DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Archiv für April 2nd, 2018

Schwulenhass bei Linken

Erstellt von DL-Redaktion am 2. April 2018

Ich hab nichts gegen Schwule, aber…

DIE LINKE Bundesparteitag 10. Mai 2014-37.jpg

aber – wenn er Außenminister ist
muß ich doch die Pfründe meiner Freundin Sahra retten?

Linke-Politiker Dehm beleidigt Außenminister als

„Nato-Strichjungen“ KLICK

Von Jan Feddersen

Fortschritte in Sachen LGBTI kamen in Deutschland vergleichsweise spät. Das liegt auch an den Linken und Linksliberalen hierzulande.

Eines der spannendsten Bücher der Saison ist eine Polemik. Verfasst hat sie der Autor und Kulturmanager Johannes Kram, sie trägt den Titel „Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber …“ und unterstreicht den Satz mit dem nicht minder ironisch gehaltenen Satz „Die schrecklich nette Homophobie in der Mitte der Gesellschaft“. Es geht bei der Lektüre um die Neigung von Comedians wie Dieter Nuhr und anderen, auf Kosten schwuler Männer Scherze zu machen – weil über Schwuchteln zu lachen, das wird doch noch erlaubt sein.

Die gut 190 Seiten kümmern indes sich so gut wie gar nicht um das Erwartbare, um das, was ohnehin beinah kalauernde Wahrheit ist: dass Konservative und Reaktionäre immer schon etwas gegen die Emanzipation von Homosexuellen hatten, dass sie so gut wie alles dafür taten, meist in ­Allianz mit den christlichen Kirchen und bei Desinteresse von Gewerkschaften, das Leben von ­Lesben, Schwulen, Trans*- und Inter*menschen gedemütigt, minderwertig, entwertet und falsch zu halten. Eben gerade so geduldet, dies vor allem.

Allein: Woran liegt es, dass das australische Parlament nach einem bejahenden Plebiszit die Einführung der Ehe für alle feiert, dass ein Politiker wie Justin Trudeau in Kanada die Entdiskriminierung von LGBTI*-Gesetzesgeflechten feiert und nicht nur en passant begrüßt? Womit hat es zu tun, dass in Frankreich die Sozialisten gegen alle reaktionären Widerstände die „Marriage pour tous“ durchsetzen und sie als wichtigstes Verdienst ihrer ­Regierung feiern? Dass in Spanien, viele Jahre zuvor, schon anfangs der nuller Jahre, die Linke in Spanien gegen den katholischen Klerus und seine ­Parteien die Ehe für alle durchgesetzt hat?

Mit der Verdruckstheit der Linken, gleich ob alternativ, sozialdemokratisch oder postrealsozialistisch gesinnt. Die Linken sind es, die immer mehr Unlust denn Leidenschaft hatten, sich der bürgerrechtlichen Gleichstellung von LGBTI*-Menschen nicht nur nebenbei, sondern von Herzen zu widmen.

Martin Schulz‘ Guerillaaktion im vorigen Sommer, als er in einem parlamentarischen Eilakt die Ehe für alle auch gegen Kanzlerin Angela Merkel durchsetzte – die dies kühl geschehen ließ –, war nur die Ausnahme: Auf die Linke schlechthin war in Deutschland nie Verlass, wenn es um die bürgerrechtliche Gleichstellung Homosexueller (und anderer Menschen, die der „Naturhaftigkeit“ des Heterosexuellen sich nicht fügen wollten) ging.

„Outing“ ist ein toxisches Wort

Dabei geht es nur noch darum: dass Schwules und Lesbisches und Trans* Normalitäten sind. Es sind heterosexuelle Menschen gewesen, die sich am stärksten vor beinah 20 Jahren über das Outing Hape Kerkelings und Alfred Bioleks durch Rosa von Praunheim aufregten – das könne ihnen in einer giftigen Umwelt schaden.

In Wahrheit rang der legendäre Filmemacher nur darum, seine Wut darüber loszuwerden, dass die heteronormative (in der Regel ja linke) Kultur- und Medienwelt der Bundesrepublik Schwules gern beschweigt – angeblich, um homosexuelle Menschen zu schützen, tatsächlich jedoch, um das heterosexuelle Rede- und Benennungsmonopol nicht brechen zu lassen.

Outing – das ist inzwischen ein toxisches Wort: Das tut man ja nicht. Warum aber spricht man nicht drüber? Und dokumentiert über das Sprechen zum „Anderen“, dass es eben anderes gibt?

Schwules, dies besonders, gilt als weniger ­wertig. In den sozialistischen und kommunistischen Zirkeln der Zeit nach ’68 galten ihre Anliegen als Nebenwidersprüche. Homosexuelles sei, so weit ging die Verachtung, mit der Revolution absterbend, ein Dekadenzphänomen des Kapitalismus.

Wie gut, dass es die kapitalistisch-liberale Bundesrepublik gab – in ihr ließen sich solche Phantasmen nicht realisieren, die Schwulen­bewegung musste diese linken Schlacken nur abwerfen, das war schwer genug. Anfang der ­achtziger Jahre waren es Linke, eher DDR- und Classical-Antifa-orientierte, die sich über ein Gedenken an die Rosa-Winkel-Häftlinge in NS-Konzentrationslagern in Hamburg empörten. Ein Kranz in der Gedenkstätte Neuengamme dürfe nicht liegen blieben, weil er die „warmen Brüder“ würdige und die anderen KZ-Opfer, die Politischen, entehre.

Kampf gegen das Sittengesetz

Quelle   :      TAZ        >>>>>       weiterlesen

Mehr lesen über Dehm:

Die Akte Diether Dehm

Linke Herrenwitze

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Grafikquelle   :       Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom Diether Dehm

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  • CC BY-SA 3.0 de
  • File:DIE LINKE Bundesparteitag 10. Mai 2014-37.jpg
  • Erstellt: 10. Mai 2014

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GB ist zu misstrauen

Erstellt von DL-Redaktion am 2. April 2018

Londons außenpolitische Intrigen

Putin and Merkel in China.jpg

Merkel zu Putin: „Hinter mir riecht es so verdächtig – ist das euer Gas?“

Quelle : scharf – links
Autor: Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Meldungen im Zusammenhang mit der britischen Salisbury-Giftaffaire. London schon 1990 mit sorgfältig orchestrierter Finte aufgeflogen.

