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Archiv für August 27th, 2018

Wald-wirtschaft + -brände

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2018

Kein Wald vor lauter Bäumen

File:Waldbrand-Bodenfeuer.jpg

Von Ulrike Fokken

In Brandenburg brennen die Kiefernwälder wie Zunder. Doch das Feuer ist auch eine Chance – für eine Rückkehr zum Naturwald.

Ein feiner Hauch Rauch liegt in der Luft über Berlin und vermittelt den Städtern eine Ahnung davon, was ein Waldbrand ist. Rund 50 Kilometer südwestlich der Hauptstadt stehen auf 400 Hektar Büsche, Heidekraut und Kiefern in Flammen, vor allem Kiefern. Wenn das Feuer die Baumkronen erreicht, springen die Flammen wie ein Eichhörnchen von Ast zu Ast und sind nicht mehr aufzuhalten. Hunderte Bäume sind verbrannt. Tausende Kiefern stehen noch, die Stämme angesengt und schwarz, Glut glimmt hier und dort am Boden. „Wir haben die Lage so weit im Griff“, befindet Christian Stein, Vize-Landrat der Region am Samstagabend.

Allein: In Brandenburg brennt in Wahrheit kein Wald, sondern ein Forst. Ein Acker aus Kiefern, den Förster in den vergangenen 70 Jahren gepflanzt haben. In der DDR war ein Forst dazu da, regelmäßig abgeerntet zu werden. Auf die Natur nahmen die realsozialistischen Forstleute keine Rücksicht. Ihr Lohn wurde gekürzt, wenn die von ihnen neu gepflanzten Bäumchen nicht nach drei Jahren angewachsen waren. Diese Sicherheit gab ihnen die Kiefer – und nicht die Eiche.

Der Nachteil in Zeiten des Klimawandels mit seinen knochentrockenen Sommern: Kiefern brennen wie Zunder, ihr Harz beschleunigt jeden Brand. Das Brandenburger Umweltministerium warnt im letzten Landeswaldbericht: „In den großen Kieferngebieten besteht eine hohe Gefährdung durch Waldbrand. Am Waldumbau geht deshalb kein Weg vorbei.“

Zwei Drittel der Bäume in Brandenburg sind Kiefern, die meisten wachsen im Süden des trockensten deutschen Bundeslands. Ginge es nach der Natur, dann würden Eichen- und Laubmischwälder die sandigen Flächen bedecken. Doch die preußischen Forstleute haben schon vor Jahrhunderten den Wald abgeholzt – und die Flächen mit Kiefern aufgeforstet. Nördlich von Berlin, in der Schorfheide, hatten die Kiefer-Monokulturen den angenehmen Nebeneffekt, dass die nackten Bäume eine freie Schussbahn für die Jäger ermöglichten, zunächst für Kaiser Wilhelm II, dann für Reichsjägermeister Hermann Göring und später Erich Honecker, die dort auf Rothirsche anlegten. Forst aus Kiefern und Fichten produziert eben schnell wachsende, gerade Stämme für die Holzindustrie, er bringt sicheres Geld und er erleichtert die Trophäenjagd.

Nur Mischwälder können die Trockenheit überstehen

Dabei flöten es die Drosseln aus den Wäldern, dass nur Mischwälder aus Buchen, Ahorn, Linden, Eichen, Tannen, Elsbeeren, Ulmen und auch mal Kiefern im Klimawandel bestehen. Naturnahe Laubmischwälder speichern Wasser auch nach starken Regenfällen, stehen Trockenheit und Stürme durch, halten den Boden zusammen und bilden ein funktionierendes Ökosystem. „Natürliche Wälder haben in langer Evolution ihr Überleben durch Anpassung gesichert – sie passen sich auch an den Klimawandel an, mit allen Individuen des Wald-Ökosystems“, sagt Forstwissenschaftler Lutz Fähser, der als ehemaliger Forstdirektor von Lübeck vor über 20 Jahren damit begann, seinen 5.000 Hektar großen Stadtwald naturnah zu bewirtschaften.

Naturnahe Waldnutzung, das bedeutet vor allem, die Bäume und den Wald in Ruhe zu lassen. Also nicht alle fünf Jahre durchforsten, sondern die Bäume wachsen lassen, krumm, schief und verzweigt. Alte und junge Bäume, Sämlinge und uralte Bäume stehen durcheinander. Absterbende Bäume und Totholz bleiben liegen, denn Insekten und Pilze leben davon und sorgen dafür, dass die Nährstoffe in den Boden gelangen. So entstehen in Wäldern dicke Humusschichten, die Wasser speichern und für das feuchtkühle Klima im Wald sorgen. „Das Wirtschaften in Wäldern kann biologisch und wirtschaftlich nur gelingen, wenn man die kostenlose Produktivität und Selbsterneuerung der Natur absichert“, sagt Lutz Fähser, der mittlerweile in Rente ist. Sein Nachfolger im Stadtwald Lübeck führt die naturnahe Waldnutzung aber fort. Und weil sie ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, verleiht der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management Lutz Fähser im September den diesjährigen BAUM-Umweltpreis.

