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RENTENANGST

Archiv für August 27th, 2019

Nicht alles Gold glänzt

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2019

Protest gegen Goldmine in der Türkei

Gönen-Talsperre

Blick auf das Ida-Gebirge

Von Jürgen Gottschlich

Im Ida-Gebirge spielt Pianist Fazıl Say auf. Tausen­de hören ihm zu. Says Musik unterstützt eine Bewegung gegen eine naturzer­störende Goldmine.

 Mitten im Wald unter einer großen Kiefer steht ein Klavier. Es ist keine ausrangierte Klimperkiste, sondern ein edler Konzertflügel, wie er sonst nur in den besten Konzertsälen der Welt zu finden ist. Aufgebaut auf einer kleinen provisorischen Holzbühne steht das Musikinstrument für den berühmtesten türkischen Konzertpianisten Fazıl Say bereit. Dabei geht es hier eigentlich gar nicht um Musik.

Um das Podest herum finden sich immer mehr Menschen ein. Manche haben Klappstühle mitgebracht, andere sitzen im ausgedörrten Spätsommergras oder unter den Bäumen rund um die Lichtung, auf der das Konzert stattfinden soll. Seit dem frühen Morgen treffen die Menschen aus allen Regionen der Türkei ein. Auf der etwa ein Kilometer entfernten kleinen Straße durch das Ida-Gebirge (Kazdağları im Türkischen) im Nordwesten der Türkei stauen sich die Busse aus Istanbul, Ankara und den Küstenstädten im Süden.

Die allermeisten Besucher kommen mit Stadtbussen, die die Verwaltung von Canakkale, der rund 40 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt, zur Verfügung gestellt hat. Um 10 Uhr am Morgen, eine Stunde vor dem geplanten Konzertbeginn, sind etliche Tausend Menschen auf der Lichtung und im umliegenden Wald versammelt. Viele von ihnen hatten allerdings einen denkbar kurzen Weg zu dem bevorstehenden Musikereignis. Sie brauchten nur aus ihrem Zelt zu schlüpfen.

Das sonntägliche Konzert im Wald des Ida-Gebirges ist der vorläufige Höhepunkt einer Protestkampagne gegen die Zerstörung der Natur durch eine Goldmine. Vor Wochen ist hier in den Bergen ein sogenanntes Widerstands­camp entstanden. Es wird täglich größer. Alle großen türkischen Umweltverbände sind vertreten, aber auch viele kleine Initiativen, die in der Umgebung von Canakkale ökologischen Landbau betreiben, wollen mithelfen, ein „Massaker an der Natur“, wie es heißt, zu verhindern.

Ein Kahlschlag in den Bergen

Die Ouvertüre zu diesem Massaker hat allerdings bereits stattgefunden. Zunächst unbemerkt von der Öffentlichkeit, begann die kanadische Bergbaufirma Alamos Gold schon im Juni damit, eine riesige Fläche mitten in den bis dahin weitgehend unberührten Bergen kahlschlagen zu lassen. Erst auf Satellitenbildern, die die Umweltorganisation Tema erstellen ließ, war zu erkennen, dass das Goldabbauunternehmen rund 200.000 Bäume gefällt hat, mindestens viermal so viel wie nach dem Genehmigungsbescheid zulässig. Diese Bilder von dieser Wüste mitten in einer der größten zusammenhängenden Waldregionen der Türkei haben die Menschen mobilisiert.

Um kurz vor 11 Uhr herrscht gespannte Ruhe auf der Lichtung. Wie in einem Konzertsaal sind die Besucher darum gebeten worden, ihre Handys auszuschalten und leise zu sein. Dann betritt Fazıl Say seine improvisierte Waldbühne. Der 49-jährige Künstler ist der einzige weltweit bekannte Komponist und Pianist der Türkei. Ohne ein Wort zu sagen, beginnt er unmittelbar einen Satz aus einer jüngst von ihm selbst komponierten Troja-Sinfonie zu spielen.

Das antike Troja ist nur wenige Kilometer von dem Ort entfernt, an dem jetzt die Erde auf der Suche nach Gold durchwühlt werden soll. Der bewaldete Höhenzug heißt in Homers Ilias Dichtung „Ida-Gebirge“ und ist der Sitz der Götter, von dem aus Zeus den trojanischen Krieg beobachtet.

„Wir müssen für das Leben sein!“

Schon bevor Fazıl Say sich an seinen Flügel gesetzt hat, ließ er über Twitter mitteilen, warum er den Protest gegen die Goldmine mit seinem Konzert unterstützt:„Wir müssen das Massaker an der Natur verhindern“! – „Wir müssen für das Leben sein!“, schrieb er in seiner Einladung zu dem Konzert. Der Auftritt im Widerstandscamp gegen die Goldmine ist nicht die erste politische Aktion des Künstlers. Als überzeugter Republikaner und ­Atheist hat er sich schon mehrfach mit dem Regime des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan angelegt und ist deshalb schon einmal wegen Blasphemie zu einer ­Bewährungsstrafe verurteilt worden.