Seit der deutschen Einheit entlarvt sich Downing Street als Feind Deutschlands und Europas. Die britische Finte, den Einheitsvertrag in Moskau 1990 nicht zu unterzeichnen, die Einigung scheitern zu lassen und Moskau dafür zu beschuldigen, ist der Berliner Regierung bekannt. London hatte diese Finte sorgfältig orchestriert, um dann öffentlich der russischen Regierung die Schuld am eingefädelten Scheitern des Einheitsvertrages zuzuschieben. Außenminister Hans-Dietrich Genscher durchschaute die Intrige und rettete den Einheitsvertrag („Vier Plus Zwei“) in Moskau. Die Süddeutsche Zeitung berichtete damals ausführlich über den intriganten Vorfall. Es gilt heute angesichts einer erneuten internationalen britischen Intrige im Zusammenhang mit dem Giftanschlag von Salisbury mit Nachdruck daran zu erinnern: Konkretes Indiz eines hegemonialen Anspruchs, der das politisch-militärische Instrument der NATO ausnutzt, war das unerwartete Geschehen aus Anlass der Unterzeichnung des Deutschlandvertrags („Vier Plus Zwei“) in Moskau 1990. Die Briten legten sich in letzter Minute quer. Ihre damalige Regierung unter Margaret Thatcher bestand darauf, dass nach dem Abzug der sowjetischen Truppen die Stationierung von NATO- oder britischen Streitkräfte zusammen mit Manövern und der Lagerung von Atomwaffen auf dem Territorium der damaligen DDR erlaubt sein müssten. Auf diese auf Zeitgewinn und Verhinderung der deutschen Einheit gerichtete unerwartete Forderung in bekannter britischer Überraschungstaktik reagierte der damalige Außenminister Genscher sofort. Er erklärte seinem britischen Kollegen sehr deutlich, dass Deutschland den Vertrag unterschreiben würde, so wie er ausgehandelt war, nämlich ohne Ermächtigung für irgendwelche militärische Expansion alliierter oder NATO-Verbände auf das Territorium der alten DDR. Genscher riskierte damit die Unterschriftsweigerung des britischen Königreichs, aber er wusste, die britische Intransigenz ließe sich dann offen vor der Weltpresse zeigen, denn die anderen Verhandlungsparteien hatten ihre Bereitschaft zur Unterzeichnung bekundet (SZ-Meldung vom 14.9.1990). Fast drei Jahrzehnte sind vergangen. Anstatt Abrüstung erleben wir die Ausdehnung der NATO in die Sphäre des einstigen Warschauer Paktes bis an die Grenzen Russlands. Ein unverantwortlicher und destabilisierender Entschluss, der die Vertrauensbasis zerstört, die aufgrund internationaler Verträge gewonnen wurde. Es ist deshalb völlig verständlich, dass Präsident Wladimir Putin und seine gesamte Regierung kein Vertrauen in den Westen hat.

Gegenüber Großbritannien äußerst wachsam sein

Die Vorgeschichte Großbritanniens gegenüber Deutschland gibt in der Tat fundierten Anlass dazu, Großbritannien zu misstrauen, deshalb äußerst wachsam zu sein und sich umsichtig zu verhalten. Keine deutsche Regierung sollte wegen fehlender Vorsicht in eine britische Falle tappen. Aber bedauerlicherweise gibt es keine wachsamen deutschen Außenpolitiker von Gewicht. Dasselbe gilt für deutsche Journalisten der Außenpolitik. Der erste US-Angriffkrieg auf den Irak 1991 wurde zu einem bedeutenden Anteil von der britischen Premierministerin Margaret Thatcher angestiftet, beim zweiten Angriffkrieg gegen den Irak 2003 übernahm diese Rolle der britische Premier Tony Blair, der ein falsches Dossier, das in London konstruiert wurde, dem damaligen US-Außenminister Colin Powell überbrachte, der es dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorlegte.

Großbritannien und USA Hauptakteure der barbarischen außenpolitischen Entwicklung

Seit dem ersten angelsächsischen Angriff auf den Irak 1991 hat die Welt fassungslos und ohnmächtig kriminelle Handlungen durch unzählige brutale westliche Interventionen, Krieg und Gewalt mitansehen müssen. Großbritannien und die USA sind die Hauptakteure dieser barbarischen außenpolitischen Entwicklung, die im Namen von „Freiheit“ und „Demokratie“ morden, massakrieren und verwüsten. Die Weltstaatengemeinschaft hat sie niemals gebremst und so fühlen sich die Angreifer ermutigt, Aggressionen und kriminelle Handlungen straflos weiter zu führen. Manipulation, Lug und Trug aus EU/NATO-Kreisen haben bei deutschen Medien freien Zugang und Hochkonjunktur. Außenpolitiker sind genauso davon betroffen. Sie erscheinen völlig überfordert.

Ungenügend gebildete deutsche Außenpolitiker und Journalisten unsicher vor London

Die Lage hat sich dermaßen zugespitzt, dass Europa nach so vielen Eskapaden und Völkerrechtsbrüchen heute am Abgrund steht. Die jüngste Londoner Zumutung gegen Russland ist eigentlich Teil einer groß angelegten englischen Maschination, deren Ausmaß der investigative Journalist Thierry Meyssan gerade enthüllt hat: „Vier Tage, um einen kalten Krieg zu erklären“ (Voltairenet.org, 21. März 2018). Eine Nummer zu groß für ungenügend gebildete deutsche Außenpolitiker und Journalisten, die sich vor London unsicher zeigen und sich deren außenpolitischen Manövern und Schachzügen bedenkenlos beugen, wie bei der ARD-Tagesschau am 31.3.18 offenkundig war.

Der Versuch seitens der USA und Großbritanniens, einen kalten Krieg gegen Russland zu starten

Hier einige zentralen Auszüge des hoch aktuellen brisanten Aufsatzes von Thierry Meyssan, der von großer Tragweite ist:

<London hat versucht, einen großen Konflikt zu provozieren, hat aber gegenüber Russland, Präsident Trump und Syrien verloren. Die britische Regierung und manche ihrer Verbündeten, einschließlich des US-Außenministers Rex Tillerson (im State Department), haben versucht, einen Kalten Krieg gegen Russland zu starten.