Das Feuer in den Kiefernforsten von Brandenburg hat Werte vernichtet. Doch es könnte die große Chance für den Umbau von Forst zu Wald sein. In den Flammen sind die dicken Matten an Nadeln verbrannt, die seit Jahrzehnten unverrottbar in den Kieferplantagen liegen. Da dort kaum Kräuter, Gräser, Pflanzen wachsen, passiert im Boden wenig. Die Kiefernnadeln verbreiten ein saures Klima, in dem Asseln, Tausendfüßler, Springschwänze, Regenwürmer und die meisten anderen tierischen Humusmacher nicht leben. Nur hochspezialisierte Pilze und Mikroben können die Nadeln verdauen, brauchen dafür aber lange Zeit. Das Bodenleben in Kieferforsten ist eingeschränkt, der Nährstoffkreislauf stockt.

Das Feuer hat auch sein Gutes – für den Boden

Das Feuer hat auch sein Gutes: Es hat die in den Nadeln gebundenen Nährstoffe freigesetzt. Auf einen Schlag sind die für Pflanzen entscheidenden Stoffe im Boden und bieten beste Voraussetzungen für üppiges Wachstum. Stickstoff, Kohlenstoff, Phosphor, Calcium, Kalium und Magnesium lauern in der Asche, wo es noch vor Kurzem gebrannt hat.

„Wenn die Kronen brennen, gehen die Stoffe in Gas über und sind weg“, sagt Beate Michalzik, Professorin für Bodenkunde an der Universität Jena. Bei 500 oder 600 Grad bleibt nur Asche. Wir treffen Michalzik in einem Buchenmischwald der Laubgenossenschaft Kammerforst auf dem Hainich in Thüringen, um zu sehen, wie sich die Dürre auf den Boden und den Wald auswirkt.

„Ein Brand am Boden bedeutet einen kurzfristigen Eintrag an Pflanzennährstoffen – eigentlich schön, wenn die Pflanzen das nutzen“, sagt Michalzik, die für ein Forschungsprojekt selbst schon Waldboden abgefackelt hat. Kurzfristig finden Pflanzen nach einem Brand am Boden mehr Stickstoff, der sie in die Höhe treibt. „Jetzt muss man schnell bestocken“, sagt sie – also Bäume pflanzen und säen. Denn sobald es wieder zu regnen beginnt, rauschen die Nährstoffe durch die Asche und lose herumliegende Sandkörner hindurch und sind verschwunden. „Die Wiederbefeuchtung dauert, die Tropfen perlen erst einmal ab“, sagt Michalzik, die einen Waldbrand wie in Brandenburg gleichermaßen gruselig wie wissenschaftlich faszinierend findet. „Da entsteht ein hervorragendes Versuchsfeld, um den Waldumbau voranzutreiben“, sagt sie.

Die Blätter der Buchen fallen, dabei ist es August

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Grafikquellen       :

Oben    —       Waldbrand (Bodenfeuer) im Bundesland Brandenburg, Sommer 2003

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Attribution: Tilo

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Unten      —          Waldbrand bei Goslar, 11. August 2003

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Tsipras Pyrrhussieg :

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2018

Austerität in Permanenz

File:Alexis Tsipras on Subversive Festival.jpg

von Margarita Tsomou

Es sollte ein für alle sichtbares Signal sein: Die Krisenjahre sind vorbei, es geht wieder aufwärts. Die Zeit der Memoranden – der Kreditvereinbarungen mit den europäischen Gläubigern – endet, und mit ihr die politische Gängelung. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2015 hatte Alexis Tsipras versprochen, er werde erst dann eine Krawatte anziehen, wenn die „Nach-Memorandum-Epoche“ beginnt. Nun ist die dritte und letzte Kreditvereinbarung ausgelaufen, und der griechische Premierminister trat mit Schlips vor die Kameras. Doch irgendetwas an dem sorgsam inszenierten Auftritt wirkte gedämpft. Und das lag nicht nur an der Farbe der Krawatte, die nicht leuchtend rot, sondern in einem dumpfen Burgunderton gehalten war.

Denn ähnlich dumpf fallen auch die Reaktionen der griechischen Bevölkerung aus. Nach acht Jahren Austerität und technokratischer Überwachung ist man zwar vielerorts erleichtert, aber Begeisterung will sich nicht recht einstellen. Die regierende Syriza habe zwar alles getan, was die gegebenen Bedingungen zuließen, lautet der allgemeine Tenor. Doch auch wenn die Memorandumsschleife vorerst endet, ist allen klar: Die Lage bleibt noch immer ernst. Der Schuldenberg ist nicht kleiner geworden, und die Konditionen der Memoranden bestimmen nach wie vor den Rahmen des wirtschaftspolitischen Handelns. Obendrein wurden diese Bedingungen in der Schlussvereinbarung mit der Gläubiger-Quadriga vom 21. Juni dauerhaft fixiert – und das gleich für nahezu das nächste halbe Jahrhundert.