„Es ist toll, dass er gekommen ist“, freut sich nicht nur Ayse Birgun, die mit ihren Freunden bereits seit drei Wochen im Widerstandscamp lebt. „Das wird unserem Protest weiteren Aufschwung geben.“ Ihren richtigen Nachnamen möchte die junge Frau aber lieber nicht nennen.

Tatsächlich ist mit dem Auftritt von Fazıl Say der Protest gegen den Goldabbau in den Kazdağları-Bergen zu einem landesweiten Thema in der Türkei geworden. „Hier soll für eine Hand voll Gold ein ganzes Ökosystem zerstört werden“, sagt vor dem Konzertbeginn der Bürgermeister von Canakkale. Ülgür Gökhan beschwört den Widerstand gegen die geplante Goldmine als lebensnotwendig.

Der Abbau des Edelmetalls ist eine der schmutzigsten und umweltschädlichsten Eingriffe in die Natur überhaupt. Um den Goldstaub aus der Erde herauszuwaschen, setzen die Bergbauunternehmen üblicherweise giftiges Zyanid ein. In großen Becken wird aus der Erde der zuvor gerodeten Fläche mithilfe des Zyanids das Gold herausgewaschen. In Berührung mit dem Gift verklumpt der Goldstaub und kann so herausgefischt werden. Zurück bleibt eine giftige Brühe, die über Jahrzehnte in Rückhaltebecken die gesamte Umgebung bedroht. Obwohl die Firma Alamos Gold beteuert, man werde dafür sorgen, dass kein Zyanid ins Grundwasser eindringen wird, ist genau das in etlichen Goldminen der Welt bereits passiert.

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FPÖ-Historikerkommission

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2019

Das Weisswaschprogramm der FPÖ-Historikerkommission

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Ist  das die neue Weißwäscherei ?

Quelle     :       INFOsperber ch.

Von Jürg Müller-Muralt

Ausblenden, schönfärben, relativieren, rechtfertigen, verharmlosen, umdeuten: die Arbeitsmethoden der FPÖ-Historiker.

Österreichs von Affären geschüttelte Rechtsaussenpartei FPÖ wirkt nur noch peinlich: Im Mai 2019 platzte die Ibiza-Affäre und bald darauf die ÖVP/FPÖ-Regierung. Und Anfang dieses Monats publizierten die Freiheitlichen einen ersten Teil des Berichts der parteieigenen Historikerkommission, ebenfalls eine peinliche Veranstaltung. Peinlich deshalb, weil die ganze Übung erwartungsgemäss ein Weisswaschprogramm mit viel Weichspülmitteln ist. Schaden nimmt die Partei bei ihren Wählerinnen und Wählern deswegen wohl kaum. Schon bei den Wahlen ins Europäische Parlament vom Mai kamen die Freiheitlichen mit nur wenigen Verlusten davon. Und derzeit liegen ihre Umfragewerte wieder über 20 Prozent. Gut möglich also, dass es nach den österreichischen Parlamentswahlen vom 29. September 2019 zu einer Neuauflage der ÖVP/FPÖ-Regierung kommen wird.

FPÖ als besterforschte Partei Österreichs

Die FPÖ-Historikerkommission wurde im vergangenen Jahr eingesetzt, nachdem die Partei wegen eines nazistischen Burschenschafts-Lieds unter Druck geraten war. Die Kommission besteht aus 16 Männern (Frauen fehlen vollständig), fast ausschliesslich Parteimitgliedern oder Leuten aus dem FPÖ-Umfeld. Im Endstadium soll der Bericht über eintausend Seiten umfassen. Doch schon die 32-seitige «Zusammenfassung des Rohberichts», wie das jüngst publizierte Dokument offiziell heisst, lässt ahnen, wohin die Reise geht. Eine Historikerkommission wäre gar nicht nötig gewesen, denn die FPÖ samt ihren nazistischen Wurzeln ist die besterforschte Partei Österreichs. Deshalb war die entscheidende Frage von Anfang an nicht, «was diese Kommission herausfinden wird, sondern vielmehr, was sie einzugestehen bereit ist», wie der Politikwissenschaftler und Rechtsextremismusforscher Bernhard Weidinger in der Zeitung Standard schreibt.

