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RENTENANGST

Archiv für Januar 2nd, 2018

Jan Knopf: Bertolt Brecht

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Januar 2018

Brechts unterschlagene Commune

File:Brecht-Weigel-Haus Buckow 01.jpg

Quelle  :   Untergrundblättle

Von Fritz Güde / kritisch-lesen.de

In der früheren DDR wurde die Commune von 1871 oft gerühmt, selten als Vorbild studiert. Konkrete Erinnerung störte. Was aber brachte Professor Knopf dazu, im freien Westen die Existenz der Commune von Brecht völlig zu verschweigen?

Professor Jan Knopf ist als Herausgeber der kommentierten Berliner und Frankfurter Ausgabe der Werke einer der umfassendsten Kenner der Werke Brechts. Zugleich ist er Leiter der Arbeitsstelle Bert Brecht in Karlsruhe. Als solcher hat er 2006 zum fünfzigsten Todestag mit einer neuen Gesamtdarstellung Brechts in der neuen Reihe von Suhrkamps BasisBiographien bedacht.

Die grosse Überraschung: Brecht war gar kein Marxist. Das haben ihm seine Anhänger und Gegner in einer gemeinsamen Verschwörung angedichtet. Brecht war vielmehr – im Hauptberuf sozusagen – ein erbitterter Gegner der Tuis (Hüllwort für Intellektuelle). Die hat er sein Leben lang gehasst. Das ist unbestreitbar. Nur: Ein wenig hat Brecht schon danach gefragt, in wessen Diensten diese Intellektuellen als Kopflanger standen. Gegen die Intellektuellen an sich konnte er nicht gut vorgehen, schliesslich war er selber einer. Diesen Gesichtspunkt hat Jan Knopf entschlossen ausradiert. Gegen Intellektuelle sein – das heisst beim Jan Knopf von 2006 so viel wie gegen Bürokratie oder gegen den Staat. Nur den bürgerlichen Staat zurückdrängen, das kann auf „lassen wir den Markt entscheiden“ hinauslaufen, aber auch auf: die Leute sollen nicht verwaltet werden, sondern lernen, die Verwaltung ihrer Angelegenheiten gemeinsam selbst zu übernehmen. Textvergleich: Knopf Reclam 2000 – Suhrkamp 2006

Die Schwäche des neuen Konzepts, das uns Jan Knopf anbietet ist, dass die Produktion Brechts nach 1930 jeden inneren Zusammenhang verliert. Auch müssen gewisse Werke Brechts völlig aus dem Korpus verschwinden. So vor allem das späte Drama Tage der Commune. Gewiss – es ist nach einer Vorlage geschrieben – wie die meisten Theaterstücke, vor allem die Brechts. Immerhin verursachte es in der alten DDR bei der Erstaufführung einige Unruhe bei den DDR-verwaltenden Mit-Marxisten. Bei Knopf ist es spurlos verschwunden. Hoffentlich nicht deshalb, weil sich da nicht verschweigen liesse, dass Brecht ganz gehörig an Marx genascht hat.

Fünf Jahre vorher wusste Jan Knopf noch: „am historischen Vorbild des Aufstands der Pariser Kommune von 1871 liessen sich aktuelle Probleme im Nachkriegsdeutschland spiegeln, und zugleich konnte Brecht für eine sozialistische Erneuerung Deutschlands plädieren.“ (Knopf 2000, S. 186) Da scheint Jan Knopf noch selbst den Sozialisten Brecht im Kopf gehabt zu haben.

Wo bleibt die Hexameterfassung des Manifests?

