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RENTENANGST

Archiv für April 1st, 2018

Bisssssig, aber wahr !

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2018

Wie Ostern feiern?

File:Raffaello Sanzio Auferstehung Christi Sao Paulo.jpg

Von Stefan Weinert, einen humanistischen Theologen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Bekannte,
keinesfalls will ich jemandem das Osterfest verderben, möchte aber als Ex-Pastor auch für ein paar Jahre am Niederrhein (Kevelaer, frei-evangelisch), humanistischer Christ und Theologe zu bedenken geben, dass (wenn Jesus also tatsächlich an Ostern 33 u.Z. auferstanden sein sollte), er am Ostermontag 2018 gewiss nicht in der Oberschwabenhalle Ravensburg (s.u.)sein wird und man/frau IHN deshalb dort auch nicht suchen braucht. Ok, das ist meine persönliche Meinung und meine persönliche Interpretation des „jesuanischen Tagebuches“ (manche sagen dazu unpersönlich „Bibel“). Doch wie immer, haben Sie/ihr auch hier die Option, diese meine Mail elektronisch zu zerschreddern und zu vergessen.

Frohe Ostern ALLEN!
Stefan Weinert

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„Die Schwäbische Zeitung“ berichtet:

Das Lobpreiskonzert am Ostermontag, 2. April, um 19 Uhr in der Ravensburger Oberschwabenhalle will eine Stimmung der Hoffnung verbreiten. „Wir wollen mit diesem Konzert ein mutiges Dennoch setzen gegen Entmutigung und Hoffnungslosigkeit in unserer Gesellschaft“, heißt es im Pressetext der Veranstalter. Mehr als 2000 Christen verschiedener Konfessionen und Altersgruppen werden zu der Mischung aus Gottesdienst und Konzert erwartet. Das Motto lautet: „Gott suchen, begegnen, erleben“. Der Eintritt ist frei (Kollekte). Infos unter www.lobpreiswerkstatt.de oder Telefon 0751 / 363630.

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Mein Kommentar dazu

„Gott suchen, begegnen, erleben“. — Ich frage mich, ob wohl Gott, oder besser gesagt Jesus, einer der 2.000 und mehr Gäste in der Oberschwabenhalle sein wird. Hat nicht ER selbst gesagt: „Ihr findet mich bei den Flüchtlingen, bei den Gefangenen, bei den Hungernden und Dürstenden, bei den Obdachlosen.?!“

Im Mittelpunkt eines solchen Lobpreiskonzertes stehen nicht wirklch Gott oder Jesus, sondern stehen die tollen Musiker samt Anhang auf der Bühne, denn auch „Christen“ sind nur Menschen. – Ich meine mich erinnern zu können, dass der Mann aus Nazareth der Meinung war, dass wir nicht öffentlich (Band, Chor, Bühne, Beifall) wie die Pharisäer, sondern im „stillen Kämmerlein“ unser Zwiegespräch mit Gott auf unsere und nicht von vorne vorgeschriebenen Weise(wenn überhaupt) führen sollen.

Apropos Beifall: Ein „Gott“ benötigt und will keinen Beifall von Menschen. Ein Präsident, ein Diktator, ein Künstler auf der „(Welten)bühne“ schon. — Wenn wir Menschen (den Kommentator mit eingeschlossen) ein „Dennoch gegen … Hoffnungslosigkeit in unserer Gesellschaft setzen wollen“, dann können wir das nur tun, indem wir von unserem materiellen und finanziellen Überschuss,  von unserer Zeit und unseren Fähigkeiten, denen etwas abgeben, die uns dieses nie zurückzahlen können, aber in ihrer Entmutigung und Hoffnungslosigkeit jetzt dringenst be-no(e)t-igen!! –

Es würde mich daher irgendwie nicht verwundern, wenn Jesus doch unter den „2001“ ekstatischen Zuhörern weilt, aufsteht, seine Peitsche schwingt und – den wummernden  Bass übertöndend – schreit: „Was habt ihr aus meinem Bet-Haus gemacht!!“ Dann sammelt er selbst die Kollekte ein und bringt sie persönlich denen, die keine Perspektive mehr haben, die nicht wissen, wo sie die nächste Nacht schlafen sollen, die nicht wissen, ob sie Morgen satt werden – und „Aug‘ in Aug“ (face to face) im „stillen Kämmerlein“ (Flüchtlingsheim, Obdachlosenunterkunft, Brücke, Wohnung ohne Strom und Heizung, Messiewohnung . . ., oder einfach der Nachbar, dem es nicht so gut geht)mit ihnen auch über ihren Seelenzustand sprechen wird. – Wer darüber hinaus, den Veranstaltern und Musikern für die Hallenmiete, für das tolle Konzert usw. zurückgeben kann und will, der mag‘ es anschließend tun.

DAS IST LOBPREIS GOTTES!! Oder werden es etwa die 2.000 plus die 20 von Gott „be-geist-terten“ Musiker in der Osterwoche und darüber hinaus tun?? –
Von einem, der es wissen muss.