Unterbelichtete ideologische Kontinuitäten

Ein etwas genauerer Blick in den Kommissionsbericht zeigt das Argumentationsmuster der Kommission deutlich: Da wird verharmlost, schöngefärbt, umgedeutet, relativiert, gerechtfertigt und ausgeblendet, was das Zeug hält. Die ganze Untersuchung wirkt allein schon deshalb eigenartig, weil sie die zahlreichen ideologischen, personellen und organisatorischen Berührungspunkte der FPÖ mit den unterschiedlichsten Formen des Rechtsextremismus – ob neonazistisch oder nicht – nach 1945 gar nicht thematisiert. «Um die Behauptung des nicht-rechtsextremen Charakters der FPÖ aufrechterhalten zu können, müssen ideologische Kontinuitäten unterbelichtet bleiben, Verbindungslinien zu rechtsextremen Akteuren im In- und Ausland ignoriert» werden, schreibt Bernhard Weidinger.

Das Verhältnis zum historischen Nationalsozialismus wird allerdings durchaus thematisiert, das ist gar nicht anders möglich. Denn in keiner anderen Partei sind die Überschneidungen offensichtlicher als in der FPÖ, obschon Altnazis in geringerem Masse auch in der ÖVP und der SPÖ Unterschlupf fanden. Im Bericht heisst es: Niemand könne «ernsthaft behaupten, dass die FPÖ jemals eine nationalsozialistische Partei gewesen sei oder die FPÖ von 2019 nationalsozialistischem Gedankengut nahestehe. Auch die Behauptung, dass die FPÖ ‹rechtsextremem› Gedankengut nahestehe, hält einer näheren kritischen Prüfung nicht stand.» Eine Begründung für die Ablehnung dieser «Behauptung» sucht man vergebens. Dafür wird etwas abgestritten, was auch nie jemand ernsthaft behauptet hat: Die FPÖ ist formell keine Nachfolgepartei der NSDAP, sie war auch nie explizit nationalsozialistisch, sonst hätte sie nie gegründet werden können oder wäre längst verboten worden.

«Ungünstige Symbolik»

Der Bericht räumt allerdings relativ klar ein, dass auf der personellen Ebene eine gewisse Kontinuität nicht abgestritten werden könne: «Einzelne oder gar mehrere Personen wiesen besonders starke Bezüge zur NSDAP auf.» «Dass Anton Reinthaller – ein ehemaliger Nationalsozialist mit einem hohen Ehrenrang in der SS und gleichzeitig überzeugter Katholik – bei der Gründung der FPÖ 1956 als Zugpferd fungierte, bedeutete (…) nicht die Rückkehr des ‹Hitlertums›, aber in jedem Fall eine äusserst ungünstige Symbolik.» Gleichzeitig werden jedoch die hohen Verdienste eines anderen aktiven SS-Mannes hervorgestrichen: «Mit Friedrich Peter (Bundesparteiobmann von 1958 bis 1978) sollte ausgerechnet jemand, der als Mitglied einer SS-Einheit, die an Erschiessungen hinter der Front beteiligt war, wohl die grösste Nähe zu nationalsozialistischen Verbrechen aufwies, die Partei auf einen liberaleren Kurs führen.»

SS-Rang «praktisch bedeutungslos»

Wie systematisch der Bericht Tatsachen verharmlost, zeigt beispielhaft die Beurteilung Anton Reinthallers. Dieser werde ja immer wieder als Beweis für die nationalsozialistische Gesinnung der FPÖ herangezogen. Dabei sei Reinthallers SS-Rang «praktisch bedeutungslos» gewesen. Zudem sei Reinthaller «ein Paradebeispiel für Funktionäre, die ihre Stellung nicht ausgenützt, sondern sich auch vielen Regimekritikern gegenüber hilfsbereit gezeigt hatten».

Zur Klarheit: Reinthaller war ein überzeugter Nazi, das zeigen seine frühe Parteimitgliedschaft und seine enge Bindung an die Machtstrukturen des Dritten Reiches. Er trat bereits 1930 in die österreichische NSDAP ein. Ab 1938 war er Minister für Land- und Forstwirtschaft im Anschlusskabinett Seyss-Inquart, NSDAP-Reichstagsabgeordneter und ab 1939 bis Kriegsende Unterstaatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin. Er war Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP und des Ehrenwinkels der SS. Als SS-Brigadeführer bekleidete er zwar «bloss» den niedrigsten Generalsrang der SS. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Reinthaller Mitglied einer Verbrecherorganisation war.

«Einzelfälle» durch Medien «aufgeblasen»

Bezeichnend ist auch, wie die Historikerkommission die berühmt-berüchtigten rechtsextremen «Einzelfälle» in der FPÖ behandelt. Das Mauthausen-Komitee dokumentiert allein für die Jahre 2013 bis 2017 rund 60 «Einzelfälle», welche klar die ausgeprägte strukturelle Nähe der FPÖ zur NS-Ideologie aufzeigen. Die Historikerkommission dagegen sieht das anders: Es handle sich «in der Regel tatsächlich um bedauerliche ‹Einzelfälle›, die aber eher insignifikant sind. Diese Vorfälle werden zwar von Medien und Gegnern ‹aufgeblasen›, aber sie können eben nicht auf die gesamte Haltung der FPÖ übertragen werden. Es wird auch dabei vergessen, dass die Partei in substantiellen Fällen immer entschlossen durchgegriffen hat.»

