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RENTENANGST

Archiv für April 3rd, 2018

Ostern-Ein Atheist bekennt

Erstellt von DL-Redaktion am 3. April 2018

Endlich mal ein lustiger Text zu Ostern

File:Dodenhof Ostern.JPG

Von Arno Frank

Himmelherrgott, was genau ist an Ostern so schwer zu verstehen? Ein Atheist bekennt, Eier und Schoki sind auch im Spiel.

Der Atheist steht im Garten und, wie so vielen anderen Dingen auch, Ostern mit völliger Ratlosigkeit gegenüber. Sein Blick ist eigentümlich müde und leer, seine Arme hängen schlaff herab, an seiner Unterlippe bildet sich ein Speicheltropfen, verdickt sich langsam, wird zusehends bauchig, tropft ihm endlich – platsch! – zu Füßen. Und noch immer ist der Atheist so schlau wie zuvor. Weihnachten ist, wenn „Last Christmas“ im Radio läuft. Aber Ostern?

Hinzu tritt, beseelt und beschwingt aus dem Gottesdienst kommend, die tief gläubige Gattin des Atheisten. Zart legt sie ihm ihre Hand auf die Schulter, ahnt seine Not, eilt erklärend zu Hilfe: „Stell dir einfach vor“, hebt sie an, „ein Zwilling reist als Astronaut mit Lichtgeschwindigkeit durch das All. Bei seiner Rückkehr von dieser Reise wird er jünger sein als sein auf der Erde verbliebener Bruder, weil in der vierdimensionalen Raumzeit eine Gerade die zeitlich wellenförmigste aller Routen ist – je nachdem, welche Uhr man benutzt!“

Die jüngste Erkenntnis

Der Atheist, dankbar, nickt beflissen: „Die Paradoxien der allgemeinen Relativitätstheorie in Korrelation zum Zwillingsparadoxon sind mir, Liebling, gerade im Hinblick auf jüngste Erkenntnisse über das Verhalten von Myonen im Teilchenbeschleuniger durchaus ein Begriff. Hingegen verstehe ich schlicht nicht, warum und was genau wir dann an Ostern feiern.“ Die Frau des Atheisten lächelt recht milde über ihren Irrtum, kramt kurz in ihrem katechistischen Langzeitgedächtnis und entrollt denn auch endlich das passende Wissen.

An Ostern, erklärt sie, feiere der christliche Teil der Menschheit die Auferstehung Christi von den Mausetoten, also die von Gott dem Herrn in der Höh’ auf ungeklärte Weise und vermutlich aus östlicher Richtung bewerkstelligte Auferweckung des Messias von den Abgelebten, unter die er gefahren war zwecks Begleichung aller unserer Sünden, mutmaßlich per Praypal, um anschließend noch vierzig volle Tage unter seinen Brüdern zu wandeln und Erbauliches über das Himmelreich zu berichten, welches in Augenschein zu nehmen er in den drei Tagen seines Totseins offenbar ausreichend Zeit hatte und wohin er nach verstrich’ner Frist denn auch in einer weißen Wolke zurückkehrte, diesmal mehr oder weniger endgültig, da sei sich die theologische Forschung noch nicht ganz sicher. Was daran so schwer zu verstehen sei?

Das verknäulte Fest

Der Atheist seufzt. Er liebt seine Frau. Deshalb sagt er nichts. Sehr wohl sieht er sich in der Lage, noch jedem absurden Plot oder Gedanken mühelos folgen zu können, sei’s „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace, seien es fünf Minuten mit Slavoj Žižek auf YouTube. Auch schreckt es ihn nicht, dass Ostern auf extrem verknäulte Weise mit dem jüdischen Pessach verwandt oder in drölfzig einander widersprechenden oder überbietenden Varianten überliefert ist, von Matthäus über Ambrosius von Mailand bis zur messianischen Wiederkunft von Neo in der „Matrix“.

Quelle   :    TAZ       >>>>>       weiterlesen

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Grafikquelle     :

Description
English: Easter decoration at Dodenhof in Posthausen (Landkreis Verden, Lower Saxony)
Deutsch: Osterdekoration beim Dodenhof in Posthausen (Landkreis Verden, Niedersachsen)
Date
Source Own work
Author Corradox

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Seine Dämlichkeit Diether

Erstellt von DL-Redaktion am 3. April 2018

Was macht eigentlich… Diether Dehm?

