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Archiv für August 29th, 2019

Greta Thunberg in der USA

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2019

Mit Liebe in New York begrüßt

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Von Dorothea Hahn

Nach zwei Wochen auf dem Atlantik erreicht die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg New York. Am Freitag will sie hier wieder streiken.

 „Welcome Gredda“, rufen Hunderte Kinder und Jugendliche vom Battery Park aus. Dazu schwenken sie Transparente, auf denen zu lesen ist, dass die politisch Verantwortlichen versagt haben, dass die Wälder brennen, dass der Meeresspiegel steigt und dass die Ankommende eine Heldin ist, die Geschichte machen wird. Die 16-jährige Greta Thunberg steht wie eine Galionsfigur auf dem Bug der „Malizia II“. Sie trägt den schwarzen Ganzkörperoverall, in dem sie die zurückliegenden 15 Tage verbracht hat, hält sich an einem Gitter fest und winkt zurück.

Auf dem allerletzten Stück ihrer Atlantiküberquerung ohne fossile Brennstoffe verlangsamen Nordwind und Ebbe die Fahrt. Die Jacht muss immer wieder auf dem Hudson River vor dem Wind kreuzen und nähert sich nur ganz allmählich dem Ufer. Dabei umkreist sie eine Flotille von 17 kleineren Booten. Jedes hat Segel in einer anderen Farbe, auf die eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen geschrieben ist – von der Abschaffung der Armut über die Gleichstellung der Geschlechter bis hin zu Aktionen gegen den Klimawandel.

Kurz vor 16 Uhr ist die „Malizia II“ in Rufweite der kleinen Marina am Fuß des World Trade Centers in Manhattan angelangt. Auf den letzten Metern bugsiert ein Motorboot sie zu dem Anlegeplatz. „Danke, dass du gekommen bist“, rufen Jugendliche. Der Kapitän hilft Thunberg von Bord. Sie hat das große weiße Schild mit der schwedischen Aufschrift „Skolstrejk för Klimatet“, mit dem sie berühmt geworden, unter einem Arm.

Als sie ihre ersten Schritt an Land tut, wankt sie ein wenig. Aber sie geht unbeirrt weiter auf die kompakte Menschenmenge zu, die seit Stunden auf sie wartet. Die meisten Wartenden sind Teenager. Auch sie haben noch nie gewählt und fühlen sich bereits verantwortlich für die Zukunft des Planeten. Wie Greta Thunberg, deren Mutter Opernsängerin und deren Vater ein ehemaliger Schauspieler ist, die beide ihr Leben rund um den Aktivismus der Tochter umorganisiert haben, stammen auch die meisten jungen New Yorker Klimaaktivisten aus der gebildeten Mittelschicht.

„Wir alle haben Klima-Probleme“

Wenige Minuten nach ihrer Landung steht die Schwedin in ihrem schwarzen Overall auf einer Bühne unter zwei Bäumen am Rand der North Cove Marina. Vor ihr liegt der Finanzdistrikt von New York, hinter ihr der Hudson River, aus dem sie gerade gekommen ist und von wo aus die Freiheitsstatue alles überragt. Neben ihr stehen zwei Mädchen, die zwar ein wenig größer, aber noch jünger sind als sie. Die beiden begrüßen Thunberg wie langjährige Profis am Mikrofon.

„Greta bringt die Zukunft nach Amerika“, sagt die 14-jährige Alexandria Villaseñor. „Sie hat Hunderttausende von Jugendlichen ermutigt.“ Die New Yorkerin folgt seit Ende vergangenen Jahres dem Beispiel der Schwedin. Sie macht jeden Freitag, auch bei Schnee und bei brütender Hochsommerhitze, einen Schulstreik für das Klima auf einer Metallbank vor dem Sitz der Vereinten Nationen. Dabei trägt sie Wanderschuhe, wie auch an diesem Mittwoch an der Marina. Im Laufe der Zeit ist der Zirkel um Alexandria Villaseñor größer geworden. An diesem Tag hat sie sogar einen Pro-bono-Pressesprecher, der ihre Interviews organisiert. Aber von den Massen, die Greta Thunberg in Europa folgen, ist sie noch weit entfernt.

