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RENTENANGST

Archiv für April 30th, 2019

EU – Lobbyistenstadt Brüssel

Erstellt von DL-Redaktion am 30. April 2019

Die zweitmeisten Lobbyisten weltweit

Von Hanna Gersmann

Sie beeinflussen wichtige Gesetze im Hintergrund und haben ein Milliardenbudget: In der EU-Capitale arbeiten 25.000 Interessenvertreter.

Brüssel, die Hauptstadt Europas, steht weltweit an Platz zwei der Orte mit den meisten Lobbyisten. Nur in der US-Hauptstadt Washington D. C. tummeln sich noch mehr Interessenvertreter. Das steht im EU-Lobbyreport 2019 der Organisation Lobbycontrol auf der ersten Seite. Es ist der erste dieser Art. Das Allgemeinwohl komme zu oft unter die Räder, heißt es darin.

Rund 25.000 Lobbyisten mit einem Jahresbudget von 1,5 Milliarden Euro nehmen demnach in Brüssel Einfluss auf die EU-Institutionen. Etwa zwei Drittel von ihnen arbeiten für Unternehmen. „Die Macht der Konzerne in Europa ist eindeutig zu groß, teilweise können sie Gesetz und politische Prozesse regelrecht kapern“, sagte Imke Dierßen, politische Geschäftsführerin von Lobbycontrol. Europa lasse zum Beispiel zu, dass „Konzerne und Reiche ihre Vermögen in Schattenfinanzplätze verschieben und sich dadurch ihrer Steuerverantwortung entziehen“. Den EU-Ländern entgingen damit jedes Jahr 50 bis 70 Milliarden Euro.

Lobbycontrol zeigt auf, wie die Beeinflussung funktioniert. Ein Weg sind schlichte Treffen. Immerhin veröffentlicht die EU-Kommission, anders als die Bundesregierung, seit 2014 die Treffen der Kommissare und ihrer Kabinette mit Lobbyisten. Seit Dezember 2014 bis April dieses Jahres waren es fast 23.000. Knapp 70 Prozent davon fanden mit Unternehmen und ihren Verbänden statt.

Karikatur Merkel als Marionette.jpg

Eine weitere Einflussmöglichkeit sind Expertenzirkel: Der Brüsseler Verwaltungsapparat sei relativ klein, die Personalausstattung schlecht, meint Dierßen. Während allein die Bundesfinanzverwaltung 45.000 Mitarbeiter habe, seien es in der EU-Kommission nur 32.000. Kommissionsbeamte seien häufig auf die Expertise der Unternehmen angewiesen, die sie regulieren sollen. In der Expertengruppe „Emissionen im praktischen Fahrbetrieb – leichte Nutzfahrzeuge“ saßen zu 70 Prozent Leute aus der Automobilindustrie. Der Untersuchungsausschuss des EU-Parlaments zum Dieselskandal kam zu dem Schluss, dass diese Gruppe unter anderem dazu beigetragen hat, die Einsetzung eines effektiveren Testverfahrens für den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen um Jahre zu verzögern.

Quelle            :          TAZ       >>>>>        weiterlesen     

Grünen-Europapolitiker über Lobbyismus

„In Berlin hängt die Latte tief“

Sven Giegold bewirbt sich.jpg

Das Interview führte Eric Bonse

Die EU unternehme viel gegen den Einfluss von Lobbyisten, sagt der Grüne Sven Giegold. Davon müsse Deutschland lernen.

taz: Herr Giegold, Konzerne haben zu viel Macht in Europa: Das kritisiert Lobbycontrol. Die Lage in Brüssel sei aber besser als in Berlin. Teilen Sie das?

Sven Giegold: Ja, aber nur weil in Berlin die Latte maximal tief hängt und viel zu wenig gegen verdeckten Einfluss von Lobbys unternommen wird – dort gibt es nicht einmal ein Lobbyregister, geschweige denn Lobbytransparenz im Bundestag oder bei der Regierung. Das ist leider nicht ungewöhnlich, weil wir in fast allen EU-Ländern weit schwächere Regeln haben als in Brüssel.

Was läuft besser in Brüssel?

Die Liste ist lang. Das Wichtigste ist vielleicht, dass Lobbyisten weder bei den Kommissaren noch bei ihren engsten Mitarbeitern Termine bekommen, ohne dass das registriert wird. Alle Lobbytermine werden öffentlich gemacht. Man kann auch einsehen, wer die bezahlenden Auftraggeber hinter den Lobbyisten und wie hoch die Lobbybudgets sind.

Und obwohl die Christdemokraten und Liberalen die Transparenz scheuen wie der Teufel das Weihwasser und auch die Sozialdemokraten gezaudert haben, haben wir als Grüne im Europaparlament in einem dreijährigen Tauziehen viel durchgesetzt. In Zukunft werden auch im Parlament immerhin alle wichtigen Lobbytreffen offengelegt. Da sollte der Bundestag nachziehen.

Bei der Reform des EU-Urheberrechts bombardierten Lobbyisten das Parlament regelrecht.