Stefan Weinert, Ravensburg

Katholik (1951 – 1979)
Baptist (1979 – 1992; 1997/98)
Pfingstler (1998 – 2001)

Mensch

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Grafikquelle   :

Artist
Title
Italiano: Resurrezione di Cristo (Resurrezione Kinnaird)
English: The Resurrection of Christ (Kinnaird Resurrection)
Español: La resurrección de Jesucristo (Resurrección Kinnaird)
Português: Ressurreição de Cristo (Ressurreição Kinnaird)

 wikidata:Q677682

Date from 1499 until 1502
Medium oil on panel
Dimensions 52 × 44 cm (20.4 × 17.3 in)
São Paulo
Accession number MASP.00017retrieved from Wikidata
Source/Photographer [1]
Permission
(Reusing this file)
This is a faithful photographic reproduction of a two-dimensional, public domain work of art. The work of art itself is in the public domain for the following reason:

Public domain This work is in the public domain in its country of origin and other countries and areas where the copyright term is the author’s life plus 100 years or less.

 

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Drogenersatztherapie

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2018

15 Milliliter, jeden Tag

File:Pfauen-Apotheke in Dresden-Pieschen.JPG

Aus Bochum Waltraud Schwab

Seit 29 Jahren nimmt Roland Beinhard Methadon. Es stillt seinen Hunger nach Heroin. Kaum einer macht das länger als er. Vor 30 Jahren begann die Drogenersatztherapie in Deutschland.

Schore, Aitsch, etwas Braunes oder Mat? „Was soll’s?“ Roland Beinhard benutzt die Wörter nicht mehr, „ich sag, was es ist: Heroin“, sagt er und es fallen ihm die Augen zu beim Sprechen. Eine Stunde zuvor hat er seine Dosis Methadon geschluckt, 15 Milliliter in Apfelsaft, „ein ganzer Haufen“. Langsam setzt die Wirkung ein. Viele Drogenabhängige kriegen weniger als er, Metin zehn, Alex drei, Doris weiß nicht genau. Bibi kriegt mehr als Beinhard, „wegen HIV“, sagt sie. Der Computer im Methadon-Ausgaberaum hat die Menge am Automaten exakt abgefüllt, Beinhard hat’s getrunken, hat den bitteren Cocktail geschluckt, nicht wegen der Erlösung, sondern wegen der Kontinuität, und danach das Glas leer wieder abgestellt. „Schmeckt ekelhaft“, sagt er.

Beinhard bekommt das Zeug in der Krisenhilfe in Bochum, Viktoriastraße 67. Ein Bermudadreieck sei der Kiez, soll heißen: Unterhaltungsviertel, Rotlicht, Ort, wo man untergeht. Dazwischen Gotteshäuser. Neben der Methadon-Ambulanz hat die Krisenhilfe in der Viktoriastraße auch ein Café, wo sich Süchtige treffen, einen Druckraum, in dem Abhängige in sicherer Umgebung Drogen inhalieren oder sich spritzen können und die medizinische Notfallversorgung.

„Ich spritze Glück, Seelenfrieden, Seelenruhe“ – Roland Beinhard

Die Methadonausgabe, zu der Beinhard täglich pilgert, ist im ersten Stock. In der Küche neben dem Ausgaberaum steht Heinrich Elsner, „der Doc“. Alle nennen den ärztlichen Leiter so. Theologe, Arzt, Psychiater, Psychotherapeut ist er. Seelsorger, Seelenklempner. Er kocht Kaffee. Auf den Sofas in der Ecke sitzen ein halbes Dutzend Männer, manche langhaarig, manche mit Basecaps, fast alle tätowiert. Hi Soundso, hi Soundso, hi Soundso. Die, die sich hier treffen, sprechen die Namen bei Begrüßungen nicht aus; was ihnen über die Lippen kommt, gleicht einem freundlichen Gemurmel und das, worum ihre Gespräche kreisen, sind Wiederholungen: Drogen, Fußball, Geld, Frauen, „wo man was bekommt, was man den ganzen Tag macht, wo man was verkaufen kann“, Beinhards Worte.

Der Sound in der Küche irritiert. Da ist dieses Abgehackte bei den einen, sie reden, als wären sie schon beim Ausatmen vor dem ersten Wort fertig mit der Welt, und bei anderen hat die Sprache etwas Schleichendes, als schleppten sich die Gedanken hinter dem Gesagten her.

Der Doc steht dabei, drahtig, aufmerksam, reicht die Tassen rüber, „wie geht’s, alles klar?“ Sein Blick scannt die Haut, die Haltung, die Bewegungen der Substituierten, sein Ohr lauscht auf das Tempo der Worte. „So bin ich nah dran an den Leuten“, sagt er.

Roland Beinhard, der bleich ist, die Haut im Gesicht wässrig, die Bartstoppeln grau, geht es so lala, noch klagt er nicht, noch guckt er, auf was er sich einlässt. Von denen, die sich hier täglich ihr Methadon abholen, ist er am längsten dabei. 29 Jahre. Länger geht kaum. Denn die ersten Modellprojekte für Drogenersatztherapie waren nur wenige Monate zuvor, im März 1988, in Bochum, Essen und Düsseldorf eingerichtet worden. Es dauerte ein paar Wochen, bis Kunden, Klienten, Patienten – ja was nun? – bedient, behandelt, versorgt werden konnten. „Ich war der Erste“, sagt Beinhard. Er, dieser Methadon-Veteran, will zum Jubiläum der Methadonsubstitution von sich erzählen, von seinem ferngesteuerten Leben, in dem es vor allem eines gibt, nämlich einen Mangel, der ihn aushöhlt und leer zurücklässt, sehr leer.