FPÖ als «staatstragende» Kraft

Das Weisswaschprogramm der Historikerkommission endet mit einer eigenartigen Botschaft: Die FPÖ habe jene Menschen, die einst dem Nationalsozialismus hinterhergelaufen sind, gewissermassen in die Demokratie integriert. Wörtlich: «Gerade vor dem Hintergrund der Stabilisierung der Republik sollte daher die Geschichte der FPÖ als einer staatstragenden und demokratischen Partei mit einem nationalliberalen Programm auch als wichtiger Beitrag zur Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik gewürdigt werden.» Das wirkt auch deshalb eigenartig, weil die Partei diese Republik noch bis in die Neunzigerjahre überwinden wollte.

«Eine Partei wie nahezu jede andere auch»

Kommissionspräsident Wilhelm Brauneder sagte bei der Präsentation des Berichtes konsequenterweise denn auch, die FPÖ sei «eine Partei wie nahezu jede andere auch». Der Rechtsextremismusforscher Bernhard Weidinger kommentiert das so: «Keine andere Parlamentspartei nach 1945 hat sich über Auschwitz hinaus programmatisch zum NS-Ideologem der ‹deutschen Volksgemeinschaft› bekannt. Die FPÖ tut dies bis heute und erhielt dafür durch die Arbeit der Historikerkommission offenbar keinen Denkanstoss, sondern vielmehr die Absolution.»

FPÖ-Archive für unabhängige Historikerin gesperrt

Auch verschiedene Historikerinnen und Historiker kritisieren die Arbeit der Historikerkommission. Mängel bei der wissenschaftlichen Qualität sieht etwa die Historikerin Margit Reiter vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, wie der Österreichische Rundfunk ORF berichtet. Reiter ist mit dem Thema FPÖ vertraut: Sie veröffentlicht im September ein Buch über die Vor- und Frühgeschichte der Partei und die gemäss Reiter «absolut existierenden» personellen und ideologischen Kontinuitäten nach dem Ende des Nationalsozialismus. Die Präsentation der Rohfassung des FPÖ-Berichts bezeichnete sie als «bemerkenswertes Schauspiel» und als «Farce». Reiter kritisiert insbesondere, dass schon die Erstellung des FPÖ-Berichts den wissenschaftlichen Standards eindeutig widersprochen habe. Allein die Auswahl der Autoren mache eine objektive Aufarbeitung unmöglich. Die Historikerin verweist auch darauf, dass die FPÖ den Zugang zu den Parteiarchiven strikt eingrenze. Sie selbst habe auch nach wiederholten Anfragen für ihre Forschungen keinen Zugang zu den FPÖ-Archiven erhalten. Gemäss ORF kritisieren auch Oliver Rathkolb, Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien, sowie die Historikerin Heidemarie Uhl von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften den Historikerbericht scharf.

Die CIA als Geburtshelferin der FPÖ

Ein wesentliches Kapitel der Geschichte der FPÖ wird zumindest in der jetzt vorliegenden Kurzfassung des Historikerberichts überhaupt nicht berücksichtigt. Es geht um die Rolle des US-Geheimdienstes CIA bei der Gründung der FPÖ. Schon 1949, bei der Gründung des Verbands der Unabhängigen (VdU), aus dem 1956 die FPÖ hervorging, mischte die CIA – beziehungsweise die Vorläuferorganisation CIC – mit. Die US-Geheimagenten besorgten Geld, stellten Kontakte her und lieferten Informationen, wie der Standard schreibt. Die USA fürchteten, die KPÖ könnte in Österreich putschen, nachdem 1948 die Kommunisten in Ungarn und der Tschechoslowakei die Macht übernommen hatten. Bereits 2013 publizierte das österreichische Magazin Profil unter dem Titel «Wie der US-Geheimdienst Ex-Nazis anheuerte und so die FPÖ-Gründung förderte» eine ausführliche Recherche dazu.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

FPÖ-Historikerkommission sucht Heu im Heuhaufen (auf Infosperber)

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Trumps Ablenkungsmanöver

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2019

Wir verlieren den Kampf um unsere Köpfe

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Eine Kolumne von

Erst Kinder in Käfigen, dann Grönland: Donald Trump eskaliert immer weiter, bis die Menge der Monstrositäten nicht mehr zu bewältigen ist – und die mediale Mäßigung trägt zur Verwirrung bei.