Ja. Die Befürworter von Artikel 13 haben Google & Co. beschuldigt und die Gegner haben die Verlage attackiert. Letztlich haben beide Seiten nicht mit Marzipankartoffeln geschossen. Es war viel, aber es war auch verteilt. Es wäre ja schön, wenn es immer so wäre. Aber die Realität ist ja doch, dass die Lobbymacht nicht fair aufgeteilt ist. Die Konzerne haben mehr Ressourcen, da reicht der Blick auf die fossile Energielobby. Transparenz allein reicht nicht. Wir müssen auch die politische und wirtschaftliche Ungerechtigkeit dahinter begrenzen.

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Grafikquellen           :

Oben      —         Das Europagebäude

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2. ) Von Oben       —    Karikatur: Angela Merkel und Franz Müntefering als Marionetten von Peter Hartz

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Unten      —      Sven Giegold BDK Dortmund 2009 Bundesparteitag (Bundesdelegiertenkonferenz, BDK) 2009 in den Westfalenhallen Dortmund vom 23.-25. Januar.

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Der Funktionär der DDR

Erstellt von DL-Redaktion am 30. April 2019

Persönliche Grenzüberschreitung

File:Bundesarchiv Bild 183-J0325-0024-001, 20 Jahre Akademie der Künste.jpg

Quelle       :    untergrund-blättle – ch.

Oliver Armknecht  film-rezensionen.de

„Der Funktionär“ spürt dem DDR-Kulturpolitiker Klaus Gysi nach, der sein Leben lang dem Kommunismus treu blieb, auch nachdem er und das Projekt längst gescheitert waren.

Der Dokumentarfilm ist dabei keine objektive Biografie, sondern eine sehr persönliche, ambivalente Spurensuche des Regisseurs, der als eines von sieben Kindern dem Mann nahestand und gleichzeitig wieder nicht.

Dokumentarfilme dienen oft dazu, dem Publikum Themen näherzubringen. Grosse Themen, die die Welt bewegen. Kleine Themen, von denen mehr Menschen wissen sollten, als sie es bislang tun. Dann und wann stolpert man aber auch über Werke, bei denen sich der Verdacht aufdrängt, dass es den Filmemachern gar nicht so wahnsinnig wichtig war, ob da draussen jemand ist, der ihnen zuhört und zusieht. Dass es vielmehr persönliche Angelegenheiten sind, aufgearbeitet primär für einen selbst. Zuschauer? Die dürfen gern dabei sein, sind aber nicht mehr als ein netter Bonus.

Der Funktionär ist ein solcher Film. Journalistische Distanz bewahrt die Doku nicht, kann sie auch gar nicht. Schliesslich ist Regisseur Andreas Goldstein (Adam und Evelyn) der Sohn eben jenes Mannes, um den sich hier alles dreht: Klaus Gysi. Der dürfte inzwischen nicht mehr allzu vielen Leuten etwas sagen. Je länger das Ende der DDR zurückliegt, umso stärker geraten auch dessen Protagonisten in Vergessenheit. Zumal der 1912 geborene überzeugte Kommunist in seinen späteren Jahren ohnehin keine grössere Rolle mehr im Parteiapparat spielte.

Kritisches Suchen und Erinnern

Wenn sich Goldstein dem ehemaligen Politiker zuwendet, dann jedoch nicht, um ihm ein posthumes Denkmal zu errichten. Im Gegenteil: Vieles von dem, was in Der Funktionär angesprochen wird, hört sich eher nach Abrechnung an. Was verständlich ist, glücklich war das Zusammenleben mit dem notorischen Schwerenöter – sieben Kinder von drei Frauen – sicher nicht. Er betrog seine Frauen, wann immer es ihm passte. Und auch beruflich gab er gern den eloquenten Verführer, der Menschen alles möglich andrehte.

Konkrete Ergebnisse lieferten seine diversen Jobs jedoch nicht unbedingt, wie der Film zwischendurch klarmacht. Vor allem hinter seine Zeit als Kulturpolitiker darf man ein kleines Fragezeichen setzen. An manchen Stellen meint man, aus den bissigen Off-Kommentaren auch eine gewisse Häme und Gehässigkeit herauszuhören, etwa wenn Goldstein misst, wann und wie sein Vater in Talkshows zu Wort kam. Reden konnte er ohne Zweifel. Doch mit seinem beruflichen Abstieg, der offiziell natürlich nie als solcher bezeichnet wurde, kamen die Einsätze später, die Sprechzeit wurde geringer.

Persönliche Grenzüberschreitung

Das ist einer der Punkte, der Der Funktionär so interessant macht: Goldstein ist ein sehr genauer Beobachter. Er nimmt Archivaufnahmen, die er analysiert, auseinandernimmt, wohl auch um den Mann zu finden, der in seinem eigenen Leben nur ein Phantom gewesen zu sein schien. Das Persönliche und das Politische sind hier dann auch kaum voneinander zu trennen. Der Dokumentarfilm, der auf der Dok Leipzig 2018 Weltpremiere hatte, ist eine Melange der unterschiedlichsten Themen. Eine Melange auch der unterschiedlichsten Filmelemente: Bild und Ton stimmen völlig bewusst oft nicht überein. Da wird Figuren die Sprache entzogen, Musik mischt sich realen Momenten, dazu gibt es Mood-Aufnahmen, die eher assoziativer Natur sind.