Dehm zum Nutzen

Nach der LAKL/SKPF vorliegenden, vertraulichen und von der Kunstfreiheit gedeckten Informationen, arbeitet der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm seit Jahren als Agent und Lobbyist für die US-Administration und den Rüstungskonzern Krauss-Maffei. Das deckt sich mit einer jüngst erstellen Analyse des an die LAKL/SKPF angegliederten „Cui-Bono-Insituts zur Aufdeckung verborgener Wahrheiten“.

Dehms Lebensweg und seine Biografie sind entgegen anderslautender Berichte also keineswegs eine Aggregation von zufälligen Wunderlichkeiten. Die vielen lockeren Schrauben sind vielmehr ganz offenkundig einer planmäßig und bewusst entwickelten sog. „Schraubendreher-Strategie“ westlicher Geheimdienste zu verdanken. Nach seiner Geburt in der deutschen Metropole der Finanzoligarchie, Frankfurt am Main, wurde Dehm in jungen Jahren zunächst als Heilpädagoge ausgebildet, um für den Einsatz in niedersächsischen Hippiekommunen vorbereitet zu werden. Seine Ausbilder erkannten jedoch schnell sein Talent und versuchten ab Ende der 60er Jahre die damals hochpolitisierte bundesrepublikanische Jugend durch moderne aber unpolitische Beat- und Schlagermusik zu destabilisieren. Dehm, gewissermaßen der frühe Vorschein Helene Fischers, hat sich danach vor allem durch millionenfachen, musikalischen Massenmord in deutschen und mallorqinischen Diskotheken einen Namen gemacht. Nachdem Dehm auf Weisung seiner Strippenzieher als eine Art ein-Personen-SAV zunächst Jusos und SPD unterwandert hatte, wurde er anschließen angewiesen, einen Wechsel zur PDS und später zur Linkspartei vorzunehmen. Die als „Solo-Entrismus“ entwickelte Taktik verschaffte Dehm einen schnellen Aufstieg und damit auch Erfolge im Sinne seiner Auftraggeber. Im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen ist der fesche Politpornodarsteller mit Hingabe zu Querfrontstellungen vor allem zur Diskreditierung der Friedensbewegung unterwegs. Dort zieht der Freund von Christian Wulff regelmäßig Veranstaltungen – zuletzt die Montagsmahnwachen und den Friedenswinter – durch obskure Auftritte in die Lächerlichkeit. Dabei setzt Dehm auch auf ein von ihm geschaffenes Karrierenetzwerk anderer Comedians wie Ken Jebsen und Lars Mährholz, die er in seinem Sinne agieren lässt. Obgleich jeder, der die Frage stellt, wer von Dehms letzten Auftritten eigentlich profitiert, hinter dessen Auftraggeber in den Schaltzentralen westlicher Metropolen kommen müsste, tappen viele noch immer im Dunkeln. Wir als LAKL/SKPF wollen also mit unserem Hinweis dazu beitragen, dass subversive und infiltrative Agieren und damit Dehms Strategie asymmetrischer Satire endlich vor aller Welt aufzudecken. Wir sagen: über Frieden macht man keine Witze, Satire ist ein Instrument zur Denunziation des Klassenkampfes – deshalb: zurück zu Ernsthaftigkeit und Politik, Dehm enteignen!

Dieser Text basiert auf Informationen des „Cui-Bono-Instituts zur Aufdeckung verborgener Wahrheiten“ und wurde vom gemeinsamen ZK von LAKL/SKPF beschlossen. Redaktionell Verantwortlich ist I. M. Willy, Vorsitzender des Ausschusses für die Freiheit der Kunst im besetzten Deutschland.

Dr Diether Dehm.jpg

Von  :   mb

Nach seinem erneuten Einzug in den Bundestag war es in letzter Zeit erstaunlich ruhig um den singenden Frontmann der querfrontösen Erneuerung der Westlinken und Steuermann “seines” Landesverbandes. Gut, dass Doktor Diether Dehm sich nun wieder mächtig und friedlich zu Wort gemeldet hat, um seiner Partei und dem Rest des deutschen Volkskörpers klarzumachen, wo der Bartel den Most zu holen hat. Nämlich dort, wo Rechts und Links zu einer nicht mehr unterscheidbaren braun-roten Populismussuppe verkommen.