Nein, dieser Trump, jetzt will er Grönland kaufen, was für ein Irrwitz. Sagt sogar ein Treffen mit der dänischen Premierministerin ab, weil sie noch nicht einmal verhandeln will. Unfassbar! Zweieinhalb Jahre ist der US-Präsident im Amt, und noch immer haben weder redaktionelle Medien noch die sozialmediale Öffentlichkeit ein Mittel gefunden gegen Trumps Strategie der ständigen Eskalation.

Wir fallen alle zusammen immer und immer wieder herein, die Politik, die Medien und Sie, das Publikum. Und ich auch. Dabei ist es eigentlich mein Job, die digitale Gegenwart zu verstehen, die Muster zu identifizieren und zu erklären. Trumps Gebaren zeigt, wie leicht manipulierbar die Öffentlichkeiten der liberalen Demokratien sind – und nicht nur durch ihn.

An mir selbst habe ich die Wirkung des Grönland-Stunts nachvollziehen können. Eigentlich war ich noch dabei, eine Trumpsche Ungeheuerlichkeit einzuordnen. In der letzten Woche hatte die Trump-Regierung vor Gericht verloren, weil sie ernsthaft behauptete, Flüchtlingskinder bräuchten keine Seife und kein sauberes Bett. Seife! Betten! Dann kam die Grönland-Episode, und meine Beklemmung und mein Entsetzen über die faschistische, rassistische, vollkommen unmenschliche Behandlung der Kinder wichen einem anderen Gefühl. Ich habe versucht, dieser Ersetzung hinterherzuspüren.

Das Spektakuläre sticht das Schlimme

Trumps Grönland-Aktion hat bei mir eine Irritation ausgelöst, die wiederum aus zwei wesentlichen Komponenten bestand: Einerseits wurde meine Einschätzung bestätigt, dass Trump eine schwere Störung zu haben scheint. Andererseits habe ich mich – ja, doch: durch die Abstrusität unterhalten gefühlt. Der für die Verarbeitung des Weltgeschehens zuständige Teil meines Gehirns war regelrecht erleichtert. Denn eine Ungeheuerlichkeit, die mich wütend, aber hilflos fühlen ließ, wurde durch eine leicht verarbeitbare Groteske ersetzt. Besser hätte es für Trump in meinem Kopf gar nicht laufen können.

Leider habe ich festgestellt, dass ich kaum mehr als eine Trump-Detonation gleichzeitig verarbeiten kann. Inzwischen erinnere ich mich spontan kaum mehr an die schlimmsten Trump-Taten. Zwei, drei bekomme ich vielleicht zusammen. Dabei weiß ich genau, dass ich seit Ende 2016 wenigstens drei Dutzend Mal dachte: Um Gottes Willen! Woran ich mich aber erinnere: Spektakularität.

Das Spektakuläre sticht das Schlimme. Keine neue Erkenntnis, dass Trump einen wahren Monstrositätenhagel niederprasseln lässt, in dem die einzelne Großmonstrosität in der Masse untergeht. Es handelt sich um eine erprobte, rechtsextreme Kommunikationsstrategie, weiter zu eskalieren, bis die schiere Menge der Monstrositäten unbewältigbar wird. Und trotzdem fällt es mir noch immer zu schwer, eine Priorisierung vorzunehmen.

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Ist das eine katastrophale Lüge oder eine missverständliche Formulierung? Ist das eine menschenverachtende oder nur eine symbolisch schwierige Tat? Ist das eine Provokation, auf die ich hereinfallen und mich aufregen soll oder ein Schritt in die Barbarei?

Vorzeigebeispiel politischer Verdrängungs-PR

Leider geht es nicht nur mir selbst so. Ich sehe in redaktionellen Medien ähnliche Verwerfungen, in sozialen Medien ohnehin. Im ständigen Nachrichtenstrom einer hypervernetzten Welt ist extrem aufwendig, das Wichtige und das Interessante sinnvoll zu unterscheiden, Stahl ist ein Funbad. Grönland ist überall Gesprächsthema, ganz oben auf den Nachrichtenseiten, dabei ist es ein leicht erkennbares Vorzeigebeispiel politischer Verdrängungs-PR, eine neue Form des so genannten Agenda-Cutting. Unabhängig davon, ob Trump es ernst meint oder nicht und wirklich geistig gesund ist oder nicht.

Quelle        :            Spiegel-online            >>>>>           weiterlesen

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احمق‌های درجه یک

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Unten            —          Sascha Lobo; 10 Jahre Wikipedia; Party am 15.01.2011 in Berlin.

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Blick über den Kesselrand

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2019

Der potenzielle Delinquent

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Sie zogen in den Bunker Biarritz – als Nepper, Schlepper und Bauernfänger

Von Ralf Streck

Die Staus an der Grenze zu Frankreich sind derzeit kilometerlang, die Gegend rund um das mondäne Seebad Biarritz, Bühne des G7-Gipfels am Wochenende, gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Ein Mitarbeiter von Radio Dreyeckland wurde aus dem Land geworfen.