Am Ende bleiben viele Fragen. Fragen, die Goldstein selbst nicht beantworten kann, wenn er an seinen Vater zurückdenkt. Das ist als reines Porträt, als Biografie, natürlich weniger befriedigend. Ein solches soll Der Funktionär aber auch gar nicht sein. Vielmehr ist der Film eine spannende, weil sehr ambivalente, letzten Endes betont subjektive Annäherung an einen Mann, der ursprünglich sicher viel erreichen wollte. Sein politisches Erwachen begann schliesslich mit dem Tod eines Arbeiters. Ein Mann, der aber wie das Projekt DDR auch scheiterte, langsam, ohne es immer zu merken oder wahrhaben zu wollen. Ohne erlösende Erklärung auch.

Der Funktionär

Deutschland 2018 – 72 min.

Regie: Andreas Goldstein
Drehbuch: Andreas Goldstein
Produktion: Andreas Goldstein, Heino Deckert
Kamera: Jakobine Motz
Schnitt: Chris Wright

Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons (CC BY-NC-SA 4.0) Lizenz.

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Grafikquelle         :         Der damalige Minister für Kultur der DDR, Klaus Gysi (l), März 1970. / Bundesarchiv, Bild 183-J0325-0024-001 – Franke, Klaus (CC BY-SA 3.0

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Haste ne’n 50ziger über?

Erstellt von DL-Redaktion am 30. April 2019

Die ungeheuerliche Spendenbereitschaft

Incendie de Notre Dame à Paris. vue depuis le ministère de la recherche. 5.jpg

Und das auch noch um Ostern herum.

Von Alexander Supady

Reiche Spender haben über eine Milliarde Euro für den Wiederaufbau von „Notre Dame“ bereitgestellt. Darf das sein – angesichts weitaus größeren Leids auf der Welt?

Die Spendenbereitschaft ist riesig. Nach dem Brand von Notre Dame, der die Menschen nicht nur in Frankreich und in Europa, sondern in vielen Ländern auf der ganzen Welt erschüttert hat, sind binnen weniger Tage bereits mehr als eine Milliarde Euro Spendengelder für den Wiederaufbau zugesagt worden. Die Spendenbereitschaft unterstreicht die viel zitierte Wahrnehmung der Kathedrale als „Seele Frankreichs“, für die die reichsten Unternehmerfamilien des Landes sich zu einer Unterstützung in jeweils dreistelliger Millionenhöhe bereit erklärt haben.

Ebenso rasch und genauso absehbar folgte jedoch die Kritik auf diese unglaubliche Spendenbereitschaft. Wie könne es sein, so die vielfach vorgebrachte Kritik, dass für den Wiederaufbau eines Baudenkmals innerhalb weniger Stunden hunderte Millionen Spendengelder bereitstehen, während Projekte zur Armutsbekämpfung anhaltend unterfinanziert sind, während Spendenaufrufe zur Unterstützung der Menschen, die unter der Hungersnot im Jemen leiden, nicht ausreichend Aufmerksamkeit erregen, während auch in Frankreich Menschen hungern, kein Obdach haben und auf der Straße leben?

Diese Entrüstung und diese Kritik folgen dem altbewährten Ziel, durch leicht nachvollziehbare Allegorien und Vergleiche einer als falsch empfundenen Sache die Berechtigung zu entziehen und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf die eigene Aufgabe, auf das eigene als wichtiger empfundene Ziel zu lenken. Es ist verständlich, dass diejenigen, die sich gegen das Sterben im Mittelmeer einsetzen, es als unfair empfinden, wenn so hohe Summen scheinbar problemlos für den Wiederaufbau einer Kathedrale zur Verfügung gestellt werden, während viel niedrigere Summen, die für die Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer notwendig wären, nur schwer oder nicht ausreichend einzusammeln sind.

Und dennoch ist diese Reaktion die falsche, verfehlt sie das Ziel. Es darf nicht sein, dass Kinder im Jemen aufgrund eine Krieges Hunger leiden und sterben, es darf nicht sein, dass allein in Afrika Millionen Kinder in Folge bewaffneter Konflikte ums Leben kommen, wir dürfen nicht dulden, dass Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben ihre Körper verkaufen müssen, misshandelt und gefoltert werden, dass Menschen leiden oder sterben, nur weil der Zufall der Geburt sie am vermeintlich falschen Ort auf der Welt ausgesetzt hat.

Fil:NotreDamefrasiden.jpg

Nicht aber die Spenden für den Wiederaufbau von Notre Dame verschulden diese Missstände. Sicher, womöglich könnte ein Milliarde Euro an Spendengeldern für andere Projekte, Initiativen und Maßnahmen das Leid einiger Menschen lindern. Eine bessere Finanzierung der Hilfe für den Jemen würde dort sicher das Leben einiger Kinder verbessern und retten, sicherlich könnten bereits einige hunderttausend Euro die Arbeit von Seenotrettungsorganisationen auf dem Mittelmeer bedeutend unterstützen und so Menschen vor dem Ertrinken retten, sicher könnten einige Millionen Euro für eine weitere Verbreitung von Moskitonetzen oder von antiretroviralen Medikamenten gegen HIV/AIDS eine bedeutende Zahl an Menschenleben retten.

Quelle        :        Der Freitag         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen :

Oben       —      Incendie de Notre Dame à Paris. vue depuis le ministère de la recherche.

Opphavsperson Christergundersen

Denne filen er lisensiert under lisensen Creative Commons Navngivelse-DelPåSammeVilkår 4.0 Internasjonal.

