DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Archiv für August 16th, 2018

Bloß nicht wegwerfen

Erstellt von DL-Redaktion am 16. August 2018

Die Bloß-nicht-wegwerf-Gesellschaft

File:Trash can line.jpg

Von Heike Holdinghausen

Deutschland trennt, verbrennt, recycelt fast wie ein Weltmeister. Im belgischen Flandern läuft es etwas anders – dort vermeidet man Müll, wo es nur geht. Zu Besuch in einem ganz besonderen Warenhaus.

Dreck ist Materie am falschen Ort. Das ist einfach. Die Definition von Müll ist schon schwieriger. Die kleine grüne Glasvase in dem Regal da hinten zum Beispiel; wenn ihre Vorbesitzerin sie in den Abfall geworfen hätte, dann wäre die Vase jetzt Müll. Ist sie aber nicht. Sie wurde zu „De Kringwinkel“ gebracht, einem doppelstöckigen, hellen Warenhaus im Genter Stadtteil Brugse Poort. Es ist Teil eines Netzwerks, das die belgische Region Flandern in Sachen Abfall-Management zum innovativsten Standort Europas gemacht hat. In Deutschland ist Müllvermeidung durch Wiederverwendung, neumodisch „Re-Use“ genannt, ein Expertenthema. In Flandern ist es Alltag.

Darum ist die kleine grüne Glasvase weder Müll noch ein „Sekundärrohstoff“, aus dem sich, geschreddert oder eingeschmolzen, neue Dinge machen ließen. Sondern sie ist Teil eines staatlich subventionierten Warenhaussortiments. Sie steht in einem flachen Wandregal neben der Treppe, in dem Glasvasen in allen Farben des Regenbogens ein wirklich hübsches Stillleben ergeben. Es schließen sich an die Abteilungen für Elektrogeräte, Möbel, Spielzeug, Bücher und Haushaltswaren. Die graue Steintreppe führt hinauf in den ersten Stock zur Bekleidung, Damen, Herren, Kinder.

Diese Treppe kommt, in kleinen, schnellen Schritten, eine gertenschlanke Frau im leuchtend blauen Kleid heruntergefegt. Gut, dass dieser Text kein Film ist. Eine Kamera hätte es jetzt schwer, und das liegt an Tine van Rumst, der Geschäftsführerin des Warenhauses „Open Plaats de Kringwinkel“. Was ist das für ein komischer, langer Name? Das kommt später.

Tine van Rumst ist 44 Jahre alt, gelernte Sozialarbeiterin mit honigblondem Wuschelhaar und Sneakern, auf denen sie durch das Kaufhaus flitzt. Sie spricht schnell, zeigt kurz auf ein altes Radio und begrüßt ein Besuchergrüppchen. Sie schüttelt jedem die Hand, indem sie mit festem Griff zupackt und den Arm runtersausen lässt, für wieder hoch ist keine Zeit.

Menschen und Dinge bleiben nicht lange in diesem Haus, die meisten Mitarbeiter nur einige Monate, die Waren höchstens vier Wochen. Im besten Fall funktioniert das Kaufhaus De Kringwinkel wie eine Drehscheibe, die Menschen zu Arbeitsplätzen befördert und alte Dinge zu neuen Besitzern. Bei den Dingen ist es leichter, aber van Rumst hat vor allem die Menschen im Blick. „Hartelijk welkom“, ruft sie freundlich, dreht sich um und eilt davon. „Kommen Sie mit“, ruft sie über die Schulter, „erst mal zur Warenannahme“.

In der Annahmestelle von Open Plaats, ein hoher Raum mit dem Betoncharme einer alten Garage, kommen die Kleider, Möbel, Vasen, Smartphones an. Entweder bringen sie die weiß-orangen Transporter von De Kringwinkel aus dem fünf Kilometer entfernten Lagerhaus, oder sie werden gleich hergebracht, auf einem Gepäckträger oder auch, wie jetzt gerade, in zwei Plastiktüten.

Anwar Hassan, 28, nimmt einem älteren Herrn die zwei Tüten ab, Danke, auf Wiedersehen, der Mann schlurft weiter. Dinge bei einem der 137 Läden von De Kringwinkel abzugeben oder von ihnen abholen zu lassen ist in Fladern genauso selbstverständlich, wie sie dort zu kaufen. Ein „Kringloop“, das ist auch für deutsche Ohren hörbar ein Kreislauf, und ein „Kringloopwinkel“, das ist Flämisch für „Gebrauchtwarenladen“. Als sich die flämischen Secondhandläden und Sozialkaufhäuser vor rund 16 Jahren einen einheitlichen Namen gaben, ließen sie den „loop“ weg und nannten sich „De Kringwinkel“. Ihre alte, eingeführte Bezeichnung behielten die Initiativen bei, und darum heißt das Geschäft in Brugse Poorts „Open Plaats de Kringwinkel“. Nächstes Jahr wird es 20 Jahre alt.