Auch fehlt 2006 im neuen Werk völlig Brechts Versuch, das kommunistische Manifest in klassischen Hexametern neu zu schreiben. Fünf Jahre vorher – in einer Brechteinführung bei Reclam kam es noch vor, und es wurde nach Hanns Eislers Fragen Sie mehr über Brecht richtig mitgeteilt, dass das Vorhaben an den Termini von Marx scheiterte – „Bourgeoisie“ und „Proletariat“, die sich dem Versmass des Hexameters widersetzen. Dass liesse sich allerdings gegen Knopf eher als Treue gegenüber Marxens Text verstehen. Wäre es nicht leicht gewesen „Ausgebeutete“, „Unterworfene“, „Kämpfende“ usw. zu ersetzen – schön nach den Regeln dieses Versmasses. Erste Silbe betont, zwei unbetonte. Nur – mit allen Ersatzworten wäre nicht das Ganze des Proletariats erfasst worden, immer nur ein Teil. Lieber gab Brecht das Werk auf als den vollen Begriffsumfang. (Eisler, als Quelle noch hochgerühmt im Jahre 2000, hat 2006 seinen Tadel weg – redet mehr über sich als über Brecht).

Wo etwas wegfällt, kommt anderes hinzu. Brechts wichtige Bearbeitung des Hofmeister von Lentz aus dem Sturm-und-Drang wird 2000 bei Knopf noch mit dem Satz Brechts kommentiert: es gehe ihm um die Fragen „eines revolutionären Proletariats an den Bürger von heute“ (Knopf 2000, S. 187). 2006 bedeutet die Selbstentmannung des Hofmeisters Läuffer nicht mehr den drastischen Zwang zur Triebunterdrückung, um unter adligen und bürgerlichen Herrschaftsverhältnissen seinen Lebensunterhalt zu fristen. Knopf hat 2006 eine überraschende Neudeutung parat:

„Läuffer und seine zukünftige Frau Elise, der er erst gegen Ende des Stücks begegnet, erfüllen die Voraussetzung, aber nicht das Vermögen zur Ehe. Viel boshafter war nach dem Krieg das Verhältnis zwischen den beiden deutschen Staaten, das dann Teil eines gefährlichen Kalten Krieges werden sollte, kaum zu erfassen.“ (S. 116)

Darauf muss man erst mal kommen. Deutsch-Deutsche Liebe mit Viagra-Bedarf. Gerade von dieser Inszenierung hat Brecht ein ausführliches Modell erstellen lassen. Hätte er das sagen wollen, hätte er doch einen Wink einschmuggeln können. In einem Aufsatz in Ossietzky teilt Manfred Wekwerth mit:

„Er, der Professor, hat nämlich in Brechts Bibliothek im Berliner Brechthaus nachgeschaut und kann nun beweisen, dass es nur die Biografen und Deuter waren, die behaupteten, Brecht habe Marx gelesen. ‚Davon kann jedoch keine Rede sein, er hat Marx nie richtig gelesen. Die Lektüre des ‚Kapitals‘ ist lediglich als sporadische Urlaubslektüre überliefert‘, so der Professor; bei dem ‚Büchernarren‘ Brecht habe er nur eine weitgehend ungebraucht wirkende ‚Kapital‘-Ausgabe von 1932 gefunden, obwohl Brechts angebliche Marx-Studien doch um Jahre zuvor datiert seien. Dass sich Brecht selbst als Marxismus-Kenner darstellt, ist für den Professor eher eine‚ typisch Brechtsche Selbstinszenierung, die im konkreten Fall einem speziellen Auftritt in Moskau geschuldet ist‘.“ (Ossietzky 6/2006)

Der Wagen des Berliner Ensembles mit Bertolt Brecht und Helene Weigel, 1.

Leider teilt Wekwerth die Fundstelle nicht mit. Die Mitteilung selbst wirkt glaubhaft. Sollte sie wahr sein, würde sie bei Knopf selbst auf ein erschütterndes Missverständnis dessen verweisen, was Marxismus sein kann. Sein wichtigstes Kennzeichen: Er wird nicht nur über Bücher weitergereicht, sondern vor allem durch tätigen Umgang. Gespräche, Schulungen, Briefe scheint es für Knopf nicht zu geben. Den Einfluss des marxistischen Denkers Korsch, den Brecht immer „Mein Lehrer“ nannte – gibt Knopf notgedrungen bei Reclam und Suhrkamp zu. Bei Suhrkamp allerdings mit der Anmerkung, zwar sei durch Korsch „Brechts realistischer Materialismus (…) vorübergehend ins Schwanken gekommen. (…) Nach einigen idealistischen Ausfällen, die darin bestanden, dass er Korschs Gedanken nachschrieb, stabilisierte sich Brechts Einstellung jedoch angesichts der politischen Ereignisse schnell wieder.“ (Knopf 2006, S. 36) Korsch – Verführer zum Idealismus! Kein Wunder, dass Knopf seinen Schutzbefohlenen Brecht alsbald zwingt, Korsch unter die Tuis einzusortieren.