Das hätte er noch nie gemacht, über sich gesprochen „inna Zeitung“, jetzt sei der Moment, „krieg ich Geld dafür?“ Kriegt er nicht, aber Geld ist für Beinhard ein wichtiges Thema: Er versteht nicht, dass er nur 200 Euro Hartz IV bekommt, der Rest werde, meint er, wegen „angeblicher“ Schulden abgezogen, und spätestens ab dem Fünfzehnten eines Monats muss er „stehlen oder was?“. Es klingt, als wären die Mitarbeiter von der Krisenhilfe schuld an seiner Misere, denn die täten nichts dafür, dass er den ganzen Hartz-IV-Satz kriegt, wie sie ihn auch nicht ins Take-home-Programm nehmen würden. Er bekommt also kein Methadonrezept für das Wochenende mit. Er muss jeden Tag in die Viktoriastraße kommen, samstags und sonntags auch.

„Ich hab mir so ’ne Mühe gegeben, aber ich komme nicht auf Take-home. Ich bin sauer. Da sind welche, die Faxen machen und Take-home kriegen und ich nicht.“ Was Faxen sind? „Na, dass man das Methadon vertickt.“ Welchen Stoff die dann stattdessen nehmen? „Heroin oder die holen sich was aus der Apotheke“, sagt Beinhard. Und der Doc sagt später, dass es da viele Möglichkeiten gebe und dass „die Leute schon wissen, was hilft.“

Dass die Leute wissen, was hilft, sagt er. Nicht: was flasht, was kickt, was turnt, was knallt. Solche Nuancen sind wichtig. Keine Methadon-Substitution ohne soziale, medizinische und psychische Betreuung, „täglich ein psychotherapeutischer Kurzkontakt“, fordert er. So ähnlich steht es sogar im Gesetz. Nur finanziert werde von den Krankenkassen vieles nicht.

In Deutschland gibt es nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle gegen Suchtgefahren 100.000 bis 150.000 Heroinabhängige. Etwa 75.000 werden mit Methadon oder anderen Opioidersatzstoffen behandelt. Das klingt viel, die Zahl derer jedoch, die abhängig sind von süchtig machenden Schlaf-, Schmerz- oder Beruhigungstabletten, ist um ein Vielfaches höher – bis zu drei Millionen könnten es sein, steht im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung von 2016.

Der Beschaffungsdruck der Tablettensüchtigen ist anders als bei Heroinabhängigen, die einen verbotenen Stoff brauchen und sich so automatisch im kriminellen Milieu bewegen. Roland Beinhard saß viereinhalb Jahre im Knast. „Ständig klauen“, sagt er, „Einbrüche, Diebstahl, früher war das leichter als heute. Von den Eltern hab ich ja kein Geld bekommen.“ Wer dagegen von Tabletten abhängig ist, muss Geschichten erfinden, muss Ärzte dazu kriegen, das Medikament zu verschreiben.

Seit Oktober 2017, als die Betäubungsmittelverschreibungsverordnung – herrje, was für ein Wort – aktualisiert wurde, darf Methadon auch an Leute, die von Schmerzmitteln abhängig sind, gegeben werden. Ein nicht unerheblicher Teil sind ältere Frauen. Sehen würde man diese Sucht in der Öffentlichkeit nicht, meint der Doc. Er findet die Novellierung gut, wichtig, überfällig. „Opioide sind sehr gute Medikamente“, sagt er. Auch Heroin, das, anders als Alkohol, wenn es rein ist, die Organe nicht schädigt und bis 1958 legal erhältlich war. Wenn nur die Abhängigkeit nicht wäre.

Abhängigkeit, dieses Monster, sitzt Roland Beinhard seit fast 40 Jahren auf dem Schoß. Mit 17 hat er mit Heroin angefangen. Sein älterer Bruder sei in Indien gewesen, „hat Heroin geschmuggelt und versteckt“. Beinhard sah, wo er es hatte und wie man es macht. „So muss es gewesen sein“, sagt er. Dann hat er es auch genommen. Und? „War gut gewesen.“

Er sitzt jetzt in einem abgewetzten Sessel im Kopierraum der Methadonambulanz, wo gewöhnlich die Eins-zu-eins-Gespräche stattfinden, und verschmilzt mehr und mehr mit dem Zimmer, in dem es nichts Farbiges gibt. Und ja, er erwähnt auch, dass es einen Stiefvater gab. Schläge. Und ja, er hat im Knast einen Beruf gelernt „Mechatroniker“. Und ja, er hat Hepatitis C, aber kein HIV. „Auf den Strich? Im Leben nicht.“

Beinhard, der 1962 geborene Wattenscheider, sagt, er sei 53. Er wiederholt das ein paar Mal, als sei er vor ein paar Jahren stehen geblieben. Denn Zeit, genau genommen, ist eine Belastung. Er hat zu viel davon. „Morgens steh ich auf, trink Kaffee, zieh mich an, trink noch ’n Kaffee, Zigaretten keine, das bringt mir nichts mehr.“ Dann geht er los in die Viktoriastraße. Bis halb 11 Uhr wird Methadon ausgegeben. „Und nachmittags, wenn man nach Hause kommt, Internet anmacht, ist die Außenwelt völlig weg.“ Gehe er doch mal in den Park, fange er an zu grübeln, „dass ich nichts auf die Reihe gekriegt habe. Da bleib ich lieber zu Hause.“

„Heroin hat auch eine seelische Wirkung“   –   Heinrich Elsner, der Doc

Quelle    :      TAZ        >>>>>         weiterlesen

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Grafikquellen  :

Oben    — 

Pfauen-Apotheke (vor 1945 Moltke-Apotheke) in Dresden-Pieschen, Leipziger Straße 118, im März 2015.
Date
Source Own work
Author Saalebae
I, the copyright holder of this work, hereby publish it under the following license:
Creative Commons CC-Zero This file is made available under the Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication.