2019 Austrian World Summit Climate Kirtag (47958588536).jpg

Als Zweite spricht die 17-jährige Xiye Bastida, die in Mexiko geboren ist und deren Familie nach einer extremen Trockenheit gefolgt von einer Überflutung in ihrer Region nach New York gezogen ist, wo kurz zuvor Hurrikan „Sandy“ gewütet hatte. „Wir alle haben Klima-Probleme – Schweden, Mexiko und New York“, sagt Xiye Bastida.

Dann stellt sie eine der vielen existenziellen Fragen, mit denen sich die Teenager um sie herum befassen: „Nächste Woche beginnt bei uns das neue Schuljahr. Aber wie sollen wir lernen, wenn die Gletscher schmelzen?“ Im Publikum erzählt ihre stolze Mutter, die Ethnologin Geraldine Patrick, wie ihre Tochter den Umweltclub an ihrer New Yorker Schule aufgemöbelt hat. „Diese Generation versteht, dass es darum geht, das Narrativ zu verändern und die Kommerzialisierung der Natur zu beenden“, sagt die Mutter.

Quelle      :      TAZ          >>>>>        weiterlesen

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Oben         —           Unter dem Motto „#FridaysForFuture“ und „Climate Strike!“ streikten insbesondere Schülerinnen und Schüler vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

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Unten         —         Austrian World Summit Climate Kirtag zum Anlass des R20 Austrian World Summit mit Klimaaktivistin Greta Thunberg und R20 Gründer Arnold Schwarzenegger, Ihre Botschaft: We need more Action! Am 28. Mai 2019, Wien Copyright: Eugénie Berger

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Die Linke Saar wacht auf

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2019

Oskar Lafontaine hält linke Sammlungsbewegung Aufstehen weiterhin für aktuell

Ja, Weihnachten kommt wieder einmal näher und wer die Hitze seiner Tage verschläft, wird im Winter weniger frieren, weil er das Holz vor seiner Tür noch nicht verbrannt hat!  

Von dpa/lrs

Ein Jahr nach ihrer Gründung ist die linke Sammlungsbewegung Aufstehen nach Ansicht des Linke-Politikers Oskar Lafontaine keineswegs tot.

„Es gibt sie noch“, sagte der frühere Linke-Chef, der als Mit-Initiator der Bewegung gilt, der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Aufstehe“ habe rund 150 000 registrierte Mitglieder und „mehrere hundert Ortsgruppen“ quer durch Deutschland. „Aufstehen“ war am 4. September 2018 offiziell an den Start gegangen.

Damit ist die Schweigepflicht für Claudia Kohde-Kilsch aufgehoben ?

Bei der Gründung von Aufstehen sei das Ziel gewesen, im Bund wieder eine Mehrheit zu schaffen, die sich für bessere soziale Leistungen, höhere Löhne und Renten sowie eine friedliche Außenpolitik einsetze: „Dieses Ziel ist nach wie vor hochaktuell“, sagte Lafontaine. Die Bewegung werde „sofort wieder an Fahrt aufnehmen“, wenn es einen Anlass gebe, der „die dringende Notwendigkeit, eine andere Mehrheit im Bundestag zu erreichen, noch einmal deutlich vor Augen führt“.

Quelle        :       Saarbrücker-Zeitung        >>>>>         weiterlesen

Mehr lesen:

Sahra Wagenknecht

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Grafikquellen          :

Oben          —         Grafikquelle:   Rodena de, gem. AWDL – ohne inhaltliche Übernahme der Artikelinhalte – frei zur Nutzung bei Quellnennung)“

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Unten      —        zensursulahttp://www.flickr.com/photos/39646155@N02/3644033396/

  • CC BY 2.0Die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Person(en) beschränken bestimmte Weiterverwendungen des Bildes ohne dessen/deren vorherige Zustimmung.
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  • Erstellt: 20. Juni 2009

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Brandenburg wählt

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2019

Natürlich wird es schlimm

Andreas Kalbitz 2016.jpg

Eine Kolumne von

Viele Brandenburger werden am Sonntag rechts wählen – manche sogar nur, um vermeintlich Linke zu ärgern. Denen wiederum könnte ein Trick helfen.

In Brandenburg und in Sachsen wird in wenigen Tagen gewählt, und natürlich wird es schlimm. Aus Sicht der liberalen Demokratie gesprochen. Den westdeutschen AfD-Spitzenkandidaten in Brandenburg, Andreas Kalbitz, halte ich persönlich zum Beispiel für einen Nazi, wenn man diesen Begriff synonym mit „deutsch-rechtsextreme Gesinnung“ verwendet, wie es heute umgangssprachlich getan wird. Mit dieser Einschätzung bin ich wahrlich nicht allein.