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Lob für die Linke

Erstellt von DL-Redaktion am 30. April 2019

Medienkritik an Assange-Berichterstattung der ARD,

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Quelle       :     Scharf   –   Links

Von Hannes Sies

Die Verhaftung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange schlägt weiter Wellen: Nur nicht im deutschen Medien-Mainstream. Das kritisieren zwei Nestoren des kritischen Journalismus der ARD: Das Pensionärs-Duo Bräutigam/Klinkhammer werfen der ARD kriecherisches Abwiegeln vor, ebenso der Bundesregierung. Lob erhält nur die Linkspartei, deren Abgeordnete sich für Assange eingesetzt haben. Der Journalist Volker Bräutigam (78) war ab 1975 Mitarbeiter der ARD-Tagesschau, 1991-96 der Kulturabteilung, sein Mitautor, der Jurist Friedhelm Klinkhammer (75) war 1975–2008 Mitarbeiter des NDR, zeitweise Vorsitzender des Gesamtpersonalrats. Bräutigam und Klinkhammer kritisieren in ihrem Artikel „Assange wird vergessen gemacht“ die ARD wegen „platter Medienkritik an ‚Machthaber‘ Maduro“, aber vor allem die Assange diffamierende Berichterstattung und loben ausdrücklich die Linke:

„Von allen unseren 707 sogenannten Volksvertretern haben nur zwei Frauen an Ort und Stelle, nämlich in London, kenntlich gemacht, was vom rechtswidrigen und skandalösen Vorgehen gegen Assange, Verfechter der Informationsfreiheit, zu halten ist: Heike Hänsel und Sevim Dagdelen (Die Linke)… Immerhin hatten schon drei Tage vor der Aktion in London, am 12. April, in Berlin außerhalb des Parlaments einige Abgeordnete der Linkspartei für Assanges Freilassung demonstriert, darunter Dieter Dehm und Gesine Lötzsch sowie wiederum Hänsel und Dagdelen.

Sie zeigten sich mit Assange solidarisch. Der große Rest der Volksvertretung guckte weg und schwieg. Auch die Grünen im Bundestag wahrten dröhnende Stille… Auf diesem niedrigsten Niveau trifft man viele Kriecher und Rückgratlose aus Politik und Massenmedien – solche von ARD-aktuell inklusive.“

Hillary Clinton wollte Drohnen-Mordanschlag auf Assange

Zuvor hatten die ARD-Dissidenten Bräutigam und Klinkhammer den Hintergrund der WikiLeaks-Affäre ins Gedächtnis gerufen und auch hier gravierende Mängel in der ARD-Berichterstattung bemängelt, besonders das Verschweigen von Mordplänen der damaligen US-Außenministerin und späteren Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton:

„Im Herbst 2010 folgte auf Wikileaks die Veröffentlichung weiterer Dokumente über Gewalt, Folter und Mord, begangen von den US-Einsatzgruppen im Afghanistankrieg. Die meisten Politiker in den USA schäumten vor Wut über den „Verrat“. Außenministerin Hillary Clinton fragte bei einem Brainstorming zum Umgang mit der Wikileaks, ob man Julian Assange nicht einfach „drohnen“ könne. Immerhin sei er ja ein „relativ weiches Ziel“…

Wo blieb der Bericht der Tagesschau? Es wäre Journalistenpflicht gewesen, an jene Clintonsche Ungeheuerlichkeit wenigstens jetzt, im Rahmen der Berichterstattung über Assanges Festnahme in London, nachdrücklich zu erinnern. Doch nichts dergleichen geschah. ARD-aktuell zeigte ohnehin wenig professionelles Interesse an den Wikileaks-Dokumentationen. Die Redaktion widmete sich folgsam dem Propagandageschäft, kein schiefes Licht auf die Bundesregierung fallen zu lassen.“

Unappetitliche Mesalliance aus Politik und Massenmedien

Bezüglich der von WikiLeaks publizierten US-Botschaftsdepeschen bemängeln die ARD-Dissidenten Bräutigam und Klinkhammer (wie auch Scharf-Links kürzlich) eine abwiegelnde Darstellung, die sich auf Klatsch und Tratsch fixierte, um Brisantes zu verschweigen und sich -ganz der Staatsfunk, der sie angeblich ja nicht sein wollen- in einer „unappetitlichen Mesalliance aus Politik und Massenmedien“ schützend vor ihre Regierenden zu stellen:

„In den Nachrichten tauchten Informationen darüber auf, was die US-Amerikaner hinter vorgehaltener Hand über deutsche Politiker sagten: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei „selten kreativ“, zeige keine Risikobereitschaft. Sie sei wie mit Teflon beschichtet. (Der seinerzeitige) Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) sei eine „schräge Wahl“, CSU-Chef Horst Seehofer „unberechenbar“, Schäuble „neurotisch“.