Immerhin erhält Athen mehr Zeit für die Schuldentilgung, was in Griechenland als eine der Haupterrungenschaften der jüngsten Vereinbarung gilt. Die Rückzahlung der hohen Schuldentranchen beim Europäischen Stabilisierungsfonds EFSF wird eingefroren und erst 2032 wieder fällig. Die regierungsnahe Zeitung „Avgi“ spricht von einem „Aufatmen“, das Märkte, Investoren und Konsumenten optimistisch stimmen könnte. Hinzu kommt ein weiterer europäischer Kredit von 15 Mrd. Euro als Finanzpolster, sollte die unmittelbare Geldaufnahme auf den Kapitalmärkten zu teuer werden. Dadurch ist eine Staatspleite, so die Einschätzung der Gläubigerseite, zumindest für die nächsten zwei Jahre ausgeschlossen. Doch den immer wieder versprochenen, von Tsipras als Hauptziel ausgegebenen und nicht nur vom IWF geforderten Schuldenschnitt haben die europäischen Gläubiger letztendlich nicht gewährt.

Ursula Stock, 759.jpg

So macht Tsipras derzeit vor allem gute Miene zum bösen Spiel. Vor seiner Regierungsübernahme hatte er Fristverlängerungen noch für unzulänglich erklärt: „Die Schuldenfristverlängerung ist allenfalls ein längerer Strick, an dem wir uns aufhängen.“ Dieses drastische Bild bringt das Problem der jüngsten Vereinbarung tatsächlich auf den Punkt: Denn im Gegenzug für die Fristverlängerung hat sich Griechenland dazu verpflichtet, bis 2020 einen Primärüberschuss von 3,5 Prozent und bis 2060 von 2,2 Prozent zu erwirtschaften. Ein solcher Haushaltsüberschuss entsteht, wenn bei ausgeklammertem Schuldendienst ein Einnahmeplus erzielt wird. Kein Staat der Welt hat je so lange ununterbrochen Primärüberschüsse erzielen können. Entscheidend ist aber: Damit wird der wirtschaftspolitische Kurs auf Dauer festgeschrieben: Athen muss fortwährend sparen und hat sich faktisch für die nächsten 42 Jahre zu harter Austeritätspolitik verpflichtet.

Minimale Zugeständnisse

Dem gegenüber stehen kleine Zugeständnisse an die griechische Seite. So wollen die Geldgeber ihre Zinseinnahmen aus den Krediten der letzten Jahre an Griechenland überweisen. Allein Deutschland hat bis zu 3 Mrd. Euro Zinsgewinne erwirtschaftet. Ihre Rückführung hatten die EU-Staaten bereits in früheren Vereinbarungen zugesagt, diese aber nach der Regierungsübernahme von Syriza aufgekündigt.

Positiv aufgenommen wurde auch, dass die Geldgeber der Regierung gestatten, in ihrem „Mittelfristigen Strategieprogramm 2019-2022“ Steuererleichterungen einzuplanen, die bis zu 3,5 Mio. Euro umfassen können. Das berührt eine zentrale Frage, denn im Zuge der Austeritätspolitik wurden die Steuern für Verbraucher und den Mittelstand erheblich erhöht. Um die erwünschten Primärüberschüsse zu erzielen, hat die Regierung Tsipras über 25 Steuererhöhungen und neue Abgaben eingeführt – die meisten von ihnen Konsumsteuern. So wurden allein 2017 zusätzlich zur hohen Mehrwertsteuer von 24 Prozent auch noch Produkte wie Tabak, Kaffee und Benzin, Computer, Tablets und Mobiltelefonie zusätzlich um bis zu 5 Prozent besteuert. Die indirekte Besteuerung macht in Griechenland jetzt über 40 Prozent des Steueraufkommens aus, im europäischen Durchschnitt hingegen nur gut 23 Prozent. Nach Angaben der liberal-konservativen Tageszeitung „Kathimerini“ hat der Mittelstand in den vergangenen Jahren durch erhöhte Steuern mehr als 50 Prozent seines Einkommens verloren. Dieser Rückgang ist im Alltag deutlich spürbar und schürt die Unzufriedenheit. Selbst der IWF bemängelte, die Steuerschraube werde überdreht und damit zum Investitions- und Wachstumshindernis. So wächst die Wirtschaft nur sehr langsam um bis zu 1,4 Prozent im Jahr, während der Binnenkonsum immer noch unter dem Vorkrisenniveau liegt.

Als einen weiteren Erfolg verbucht die Regierung die in Aussicht gestellte Erhöhung des Mindestlohns sowie die Möglichkeit, wieder Flächentarifverträge einzuführen. Deren Allgemeinverbindlichkeit wurde auf Druck der Gläubiger für ungültig erklärt. Zudem wurde das gewerkschaftliche Verhandlungsmonopol aufgebrochen. Syriza schränkte auf äußeren Druck auch das Streikrecht ein: Jetzt darf ein Ausstand erst dann ausgerufen werden, wenn 51 Prozent aller Gewerkschaftsmitglieder in einem Betrieb zustimmen – ursprünglich lag diese Quote bei 30 Prozent. Immerhin hat die Regierung erreicht, dass diese Maßnahmen von unabhängigen Experten und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO nochmals evaluiert werden. All diese Konzessionen gegenüber Griechenland stehen allerdings stets unter Vorbehalt und werden von der Durchsetzung der vereinbarten Reformen abhängig gemacht.