Sie beruht unter anderem darauf, dass Kalbitz das Drehbuch für einen Film geschrieben hat, der als „geschickte Hitler-Verherrlichung“ bezeichnet wird. Dass er zwei Jahrzehnte in rechtsextremen Zirkeln unterwegs war, etwa bei der inzwischen verbotenen HDJ. Dass er – übrigens anders als die meisten anderen AfD-Kandidaten – auf seine rechtsextreme Vergangenheit angesprochen, keine Silbe auf echte Distanzierung verschwendet. Wen kann man Nazi nennen, wenn nicht eine solche Person?

In Brandenburg wird eine große Zahl von Menschen also einen Nazi wählen, und das ist schlimm. Es wird aber in Prozentzahlen weniger schlimm als befürchtet, als man hätte vor einigen Monaten annehmen müssen (außer es geschieht noch etwas Gravierendes). Das glaube ich jedenfalls, und zu dieser zugegeben nicht hundertprozentig wasserdichten Einschätzung komme ich mithilfe sozialer Medien und der Verknüpfung von zwei Thesen.

Die grausige Floskel von einer „Spaltung der Gesellschaft“

Die erste These nenne ich „Kleistsches Prinzip“. Heinrich von Kleist hat um 1805 den Aufsatz „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ geschrieben. Überträgt man das auf die heutige, chathafte Kommunikation in sozialen Medien, ergibt sich: Beim Kommentieren in sozialen Medien kann man Leute dabei beobachten, wie sie allmählich ihre Gedanken verfertigen – und zugleich ihre Gefühle verfestigen. Denn soziale Medien sind Gefühlsmaschinen.

Die grausige Floskel von einer „Spaltung der Gesellschaft“

Die erste These nenne ich „Kleistsches Prinzip“. Heinrich von Kleist hat um 1805 den Aufsatz „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ geschrieben. Überträgt man das auf die heutige, chathafte Kommunikation in sozialen Medien, ergibt sich: Beim Kommentieren in sozialen Medien kann man Leute dabei beobachten, wie sie allmählich ihre Gedanken verfertigen – und zugleich ihre Gefühle verfestigen. Denn soziale Medien sind Gefühlsmaschinen.

Die zweite These beschreibt eine (nicht mehr ganz) neue Dimension der politischen Polarisierung. Die meisten gesellschaftlichen Akteure scheinen zu glauben, dass Polarisierung schlecht ist, gut erkennbar an der so inflationären wie grausigen Floskel „spalten die Gesellschaft“:

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Was soll da noch kommen? Gartenzwerge? Nein, auch die spalten selbstredend längst die Gesellschaft. Dahinter steht eine bizarr unterkomplexe Vorstellung von Gesellschaft, die beruht auf der bizarr unterkomplexen Annahme, das Ziel sei ein ständiger Dauerkonsens in ungefähr allen Fragen. Das ist natürlich Unfug, in einer liberalen Demokratie muss es exakt einen Konsens geben, und der heißt: Liberale Demokratie, mit den Werten, die unveräußerlich dazugehören und im Grundgesetz nachlesbar sind, unter anderem Minderheitenschutz, Presse– und Meinungsfreiheit, Rechtsstaat, die Ungeilheit von Angriffskriegen. Über alles andere kann und muss man streiten.

Quelle        :         Spiegel-online           >>>>>        weiterlesen

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Oben      —         Andreas Kalbitz (MdL Brandenburg) 2016

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Die Politik – unsere Kriege?

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2019

Kriege werden vorbereitet und gemacht!

Trump vs Kim (43730413891).jpg

Quelle      :         Scharf       —  Links

Von Ullrich Mies

Mit etwas Verspätung leite ich einen Brandaufruf des Rubikon-Herausgebers Jens Wernicke weiter und bitte dringend um weitere Verbreitung. Mehrfachsendungen bitte ich zu entschuldigen.

Viele aus den Wohlstandmilieus glauben leider immer noch, was ihnen die Herrschaftsmedien täglich einträufeln: an eine NATO als Verteidigungsbündnis und an eine EU als völkerverbindendes Projekt.

Dem ist leider nicht so.