Ihr Plan war, einerseits einen Anschlag gegen einen ehemaligen Doppelagenten in Salisbury und andererseits einen chemischen Angriff gegen die „moderaten Rebellen ’’ in Ghuta zu inszenieren… Nach diesen Manipulationen hätte das Vereinigte Königreich die USA angespornt, Damaskus, einschließlich des syrischen Präsidentenpalast zu bombardieren und die Generalversammlung der Vereinten Nationen ersucht, Russland aus dem Sicherheitsrat auszuschließen.

… die US-Agenten, die einen chemischen Angriff von Ghuta aus gegen Ghuta planten, hingen aber nicht vom Pentagon ab, sondern von einer anderen US-Agentur> (oder möglicherweise von der extrem kriegstreiberischen Clique um die ehemalige krankhafte Außenministerin Madeleine Albright).

<In Damaskus hat der Stellvertretende Minister für auswärtige Angelegenheiten, Faisal Makadad, in höchster Eile am 10. März eine Pressekonferenz einberufen, um seine Mitbürger zu alarmieren. Moskau hat seinerseits zunächst versucht, Washington auf diplomatischem Wege zu kontaktieren. Aber da Moskau wusste, dass der US-Botschafter, Jon Huntsman Jr.,…die Dschihadisten (unterstützte), versuchte Moskau, die normalen diplomatischen Kanäle zu umgehen.

Hier also die Darstellung, wie die Ereignisse miteinander verkettet sind:

<strong>12. März 2018

Die syrische Armee beschlagnahmt zwei chemische Waffen-Laboratorien, … Inzwischen ermutigt die russische Diplomatie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), die kriminalpolizeiliche Untersuchung von Salisbury zu beginnen. Der britische Premierminister, Theresa May, beschuldigt im Parlament Russland grob, den Anschlag von Salisbury in Auftrag gegeben zu haben. … Der britische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Boris Johnson, hat den russischen Botschafter in London, Alexandre Yakovenko, einbestellen lassen… Der Botschafter antwortet ihm, dass … Russland alle von der Sowjetunion geerbten chemischen Waffen zerstört hat und die OPCW dazu einen Bericht erstellt hat. Nach einem Telefongespräch mit Boris Johnson verurteilt auch der US Außenminister, Rex Tillerson, Russland für den Anschlag in Salisbury.

Unterdessen findet im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Debatte über die Situation in Ghuta statt. Die permanente US-Vertreterin, Nikki Haley, erklärt dort: „… … Der Sicherheitsrat hat nicht gehandelt, und die USA haben die Air Base, von der aus Al-Assad seinen Angriff mit chemischen Waffen durchgeführt hat, beschossen. Wir wiederholen die gleiche Warnung heute.“

Dokumente des amerikanischen Generalstabes … zeigen, dass das Pentagon bereit ist, den Präsidentenpalast und die syrischen Ministerien zu bombardieren, nach dem Vorbild der Einnahme von Bagdad (3-12 April 2003).

Beim Kommentieren der Erklärung von Nikki Haley enthüllt der russische Minister für auswärtige Angelegenheiten,… dass die falschen Informationen, die das Weiße Haus zu der Zeit in die Irre geführt und zur Bombardierung der (syrischen) Basis von Al-Schayrat geführt haben, aus einem britischen Labor kamen, das nie angegeben hat, woher es seine Proben hatte.

13. März 2018

… Offizielle diplomatische Kanäle umgehend, wendet sich der Leiter des russischen Generalstabs, General Valeri Gerassimow, an seinen amerikanischen Amtskollegen, General Joseph Dunford, um ihn über seine Angst vor einem chemischen Angriff unter falscher Flagge in Ghuta zu informieren. Dunford nimmt die Sache sehr ernst und alarmiert den US-Verteidigungsminister, General Jim Mattis, welcher Präsident Donald Trump informiert. Angesichts … dass es sich um einen hinterhältigen Anschlag ohne Wissen des Pentagons handle, beauftragt das Weiße Haus Mike Pompeo, Direktor der CIA, die Verantwortlichen dieses Komplotts zu identifizieren.

… Präsident Trump hat die Überzeugung gewonnen, dass sein Staatssekretär, Rex Tillerson, daran beteiligt war. Er wird sofort angewiesen, seine offizielle Afrikareise zu unterbrechen und zurück nach Washington zu kommen.

Theresa May schreibt an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, um Russland zu beschuldigen, den Anschlag von Salisbury bestellt zu haben und um eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats einzuberufen. …

Präsident Trump kündigt auf Twitter an, seinen Außenminister (Rex Tillerson), mit dem er noch nicht in Kontakt getreten sei, des Amtes enthoben zu haben. Er wird durch Mike Pompeo, den ehemaligen Direktor der CIA ersetzt, der am Vortag die Echtheit der russischen, von General Dunford übermittelten Informationen bestätigt hat. (Das Weiße Haus hatte vorhin ausgerechnet Mike Pompeo, Direktor der CIA, beauftragt die Verantwortlichen dieses Komplotts zu identifizieren). Bei der Ankunft in Washington bekommt Tillerson die Bestätigung seiner Entlassung durch den Generalsekretär des Weißen Hauses, General John Kelly.> Hier liegt die sachliche Erklärung, warum der US-Präsident Donald Trump sich hinsichtlich der Salisbury-Giftaffaire und der daraus von London verbreiteten anti-russischen Kampagne zurückhält und sich nicht an der Beschuldigung Russlands beteiligt und nicht beteiligen wird, genauso wie auch nicht sein neuer Außenminister Mike Pompeo, gerade eben weil die Londoner Intrige gegen Russland schon in Washington aufgeflogen ist. Es ist zu begrüßen, dass US-Präsident Donald Trump prompt und angemessen richtig reagierte, um den Komplott aufzulösen. Hier liegt auch die Erklärung, wieso sich der US-Präsident beeilte, den völlig unzuverlässigen und gefährlichen Außenminister Tillerson zu entlassen, ohne weitere Konsultationen mit dubiosen Beratern im Weißen Haus, wo bestimmt eine Menge undurchsichtige Personen arbeiten und das ganze einem Dschungel gleichkommt.

Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

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Grafikquelle   :    Перед началом приёма в честь глав делегаций государств – участников «Группы двадцати», приглашённых государств и международных делегаций

 

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Ostern für Hart – gekochte

Erstellt von DL-Redaktion am 2. April 2018

Ostern  ist nichts für Weicheier

File:Bundesarchiv Bild 137-049297, HJ in China, Lager Ostern.jpg

HJ in China, Lager Ostern 1935, der Trompeter weckt das Lager – Auch das war / ist dieses Land – noch immer – schon wieder ?

Quelle  : Von Stefan Weinert, politischer Theologe

Egal, wie der Leser zu christlich-religiösen Festen stehen mag, ob er sie nun als biblisch und historisch begründet sieht, als kirchlich verordnete und zu begehende traditionelle Veranstaltungen, oder nur als übernommene Rituale einer längst vergangenen dunklen Epoche der Menschheitsgeschichte: Ostern  hat – vor allem in seinem Kontext – eine unglaublich tiefe und vor allem auch übertragene Bedeutung für jeden einzelnen Menschen auf die diesem Planeten, gleich, ob er Christ, Jude, Moslem, Agnostiker, Atheist, Buddhist oder Hindu ist.

Aber in der Tat ist es gerade unter den Christen der verschiedenen Konfessionen und zigtausenden Denominationen so, dass sie zwar das Osterfest feierlich begehen, allerdings nur an Erinnerung eines Mannes, der vor 2000 Jahren  gelebt hat und gestorben ist, um dann „von den Toten aufzuerstehen.“ Mit ihrem ganz persönlichen Leben aber hat das „Ostern feiern“ meist überhaupt nichts zu tun. Denn Ostern feiern kann nur der, der zuvor auch den Karfreitag  erlebt hat, oder besser: gestorben ist. Mit anderen Worten – und damit in unseren Alltag rezitiert: Aufstehen kann nur, wer zuvor gefallen ist;  feiern und zu ermessen, was wirklich eine Feier ist, kann nur, wer die Erfahrung einer Niederlage, eines Verrates, einer Verhöhnung gemacht hat. Kurz: Ostern ohne den zu vorigen Karfreitag (Kar = Kummer) gibt es nicht. Andersherum: Vor jedem Ostern muss ein Karfreitag liegen.

Der Leser merkt schon, das hat mit der Zugehörigkeit zu einer Religion, oder einer bestimmten Glaubensrichtung primär rein gar nichts zu tun. Denn wir alle, gleich welcher Prägung und Abstammung, haben ein Leben zu bewältigen, dass uns nicht den „Rosengarten“ verspricht. Ein altes und arabisches Sprichwort sagt: „Da, wo immer die Sonne scheint, entsteht eine Wüste.“ Die Araber (Muslime!) müssen es wissen. Aber auch diejenigen, die in zuvor fruchtbaren Gegenden leben durften und durch die Klimaverschiebungen und –Veränderungen, nun das ausgedörrte Land (Sahel) verlassen müssen, weil der Regen ausbleibt und stattdessen die Glut der Sonne regiert. Den Wert einer Oase ermessen wird nur der, der zuvor wochenlang durch die Wüste wandern musste, um diesen köstlichen Ort zu erreichen.

Es gibt genügend Fromme in unserem Land, auf unserem Kontinent und vor allem der westlichen Welt, die sehr gerne  ihren persönlichen  „Karfreitag“  umgehen, oder ihn umgehen wollen, um ihre tägliche „Auferstehung“  feiern zu können. Und das geschieht tatsächlich tagtäglich. Doch auch hier gilt: Ohne Karfreitag kein Ostern. Nur mit dem Unterschied, das für die Einen immer „Karfreitag“ ist, während die andern täglich im Ostern verharren, so als sei das „normal“ und selbstverständlich und auch noch verdient.

Ich spreche von der Ungerechtigkeit, der ungerechten Verteilung  in dieser Welt und bleibe dabei aber nicht bei dem Monetären, dem Materiellen stehen, deren Verteilung oft Menschen gemacht ist.  Ungerechte Verteilung  gibt es auch in Sachen Gesundheit, Herkunft, Aussehen, Bildung usw., die von uns selbst schwer beeinflussbar sind. Ich will es mal überspitzt sagen: Da ist auf der einen Seite der gut aussehende, kräftige, große und gesunde junge Mann aus reichem und angesehenen Elternhaus, mit Abitur und Medizinstudium und der Gewissheit, eines Tages drei Millionen Euro zu erben, und auf der anderen Seite der kleine, unansehnliche, schmächtige und kränkelnde Junge aus wirtschaftlich schwachem Elternhaus, der gerade die Hauptschule geschafft hat und sofort arbeiten gehen muss, weil der Vater ihn nicht weiter unterhalten kann.

Natürlich ist auch manche Misere „selbst verschuldet“. So sieht es jedenfalls oberflächlich gesehen aus. Wenn man/frau aber genau hinschaut (sich also zumindest diesen kleinen „Karfreitag“ zumutet), und sich mit dem in die Misere Geratenen beschäftigt, sieht es meist doch anders aus. Jedem von uns hätte so etwas passieren können, wenn . . . Ja, wenn was?

Es gibt in dieser Welt keine Gerechtigkeit, jedenfalls nicht so lange, wie es Menschen gibt. Nehmen wir einmal an, das jeder einer Gruppe von 100 Menschen heute  die gleiche Summe Geld, das gleiche Haus, den gleichen Beruf und den gleichen Gesundheitszustand  hätte, dann würde dies in genau einem Jahr oder noch früher, nicht mehr so sein. Denn trotz der  Gleichheit = Gerechtigkeit, sind Neid, Machtgelüste und Machtansprüche (Alphatiere), Faulheit und Egoismus  nicht verschwunden. Was uns zu dem Schluss kommen lassen müsste, das wahre Gerechtigkeit nichts mit Gleichheit zu tun hat. Und in der Tat gibt es eine andere, als diese altgriechische und rational-vernünftige (Renaissance)  Definition von Gerechtigkeit.  Im althebräischen Denken, also im Verständnis der Bibel (Altes Testament) bedeutet „Gerechtigkeit“ nicht ‚jeder erhält das Gleiche’, sondern jeder bekommt, was er benötigt, um ein lebenswertes  Leben führen  zu können.  Es würde schon reichen, wenn wir Menschen diese Art von Gerechtigkeit zumindest anstreben. Nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