Steht es wirklich schon so schlimm?

Man kann in einem dünnen Buch nicht alles unterbringen. Trotzdem wäre ein Wink doch möglich gewesen auf Korschs Aufenthalte in Svendborg bei den Brechts, zeitweise zugleich mit Walter Benjamin, lang nach der Entlarvung als Tui 1934. Dazu ein winziges kriminalistisches Detail. In Benjamins Passagenwerk finden sich sehr viele Exzerpte aus Korschs Buch über Karl Marx. Korschs Buch war damals noch gar nicht zu Ende geschrieben. In der ersten nach dem Krieg herausgekommenen Ausgabe – bei EVA – finden sich keine wörtlichen Entsprechungen. Also spricht sehr vieles dafür, dass Brecht mit Erlaubnis Korschs Benjamin mit den jeweils neuen Teilen des Work in Progress versorgt habe. Zumindest beweist das, dass auch nach der Entlarvung Brecht Korsch für einen der wichtigsten Denker gehalten hat. Wie hätte er ihn sonst bedenkenlos weitergegeben und empfohlen?

Scheint der von Knopf neu eingekleidete Brecht doch mehr ein modisches Phänomen, so hoffen wir, dass Knopf noch so lange tätig sein kann, dass er in der nächsten Konjunkturwelle seinen Brecht wieder neu modisch-adrett präsentieren kann – nach den dann herrschenden Bedürfnissen. Chotjewitz erwägt in konkret vom August 2006 barmherzig, dass Knopf die Ausstaffierung seines Brecht total entmarxt für nötig angesehen habe, um wenigstens auf diese Weise seinen Schützling durchzubringen in Zeiten wachsender Unwissenheit und Abneigung gegen Theorie. Also so ähnlich, wie man Zitate von Spinoza unterm Faschismus als die eines holländischen Gelehrten des 17. Jahrhunderts unschuldig maskierte.

Jan Knopf hat uns – mit anderen – die Gesamtausgabe Brecht geliefert. Ein geräumiges Gebäude. Aber was hilft das schönste Haus, wenn der Bauherr alle paar Jahre das Türschloss ändert und den Schlüssel für sich behält.

Jan Knopf: Bertolt Brecht. Suhrkamp BasisBiographien 16. Suhrkamp Verlag, Berlin 2006. 160 Seiten. ca. 12.00 SFr., ISBN: 978-3-518-18216-1

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Description
Deutsch: Denkmalgeschütztes Brecht-Weigel-Haus am Ostufer des Schermützelsees in der Bertolt-Brecht-Straße 29/30 in Buckow, Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg. In dem Sommerwohnsitz arbeiteten Bertolt Brecht und Helene Weigel seit 1952, Helene Weigel auch nach dem Tod Brechts 1956. Seit 1977 dient das Haus als Museum und Gedenkstätte für das Künstlerehepaar. Laut Denkmalliste stehen unter Schutz: Sommerwohnsitz von Bertolt Brecht und Helene Weigel, bestehend aus Atelierhaus, Chauffeur- und Gärtnerhaus mit Seitenflügel und Veranda, Pavillon über Eiskeller und Garagen, Bootshaus, Wasserturm sowie parkartiger Gartenanlage mit Seebalustrade, Brücke, Boots- und Badesteg, Gartenskulpturen, Blumengarten und straßenseitiger Grundstückseinfriedung.
English: Listed Brecht-Weigel-Haus at the eastern shore of the Schermützelsee in the Bertolt-Brecht-Straße 29/30 in Buckow, District Märkisch-Oderland, Brandenburg, Germany. Bertolt Brecht and Helene Weigel were working in the summerhouse since 1952, Helene Weigel also after the death of Brecht in 1956. Since 1977 the house is used as museum and memorial to Brecht and Weigel. Listed is the whole ensemble, including some buildings as well as the garden with sculptures, sea-balustrade, water tower, boathouse and landing stage.
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Source Own work
Author Lienhard Schulz

