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RENTENANGST

Archiv für August 5th, 2018

KOLUMNE — MACHT –

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2018

Solidargemeinschaft – erinnert sich wer?

File:Maischberger - 2016-12-14-7439.jpg

Von Bettina Gaus

Selbst in Deutschland wird so getan, als handele es sich bei sozialen Nöten um das Versagen Einzelner. Und nicht um ein gesellschaftliches Problem.

So ungefähr mit Mitte 50 sfängt es an. Dass über menschenwürdige Unterbringung, über Demenz, über Krankheiten und über die Angst vor einem Schlaganfall beim Abendessen mit Freunden länger und häufiger geredet wird als über Politik und Urlaubspläne.

Dabei geht es nicht um die unmittelbar eigenen Probleme, sondern um die der Eltern. Was in mancherlei Hinsicht schlimmer ist. Weil Schuld-und Ohnmachtsgefühle mit ins Spiel kommen.

Nur wenige Leute haben so viel Glück wie ich: Eine Mutter, die mit 87 Jahren geistig und körperlich fit ist. Und die schon vor vielen Jahren selbständig für den Fall vorgesorgt hat, dass dies einmal nicht mehr so sein sollte. Kudos, Mama. Ein größeres Geschenk kann man einer erwachsenen Tochter derzeit nicht machen. Danke.

Komfortable Lösungen sind selten

Aber lässt sich daraus schließen, dass alle anderen alten Eltern verantwortungslos sind und ihnen das Schicksal ihrer Kinder egal ist? Sollen sie halt pflegen? Nein. Wahrlich nicht. Zur ganzen Wahrheit gehört nämlich auch: Meine Mutter ist dank günstiger Umstände materiell so gut abgesichert, dass sie sich komfortable Lösungen leisten kann. Für wie viele andere alte Menschen gilt das?

Datei:Nikko drei Affen.jpg

Wie viele Politiker: Sie reden, hören und sehen nichts – trotzdem zahlt sie der Steuerzahler. Vielleicht sollten sie durch echte Affen ersetzt werden, welche nur gefüttert werden wollen.

Für sehr wenige. Erwachsene Kinder, die lebenslang nicht einmal eine Reinigungskraft schwarz beschäftigt haben – weil sie diese Form der Steuerhinterziehung politisch und moralisch falsch fanden – , unterhalten sich inzwischen kenntnisreichs über die „polnische Lösung“. In vielen – nein, nicht in allen! – Fällen heisst das: steuerfreie (vulgo schwarze) Beschäftigung einer Pflegekraft aus Osteuropa.

Was genau bedeutet eigentlich der Ausdruck „Solidargemeinschaft“? Meinem Verständnis zufolge: dass bestimmte Gruppen innerhalb der Bevölkerung auf mehr staatliche Hilfen hoffen können als andere, weil sie bedürftiger sind.

Quelle  :       TAZ          >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen   :

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Unten   —   Die drei Affen von Nikkō (Japan)

Dieses Werk wurde von seinem Urheber Marcus Tièschky in der Wikipedia auf Deutsch als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit.

 

 

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Kampf den privaten Retter

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2018

Kampf gegen private Rettungsboote
Die Humanität versinkt im Mittelmeer

Quelle  :    untergrund-blättle

von  Tobias Tscherrig / Infosperber

Weniger Menschen flüchten über das Mittelmeer, dennoch fordern Politiker verschärfte Massnahmen. Der Preis: 629 Tote im Juni.

«Wir sind an einem traurigen Moment der europäischen Geschichte angelangt, in dem man wahrscheinlich sagen kann, dass wir unsere Humanität verloren haben. Und niemand sollte sich täuschen lassen über die wahren Pläne, die da gerade auf sehr aggressive Weise verfolgt werden. Von einigen der schlimmsten populistischen Regierungen in Europa, die ich jemals erlebt habe.» Mit diesen Worten kommentiert Lotte Leicht von «Human Rights Watch» in einer Monitor-Reportage auf ARD den aktuellen Umgang mit Flüchtlingen und Migranten.

Es ist ein trauriger Rekord: Gemäss der internationalen Organisation für Migration ertranken allein im Juni 629 Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in den Fluten des Mittelmeers. Das sind so viele wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr, durchschnittlich knapp 21 Todesopfer pro Tag. Helferinnen und Helfer gehen davon aus, dass die Zahl deutlich höher liegt, zahlreiche Menschen werden vermisst.

45’700 Asylbewerber und Migranten haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 über das Mittelmeer die europäische Küste erreicht, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Im Vergleich zur Spitze der Ankünfte in der ersten Hälfte des Jahres 2016 ist die Zahl fünfmal niedriger und bedeutet eine Rückkehr zu den Durchschnittswerten von vor 2014.

Trotz dieses Rückgangs ertrinken – relativ zur Anzahl der Ankünfte – mehr Männer, Frauen und Kinder im Mittelmeer. Seit 2014 lag die Zahl der Toten und Vermissten auf See jeweils bei über 1’000 pro Jahr, im laufenden Jahr 2018 wurde diese Marke sogar schon jetzt erreicht. Und das trotz der gesunkenen Zahl der Ankünfte. Das Mittelmeer bleibt ein Massengrab.