Wenn ich über den historischen Mann Jesus, der nachweislich tatsächlich einst gelebt hat, nachdenke (und nicht über den versüßlichten und blondlockigen Knaben Jesus, zu dem  die Kirche(n) ihn gemacht hat/haben – und damit komme ich auf die Konstellation „Ostern versus Karfreitag“ zurück – dann will uns die Geschichte (hier = Historie) zeigen, dass am Ende jemand anderes das letzte Wort über uns sprechen wird, als der Mob, ein Gericht, die Nachbarn , die Stadt- und/oder Kirchgemeinde, wenn wir nur unsererseits so leben und handeln, dass es in unserem Umfeld einigermaßen „gerecht“  im Sinne von „Weg  und Ziel“ zugeht.

Allerdings bedeutet  das auch heute noch, dass wir uns dabei – wie einst der Zimmermann aus Nazareth – mit den religiös und politisch Herrschenden anlegen, indem wir uns einerseits um die von Ihnen Vernachlässigten, Benachteiligten und an den Rand Gedrängten kümmern und unseren Finger helfend nicht nur in ihre (tatsächlichen) Wunden legen, sondern auch in die „Wunden unserer egozentrischen Gesellschaft.“ Das kann auch für uns am „Kreuz“ enden. Ja, dem Worte Jesu zufolge, muss es gar am Kreuz enden, denn genau das (und nichts anderes) meinte Jesus Ben Joseph, als er sagte: „Ein jeder nehme sein Kreuz auf sich und folge mir (bis ans Kreuz) nach.“

Und dazu muss man/frau kein Katholik, Evangele, Baptist, Methodist oder Agnostiker sein, Buddhist, Hindu oder gar ein schlimmer Atheist: Es reicht ganz einfach „Mensch“ zu sein, der in jedem Mitmenschen seinen Bruder und seine Schwester sieht und ihn nicht am „Wegesrand“ liegen lässt nach dem Motto: Der hat doch selbst Schuld,  ich kann mich nicht um jeden kümmern, was geht mich das an, ich muss in den Tempel, um zu beten …

Wir sollten so leben, dass wir einen möglichen persönlichen Karfreitag in Betracht ziehen.  Ihn uns wünschen, verlangt niemand, und sollten wir auch lieber nicht tun.  Auch der historische Jesus hat gebetet: Vater, wenn es geht, verschone mich, denn ich habe furchtbare Angst, ich will nicht sterben, nicht so; aber … Er hat ihn nicht verschont, sondern ihn – so sah es jedenfalls für alle, Jesus mit einbezogen [Mein Gott, mein Gott,  warum hast du mich verlassen?] – sogar noch im Stich gelassen.  Dass dann das „Ostern“  folgte, war nicht garantiert, war nicht selbstverständlich; es sei denn, man glaubte (griech. = vertrauen) tief in sich, dass das Kreuz, die Niederlage, die Verachtung,  die Einsamkeit, und der „Tod“ nicht das Ende sind und dass es Jemanden gibt (Gott, Schicksal, Fügung), der das letzte und auch letztgültige Wort über mich spricht.

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Stefan Weinert
88212 Ravensburg

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Grafikquelle  :

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HJ in China, Lager Ostern

HJ in China, Lager Ostern 1935, der Trompeter weckt das Lager

[Foto erworben durch Reichsjugendführung]

Depicted place China
Date
Photographer Unknown
Deutsches Ausland-Institut (Bild 137)
Accession number Bild 137-049297
Source
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Texte von Uri Avnery

Erstellt von DL-Redaktion am 2. April 2018

An der Verzweiflung verzweifeln

Autor Uri Avnery

MEIN OPTIMISMUS über die Zukunft Israels irritierte viele Leute. Wie kann ich angesichts dessen, was hier jeden Tag geschieht, ein Optimist sein?? Die praktische Annexion der besetzten Gebiete? Die Misshandlung der Araber? Die Implantation der giftigen Siedlungen?

Doch Optimismus ist ein Zustand der Seele. Sie wankt nicht gegenüber dem Bösen. Im Gegenteil – das Böse muss bekämpft werden. Und man kann nicht kämpfen, wenn man nicht glaubt, dass man siegen kann.

Einige meiner Freunde glauben, dass der Kampf schon verloren ist. Dass Israel nicht mehr länger „von innen“ verändert werden kann. Dass der einzige Weg der ist, dass Druck von außen ausgeübt wird.

Zum Glück glauben sie, es gäbe draußen eine Organisation, die bereit und in der Lage sei, für uns diesen Job zu erledigen.

Sie wird BDS genannt – kurz für „Boykott, Desinvestion, Sanktionen“.

EINE DIESER Freunde ist Ruchama Marton.

Wenn jemand das Recht hat zu kritisieren und zu verzweifeln, dann ist sie das. Ruchama ist eine Psychaterin, die Gründerin der „Ärzte für Menschenrechte“, eine ausgezeichnete israelische Gruppe.

Die Ärzte gehen jede Woche in ein arabisches Dorf und geben allen, die es brauchen umsonst medizinische Hilfe. Selbst die israelischen Behörden akzeptieren dies und willigen oft auf ihr Verlangen ein, kranken Leuten aus den besetzten Gebieten zu erlauben, nach Israel zur Behandlung in ein Krankenhaus zu kommen.

Als wir letzte Woche Ruchamas 80. Geburtstag feierten, wandte sie sich an mich und warf mit vor mich, falsche Hoffnungen über die Chance zu wecken, dass das heutige Israel jemals Frieden machen und sich von den palästinensischen Gebieten zurückziehen wird. Nach ihr sei diese Chance vorbei. Was übrig geblieben sei, sei die Pflicht, BDS zu unterstützen.

BDS ist eine weltweide Bewegung, die den totalen Boykott von allem Israelischen propagiert. Sie wünscht, dass Korporationen, besonders Universitäten sich davon überzeugen, sich von israelischen Investitionen zu trennen und alle Arten von Sanktionen gegen Israel zu unterstützen.