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Unten   —

Legalize pot initiative in Zuerich, by gruntzooki, https://www.flickr.com/photos/doctorow/7259788/

w:en:Creative Commons
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Der Datenskandal Cambridge

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2018

Nicht Facebook hat Trump zum Präsidenten gemacht

File:Donald Trump (29496131773).jpg

Innerhalb eines demokratischen System ist immer die Gesellschaft für die Wahl ihres Gröfatz in die Verantwortung zu nehmen. Vollkommen Gleichgültig ob sie nun Trump, Merkel, Putin, Erdogan oder gar Hitler heißen.  Jede Gesellschaft verdient sich ihre Helden !

Ein Gastbeitrag von

Ja, unsere Daten verraten uns. Aber die Erklärungen von Cambridge Analytica sind zu einfach. Der Philosoph Philipp Hübl über die Grenzen der Manipulierbarkei.

Daten aus 50 Millionen Facebook-Nutzerprofilen soll die Firma Cambridge Analytica analysiert haben. Während die Nutzer sich fragen, wie sicher ihre persönlichen Daten noch bei Facebook sind, und die Aktie des Konzerns kräftig an Börsenwert verliert, geht es im neuesten Skandal auch um eine noch viel brisantere Frage: War die Manipulation der Wähler über Facebook der entscheidende Faktor bei der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten? Hat Cambridge Analytica es wirklich geschafft, Wähler zu manipulieren? Und wie manipulierbar sind wir in unseren politischen Ansichten? Erstaunlich wenig, glaubt der Philosoph Philipp Hübl. Unsere Ansichten seien viel stabiler, als viele gern behaupten.

Alexander Nix, der kürzlich gefeuerte Chef der Datenanalysefirma Cambridge Analytica, prahlte vor einem Undercover-Reporter damit, dass er den US-Wahlkampf 2016 entschieden habe. Seine Firma habe unentschiedene Wähler so gezielt manipuliert, dass sie für Donald Trump gestimmt hätten. Damit macht Nix nicht nur Werbung für sein digitales Werbe-Instrument. Er greift ein Menschenbild auf, das auch Psychologen und Neurowissenschaftler in den letzten Jahrzehnten verbreitet haben: die These vom manipulierbaren Individuum, das nicht aufgrund bewusster Entscheidungen handelt, sondern von unbewussten Neigungen gesteuert ist. Vom Selbstwahn ist die Rede und von der Konstruktion des Ich. Auch der Hype um das Neuromarketing und die Behauptung, die Neurowissenschaft habe die Willensfreiheit widerlegt, gehören dazu.

Eine vermeintlich einfache Erklärung für erschreckende Ereignisse

Das Begründungsmuster ist dankbar. Es bietet einfache Erklärungen für überraschende und erschreckende Ereignisse wie die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Letztlich verschiebt es so die Verantwortung: Nicht die Kampagne der Demokraten scheiterte, nicht die Anhänger der Republikaner in den USA sahen bewusst über Trumps sexistische und rassistische Äußerungen hinweg. Nein, am Ende war es eine große Täuschung, der die Wähler aufsaßen. Aber stimmt das? Bisher ist überhaupt nicht belegt, ob Cambridge Analytica wirklich Einfluss auf die Wahl nehmen konnte. Die Wissenschaft hinter der Manipulation ist weit weniger eindeutig als angenommen. Und Teile der Argumentation der Firma widersprechen sich gar selbst.

Doch zunächst zu dem, was passiert ist: Alles begann mit einer Studie, die mit Wahlkampfbeeinflussung nichts zu tun hatte. Die Cambridge-Psychologen Michal Kosinski und David Stillwell untersuchten 58.000 Facebook-User mit einer App, die gleichzeitig ein Persönlichkeitstest ist und Informationen über die Facebook-Likes abfragt (PNAS: Kosinski, Stillwell et al., 2013, .pdf). Damit erstellten die Forscher ein Datenprofil der Teilnehmer und stießen auf teils kuriose Korrelationen: Wer zum Beispiel spiralförmige Pommes (curly fries) mag, ist eher intelligent, wer Harley-Davidson likt, eher nicht. Wer sich als Mann für Kosmetikprodukte interessiert, ist eher homosexuell, wer der Rapformation Wu-Tang Clan folgt, eher heterosexuell. Einige dieser Vorhersagen sind wenig überraschend, andere hingegen schon: Was hat die Pommes-frites-Form schon mit logischem Denken zu tun?