Gestählt durch die Märsche des Friedenswinters 2014 mit so illustren Friedenstauben wie Lars Mährholz und Ken (FM) Jebsen, nimmt sich der nimmermüde Revolutionsbarde anlässlich des Berliner Ostermarsches den neuen Aussenminister Heike Maas vor. Dieser trete, so wird Dehm zitiert, “jede Rechtmäßigkeit und das Grundgesetz mit Füßen” und sei ohnehin ein “gut gestylter Nato-Strichjunge”. Ob und wie sich dies mit dem Motto “Abrüsten statt Aufrüsten” des Ostermarsches verträgt, wird nicht überliefert.

Quelle   :    Potemkin       >>>>>      weiterlesen

Zum Thema :

Schwulenhass bei Linken

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Grafikquellen    :

Oben   —    LAKL – Blogsport

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Unten    —   Diether Dehm

 

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Krieg, Krieg, Krieg

Erstellt von DL-Redaktion am 3. April 2018

Ostermärsche

Von Jakob Augstein

Ostern war mal die Zeit der Friedensmärsche. Das ist vorbei. Die Leute wollen gar keinen Frieden. Ohne Krieg fehlt ihnen was. Darum bereiten sie ihn vor.

In der Woche vor Ostern wurde gemeldet, es würden jetzt Vorbereitungen dafür getroffen, dass Panzer künftig schneller durch Europa rollen können. Straßen sind zu schmal, Brücken zu schwach und Unterführungen zu niedrig. Die EU-Kommission will sich darum kümmern. Wenn auch sonst in Europa die Grenzen wieder dicht gemacht werden – wenigstens für Kriegsgerät soll es freie Fahrt geben. Es war kein Geheimnis, dass sich die EU-Kommission vor allem für die Routen nach Osten interessiert. Die westliche Aufrüstung hat Russland im Visier. Wen sonst? Also Panzer nach Osten. Bald dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer. Was für eine Meldung! Aber es gab keine Reaktion. Nichts.

Ostern war mal die Zeit der Friedensmärsche. Hunderttausende auf der Straße. Das ist lange her. Es finden immer noch Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen und Vortragsveranstaltungen statt. Da kommen ein paar hundert Leute, kein Vergleich zu damals, als sich die Massen in Bewegung gesetzt haben.

Wer demonstriert heute schon für den Frieden?

Gut, damals dachten die Leute, es gehe um ihren Kopf: Atomkrieg, eine Rakete für jeden, mehr als genug, jeden einzelnen auszuradieren. Das hat ihnen wirklich Angst gemacht Aber friedlicher sind die Zeiten seitdem nicht geworden. Die Friedenswächter von SIPRI, dem Stockholmer Forschungsinstitut, schrieben in ihrem Jahresbericht für 2017, die Zahl der gewaltsamen Konflikte liege in den letzten Jahren wieder auf dem Niveau von 1990 – 1992. Die Organisation Save the Children hat mitgeteilt, dass eins von sechs Kindern auf der Welt mittlerweile in einem Konfliktgebiet lebt. Das sind 357 Millionen Jungen und Mädchen. Dies bedeute einen Anstieg um mehr als 75 Prozent seit Beginn der Neunzigerjahre. In den vergangenen zehn Jahren sei die Anzahl der getöteten und versehrten Kinder um 300 Prozent gestiegen.

File:Group photo during 2009 NATO Strasbourg–Kehl summit.jpg

Die Gesellschaft muss vermehrt aufpassen, dass die großen A.- Löcher, keine kleinen A.- Löcher für ihre Kriege finden!

Frieden, eine Illusion

Nach dem Ende des Kalten Krieges konnte man sich kurz der Hoffnung hingeben, es habe ein Zeitalter des Friedens begonnen. Aber das war eine Illusion. Es gibt keinen Frieden. Nur Krieg, Krieg, Krieg. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg war richtig froh, als er verkünden konnte, dass immerhin acht der 29 Mitgliedstaaten das Ziel, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für das Militär auszugeben, in diesem Jahr bereits erfüllt hätten: „Wir bewegen uns in die richtige Richtung“, sagte der Generalsekretär.