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Unten   —-    Der Wagen des Berliner Ensembles mit Bertolt Brecht und Helene Weigel, 1. Mai 1954. / Bundesarchiv, Bild 183-24300-0049 – Sturm, Horst (CC BY-SA 3.0 unported – cropped)

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Wagentains Saar Aufstand

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Januar 2018

Zwergenaufstand im Linken Vorgarten der Republik

So geht das Leben der PolitikerInnen ihren nahen Untergang entgegen. Immer dann, wenn sie Glauben, und es trotz allen nicht Wahrhaben wollen, das ihre Zeit lange abgelaufen ist, starten sie mit den schon bekannt, berüchtigten Schnappatmungen, welche von nicht mehr zu kontrollierenden Rundumschlägen begleitet werden, in der Hoffnung doch noch einen Treffer landen zu können, um sich erneut nach Oben ab zu setzen.

So auch das infernale Duo Wagentaine aus Silwingen. Was bezweckt der zum politischen Zwerg mutierte Lafontaine mit seiner linken Sammelbewegung? Sich erneut an die Spitze einer Partei zu setzen. Mit dem einzigen Ziel die heute rot-rot-grünen Parteien durch Spaltungen platt zu machen? Im Saarland mag ihm der Schachzug, Dank seiner denkfaulen Eleven  noch einmal gelungen zu sein, aber Bundesweit ? Erst versenkte er die SPD – seiner Partei, welcher er alles was er geworden war, zu verdanken hat. Um dann vor Schröders Machtambitionen feige davonzulaufen.? Er war nicht Manns genug, den Kampf bis zum Ende durchzuführen?

Hinter Sträucher versteckt, beobachtete er wie die Entwicklung in der damals gegründeten WASG voranging. Erst nachdem Diese im Landeswahlkampf von NRW einen überraschenden Achtungserfolg erzielte, war er bereit in die dann gegründete Linke einzutreten. Die wirklich den Ausschlag gebende Person für den Parteien-Zusammenschluss war Klaus Ernst mit seinen Gewerkschaftern im Rücken. Aber auch dass ist besonders in der Branche der ungelernten Politiker üblich. Das schmücken mit fremden Federn. DL – Red. – IE

Vorschlag zur linken Volkspartei

Alle drei zusammen?

Immer weiter, weiter

Von Ulrich Schulte

Oskar Lafontaine liebäugelt mit einer linken Sammlungsbewegung. Doch wichtige SPDler und Grüne winken ab.

BERLIN taz | Führende Politiker von SPD und Grünen halten nichts von Oskar Lafontaines Vorschlag, eine neue linke Volkspartei zu gründen. „Es braucht wirklich keine Parteigründung, sondern eine starke SPD als die linke Volkspartei, die programmatische Orientierung bietet, zukunftsorientiert ist und in der ganz alltäglichen Politik das Leben der Menschen besser macht“, sagte SPD-Bundesvize Ralf Stegner der taz am Montag.

Der frühere Linke-Chef Lafontaine hatte zuvor im aktuellen Spiegel zur Bildung einer linken Volkspartei aufgerufen. „Wir brauchen eine linke Sammlungsbewegung, eine Art linke Volkspartei, in der sich Linke, Teile der Grünen und der SPD zusammentun.“ Das Parteiensystem, so wie es heute bestehe, funktioniere nicht mehr. „Wir brauchen eine Neuordnung.“ So ähnlich hatte sich Lafontaine mit Blick auf die Schwäche linker Parteien in Europa schon einmal im November geäußert.