Die ARD-aktuell-Programmgestalter sahen sich genötigt, zu marginalisieren, was diese Dokumente besagten. In Regierungstreue fest und devot wie ein grinsender Liftboy meinte Tom Buhrow, seinerzeit Tagesthemen-Moderator: „Das mag interessant sein, aber die politische Bedeutung ist eher banal.“ (9) Ein dermaßen geschmeidiger Journalist ist natürlich geradezu prädestiniert dafür, eines Tages zum Intendanten des größten ARD-Senders, des WDR, gekürt zu werden. Auf der Schleimspur zum Erfolg…

Eine journalistisch saubere Darstellung und kritische Auseinandersetzung mit der Abfälligkeit, mit der die US-Administration und führende US-Politiker die deutsche Regierung betrachten, wäre dringend geboten gewesen. Sie unterblieb. Dass dergestalt ein fundamentaler Informationsanspruch des Bundesbürgers abgewiesen wurde, war unserer unappetitlichen Mesalliance aus Politik und Massenmedien jedoch offenkundig egal.“

Mieser Stil der ARD: Vergleich Assange-Denis Yüzel

Die tendenziöse Berichterstattung der ARD zu Assange zeigt sich den ARD-Dissidenten vor allem bei einem Vergleich mit der Behandlung eines anderen staatlich drangsalierten Journalisten. Yüzel hatte freilich Erdogan kritisiert, einen „Schurken des Tages“ der westlichen Regierungen. So einer genießt aus Sicht der ARD den Schutz der Pressefreiheit, wer die USA kritisiert offenbar eher nicht.

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„Julian Assanges aufsehenerregende Verhaftung und Abtransport in Handschellen aus der Botschaft Ecuadors in London konnte ARD-aktuell zwar nicht ignorieren; in der Hauptausgabe um 20 Uhr gab es den zu erwartenden Pflichtbeitrag von zweieinhalb Minuten… von aktueller Folge- und Hintergrundberichterstattung konnte keine Rede sein… Bereits am Tag der Verhaftung Assanges vermittelte die Tagesschau den Eindruck, dass der Vorgang ein Ereignis unter vielen anderen… Was für ein mieser Stil: Ein Weltaufklärer wird verhaftet, der deutsche Qualitätsjournalismus jedoch geht zur Tagesordnung über…

Vergleichen wir diesen redaktionellen Umgang mit dem im Fall eines anderen seiner Freiheit beraubten Journalisten: Der Deutsch-Türke Denis Yüzel saß ohne Anklageschrift ein Jahr lang in türkischer Haft. Über ihn berichtete ARD-aktuell in mindestens 20 Hauptausgaben der Tagesschau… aus vollem Rohr, in allen Formaten. Tenor: Heftige Kritik am türkischen Staat auf der einen und volle Sympathie für den Inhaftierten auf der anderen Seite. Denis Yüzel ist zwar ein ungewöhnlicher, eigenständiger und nicht am Mainstream orientierter Journalist; sein publizistisches Wirken reicht dennoch bei weitem nicht an Assanges weltpolitisch bedeutsame Arbeit heran…

Grobskizze: Die Tagesschauer stellen Yücel als Willkür-Opfer des undemokratischen „Feindstaates“ Türkei dar. Assange hingegen wird weitgehend als Opfer seiner persönlichen Unzulänglichkeit ausgegeben, dem im Grund nur zuteil wurde, was zu erwarten war… Assanges Rolle als Journalist und Friedensaktivist wird vollends ausgeblendet. Motiv und Ausmaß der seit acht Jahren andauernden, rachsüchtigen und mit allen Mitteln betriebenen Verfolgung durch die US-Regierung werden den Zuschauerinnen und Zuschauern vorenthalten.

Juristische Würdigung: Assange im Britischen Guantanamo

Die juristische Kompetenz von Klinkhammer zeigt sich in der Würdigung des dürftigen „Fall Assange“, wie London es zur Rechtfertigung der Festnahme vorlegte: Klar wird schnell, dass es nicht um Recht und Gesetz geht, sondern darum, einen kritischen Journalisten mundtot zu machen, seine Person zu diffamieren, seine Arbeit zu entwerten.

„Der Bericht über Assanges Verhaftung in der Londoner Botschaft Ecuadors am 11. April ist nur der vorläufige Höhepunkt verzerrender und diskriminierender Berichterstattung der Qualitätsjournaille in der ARD-aktuell. Kostprobe:

„Der Hintergrund der Festnahme ist ein Verstoß gegen die Kautionsauflagen bei der Gerichtsverhandlung 2012 gewesen.“

Das ist kunstvolle Verschleierung, denn der “Verstoß” war kein “Hintergrund”, sondern diente den britischen Behörden lediglich als Vorwand: Julian Assange sollte gemäß dem US-Feindbild, er sei ein gefährlicher Landesverräter, im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten Londons eingekerkert werden, laut BBC die „britische Version von Guantanamo“; dort ist er vollkommen abgeschottet von jedem kritischen Blick der Öffentlichkeit. Eine solche Maßlosigkeit war selbstverständlich erklärungsbedürftig…

Dass Julian Assange wegen einer rechtlichen Lappalie – Verstoß gegen Kautionsauflagen – in einen Hochsicherheitstrakt eingebuchtet wird, ist ein Willkürakt sondergleichen, mit rechtstaatlichen Grundsätzen unvereinbar. Dass Assange die Melde-Auflagen im Jahr 2012 verletzte, rechtfertigt unter keinem juristisch vertretbaren Aspekt die aktuelle Sonderhaft, zumal die schwedische Justiz den damaligen Haftbefehl längst aufgehoben hat. Tagesschau und Konsorten beachteten das Missverhältnis zwischen Schuldvorwurf und amtlicher Reaktion allerdings nicht…

Ecuador: US-hörige Regierung Moreno ließ sich schmieren

Auch dies erwähnen die Massenmedien nicht: Die Auslieferung von Assange an die Briten hatte ein diplomatisches Vorspiel. Washington hat Ecuador mit Zuckerbrot und Peitsche unter Druck gesetzt:

„Keinerlei Erwähnung… fand bei ARD-aktuell die Verwicklung des ecuadorianischen Präsidenten Moreno in eine ausgedehnte Schmiergeldaffäre als Motiv für seine aggressive Rolle im Vorgehen gegen Assange.