Quelle  :     Spiegel-online         >>>>>      weiterlesen

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Grafikquelle     :

Oben   —    Ostermarsch 2018 in Berlin

 

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Eine neue Rassenlehre ?

Erstellt von DL-Redaktion am 3. April 2018

Die Rückkehr einer Bullshit-Wissenschaft

Ein Gastbeitrag von

Absurdeste Thesen zu Intelligenz und Abstammung werden wieder diskutiert. Auch dank des Rechtsrucks in den USA. Das ist keine Wissenschaft, sondern einfach nur Rassismus.

Der Journalist, Autor und promovierte Politikwissenschaftler Gavin Evans hat unter anderem ein Buch über die Frage geschrieben, ob Intelligenz eine Frage der Rasse ist. „Black Brain, White Brain“ ist bislang nur auf Englisch erschienen.

Hier ein paar Dinge, die Sie möglicherweise zum Thema Rasse und Intelligenz schon einmal gehört haben: Die Evolution machte Europäer klüger als Afrikaner, weil sie der Eiszeit ausgesetzt waren. Ostasiaten und aschkenasische Juden (die größte Gruppe im Judentum) sind heute die intelligentesten Menschen der Erde. Die Dümmsten auf dieser Welt sind die Buschleute im Süden von Afrika und die Pygmäen im Kongo. Und arme Menschen sind arm, weil sie dumm sind – was wiederum erklärt, warum so viele Menschen in der Unterschicht schwarz sind.

Die Vorstellung, es gäbe eine Verbindung zwischen Rasse und Intelligenz, ist die Basis der Rassenlehre. Sie geht weit zurück und war bis 1945 ein Teil der gängigen Weltanschauung. Nach dem Holocaust kehrte zunächst Ruhe ein, in den Siebzigerjahren kochten die Ansichten erstmals wieder hoch, hatten einen weiteren Höhepunkt in den Neunzigerjahren und kehrten zuletzt mit Donald Trumps US-Präsidentschaftswahlkampf wieder zurück.

Die Alt-Right nutzt die Rassenlehre für ihre politische Agenda

Nirgendwo ist sie heute weiter verbreitet als unter den Vertretern der US-amerikanischen Alt-Right-Bewegung, wo Behauptungen zu biologischen Unterschieden zwischen den Rassen gerne genutzt werden, um pseudointellektuellen Ballast für ethnisch-nationalistische Politik zu liefern. Wenn es die Rasse biologisch gesehen wirklich gibt und manche Rassen von Natur aus weniger intelligent sind als andere – so das Argument –, dann ist das Grund genug, den Unterlegenen die Sozialleistungen und Entwicklungshilfe zu streichen und sie an ihrem angestammten Platz zu lassen, oder?

Ein weitverbreitetes Motiv unter Alt-Right-Experten und -Autoren ist es, sich selbst als Ikonoklasten zu sehen, die gegen den Strom linker politischer Korrektheit rudern. Ein Beispiel aus dem Jahr 2016: Der damalige Breitbart-Chef und Trump-Getreue Stephen Bannon wies in einem Blogbeitrag mit dem Titel Black Lives Matter ist eine linksgerichtete Verschwörung darauf hin, dass Schwarze, auf die die Polizei schieße, dies womöglich nicht anders verdient hätten. „Es gibt schließlich Leute auf dieser Welt, die naturgemäß aggressiv und gewalttätig sind“, schrieb Bannon und bezog sich dabei auf eine der hässlichsten Behauptungen der Rassenlehre: Afroamerikaner haben mit höherer Wahrscheinlichkeit als andere ein gewaltförderndes Gen.