File:Second hand book shops DSC05389 C.JPG

Es liegt im Genter Stadtteil Brugse Poort, nur 10 Fahrradminuten entfernt von den Gipfeln der Gravensteen, der Burg der Grafen von Flandern, aber die sind hier nicht zu sehen. Touristen lernen das Viertel höchstens kennen, wenn sie dort in einer günstigen Airbnb-Wohnung unterkommen. In den schmalen Reihenhäuschen von Brugse Poort wohnen Arbeitslose, Studenten, Migranten. Mittendrin liegt eine kleine Grünanlage mit Spielplatz, der Pierkespark. Im heißen Sommer 2018 verdorrt dort das Gras. Ihn umschließen ein vegetarisches Café, ein soziokulturelles Zentrum und eben das Open Plaats de Kringwinkel.

Seit fünf Monaten arbeitet Hassan in der Annahmestelle, vor drei Jahren ist er aus Somalia nach Belgien gekommen. Finanziert wird seine Stelle aus einem der staatlichen Sozialpogramme wie die der allermeisten der 58 Mitarbeiter, nur 18 von ihnen sind fest angestellt. Ungewöhnlich für einen De-Kringwinkel-Geschäft ist die hohe Zahl von Freiwilligen, die mithelfen. 180 Menschen unterstützen regelmäßig unentgeltlich für ein paar Stunden oder ganze Tage lang den Laden. In anderen Läden ist die Struktur der Mitarbeiter anders, sie finanzieren Mitarbeiter etwa aus den Töpfen der Arbeitslosenversicherung.

Hassan späht kurz in die beiden Tüten, aha, Kleidung, er lässt sie in einen grauen Rollcontainer fallen. Der Container daneben ist für Haushaltswaren, daneben stapeln sich blaue Kunststoffkisten und Bananenkartons, neben einem beigefarbenen, schmalen Kleiderschrank und einer Garderobe, alles heute angekommen. „Ich habe hier mein Flämisch verbessert“, sagt er, „und einen Einblick bekommen, wie die Logistik von so einem Kaufhaus funktioniert “.

Wichtig sei, dass die Kunden sich wohlfühlten, sagt van Rumst. Früher seien sie vor allem Anlaufpunkt für Leute gewesen, die sich keine neuen Sachen leisten konnten, sagt sie, „heute kauft bei uns auch die Mittelschicht, weil es gute Dinge gibt, weil es umweltfreundlich und sozial ist“. Darum der freundliche, helle Laden, darum die ausgefeilte Logistik vom Lager über den Empfangsbereich bis in den Laden. Der dürfe nicht überfüllt wirken, aber auch nicht leer. Wenn also ein Mitarbeiter der Haushaltswaren Lücken im Sortiment meldet, fängt Hassan an, Kartons zu schleppen. Bald ist seine Zeit hier vorbei, dann will er einen Führerschein machen und als Postbote arbeiten. „Klasse“, sagt van Rumst, „das ist ein guter Plan.“

Quelle       :      TAZ       >>>>>         weiterlesen

Wiederverwerten ist besser als recyceln

File:Secondhand.png

Von Heike Holdinghausen

Sammeln, reparieren und wiederverwerten anstatt alte Dinge wegwerfen: Darin sind die Flamen Spitze. Deutschland hinkt dagegen deutlich hinterher.

Experten, die sich in Deutschland mit nachhaltigem Konsum befassen, blicken schon länger neidisch ins belgische Flandern. Auch im Recycling sind die Flamen top: Pro Kopf sammeln sie im Jahr 11,2 Kilogramm Elektroschrott ein, in Deutschland sind es nur 8 Kilogramm. Das Besondere an der flämischen Abfallpolitik ist aber, dass sie die Vermeidung einschließt: Pro Einwohner werden jährlich über 5 Kilogramm an Dingen wiederverwertet, ab 2022 schreibt das Gesetz 7 Kilogramm vor. Von den 78.000 Tonnen Abfall, die das Netzwerk De Kringwinkel 2017 eingesammelt hat, sind mehr als die Hälfte verkauft worden; der Rest wurde recycelt, nur 3 Prozent wurde entsorgt.

Deutschland hat zwar ähnlich hohe Recyclingraten, doch das besonders ressourcenschonende „Re-Use“ liegt brach. Anders als beim Recycling, bei dem Gegenstände so weit wie möglich zerlegt und die Bestandteile als „Sekundärrohstoff“ verfügbar gemacht werden, setzt Re-Use früher an. Es steht auf der Abfallhierarchie, die festlegt, in welcher Reihenfolge Müll bewirtschaftet werden soll, erst auf Platz drei, hinter der Vermeidung und der Vorbereitung zur Wiederverwertung, etwa der Reparatur. Auch Deutschland hat die entsprechenden EU-Vorgaben dazu umgesetzt und ein „nationales Abfallvermeidungsprogramm“ beschlossen.

