine rechtsextreme Formation, vergleichbar mit der deutschen AfD oder der Vox im benachbarten Spanien, gibt es in Portugal nicht.

Sánchez se reúne en Lisboa con Costa, Lisboa (Portugal), 02-07-2018 (4).png

Portugal zeigt, dass eine sozialdemokratische Partei mit sozialdemokratischer Politik durchaus gesellschaftliche Akzeptanz genießen kann. Und genau hier scheitern die großen Schwesterparteien, wie etwa die SPD: Die deutsche Sozialdemokratie verabschiedete sich unter Kanzler Gerhard Schröder von einer Sozialpolitik, die diesen Namen verdient. Wettbewerb und Finanzpolitik standen für ihn – ebenso wie für die CDU/ CSU – im Vordergrund.

Quelle       :       TAZ      >>>>>         weiterlesen

———————————————————–

Grafikquellen       :

Oben       —        António Costa

—————————

Unten       — 

Source Galería fotográfica: Pedro Sánchez se reúne en Lisboa con António Costa
Author Ministerio de la Presidencia. Gobierno de España (Pool Moncloa)
The copyright holder of this file, Gobierno de España, allows anyone to use it for any purpose, provided that the copyright holder is properly attributed. Redistribution, derivative work, commercial use, and all other use is permitted.
Attribution: Ministry of the Presidency. Government of Spain

Abgelegt unter Europa, Regierung, Sozialpolitik, Wirtschaftpolitik | Keine Kommentare »

DL – Tagesticker 08.10.19

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Oktober 2019

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

*************************************************

Na ! – Wo kam der lechtzte Gesandte in der Türkei denn her ? Seehofer war sein Name – und aus Schland kam er ? „Schafft uns die Flüchtlinge vom Hals – sonst knallt es“ .

Nordsyrien

1.) „Jetzt bleibt uns nur der Kampf, nichts anderes“

Noch am Sonntag schwenkten kurdische Männer, Frauen und Kinder in Nordsyrien ihre Fahnen und jubelten amerikanischen Soldaten nahe der internationalen Basis Ras al-Ain zu. Nur einen Tag später ist aus der Begeisterung tiefe Bestürzung geworden. Denn am Montag gab US-Präsident Donald Trump in einem Gespräch mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan grünes Licht für dessen geplante Offensive. Schon um 6.35 Uhr Ortszeit zogen sich US-Soldaten aus ihren Basen in Tal Abyad und Serikani zurück, um einrückenden türkischen Truppen nicht im Wege zu stehen.

Welt

*************************************************

Von einen der Auszog die Welt auf sein persönliches Niveau zu ziehen.

Donald Trump auf Twitter

2.) Amerikanischer Präsident droht Türkei mit wirtschaftlicher Zerstörung

Donald Trump hat sich auf Twitter an die Türkei gewandt und dem Land mit der wirtschaftlichen Zerstörung gedroht. Der amerikanische Präsident wählte dabei einmal mehr eine spezielle Wortwahl.

Stuttgarter-Zeitung

*************************************************

Wurde hier ein Platz im Paternoster der Bild-Zeitung verpasst? Die breite Presse geht heute einmal mehr auf Gespensterjagd ? Huuh – German Angst.

Neun Verletzte in Limburg:

3.) Lastwagen fährt auf Pkw auf – Anschlag nicht ausgeschlossen

Nach dem Lkw-Zwischenfall in der hessischen Kleinstadt Limburg steht nun die Suche nach den Gründen für das Unglück im Fokus. Die Polizei äußerte sich auch am frühen Dienstagmorgen nicht dazu, ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag gehandelt habe. Es gab auch keine Informationen darüber, ob sich der Fahrer, der das Fahrzeug wohl kurz zuvor gestohlen hatte, sich zu seinem Motiv geäußert hat oder ob der Laster Bremsspuren auf dem Asphalt hinterlassen hat. Bis in den späten Abend hinein werteten Ermittler Zeugenaussagen aus. Am Morgen wolle man sich zu Erkenntnisse der Nacht äußern, sagte ein Sprecher.

Kölner Stadt-Anzeiger

*************************************************

HIER = Meldungen für alle Kritiker, welche ansonsten in der letzten Zeit kein Gehör mehr fanden.