Julian assange stencil.jpg

Im Frühjahr 2019 hatte Wikileaks über die sogenannten „INA-Papers“ berichtet, die eine Organisation namens „La Fuente“ durchgereicht hatte. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Dokumenten, die eindeutige Hinweise auf illegale Geschäfte Morenos enthalten. Sie zeigen Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit dem Bau eines Wasserkraftwerks; ein Teil der Schwarzgelder floss angeblich auf Konten einer Offshore-Firma namens INA Investments Corp… Nichts davon in der Tagesschau…

Zwei Tage nach Assanges Verhaftung hatte Moreno von der Weltbank auf einen bereits zugesagten Kredit von 350 Millionen Dollar eine sehr ungewöhnliche Aufstockung um weitere 500 Millionen Dollar bekommen. Das begründete den Verdacht, Moreno habe mit den führenden Kreditgebern aus den USA, der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds, (IWF), einen Tauschhandel „Assange gegen Kredite“ vereinbart. Diesen Zusammenhang sah auch der frühere Außenminister Ecuadors, Ricardo Patiño.

Doch auch solche Absonderlichkeiten unterschlug die Tagesschau. Sie gibt sich als Lordsiegelbewahrer einer höheren Moral der Westlichen Wertegemeinschaft. Sie lässt gar nicht erst den Eindruck aufkommen, dass die Verhaftung und mögliche Auslieferung Assanges und der gesamte verunglimpfende Umgang mit ihm das internationale Recht beugen und die Pressefreiheit untergraben.“

Publikumskonferenz gegen ARD-Tendenz-Berichte

Auf dem Medienkritik-Blog Publikumskonferenz kritisieren die beiden ARD-Dissidenten regelmäßig ihre ehemalige Arbeitsstätte, besonders deren aktuellen Chef Dr.Gniffke. Gäbe es doch nur mehr solche streitbaren Journalisten bei den öffentlich-rechtlichen Staatsfunkern. Hier der Beitrag in voller Länge mit ausführlichen Quellennachweisen:

Klinkhammer, Friedhelm/Bräutigam, Volker: Assange wird vergessen gemacht: Die Tagesschau lässt einen skandalösen Bruch internationalen Rechts aus der Froschperspektive betrachten, Publikumskonferenz.de, 23.4.2019,

https://publikumskonferenz.de/blog/2019/04/23/assange-wird-vergessen-gemacht/

Was der Mainstream verschweigt, findet heute wenigstens über das Netz und unabhängige Journalisten mühsam seinen Weg zum kritischen Mediennutzer. Auf Youtube finden sich Beiträge, die man an Leseunkundige oder -willige Bekannte weitergeben kann: Eine Englischsprachige Zusammenfassung der wichtigsten WikiLeaks-Enthüllungen, die teilweise in deutschen Medien untergingen oder schon wieder in Vergessenheit gerieten:

Wikileaks Discoveries You Should Know About

https://www.youtube.com/watch?v=ugHEXYMQ1uk&list=RD1efOs0BsE0g&index=7

Wer sehr schnell gesprochenes Englisch verstehen kann, der sollte diese australische Satiresendung zum Thema Assange anklicken, die das Versagen der Regierung Australiens parodiert, ihren berühmtesten Staatsbürger, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten zu beschützen:

Honest Government Ad | Julian Assange

https://www.youtube.com/watch?v=1efOs0BsE0g

Und für die noch Lesefreudigen der Buchtipp: Rueger, Gerd R., Julian Assange – Die Zerstörung von WikiLeaks (Buch über den Kampf um Wikileaks aus Sicht der deutschen Linken, erstaunlicherweise sogar bei Amazon erhältlich, wo es jedoch denkbar ungünstig präsentiert wird, vermutlich, damit man stattdessen die tendenziösen Mainstream-Bücher von „Spiegel“&Co. auswählen soll).

https://www.amazon.de/dp/3939594032/ref=as_li_ss_til?tag=theintelligence-21&camp=2906&creative=19474&linkCode=as4&creativeASIN=3939594032&adid=1FSJWA61PZ5XRFH02ZXR&

Die Linksfraktion im Bundestag: Freiheit für Assange! Keine Auslieferung an die USA!

https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/freiheit-fuer-julian-assange-keine-auslieferung-an-die-usa/

Siehe auch:

„Kreuziget ihn!“- Mainstream zu Wikileaks-Gründer Julian Assange

http://scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[swords]=sies&tx_ttnews[tt_news]=69291&tx_ttnews[backPid]=65&cHash=e08fbcfcbd

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Urheberrecht
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Grafikquellen       :

Oben         —         Alexander Klimov als Anonymous-Aktivist (2011)

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2.) von Oben      —       Deniz Yücel

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Unten      —       Julian Assange (Wikileaks) with nimbus, stencil in Leipzig Connewitz

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Feier-Frankfurter Flughafen

Erstellt von DL-Redaktion am 30. April 2019

Den Grünen ist der Flughafen peinlich

Von Christoph Schmidt-Lunau

Der Beginn des Baus von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen wird gefeiert. Wirtschaftsminister Al-Wazir bleibt lieber weg.