Konservative sind verlässlich, Liberale offen gegenüber Neuem

Auch das Wahlverhalten konnten die Forscher anhand von Likes vorhersehen. Solche Korrelationen basieren auf gut gesicherten Vorarbeiten über fünf Persönlichkeitsmerkmale, die beim Menschen über das ganze Leben hinweg relativ konstant stark oder schwach ausgebildet sind: Offenheit, Verlässlichkeit, Extrovertiertheit, Verträglichkeit und emotionale Instabilität, den englischen Anfangsbuchstaben nach auch Ocean-Merkmale genannt. Studien zeigen, dass Persönlichkeitsmerkmale und Wahlverhalten korrelieren. So verglich die amerikanische Sozialpsychologin Dana Carney zwei politische Typen Mensch, den konservativ-rechten Typ (conservatives) und den progressiven (liberals) (Political Psychology: Carney et al., 2008). Dabei zeigt sich etwas, was schon der Philosoph Theodor W. Adorno vermutet hat: Ein hoher Wert bei „Offenheit“ ist ein guter Indikator für die politische Orientierung. Menschen, die der Welt gegenüber offen sind, wollen neue Speisen, Menschen und Länder kennenlernen. Wer offen oder neophil ist, wählt eher progressiv, also linksliberal. Bei Konservativen findet man diese Neophilie hingegen selten. Sie sind eher risikoscheu und bleiben, wie der Name schon sagt, lieber bei dem, was sie schon kennen (Psychological Bulletin: Jost et al., 2003). Konservative punkteten dafür eher bei der Dimension „Verlässlichkeit“. Wer verlässlich ist, gilt als systematisch, ordentlich und überlegt.

Wie politische Neigungen mit Persönlichkeitsmerkmalen und diese wiederum mit Likes korrelieren, zeigen Kosinski und Stillwell mit einem Beispiel: Wer die Marke Hello Kitty mag, hat einen hohen Wert bei Offenheit und einen niedrigen bei Verlässlichkeit und wählt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Demokraten.

Anhand von Likes kann man die Politik auslesen

Quelle    :    Zeit-online       >>>>>         weiterlesen

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Grafikquelle    :

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Attribution: Gage Skidmore

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Nur doof bei Hof

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2018

Spiegel beim NDR alle verhängt

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/Tagesschau_logoen_2013-07-11_13-56.jpg

Quelle  :   Rationalgalerie

Autor : U. Gellermann

Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Zentrale von ARD-aktuell beim NDR in Hamburg, dort wo die Tagesschau produziert wird. Die können nicht alle blind und stumm sein. Und doch nehmen sie anscheinend klaglos hin, dass sie als Hilfswillige für einen höfischen Journalismus eingesetzt werden, der nicht nur dem Programmauftrag des NDR widerspricht, sondern auch allen Fähigkeiten und Sinnen, über die sie verfügen. Rund 300 Mensch müssen Tag für Tag so tun, als sähen sie nicht, dass der Kaiser nackt ist. Als sähen sie nicht, dass sich die Bundesregierung der Kumpanei mit Regimen wie dem saudischen und dem türkischen gemein macht. Als bemerkten sie nicht, dass die laut verkündeten demokratischen Ideale längst gegen wirtschaftliche und geostrategische Interessen ausgetauscht wären. Klar: Es lebt sich gut bei Hofe. Man streicht kein schlechtes Gehalt ein. Und am Alters-Horizont wartet eine ordentliche Pension. Da stellt man sich gern doof. Aber die Spiegel in den Waschräumen des Funkhauses sollten alle verhängt sein: Wer will sich denn unter diesen Bedingungen noch ins Gesicht sehen?

Beschwerde nach Art.17 GG:
Tendenziöse Nachrichtenauswahl und -gestaltung
19.-25. März 2018

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-388611.html
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-24785.html
 
Sehr gehrte Rundfunkräte,

ob es sich nun um Reklame für den Luxus-Tourismus ausgerechnet nach Saudi-Arabien handelt oder doch nur um eine verkorkste Art von Hofberichterstattung, befinden Sie bitte selbst. Als vertretbarer Nachrichtenbeitrag in einer Sendung der öffentlich-rechtlichen ARD-aktuell war das jedenfalls nicht zu bezeichnen.

„Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie“. Wer so vornehm über eine der widerwärtigsten Despotien unserer Zeit daherredet und -schreibt, macht sich auch den Hosenstall mit Messer und Gabel auf und zu. Vom Informationsauftrag, den Zuschauer zu einem sachgerechten Urteil zu befähigen, ist er dabei aber Lichtjahre entfernt. „In Saudi-Arabien gilt die Scharia in der mittelalterlichen Form. Riad stützt und finanziert die Verbreitung des islamistischen Neofundamentalismus. Das Land verletzt ununterbrochen die Menschenrechte und es werden regelmäßig Strafen wie Amputation, Auspeitschung, Steinigung und die Todesstrafe vollzogen, letztere auch für Homosexualität.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Saudi-Arabien.) Solch präzise Beschreibung vermeidet ARD-aktuell natürlich. Dr. Gniffkes Qualitätsjournalisten sind offenkundig strikt bemüht, die „stabile Partnerschaft“ vulgo: Kumpanei der Bundesregierung mit der widerwärtigen Blutsäuferbande in Riad nicht mehr zu stören als unvermeidlich.