Obwohl Rohstoffexperten – etwa vom Umweltbundesamt oder vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie – sich einig sind, dass die sinnvollste Methode zur Müllvermeidung ist, Dinge möglichst lange zu nutzen, behandelt die deutsche Abfallpolitik das Thema als Nebensache. „Re-Use“ hierzulande findet auf Flohmärkten, in Ramschläden, in Antiquariaten oder Secondhandshops statt, offizielle Zahlen über Re-Use gibt es nicht.

Quelle   :      TAZ      >>>>>       weiterlesen

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Grafikquellen :

Oben     —    von links nach rechts :    From left to right> glass (green&white) – glass (green&white) – plastics (yellow) – plastics (yellow) – paper (blue) – drink cartons (black&orange) – paper (blue, metal)

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In some countries this may not be legally possible; if so:

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2.) von Oben      —      Second hand book shops at the Turku International Book Fair 2010.

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Author Anneli Salo

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Unten    —     Secondhand Schriftzug aus Kleidungsstücken

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Author M. & J. Braun

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Lothar Biskys Rat

Erstellt von DL-Redaktion am 16. August 2018

Bündnisse zwischen Union und Linkspartei…

2014-09-14-Landtagswahl Thüringen by-Olaf Kosinsky -96.jpg

Von Tom Strohschneider

….. sind im Osten einen Gedanken wert – wann sind sie sinnvoll ?

Kann man sich eine Koalition zwischen CDU und Linkspartei auf Landesebene vorstellen? Sollte man vielleicht sogar? Die Frage scheint erledigt, nachdem ein, zwei zumindest Offenheit andeutende Antworten aus der Union dort sogleich auf ein donnerndes „Nein“ stießen. Freilich gilt auch, dass das Einholen eines politischen Testballons nur etwas über jene aussagt, die die Strippe halten oder auf ihn schießen – nicht aber über die Stärke der Winde in den Höhen der Wirklichkeit. Dort bleibt es auch dann stürmisch, wenn man es unten nicht will.

Klar, das Thema birgt viel Konfliktstoff. Wer sich allerdings die Umfragewerte vor den Landtagswahlen im kommenden Jahr anschaut, wird das Thema nicht einfach zur Sommerlochfarce erklären. Mehrheitsbildungen in den „klassischen Konstellationen“ des Ostens wie „Union plus FDP oder plus kleine SPD“ oder „Rot-Rot(-Grün)“ sind unwahrscheinlicher geworden. Das hat etwas mit dem Aufstieg der AfD zu tun, und hier liegt der Kern: Wie verhalten sich CDU und Linkspartei für den Fall, dass nur eine Koalition zwischen beiden eine Regierungsbeteiligung der Rechtsradikalen verhindern kann?

Natürlich kommen solche Debatten für Parteien immer „zur Unzeit“. Aber wenn sie spätestens im Wahlkampf wieder eröffnet wird, wird sie nicht gemütlicher. Dass man von fast allen Seiten nun demonstrative Ablehnung hört, mag parteipolitisch verständlich sein, ändert aber nichts an der Frage. Man kann sie für falsch gestellt halten, etwa mit dem Hinweis, einer Linkspartei, die diesen Weg ginge, drohe das gleiche Schicksal wie der SPD, die in Koalitionen mit der CDU auch immerzu verliert. Man kann sagen, der Groll gegenüber den „Etablierten“ vergrößere sich noch – und damit auch der künftige Wahlerfolg der AfD.

Man kann aber auch den zweiten Schritt vor dem ersten machen und zunächst die möglichen Formen eingrenzen, die eine solche Regierung wenn überhaupt annehmen dürfe – nur als Minderheitskabinett etwa, das zu stützen die Linken nutzen könnten, konkrete Ziele durchzusetzen.

Und noch etwas: Parteien setzen gern und durchaus berechtigt darauf, landespolitische Erfolge mit „eigenen Themen“ zu erzielen. Koalitionsdebatten seien deshalb nicht hilfreich, weil die Leute viel eher an der Sachpolitik im Land interessiert seien. Richtig ist freilich auch, dass die Wähler durchaus ein Gefühl dafür haben, wann „eigene Themen“ Durchsetzungschancen haben. Denn was nützt die Forderung nach Verbesserung der sozialen Infrastruktur, wenn zugleich klar ist, dass dafür keine Mehrheiten in Aussicht stehen?

Quelle     :        Der Freitag         >>>>>         weiterlesen

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Grafikquelle    :      Landtagswahl Thüringen am 14. September 2014

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Lafo Aufstand für Pegida

Erstellt von DL-Redaktion am 16. August 2018

Die linke Sammlungsbewegung »Aufstehen« entsorgt den Antirassismus

Datei:Pegida Banner, Lügenpresse Banner.jpg

Von  Ivo Bozic

Die neue »Sammlungsbewegung« von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine ist kein Gegenentwurf zu AfD und Pegida, sondern deren Ausweitung in linke Milieus.