In einem eigens aufgestellten Festzelt feierten am Montag Hunderte geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Grundsteinlegung für das neue Terminal 3. Es soll die Kapazität des Frankfurter Flughafens von jetzt 70 auf 91 Millionen Fluggäste jährlich steigern.

Eingeladen, aber nicht erschienen waren der grüne Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, SPD. Sie hatten den Bau des neuen Terminals eigentlich verhindern wollen, sich aber nicht durchsetzen können.

Nicht eingeladen, aber zum Flughafen angereist waren dagegen zahlreiche Aktivisten der Bürgerinitiativen gegen den weiteren Ausbau des Flughafens. In Terminal 1, einen Kilometer Luftlinie vom Festzelt entfernt, hatten sie sich zu einer Mahnwache eingefunden. Mitten im Trubel des Flughafens errichteten sie einen symbolischen Grabstein.

Mit dem Baubeginn von Terminal 3 werde der Grundstein für die negativen Folgen gelegt, die die Erweiterung des Flughafens mit sich bringe, so die Ausbaugegner: „Mehr Lärm, mehr Schadstoffe, mehr Treibhausgase, Krankheiten und Umweltschäden“ seien voraussehbar, so Thomas Scheffler, Sprecher des BBI, eines Bündnisses von Bürgerinitiativen.

Die Ausbaugegner kritisierte vor allem Al-Wazir, auch wenn der der Jubelfeier fernblieb. Im Wahlkampf 2013, als grüner Oppositionspolitiker, habe der noch versprochen, den Bau des Terminals zu verhindern. Als Minister habe er den Neubau genehmigt und zugelassen, sodass Flughafenbetreiber Fraport mit einem Rabattsystem auch Billigflieger anlocke.

File:0375R-CDU, Thomas Schaefer.jpg

„Namens der Landesregierung“ widersprach Hessens Finanzminister Thomas Schäfer, CDU, allen Kritikern. Der Tag der Grundsteinlegung zu der „derzeit wohl größten privat finanzierten Investition in Europa“ sei im Gegenteil „ein guter Tag für die Region und für Deutschland“, sagte der Minister. Der Ausbau beruhe auf einem Konsens nach demokratischer Willensbildung, mit dem sich auch die abgefunden hätten, die anderer Meinung gewesen seien.

Quelle         :       TAZ        >>>>>         weiterlesen

Kommentar Frankfurter Flughafen

Wie versprochen, so gebrochen

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Tarek Al-Wazir.-Grünen

Kommentar von Christoph Schmidt-Lunau

Umweltaktivisten fühlen sich von dem grünen Wirtschaftminister Al-Wazir in Hessen beim Flughafen-Ausbau verraten. Völlig zu Recht.

Für den grünen hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir war dieser Montag ein Tag, den er wohl lieber vergessen würde. Bei der Grundsteinlegung für das neue, dritte Terminal auf dem Frankfurter Flughafen glänzte er durch Abwesenheit. Wenigstens wollte er das Projekt nicht mitfeiern, das Grüne und Umweltverbände so lange hatten verhindern wollen. Für die Gegner des Flughafenausbaus, seine früheren politischen Verbündeten, ist er selbst zum Buhmann geworden; als Oppositionspolitiker habe er versprochen, Terminal 3 zu verhindern, um es als Minister später dann doch durchzuwinken, so ihre Kritik.

Al-Wazir selbst beruft sich auf den fortgeschrittenen Planungs- und Genehmigungsprozess, den er bedauerlicherweise nicht habe zurückdrehen können. Mit dieser Einschätzung mag er richtig liegen. Die Erkenntnis hätte ihm allerdings schon erheblich früher kommen müssen. Als grüner Spitzenkandidat hat er so die Hoffnungen vieler enttäuscht, die das Ende des Wachstums am Frankfurter Flughafen herbeisehnen. Unter einem grünen Minister wird jetzt die Kapazität des Flughafens noch einmal kräftig erhöht.

Quelle       :      TAZ        >>>>>       weriterlesen

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Grasfikquellen        :

Oben   —        Erste Erdarbeiten zum Bau des neuen Terminal 3

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2.) Von Oben     —       Thomas Schäfer, hessischer Politiker (CDU) und hessischer Finanzminister.

Urheber Gerd Seidel (Rob Irgendwer)   —      Quelle     :  Eigenes Werk
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Unten         —     Twitter  via Wikimedia Commons

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DL – Tagesticker 30.04.19

Erstellt von DL-Redaktion am 30. April 2019

Direkt eingeflogen mit unseren Hubschrappschrap

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Der Adler geht – ein Geier kommt ? Ach wenn das doch auch hier so einfach wäre ! Für die Erbfolge muss aber schon ein wenig in Voraus gearbeitet werden. So wird dann schon manchmal die falsche Ziehtochter auch der Bundeskloake nach oben gezogen. So ist es nun einmal: Wer Glyphosat sät wird Scheiße ernten.