Noch zum Thema Hofberichterstattung: Schöne, umfangreiche Liebedienerei mit ausgiebiger Darstellung einer Dienstreise der Kriegsministerin von der Leyen zu unseren Demokratieverteidigern am Hindukusch. Informationswert gleich null. Die PR-Abteilung der Bundeswehr hätte das nicht perfekter liefern können. http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-24787.html 

Auch die kriminelle Komplizenschaft der Berliner Regierung mit der Türkei (= Waffen, Schmiergeld in Milliardenhöhe und diplomatische Verschleierungstänze) soll offenkundig dem kritischen Blick des TV-Publikums entzogen bleiben. Sultan Erdogan verkündet, im Zuge seiner „Operation Olivenzweig“ seine Invasion in Syrien bis nach Tall Raafin fortzuetzen. Diese syrische Stadt liegt nur 30 km westlich von Aleppo und weit jenseits der Grenze des Gouvernements Afrin, aus dem Erdogan Kurden und Jeziden von seinen plündernden Marodeuren verjagen ließ, um Raum für Dschihadisten aus aller Herren Länder zu schaffen, die er dort unter sein Kommando stellen will. Völkerrechtsverbrechen, Kriegsverbrechen, weil Syrien aufgeteilt werden soll.  Acht der zwölf syrischen Öl- und Gasfelder sind von US-Truppen besetzt bzw. unter US-Kontrolle, der größte Teil der syrischen Pipeline-Struktur ebenfalls; die Wächter über Demokratie und Menschenrechte, unser allerwichtigster „Freund und Partner“, die „Schutzmacht“ des Westens, raubt und plündert Syrien aus, was das Zeug hält: Nichts von all dem in den Angeboten der ARD-aktuell.
Quellen u.a.:  https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/03/26/energie-krieg-aufteilung-von-syrien-nimmt-gestalt/   https://www.heise.de/tp/features/Tuerkei-vertreibt-die-letzten-Eziden-aus-Syrien-4003468.html https://de.sputniknews.com/panorama/20180325320057464-olivenzweig-erdogan-ziel/

ARD-aktuell „liefert“ auch nicht mehr aus Ost-Ghouta. Dass Russen und Syrer den dortigen Besatzern, einer Bande internationaler Söldner und terroristischer Kopfabschneider, den friedlichen Abzug nach Idlib erlaubten und per Bus tausende dieser Mörder unter sicherem Geleit abtransportierten, dass die Bevölkerung der Syrischen Armee als Befreier zujubelt: Darüber kommt fast nichts, die Weißhelme und andere Komplizen der Mörderbande stehen als Zuträger nicht mehr zur Verfügung. Zu blöd, dass man nichts mehr hat, über den Fassbomben werfenden Schlächter Assad zu hetzen, der „sein eigenes Volk bombardiert“. Soviel, wie man speien möchte über die ARD-Desinformation, kann man aber auch mit größter Anstrengung nicht fressen.

Am 24. März 1999 begann die Bundesrepublik im Verein mit dem Kriegsverbrecher-Klub NATO ihren Krieg gegen Jugoslawien. Der Gedenktag an diesen ersten, unbezweifelbar völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hierzulande nirgends begangen, auch nicht in den Medien. Monatelang bombte die NATO damals. Abertausende Zivilisten starben, vor allem zahlreiche Kinder; die dreijährige Milica Rakić beispielsweise, sie wurde in Belgrad von einem Granatsplitter zerfetzt. Die deutschen Kriegsverbrecher, Schröder, Scharping, Fischer &Co laufen bis heute frei und unbehelligt herum. Dass gegen sie Unterschriften für eine Petition gesammelt werden und jetzt eine Strafzeige gegen sie eingereicht wurde, wäre ein Anlass für einen sauberen Bericht über den Jahrestag in ARD-aktuell gewesen, wenn schon das Gedenken selbst allein von den Serben gepflegt werden musste. Die ARD-aktuell strahlt eben lieber deutsche Rechtschaffenheit in die hiesigen Wohnzimmer. Und übt verständnisinniges Schweigen über die Verbrecher und ihre Lügen (Scharping, Fischer: „Hufeisenplan“, „neues Auschwitz verhindern“ etc.).
Quelle: https://de.sputniknews.com/panorama/20180324320046579-serbien-nato-luftangriffe-jugoslawien-jahrestag/

Darfs noch ein wenig europäisch sein? Darauf legen doch die Berliner Polit-Vorleute der ARD-aktuell stets Wert? Kommissionspräsident Juncker hat mit seinem Rücktritt gedroht, falls der deutsche Strippenzieher Martin Selmayr nicht zum Generalsekretär der EU-Kommission befördert werde. Eine Polit-Kabale ersten Ranges läuft zwischen Berlin und Brüssel, aber ARD-aktuell legt den schützenden Mantel verständnisinnigen Schweigens drüber.  Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/03/25/juncker-droht-we gen-personal-affaere-mit-ruecktritt/   
Strich unter alles: ARD-aktuell braucht den Sendeplatz für Reisereportagen aus der Entourage der Kriegministerin von der Leyen und für mediale Ablenkungsmanöver statt informativer Berichte über Syrien, da ist kein Platz für „umfassende und vollständige Information über das Weltgeschehen“, schon gar nicht über die ökonomischen Hintergründe der Kriege und Verbrechen, die auch im Namen Deutschlands begangen wurden und werden.