In Israel wird BDS wie der Teufel gehasst, vielleicht sogar noch mehr. Man braucht in Israel wirklich eine Menge Mut, um sie öffentlich zu unterstützen, wie es ein paar Leute tun.

Ich versprach Ruchama, auf ihren Vorwurf eine Antwort zu geben.

Zunächst habe ich einen ernsten moralischen Einwand gegenüber jedem Argument, das behauptet, wir könnten nichts tun, um unsern eigenen Staat zu retten und dass wir unser Vertrauen ins Ausland setzen müssen, dass dies unsern Job tut.

Israel ist unser Staat. Wir sind für ihn verantwortlich. Er gehört den wenigen Tausenden, die ihn auf dem Schlachtfeld verteidigten, als er entstanden ist. Nun ist es unsere Pflicht, für ihn zu kämpfen, dass er der Staat wird, von dem wir dachten, wie er sein soll.

Selbst von einem moralischen Standpunkt aus akzeptiere ich den Glauben nicht, die Schlacht sei verloren. Keine Schlacht ist verloren, solange es Leute gibt, die zu kämpfen bereit sind.

Doch wenden wir uns vom Moralischen zum Politischen.

ICH GLAUBE an Frieden. Frieden bedeutet ein Abkommen zwischen zwei (oder mehr) Seiten, um in Frieden zu leben. Israelisch-palästinensischer Frieden bedeutet, dass der Staat Israel und die palästinensische National-Bewegung mit einander einig werden.

Frieden zwischen Israel und Palästina setzen voraus, dass der Staat Israel existiert und zwar Seite an Seite mit dem Staat Palästina. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dies das Ziel der BDS-Bewegung ist. Vieles, was sie tut und sagt, könnte zu dem Schluss führen, dass sie einen Frieden ohne Israel wünscht.

Ich bin davon überzeugt, dass es die Pflicht der BDS ist, diesen Punkt absolut klar zu machen. Frieden mit Israel oder Frieden ohne Israel?

Einige Leute sind davon überzeugt, dass Frieden ohne den Staat Israel möglich und wünschenswert ist. Viele von ihnen unterschreiben etwas, das die „Ein-Staat-Lösung“ genannt wird. Dies bedeutet, dass die Israelis und die Palästinenser als gleiche Bürger gemeinsam in einem Staat leben.

Das ist ein netter Traum, aber leider spricht die historische Erfahrung dagegen. Die Sowjet Union, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Indochina und andere sind aus einander gebrochen; Belgien, Kanada und die UK und viele andere sind in der ernsten Gefahr, aus einander zu brechen. Gerade jetzt wird unter der Schirmherrschaft einer Friedensnobelpreisträgerin in Burma ein Völkermord ausgeführt.

Wollen zwei erbittert nationalistische Völker, die dasselbe Heimatland beanspruchen und seit fast 150 Jahren mit einander Krieg geführt haben, jetzt in einem gemeinsamen Staat friedlich zusammen leben? Unwahrscheinlich. In solch einem Staat würde das Leben die Hölle sein.

( Ein israelischer Scherz. „Kann der Wolf und das Schaf zusammen leben? Kein Problem. Man muss nur täglich ein neues Schaf liefern.)

LEUTE, DIE BDS unterstützen, weisen gewöhnlich als Grundlage ihrer Strategie auf die Erfahrung von Süd-Afrika hin.

Die Geschichte verlief folgendermaßen: die schwarze Mehrheit Süd-Afrikas war von der weißen Minderheit unterdrückt worden. Sie wandte sich an die aufgeklärte (weiße) Welt, die einen weltweiten Boykott auf das Land proklamierte. Letzten Endes gaben die Weißen nach. Zwei wunderbare Menschen, Nelson Mandela und Frederick Willem de Klark fielen sich in die Arme. Ende der Vorstellung.

Dies ist die Geschichte nach Meinung der Weißen. Sie reflektiert den typisch auf sich selbst konzentrierten weißen Egotismus. Schwarze Augen sehen eine etwas andere Geschichte.

Die Schwarzen, die die große Mehrheit in Süd-Afrika darstellte, begann eine Kampagne mit Streiks und Gewalt. Auch Mandela war ein Terrorist. Die weltweite Boykott-Bewegung half sicherlich, es war aber der Kampf der Eingeborenen, der entscheidend war.

(Die israelischen Führer sagten ihren weißen südafrikanischen Freunden, sie sollen das Land teilen. Aber keine der beiden Seiten wollten das annehmen

Die Umstände hier sind völlig anders. Israel braucht keine arabischen Arbeiter. Es kommt ohne sie aus. Es importiert Arbeiter aus aller Welt. Der Lebensstandard der Israelis ist mehr als 20mal höher als der der Palästinenser in den besetzten Gebieten. Auf beiden Seiten besteht ein starker Nationalismus. Wegen des Holocaust geniest die jüdische Seite die große Sympathie der Welt. Antisemitismus ist nicht die Mode und die israelische Propaganda klagt die BDS an, antisemitisch zu sein.

In einem Augenblick ungewöhnlicher Weisheit verordneten die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas. Tatsächlich gibt es keine bessere Lösung.

IM PRINZIP bin ich nicht gegen den Boykott. Schon 1977 war die Gush Shalom-Bewegung, zu der ich gehöre, tatsächlich die erste, die einen Boykott der Siedlungen proklamierte. Wir verteilten viele Tausende von Listen der Geschäfte, die dort wirkten. Eine Folge davon war, dass eine ganze Anzahl davon nach Israel umsiedelte. Ich kann mir leicht einen viel größeren Boykott aller Unternehmen vorstellen, die die Siedlungen unterstützen.

Doch nach meiner Einschätzung wäre ein Boykott Israels selbst ein Fehler. Er würde alle Israelis in die Arme der Siedler treiben, während es unser Job ist, die Siedler zu isolieren und sie von den normalen Israelis zu trennen.

Ist dies möglich? Ist dies noch immer möglich? Ich bin davon überzeugt.

DIE GEGENWÄRTIGE Situation macht deutlich, dass wir Fehler gemacht haben. Wir müssen anhalten und noch einmal direkt von vorne an denken.