Abdankung Akihitos

1.) Der Tenno geht, es lebe der Tenno

Japans Kaiser Akihito tritt zurück und übergibt den Thron an seinen Sohn. Warum ist diese Abdankung so außergewöhnlich – und wie läuft sie ab? An diesem Dienstag um 17 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ) endet in Japan eine Ära: Akihito, der 125. Kaiser des Landes, dankt nach mehr als 30 Jahren ab. Der 85-Jährige überlässt seinem Sohn, Kronprinz Naruhito, den Chrysanthementhron. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Amtswechsel.

Spiegel-online

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Warum immer diese politischen Selbstbeschädigungen ? Bei vielen Politikern gähnt dort ein „Schwarzes Loch“, wo bei Menschen eine  Seele vermutet wird !

Erster Wahlkampfauftritt  

2.) Biden: „Wir kämpfen um die Seele Amerikas“

Joe Biden hat seine Wahlkampfkampagne gestartet. Der ehemalige Vize von Barack Obama buhlte dabei vor allem um die Gunst von Arbeitern und Gewerkschaften. Auch fuhr er heftige Attacken gegen seinen Gegner Donald Trump. Der frühere US-Vizepräsident fuhr dabei am Montag heftige Attacken gegen Präsident Donald Trump. „Wir kämpfen um die Seele Amerikas.“ Die Amerikaner müssten für die Hoffnung und gegen die Angst stimmen, für Einheit und gegen Spaltung, für Wahrheit und gegen Lügen.

T-online

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Pew = „Peters erste Wirtschaftsstudie“ ? Wo keine Demokratie gesät wird, kann schlecht Eine wachsen !

Pew-Studie

3.) Unzufriedenheit über Demokratie am stärksten in Deutschland gewachsen

43 Prozent der Menschen in Deutschland sind laut Pew-Umfrage von 2018 mit dem Funktionieren der Demokratie unzufrieden. Das ist ein Anstieg um 17 Prozentpunkte, verglichen mit 2017. Nirgendwo anders nahm die Unzufriedenheit so stark zu. In sechs europäischen Staaten ist sogar die Mehrheit unzufrieden darüber, wie die Demokratie in ihrem Land funktioniert.
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Tragt doch nicht immer so dick auf, in der Presse. Wann hat sich denn Merkel das letzte mal bewegt ? Sebst auf den Foto sichtbar: Der Blick nach Oben / Rückwärts gewandt, war ihr immer wichtiger als der nach Vorne.

Konferenz der kleinen Schritte

4.) Serben und Kosovaren wollen weiter reden

Seit 2014 führt Serbien Beitrittsverhandlungen mit der EU. Die Aussöhnung mit dem Kosovo gilt dabei als zentrale Bedingung für einen erfolgreichen Abschluss. Eine Annäherung Belgrads und Pristinas ist derzeit jedoch nicht in Sicht. Immerhin wird aber miteinander gesprochen.

ntv

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Was sind die Amis plötzlich mutig geworden. Einer nach der Anderen läuft Trump von der Fahne und läßt ihn alleine im Regen stehen. Und hier – in Schland: Regnet es nicht einmal mehr ! Das scheint  die Klimaänderungs-Verweigerer aber nicht weiter zu stören. Sie setzen sich nicht einmal zu den Kindern auf die Schulbank, um verpenntes  nachzulernen.

Rod Rosenstein:

5.) US-Vizejustizminister tritt zurück

Der stellvertretende US-Justizminister Rod Rosenstein, der eine wichtige Rolle bei der Russland-Untersuchung gespielt hat, verlässt seinen Posten. Er legte Präsident Donald Trump sein Rücktrittsgesuch vor. Am 11. Mai will er sein Amt abgeben.  Trump hat mit dem konservativen Juristen Jeffrey Rosen bereits einen Nachfolger für Rosenstein ernannt. Der Senat muss der Personalie noch zustimmen.

Zeit-online

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Ach ja ! Wurden wir als Kinder alleine in den Keller geschickt um etwas zu holen, haben wir auch immer laut gesungen !

Rehlinger:

6.) SPD gelangt wieder zu neuer Stärke

Die SPD ist nach Ansicht der saarländischen Landesvorsitzenden und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger mit der Hinwendung zu „Alltagsthemen“ auf dem Weg zu neuer politischer Stärke. Die Partei kümmere sich jetzt stärker als zuvor um Rente, Löhne und Arbeitsplätze, aber auch um Pflege und den Klimaschutz aus der Arbeitnehmer-Perspektive, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Saarbrücker-Zeitung

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Könnte das der kleine Heiko sein, auf dem Foto ?

Studie:

7.) Vorgehaltene Handfeuerwaffe erhöht Kompromissbereitschaft signifikant

 Ist das das Ende lästiger Diskussionen und fruchtlosen Kompetenzgerangels? Eine aktuelle Studie des Psychologischen Forschungsinstituts Köln (PFK) hat ergeben, dass über 92 Prozent der Deutschen praktisch jedem Argument zustimmen, wenn sie dabei nur mit einer geladenen Handfeuerwaffe bedroht werden. Für die Untersuchung wurden insgesamt 342 unfreiwillige Testpersonen mit vorgehaltener Pistole zu verschiedenen Aussagen und Handlungen überredet.

Der Postillon

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquellen:       DL / privat – Wikimedia  Commons – cc-by-sa-3-

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