Vermutlich ist auch wenig Zeit in Ihrem Gremium, dem Rundfunkrat, sich kritisch mit der Realität der ARD-aktuell-AgitProp auseinanderzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


Grafikquelle  : User:Sogndal 123Eigenes Werk

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Linke Schachmatt gesetzt

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2018

Debatte Linke Sammlungsbewegung

Wagenknecht, Sahra, 2013.JPG

Über Realitäten oder nicht, werden in einer Demokratie immer noch die MitgliederInnen der Partei entscheiden. Auch wenn sich anschließend vielleicht nichts Linkes in einer Partei mehr wiederfindet. – da alles Rechts ist. Hatten wir schon einmal – vor nicht allzu langer Zeit.  – Red. – IE.

Von Martin Reeh

Warum einiges für Sahra Wagenknechts Idee spricht, sie aber an der unrealistischen Haltung der Linken in der Flüchtlingspolitik scheitern wird.

Wer sollte schon kommen? Jakob Augstein vielleicht? Lafontaines Ex-Staatssekretär Heiner Flassbeck? Viele Prominente sind es nicht, die einem als mögliche Zugpferde für Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung einfallen. Die Linke-Fraktionschefin wirbt seit einigen Monaten dafür, viel Konkretes war noch nicht zu hören. Man darf skeptisch sein, ob mehr daraus werden wird.

Dabei spricht einiges für eine Umgründung auf der politischen Linken. 38,6 Prozent haben im September 2017 SPD, Grüne oder Linkspartei gewählt, 56,3 Prozent CDU/CSU, FDP oder AfD. Eine linke Mehrheit ist nicht in Sicht. SPD und Grüne haben daraus ihre Schlussfolgerungen gezogen: Die Sozial­demokraten mit dem erneuten Versprechen einer Erneuerung, die Grünen mit einer stärkeren Orientierung auf die bürgerliche Mitte. Wer links keine Machtoptionen sieht, sucht sie woanders.

Für die Linkspartei ist die Lage scheinbar bequem. Sie liegt so weit oberhalb der Fünfprozenthürde und so weit weg von einer Regierungsbeteiligung, dass sie keine anstrengenden innerparteilichen Konflikte austragen müsste. Sie dürfte von der Orientierung der Grünen an der Union und der Beteiligung der SPD an einer neuen großen Koalition profitieren. Aber am Fehlen einer Machtperspektive ändert das nichts: Die Stimmen innerhalb des rot-rot-grünen Lagers zu verschieben ist ein politisches Nullsummenspiel.

Was also tun? Wagenknechts Sammlungsbewegung ist innerparteilich so umstritten, weil sie einen Teil der Wähler gewinnen will, die von SPD und Linkspartei zur AfD gewechselt sind. Was heißt, dass man zumindest auf einen Teil ihrer Anliegen eingehen muss. Im Kern ist das ein Streit seit dem Flüchtlingsherbst 2015: Wenn die linken Parteien eine moralisch wie politisch glänzende Performance hingelegt hätten, wäre es Opportunismus gegenüber rechtspopulistischem Gedankengut, diese Linie zu verändern. Hätten sie aber zumindest teilweise falschgelegen, wäre es dringend notwendig, darüber zu reden.

Andere Utopien verstecken sich im Programm

Die Linkspartei ist eine mehrheitlich realpolitische Partei, mit einer eher rechtssozialdemokratischen (Ost-Reformer) und einer linkssozialdemokratischen (Wagenknecht und Gewerkschaftsflügel) Variante. Wie stets in sozialdemokratischen Parteien unterscheiden sich die beiden Flügel darin, welches Maß an Umverteilung sie als ökonomisch und politisch möglich sehen. Wie sollte es auch anders sein? Geld, das in Sozialpolitik fließt, muss zunächst einmal erwirtschaftet – und anderen weggenommen werden.

Dennoch hat wie jede linke Partei, die einmal in großen Entwürfen gedacht hat, auch die Linkspartei ihre utopischen Reservate: Wenn der Kampf in Stadträten und Parteigremien zäh ist, strahlt die Sonne in Kuba umso heller.

Quelle   :     TAZ       >>>>>     weiterlesen

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Grafikquelle     :     Sahra Wagenknecht während einer Wahlkampfveranstaltung zur Bundestagswahl 2013 auf dem Friedensplatz in Bonn

 

 

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Frohe Ostern

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2018

Wünschen wir allen SympathisantenInnen und Freundinnen

Die Redaktion DL : Im Auftrag  –  IE

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Grafikquelle   :  Ostereier aus Tschechien

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DL – Tagesticker 01.04.18

Erstellt von DL-Redaktion am 1. April 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Jetzt wäre doch der rechte Zeitpunkt für Drohnen-Uschis Resteverwerter, dort einzufallen?

Syrien

1.) Assad-Armee bringt Ost-Ghuta fast vollständig unter Kontrolle

Ost-Ghuta steht vor dem Fall: Syrische Regierungskräfte haben die Rebellen-Hochburg nach eigenen Angaben fast vollständig zurückerobert. Zivilisten wurden mit Bussen evakuiert. Das Militär von Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat die seit Wochen umkämpfte Region Ost-Ghuta fast vollständig unter Kontrolle gebracht. Die Armeeführung teilte am Samstagabend mit, ihre Truppen hätten eine Reihe von Städten und Orten in dem Gebiet nahe der Hauptstadt Damaskus zurückerobert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Armee kontrolliere nun rund 94 Prozent von Ost-Ghuta.