Vorwürfe gegen die libysche Küstenwache

Das hat verschiedene Gründe. Erstens hat sich Europa bereits seit Herbst 2015 zunehmend in eine stark gesicherte Festung verwandelt.

Zweitens setzt die EU auf die libysche Küstenwache. «Es gibt eine Verpflichtung, dass man die libysche Küstenwache ihre Arbeit machen lässt (…). Libyen hat ein Recht auf den Schutz seiner Küsten», sagte etwa die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Rede.

Und das, obwohl es Berichte gibt, welche libysche Küstenwächter für das Sterben auf dem Mittelmeer mitverantwortlich machen. Zum Beispiel Abd Al Rahman Al-Milad, einen der mächtigsten Männer westlich von Tripolis. Der UN-Sicherheitsrat hat ihn letzten Monat auf die Sanktionsliste gesetzt, weil er und andere Mitglieder der Küstenwache «direkt an der Versenkung von Migrantenbooten mit Schusswaffen beteiligt» gewesen sein sollen.

Das sind nicht die einzigen Vorwürfe gegen Libyen. Die neusten betreffen libysche Internierungslager, in welche die Flüchtlinge zurückgebracht werden. In einem vertraulichen Bericht einer EU-Grenzschutzmission vom April heisst es, die libysche Regierung kontrolliere nur sieben von 32 Gefängnissen. Ausserdem gebe es zahlreiche Berichte von «Menschenrechtsverletzungen, Erpressungen, sexuellen Misshandlungen, Versklavungen, Zwangsprostitution und Folterungen».

So gelang es amerikanischen CNN-Journalisten im November 2017, mit versteckter Kamera den Verkauf von gestrandeten Menschen in Libyen zu dokumentieren. Auf Sklavenmärkten werden sie während der Nacht versteigert. Kostenpunkt: rund 400 Euro. Einmal verkauft, muss die grosse Mehrheit der Sklaven auf Farmen oder Feldern schuften. Ohne Lohn, ohne Pflege und oft unter gröbsten Misshandlungen.

EU diskutiert über weitere Lager

Trotz der massiv geringeren Zahlen von Flüchtlingen und MigrantInnen, die über das Mittelmeer kommen, will die EU die Zahl der Überfahrten weiter senken. Am 28. Juni einigten sich die Mitgliedsstaaten darauf, Flüchtlinge an den EU-Aussengrenzen verstärkt an der Einreise zu hindern. Die entsprechenden Massnahmen könnten bereits zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Als eine geeignete Massnahme sind Lager ausserhalb der EU im Gespräch, in denen die Chance auf mögliches Asyl geprüft werden soll. Nur – kein infrage kommendes Land hat sich bisher bereit erklärt, derartige Lager zu errichten. Im Übrigen fürchten selbst europäische Politiker um die humanitären Standards in solchen Auffanglagern. Zu Recht, wie das Beispiel von Libyen zeigt.

Kampf gegen private Rettungsboote

Um die Zahl der Überfahrten weiter zu senken, gehen die Behörden verschiedener Staaten inzwischen verstärkt gegen Rettungsboote von privaten Hilfsorganisationen vor.

Seit letzter Woche ist kein einziges privates Schiff mehr im zentralen Mittelmeer unterwegs, berichtet «Monitor». Claus-Peter Reisch, der Kapitän der «Lifeline», muss sich zum Beispiel vor Gericht verantworten. Sein Schiff ist in Malta festgesetzt, da es nicht ordnungsgemäss registriert sei. Die «Sea-Watch 3» ist ebenfalls in Malta festgesetzt worden. Die «Iuventa» der Organisation «Jugend Rettet» wurde in Italien beschlagnahmt. Auch die «Seefuchs» von der Organisation «Sea-Eye» liegt im Hafen. Die «Aquarius» von «SOS Méditerranéé» darf nicht mehr in Malta und Italien anlegen.

«Ein Grossteil der Rettungseinsätzen der letzten Monate und Jahren wurde von privaten Rettungsschiffen gefahren. Es wurden Menschen aus dem Wasser geborgen. Diese Menschen werden nun in vielen Fällen sterben», sagt Jan Schill, Einsatzleiter der «Sea Watch 3» in der Dokumentation von «Monitor».

«Nichtregierungsorganisationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Rettung von Menschen in Seenot. Sie haben von Januar bis April dieses Jahres rund 40 % derjenigen aus Seenot gerettet, die dann in Italien an Land gegangen sind – einschliesslich derer, die zuerst von Militär- und Handelsbooten gerettet und erst später von NRO-Schiffen aufgenommen wurden», schreibt die UNHCR.