Die neue »Bewegung« heißt »Aufstehen«. Das ist eher ein Hashtag als ein Programm und tatsächlich war am Anfang nur das Wort. Nicht einmal, wofür oder wogegen aufzustehen sei, wurde mitgeteilt. Trotzdem meldeten sich schon in den ersten drei Tagen angeblich 50 000 Menschen bei der geheimnisvollen »Bewegung« an – denn Anmelden ist das neue Mitmachen. Der Aufruf von Sahra Wagenknecht, der Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Bundestag, zu einer »Sammlungs­bewegung« bedurfte keinerlei Erklärung. Je konkreter etwas wird, desto weniger sind dafür, das ist ja klar. Besser kann man nicht darstellen, was ­Populismus ist.

Inhalte gab es zunächst nur in begleitenden Artikeln und Interviews von Wagenknecht und einigen wenigen prominenten Mitstreitern, als da wären ihr Ehemann Oskar Lafontaine und der Dramaturg Bernd Stegemann, außerdem die Bundestagsabgeordneten ­Sevim Dağdelen (Linkspartei), Marco ­Bülow (SPD) sowie die Grünen-Politi­kerin Antje Vollmer. Es soll 40 prominente Gründungsmitglieder geben, wer das ist, wird aber erst am 4. September verraten, wenn die Bewegung ­offiziell, nun ja, »startet«.

Die neue »Sammlungsbewegung« ist Linkspartei minus Anti­rassismus. Nur in der Migrations­politik vertritt sie eine dezidiert andere Meinung als die Linkspartei.

Wagenknecht äußerte sich so: »Wer nur befristete Arbeitsverträge hat, wessen Rente zu klein ist und wessen ­Kinder keine anständige Schuldbildung mehr bekommen können, weil die ­öffentlichen Schulen vergammeln und Lehrerstellen unterbesetzt sind, der hat jeden Grund, auf ›die da oben‹ sauer zu sein.« Das ist nicht ganz verkehrt, auch wenn die Rede von »denen da oben« nicht gerade eine überzeugende Kritik am kapitalistischen System ­darstellt, sondern zur Sprache von Populisten und Verschwörungstheoretikern gehört. Dennoch, das sind alles wichtige Themen und es gibt jede Menge Grund für Kritik und Protest. Doch sollte das nicht das originäre Feld der Partei »Die Linke« sein?

Hier liegt der Hase im Pfeffer: Die neue »Sammlungsbewegung« ist Linkspartei minus Antirassismus. Nur in der Migrationspolitik vertritt sie, das hat Wagenknecht bereits klar gemacht, eine dezidiert andere Meinung die Linkspartei. Man kann soziale Thesen vertreten und trotzdem gegen Migration sein und umgekehrt. Das ist die Botschaft von »Aufstehen« – die einzige bisher.

File:Köln gegen Rechts - Solidarität statt Hetze -2309.jpg

Aber auch außenpolitisch will man sich künftig äußern, ließen Wagenknecht und Lafontaine durchblicken. Lafontaine etwa kritisierte, dass die Grünen »sich mehr oder weniger als verlängerter Arm des US-Außenministeriums positionieren und Frieden und Ausgleich mit Russland ablehnen«. Man ahnt, woher der Wind weht – aus Ost. Auf jeden Fall gegen »den Westen«, der an allem Übel, einschließlich der globalen Fluchtbewegungen, schuld sein soll. Zwar ist das wahrlich keine ­Position, die in der Linkspartei marginal wäre, aber ohne die Zügel der Partei­demokratie kann man sich deutlicher positionieren. Wagenknechts »Bewegung« ist das Gegenteil von »mehr ­Demokratie« und Bürgerbeteiligung, es ist Linkspartei ohne Parteidemokratie; Politik nach dem Gusto der Bewegungsgründerin. Es sollen noch ein Gründungsaufruf und Konferenzen folgen, doch die inhaltliche Ausrichtung wird bis dahin festgelegt sein.

Quelle     :    Jungle World           >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen     :

Oben     —        Teilnehmer einer Pegida-Demo in Frankfurt

Urheber    —    Opposition24.de       /       Quelle   —  https://www.flickr.com/photos/128406688@N07/17227025612

 

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

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Unten    —      Köln gegen Rechts, antifaschistisches Aktionsbündnis. Demonstration der bundesweiten Kampagne „Solidarität statt Hetze – Der AfD die Show stehlen!“

Author    —    Elke Wetzig      /   Source     —    Own work

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Merkels Kriege ohne Sinn

Erstellt von DL-Redaktion am 16. August 2018

Zur Sinnlosigkeit der Durchhaltestrategie im längst verlorenen Afghanistan

Ja, was waren das für Zeiten, als Krieger sich an Schwachkopf reihte.