Hinter diesem Argument steckt Nicholas Wade, ein ehemaliger New-York-Times-Journalist, der das wahrscheinlich giftigste Buch über die Rassenlehre schrieb, das in den vergangenen 20 Jahren erschienen ist. In A Troublesome Inheritance wiederholte er drei vertraute Parolen: Der Begriff Rasse bezeichne erhebliche Unterschiede zwischen Gruppen von Menschen; menschliche Gehirne hätten sich je nach Rasse unterschiedlich entwickelt; und all das ist durch unterschiedliche Anlagen bewiesen, zum Beispiel seien Juden von Natur aus klug (eine Behauptung, die von anderen Vertretern der Rassenlehre – inklusive des Entwicklungspsychologen Steven Pinker – gerne wiederholt wird). Nach Wades Ansicht gibt es noch weitere Eigenschaften, die seine Rassentheorien unterstreichen. Seiner Meinung nach habe die industrielle Revolution deshalb in England begonnen, weil Engländer (wie er selbst) durch natürliche Selektion mit Genen gesegnet gewesen seien, die sie sehr hart arbeiten und das Gesetz respektieren ließen. Afrikaner hingegen tendierten aus genetischen Gründen zum Stammesleben und seine gewinnbringendste Aussage lautete: „Die Art, wie sich Juden dem Kapitalismus anpassten, ist so ein weiterer evolutionärer Prozess.“

Sein Buch veranlasste 139 der weltweit führenden Bevölkerungsgenetikerinnen und Evolutionstheoretiker dazu, einen Brief der New York Times zu unterschreiben, in dem sie ihm widersprachen – später kamen noch weitere dazu. Jerry Coyne, ein Genetiker an der Universität von Chicago, beschrieb Wades Darstellungen als „schlicht schlechte Wissenschaft“. Doch die Wucht, mit der die Alt-Right während Trumps Präsidentschaftskampagne wieder in die öffentliche Wahrnehmung kam, hauchte Wades Aussagen neues Leben ein.

 

Die Öffentlichkeit weiß besser über Rassismus Bescheid als über Wissenschaft

Ein Grund dafür, dass die Rassenlehre immer noch nicht verschwunden ist, ist die Tatsache, dass die Öffentlichkeit besser über Rassismus Bescheid weiß als über Wissenschaft. Das hinterlässt eine Lücke, in der sich Leute wie Wade als Verteidiger des vernunftbetonten Nachhakens aufspielen. Was die Frage aufwirft: Warum genau liegen sie falsch?

Der wissenschaftliche Rassismus ist auf drei Pfeilern gebaut. Angefangen mit der Behauptung, dass die Urahnen der weißen Europäer, die vor 45.000 Jahren auf den Kontinent kamen, beschwerlichere Bedingungen vorfanden als in Afrika. Die eisige Kälte des Nordens soll demnach der entscheidende Faktor hinter dem neuen fortschrittlicheren weißen Gehirn gewesen sein.

Dieser Behauptung steht entgegen, dass Landwirtschaft, Städte und Schrift erstmals im heißen Mesopotamien auftauchten. Noch bedeutsamer sind jüngste Beweise aus Höhlen an der südafrikanischen Küste zum Indischen Ozean. Menschen hier mischten Farbe, indem sie Ocker-Tonerde mit Knochenmarkfett und Holzkohle vermengten. Damit zeichneten sie geometrische Symbole auf Tafeln, dekorierten Perlen, um sich selbst zu schmücken, und fertigten Angelhaken, Pfeile oder andere Waffen und Werkzeuge an. Teilweise erhitzten sie dafür das Material auf 320 Grad Celsius – und das alles vor 75.000 bis 100.000 Jahren. Diejenigen, die derartige Beweise untersuchen, sagen, dass es sich hier um moderne, kreative Menschen handelte, die auch Sprache nutzten – genau wie wir.

Die Beweise gegen die Rassenlehre sind überwältigend

Quelle    :      Zeit – online     >>>>>       weiterlesen

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Grafikquelle   :

Oben   —    Der Autor, Thilo Sarrazin

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 3. April 2018

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Die Bundesregierung ist bei Puigdemont machtlos, ein Pornostar wird Trump nicht stürzen und Christen solidarisieren sich mit Muslimen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Die SPD vergisst Münteferings goldenen Satz „Die Wirtschaft ist für die Menschen da“. Und nimmt der Wirtschaft die überflüssigen Menschen ab.

Und was wird besser in dieser?

Müntefering wird die SPD nie vergessen.

Die Affäre um den in London vergifteten russischen Ex-Geheimdienstler Sergei Skripal geht weiter: 17 EU-Staaten, die Nato und sechs weitere Länder weisen russische Diplomaten aus. Russland weist seinerseits ebenfalls Diplomaten aus. Gibt es noch eine Chance für bessere Beziehungen zu Russland?