Die von Ruchama Marton gegründete Organisation ist nicht die einzige für Frieden und Menschenrechte aktive Gruppe. Es gibt Dutzende von ihnen, von phantastischen Männern und Frauen gegründete, die jede in einer von ihr gewählten Nische wirken. Wir müssen einen Weg finden, um ihre Stärken mit einander zu verbinden, ohne ihre Unabhängigkeit und ihre besondere Art zu schädigen. Wir müssen einen Weg finden, um die politischen Parteien der Linken (Die Labor-Partei, Meretz und die Arabische vereinigte Liste), die sich in einem Koma befinden, sie ins Leben zurückzubringen oder oder eine neue Partei zu gründen.

Ich respektiere BDS und alle ihre Aktivisten, die ernsthaft darum kämpfen, die Palästinenser zu befreien und zwischen ihnen und uns Frieden zu machen. Die Anstrengungen, die jetzt in den USA gemacht werden, um ein Gesetz zu verabschieden, das ihre Aktivität verbietet, erscheint mir lächerlich und anti-demokratisch.

Lassen wir sie dort ihre Arbeit tun. Unser Job ist hier, unsere Anstrengung neu zu gruppieren, neu zu organisieren und zu verdoppeln, um unsere gegenwärtige Regierung und ihre Verbündeten zu stürzen und die Friedenskräfte an die Macht zu bringen.

Ich bin der Überzeugung, dass die Mehrheit der jüdischen Israelis den Frieden wünschen würde, wenn sie dächten, Frieden sei möglich. Sie sind zerrissen zwischen einer energischen rechten Minderheit mit einem faschistischen Rand, der behauptet, Frieden sei unmöglich und unerwünscht, und einer schwachen, sanften linken Minderheit.

Dies ist keine hoffnungslose Situation. Der Kämpf ist längst nicht vorbei. Wir müssen unsern Job innerhalb Israels tun und die ausländischen Kräfte ihren Job dort tun lassen.

Es gibt keinen Grund, zu verzweifeln, außer an der Verzweiflung selbst.

(dt. Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert.)

 

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Praxis – Journalismus

Erstellt von DL-Redaktion am 2. April 2018

Berichte, die die Welt verbessern

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Von René Martens

Konstruktiver Journalismus will Lösungen aufzeigen statt Probleme beschreiben. Mehrere Formate im Radio, Fernsehen und Internet arbeiten bereits damit. Funktioniert das? „1974 gab es in Westeuropa 411 Tote durch Terror, 2017 nur 32. Das wir uns trotzdem unsicherer fühlen, läge an der hysterischen Berichterstattung sagt der Journalist Ulrik Haagerup.“

Entertainertypen kommen auf Medientagungen stets gut an. Vielleicht weil Journalisten angesichts der trüben Zukunftsperspektiven für ihren Berufsstand froh sind über jegliche Form des Amüsements. Ulrik Haagerup hat den Vorteil, dass er sogar ein bisschen singen kann, und deshalb gibt er im Landesrundfunkhaus des NDR in Hamburg Zeilen aus der letzten Strophe von Bob Dylans „The Times They Are a-Changin’“ zum Besten: „The slow one now will later be fast / As the present now will later be past.“

Einige Besucher hängen tatsächlich an den Lippen des leicht guruhaft performenden Dänen, aber dessen Aufforderung ans Auditorium mitzusingen geht doch ins Leere. Es ist der 15. Februar, und der NDR hat zum ersten „Constructive Journalism Day“ geladen.

Haagerup war bis zum Sommer 2017 Nachrichtenchef beim öffentlich-rechtlichen Danmarks Radio, heute leitet er den neuen Fachbereich für kons­truktiven Journalismus an der Universität Aarhus. Er hat ein Buch zum Thema geschrieben: „Constructive News: Warum ‚bad news’ die Medien zerstören und wie Journalisten mit einem völlig neuen Ansatz wieder Menschen berühren“.

Eine seiner Botschaften: Mehr Breaking News, kurzfristigere Deadlines, schärfere Headlines – das Konzept, so auf den digitalen Wandel und sinkende Einnahmen zu reagieren, sei fehlgeschlagen. Als Beispiel nennt Haagerup die eskalierende Berichterstattung über Terroranschläge, die dazu beitrüge, dass wir in Westeuropa uns heute maximal unsicher fühlen, obwohl wir doch, verglichen etwa mit 1974, in verdammt sicheren Zeiten leben. Konkret gesagt: 1974 gab es in Westeuropa 411 Tote bei Terroranschlägen, 2017 dagegen 32.

Seit einem halben Jahrzehnt gibt es immer wieder neue Aufmerksamkeitswellen für konstruktiven Journalismus. Erst kürzlich hat der Guardian, einer der Vorreiter des digitalen Journalismus, eine weitere ausgelöst, als er unter dem Titel The Upside eine neue Reihe startete. Nach einem Pilotprojekt will deren Redaktion hier ihre Anstrengungen im konstruktiven Journalismus intensivieren. Die „Lawine der Schrecklichkeit“, die der nichtkonstruktive Journalismus produziere, ermüde die Leute, sagt Mark Rice-Oxley, der Projektleiter.

Nicht nur Wohlfühljournalismus?

Während etwa der Guardian proklamiert, er konzentriere sich mit The Upside auf Lösungen, sagt Maren Urner, lösungsorientierte Beiträge seien nur ein kleiner Teil des konstruktiven Journalismus. Urner hat 2016 das Onlinemagazin Perspective Daily gegründet, das nur einen Artikel pro Tag veröffentlicht, der dann auch nahezu nie tagesaktuell ist.

Einig sind sich die Konstruktivisten aber darin, dass es ihnen nicht um good news auf Teufel komm raus geht, nicht um Wohlfühljournalismus. Urner, deren Redaktion von 13.000 Abonnenten finanziert wird, sagt, man – ein Begriff, der in ihrem Magazin wegen des verschleiernden Charakters übrigens verboten ist – wolle dem Mediennutzer seine „gelernte Hilflosigkeit“ abtrainieren und für dessen „Empowerment“ sorgen. Ein zentrales Element bei einem Text spiele die Frage: „Wie kann es weitergehen?“ Die solle man sich gleich zu Beginn der Arbeit an einem Beitrag stellen.