Stegner sagte dazu weiter: „Oskar Lafontaine, der den SPD-Vorsitz im letzten Jahrtausend ohne Erklärung weggeworfen, eine Konkurrenzpartei gegründet und die SPD seither meist bekämpft hat, ist politisch ziemlich retro und als ‚Friedensengel‘ und Ratgeber für die politische Linke in Deutschland eher eine Fehlbesetzung.“ Manche, die einst der SPD den Rücken gekehrt hätten und zur Linkspartei abgewandert seien, seien längst zurückgekehrt, sagte Stegner.

Quelle      :      TAZ       >>>>>       weiterlesen

Kommentar linke Volkspartei

Lafontaines Feuerwerksrakete

,,La conception de l'Empire": Tomi Ungerers Plakat-Entwurf für das Festival, der 1989 einen Eklat auslöste.Foto: Festival

Von Ulrich Schulte

Der frühere SPD-Vorsitzende weiß genau, dass er nicht zum Versöhner der Linken taugt. Lafontaines Vorschlag ist nicht nur deshalb eine Schnapsidee.

Manche Ideen haben die durchschnittliche Lebensdauer einer Feuerwerksrakete. Sie zischen und knallen, um dann schnell zu verglühen. Der neueste Vorschlag von Oskar Lafontaine gehört in diese Kategorie. Es brauche eine linke Sammlungsbewegung, sagt der Linkspartei-Mitgründer, „eine Art linke Volkspartei, in der sich Linke, Teile der Grünen und der SPD zusammentun“.

Dieser Vorschlag zielt auf eine knackige Schlagzeile, nicht auf realpolitische Umsetzung. Lafontaine, die Hassfigur der Sozialdemokratie, weiß selbst, dass er nicht zum Versöhner der deutschen Linken taugt. Sozialdemokraten unterstellen ihm bis heute, dass er die Linkspartei für einen persönlichen Rachefeldzug instrumentalisiert. Und eigentlich sagt er ja: SPD und Grüne müssen sich spalten, damit ihre genehm denkenden Reste auf dem heilbringenden Pfad der Linkspartei wandeln. Aber eine doppelte Spaltung im Mitte-links-Lager soll neue Stärke generieren?

 

Quelle     :    TAZ       >>>>>        weiterlesen

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Grafikquellen   :

Oben    —    DL/  privat — CC BY-SA 3.0

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Mitte    —      :

Mann an der Führleine

Wikipedia – Author Leemclaughlin
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Das sind im übrigen Schauspieler welche sich dort präsentieren.

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Unten    —        Linkes Sittengemälde   — Verlinkung mit der Saarbrücker-Zeitung

 

 

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Gniffke in Haft

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Januar 2018

Antisemitismus-Beauftragter schlägt zu

File:2010-06-06 Skillshare Gniffke.jpg

Rationalgalerie

Autor: U. Gellermann

„Herr Dr. Gniffke, Sie sind verhaftet!“ Entsetzt starrt der Chefredakteur von ARD-aktuell dem Mann vom Innministerium ins Gesicht. „Sie haben in einer Ihrer Tagesschau-Sendung eindeutig Werbung für einen widerlichen Antisemiten gemacht. Denn ihre Parteinahme für Alexei Nawalny – den Sie auch noch fälschlich zum aussichtsreichen Kandidaten gegen Putin stilisieren, um überhaupt eine Nachricht aus ihm zu machen – unterstützt einen Mann, der zum Beispiel seinen Suff mit diesem Zitat zierte: ‚Der erste Toast geht auf den Holocaust.‘ Wir werden Sie wegen Holocaust-Verharmlosung von Ihrem Posten entfernen müssen. Sie sind vorläufig festgenommen.“ 

Schweißgebadet wacht Doktor Gniffke auf: „Aber es gibt ja noch gar keinen Antisemitismus-Beauftragten. Zwar haben wir über den „anhaltenden Judenhass in Deutschland“  und die Planung des Ministers berichtet. Aber wir machen ja nur Werbung für Nawalny, weil er ein Gegner von Putin ist. Und Anti-Putinismus wird ja wohl noch erlaubt sein.“ Dreht sich rum und schläft weiter den blinden Schlaf der Russophobie. 