Die Fact News liefern eine andere Wirklichkeit, man muss sie nur zur Kenntnis nehmen und den Kriegstreibern, ihren Parteien und Regierungen in die Arme fallen:

Die USA als westliche Führungsmacht sind ein Kriegsstaat, der sich seit Jahrzenten die Weltbeherrschung als offizielle Doktrin verordnet hat. Wer das nicht glaubt, soll die Nationalen Sicherheitsstrategien nachlesen und die täglichen Drohungen, Terrorpraktiken, Regime-Change-Operationen, Sanktionsverordnungen und Kriegsplanungen zur Kenntnis nehmen. Mit ihren Pressionen und Drohungen machen die USA selbst vor ihren „Partnern“ nicht Halt.

Wer die Welt beherrschen will, will alle anderen Staaten, die sich diesem Anspruch nicht unterwerfen, unter sein Regime zwingen. Die NATO ist der bewaffnete Gewaltarm dieses Weltbeherrschungsregimes.

Das 2% BIP Militarisierungs- und Aufrüstungsprogramm der NATO steht in diesem Kontext. Die EU-Granden haben sich dem Weltbeherrschungsanspruch der USA angeschlossen und im Rahmen ihrer geopolitischen

Orientierung (Global Europe) Russland und China als (neue) Feinde ausgemacht. Die deutsche Regierung steht als Akteur im Kontext dieser Entwicklungen.

Was there more than just the Cyber War of Fake News? Will the hacks and lies get worse? (33422672051).jpg

Als Vorwand für die gigantische Aufrüstung und Kriegstreiberei muß stets die „Annexion der Krim“ herhalten. Dass diese das Endglied einer zeitgeschichtlichen Entwicklung mit einer ca. 25-jährigen Vorgeschichte war, wird vom Mainstream permanent verschwiegen.

Da wir über keine unabhängigen Medien jenseits des Kriegeskomplexes mehr verfügen, müssen wir uns über online-Medien und „Feindsender“ informieren.

Heute erschien ein wichtiger Beitrag zu genau diesem Thema auf rt: https://deutsch.rt.com/meinung/91653-ist-rubikon-nun-ueberschritten-alternative-journalisten-machen-gegen-krieg-mobil/

Urheberrecht
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Oben        —         Trump vs Kim

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„Denk mal an Polen!“

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2019

Wie wollen wir als Nachbarn leben?

Bundesarchiv Bild 101I-001-0285-15A, Warschau, Straßenszene.jpg

Von Jan Feddersen

Am 1. September vor 80 Jahren überfiel Nazideutschland sein Nachbarland Polen – die Folgen sind bis heute spürbar. Die sorgfältig kuratierte literarische Veranstaltungsreihe „Denk mal an Polen!“ holt dieses Datum in unser Gedächtnis.

Unsere Nachbarn leben einerseits in größter geografischer Nähe; das früher deutsche Stettin ist locker per Tagesausflug zu erreichen, ebenso Słubice auf der anderen Seite des deutsch-polnischen Grenzflusses Oder, die gegenüberliegende Seite von Frankfurt. Andererseits sind sie mitten in Deutschland. Allein in Berlin leben Zehntausende von Polen und Polinnen, in jeder Hinsicht unauffällig, nicht Teil eines irgendwie problematischen öffentlichen Diskurses: Menschen aus Polen sehen wie der deutsche Durchschnitt aus.

Polen, kurzum, ist viel präsenter in der Bundesrepublik als gewöhnlich geglaubt: Und sei es durch die vielen Bauarbeiter:innen oder Putzmenschen in deutschen Haushalten – Ausdruck europäischer Machtverhältnisse nach wie vor: In Deutschland sind die Löhne höher, noch jedenfalls.

So mag man das Verhältnis von Polen zu Deutschland (oder umgekehrt: von Deutschland zu Polen) für unauffällig halten, langweilig. Eine Differenz indes existiert mächtig, und zwar im Alltagsbewusstsein gerade in diesen Tagen. Zwischen Oder und der Grenze zum Baltikum wie zur Ukraine und Weißrussland wird an den Hitler-Stalin-Pakt erinnert, an die Zerstörung des jungen Nationalstaats Polen durch Nazideutschland wie durch die Sowjet­union. Am 1. September vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg, wie es so heißt, konkret wurde er von Deutschland mit der expliziten Absicht, das Land auszulöschen, gegen Polen begonnen.