Die Menschen, die in Biarritz leben, nennen ihre Stadt und die Region drumherum momentan einen „Bunker“. 10 000 Polizisten wurden an die Atlantikküste verlegt, um den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (Russland gehört nicht mehr dazu) zu schützen. Das Heer wurde mobilisiert, die Luftwaffe und die Marine. Sogar Boden-Luft-Raketen sind auf den grünen baskischen Hügeln installiert worden.

Auf der Gegenseite treffen seit Montag Menschen aus ganz Europa im Protestcamp am Rand der französischen Grenzstadt Hendaye ein. Das Camp wurde mithilfe lokaler Behörden durchgesetzt, unterstützt von Bürgermeister Kotte Ezenarro, der genervt ist von der Angstmacherei vor den Demonstranten durch die Sicherheitsbehörden. Es ist für Ezenarro „verrückt“, den G7 hier durchzuführen, noch dazu mitten im Urlaubshochsommer. Er will als „Privatmann“ an den „interessanten Debatten“ teilnehmen.

Im Camp werden bis zum Wochenende des G7-Gipfels, vom 24. bis zum 26. August, zwischen 5000 und 10 000 Menschen leben, protestieren und auf dem Gegengipfel debattieren. Der wird in Hendaye und auf der anderen Grenzseite auf dem Messegelände Ficoba in Irun von Mittwoch bis Samstag stattfinden. Er endet mit einer internationalen Großdemonstration über die streng kontrollierte Grenze hinweg. Vorher soll auf 40 Veranstaltungen und 70 Workshops über Alternativen zu G7 und deren neoliberale Politik gesprochen werden, die von den USA, Kanada, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien vorangetrieben wird.

An Händen und Füßen gefesselt

Letztlich kann daran wohl auch Luc (sein voller Name ist der Redaktion bekannt) teilnehmen. Der freie Mitarbeiter von Radio Dreyeckland (RDL) in Freiburg befindet sich erneut auf dem Weg durch Frankreich zum Gegengipfel. Bis Redaktionsschluss am vergangenen Dienstagabend war aber noch unklar, ob er überhaupt bis dorthin durchkommt.

Bereits am 8. August geriet Luc in der Nähe der französischen Stadt Dijon, wo er derzeit wohnt und arbeitet, in eine Polizeikontrolle. Er wurde sofort festgenommen, in eine Abschiebezelle gesperrt und fast 24 Stunden später nach Deutschland abgeschoben. „Mit Hand- und Fußfesseln versehen, wurde ich mit 160 Kilometern pro Stunde mit Blaulicht nach Kehl gefahren und dort abgesetzt“, sagt er. Gedroht wurde ihm mit einer dreijährigen Haftstrafe, sollte er vor dem 29. August, also vor oder während dem Gipfel, französischen Boden betreten. Denn sein Name steht auf einer der Listen, auf denen unter „Politisch Motivierte Kriminalität Links (PMK Links)“ sogenannte „Störer“ oder „Gefährder“ geführt werden.

Quelle         :      KONTEXT  : Wochenzeitung         >>>>>           weiterlesen

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Oben          ––           Follow the money: Felix Slater the Russian Brooklyn Connection< a href=“http://www.slate.com/blogs/the_slatest/2017/06/21/felix_sater_donald_trump_robert_mueller_and_andrew_weissmann.html“ rel=“nofollow“>www.slate.com/blogs/the_slatest/2017/06/21/felix_sater_do…</a>

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DER ROTE FADEN

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2019

Klugscheißern hilft nicht

Roter Faden Hannover rote Zusatzmarkierung.jpg

 

Durch die Woche mit Ariane Lemme

Diese Woche musste ich mal wieder besonders oft in eine Papiertüte atmen. Papier, ja doch, kein Plastik. Allerdings nicht, um meinen Methanausstoß zu reduzieren (wie man es jetzt für Kühe plant, damit sie auch in Zeiten des Weltuntergangs weiter fröhlich Grünflächen – und der Mensch wiederum weiter fröhlich sie vertilgen kann), sondern um nicht zu kollabieren.

Die Gründe, zu kollabieren, sind ja seit hundert Jahren mehr oder weniger dieselben: Es gibt die, die das Menschenleben schätzen und schützen, und die, denen es wurscht ist. Manche nennen die erste Gruppe links und die zweite rechts, aber da wird’s dann kompliziert und ganz falsch, weil ja auch Linke sehr oft Menschenleben gehasst und vernichtet haben. Von der Natur, die der Mensch zum Leben braucht, gar nicht zu reden. Ich sag nur: Kohlekraft für Arbeitsplatz, oder wie der stumpfe Slogan heißen mag. Und weil natürlich auch manchen Linken manche Menschenleben mehr wert sind als andere. Was immer Quatsch ist. Ein Menschenleben ist immer genau so viel wert wie alle anderen. Steht auch in der Verfassung, aber da schaut man ja nicht so oft rein.