»Dialog mit den Märkten«

Ins Auge fällt dabei, dass die Zugeständnisse der Euro-Hüter vor allem ihre eigenen Fehler rückgängig machen. Passend dazu werden jetzt im Nachhinein allerlei Irrtümer eingeräumt: Benoît Cœuré, Mitglied im Exekutiv-Ausschuss der EZB, sagte der französischen Zeitung „Le Figaro“, die Kürzungen der öffentlichen Ausgaben in Griechenland seien zu drastisch gewesen und hätten die Rezession begünstigt. Klaus Regling, der geschäftsführende Direktor des EFSF, räumte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ jüngst ein, dass Schuldenerleichterungen schon früher hätten erfolgen müssen. Genau dies haben zahlreiche internationale Ökonomen, die Syriza-Regierung und die europaweite Griechenland-Solidaritätsbewegung jahrelang immer wieder betont.

Dennoch spiegeln sich diese Eingeständnisse kaum in der Vereinbarung vom 21. Juni wieder. Vielmehr folgt sie der bisherigen Logik: So soll Athen Anfang 2019 den Steuerfreibetrag von 8636 Euro auf 5700 Euro senken, was rund 2 Mrd. Euro Mehreinnahmen verspricht. Auch ist die Regierung gehalten, die Renten weiter zu kürzen, obwohl diese in den vergangenen Jahren bereits um insgesamt 60 Prozent reduziert wurden. Zudem bestanden die europäischen Kreditgeber darauf, dass weitere Privatisierungen im Schnellverfahren durchgeführt werden. Dazu zählt etwa der Verkauf von Anteilen des staatlichen Telekommunikationsunternehmens OTE, der staatlichen Kraft- und Gaswerke DEI und DEP, des Athener Flughafens sowie der übrigen Flughäfen, die an die deutsche Fraport gehen sollen. Für negative Schlagzeilen sorgte auch die Privatisierung des bisher selbst verwalteten Parks und Kulturzentrums Elliniko, da dadurch die dortige bekannteste selbst verwaltete Sozialklinik geschlossen werden sollte. Nach internationalen Protesten sucht die Regierung nun ein Alternativgebäude für die Klinik.

Angesichts all dessen verwundert es nicht, dass die linke wie die rechte Opposition von einem neuen, vierten Memorandum spricht. Für den Eindruck, dass sich das Land für Jahrzehnte in einen dauerhaften Memorandum-Zustand begibt, spricht auch die weiterlaufende strenge Überwachung durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM und den IWF. Sie soll die nächsten 30 Jahre andauern oder bis 75 Prozent der Schulden abbezahlt sind. Wie immer geht es dabei um Signale an die Märkte: Die Kontrollen sollen einen Politikwechsel verhindern, damit auf den Finanzmärkten nicht sofort wieder gegen Griechenland gewettet wird. Der EZB-Mann Cœuré sagt offen, der Dialog mit der EU werde jetzt vom Dialog mit den Märkten abgelöst, was weder einfacher noch angenehmer sei.

Untragbare Situation

Quelle        :         Blätter         >>>>>     weiterlesen

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Grafikquellen     :

Oben      —      

Alexis Tsipras speaking on Subversive Festival 2013 in Zagreb.
Date
Source Subversive festival media
Author Robert Crc

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Unten —    

„Angela die Große: Ich fürchte mich vor Nichts“ von Ursula Stock, Mischtechnik, 36 x 28 cm, 2015.

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Seenotrettung Mittelmeer

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2018

Die Unwucht in unserer Wahrnehmung

File:Sascha Lobo-rebublica16a.JPG

Eine Kolumne von

Eine aus Seenot gerettete Britin ist eine Sensation, Hunderte in Seenot geratene Flüchtlinge sind Alltag. Wie kommt es zu dieser Schieflage in unseren Köpfen?

Zum Glück, sie haben die blonde Britin aus dem Mittelmeer gerettet, die von einem Kreuzfahrtschiff betrunken ins Meer gestürzt war. Die Weltpresse berichtet, CNN, „Hindustan Times„, „The Australian Financial Review„, die nigerianische Tageszeitung „The Punch“ und sogar exotische Publikationen wie die „Passauer Neue Presse“ (SPIEGEL ONLINE natürlich auch).

Die Frau wird interviewt, Seenotrettungsexperten werden befragt, Tipps werden veröffentlicht, wie man sich allein auf hoher See verhalten sollte. Ranglistenhaft werden jene Menschen aufgezählt, die am längsten in Seenot überlebt haben. Buchautor Sebastian Fitzek wird gefragt, weil er 2014 einen Thriller mit einem Kreuzfahrtschiff schrieb: Fitzek ist erstaunt. Die zehnstündige, am Ende glückliche Seenotrettung durchmisst einen ganzen sogenannten „Nachrichtenzyklus“.

In praktisch keinem Artikel wird das eigentlich Offensichtliche erwähnt: Die langwierige, aufwendige Rettungsaktion der Frau im Mittelmeer steht in direktem Kontrast zur fortwährenden Katastrophe ertrinkender Menschen im Mittelmeer und deren Seenotrettung.