Vorwürfe gegen Marine

Der Kampf gegen die privaten Hilfsorganisationen betrifft auch das Suchflugzeug «Moonbird» der Organisation «Sea-Watch». Mittlerweile darf es nicht mehr fliegen, um nach Ertrinkenden Ausschau zu halten und die Situation im Mittelmeer zu dokumentieren. «Für mich zeigt das klar, das mit allen Mitteln verhindert werden soll, dass die Zivilgesellschaft überprüfen kann, was dort unten passiert», sagt Tamino Böhm, Einsatzleiter der «Moonbird» gegenüber «Monitor».

Die «Moonbird» sei in den letzten Monaten Zeuge von mehreren Nicht-Rettungen durch EU-Schiffe und EU-Militär geworden. Ein Vorwurf, der von der EU-Militärmission «Sophia» zurückgewiesen wird.

Weniger Rettungsschiffe, weniger Flüchtlinge?

Hinter der Behinderung von privaten Seenot-Rettern steckt Kalkül: Sind weniger Retter auf dem Mittelmeer unterwegs, werden mehr Flüchtlinge von der Fahrt über das Mittelmeer abgeschreckt – aus Angst zu Ertrinken.

Mark Micallef, der seit Jahren zu Menschenschmuggel in Nord-Afrika forscht und als Experte für die Schlepper-Struktur in Libyen gilt, glaubt nicht daran. «Wenn die Schlepper, die an der libyschen Küste operieren, sagen, wir werden 3000 Menschen ausschiffen, dann werden auch 3000 Menschen aufs Mittelmeer fahren», sagt er in der «Monitor»-Sendung.

Eine Aussage, die von einer Oxford-Studie bestätigt wird. Die Studie sagt auch, dass es weniger Tote gibt, wenn mehr Retter auf dem Wasser unterwegs sind. Das hat selbst EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker 2015 eingestehen müssen: «Es war ein schwerer Fehler, Mare Nostrum zu beenden, das hat Menschenleben gekostet.»

Den Schleppern ist es letztlich egal, ob die Leute, die sie auf das Wasser schicken, irgendwo ankommen. Sie haben ihnen ihr Geld bereits abgenommen, nun müssen sie sie loswerden. Menschenleben als Abschreckung zu benutzen, ist nicht nur moralisch verwerflich, die Taktik funktioniert nicht.

Politik der Hardliner

Ende 2017 zählte die UNHCR weltweit 68,5 Millionen Flüchtlinge. Das ist eine Krise. In Europa existiert die oft herbeigeredete «Flüchtlingskrise» dagegen nicht. «Es gibt auch keinen ‚Strom‘ von Menschen aus dem Süden in den Norden. 80 Prozent aller Flüchtlinge bleiben in einem Land nahe ihrer Heimat», analysiert Nahost-Korrespondentin Andrea Böhm in der «Zeit».

Trotzdem beschliessen europäische Regierungen ihre Festung gegen Migranten weiter auszubauen, diskutieren über Transitzonen, Ausschiffungsplattformen und Auffanglager. Die EU will afrikanischen Staaten Auffanglager aufzwingen und ködert afrikanische Regierungschefs mit Geld. Private Rettungsorganisationen werden behindert, ertrunkene Flüchtlinge sollen zur Abschreckung dienen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán nennt Flüchtlinge «Pesthauch». Polens starker Mann Jarosław Kaczyńsk spricht von «Träger von Viren und Erregern» und Italiens Innenminister Matteo Salvini bezeichnete Flüchtlinge kürzlich als «Menschenfleisch».

Krise der politischen Instrumentalisierung

In ihrem Kommentar analysiert Nahost-Korrespondentin Andrea Böhm treffend: «Unsere Krise hat nichts mit der Zahl der Flüchtlinge und Migranten zu tun, sondern mit ihrer politischen Instrumentalisierung.» Böhm fordert von der EU eine «abgestimmte, proaktive Politik» – nur dann würden die Orbáns, Kaczyńskis und Gaulands an Wirkung verlieren.

«Das ist nicht das Ende von Flucht und Migration, sondern der erste Schritt zu einem vernünftigen und halbwegs menschlichen Umgang damit. Wer nur alle paar Wochen über den deutschen und europäischen Tellerrand hinausblickt, weiss, dass die flüchtenden Syrer vom Herbst 2015 nur ein lächerlich kleiner Vorgeschmack waren auf die kommende Epoche der Wanderungen. Zufluchtsländer wie Uganda, Pakistan oder Jordanien sind das längst gewöhnt. Auch Europa wird sich daran gewöhnen müssen.»

Die richtigen Werkzeuge wählen

Europa ist aber nicht vollkommen machtlos, es kann dabei helfen, Fluchtursachen zu bekämpfen. Dieses Ziel wird aber nicht durch die Bekämpfung von privaten Seenotrettern oder durch Abschottung erreicht, sondern durch:

  • Bekämpfung von Korruption und Misswirtschaft
  • Kontrolle und Regulierung der globalen Finanzströme
  • Beendung der kolonialen Ausbeutung durch Europa, die sich noch immer in den einseitigen Handelsbeziehungen zwischen europäischen und afrikanischen Staaten widerspiegelt
  • Schutz der afrikanischen Märkte und fairer Handel
  • verbindliche und wirkungsvolle Massnahmen gegen den Klimawandel

Böhm: «Das ist wohl die unbequemste Erkenntnis, die wir in Europa akzeptieren müssen: Unsere grösste Handlungsvollmacht liegt nicht in Grenzzäunen und Marshallplänen für Afrika, sondern in unserer Bereitschaft, den Schaden zu reduzieren, den unsere Lebensweise anderen zufügt.»

Populistische Politikerinnen und Politiker werden mit ihren «Schutzmassnahmen», die sich gegen einen äusserst kleinen Teil der weltweiten Migration richtet, nichts bewirken. Europa steht nicht im Zentrum der «Krise». Aber es ist Teil der Ursache. Abschotten geht nicht.

Soweit nicht anders angegeben und keine Quellenangabe (Organisation oder Internet-Adresse) vorhanden ist, gilt für die Texte auf dieser Website eine Creative Commons Lizenz (CC).

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Grafikquelle    :

Während der von Frontex geführten Operation Triton im südlichen Mittelmeer rettet das irische Flaggschiff LÉ Eithne Menschen von einem überfüllten Boot, 15. Juni 2015

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Menschenrechte saufen ab

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2018

Menschen sollten nur Menschen wählen

Von Minh Schredle

Rechtsextreme in Dresden bekunden öffentlich den Wunsch, Menschen ertrinken zu lassen. In Sindelfingen, wo gegen das Sterben im Mittelmeer protestiert wird, sagt ein Mann, es seien „schon zu viele gerettet“ worden. Die EU scheint das ähnlich zu sehen. Höchste Zeit, an unveräußerliche Menschenrechte zu erinnern.

„Von mir können die kein Mitleid erwarten“, sagt ein älterer Herr grimmig, als ihm eine Frau einen Demo-Flyer in die Hand drückt. Eine unter 250 Menschen, die am vergangenen Samstag durch die Sindelfinger Innenstadt gezogen sind, um gegen das Sterben auf dem Mittelmeer zu protestieren. Der Mann dagegen findet: „Es sind schon viel zu viele von denen gerettet worden.“ Er sagt das so leicht dahin, als ginge es ums Fernsehprogramm. Oder darum, ob man heute die blauen oder grünen Schuhe anziehen soll. Aber wenn man eine Weile über diesen Satz nachdenkt, offenbart sich die eigentliche Dimension dessen, was hier als Zynismus vom Straßenrand herüber schwappt.

Denn was das Bleibenlassen in der Konsequenz bedeutet, formulierten geistig Gleichgesinnte vor zwei Wochen in Dresden aus. Während das Rettungsschiff „Lifeline“ mit 234 Menschen an Bord, darunter vier Babies und eine Schwangere, fünf Tage lang keinen europäischen Hafen ansteuern durfte, skandierte der Mob unter Jubelschreien: „Absaufen! Absaufen! Absaufen!“

Menschen äußern öffentlich den Wunsch, andere Menschen sterben zu lassen. Und kein Mitglied der Bundesregierung hält es für nötig, diesen barbarischen Zivilisationsbruch öffentlich zu kommentieren. Geschweige denn zu verurteilen. Vielleicht herrscht Schweigen auch deswegen, weil die europäische Flüchtlingspolitik der Forderung rechtsextremer Pedigisten im Wesentlichen nachkommt und tausende Tote im Mittelmeer billigend in Kauf nimmt. Damit all die unerwünschten Menschen es gar nicht erst soweit schaffen, und in der Folge fernab der Festung Europa in Sammellagern bleiben, wo sie gefoltert und vergewaltigt werden, stellt die EU in den kommenden Jahren 285 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung für die lybische Küstenwache bereit. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekundete vor diesem Hintergrund im Dezember 2017, wie wichtig es sei, „dass Libyen auch durch die Ausbildung der Küstenwache selbst in die Lage versetzt wird, seine eigenen Grenzen besser kontrollieren zu können.“

Das sind unsere Verbündeten. Sie werden mit deutschen Waffen ausgestattet und von europäischen Soldaten ausgebildet. Videoaufnahmen aus den vergangenen Monaten zeigen, wie Küstenwächter Flüchtende auspeitschen, auf Schlauchboote schießen und Menschen ermordern. Friedhold Ulonska, einer der beiden Kapitäne, die am Wochenende auf der Sindelfinger Demo sprachen, erzählt von einem jungen Mann: „Er war schon gerettet. Aber als die libysche Küstenwache auftauchte, ist er von Bord gesprungen. Er wollte lieber sterben, als in eines dieser Lager zurück zu müssen und dort ausgeliefert zu sein.“

File:Wien - Demo Flüchtlinge willkommen - Menschenrechte sind grenzenlos.jpg

» Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher odererniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 5

Für Nora Markard, Professorin für Völkerrecht an der Universität Hamburg, steht fest, dass EU und Bundesregierung hier rechtswidrig handeln. Den RegierungsverteterInnen seien „die Verhältnisse in Libyen natürlich bekannt“, betont sie in einem „Monitor“-Beitrag: „Und indem sie dazu Unterstützung leisten, in dem Wissen, was da passiert, sind sie völkerrechtlich dafür haftbar und machen sich mitschuldig.“ Seltsam, dass all die Stimmen, die sich ansonsten lautstark gegen rechtsfreie Räume aussprechen, in dieser Angelegenheit verdächtig stumm bleiben. Zumal die hochgradig korrupte Küstenwache nachgewiesenermaßen mit eben den Schleppern kooperiert, gegen die sie angeblich vorgehen soll.

Quelle     :     KONTEXT-Wochenzeitung          >>>>>        weiterlesen

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Grafikquelle     :

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Unten     —     Demonstration „Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europa!“ am 19. März 2016 in Wien

Source Own work
Author Haeferl

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Texte von Uri Avnery

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2018

„Nicht Genug!“

Autor Uri Avnery

VOR VIELEN Jahren, direkt nach dem Fall des Bolschewismus in Ost-Europa wurde ich gefragt, ob ich nicht ein Buch über das Ereignis schreiben könnte. Rachel machte die Fotos – ich schrieb den Text. Das Buch, das nur auf Hebräisch erschien, hatte den Titel „Lenin lebt nicht mehr hier“.

Als wir Warschau besuchten, waren wir über die vielen Plätze in der Stadt erstaunt, wo metallene Schilder verkündeten, „ (Name) wurde hier von den Deutschen ermordet“. Bis dahin hatten wir keine Ahnung von dem, wie der polnische Widerstand die Nazis leidenschaftlich bekämpft hatte.

Nachdem wir wieder zu Hause waren, ging Rachel zufällig in einen Kleiderladen und hörte die Besitzerin mit einem Kunden Polnisch reden. Rachel noch voller Entdeckungen fragte die Besitzerin: „Wussten Sie, dass die Nazis auch anderthalb Millionen nicht-jüdischer Polen töteten?“

Die Frau antwortete: „nicht genügend!“

Rachel war entsetzt – ich auch.

Wir wussten natürlich, dass viele polnische Juden das polnische Volk nicht liebten, die Intensität des Hasses war uns aber nicht bewusst.

IN DIESER Woche erschien der volle Hass noch einmal.

Das polnische Parlament beschloss, dass jeder, der die Wörter „polnische Vernichtungslager“ benützt, ein Verbrechen begeht, das mit drei Jahren Gefängnis bestraft wird. Die richtige Bezeichnung – nach den Polen – ist Nazi-Vernichtungslager in Polen“.

Die Berichtigung ist vollkommen in Ordnung. Aber in Israel brach der Sturm los. Was? Warum? Die Polen leugnen den Holocaust? Leugnen sie, dass viele Polen den Nazis halfen, die Juden zu fangen und zu töten?

Das ist es, was viele Israelis glauben. Natürlich, ganz falsch. Polen machte nie Frieden mit den Nazis, wie mehrere andere europäische Länder. Die polnische Regierung floh nach Frankreich und dann nach England, von wo sie den polnischen Widerstand lenkte. Tatsächlich gab es zwei polnische Untergrund-Organisationen, eine nationale und eine kommunistische. Beide bekämpften die Nazis und bezahlten einen hohen Preis.

Ich glaube, dass es die polnische Regierung im Exil war, die der zionistischen Führung die erste zuverlässige Information über die Vernichtungslager gab.

Gab es polnische Kollaborateure mit den Nazis? Natürlich gab es die, wie in jedem besetzten Land. Ohne irgendeinen Vergleich zu ziehen, gibt es eine Menge palästinensischer Kollaborateure in den besetzten Gebieten von heute.

Die hauptsächlich nicht-deutschen Helfer in den Vernichtungslagern waren Ukrainer, deren Hass gegen Russland ließ sie mit den Nazis sympathisieren. Dieser und ihr eigener tief-sitzender Antisemitismus, der aus der Zeit stammte, als die Ukraine zu Polen gehörte und die Juden die Güter für die polnischen Besitzer verwalteten.

Die Nazis bemühten sich wirklich nicht ernsthaft darum, die polnische Zusammenarbeit zu gewinnen. Hitlers Geheimplan war, auch die Vernichtung aller Slaven, direkt nach den Juden, um für das deutsche Volk mehr Lebensraum zu haben.

DOCH ES dauerte für Israel weniger als zehn Jahre vom Ende des Holocaust, um mit dem deutschen Staat ein Abkommen zu unterzeichnen, während der Hass gegen Polen unvermindert weiterging.

Warum?

Keiner stellte je die offensichtlichste Frage: Wie kamen überhaupt so viele Juden – Millionen von ihnen nach Polen, um dort zu leben?

Vor Jahrhunderten, als die Juden aus Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern vertrieben wurden – wohin sollten sie denn gehen? Welche europäischen Länder öffneten ihre Tore für sie?

Nun in jener Zeit war Polen das offenste, toleranteste Land in Europa. Fliehende Juden waren willkommen und gründeten in Polen ein neues Heim. Der König hatte eine jüdische Geliebte. Eine ganze jüdische Stadt wuchs neben Krakau, und dieses wurde das Zentrum einer polnischen-jüdischen Kultur.

Ehrlich gesagt: während meines Vaters Vorfahren aus dem Westen nach Deutschland gekommen waren, stammten Mutters Vorfahren aus Krakau. Mein Vater, der eine klassische Bildung bekommen hatte, bestand immer darauf, dass unsere Vorfahren mit Julius Caesar ins Rheinland gekommen waren (es gibt keinen Beweis), aber meine Mutter musste zugeben, dass ihr Großvater aus Krakau gekommen war, das vor dem 1. Weltkrieg ein Teil Österreichs war.

JENER POLNISCH-JÜDISCHE Frühling ging vorbei. Was blieb, war die Realität einer sehr großen jüdischen Minderheit in Polen.

Eine Minderheit, die sich radikal von der Mehrheit unterscheidet, ist immer ein Problem. Die Juden unterschieden sich von den Polen in Religion und Kultur. Sie sprachen eine andere Sprache (jiddisch). Und es gab sehr viele von ihnen. Viele Millionen.

So war es fast unvermeidbar, dass sich zwischen den beiden großen Gruppen eine gegenseitige Abneigung entwickelte, die sich in gegenseitigen Hass verwandelte.

Doch scheint es, dass im modernen Polen Juden in relativer Annehmlichkeit lebten. Sie waren politisch organisiert und bildeten Koalitionen mit anderen nicht-jüdischen Minderheiten.

Massen polnischer Juden versuchten nach Deutschland zu emigrieren. Die deutschen Juden, die sie verachteten, schickte sie auf Schiffe und sandten sie in die Vereinigten Staaten, wo sie in Wohlstand lebten.

Der klassische deutsch-jüdische Dichter Heinrich Heine schrieb ein Gedicht, das lautet: „Krapülinsky und Washlapsky, Polen aus der Polackei/ kämpften für die Freiheit/ gegen Moskowiter Tyrannei.// Kämpften tapfer und entkamen / endlich glücklich nach Paris/ Denn das Leben wie das Sterben / für das Vaterland ist süss.“

Und weiter, betrunken in einer Pariser Bar – „Noch ist Polen nicht verloren, / unsere Frauen sie gebären / Unsere Jungfraun tuns nicht minder – / werden Helden uns bescheren.“

Nach der Machtergreifung Hitlers, als deutsche Juden begannen, in Palästina anzukommen, fanden sie dort polnische Juden, die schon vorher angekommen waren, wie Dovid Grün (David Ben Gurion) aus Plonsk. Die deutschen Juden wurden von ihnen mit Verachtung und Gespött empfangen.

Polnische Antisemiten wurden von den Zionisten als natürliche Verbündete angesehen, da sie sich bemühten, die Juden in Richtung Palästina zu stoßen. Eine Episode, 1939 nur wenigen bekannt: eine Anzahl von Führern des Irgun-Untergrunds in Palästina (zu dem ich dann auch gehörte) hatte eine brillante Idee: einen bewaffneten Aufstand gegen die britischen Herrscher zu beginnen und den jüdischen Staat zu gründen.

Nach Hilfe Ausschau haltend und besonders nach Waffen, wandten sie sich an antisemitische Offiziere der polnischen Armee. Das Irgun-Angebot war einfach: wir wollten ihnen helfen, ihre Juden los zu werden. Die polnische Armee sollte sie trainieren und sie mit Waffen ausstatten und wir setzen sie auf Schiffe nach Palästina.

Der polnische Generalstab liebte die Idee und trainierte junge Irgun-Mitglieder in Polen, aber der Ausbruch des 2. Weltkriegs setzte dem Projekt ein Ende.

ES IST diese verwirrte Beziehung vieler Jahrhunderte, die jetzt ihren Ausdruck in dem polnisch-israelischen Zusammenstoß der letzten paar Tage fand.

Viele Israelis sind gelehrt worden, dass der Holocaust ein gemeinsames deutsch-polnisches Unternehmen war und dass die Öfen von Auschwitz von Polen bedient worden sind.

War es ein Zufall, dass praktisch alle Vernichtungslager auf polnischem Boden lagen? (Tatsächlich war es für die Nazis ein idealer Standort, besonders nach ihrer Invasion von Russland. Die Juden waren dort.)

ICH GLAUBE nicht, dass diese Darstellung von Fakten helfen wird. Die Gefühle lagern zu tief.

(dt. Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

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Aufstehen – Sitzenbleiber

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2018

Die PR ist gut, jetzt wird gesammelt

Wagenknecht, Sahra, 2013.JPG

von Stefan Reinecke

Was aus Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung wird, ist noch offen. Die PR ist aber schon mal gut gelungen. Sehr gut sogar.

Nada, Journalistin mit syrischen Wurzeln, sitzt auf einer Parkbank. Sanfte Kamerafahrten, muntere Klaviermusik. Sie fürchte sich vor dem Rechtsruck in Deutschland, sagt sie, und wünscht sich Politiker, die „differenzierter reden.“ Die Gewerkschafterin Susi Neumann, einst mit Sigmar Gabriel auf einer Bühne, erzählt in breitem Pottslang von jungen Frauen, die nur 6 Monatsverträgen kennen und nicht wissen wie sie mal ein Kind durchbringen sollen.

Ein junger Landschaftsgärtner („Ich bin SPD-Stammwähler“) fände es einfach gut, wenn Leute wie er mehr Geld bekommen würden. Ein schwarzer DJ plaudert munter drauf los und erwähnt nebenbei, dass es schon seltsam ist, dass sich seit dem Flüchtlingsherbst 2015 Leute in der U-Bahn von ihm weg setzen, weil sie ihn für eine Flüchtling halten. Ein jovialer Dorfbürgermeister sorgt sich, dass Jüngere keine Lust mehr auf Kommunalpolitik haben. Ein Pastor fürchtet, dass es gefährlich wird, wenn mehr „gegen den Islam emotionalisiert“ wird.

Momentaufnahmen aus Deutschland 2018. Lebensnah, ohne gestanzte Formeln. Kritisch, aber ohne Sozialkitsch. Das sieht aus wie ein Clip für eine klassische Regenbogenkoalition – von der deutschen Rentnerin bis zur migrantischen Journalistin. Oder wie SPD-Wahlwerbung, nur besser.

Doch dies ist der erste visuelle Auftritt von Sahra Wagenknechts lange angekündigter und immer wieder verschobener Sammlungsbewegung, die nun „Aufstehen“ getauft ist. In einem Monat, am 4. September, will Wagenknecht ihre MitstreiterInnen vorstellen. Dann soll das Manifest der Bewegung präsentiert werden.

Der AfD-Sound ist nicht mehr drin

Erste Fassungen hatten noch einen deutlich AfD-nahen Sound. Als die zu gründende Bewegung noch „fairland“ heißen sollte, wurde mehr „kulturelle Eigenständigkeit“ und „Identität“ eingeklagt. In einer neueren Fassung, die der taz vorliegt, fehlen solche Töne. Der „fairland“-Aufruf las sich EU-skeptisch, in der neuen Fassung heißt es moderat: „Die Europäische Union hat eine Perspektive als Schutz- und Gestaltungsraum, nicht jedoch als Katalysator einer marktradikalen Globalisierung.“

Lafontaine Die Linke.jpg

Frau DR. Sahra, du machst mich schon wieder zum Pausenclown? Wir sind in der Linken – dort wird die Richtung nicht mit dem rechten Arm angezeigt !

Offenbar soll die Sammlungsbewegung verbindlicher klingen und nicht mehr so ressentimenthaft. Manches, etwa die Behauptung, dass Waffenexporte und US-Kriege der wesentliche Grund für Migration aus dem Süden seien, liest sich noch immer recht schlicht. Doch der Text hat nun einen eher linkssozialdemokratischen Tonfall.

Wagenknecht kann bekanntlich auch anders. „Weltoffenheit, Antirassismus und Minderheitenschutz sind das Wohlfühl-Label, um rüde Umverteilung von unten nach oben zu kaschieren und ihren Nutznießern ein gutes Gewissen zu bereiten.“ Das hatte Wagenknecht kürzlich in einem Beitrag für die Welt geschrieben. Dieser Satz denunziert fast alle als Wasserträger des Finanzkapitalismus – vom christlichen Flüchtlingsunterstützer über den homosexuellen Aktivisten bis zum Linksliberalen, der abends bei Amnesty international mitarbeitet.

Euro zerschlagen?

Quelle     :     TAZ     >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen    :

Oben   —   Sahra Wagenknecht während einer Wahlkampfveranstaltung zur Bundestagswahl 2013 auf dem Friedensplatz in Bonn

 

 

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DL – Tagesticker 05.08.18

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Was ist das denn für eine Meldung ? 1500 Menschen ertranken im Laufe des Jahres bei ihrer Überfahrt von Afrika nach Europa. Diese werden aber nicht als Menschen, sondern nur als Flüchtlinge erwähnt. Schämt euch alle in Europa – mit solche einem Pack verzichte ich auf jeden Kontkt. Fliegt Merkel vielleicht mit einen Hubschrauber als Trauernachweis über die Unfallstelle in Venedig? Ja und, könnte es nur lauten. „Wie gut das auch die italienischen Bananen so krumm sind.

Italien

1.) Drei Menschen sterben bei Bootsunfällen in Venedig

Bei der Kollision zweier Boote in Venedig sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Schon seit Langem gibt es Streit über den zunehmenden Schiffsverkehr in der Lagunenstadt.

Spiegel-online

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Nur der Diesel kann mehr stinken als die SPD. Aber er ist nun einmal nur Politiker und nicht Mensch! Wie sagt der Westfale : “ Wir erkennen unsere Schweine am Gang.“ Ich dachte der Kerl wäre lange zurückgetreten – bei den Skandalen und Dividenden ? Aber er setzte sich wohl ins Glashaus. Aber da heute Sprüchetag ist: “ Je fetter die Schweine – je lauter ihr Grunzen. 