Links und rechts taugen also nicht, um den Graben zu beschreiben, der die Welt zerreißt. Das Dumme ist nur, dass die, die das Leben hassen – die Anhänger der Salvinis, Höckes und Gaulands, der Putins und Trumps und Bolsonaros – sich wie ein Feuer ausbreiten, während die anderen betroffen rumstehen. Und streiten. Aber sich dabei sehr schlau fühlen. Schlauer als die Deppen, die die Deppen wählen, sowieso, weil die halt einfach die Zusammenhänge gar nicht kapieren. Schlauer aber auch als die anderen Menschenfreunde. Bevor man sich mit dem Spalter neben sich gemein macht, lässt man lieber die Deppen gewinnen. Dieses Schauspiel konnte man in der Geschichte schon hundertmal beobachten, und immer hat es in irgendwelche Katastrophen geführt, aber an denen waren nie die schlauen Menschenfreunde, sondern immer nur die Dummen schuld. Ein Glück.

Wenigstens hat man sich nicht die Hände schmutzig gemacht und einem Weißwurst essenden CDUler die Hand gereicht. Wenigstens hat man ein 16-jähriges Mädchen darauf hingewiesen, dass seine Mühen, ein Zeichen zu setzen, und den Atlantik segelnd und kotzend zu überqueren, sinnlos waren und es zum UN-Klimagipfel besser geflogen wäre. Wäre emissionsärmer gewesen, Dummchen.

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Mehr als klugscheißern kann ein Einzelner in diesen komplexen Zeiten einfach nicht leisten, sorry. Es gibt eben kein richtiges Leben im falschen. Ich denke ja, Adorno hat es genau andersrum gemeint: Als Einzelner kannst du es halt eh nie hundertprozentig richtig machen, drum reg dich nicht auf und arrangier dich mit den Widersprüchen. Widersprüche aushalten ist heute aber völlig aus der Mode.

Quelle       :         TAZ           >>>>>         weiterlesen

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Oben    —    Roter Faden in Hannover mit beschriftetem Aufkleber als Test für einen möglichen Ersatz des auf das Pflaster gemalten roten Strichs

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DL – Tagesticker 27.08.19

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2019

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Gespräche von Idioten zu Idiotinnen waren selten hilfreich. Die Weißen sollten endlich einmal ihre ungewaschenen Besserwisser-Mäuler halten. Denn das ist das Hauptproblem bei allen Entscheidungen!

Feuer im Amazonasgebiet

1.) Brasilien lehnt Soforthilfe der G7 ab

Mit 20 Millionen US-Dollar wollten die G7 beim Kampf gegen die verheerenden Waldbrände am Amazonas helfen. Doch Brasiliens Präsident Bolsonaro weist die Unterstützung der reichen Industrieländer zurück. In Biarritz sagten die Mitglieder der G7 eine Soforthilfe von 20 Millionen US-Dollar (rund 17,9 Millionen Euro) für die Bekämpfung des Feuers im südamerikanischen Regenwald zu. Brasilien lehnt das Geld jedoch ab.

Spiegel-online

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Nach den zittern kommt das Beben ? Diese aufregende Meldung stammt aber sicher nicht aus den Kreis der G7 ! Die könnten, wenn sie es denn wollten, besseres in ihrer Freizeit anfangen als dort zu sitzen, wo sie nicht schwimmen brauchen.

Mit Schwimmweste aus Plastikflaschen  

2.) Flüchtling aus Irak im Ärmelkanal ertrunken

Er trug eine selbstgebaute Schwimmweste aus leeren Plastikflaschen: Vor der belgischen Küste wurde die Leiche eines irakischen Flüchtlings gefunden. Der Mann wollte offenbar nach Großbritannien schwimmen. Ein irakischer Flüchtling ist offenbar bei dem Versuch ertrunken, von Frankreich durch den Ärmelkanal nach Großbritannien zu schwimmen. Die Leiche des 48-Jährigen wurde vor der belgischen Küste nahe der Stadt Seebrügge entdeckt, wie die Behörden am Montag mitteilten. Der Mann trug eine selbstgebaute Schwimmweste aus leeren Plastikflaschen sowie eine Tasche mit seinen Ausweispapieren.

T-online

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(In den Mund gelegt:) Gibt es was besseres unter PolitikerInnen als wenn jeder sein schmutzigstes Lachen zeigt ? Komm lieber Donald – du dreckige Sau  –   küss mich noch einmal  – habe nie eine längere Zunge im Hals verspürt.