Seit Anfang 2018 sind mindestens 1500 Menschen, Männer, Frauen, Kinder im gleichen Meer ertrunken, aus dem die britische Frau gerettet wurde. Der Kapitän des Rettungsschiffes sagte, es sei ein unvergleichliches Gefühl, ein Menschenleben gerettet zu haben. Man stelle sich vor, sie hätten statt der Britin aus Versehen eine dahintreibende Frau aus dem Tschad entdeckt, dem gleichen Kapitän würde eine Anklage drohen.

Eine Unwucht in der Berichterstattung

Es ist einigermaßen schwierig, nicht zynisch zu werden, wenn man sich den Unterschied vor Augen führt: Deutschland diskutiert offenbar ernsthaft darüber, ob Seenotrettung sinnvoll sei – bei schwarzen Flüchtlingen. Die aufwendige Rettung einer Britin dagegen wird medial geradezu gefeiert. Es ist nicht so, dass über Flüchtlingsrettung wenig geschrieben wird – aber es wird in verstörend anderem Ton darüber berichtet.

File:Prerow Hauptuebergang DLRG Rettungsstation 01.jpg

Aus meiner Sicht gibt es für diese Unwucht mehrere Gründe, zwei davon möchte ich herauspicken:

Einer ist die Übermedialisierung der Welt. Der normale Kontakt mit Nachrichten bestand in Deutschland in den Achtzigerjahren aus einer Morgenzeitung, Radionachrichten im Auto und der Tagesschau am Abend. Vielleicht noch ein wöchentliches Magazin.

Der normale Kontakt mit Nachrichten im Jahr 2018 ist eine tägliche Flut von Stakkatonews im Minutentakt, hauptsächlich auf dem Smartphone, in Apps, Social Networks, Streams, auf Nachrichtenseiten und in Messengern, verteilt von Journalisten, Feeds, Eilmeldungs-Benachrichtigungen, Friends und diesem nervigen Onkel, der dauernd Artikel zu Ausländerkriminalität mit vielen roten Ausrufezeichen versendet, seit man ihm auf einem Familienfest erklärte, dass man sich eher den linken Arm abschneiden würde als AfD zu wählen (den rechten Arm bräuchte man ja noch, wenn die AfD gewinnen sollte).

Abstumpfung durch Überreizung

Quelle    :         Spiegel-online         >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen    :

Oben    —      Sascha Lobo bei diesem Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=bkvhUDAQQ3U

Author Ot  /    Own work

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Unten    —       Die DLRG-Hauptwache Prerow (Rettungsstation Prerow) am Hauptübergang in Prerow, Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland.

Source Own work
Author J.-H. Janßen

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Aufstehen mit Lafoknecht

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2018

Linke Illusionisten wollen politischen Neustart mit dem Slogan „Aufstehen“ – passender wäre eher: „Sanft ruhen“

Dr Jekyll and Mr Hyde 1920 poster.jpg

Quelle       :      Scharf – Links

Von Dr. Nikolaus Götz

„Die Wut wächst“, so lautet der Titel des Buches, mit dem der Wessipolitiker Oskar Lafontaine (SPD) im Jahr 2002 programmatisch antrat und zum „Linke sammeln“ in sein Horn blies, um alsbald mit dem Ossideutschen Gregor Gysi (PDS) die gesamtdeutsche Parteienlandschaft mit einer „als nicht etablierfähig“ bezeichneten Partei ’Die Linke’ zu beglücken! Für die damals als Triumvirat angedachte Parteispitze hatte Joschka Fischer (B90/Die Grünen) dankend als Führungsfigur in diesem ’Politikspiel’ abgelehnt, den Werdegang von Cäsar (Redekunst), Crassus (Geld) und Pompeius (Militär) wohl kennend.

Vor dem heute zurückblickend historisch einmaligen politischen Hintergrund erst der Schröderschen Agenda 2010 und später der unverschämten, den Staat erpressenden Bankenskandale mit der putschartigen Einführung der ’Bankatur’ durch die Regierung Angela Merkel (CDU) von 2008 sowie dem generellen Glaubensverlust der SPD als „Vertreterpartei der Arbeitnehmer“ strömten viele engagierte Bürger zu den ’Linken’, bauten die notwendige Parteistruktur bundesweit auf und schafften mit ihren vielen Kandidaten des Wahlbündnisses WASG/PDS-Die Linke im September 2005 mit 8,7% oder runden 4,1 Millionen Wählerstimmen den Einzug in den Deutschen Bundestag. Oskar Lafontaine, der ehemalige Ministerpräsident erzielte im Saarland mit seiner von ihm maßgeblich bestimmten Mann-/Frau-Schaft vom 30. August 2009 das weit über dem Durchschnitt liegende Wahlergebnis von 21,3% und zog mit 11 ’Linken’ in den saarländischen Landtag ein. Das gerade aufgestandene „Volk in Wut“ wurde mit ’Oskars Linke’ einfach neutralisiert. Das politische System der BRD zeigte sich stabil wie die Regierung Merkel, wobei die alten Banker heute fast wie früher ungestört weiterzocken können: Der Saarländer Oskar, ein vom demokratischen System hochbezahlter Politiker, hat nämlich seinen Zweck erfüllt! ’Ruhe’ ist eben die erste Bürgerpflicht.

„Nicht an Ihren Worten sollt Ihr sie erkennen, sondern an Ihren Taten!“, belehrte schon der ’Apostel’ Johannes seine antike Zuhörerschaft. „Politik brauch Prinzipien“, tönte der Buchuntertitel von 2002, in dem Blechtrommler Oskar seiner Leserschaft sein linkes Staatsverständnis erklärte und dabei kanonartig alle anstehenden typisch ’linke Themen’ ansprach. Ja, ja, ja! Das Buch wie die sodann folgenden Basisprogramme der Partei ’Die Linke’ lesen sich gut, sind schlüssig wie der tolle, aalglatte Satz aus dem SPD Godesberger Programm von 1958: „Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“, der auf ein auf den Menschen hin orientiertes „sozialistisches Leistungsprinzip“ in einer solidarischen, humanen Gesellschaft verweist. Doch jeder Leser wie Schreiber weiss auch: „Papier ist geduldig!“

„Was bleibt denn an Linkem“ im Jahr 2018 im Rückblick auf runde 10 Jahre parlamentarische Arbeit unter der dominanten Führung von Oskar Lafontaine, seinen abgewirtschafteten linken Abgeordneten im Saarland und der inzwischen bundesweit bekannten Ehefrau Sahra Wagenknecht? „Die Banken sind gezähmt, alle Kriege sind vorbei, die Bundeswehr ist abgeschafft und das deutsche Volk verbrasst faulenzend auf ’Malle’ das eingeführte ’Bedingungslose Grundeinkommen’ von 1100 Euro monatlich, um die wichtigsten Punke in der erfolgreiche Leistungsbilanz linker Illusionisten aufzuzeigen. Ha, ha, ha…..”!

Die soziale wie politische Lage für das einstige „Volk in Wut“ in der BRD erscheint heute doch eher „beschissen“, wofür diese ’Linke’ ja nicht primär die Verantwortung tragen. Es kann und soll nicht vergessen werden, dass 75% der Saarländer oder 3/4 nicht ’links’ gewählt haben, wobei das erzielte Wahlergebnis für Die Linke im Bund noch geringer ausfiel.

Wie aber beschreibt sich die aktuelle linke Parteistruktur im Saarland? Seit Gründungsbeginn herrschte bei den Parteimachern das übliche „Stechen und Hacken“. Doch jetzt im Jahr 2018 beschreibt sich die interne Situation besser mit „offener Krieg“!, wie Parteimitglieder es kolportieren Das passt auch zu den hinterbliebenen saarländischen Linksvertretern, denen das ewige ’Friedensgedöns’ sowieso nicht passte, weswegen das eigentlich linkstypische Erkennungsthema ’Frieden’ im Wahlprogramm der saarländischen Linkspartei von 2009 auch nicht vorkommt!

Statt Kompetenz, herrscht Inkompetenz; statt Leistung zählt nur blinde Gefolgstreue und typisch: Kritiker werden ausgeschlossen! Die im Saarland existierende Parteistruktur ist fast landesweit nur noch auf dem Papier existent, wie es exemplarisch das Beispiel der Landeshauptstadt Saarbrücken zeigt. Drei der Landesvorstandsmitglieder haben gerade ihr Amt hingeworfen und offener Zwist herrscht auch zwischen den verbliebenen Landtagsabgeordneten, weswegen es gerade noch einen Fraktionsaustritt gab. Ein Verhältnis der ’Parteioberen’ zum einzigen saarländischen Bundestagsabgeordneten gibt es nicht mehr, weswegen der eher als ’einsamer Wolf’ seine regelmäßigen Bürgersprechstunden abhält. Bei solch misslicher Parteilage sind ’Geheimsitzungen’ der Parteigremien üblich. Interessierte Parteimitglieder können nicht teilnehmen, da der Tagungsort vielfach verschleiert wird. So präsentiert sich die reale Lage der ’offenen demokratischen Diskussion’ in der saarländischen Linkspartei, für die ’Solidarität’ ein Fremdwort ist. Und um die aktuellen ’fünf’ Streitpunkte zu bereinigen hat jetzt (Datum: 4.8. 2018) der namenlose saarländische „Landesvorstand“ ein Klärungsschreiben an alle Mitglieder versandt, das aber ja nicht an die Presse soll. Denn die „mediale Dreckschlacht“, so die dringliche Bitte, soll nicht weitergeführt werden. „Was aber tut der Landesvorstand, wenn er sich nicht an der medialen Schlammschlacht beteiligt? Ganz einfach, [er macht (redaktionelle Korrektur)] die Arbeit, für die wir [er (redaktionelle Korrektur] gewählt wurden [wurde].“ (Seite 4). Und wenn ’er’ oder ’wir’ nicht gestorben ist, dann arbeitet er/arbeiten wir noch heute…… Ja, richtig, denn es kann in der Partei die Linke Saar nur besser werden.