Programmbeschwerde:

Nawalny, Nawalny, bis zum Erbrechen

http://www.tagesschau.de/archiv/sendungsarchiv100~_date-20171224.html

Sehr geehrte NDR-Rundfunkräte,

welch eine Nachricht in der Hauptausgabe der Tagesschau am „Heiligen“ Abend um 20 Uhr:

„In Russland ist der Kreml-Kritiker Nawalny endgültig von der Präsidentenwahl im März ausgeschlossen worden. Die Wahlkommission begründete das erneut mit einer Vorstrafe wegen Unterschlagung. Nawalny selbst nannte das Urteil politisch motiviert. Erst gestern hatten in 20 Städten tausende seiner Anhänger gefordert, Nawalny kandidieren zu lassen. Nach seinem Ausschluss rief er nun zum Wahlboykott auf.“

Dieser ARD-aktuell-Meldung stehen folgende reale Verhältnisse gegenüber:

„… das Lewada-Zentrum veröffentlichte am 10. Februar die Ergebnisse einer Umfrage zum Wahlverhalten. Hier wurden 1.600 Bürger in allen Regionen befragt. Bei der Sonntagsfrage („Sollten die Wahlen am kommenden Wochenende stattfinden, …“) sprachen sich 53 Prozent für eine Wahl Putins aus. Von denen, die aussagten, dass sie auf alle Fälle wählen gehen werden, lag der Prozentsatz sogar bei 83 Prozent.“ Quelle: https://deutsch.rt.com/russland/37113-russland-umfragen-ergeben-hohe-zustimmung/

Laut diesem institut erreichte dagegen Alexei Nawalny gerade mal 1 Prozent. Dieser Wert ist belastbar: Das „Lewada-Zentrum“ ist laut Reuters „das einzige vom russischen Staat bzw. russischen staatlichen Investitionen unabhängige Meinungsforschungsunternehmen“. Quelle: https://www.reuters.com/article/us-russia-levada/russias-only-independent-pollster-resists-foreign-agent-tag-idUSBRE9460KX2

Der Mr. Ein-Prozent und „Kreml-Kritiker“ ist nun von der kommenden Wahl ausgeschlossen, weil er wegen Unterschlagung bei Geschäften mit der Firma Yves Rocher vorbestraft ist. Weitere  Vorstrafen erhielt er wegen Betrugs und als Wiederholungstäter wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Seine Widerstandshandlungen wären in Deutschland nach §§ 111-114 gleichfalls strafbar und brächten bis zu 5 Jahre Haft ein. Quelle: https://www.anwalt.de/rechtstipps/widerstand-gegen-vollstreckungsbeamte-strafgesetzbuch-stgb_019713.html

Bei Vorstrafen von mehr als einem Jahr kann auch in Deutschland nach § 45 Abs. 1 StGB die Wählbarkeit entzogen werden. Quelle: http://www.wahlrecht.de/lexikon/ausschluss.html

Nawalny widerfährt in Russland nichts anderes, als was einem deutschen „Oppositionellen“ dieses Schlages hierzulande  widerfahren würde. Nur würde ein solcher großmäuliger Schreihals und vorgeblicher Korruptionsgegner sicher nicht dauernd im russischen Staatsfernsehen als „Kanzler-Kritiker“ aufgeblasen. 

Was ARD-aktuell ebenfalls nicht beachtet, ist, dass Nawalny „(…) ein böser nationalistischer Hetzer ist, der schon mal einen Toast auf den Holocaust ausbringt oder Kaukasier mit Wanzen und Schaben vergleicht“. Quelle: http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2015/01/die-navalny-kampagne-in-der-ard.html

Auch für solche grandiosen Schweinereien käme der Mann in Deutschland jahrelang in den Knast.

An Nawalny, dem von der Tagesschau wieder und wieder Gebenedeiten, ist nichts Besonderes dran – außer, dass er eine kriminelle Vita hat und von westlichen „NGOn“ gehätschelt und geschmiert wird. Dass er als „Kreml-Kritiker“ ständig gegen Präsident Putin medial aufgemandelt wird, obwohl er ein vollkommen aussichtloser Kandidat wäre, wenn er denn hätte antreten dürfen, das hat folglich keinen journalistisch vertretbaren Grund. Es geschieht vielmehr im Kontext antirussischer Propaganda und hetzerischer Kampagnen. Sie sind zwar ein Rechtsbruch, aber dafür gibt die ARD-aktuell sich seit Jahren her. Es passt nicht ins transatlantische Weltbild, dass im Kreml kein besoffener Jelzin mehr den US-Herren die Stiefel leckt, ihnen Russlands Staatsvermögen ausliefert und eine aufmüpfige Duma, das russische Parlament, auch schon Mal von Panzerartillerie beschießen lässt. Statt eines korrupten Säufers amtiert nun ein Vladimir Putin im Kreml, ein Präsident, der Russlands Ansehen weltweit wiederhergestellt hat. Auch in Deutschland genießt er noch Respekt,

ARD-aktuell, US-konform und regierungsfromm, darf und will das nicht anerkennen. Lieber staatsvertragswidrig die Völkerverständigung sabotieren und gegen Russland stänkern. Selbst für weihnachtliche Beweihräucherung eines üblen Krawallbruders und Hetzers wie Nawalny ist sich die Tagesschau nicht zu schade. Man kann beim Konsum solcher „Nachrichten“, um mit Max Liebermann zu sprechen, „jar nich so ville fressen, wie man kotzen möchte.“

Unserer Vermutung nach graust es aber Sie, die NDR-Rundfunkräte, ohnehin vor gar nichts. Nicht mal vor miesem Nawalny-Schmierenjournalismus.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer

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Grafikquelle : Wikipedia/ CC BY-SA 3.0 /File:2010-06-06 Skillshare Gniffke.jpg

Erstellt: 7. Juni 2010 7   ZikoEigenes Werk

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Januar 2018

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Was uns diese Woche bewegt: Soziopathen, Sozialdemokraten und die Frage, welcher US-Präsident zu Harrys Hochzeit eingeladen wird.

taz: Herr Küppersbusch, gesundes Neues! Was war schlecht im vergangenen Jahr?

Friedrich Küppersbusch: Wenn dir Facebook an Silvester um 23.45 Uhr „neue Freundschaftsvorschläge“ sendet, weißt du, dass der Algorithmus dich für einen kompletten Soziopathen hält.

Und was wird besser in diesem?

Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft. Kann ich jemandem dabei helfen ?

Die Union streitet über den Familiennachzug. Parteivize Armin Laschet will die harte Haltung aufgeben, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer daran festhalten. Hardliner ­gegen Weichliner, wer gewinnt?

Eyeliner. Schon unter den Nomaika – Verhandlungen drang aus einzelnen CSU-Brutreaktoren, da sei „Einzelfallprüfung“ das Mittel der Wahl. Nun hat das Berliner Verwaltungsgericht einen solchen Einzelfall eines 16- jährigen kriegstraumatisierten Syrers geprüft. Und befunden: minderjährig, seelisch krank, keine Eltern – unmenschlich. Nachdem man von insgesamt rund 60.000 solcher Schicksale ausgeht, wäre jede Regierung gut beraten, 60.000 Verwaltungsgerichtsverfahren zu vermeiden und eben eine gesetzliche Regelung zu finden. Damals zerschoss die rumpelstilisierte FDP den angebahnten Kompromiss. Nun, augenwisch und weg, tanzen CDU-Protagonisten die gehabte Debatte nochmal eurythmisch nach und dann einigt sich die Groko genau so. Andernfalls: AfD am Hals. Laschet und andere Merkelianer sehen die Gefahr, dass es sonst eine Zwangsehe aus Union, AfD und FDP gäbe bei dem Thema.

Eigentlich hat Sigmar Gabriel derzeit nicht viel zu melden: Mitsondieren darf er nicht. Und trotzdem formuliert er aus dem Off Bedingungen für eine neue Groko. Kann er nicht loslassen?