Aktivisten sorgen für Aufruhr

4.) Eskalation durch „wirre Endzeitsekte“? Protestler verharren bis spät in die Nacht

Mehr als vier Stunden nach Beginn der Räumung des Potsdamer Platzes in Berlin haben immer noch Dutzende Klimaaktivisten von Extinction Rebellion dort ausgeharrt. Am Abend verschickten Organisatoren der Gruppe die Nachricht, dass die Berliner Polizei ihre Aktion gegen die Demonstranten abgebrochen habe. „Wir haben es geschafft: Die Räumung am Potsdamer Platz wurde unterbrochen! Die Stimmung könnte nicht besser sein.“ Die Polizei gab dazu am Montagabend zunächst keine Auskunft: „Ich kann eine Unterbrechung der Räumung weder bestätigen noch dementieren“, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Wenig später twitterte die Verkehrsleitzentrale Berlin, eine Einrichtung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Die Polizei hat die Räumung am #PotsdamerPlatz in #Tiergarten abgebrochen. Der Potsdamer Platz sowie der #GroßeStern bleiben vorerst #GESPERRT.“

Merkur

*************************************************

Nicht ganz ohne Worte ! Aber in der Politik laufen nur solche Assistenten – Innen frei herum und glauben sogar die Welt regieren zu können. Großmut kommt vor den Fall.

Kölner Kind starb in Klinik:

5.) Könnte Selin (†4) noch leben? Gutachten liegt jetzt vor

Der Tod des eigenen Kindes ist der schlimmste Schicksalsschlag, den Eltern erleiden können. Vor allem dann, wenn sie davon überzeugt sind, dass Ärzte daran Schuld seien. Für Familie Ismet aus Vingst ist der Fall klar: Ihre kleine Selin (†4) würde noch leben, wenn sie rechtzeitig und richtig behandelt worden wäre. Und das haben die Eltern jetzt auch schriftlich: Das Ergebnis eines Gutachtens liegt vor.

Rückblick: Mit hohem Fieber bringen die Eltern Selin am 22. Dezember vergangenen Jahres in die Notfall- und Aufnahmeambulanz der Kinderklinik Porz am Rhein. Dort wird ein Infekt der oberen Luftwege festgestellt. Die behandelnde Assistenzärztin entlässt die kleine Patientin wieder. Empfohlen wird unter anderem, viel zu trinken und mit Medikamenten oder kühlenden äußeren Anwendungen das Fieber zu senken. Auch eine Wiedervorstellung bei einem Arzt wird angeraten, wie aus dem Klinikschreiben hervorgeht.

Express

*************************************************

Nachtigall ik hör dir trapsen ? Oder war es doch die Wachtel von der Leine ?

Europäischer Rechnungshof :

6.) Die EU macht wenig Fehler

Die Zeiten hoher Fehlerquoten bei der Verteilung der EU-Haushaltsmittel sind offenbar vorbei. Wie aus dem Bericht des Europäischen Rechnungshofs für das Haushaltsjahr 2018 hervorgeht, lag die Fehlerquote zuletzt bei 2,6 Prozent. Das sind nur etwas mehr als die 2,4 Prozent von 2017, dem niedrigsten je gemessenen Wert, und nahe an der angestrebten Fehlerquote von maximal 2 Prozent. Auf den Gesamthaushalt bezogen, entspricht das rund 4 Milliarden Euro. Allerdings ist eine Hochrechnung auf Basis der 728 genommenen Stichproben nicht unproblematisch. Am höchsten lag die Fehlerquote 2018 mit rund 5 Prozent bei der Vergabe der Strukturfördermittel. Das liege nicht zuletzt daran, dass die EU-Regeln auf diesem Feld nach wie vor zu komplex seien, sagte der Präsident des Rechnungshofs, Klaus-Heiner Lehne.

FAZ

*************************************************

Nächster Horror-Verdacht:

7.) Wurden für Wilke-Wurst unschuldige Tiere getötet?

Ganz Deutschland ist derzeit schockiert von den unhygienischen Zuständen bei der Firma Wilke Wurstwaren, deren mit Listerien belastete Produkte den Tod von zwei Menschen verursacht haben. Doch nun gibt es einen neuen schrecklichen Verdacht gegen den Skandalbetrieb: Laut Informationen, die dem Postillon vorliegen, sollen für Produkte von Wilke Wurstwaren millionenfach Tiere getötet worden sein.  Der Vorwurf ist ungeheuerlich: Wurden unzählige Rinder, Schweine, Puten und Hühner erst hingerichtet und ihre Leichname anschließend regelrecht verwurstet, damit das Unternehmen aus Twistetal seine Umsätze steigern konnte? Darauf deuten geschäftliche Unterlagen der inzwischen insolventen Firma sowie die Aussagen mehrerer Zeugen hin.

Postillon

*************************************************

Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

——————————————————————————————————————

Grafikquellen      :     DL / privat – Wikimedia  Commons – cc-by-sa-3-0

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »