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Archiv für August 25th, 2019

Sachsentour mit Kipping

Erstellt von DL-Redaktion am 25. August 2019

Wenn man Zitronen reibt, darf man auch mal zuspitzen

DIE LINKE auf der Internationalen Grünen Woche 2012 (6764495511).jpg

Der Chefkoch in Aktion

Von Kersten Augustin und Paul Wrusch (Gespräch)

Die Linken-Chefin Katja Kipping kocht für die taz-WG in Dresden – Kippings Heimatort. Sie verrät ihre Lieblingsorte in Sachsen, welche Musik sie wann hört und woher die Wut vieler Sachsen kommt.

Dresden ist die letzte Station unserer Reise. Wir treffen uns in der taz-WG im Stadtteil Plauen. Pünktlich um 17 Uhr kommt Katja Kipping an. Wir haben sie zum Sachsen-Dinner in ihrer Heimatstadt eingeladen. Das Menü hat sie selbst vorgeschlagen: Griechischer Salat, Mohn-Zitronen-Pasta mit viel Parmesan, sächsische Eierkuchen nach dem Rezept ihrer Großmutter. Kipping hat uns eine Einkaufsliste geschickt. Nach einem kurzen Hallo legt sie gleich mit los. Sucht Brettchen und Messer in der ihr fremden Küche zusammen. „Wer will Zwiebeln schneiden?“ Ihr Pressesprecher opfert sich. Weitere Aufgaben werden verteilt. Direkt Weißweinschorle? „Erst mal Wasser bitte. Ich muss noch in den Flow kommen beim Kochen.“

taz am wochenende: Frau Kipping, warum haben Sie dieses Rezept ausgewählt?

Katja Kipping: Ich wollte etwas kochen, das ich gut kann. Die Zitronen-Mohn-Pasta kommt aus meinem Dresdner Freundeskreis. Mittlerweile hat es zwar alle irgendwie nach Berlin verschlagen, wir treffen uns aber regelmäßig zum Mädelsabend. Dass der Salat rot-rot-grün ist, ist eher Zufall. Mir schmeckt er, und er hat etwas heimeliges. Als ich klein war, gab es oft Tomate mit Ziegenkäse.

Und die Eierkuchen kommen von der Großmutter.

Ja, die war sehr sparsam, hat gegorene Milch statt Buttermilch verwendet. Ich nehme Buttermilch oder Kefir. Nach dem Abi war ich im Freiwilligendienst in Gatschina bei Sankt Petersburg. Dort gab es oft Bliny, die russische Variante. Auch sehr lecker.

Wie oft kommen Sie dazu, zu kochen?

Wenn es gut läuft, habe ich jedes zweite Wochenende frei. Dann kochen wir. Und wenn ich schreibe, ein Buch oder eine Flugschrift, dann mache ich Homeoffice und koche in der Mittagspause für mich, während nebenbei Serien laufen:. „Haus des Geldes“, „Good Girls“, „Big Bang Theory“…

Das Essen wirkt auf uns gerade nicht besonders sächsisch. Sie sind Vegetarierin, was isst man da in Sachsen?

Kartoffeln mit Kräuterquark und Leinöl? Ich esse ja Fisch, das ist eigentlich Tierrassismus. Als wir als Jugendliche beim Wahlkampf übers Land gefahren sind, haben die Genossen in den Kleinstädten uns gerne mit Bratwurst empfangen, aber viele von uns waren Vegetarier.

DIE LINKE Bundesparteitag 10. Mai 2014-53.jpg

Kipping hat auch beim Kochen kein Problem damit, Anweisungen zu geben. Manchmal klingt sie wie eine Fernsehköchin: „Bitte in sehr kleine Würfel, dann entfaltet sich das Aroma besser.“ Nach 30 Minuten zieht sie ihr langärmliges Shirt aus, wirft es aufs Sofa und widmet sich den Zitronen, die sie mit einem kleinen Löffel auspresst. Schnell bindet sie sich ein Küchenhandtuch vor die Hose.

Jetzt muss ich auch mal was fragen: Was haben Sie denn so erlebt auf Ihrer Tour durch Sachsen?

Wir waren beeindruckt von den jungen Aktiven und den alten Bürgerrechtlern, die in Plauen zusammen an einem Tisch sitzen.

Wenn du gegen Nazis bist in Plauen, das ist echt kein einfaches Leben. Ich war letztens zu Besuch dort, da kam ein Bürgerrechtler auf mich zu. Der wusste schon, was ihn in der Vergangenheit von uns getrennt hat – aber auch, warum er jetzt mit der Linken zusammenarbeitet.

Was uns auch aufgefallen ist: Wir waren sehr beeindruckt, wie schön saniert die Städte waren …

… die Marktplätze, klar, da hat sich viel getan.

Aber nur weil die Straßen schön sind, gibt es nicht unbedingt einen Bus, der darauf fährt.

Je idyllischer die Landschaft, umso schlechter die Stimmung, hat eine Genossin vor Kurzem gesagt. Man kann mit dem Abgehängtsein unterschiedlich umgehen. Ich war letztens in einem Dorf in Brandenburg, da wohnen keine 100 Einwohner. Einer hat da gerade in einer Trafostation die kleinste Galerie der Welt gebaut und lädt zu Vernissagen ein … Will mal jemand den Salat verkosten, die wirklich wichtigen Dinge hier!

Schmeckt sehr gut.

Und jetzt: Food-Fotografie. Kipping posiert mit dem fertigen Salat. „Machen wir mal Pause für Instagram und Twitter, räumen den Tisch ab und trinken Alkohol, oder?“, sagt sie und lässt sich dann die erste Weißweinschorle einschenken.

Wir haben für das Essen 15 Euro pro Person ausgegeben, inklusive Weißwein. Ist das viel?

Klar, für jemanden, der auf Hartz IV angewiesen ist, ist das knapp. Paprika ist teuer, Parmesan auch, der Mohn geht. Gut, ihr habt euch für Wein entschieden, der teuer ist. Ich habe mit Leuten zusammengewohnt, die waren auf Hartz IV angewiesen und haben trotzdem im Bioladen eingekauft, weil ihnen gesundes Essen wichtig war. Wir kämpfen ja dafür, dass sich jeder gutes Essen leisten kann. Teilen wir uns eigentlich rein in den Einkauf?

Der geht auf uns. Wie war das früher in Ihrer WG?

Da hatte jeder für seinen Alltag seines eingekauft, und wir konnten uns beim Essen der anderen bedienen. Oft gab es nur eine Butterdose im Kühlschrank. Und wenn die Butter alle war, hat irgendjemand neue gekauft. In meiner alten Studi-WG in Dresden waren wir zu fünft. Ich habe immer mit Leuten zusammengewohnt, bei denen ich wusste: Wenn ich Party mache, steht das am nächsten Tag nicht in der Presse.

Sie wohnen jetzt mit Ihrer Familie in Berlin, hatten bis vor Kurzem aber noch ein WG-Zimmer hier.

Ja, aber der Vermieter hat Ärger gemacht bei Untervermietung, so mussten wir die WG kündigen, als Mitbewohnerinnen mit ihrer Familie zusammenzogen. Als ich auszog, stand ich auf der Straße und habe auf meinem Handy „Those were the days, my friend“ abgespielt.

Sie haben mal gesagt: Am liebsten würden Sie Ihren Lebensmittelpunkt in Dresden haben.

Ja. Wenn ich auf den Elbwiesen bin oder mit dem Fahrrad durch Dresden fahre, denke ich: So was hat Berlin nicht. Aber hier gibt es auch Pro­ble­me, zum Beispiel einige Schulleitungen, die Pegida nahestehen.

Es scheint auch noch Menschen zu geben – welche mit einen Rührlöffel arbeiten können und wollen ?

Aber eine Studie hat gerade gezeigt, dass das Bildungssystem in Sachsen das beste in Deutschland ist.

Die kam von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, dem Zentralorgan des Kapitals … Wenn man Zitronen reibt, darf man auch mal zuspitzen.

Dann spitzen Sie doch mal zu: Wie sind die Sachsen?

Ganz einfach: So verschieden wie die Bayern.

Aber es gibt auch Vorurteile, die stimmen.

Wenn Dresdner jemanden treffen, der nicht aus ihrer Stadt kommt, dann fragen die nicht offen: „Wie findest du Dresden?“, sondern: „Schön in Dresden, ne?“ In einem Theaterstück von Volker Lösch sagt der Bürgerchor über Dresden: „Selbst die Ruinen sind hier schöner.“ Das trifft den Stolz der Dresdne­r*in­nen auf ihre Stadt.

So schauts aus in Silwingen ?

Der sächsische Dialekt gilt aber als nicht so schön.

Da machen sich ja gerne alle drüber lustig. Letzten Montag wurde ich gleich auf den neuen „Tatort“ aus Dresden angesprochen: „Die Schauspieler machen einen auf sächsisch, können aber nicht mal den Dialekt.“

Haben Sie sich den sächsischen Dia­lekt abtrainiert?

Nein, nur so klassische Aussprache­fehler.

„So, wollen wir jetzt schon Salat essen? Oder zusammen mit dem Hauptgang?“, fragt Kipping. Uneinigkeit in der Küche. „Wir können ein Los ziehen oder gute Argumente austauschen.“ Die Politikerin ist stets um Ausgleich bemüht. Ergebnis, leichte Mehrheit für: jetzt essen. Kipping verteilt Salat in tiefe Teller und Schüsseln.

Wollen wir Musik hören? Roland Kaiser mit „Schachmatt“, dazu haben Sie früher auf Wahlkampftour durch Sachsen auf dem VW-Bulli getanzt.

Wir haben eher Rosenstolz gehört. Aber wollen wir nicht lieber Keimzeit hören?

Warum Keimzeit?

Ich war ein Fan. Als Jugendliche bin ich mal mit einer Freundin getrampt, mit dem Diktiergerät der Schülerzeitung im Gepäck, um mit der Band zu sprechen.

Sie waren früher viel mit dem Bulli in Sachsen unterwegs. Wo ist es am schönsten?

Ich mag besonders Oybin und Jonsdorf, bei Zittau. Da war ich als Kind sehr oft wandern. Und dort, wo früher Kohleabbau war, sind heute tolle Seen.

Als Jugendliche waren Sie im Umweltzentrum „Brennnessel“ aktiv. Hätten Sie auch bei den Grünen landen können?

Nein, wer damals links war, der ist zur PDS gegangen. Die führende Kraft für eine ökologische Verkehrspolitik in Dresden war und ist meine Partei.

Sie stiegen schnell auf, wurden mit 21 jüngste Landtagsabgeordnete in Sachsen und wurden häufig als Jeanne d’Arc der Linken bezeichnet, als „jung und schön und klug“.

Und heute nur noch klug? Die Artikel von damals sagen weniger über mich als über das Bild von Frauen in der Politik. Das würde heute kaum mehr funktionieren, da hat es einen Fortschritt gegeben. Auch wenn der Hass gegen Frauen auch ein Teil des Erfolgs der Rechten ist.

Fast zwei Stunden sitzen wir in der Küche in Dresden-Plauen. Zeit für eine Raucherpause. Kipping raucht nur vor und nach Talkshows, „ein Ritual“, sagt sie, und in Gesellschaft zum Wein. Sie kommt mit runter, lässt sich eine Zigarette drehen. Zurück in der Küche stürmt sie sofort wieder an den Herd, sucht Töpfe für die Nudeln, eine Pfanne für die Soße, kämpft mit dem Herd. Kipping brät die Zwiebeln an und gibt Mohn und Zitronenschale dazu, dann kommt Sojasahne darauf. „Oh, die Sauce ist ganz schön suppig.“ Jetzt muss sie zum ersten Mal improvisieren. „Habt ihr noch Frischkäse im Kühlschrank. Bei euch ist niemand Veganer, oder?“

Was sollen wir jetzt hören? Doch mal Roland Kaiser?

Quelle         :           TAZ       >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben       —     Unter dem Motto »Was is(s)t gesund?« präsentiert sich die Bundestagsfraktion vom 20. bis 29. Januar auf der weltgrößten Messe für Ernährung und Landwirtschaft am Berliner Funkturm.

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  • File:DIE LINKE Bundesparteitag 10. Mai 2014-53.jpg
  • Created: 2014-05-10 14:40:39

 

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3.) von Oben    —      Der Rechte Flügel ? Blogsport  / Ein ganzes Leben wie Göttin und Gott in Frankreich  – andere Arbeiten lassen !

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Unten       —      Fischbüfett

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Neue Klassenpolitik:

Erstellt von DL-Redaktion am 25. August 2019

 Rein in die Praxis!

File:Class War (Unsplash).jpg

Quelle      :         untergrund-blättle ch.

autonomie-magazin.org

Torsten Bewernitz hat sich mit seiner neuesten Schrift „Syndikalismus und neue Klassenpolitik“ in die Diskussion um genau diese eingebracht.

Mit diesem Buch macht Bewernitz einen Vorschlag, wie die radikale Linke ihre neue Klassenpolitik praktisch angehen könnte. Eine Pflichtlektüre, für alle, die ernsthaft an der Diskussion interessiert und bereit sind, ihren politischen Aktivismus dahingehend zu hinterfragen und neu auszurichten.

Der Autor stellt zunächst fest, dass wir uns in einer historischen Defensive befinden. Die ArbeiterInnenklasse habe im Betrieb, sowie in dem Staat in dem sie lebt, so wenig Einflussmöglichkeiten, wie lange nicht mehr. Sie befände sich in einer scheinbar ausweglosen Situation, geprägt von Unsicherheit und Angst. Daher würden die Menschen nicht mehr an eine erfolgreiche Revolution glauben. Das Problem seien nicht unsere Utopien, sondern die Tatsache, dass sie den Leuten so unrealistisch erscheinen.

Der aufgekommene Rechtspopulismus sei ein direktes Resultat dieser historischen Schwäche der ArbeiterInnenklasse und der verpassten Chance, das Potential der Krise seit 2007 von links zu nutzen und in die Offensive zu kommen. Gerät die Linke aber in einer Krise in die Defensive, verbreitet sich die ökonomische Unsicherheit und die Krise schlägt um, von einem revolutionären, zu einem regressiven Moment. Dies stärkt rechte Kräfte, indem sie die Unsicherheit angstpolitisch nutzt um die Privilegien von „innen nach außen“ hin zu verteidigen.

Bewernitz schaut sich als nächstes an, wie es aktuell um den Syndikalismus in Deutschland steht. Dabei stellt er den Widerspruch zwischen dem Anspruch der syndikalistischen Gewerkschaften, Massenorganisationen zu sein, und der Realität, tatsächlich nur eine kleine Gewerkschaft zu sein, heraus. Er betont, dass der Syndikalismus eigentlich keine Ideengemeinschaft sein sollte, sondern vielmehr eine Organisierung von Menschen mit ähnlichen (klassenpolitischen) Interessen1, die auf die Selbsttätigkeit der ArbeiterInnen baut.

In der FAU sieht er aktuell das komplette Gegenteil davon: „Was nutzen uns, für die lokalen und betrieblichen Kämpfe, ‚Prinzipien […] Gewerkschaftsausweise, eine zentrale bundesweite Zeitung etc., wenn es an Kämpfen, an Praxis mangelt?“. So richtig der Gedanke anfänglich erscheint, kann aber bezweifelt werden, ob dies in Zeiten in denen die Menschen nach Orientierung suchen, der richtige Ansatz ist. Sicherlich benötigen wir mehr „Realpolitik“ statt revolutionärer Phrasendrescherei, wenn wir eine andere Gesellschaft auch nur annähernd denkbar machen wollen. Ein konsequente antikapitalistische Position, sollte darf aber nicht versteckt werden.

Der Autor schlägt stattdessen eine neue Strategie vor: Eine Organisationsform, die weder Partei noch Gewerkschaft ist und auch nicht mit ihr konkurriert, wie etwa die kleinen radikalen Gewerkschaften (IWW und FAU) zum DGB. Konkret meint er eine Vernetzung von Worker Centers, die im prekären Bereich agieren, migrantische und geschlechtliche Themen integrieren und Stadtteilarbeit machen. Er stellt sich eine Anlaufstelle für alle Probleme der ArbeiterInnen im prekären Bereich vor, die zudem den fehlenden sozialen Raum, an dem die Klasse zusammenkommt (da es in der Arbeit immer zerstreuter wird und die Eckkneipe auch zunehmend Geschichte ist), ersetzen könnte. Diese Orte sollten aber keine Szene-Treffpunkte sein, da sie so ihren eigentlichen Zweck verlieren.

Mit der so neu entstehenden Gegenmacht, könne man den DGB auch teilweise unter Zugzwang setzen, ohne seine eigene Radikalität zu verlieren. Viele Kämpfe sind eben nicht ohne ihn zu gewinnen, wenn man etwa gerichtliche Auseinandersetzungen denkt. Bewernitz plädiert dafür, die Kräfte von Linken innerhalb und außerhalb des DGB in den genannten Worker Centers zu bündeln und sinnvoll miteinander zusammenzuarbeiten, um dem Feind etwas entgegensetzen zu können.

Zugegebenermaßen ist der Vorschlag von Bewernitz keine neue Erfindung und spart eben auch an der spannenden Stelle, wie so ein Worker Center denn gemacht werden muss, damit auch Leute kommen und sich beteiligen. Doch er geht deshalb in die richtige Richtung, weil er zur Praxis drängt. Viele Konzepte der Stadtteilarbeit scheiterten in der Realität und auch dieses Konzept der Worker Centers ist nicht davor sicher.

Völlig zu recht bemerkt das auch der Verfasser, demzufolge es auch erst einmal darum geht, herauszufinden, was die ArbeiterInnen denn eigentlich brauchen (evtl. ja gar keine Worker Centers). Man bräuchte zunächst einmal ein besseres Bild über die Klassenzusammensetzung. Dies kann aber auch erst im Laufe der Praxis entstehen. Denn erst durch die Praxis kann man sein Scheitern erkennen und Korrekturen vornehmen. Funktioniert etwas, wunderbar. Funktioniert es nicht, muss man herausfinden warum und anders vorgehen. So tastet man sich nach und nach an die richtige Strategie heran, die natürlich in jedem Viertel, in jeder Kleinstadt, nicht komplett gleich aussehen wird.

Wir haben also keine Zeit mehr zu verlieren. Die radikale Linke braucht eine Basis, die sie sich hier in der BRD leider nun einmal erst aufbauen muss. Dahingehend sollte man seine Prioritäten setzen.

Torsten Bewernitz: Syndikalismus und neue Klassenpolitik. Die Buchmacherei, Berlin 2019. 70 Seiten. ca. 12.00 SFr.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Name einer Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Webseite eine Creative Commons Lizenz (CC)

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Grafikquelle       :

Author Kayle Kaupanger notaphotographer

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Flächentarif muss her

Erstellt von DL-Redaktion am 25. August 2019

Ver.di Tarifkommissionen
Karstadt-Kaufhof entwickeln Strategiepapier

Datei:Erster-mai-20060-sponti.jpg

Quelle       :      Scharf  —  Links

Von Herbert Schedlbauer

Die Fusion von Karstadt und Kaufhof trifft jetzt die Beschäftigten beim Kaufhof besonders hart. Nach dem Personalabbau schwingt der Konzern die Keule der Tarifflucht und droht mit 11prozentiger Lohnkürzung. Um dagegen Widerstand und Positionen zu entwickeln, trafen sich letzte Woche die Tarifkommissionen des neuen Handelsriesen.

Vereinbart wurde, wie dem Kahlschlag bei Karstadt Warenhaus, Galeria Kaufhof sowie von Karstadt Sports und Karstadt Feinkost begegnet werden soll. Gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wurde ein Konzept erarbeitet, wie mit dem neuen Warenhauskonzern Verhandlungen über einen möglichen Sanierungstarifvertrag aufzunehmen sind.

Wichtigste ver.di Forderung ist dabei, dass der Handelskonzern verbindlich wieder zum Flächentarifvertrag zurückkehren muss. Die Gewerkschaft und die Beschäftigten befürchten sonst eine weitere Tarifflucht. Die betrieblichen Interessenvertreter wollen in einem Sanierungstarifvertrag eine vertragliche Rückkehr auf das Niveau des Flächentarifvertrags und die Übernahme der Tariferhöhungen geregelt haben. Vor Abschluss eines zeitlich begrenzten Sanierungstarifvertrags müsse deshalb festgelegt werden, wie die volle Anpassung an das Niveau des Flächentarifvertrags vor Vertragsende sichergestellt wird.

Als weitere Bedingung will ver.di eine gemeinsame tarifliche Lösung, die für alle Beschäftigten von Kaufhof und Karstadt sowie Karstadt Sports und Feinkost gilt. Ein Eingriff in die aktuellen Vergütungen und Entgelte, allen voran bei Kaufhof, wird abgelehnt. Eine dauerhafte Absenkung nach Ablauf eines Sanierungstarifvertrags oder einen „Warenhaus-Tarifvertrag“ kommt laut Orhan Akman, ver.di Bundesfachgruppenleiter im Einzelhandel, nicht in Frage.

Die ver.di Mitglieder der Tarifkommissionen verlangen „für alle vier Unternehmenssparten ein Konzept unter Beteiligung der Beschäftigten“. Die Gewerkschaftsvertreter wollen eine Mindestbesetzungsquote beim Personal pro Quadratmeter Verkaufsfläche und einen Stopp der Fremdvermietungen in den Warenhauspalästen. Nach Meinung mehrerer Kaufhof Betriebsräte müsse die ganze Auseinandersetzung gemeinsam mit ver.di aus den Betrieben heraus an die Kunden getragen werden. „Schon lange kritisieren diese die knappe Personalbesetzung in den Abteilungen. Wer in einem Warenhaus einkauft, will auch eine entsprechende Beratung haben“ ist von dort zu hören.

René Benko und die Manager des neuen Handelsriesen Karstadt-Kaufhof drohen offen mit der Absenkung der Löhne und Gehälter. Geht es nach ihnen, soll nach Ablauf eines Sanierungstarifvertrages ein Haustarifvertrag folgen. Wenn es zu keiner Einigung mit ver.di über einen „Billigtarifvertrag“ kommt, will der Österreicher einen rechtlichen Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof durchsetzen. Dann wiederum würde der alte Karstadt Sanierungsvertrag gelten. Dies bedeutet automatisch elf Prozent weniger Gehalt für das Personal von Kaufhof.

Schon in den letzten Jahren haben die Beschäftigten auf Tariferhöhungen sowie auf große Teile des Weihnachts- und Urlaubsgeldes verzichtet. In der Hoffnung, damit Arbeitsplätze zu erhalten um Karstadt und Kaufhof zu sanieren. Wie viel von diesem Verzicht in Wirklichkeit die Aktionäre und Eigner kassiert haben, bleibt ein Geheimnis in dieser Gesellschaftsordnung.

Der Griff nach dem Kaufhof durch Benko im Herbst 2018 vernichtete nach dessen Übernahme bereits rund 2600 Vollzeitarbeitsplätze. Anfang August trennte sich Kaufhof auch von zwei Logistikstandorten in Erfurt und Frechen. In Hannover, Stuttgart, Würzburg und Berlin wurden zusätzlich vier Regionallager geschlossen. Laut ver.di sind davon 1100 Stellen betroffen.

Erstveröffentlicht in UZ, 23.8.19

Urheberrecht
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Grafikquelle        :

Revolutionäre 1. Mai Demonstration 2006, Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg, nicht angemeldete Spontandemonstration
Datum published 2. May 2006
Quelle http://www.montagsdemo.net/wiki/index.php/Bild:Maidemo06_04.jpg
Urheber Admin

 

w:de:Creative Commons
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Neue Agenda 2010

Erstellt von DL-Redaktion am 25. August 2019

Ein Gespenst kehrt zurück

File:Gerhard Schroeder 2005.jpg

Der Genosse aller Bosse – darauf folgte Merkel welche das Gras immer kuz hielt.

Eine Kolumne von

Die Rezession droht – deshalb sollen die Menschen mal wieder flexibler werden und verzichten. Sagen Konzernbosse. Dabei hat genau so etwas zur akuten Krise von Konjunktur und Demokratien beigetragen.

In den Firmen schwinden die Aufträge, die Kundschaft schaltet auf Vorsicht. Erstmals seit Langem geht in Deutschland wieder die Angst vor einer Rezession um. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis der erste nervöse Großchef mal wieder danach ruft, dass jetzt die Mitarbeiter flexibler werden sollen – man müsse schließlich auf die Kosten gucken.

So wie es der Vorstandschef der Chemiefirma BASF diese Woche nahe gelegt hat, als er gleich mal eine neue Agenda 2010 erbat. Motto: Regierung, hilf!

Nun kann so etwas anno 2019 natürlich Satire sein. War es aber offenbar nicht. Sondern Ernst.

Da kriselt Deutschlands Industrie teils aus eigener Blödheit, was das schlechte Tricksen und Vertändeln von Mobilitätstrends angeht, teils weil die Finanzkrise nachwirkt und Populisten lieber Handelsstreits und neue Grenzen wollen. Und was soll helfen? Dass Herr Meier und Frau Müller mehr Flexibilität zeigen und in heroisch-asketischer Eigenverantwortung auf dies und das verzichten. Was zu Agenda-Zeiten in etwa so penetrant gefordert wurde wie heute der Verzicht von Tante Erna aufs Fliegen nach Malle, weil das angeblich das Weltklima rettet.

In Zeiten des Trump- und Brexit-Abschwungs eine neue deutschelnde Agenda 2010 zu fordern, klingt dabei nicht nur widersinnig, es birgt womöglich sogar das Potenzial größerer Katastrophen. Wenn die politischen Schocks der vergangenen Jahre etwas lehren, dann ja, dass die Menschen womöglich doch nicht so flexibel sein wollen und können, wie es die Globalisierung will – und stattdessen wieder mehr Sicherheit bräuchten.

Politik ist nicht dazu da, um den Konzernen Gewinne zu sichern

Wir verstehen ja durchaus, dass ein Vorstandsvorsitzender gucken muss, wie er fehlende Einnahmen in der Not auffängt, damit die Bilanz nicht blöd aussieht. Und in der Verzweiflung die Belegschaft um, sagen wir, mehr Flexibilität bittet. Wobei der BASF-Chef im Interview nicht gesagt hat, was er sich darunter genau vorstellt. Nur hilft das ja nicht gegen die akuten Ursachen fehlender Einnahmen. Zumal Politik auch nicht da ist, um Gewinnfortzahlung im Rezessionsfall zu gewähren.

Wenn Briten, Italiener oder Amerikaner gerade Aufträge bei der deutschen Industrie kappen und Unternehmen mit größeren Investitionen zögern, hat das ja nichts damit zu tun, dass in Deutschland die Beschäftigten seit ein paar Monaten, huch, zu teuer sind. Gemessen am Umsatz der Wirtschaft sind die Lohnkosten selbst in den Aufschwungjahren so gut wie nicht gestiegen und liegen heute nach wie vor deutlich niedriger als 2003. Die Wirtschaft macht per Saldo Gewinn – historisch.

Schroemuentekunz.jpg

TATORT BERLIN“ MIT GERD  S. UND FRANZ M. IN DEN HAUPTROLLEN.
Nebenrollen: Martin Schulz, Andrea Nahles, Malu D., C. Lindner, special Guests: Peter Hartz und Kevin —   WÄRST DU DOCH IN GODESBERG GEBLIEBEN!

Und die Deutschen sind am Arbeitsmarkt auch nicht plötzlich fürchterlich unflexibel geworden – nach zehn Jahren, in denen Monat für Monat mehr Arbeitsplätze geschaffen und besetzt wurden, als es bei dem Wirtschaftswachstum überhaupt zu erwarten war. Es gibt enorm viel Zeitarbeit, Teilzeit und Billigjobs. Flexibler geht’s kaum.

Wenn etwas aus Betriebssicht nicht glatt läuft, dann liegt das eher daran, dass Fachkräfte fehlen, und die entstehen nicht plötzlich, weil Herr Müller, sagen wir: umsonst Überstunden macht. Oder weil es wieder einfacher würde, Zeitarbeitsjobber billig auszunutzen. Im Gegenteil: die wollen auch einen sicheren Job.

Quelle      :          Spiegel-online         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen       :

Oben      —          Bundeskanzler de:Gerhard Schröder bei einem Wahlkampfauftritt 2005 in Frankfurt am Main, hinter Schröder: de:Heidemarie Wieczorek-Zeul

Source Fotografiert am 17. September 2005
Author Christoph F. Siekermann

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Unten      —          Franz Müntefering (l.) und Gerhard Schröder (r.) bei der Abschlusskundgebung im Bundestagswahlkampf 2005 in Frankfurt am Main

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Deutsch-China Beziehungen

Erstellt von DL-Redaktion am 25. August 2019

Hongkong nicht hängen lassen

Hong Kong Night Skyline.jpg

Von Felix Lee

Merkel muss mit Peking hart verhandeln, wenn es um Hongkongs Freiheit geht. Eine Idee wäre, China Technologien vorzuenthalten.

Die Proteste in Hongkong gehen in den dritten Monat. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Hongkonger Regierung lässt sich nur wenig auf die Forderungen des prodemokratischen Lagers ein. Sie folgt allein den Vorgaben der kommunistischen ­Führung in Peking. Und die gibt sich stur.

Demokratie? Ist für Peking ein Fremdwort. Die Hongkonger Demonstranten sind für die in China allesamt staatlich kontrollierten Medien „Unruhestifter“ und „Terroristen“. Schlägertrupps, die im Auftrag Chinas Demonstranten verprügeln, Agents Provocateurs, die die Demos aufmischen und militärische Drohungen an der Grenze zu Hongkong – all das sind Belege dafür, dass Chinas Regierung längst auf üble Weise mitmischt.

Angesichts der sich weiter zuspitzenden Krise in einer der wichtigsten internationalen Finanzmetropolen der Welt stellt sich die Frage: Wie sollten sich die Europäer verhalten?

Auch wenn Chinas Propaganda das Gegenteil behauptet: Völkerrechtlich ist die Lage klar. Die europäischen Regierungen müssten die kommunistische Führung in Peking wegen Vertragsbruch anzeigen.

EU-Sanktionen sind unwahrscheinlich

Die chinesisch-britische Erklärung zu Hongkong, die beide Länder 1985 unterzeichneten und bei den Vereinten Nationen registrieren ließen, sieht ausdrücklich vor, dass Hongkong weitere 50 Jahre nach Übergabe an die Volksrepublik als eine Sonderverwaltungszone sein System behalten darf. In dieser Zeit hat sich China nicht in die innenpolitischen Belange der Stadt einzumischen.

Dass London nicht auf die Einhaltung pocht, belegt einmal mehr, wie sehr sich Großbritannien im Zuge des Brexits außenpolitisch ins Abseits manövriert hat. Aus London ist derzeit nicht viel zu erwarten. Doch was ist mit Deutschland und der EU?

Die öffentliche Stimmung hierzulande wendet sich gegen China. Dass die Bundesregierung aber wirklich Sanktionen gegen Peking auch nur in Erwägung zieht, ist unwahrscheinlich.

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Pandabären im Berliner Zoo

Gibst du mir noch einen Panda –  dann mach ich alles ganz anders !

So wie nach der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 auf dem Tiananmenplatz, als der Westen China tatsächlich mit Sanktionen überzog, wird Deutschland das heute nicht mehr tun. Damals begann Chinas wirtschaftlicher Aufstieg. Einige große deutsche Unternehmen waren in Peking zwar präsent, doch das ist überhaupt nicht vergleichbar mit den geschäftlichen Beziehungen, die deutsche Unternehmen heute mit China pflegen.

Quelle      :       TAZ         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen      :

Oben       —          A 46 segment × 3 exposure HDR panorama of the Hong Kong night skyline. Taken from Lugard Road at Victoria Peak.

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DL – Tagesticker 25.08.19

Erstellt von DL-Redaktion am 25. August 2019

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Wurde denn um die Genehmigung zur Durchführung eines „Gangster 7“ Treffen beim Volk angefragt? Demokratie : „Alle Macht geht vom Volk aus!“

G-7-Gipfel in Biarritz

1.) Polizei geht mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Randalierer vor

Bei einer ungenehmigten Demonstration von Hunderten Gegnern des G7-Gipfels ist es unweit von Biarritz zu Ausschreitungen gekommen. Die Sicherheitskräfte setzten in Bayonne Tränengas und Wasserwerfer ein, nachdem aus den Reihen der Demonstranten Steine geflogen waren, berichtete eine Reporterin der Nachrichtenagentur dpa am Samstagabend. Es waren in Bayonne auch Vermummte unterwegs. Geschäfte wurden demnach nicht beschädigt.

Welt

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Einen Irren muss widersprochen werden ! Die Crux ist nur : Wenigstens 90 Prozent der PolitikerInnen welche sich mit solch einer Type an den Tisch setzen, stehen noch unter seinen Intelligenzlevel und kuschen. Wie heißt es doch bei Bertols Brecht: „Und der Haifisch, der hat Zähne
und die trägt er im Gesicht und Macheath, der hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht.“

Tusk warnt Trump :

2.) EU scheut Handelsstreit mit Amerika nicht

Welcher Wein beim gemeinsamen Abendessen der Staats- und Regierungschef zum Auftakt des G-7-Gipfels in Biarritz zu den baskischen Spezialitäten gereicht wurde, ist nicht bekannt. Die Schlagzeilen beherrschten französische Weine indes schon bevor Gastgeber Emmanuel Macron das Treffen eröffnete. Der amerikanische Präsident hat im Vorfeld des Gipfels damit gedroht, diese mit Strafzöllen zu belegen, weil Frankreich auf nationaler Ebene eine Steuer für globale Internet-Unternehmen beschlossen hatte. Sie zielt auf große und international tätige Unternehmen wie Google, Amazon, Facebook und Apple ab. Weil viele der betroffenen Konzerne ihren Sitz in den Vereinigten Staaten haben, ist Trump gegen die Steuer. Frankreich hatte zunächst eine globale oder europäische Lösung für eine Digitalsteuer angestrebt, bislang gab es jedoch noch keine Einigung in diese Richtung.

FAZ

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Jetzt kommt Reul mit seinen Geheul. Hatte er seinen Zuchtmeistern in Hamm nicht gesagt, ohne ihre Uniform nicht über den Bürgern zu stehen ? Nur eine Uniform erhebt einen vom Staat Abhängigen zu einer fixen Größe. Ohne Diese, gleicht er einen Obdachlosen oder Hartz 4 Empfänger.

Hamm

3.) Mob von 15 Personen attackiert Polizisten und schlägt sie krankenhausreif

Vier Polizisten in Nordrhein-Westfalen sind außerhalb ihrer Dienstzeit von einer Gruppe von 10 bis 15 Menschen attackiert und verletzt worden. Auslöser des Angriffs war, dass ein 19-Jähriger die Beamten in der Innenstadt von Hamm auf einen „zurückliegenden dienstlichen Anlass“ angesprochen hatte. Das sagte der Dortmunder Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel am Samstagabend. Genauere Angaben dazu machte er nicht. Die Polizisten wiesen den jungen Mann demnach ab. Wenig später kehrte er den Angaben zufolge mit einer Gruppe von bis zu 15 Personen zurück und ging auf die Beamten los. Ein Polizist erlitt dabei Schnittverletzungen im Bauchbereich.

Focus

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In unserer Kindheit hieß es nur: Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht ! Wie sprach die „Birne“ einst zu „seinem Mädchen“ : „Sie hat hier gelernt mit Messer und Gabel zu essen“.  Und das alles in der modernen CDU ! Das mit den Sternekochern wär wieder eine neue Geschichte, besonders dann, wenn diese die größten Abzocker bekochen müssen !

Fauxpas bei G7 :

4.) Sternekoch serviert bedrohten Thunfisch zum Abendessen

Baskische Spezialitäten mit dem gefährdeten roten Thunfisch standen am Samstag auf der Speisekarte für das Dinner der Staats- und Regierungschefs bei dem G7-Gipfel im südwestfranzösischen Biarritz. Sternekoch Cédric Béchade wollte demnach erst ein baskisches Omelett und dann den „Marmitako“ genannten traditionellen Fischeintopf mit frischem roten Thunfisch zubereiten, den Fischer des südlich von Biarritz gelegenen Ortes Saint-Jean-de-Luz gefangen haben.

Tagesspiegel

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Wäre es nicht die höchste Zeit über gemachte Fehler dieser „Abkommen“ einmal nachzudenken? Müsste doch trotzt der Hirnleere unserer heutigen PolitikerInnen möglich sein ?

Abwehr von „Killerdrohnen“

5.) Israel gibt Angriff auf syrische Ziele zu

Selten spricht Israel offiziell über militärische Aktivitäten im benachbarten Syrien. Nun berichten Armee und Regierungschef aber offen über einen Schlag gegen eine erwartete iranische Attacke. Im Norden des Landes werden schon Abwehrraketen in Position gebracht. Israels Militär hat nach eigenen Angaben Ziele in Syrien beschossen, um einen Angriff mit iranischen „Killerdrohnen“ auf sein Staatsgebiet zu verhindern. Israels Luftwaffe habe ein Dorf namens Akraba südöstlich von Damaskus attackiert, sagte der israelische Militärsprecher Jonathan Conricus. Nach israelischen Informationen habe die Al-Kuds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden geplant, mit Drohnen Ziele im Norden Israels anzugreifen. Diese Art von Drohnen seien mit Sprengstoff beladen und funktionierten wie Raketen, sagte er. Man halte den Iran und Syrien für verantwortlich.

ntv

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Was macht den Dax so interessant ? Das er nur strenger riecht als ein Fuchs ? Aktionäre geben leider keine Auskünfte.

Dax schließt nahe 11.600 Punkten –

6.) Handelsstreit drückt Märkte ins Minus

Trumps Ankündigung, noch heute auf Chinas neue Strafzölle zu reagieren, lässt den Dax sinken. In der Rede von Fed-Chef Powell vermissen Anleger deutliche Signale. Die neue Runde im Handelsstreit zwischen den USA und China hat am Freitag die Märkte belastet. Die Ankündigung von US-Präsident Trump, noch heute auf Chinas neue Zölle zu reagieren, schickte den Dax auf Talfahrt. Der Leitindex ging 1,2 Prozent tiefer aus dem Handel bei 11.612 Punkten. Auch MDax und EuroStoxx notierten mit 0,8 beziehungsweise mit einem Prozent im Minus.

Handelsblatt

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Hätte man doch damit auch den Schrotthaufen aus Silwingen an den Mann gebracht !

Günstiger als Grönland:

7.) Bundesregierung bereit, Saarland an Trump zu verkaufen

Eigentlich wollte er lediglich der dänischen Krone Grönland abkaufen. Dennoch hat die deutsche Bundesregierung nun in Richtung Donald Trump Bereitschaft signalisiert, das Saarland an die USA zu veräußern. Beim Preis für das Bundesland, dessen Fläche in etwa der des Saarlandes entspricht, zeige man sich flexibel. „Als wir gehört haben, dass Trump sich derzeit nach neuen Gebieten umsieht, ist der Bundesregierung natürlich sofort das Saarland eingefallen“, so ein Sprecher des Kanzleramts. „Für eine Milliarde US-Dollar könnte das Saarland schon morgen amerikanisches Hoheitsgebiet sein. Oder sagen wir 500 Millionen, weil wir unter Freunden sind.“

Postillon

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