Das war ein weiter Weg zu dieser 179-Grad-Wende: Gedankenspiele über einen Nato-Beitritt Russlands gab es, Kanzlerin Merkel sagte taktierend, man müsse „die Russen erst mal fragen, ob sie das wollen“. Ex-Verteidigungsminister Rühe hatte dafür plädiert, „den Russen die Tür zu öffnen“. Putin ließ ausrichten, er habe Kollege Clinton drauf angesprochen. Das ist acht Jahre her. Heute begründet sich die Nato neu am gemeinsamen Feind Russland. Bundestagspräsident Schäuble lockt mit der Hoffnung, so viel Solidarität werde gar den Brexit aufhalten; Außenminister Maas begnadigt seine Hilflosigkeit zu „einem notwendigen und angemessenen politischen Signal“. Beide räumen so indirekt ein: sachgrundlose Befrostung.

Die russische Urheberschaft am Mordanschlag auf Familie Skripal ist so bewiesen wie Massenvernichtungswaffen im Irak. Darauf weist Ex-EU-Kommissar Verheugen hin. Merkel, Rühe, Verheugen, auch die grüne Grande Dame Vollmer – da steht ein Häuflein naiver Putinversteher gegen seriöse Charaktere wie Trump und Johnson. Eine Kernaufgabe der deutschen Außenpolitik ist: Ausgleich mit Russland. Das ist nach zwei Weltkriegen keine Folklore oder Zivildienst und zudem Ausweis gelegentlicher Teilnahme am Erdkundeunterricht: Wir bewohnen einen Kontinent und sind eher Russlands Westküste als die Ostküste der USA. Es gibt, in Schemen, den Nato-Russland-Rat, es gibt verschiedene Dialogformate wie den Petersburger, und es gibt hoffentlich bald eine eigenständige deutsche Außenpolitik.

In Frankreich wird eine Holocaust-Überlebende in ihrer Wohnung ermordet, angeblich aus antisemitischen Motiven. An einer Berliner Schule wird ein jüdisches Mädchen bedroht. Und in Großbritannien heißt es, Labour-Chef Jeremy Corbyn toleriere Antisemitismus in seiner Partei. Was soll man dazu sagen?

Quelle     :      TAZ         >>>>>       weiterlesen

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Grafikquelle  :    Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

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DL – Tagesticher 03.04.18

Erstellt von DL-Redaktion am 3. April 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Was bitte gilt denn schon ein „Kronprinz“ in einem pluralistischen Land? Der letzte Schrott von einer Abraumhalde?
So tief ist dieses Land nach unten gemerkelt worden ! Das Folgende ist heute DIE Schlagzeile!

Nahostkonflikt

1.) Saudischer Kronprinz spricht Israelis Recht auf eigenes Land zu

In einem überraschenden Schritt hat der saudi-arabische Kronzprinz den Israelis das Recht auf ihr Land zugesprochen. Er sei der Überzeugung, dass „die Palästinenser und die Israelis das Recht auf ihr eigenes Land haben“, sagte Kronprinz Mohammed bin Salman dem US-Magazin The Atlantic. Notwendig sei ein Friedensabkommen zwischen den Konfliktparteien, „um Stabilität für alle zu sichern und normale Beziehungen zu haben“.

Sueddeutsche-Zeitung

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Wo können Handlanger der Politik gute Arbeiten leisten, wenn die Aufsicht pennt!

Führungsduo fatal

2.) Deutsche Bank zahlt höhere Boni trotz Verlustserie

Böse Menschen könnten behaupten, dass die Deutsche Bank vor einigen Wochen ihre Anleger doppelt verwirrt hat. Denn das dritte Jahr infolge warnte man die Investoren, dass unter dem Strich ein Verlust für das Geschäftsjahr zu verzeichnen ist. Im Fachjargon heißt dies „Gewinnwarnung“. Bei der Deutschen Bank wäre es mittlerweile allerdings in der Tat eine Warnung wert, würde sie wirklich mal wieder Gewinn erzielen. Anleger greifen zum Inliner HX0ENV, wenn sie davon ausgehen, dass sich die Deutsche Bank Aktie bis Juni 2018 zwischen 10 und 17,50 Euro bewegt. Eine satte Rendite ist in Höhe des No-Touch-Betrags von 10 Euro drin.