Forderung nach Reparationen

Die Folgen sind bis heute spürbar, bis hin zur Forderung der aktuellen, nationalbewussten PiS-Regierung an Deutschland nach Reparationen für das erlittene Leid. In Polen wird in diesen Tagen auch an den Warschauer Aufstand gedacht, dem tapferen, vergeblichen Versuch, gegen die Okkupation durch die Wehrmacht zu wehren – was einen erheblichen Unterschied zum deutschen Geschichtsbewusstsein markiert, wo man doch hierzulande vor allem auf das Attentat von Militärs (Stauffenberg & Co.) auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 verweisen kann: netter Versuch, aber kläglich karg an Widerstand gegen den deutschen Volkswahn in Deutschland selbst. Das volksgenössische Einvernehmen war eben groß – und die Aversion gegen alles im armen, slawischen Osten ebenfalls.

Datei:Bundesarchiv Bild 101I-695-0425-11, Warschauer Aufstand, Infanteristen, Panzersoldat.jpg

„Denk mal an Polen!“, heißt die überaus verdienstvolle Veranstaltungsreihe an Lesungen, die die edition.fotoTAPETA mit der Heinrich-Böll-Stiftung aktuell ausrichtet. „Das Bewusstsein über die Folgen der deutschen Kriegstaten in Polen ist in der deutschen Gesellschaft nur schwach ausgeprägt. Immer noch. Das ist in Polen natürlich anders“, ­schreiben die Veranstalter in ihrer Ankündigung. Und fragen: „Wie also an Polen denken? Wie der Polen gedenken, all der Opfer? Wie sich erinnern? Welche Bilder haben wir voneinander? Wie wollen wir als Nachbarn heute leben?“

Quelle      :          TAZ          >>>>>            weiterlesen

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Oben     —        Warsaw during World War II:

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DL – Tagesticker 29.08.19

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2019

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Der Zug ist doch genial, weist er doch direkt auf die Gedanken der PolitikerInnen hin, welchen demokratische Spielregeln vollkommen Gleichgültig sind. Vergleichbar mit der Einsetzung von der Leyens als Chefin einer Lobby-EU. Aber seien wir ehrlich, dann stellen wir fest: Die Queen ist nur halb so alt wie Merkel. An Merkel ist der Klimawandel nicht Spurlos vorübergegangen ! Die ausgetrockneten Waldschneisen in ihren Gesicht graben sich immer tiefer.

Zwangspause fürs Parlament  

1.) Johnsons skrupelloser Schachzug

Das Parlament will einen Brexit mit Abkommen, Boris Johnson einen Brexit am 31. Oktober. Mit seiner Parlamentspause kommt er dem Ziel deutlich näher – und auch einem No-Deal-Brexit.Clive Lewis ist außer sich. „Wenn Boris das Parlament stilllegt, um seinen No-Deal-Brexit durchzuziehen, dann werden ich und andere Abgeordnete die Demokratie verteidigen“, kündigt der Labour-Abgeordnete an. Die Polizei werde ihn und andere Abgeordnete aus dem Parlament entfernen müssen. „Wir werden die Bevölkerung aufrufen, auf die Straße zu gehen“, schreibt er auf Twitter.

T-online

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Als Eine vom Stamm „Nimm“ hat sie doch genug Schäden in der Gesellschaft hinterlassen ? Nennt es Steine oder Schweine – ist nicht alles Einerlei?

AfD:

2.) Ein Rauswurf zweiter Klasse

Die Kieler AfD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein ist aus der Partei ausgeschlossen worden. Das wird in der AfD noch für Diskussionen sorgen. Mit Doris von Sayn-Wittgenstein muss erstmals eine amtierende alleinige Landesvorsitzende die AfD verlassen. Das Bundesschiedsgericht der Partei warf die 64-Jährige aus Schleswig-Holstein am Mittwoch raus, weil sie für einen rechtsextremistischen Verein geworben und sich damit parteischädigend verhalten hatte. Ähnlich ergangen war es bisher nur Dennis Augustin, einem der Vorsitzenden aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesvorsitzende aus Kiel ist nun ihren Mitgliedsausweis los, im Landtag sitzt sie künftig als parteilose Abgeordnete, die AfD-Fraktion hatte die Rechtsanwältin bereits ausgeschlossen.

Zeit-online

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Dann war es doch nicht ein Streik der Heimatverbundenen CSU PolitikerInnen ?