Quelle  :   Scharf – Links

Von Jürgen Heiducoff

Seit Tagen bestimmen Beiträge über Abschiebungen afghanischer Flüchtlinge die öffentliche Meinung in unserem Land. Nur wenige Informationen erreichen uns über die tatsächliche aussichtslose Lage im Land am Hindukusch. Von Stabilität kann da keine Rede sein. Vereinzelte DPA – Meldungen machen dies deutlich. Kommentiert werden sie selten. Die den Militärs in den Hauptquartieren der US Truppen zur Verfügung stehenden Informationen und Meldungen dürften weit aussagekräftiger sein. Das heißt, die militärische Führung weiß sehr gut Bescheid über die Aussichtslosigkeit des Kampfes gegen die bewaffnete Opposition. Sie kümmert sich um den Schutz der eigenen Stellungen und Camps und geben geschönte Lageberichte an Politiker und Parlamentarier des Westens. Diese bilden dann die Grundlage für die bekannte Durchhaltestrategie.

In der Provinzhauptstadt Gasni im Osten des Landes herrscht seit Tagen Chaos. Hunderte Talibankämpfer seien am vergangenen Freitag in die Stadt eingedrungen, hätten das Elektrizitäts- und Mobiltelefonnetz funktionsunfähig gemacht und kämpften gegen die örtlich Polizei. Einheiten der afghanischen Nationalarmee seien im Anmarsch. 1) 2)

Am 15.08.18 informiert dpa über die Lage im Nordwesten des Landes. Talibankämpfer hätten eine Militärbasis erobert und dabei Dutzende afghanische Soldaten getötet. Rund 140 Militärs seien laut Provinzrat Mohammed Tahir Rachmani in dem Camp im Bezirk Ghormatsch der Provinz Fariab stationiert gewesen. Nur eine kleine Gruppe Soldaten hätte den Angriff überlebt. Sie hätten sich nach drei Tagen schwerer Gefechte ergeben. Das Schicksal der Überlebenden sei ungewiss. Seit zwei Monaten sei die Militärbasis von der Außenwelt abgeschnitten gewesen, da der ganze Bezirk rund um das Camp vollständig von Taliban kontrolliert werde, so der Provinzrat. 3)

Dies zeigt, dass die radikalislamischen Milizen gleichzeitig in verschiedenen Regionen des Landes dominant sind.

Es ist in Afghanistan nicht einfach so, dass regierungsfeindliche Kräfte gegen die afghanische Armee, Spezialtruppen, Polizei und ausländische Stationierungsstreitkräfte kämpfen.

Die undurchsichtige Lage wurde jüngst weiter verschärft, indem Kämpfer rivalisierender radikalislamischer Verbände (Taliban und Islamischer Staat) bereits öfter vor allem im Norden Afghanistans heftig aneinander gerieten. Es gab Opfer auf allen Seiten und natürlich unter der Zivilbevölkerung.

All diese Vorfälle zeigen einmal mehr, dass die Kabuler Regierung und ihre Exekutive nicht Herr der Lage im eigenen Land sind. Die Milizen der bewaffneten Opposition erstarken und üben immer wieder Anschläge und militärische Angriffe gegen afghanische und westliche Sicherheitskräfte aus. Daran ändert auch der einmalige Umstand eines Waffenstillstandes für wenige Tage des Eid – Festes Mitte Juni dieses Jahres nichts.

Neu ist, dass die Taliban auch wieder an ihrem politischen Profil arbeiten. Jüngst fanden politische Gespräche in Usbekistan mit dortigen Regierungsvertretern ohne Beteiligung der Kabuler Regierung statt. Da ist die Tendenz zur diplomatischen Anerkennung der Gotteskrieger seitens Usbekistans gegeben. 4)

Im Wesentlichen hat sich in Afghanistan seit der Reduzierung der Zahl der westlichen Kampftruppen an der allgemeinen Lage wenig geändert. Die Amerikaner, getarnt mit multinationaler Gefolgschaft, sind präsent, ihre Spezialeinheiten im Lande unterwegs. Sie bauen ihre Militärbasen weiter aus und zeigen „Show of  force“ wann und  wo sie es für erforderlich halten. Der Einsatz von Bombern, Hubschraubern und Drohnen gehört dazu. Es ist schwierig im Verhalten der USA in Afghanistan eine klare Strategie zu erkennen. Zunächst sind Kampftruppen abgezogen, dann wieder zugeführt worden. Die Intensität der Drohneneinsätze geht auf und ab und vor allem die Luftangriffe wurden in den letzten Monaten verstärkt. Und die treffen immer auch unschuldige Zivilisten.

Mit einer ernsthaften Reduzierung der US – Präsenz am Hindukusch ist gegenwärtig nicht zu rechnen. Zu wichtig erscheint die Nutzung der militärischen Infrastruktur unmittelbar östlich von einem zu befürchtenden künftigen Kriegsschauplatz Iran.

Um von dieser Aussichtslosigkeit abzulenken zeigte die FAZ online am 06.08.18 ein Video mit dem Titel „Jahrelang verboten. Afghanen lassen Drachen wieder steigen“.5)

Ist es das, was die Afghanen jetzt brauchen? Zudem ist Drachensteigen keine afghanische Besonderheit, sondern Tradition in ganz Zentral-, Ost- und Südostasien.