Vielleicht wäre aus dieser saarländischen Perspektive ein parteipolitischer Neuanfang gut. Das Aufkommen von „Aufstehen“ aus dem Saarland heraus macht also urplötzlich Sinn. Doch „ein frischer Wein in alten Schläuchen wird nicht besser“ (deutsche Volksweisheit). Frau Wagenknecht (Redekunst) begibt sich deshalb wohl lieber auf Kompetenzpartnersuche, denn im klassischen Dreierclub fehlen wie gesagt noch ’Geld’ und ’Militär’. Obgleich Sahra Wagenknecht ’Solidarität’ im Saarland bekommen hat (Siehe: scharf-links.de), reformiert sie nicht die konstatierten saarländischen Parteidefizite, was sie könnte, wenn sie wollte, da sie ihren Stuhl direkt an der ’Saarquelle’ aufgestellt hat. Bei einem bundesweiten Neustart à la „Aufstehen“ jedoch tummeln sich üblicher Weise neben Aufrechten auch viele Profiteure, Karrieristen und Nachredner, die bekannter Weise „alle laut grunzend an den Trog wollen“. Jedoch diese sich als ’politisch’ bezeichnenden Menschen vergessen oftmals, dass es wichtiger wäre, ihren ’Müll’ ordentlich zu trennen und zur Abfalltonne zu bringen. So gesehen wäre für diese neue programmlose ’linke’ Sammelbewegung, die ausdrücklich (noch) keine politische Partei ist, ihre einzige erkennbar sinnvolle zumal das politische System der BRD stabilisierende Funktion deutlich zu benennen: Statt „Aufstehen“ müsste es heißen: „Sanft ruhen!“

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Oben   —    Movie poster for American film Dr. Jekyll and Mr. Hyde (1920).

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DIE – WOCHE

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2018

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Kolumne von Friedrich Küppersbusch

Die Auferstehung des Blockwarts, ein Märchentyrann, der die Welt zwingen will, sich um ihn zu drehen, und die Erinnerung an Honeckers DDR-Chip.

Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Der Spiegel-Titel fragt: „Wer darf rein?“

Und was wird besser in dieser?

Fragt sich die Spiegel-Chefredaktion auch gerade.

Die SPD sichert sich die Webdomain von Söders Wahlkampfslogan „Söder macht’s“ und listet auf, wie Söder dem Bundesland bisher geschadet hat. Wer profitiert davon – die SPD oder der Ministerpräsident?

Juristen sprechen hier von einer „Zuordnungsverwirrung“, das klingt nach der Methode, mit der die SPD seit Jahrzehnten ihre Koalitionspartner aussucht. Tatsächlich könnte Söder auf sein Namensrecht klagen – hätte die CSU nicht den lahmen Konter www.kohnenplus.de nachgeschoben, unter dem das CSU-Programm verabreicht wurde. Die JU Oberbayern blockierte mal die Domain www.gerhard-schroeder.de, sie musste sie herausgeben wie der Kölner Blogger, der unter www.wir-sind-afd.de gegen die Partei agitierte. Beunruhigend, dass die CSU die virale Virulenz des Topkonkurrenten AfD offenbar nicht erkennt; erfreulich der rustikale Move der SPD. Übrigens habe ich die Rechte an der Domain der Hauptnachrichtensendung des DDR-Fernsehens gebunkert, www.aktuelle-kamera.de. Die Nachfrage ist übersichtlich bisher.

Der Mann mit dem Deutschlandhut, der in Dresden Journalisten anpöbelte und damit eine umstrittene Polizeimaßnahme auslöste, ist LKA-Mitarbeiter. Die perfekte Pointe?

Zunächst ein klares Argument für eine allgemeine Hutpflicht. In den Geschmacksrichtungen Alu, Schlaaand oder „der kleine Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“. Dahinter: Wenn die sächsische Polizei auf bloßen Zuruf einer beleibten Karikatur gegen die Pressefreiheit vorgeht – ist das so rechtswidrig, als wenn sie den Denunzianten als Kollegen erkannt und eben deshalb Partei ergriffen hätte. Der Grusel besteht im Kraftschluss zwischen dem blökenden Kampfspießer und der Staatsgewalt; hier wohnen wir der Auferstehung des Blockwarts bei.

Trump in Trouble: Sein Ex-Anwalt Michael Cohen sagte unter Eid, Trump habe ihn im Wahlkampf 2016 angewiesen, Schweigegeld an frühere Geliebte zu zahlen. Sein früherer Wahlkampfleiter Paul Manafort wurde wegen Banken- und Steuerbetrugs schuldig gesprochen. Trump hält sich trotzdem strahlend auf seinem Posten. Ist er unstürzbar?

Quelle    :       TAZ          >>>>>         weiterlesen

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Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

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DL – Tagesticker 27.08.18

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Wer besucht auch ein, von der Politik organisiertes (Stadt)fest dessen Sinn einer Präsidentiellen Selbstkrönung gleichkommt?

Nach tödlichem Streit  

1.) Chemnitz „erschrocken“: Rechte Demo bringt Stadtfest zum Abbruch

In Chemnitz haben Hunderte Menschen in der Innenstadt demonstriert. Im Netz gab es dazu Aufrufe – unter anderem von rechten Fußball-Ultras. Lokale Medien berichten von Rangeleien. Hintergrund ist ein tödlicher Streit bei einem Stadtfest. In Chemnitz sind nach einem tödlichen Streit am Sonntag laut Polizei über 800 Menschen durch die Innenstadt gezogen. „Wir sind erschrocken, über die Menschenansammlungen, die passiert sind“, sagte der Stadtsprecher Robert Gruner am Abend. Man habe friedlich miteinander das Jubiläum der Stadt feiern wollen.