Spiegel-online

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Was alles verkauft die Post nicht? Vielleicht ist IM Erika ja durch die Post auf ihre jetzige Arbeitstelle versetzt worden ?

Zeitung:

2.) Post hat Kundendaten für Bundestagswahlkampf an CDU und FDP verkauft

Nach dem Datenskandal bei Facebook gibt es einem Medienbericht zufolge ähnliche Vorwürfe gegen die Deutsche Post. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtete, verkauft der ehemalige Staatskonzern über seine Tochter Deutsche Post Direkt GmbH seit 2005 Daten an Parteien zu Wahlkampfzwecken. Im Bundestagswahlkampf 2017 hätten CDU und FDP jeweils einen fünfstelligen Betrag für straßengenaue Analysen gezahlt.

Die Welt

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Wenn, dann bitte eine Meldepflicht für alle Religionsfeindliche Vorfälle. Als angeblicher Anwalt sollte „Kauda“ wenigstens das Grundgesetz kennen und erwähnen. Alles andere ist hirnentleerte Schafelei!

Antisemitismus :

3.) Union fordert Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle

Volker Kauder will Schulen verpflichten, religiöses Mobbing bei der Verwaltung zu registrieren und sofort zu ahnden. Eine Übersicht zur Lage könne helfen, sie zu ändern. Unions-Fraktionschef Volker Kauder will an deutschen Schulen eine Meldepflicht für judenfeindliche Vorfälle einführen. „In jedem Bundesland sollten die Schulen verpflichtet werden, solche Vorfälle konsequent der Schulverwaltung zu melden“, forderte der CDU-Politiker einem Medienbericht zufolge. Es gebe derzeit keinen Überblick über den Antisemitismus an den Schulen. Angaben über das Ausmaß des Antisemitismus und dessen Ursachen seien jedoch wichtig, damit die Kultusminister der Länder auch schulübergreifend Maßnahmen prüfen könnten, argumentierte Kauder in der Welt am Sonntag.

Zeit-online

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Die 68 ger haben sich aber nicht an die Kleinsten vergriffen ?

1968–2018: 50 Jahre danach

4.) § 219a hat viel mit den 68ern zu tun

Wäre ich gerade schwanger, ich würde wahrscheinlich abtreiben. Ob ich es wirklich täte, weiß ich natürlich nicht. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass es 2018 ist und ich mich als Frau sowohl für als auch gegen ein Kind entscheiden kann. Das war bekanntermaßen nicht immer so: Abtreibung wurde in (West-)Deutschland erst 1974 legal. Es war ein Triumph für alle Frauen und ihre sexuelle Selbstbestimmung, die die 68er zum ersten Mal ernsthaft politisch eingefordert hatten. Mit ihrem Leben in Kommunen genauso wie mit ihren Forderungen auf der Straße.

TAZ

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Drohnen Uschi verliert ihre politische Unschuld.  Obwohl – nach dem Kalender, zu Ostern nur Auferstanden werden darf!

„Das Vertrauen verloren“ :

5.) Marine-Kommandeur rechnet mit von der Leyen ab

Die Bundeswehr, so viel ist bekannt, ist in keinem guten Zustand. Daran lässt selbst das Verteidigungsministerium keinen Zweifel. Es gibt zu wenig Nachwuchs. Viele Panzer, Flugzeuge und Kriegsschiffe sind nicht einsatzfähig. Rüstungsprojekte werden oft zu einer Odyssee ohne Happyend. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die mit immer neuen „Trendwenden“ seit ihrem Amtsantritt 2013 die Lage zu verbessern sucht, wirbt inzwischen immer lauter um Geduld. Der Sparkurs seit der Wiedervereinigung lasse sich nicht in zwei Jahren umkehren, hatte sie auf der Münchner Sicherheitskonferenz eingestanden. Zudem, sagte sie am Sonntag bei einem Truppenbesuch in Afghanistan, fordere das Mehr an Manövern zur Landes- und Bündnisverteidigung die Bundeswehr.

FAZ

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Sie sind sich einig: Spahn und Wagenknecht! Von der EU will jede/r nur das Beste – billige Arbeitskräfte für die „Herren/Damen – Menschen.

Personalmangel in der Pflege

6.) Spahn will mehr Pflegekräfte aus dem Ausland

„Pflegekräfte aus unseren Nachbarländern einzuladen, ist die nächstliegende Option“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“. Er verwies dabei auf die in der EU geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Saarbrücker-Zeitung

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7.) Alles bereit für 1. April: Kichernder Pfarrer mischt Abführmittel in Ostermesswein

Der erste April kann kommen! Mit schelmischem Grinsen füllt Pfarrer Alois Brandl aus Ingolstadt derzeit Abführmittel in den Wein, der für die Osterfeier seiner Kirche bestimmt ist. „Die werden Augen machen“, kichert der Geistliche, der sich freut, dass in diesem jahr der erste April endlich wieder auf einen Ostersonntag fällt.

Der Postillon

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquelle: DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

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