Soldaten der Bundeswehr folgen seit fast 17 Jahren mit ihrem größten Auslandseinsatz den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie führen diesen mit einem Ausbildungs- und Beratungsauftrag im Norden des Landes weiter. Während der Berater- und Ausbildungseinsätze der Bundeswehr werden stets auch ungewollt Soldaten und Polizisten für die andere Seite produziert. In Ländern wie Afghanistan gibt es keine absolute Loyalität von Kämpfern für eine der politischen Seiten. Junge und wehrfähige Männer verdienen mit ihren militärischen Fähigkeiten den Lebensunterhalt für ihre Familien. Dabei kommt dem Überleben der Familie erste Priorität zu. Zweitrangig ist die Treue zu einer politischen oder staatlichen Seite. Es gilt das Prinzip: Wessen Geld ich nehme, dessen Lied ich singe.

Blicken wir zurück ins Jahr 2001: Im Vorfeld der Entsendung der ersten Bundeswehr-Soldaten nach Kabul wurden viele Argumente herangezogen, um das Afghanistan – Engagement der Bundesrepublik Deutschland zu begründen. Einer davon dürfte der glaubwürdigste und nachhaltigste sein: die uneingeschränkte Solidarität mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Viele andere Begründungen waren wenig plausibel und nicht haltbar. Doch ist es sinnvoll, noch immer einer US – Regierung blind zu gehorchen, deren Politik immer undurchschaubarer wird?

Während Missionen der Nichtregierungsorganisationen auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe vielerorts am Hindukusch anfangs unmittelbare Wirkung zeigten und dem guten Ruf und Ansehen der „Internationalen“ diente, kann man dies von den wesentlich teureren militärischen Einsätzen nicht behaupten. Durch die gemeinsame Führung und den koordinierten Einsatz militärischer Verbände einschließlich der Bomben und Raketen der Kampfflugzeuge und Hubschrauber wurden Tod und Leiden der zivilen Opfer der Schuld aller stationierten ausländischen Streitkräfte zugeschrieben. Wir haben den Vertrauensbonus, den Deutschland lange unter den Afghanen besaß, längst verspielt. Bereits 2007 warnte ich als militärpolitischer Berater des deutschen Botschafters in Afghanistan in einem Brief an den damaligen Außenminister Steinmeier: „Es ist unerträglich, dass unsere Koalitionstruppen und ISAF inzwischen bewusst Teile der Zivilbevölkerung und damit erhoffte Keime einer Zivilgesellschaft bekämpfen. Die Paschtunen müssen dies als Terror empfinden! Westliche Jagdbomber und Kampfhubschrauber verbreiten Angst und Schrecken unter den Menschen … Wir sind dabei, durch die unverhältnismäßige militärische Gewalt das Vertrauen … der Afghanen zu verlieren. Es gibt keine Entschuldigung für das durch unsere westlichen Militärs erzeugte Leid unter den unbeteiligten und unschuldigen Menschen …“ 6)

(Auszug aus dem „Brandbrief aus Kabul“, MONITOR Nr. 563 am 31. Mai 2007
Brandbrief aus Kabul – Schwere Vorwürfe gegen westliche Militärs in Afghanistan
Bericht: Markus Zeidler, Georg Restle).

Es hat sich leider im Land am Hindukusch kaum etwas zum Positiven entwickelt. Die Bundesregierung hat es inzwischen aufgegeben, ihre jährlichen Lageberichte als „Fortschrittsberichte“ zu bezeichnen. Wirtschaftlich und sozial geriet das Land trotz der westlichen Millionen, die investiert wurden, an den Rand eines Abgrundes. Die Sicherheitslage hat sich dramatisch verschärft. Anschläge werden selbst in den Zentren der Städte verübt. Die regierungsfeindlichen Kräfte gewinnen an Einfluss überall im Lande. Die Zahl der Flüchtlinge steigt stetig. Die Zerstörung der Infrastruktur des Landes am Hindukusch ist neben den rivalisierenden Milizen im Bürgerkrieg auch den ausländischen Invasoren zuzuschreiben. Allerdings im Unterschied zu den westlichen Staaten hat die Sowjetunion soziale Aufbauarbeit geleistet. Zeugnis davon sind die Mikrorayons genannten Wohngebiete. Die Aufbauarbeit der USA und anderer NATO – Staaten beschränkt sich auf die eigenen Militärbasen und Flugplätze sowie Festungen wie Bagram, auf einige strategisch wichtige Straßen und auf den Hochsicherheitstrakt der eigenen Botschaften in Kabul.

Blinder Gehorsam der Bundesregierung gegenüber einer nicht kooperationsbereiten US Regierung und andauernde Unterstützung der Marionettenregierung in Kabul machen wenig Sinn.

Es ist Zeit über einen Ausstieg aus der Politik der Einmischung in die Angelegenheiten anderer Kulturen im Fahrwasser der USA nachzudenken.