Flughafen München

3.) So kam es zum Mega-Chaos am Münchner Flughafen

Ein Reisender hat den Flughafen München am Dienstag über Stunden lahmgelegt. Etwa 25.000 Menschen waren von 200 annullierten Flügen betroffen. Ein Spanier hat am Dienstag völliges Chaos am Flughafen München ausgelöst. Er war beim Umsteigen unkontrolliert in einen Sicherheitsbereich gelangt, daraufhin räumte die Polizei am Dienstagmorgen das Terminal 2 und die Bereiche B und C des Terminals 1.

Augaburger-Allgemeine

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Wie kann von den Behörden eines Staates mehr erwartet werden? Arbeiten doch dort nur die aller niedrigsten Untertanen der PolitikerInnen. Wie der Herr so das Geschirr. Wer würde sich nicht schämen als kleinster Finger einer Hand zu agieren ?

Ermittlungen gegen Projektleiter Heftige Vorwürfe:

4.) Wurden deutsche Teenager in Rumänien „versklavt“?

Über Jahre hinweg sollen deutsche Kinder und Jugendliche in mehreren rumänischen Haushalten brutal misshandelt worden sein. Vorwürfe gegen ein bestimmtes Sozialprogramm gab es schon seit Längerem, jetzt haben sich die rumänischen Behörden eingeschaltet. Wegen der Misshandlung deutscher Kinder und Jugendlicher in einem Sozialprogramm in Rumänien ermitteln die rumänischen Behörden gegen acht Verdächtige, darunter ein deutsches Paar. Acht Häuser wurden am Dienstag im Rahmen der Ermittlungen in Rumänien durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft in Bukarest mitteilte. Es geht demnach um den Vorwurf, dass deutsche Kinder und Teenager im Alter zwischen 12 und 18 Jahren zu „übermäßiger körperlicher Arbeit“ in zahlreichen Haushalten gezwungen und „sklavenartig“ behandelt worden seien.

NOZ

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Treten die größten Lumpen dieser Erde einmal mehr als Missionare in Erscheinung ? Wo bleibt die Einladung an fremden Haustüren zu klopfen? Alle Länder haben genug damit zu tun – ihre eigenen verbrecherischen Armeen unter Kontrolle zu halten !

Schutz des Schiffsverkehrs

5.) US-Militärmission in Straße von Hormus hat schon begonnen

Die USA haben den Militäreinsatz zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus begonnen. Unterstützt werden die Amerikaner von drei weiteren Ländern. Die von den USA geführte Militärmission zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits voll im Gang.  Neben dem US-Militär seien auch Kräfte aus Großbritannien, Australien und Bahrain beteiligt, sagte Verteidigungsminister Mark Esper am Mittwoch. Die USA seien zudem mit mehreren anderen Ländern im Gespräch und gingen davon aus, dass sich noch weitere Staaten der „Operation Sentinel“ genannten Mission anschließen würden, sagte Esper. Um die jüngsten Entwicklungen in der Iran-Krise geht es auch bei einem Außenminister-Treffen am Donnerstag in Helsinki.

Bild

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Warum gerade in Bayern? Reicht denen denn der Dieselskandal nicht aus ? Könnte es dort zu regelmäßigen Dieseltreffen kommen ?

Todesfall

6.) Ex-Volkswagen-Chef Piëch: Laut Obduktion natürlicher Tod

Der frühere Volkswagen-Chef Ferdinand Piëch ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es sollte ein Abendessen in der Nähe des Chiemsees werden. Ferdinand Piëch war mit seiner Frau Ursula in einem Lamborghini-Geländewagen nach Aschau gefahren, um im Restaurant von Starkoch Heinz Winkler etwas zu essen. Das Ehepaar hatte gerade zur Speisekarte gegriffen, als Piëch zusammenbrach – so erzählte es Winkler einer Lokalzeitung. Ein Rettungswagen brachte den 82-Jährigen ins Krankenhaus nach Rosenheim, wo Piëch um 21.45 Uhr verstarb.

Berliner-Morgenpost

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So ein Ärger!

7.) Greta Thunberg hat ihren Reisepass zu Hause vergessen

Und das so kurz vorm Ziel! Nach etwa zwei Wochen auf hoher See konnte Klimaaktivistin Greta Thunberg bereits die Lichter New Yorks sehen, als sie plötzlich bemerkte, dass sie ihren Reisepass zu Hause auf dem Küchentisch liegen hat lassen. Nun muss sie wohl umdrehen.

Postillon

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen      :     DL / privat – Wikimedia  Commons – cc-by-sa-3-0

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