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EU – Der neue Selbstbedienungsladen für Nationalisten. Deutsche lassen Spanier fangen und Kosovoaner lassen der Türkei den freien Zugriff. Es lebe die freie EU!

Kommandoaktion gegen Gülen-Anhänger im Kosovo

3.) Erdogans Geheimdienst ergreift Gegner in Europa

Türkische Sicherheitskräfte haben erstmals in einem europäischen Land mutmaßliche Regierungsgegner festgenommen und in die Türkei gebracht. Bei einer Kommandoaktion des Geheimdienstes MIT im Kosovo griffen sich türkische Agenten sechs Mitglieder der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen. Der Fall dürfte weit über den Kosovo hinaus Schockwellen auslösen: Ankara ist wegen der aus türkischer Sicht mangelnden Kooperationsbereitschaft der Europäer offenbar entschlossen, europäische Regierungen zu umgehen und notfalls illegale Wege einzuschlagen, wenn es um die Bekämpfung der Gülen-Bewegung geht.

Der Tagesspiegel

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Sie erfand doch einst auch das Busenwunder Wahl-Plakat der CDU ? Spieglein, Spieglein an der Wand, ich habe den Größten im ganzen Land ?

Wer ist Vera ?

Vera Lengsfeld in den „Tagesthemen“

4.) Rechter Osterhase

Zu Zeiten der DDR war Vera Lengsfeld Bürgerrechtlerin. Nun unterschreibt sie Erklärungen mit rechten Publizisten und redet wirr im Fernsehen. Erstaunen rief am Ostersonntag der Auftritt der früheren DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld in den ARD-„Tagesthemen“ hervor. In einem Statement sprach sie etwas schwer verständlich von Einwanderungsgesetzen. Im Kern geht es ihr um die Behauptung, dass die „illegale Masseneinwanderung“ auch von der neuen Regierung „nicht gestoppt“ würde. Deswegen sei die von ihr und anderen rechten Wortführern veröffentlichte „Erklärung 2018“ nun als Massenpetition zum Unterschriftensammeln freigegeben.

TAZ

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Spahn nehme : Fachkräfte aus dem Ausland um die Mitbewerber zu schwächen. Genau das wurde in der Wirtschaft immer gemacht. So lassen sich die Verhältnisse der Kräfte halten.

Pläne gegen den Pflege-Notstand

5.) Pflegekräfte aus dem Ausland lösen das Problem nicht

Nach einigen umstrittenen Ausflügen in sachfremde Gefilde – man denke nur an die Hartz-IV-Debatte – scheint sich Jens Spahn nun endlich auf seine Kernaufgaben zu besinnen. Mehr Pflegekräfte aus dem Ausland, lautet die jüngste Devise des CDU-Mannes. Darüber lohnt es tatsächlich, näher nachzudenken. Auch wenn Spahns Vorstoß sicher kein Allheilmittel ist.

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Merkels Besen wird klar erkennbar – Der letzte politische Schrott wurde für eine Regierung zusammengefegt !

Ärzte und Pfleger aus dem Ausland

6.) Patientenverband kritisiert Spahns Anwerbepläne

Opposition und Patientenvertreter reagieren mit Kritik auf den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Personalmangel in der Pflege mit Anwerbungen aus dem Ausland zu bekämpfen. Die Stiftung Patientenschutz warnt vor mangelnden Sprachkenntnissen bei angeworbenen Ärzten und Pflegekräften. „Ausländische Ärzte scheitern hierzulande zuallererst an mangelnden Sprachkenntnissen. Bis zu 50 Prozent fallen durch“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch.

Spiegel – online

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Die Bunte bringt auch wieder eine Meldung. Nicht über die Abgaswerte der Wagengeschlechte, nein aus der USA

Melania Trump

7.) Geschickt meidet sie Körperkontakt – und Donalds Blick verrät, was er davon hält

Auch nach ihrem sonnigen Osterurlaub will bei den Trumps keine romantische Stimmung aufkommen. Melania tut das, was sie am besten kann: Blick- und Körperkontakt mit Donald vermeiden.

Bunte

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquelle: DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

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Unten   —   Fotoquelle: Scan DL – TAZ / KITTIHAWK

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