1)                 http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-130-tote-nach-taliban-angriff-auf-ghasni-15736062.html

2)                 https://www.neues-deutschland.de/artikel/1097126.viele-tote-bei-gefechten-in-afghanistan.html?sstr=afghanistan

3)                 https://www.neues-deutschland.de/artikel/1097358.taliban-toeten-dutzende-soldaten-in-afghanistan.html?sstr=afghanistan

4)                 http://www.spiegel.de/politik/ausland/taliban-diskutieren-in-usbekistan-ueber-frieden-in-afghanistan-a-1222766.html

5)                 http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/bunte-himmelsflieger-in-afghanistan-15724708.html

www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml

Urheberrecht
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Grafikquelle   :        Thomas de Maizière als Verteidigungsminister (2012) beim Besuch der ISAF-Truppen im OP North

 

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Die Wahrheit Wagentains

Erstellt von DL-Redaktion am 16. August 2018

Steht auf, wenn ihr Knechte seid!

,,La conception de l'Empire": Tomi Ungerers Plakat-Entwurf für das Festival, der 1989 einen Eklat auslöste.Foto: Festival

Quelle    :   TAZ

Von Reinhard Umbach

In dem Saarlandstädtchen Merzig
leben außer Kauz und Specht
überwiegend lieb und herzig
Lafontaine und Wagenknecht.

Wie noch nicht einmal im Märchen
wurde dort ein Mythos wahr,
aus dem strengen linken Pärchen
ward ein rosarotes Paar.

Täglich werden Strategien
von den beiden ausgeheckt
und fast alle Energien
in die Politik gesteckt.

„Aufstehn!“, schallt’s schon in der Frühe
Richtung schlafendem Gemahl.
Dem macht dieser Aufruf Mühe
als gelerntem Rübezahl.

Stets dreht Oskar sich zur Linken,
zieht die Decke aufs Gesicht.
Selbst der Lockruf „Kaffee trinken!“
dringt in seine Ohren nicht.

Auch den feinen Müslibecher
neben dem Kaffee am Spind
schlägt der alte Rotweinzecher
heftig schnarchend in den Wind.

Nichts rührt sich auch am Gemahle,
wenn „Ernst Busch singt Brecht“ erklingt
und die „Internationale“
Sahra sogar selber singt.

„Wenn wir schlafen Seit an Seite“,
leiert sie leicht aggressiv,
zieht den Text sehr in die Breite
und die Töne kommen schief.

Danach schnappt sie sich die Decken,
zwickt den Schlafenden am Zeh
und befiehlt dem roten Recken:
„Jetzt steh endlich auf, Mann, steh!“

Durch dies letzte kleine Wörtchen
kommt Bewegung ins Geschehn.
Er geht erst einmal aufs Örtchen
und ward lange nicht gesehn.

Die Wahrheit auf taz.de

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Grafikquelle   :       Linkes Sittengemälde   —  Saarbrücker-Zeitung

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DL – Tagesticker 16.08.18

Erstellt von DL-Redaktion am 16. August 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Die Hauptschuldigen sitzen immer in der Politik und wenn es nur darum geht ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Denn sie werden für die Pflicht der Aufsicht gewählt und bezahlt. Und nur dafür, denn das Fachverständnis braucht ein Politiker nicht nachweisen. Als Qualifikation reicht es aus, Mitglied in einer Partei und davon erwählt worden zu sein. Ich habe kaum einen gehört welcher sagte: „Danke ich nehme die Wahl nicht an“.

Brückeneinsturz in Genua

1.) Die ersten Schuldigen sind schon gefunden

An diesem Mittwoch sind die Wolken verzogen, die Sonne scheint auf die Trümmer der Unglücksstelle in Genua, wo am Morgen noch immer hunderte Helfer im Einsatz sind und nach Überlebenden und Opfern suchen. 11 Häuser wurden vorsorglich evakuiert, 440 Menschen sind an Ferragosto quasi Obdachlos. Dieser Tag, der 15. August, ist in Italien ein Feiertag, der Tag, an dem Familie und Freunde sich am Meer treffen, zusammen essen, feiern, das Leben und den Sommer genießen. Doch in diesem Jahr herrscht Staatstrauer an Ferragosto, Mariä Himmelfahrt. Das Unglück vom Vortag, als im norditalienischen Genua eine vierspurige Autobahnbrücke plötzlich zusammenbrach und mindestens 39 Menschen in den Tod riss, lähmt das Land.

Stuttgarter-Zeitung-online

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Die „Richtigen Experten“ klopfen sich erneut wie Idioten vor die Brust und weisen nach, dass der Mensch vom Affen abstammt ?

„Kritisches Alter“  

2.) Tausende Brücken in Deutschland gelten als marode

Die Ursache für die Brücken-Katastrophe im italienischem Genua ist noch nicht gefunden, dennoch beunruhigt das Unglück auch deutsche Autofahrer. Tausende Autobahnbrücken gelten hierzulande als marode. Richard Dietrich, Brücken-Architekt warnt deshalb vor einer möglichen Tragödie in Deutschland: „Unsere Brücken verrotten gefährlich, ein Einsturzrisiko kann inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden“, sagte der Dietrich den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland.