T.-online

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Wer mag denen ins zu kleine Hirn gespuckt haben ? 13 lange Jahre gepennt – nun sehen sie das die Schule samt ihren Lehren brennt. Die brandstiftenden „Gedöns – Schrödianer“ versuchen ihre Versäumnisse in einem Chaos zu retten. Probleme im eigenen Haus lassen sich eben nicht im Kaukasus regeln !

Insider sprechen von „Streit“

2.) Es kracht wieder in der GroKo: Merkel, Seehofer und Scholz ringen um die Rente

Wer mag denen ins Hirn geschissen haben ? 13 lange Jahre gepennt – nun sehen sie das die Schule samt ihrer Lehren brennt. Die Brandstiftenden „Gedöns – Schrödianer“ versuchen ihre Versäumnisse in einem Chaos zu retten. Probleme des eigenen Hauses lassen sich eben nicht im Kaukasus regeln !

Merkur

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Video-Spiele scheinen die rechten Trainingswiesen für zukünftige Militäristen zu werden?

Er tötete Zwei Menschen in Florida, verletzte elf weitere

3.) Schoss der Amokläufer († 24), weil er ein Spiel verlor?

Blutbad bei einem Videospiel-Turnier in der US-Stadt Jacksonville (Florida)! Am Sonntag eröffnete ein Schütze das Feuer, tötete zwei Menschen. Das bestätigte die Polizei. Neun Opfer seien von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Sheriff Mike Williams bei einer Pressekonferenz. Zwei weitere Verletzte mit Schusswunden hätten selbstständig Kliniken aufgesucht. US-Medien hatten zuvor von mindestens vier Toten und mehreren Verletzten berichtet.

Bild

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Hm. – Liegen aber immer noch über ein Prozent !

Vor der Bayernwahl

4.) CSU verliert in Umfrage weiter an Zustimmung  – die AfD auch

Rund zwei Monate vor der Bayernwahl verliert die CSU weiter in der Wählergunst.  Sie wäre damit weit davon entfernt, ihre absolute Mehrheit zu verteidigen. Laut der Umfrage wären die Grünen mit 15,1 Prozent zweitstärkste Kraft im Parlament. Die AfD dagegen verliert an Boden
Die Welt

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Vergleichbar den Spielchen zwischen Katze und Hund.  Oder auch – Seehofer und Merkel. Wenn es im Kopf fehlt  – beginnt das Kläffen und Beißen. Unter PolitikerInnen noch mehr als unter den Tieren.

Verstorbener US-Senator

5.) Darum darf Trump nicht zu McCains Beerdigung

Noch zu Lebzeiten hat John McCain verboten, dass US-Präsident Trump zu seiner Bestattung kommt. Das Verhältnis der beiden war von tiefer Verachtung geprägt – und vom Streit über einen uramerikanischen Wert. „Mein Herz ist gebrochen. Ich hatte das Glück, 38 Jahre das Abenteuer zu erleben, diesen außergewöhnlichen Mann zu lieben. Er verstarb auf dieselbe Weise, wie er gelebt hat, zu seinen eigenen Bedingungen.“

Spiegel-online

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Muttis Freunde arebeiten – auch unter den Gürtellinien.

Türkische Repressionen

6.) Mesale Tolu ist wieder in Deutschland

Die deutsche Journalistin war monatelang in der Türkei inhaftiert. Nun konnte sie zurückkehren. Doch Hunderte andere sind immer noch in türkischen Gerfängnissen. Die monatelang in der Türkei inhaftierte deutsche Journalistin Mesale Tolu kann die Rückkehr in die Heimat nach eigenen Worten nur bedingt genießen. Sie sei zwar wieder in Deutschland, aber Hunderte Journalisten, Oppositionelle, Anwälte und Studenten seien immer noch nicht frei, kritisierte Tolu nach ihrer Ankunft am Sonntag am Stuttgarter Flughafen. „Es ist nicht so, dass ich mich wirklich über die Ausreise freue, weil ich weiß, dass sich in dem Land, in dem ich eingesperrt war, nichts verändert hat.“ Tolu kündigte an, sie wolle sich weiter für die Menschen einsetzen, die in der Türkei aus politischen Gründen inhaftiert seien.

FR

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Ja, solche Anwälte habe ich auch schon kennengerlernt. Aber aus der Politik

Vereinigung der Jäger im Saarland

7.) Jäger sehen sich als „Anwalt der Natur“

Jagdhörner schmettern, Hunde bellen, und während ein Wildschwein am Grillspieß rolliert, lassen sich Jägerinnen und Jäger genüsslich ihre Gläser füllen. Mitten im Herzen von Saarbrücken, auf dem Tbilisser Platz, feiert die „grüne Zunft“ stolz das 70-jährige Bestehen ihrer Vereinigung der Jäger (VJS). Dass sie sich auch als Naturschützer von der nichtjagenden Öffentlichkeit an der Saar weitgehend akzeptiert fühlen, wurde bereits beim Festempfang am Freitagabend schnell deutlich.

 Saarbrücker-Zeitung

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquelle:   Oben —  DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

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