Stephan Weil

2.) Niedersachsens Ministerpräsident ist „stocksauer“ auf die CSU

Seehofer und Söder haben hemmungslos das Geschäft der AfD betrieben“, sagt Stephan Weil. Außerdem warnt er, die deutsche Gesellschaft dürfe ihr Rassismus-Problem nicht länger verharmlosen. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sorgt sich angesichts der zunehmenden Diskriminierung von Menschen mit ausländischen Wurzeln. „Deutschland hat ein Rassismus-Problem, das lässt sich nicht leugnen“, sagte er im Interview mit dem Tagesspiegel. Das wachsende Misstrauen und die Ablehnung von Menschen mit Migrationshintergrund bedrücke ihn sehr. „Die deutsche Mehrheitsgesellschaft darf unser Rassismus-Problem nicht länger ignorieren oder verharmlosen“, forderte Weil.

Der Tagesspiegel

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Es geht immer noch tiefer, denn es gibt nur zwei Politiker welche weniger im Leben erreicht haben als die SPD.  – Lafontaine und Wagenknecht waren bis lang immer auf der Flucht vor „ehrlicher Arbeit“, da ein Sozialstaat sinnigerweise auch Flüchtlinge am Leben hält. Nun heißt es „Aufstehen“ . Logisch an und für sich – denn bislang saßen sie immer gerade dort, wo sie mit sich selbst am wenigstens anfangen konnten.

„Notorische Separatisten“

3.) SPD attackiert Wagenknechts „Aufstehen“

Linke-Fraktionschefin Wagenknecht ruft eine linke Sammlungsbewegung ins Leben. Doch bereits vor dem Start der Initiative findet sie viele Gegner. Die SPD kritisiert die Gründung von „Aufstehen“ scharf. Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner hat die neue Sammlungsbewegung von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht scharf attackiert. In einem Europa, das konsequent nach rechts drifte, brauche es dringend progressive Alternativen. „Aber das geht doch nicht über eine PR-Initiative mit notorischen Separatisten an der Spitze, die übrigens bei europäischen oder integrationspolitischen Themen keineswegs progressive oder gar linke Positionen vertreten“, schrieb Stegner auf Facebook.

n.-tv

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Das können nur Menschen fordern, welche nie zu kriminelle Krieger ausgebildet wurden. Wobei sich die Einen freikaufen und die Andren wohl noch zu jung sind, ihre Forstellungen zu begründen. Würdern sich beide Antragsteller zur Verfügung stellen, wären genügend niedrig zu bezahlendes Kanonenfutter an den Frontender  kriegstreibender  Politker vorhanden. 

Nach Schulabschluss:

4.) Junge Union und Mittelstandsvereinigung fordern „Gesellschaftsjahr“

Ein Jahr bei der Bundeswehr oder einer sozialen Einrichtung – aus der Union kommt die Forderung nach einem Pflichtdienst für Schulabgänger. Das fördere den Zusammenhalt.

Zeit-online

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Es sieht doch so aus, als ließen sich selbst Richter in Schland vom Kapital kaufen ?

Kolumne Geht’s noch?

5.) Musik ist gefährlich

Eine junge Frau trommelte bei Protesten im Hambacher Forst. Sie wurde festgenommen, kam in U-Haft – und wurde jetzt verurteilt. Land der Künste, der Komponisten, Chöre und Orchester? Alles Legende. Musik ist gefährlich. Singen, Gitarre spielen, Trommeln schlagen: Zur falschen Zeit am falschen Ort musiziert, schon geht es für Monate in den Knast.

TAZ

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Toter Al-Qaida-Anführer

6.) Osama bin Ladens Mutter äußert sich erstmals in Interview

17 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hat die Mutter des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden ein erstes Interview gegeben. „Er war ein sehr gutes Kind, und er liebte mich so sehr“, sagt Alia Ghanem über ihren Sohn, der als Mastermind der Anschläge auf das World Trade Centers in New York mit fast 3000 Toten sowie zweier weiterer Terrorakte am selben Tag gilt. Das Interview gab Ghanem im Beisein zweier Söhne und ihres zweiten Ehemannes der britischen Zeitung The Guardian in ihrem Heim im saudi-arabischen Dschidda.

Sueddeutsche-Zeitung

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Verspätungsrekord:

7.) Seit 2011 vermisster Zug fährt überraschend im Mainzer Hauptbahnhof ein

Ein mysteriöser Verspätungsfall beschäftigt derzeit die Bahn-Mitarbeiter im Mainzer Hauptbahnhof. Nachdem ein völlig überlasteter Fahrdienstleiter am Mittwoch im Stellwerk aus Versehen mehrere falsche Knöpfe gedrückt hatte, fuhr überraschend ein unidentifizierter ICE über ein Nebengleis in den Hauptbahnhof ein. Wie nun bekannt wurde, handelt es sich dabei um den ICE 1542 aus Dresden, der seit März 2011 offiziell verspätet ist.

Der Postillon

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Grafikquelle:   Oben —  DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

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