Quelle    :     TAZ       >>>>>>      weiterlesen

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DL – Tagesticker 02.04.18

Erstellt von DL-Redaktion am 2. April 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Die wahren Stärken der Wirtschaftsnationen  werden sich bald zeigen! Wehe den Unterlegenen. Die Bluffer bleiben am Wegrand liegen.

Handelsstreit :

1.) China verhängt Strafzölle auf 128 Produkte aus Amerika

Die Volksrepublik verteuert die Einfuhr zahlreicher Güter aus den Vereinigten Staaten. Insgesamt sind Waren im Wert von drei Milliarden Dollar betroffen. Man habe keinen Angst vor einem Handelskrieg, heißt es. Als Reaktion auf die von Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle hat China eigene Strafen gegen die Vereinigten Staaten umgesetzt. Insgesamt wurden 128 Produkte mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt, wie das chinesische Finanzministerium in der Nacht zum Montag mitteilte.

FAZ

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Da halfen auch alle Ostergebete nicht.- Es stürzte nicht auf die Fäkalienbude in Berlin. Die dicksten Hohlkörper treiben weiter oben.

Raumfahrt

2.) Tiangong 1 verglüht in Erdatmosphäre

Das chinesische Raumlabor Tiangong 1 (auf Deutsch: „Himmelspalast“) ist am Morgen in die Erdatmosphäre eingetreten und zu großen Teilen über dem Pazifik verglüht. Das berichtete die chinesische Raumfahrtorganisation CMSEO. Demnach erreichte das Labor um 02.15 Uhr deutscher Zeit über dem Südpazifik die Atmosphäre. Ein kontrollierter Absturz des 8,5 Tonnen schweren und zwölf Meter langen Raumlabors über dem Meer war nicht möglich, weil seit März 2016 kein Kontakt mehr zum „Himmelspalast“ bestand und die Triebwerke nicht gezündet werden konnten. China hatte Tiangong 1 im Jahr 2011 ins All geschossen.

Sueddeutsche-Zeitung

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Fake News im Auftrag des heimatlichen Bademeisters ? Denn -nix genaues weiß man nicht ! Waren es die Österreicher?

Messerattacken:

3.) Polizeigewerkschaften fordern Konsequenzen

Junge Leute laufen nach Meinung jedes zweiten Erwachsenen Gefahr, in Deutschland Opfer einer Messerattacke zu werden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa hervor. Demnach gehen 50 Prozent der Befragten im Alter von mindestens 18 Jahren davon aus, dass junge Menschen ein hohes oder sogar sehr hohes Risiko haben, mit dem Messer angegriffen zu werden. Dagegen stehen 41 Prozent, die dieses Risiko als gering oder sehr gering einschätzen.

Ob die Einschätzungen der Befragten angesichts der tatsächlichen Entwicklung gerechtfertigt sind, lässt sich aktuell kaum sagen. Anders als zum Gebrauch von Schusswaffen gibt es zum Einsatz von Messern keine bundesweite Statistik. Nach Beobachtung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben Angriffe mit dem Messer „offenbar“ zugenommen. Solche Attacken kamen in jüngster Zeit wiederholt in die Schlagzeilen, oft waren Jugendliche oder junge Erwachsene sowohl unter den Opfern als auch unter den Tatverdächtigen.

Passauer Neue Presse

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Ausstellung über Beate Klarsfeld

4.) Eine Ohrfeige für Kiesinger

Klarsfeld verpasste Kiesinger für sein Mitläufertum im Nationalsozialismus einen Schlag ins Gesicht. Eine Pariser Ausstellung erinnert an ihre Nazi-Jagd. Auch der Jahrestag der berühmtesten Ohrfeige der neueren Zeitgeschichte fällt in das Schlüsseljahr 1968. Eine kleine Ausstellung in der Pariser Gedenkstätte Mémorial de la Shoah erinnert an Beate Klarsfeld und ihren Ehemann Serge sowie an die Ohrfeige, die Beate Klarsfeld dem damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (1904–1988) am 7. November 1968 auf dem Parteitag der CDU in Berlin verpasste.

TAZ

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Der Beitrag von bekloppten Spinnern zwecks Reinhaltung  der Luft.-  Geschäfte wie immer !

Rallye-WM in Deutschland

5.) Baustelle bremst die WM-Rallye aus

Der Start zur Deutschland-Rallye findet in diesem Jahr nicht mehr in Saarbrücken statt. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung plant der ADAC eine Verlegung des spektakulären Showstarts und der ersten Wertungsprüfung nach St. Wendel. Die offizielle Bekanntgabe der Pläne soll „in Kürze“ im Rahmen einer Pressekonferenz erfolgen. Die Rallye, neunter von 13 Weltmeisterschaftsläufen, findet vom 16. bis 19. August statt.

Saarbrücker-Zeitung

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Wer bezahlte für die Dienstleistungen? Sind noch Fragen offen? Vorsätzlicher Wahlbetrug ?

Wahlen

6.) Post weist Kritik an Weitergabe von Kundendaten für Bundestagswahlkampf zurück

Die Deutsche Post wehrt sich gegen Kritik an der geschäftsmäßigen Weitergabe von Kundendaten zu Wahlkampfzwecken. Die Tochterfirma Deutsche Post Direkt GmbH speichere und verarbeite personenbezogene Daten bei strikter Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Auch CDU und FDP, die den Service im letzten Bundestagswahlkampf genutzt hatten, wiesen die von der „Bild am Sonntag“ erhobenen Vorwürfe zurück.

Die Welt

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Süßes Osterselfie:

7.)  Sarah & Partner  feiern in purer Harmonie!

Happy Lombardi-Family! 2016 war die Illusion der glücklichen Ehe von Traumpaar Sarah (25) und Pietro Lombardi (25) mit einem großen Knall geendet: Nach dem Liebes-Aus folgten heftige Schlammschlachten zwischen den einstigen DSDS-Teilnehmern. Die Streitzeit ist zum Glück längst überstanden. Sarah und Pietro rauften sich auf freundschaftlicher Basis für ihr gemeinsames Söhnchen Alessio (2) wieder zusammen. Mit einem gemeinsamen Selfie vom Osterfest stellten die Ex-Turteltauben nun die Familienharmonie erneut unter Beweis!

Promiflash

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquelle: DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

 

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