Zuvor gab es Küsschen für die Kanzlerin

3.) G7-Gipfel: Als Trump redet, verliert Merkel zweimal die Fassung und muss lachen

Am Rande des G7-Gipfels geben Angela Merkel und Donald Trump eine gemeinsame Pressekonferenz. Der US-Präsident nutzt die Chance für eine One-Man-Show. Doch Merkel verliert die Kontrolle und muss lachen. Biarritz – Eigentlich ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem bilateralen Gespräch mit Donald Trump verabredet gewesen. Doch der US-Präsident nutzte die Chance zu einem Pressecoup, mit der deutschen Bundeskanzlerin in der Nebenrolle. Angela Merkel interpretierte die Situation jedoch auf ihre eigene Art. Donald Trump zeigte sich ungewohnt handzahm.

FR

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Wer trauert in diesem Land um einen Obdachlosen ? Ist es nicht schöner in Reichtum zu verunglücken als vor Hunger dahin zu siechen ? Im Wort „verunglücken“ ist sicher nicht rein zufällig die Silbe „Glück“ enthalten !

Mallorca

4.) Münchner Unternehmer-Familie Inselkammer stirbt bei Helikopter-Unglück

Über Mallorca sind am Sonntag ein Hubschrauber und ein Ultraleichtflugzeug zusammengestoßen – mit tödlichen Folgen. Das Unglück am Nachmittag habe sieben Menschen das Leben gekostet, teilte die Regierung der Balearen über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Unter den Opfern sind vier Mitglieder der Münchner Unternehmerfamilie Inselkammer, die unter anderem als Zeltbetreiber auf der Münchner Wiesn bekannt ist.

Augsburger-Nachrichten

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Haben die Menschen nicht schon viele Revolutionen überlebt ? Starten jetzt auch die Fliegen ihre Angriffe und folgen so den Heuschrecken  ?

„Vermögenssteuer mit Links-Grün“

5.) Lauterbach kämpft für Ende der GroKo

Karl Lauterbach will an die Spitze der SPD, und er will die Vermögenssteuer in Deutschland. Die Union lehnt die Steuer aber ab. Für Lauterbach ist das ein Grund für ein Ende der Regierungskoalition. Einer der Kandidaten für den SPD-Vorsitz, Karl Lauterbach, hat den Ausstieg seiner Partei aus der Großen Koalition gefordert, um die Vermögenssteuer auf den Weg zu bringen. „Das ist ein sehr wichtiges Konzept. (…). Wir müssen die Große Koalition beenden, um es mit einem links-grünen Bündnis durchzusetzen“, sagte Lauterbach der „Passauer Neuen Presse“. Die SPD werde darüber auf den Regionalkonferenzen bei der Entscheidung über den Parteivorsitz sprechen. „Hier geht es nicht um Neid, hier geht es um Gerechtigkeit“, sagte der SPD-Fraktionsvize im Bundestag.

ntv

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Und wo finden wir hier die Deutschen Wurzeln ?

Johnson & Johnson:

6.) US-Pharmakonzern wegen Opioid-Krise verurteilt

Ein Gericht gab Johnson & Johnson eine Mitschuld an der Ausbreitung umstrittener Schmerzmittel in den USA. „Irreführende Werbung“ habe die Gesundheit Tausender gefährdet. Ein Gericht im US-Bundesstaat Oklahoma hat den Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) wegen seiner Rolle in der Opioid-Krise zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 572 Millionen Dollar (515 Millionen Euro) verurteilt. Der zuständige Richter Thad Balkman sah es als erwiesen an, dass J&J und dessen Pharmaabteilung Janssen „die Gesundheit und Sicherheit Tausender Bürger Oklahomas beeinträchtigt hat“ – und zwar durch „irreführende“ und damit unrechtmäßige Vermarktung von suchtgefährdenden Schmerzmitteln.
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Einen „Benimm – Kurs“ für PolitikerInnen  wäre hier angebrachter.

Kramp-Karrenbauer plant Kommunikationskompetenz-Seminare für

7.) Millionen Deutsche, weil sie immer alle falsch verstehen

 Weil sie immer wieder falsch verstanden wird, will CDU-Chefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nun mehrere Millionen Deutsche verpflichten, Seminare für Kommunikationskompetenz zu besuchen.  „Es ist immer wieder dasselbe Lied“, klagt Kramp-Karrenbauer über die mangelnde Fähigkeit der Deutschen, ihre Forderungen richtig aufzufassen. „Da mache ich zum Beispiel einen ganz normalen Witz über das dritte Geschlecht, stelle die Meinungsfreiheit im Internet in Frage, schließe mehrfach ein Ministeramt unter Merkel aus, um dann doch Ministerin zu werden, oder denke laut über ein Parteiausschlussverfahren gegen Hans-Georg Maaßen nach – und sofort drehen mir alle einen Strick daraus und tun so, als würde ich von einem Fettnäpfchen ins andere taumeln. Es wird Zeit, etwas dagegen zu tun.“

Postillon

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