T.-online

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Da schiebt sich der Gorilla einem das Toupet auf die Seite und brüllt : „Fake News“! Das war’s dann. Würden Schlands politische Gorillas anders reagieren ? Auch die Hosenanzugträgersinnen nicht.

#FreePress

3.) Hunderte US-Zeitungen vereinen sich gegen Trump

Redaktionen in ganz Amerika haben sich an der Aktion beteiligt, darunter sind kleine Lokalzeitungen wie das „Lakeville Journal“ und große Traditionshäuser wie die „New York Times“, es machten liberale und eher konservative Zeitungen mit: Sie alle sind einem Aufruf der Zeitung „Boston Globe“ gefolgt, ein Zeichen gegen die anhaltenden Angriffe des US-Präsident auf die Presse im Land zu setzen.

Spiegel-online

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Staatliche Anordnungen gibt es aber auch in Schland, welche dann von den Gerichten zurückgenommen werden müssen. Die politischen Idioten welche nur ihre Macht zeigen wollen, gibt es also International!

Türkei

4.) Türkisches Gericht ordnet Freilassung von Amnesty-Ehrenvorsitzendem an

Der seit mehr als einem Jahr in der Türkei inhaftierte Ehrenvorsitzende von Amnesty International, Taner Kılıç, soll aus der Haft entlassen werden. Ein Gericht in Istanbul ordnete am Mittwoch an, ihn unter Auflagen aus der Untersuchungshaft im westtürkischen Izmir freizulassen, wie ein Amnesty-Mitarbeiter gegenüber mehreren europäischen Nachrichtenagenturen bestätigte. Sie hofften nun, dass der Anwalt in den kommenden Stunden tatsächlich das Gefängnis in Izmir verlassen könne.

Sueddeutsche-Zeitung

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Salvini, hört sich ähnlich schleimig an wie Gelatine – sprach doch kürzlich noch bei Mutti vor ! Zwei welche zusammen passen – wie die Faust auf das Auge. Ja, wenn es ums schleimen geht, läuft bald niemand mehr unbeleckt in Europa umher. Aber keine Sorge: „Wir machen das schon“.

Kommentar Salvini zum Brückeneinsturz

5.) Ein Lehrstück in Schäbigkeit

Italiens Innenminister beschuldigt die EU, am Einsturz in Genua mitschuldig zu sein. Er hat das Problem allerdings selbst nicht behoben. Wenn etwas schlecht läuft in Italien, müssen Flüchtlinge oder Roma schuld sein. Und wenn es nicht die sind – dann ist es halt die ­Europäische Union. So einfach scheint die Welt nach Matteo Salvini, dem rassistischen und populistischen Innenminister ­Italiens. Wenn also wie am Dienstag in Genua ein Teil einer Autobahnbrücke in sich zusammenstürzt, diese aber zufällig nicht Teil einer Fluchtroute ist, dann muss Brüssel seinen Anteil daran haben.

TAZ

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Kommentar Fußball

6.) Die Allesfresser

Erst wenn die Zuschauer nicht mehr bereit sind, horrende Summen für Pay-TV zu zahlen, erst dann könnte es wieder mehr Überraschungen im internationalen Fußball geben. Was haben Leicester City, der VfL Wolfsburg und der HSC Montpellier gemeinsam? Die drei Klubs aus England, Deutschland und Frankreich haben es in den vergangenen Jahren jeweils einmal geschafft, in die Phalanx der Großen einzubrechen und die Meisterschaft in ihrem Land gewonnen. Vor allem das Märchen der „Foxes“ 2016 gegen die steinreiche Konkurrenz aus der Premier League sticht heraus.

FR

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In Schland gibt es den Katastrophenschutz welcher die Aufgabe hat, Politiker spätestens 24 Stunden vor den Eintritt einer solchen zu warnen. Das ist auch der Grund warum wir nie einen Menschen dieser besonderen Spezi bei einem Starkregen, Überschwemmungen oder anderen Naturereignissen beobachten können. Staatsbegräbnisse sind einfach zu Kostenaufwendig und die Gelder werden den Steuerzahlern auch ohne Sarg und Galadinner aus die Taschen geleiert.

Auffällig nervöser Verkehrsminister erklärt,

7.) dass Brückeneinsturz hierzulande unmöglich ist

Deutschland kann auch nach dem fatalen Brückeneinsturz in Genua beruhigt sein: Wie ein stark schwitzender Verkehrsminister Andreas Scheuer heute bei einer Pressekonferenz mitteilte, ist eine derartige Katastrophe hierzulande völlig undenkbar. Dabei wanderten die Pupillen des CSU-Politikers immer wieder nervös hin und her und er kaute an seinen Fingernägeln. 

Der Postillon

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Grafikquelle:   Oben —  DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

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