Es verführt, an die klassische Strauß-Stoiber-Rochade zu denken: Kohl und Merkel ließen jeweils ihren CSU-Rivalen den Vortritt, sich als Kanzlerkandidaten zu verhorsten, um danach unumstritten zuzugreifen. Gabriels schwieriges Wort darin ist „unumstritten“ – das isser nicht. Sein Talent, am Fluss zu sitzen, bis die Leichen seiner Feinde darin vorbei schwimmen, zerbricht an seinem Temperament. Er hüpft aufgeregt am Ufer und brüllt „Mach schon, du Fluss-Arsch!“

Die US-Kongressbibliothek will ab 2018 nicht mehr jede Twitternachricht der Welt, sondern nur noch ausgewählte archivieren. Wo können wir in 20 Jahren die Tweets von Money Boy oder der Deutschen Polizeigewerkschaft nachlesen?

Quelle    :      TAZ       >>>>>       weiterlesen

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Grafikquelle  :    Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

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DL – Tagesticker 02.01.18

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Januar 2018

Direkt eingeflogen mit unseren  Hubschrappschrap

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Twitter-Sperre wegen „NetzDG“? :

Jede/r macht das was er gerade nicht kann. So zeigt sich Politik Heute. Die Hetze gegen die Kleinen dort Unten startet dort – wo sie auf keinen Fall hingehört. Bei der Politik – ganz Oben!

1.) Von Storch und Weidel sehen sich als Zensuropfer

Nach dem vollständigen Inkrafttreten des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) beklagen die AfD-Politikerinnen Beatrix von Storch und Alice Weidel die Sperrung einiger Beiträge in sozialen Netzwerken. Der Kurznachrichtendienst Twitter hat von Storchs Account für mehrere Stunden lahmgelegt. Seit der Silvesternacht konnte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag keine neuen Tweets mehr verfassen. Die vorübergehende Sperrung wurde aktiviert, nachdem sich von Storch über eine Kurznachricht der Kölner Polizei beschwert hatte. In dem auf Arabisch verfassten Tweet hatte die Polizei allen Menschen im Raum Köln/Leverkusen Neujahrswünsche verschickt. Parallel dazu war der Tweet auch auf Deutsch, Englisch und Französisch veröffentlicht worden.

FAZ

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Ein Aufstand gegen die Regierung dort – Die da Oben ! Auch hier wurden sämtliche Proteste gegen die G 20 in Hamburg verhindert !! Wo der Verstand in den Regierungen nicht vorhanden ist, müssen  Verbote her ! Politische Unfähigkeit zeigt Macht.

Beispiel gefällig :

2.) Demonstranten im Iran setzen Polizeiwachen in Brand

Bei den Protesten im Iran haben Demonstranten laut Medienberichten Polizeiwachen angegriffen. Iranische Nachrichtenagenturen melden, in Nadschafabad hätten Demonstranten eine Polizeiwache in Brand gesetzt. Auch ein Posten der Verkehrspolizei in der Stadt Kermanschah sei angezündet worden. Auf sozialen Medien verbreiten sich Videos, die schwere Zusammenstöße zwischen den Sicherheitskräften und Demonstranten in Kahderidschan zeigen sollen.

Zeit-Online

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Schuster bleibt bei Euren Leisten : Sollten solche Aufgabn einer Laienspielschar, den IMIS überlassen werden? Ein  großes Problem der Politik. Die mit den gringsten Wissen – zeigen zuerst auf. Wie in der Schule früher. Ich weiss was, Herr Lehrer !

Flüchtlinge

3.) Bundesärztekammer lehnt systematische Alterstests für Asylbewerber ab

In der vergangenen Woche stach ein afghanischer junger Mann in einem Drogeriemarkt in Kandel auf ein 15 Jahre altes Mädchen ein. Im Krankenhaus erlag es seinen Verletzungen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zwei Tage später zitierte die Bild den Vater des Mädchens: „Er ist nie und nimmer erst 15 Jahre alt“, habe er gesagt. „Wir hoffen, dass wir durch das Verfahren jetzt sein wahres Alter erfahren.“ Die Tat von Kandel hat eine Debatte über die Altersfeststellung bei Asylbewerbern ausgelöst. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte eine „strikte Regelung für eine medizinische Altersüberprüfung von allen ankommenden Flüchtlingen, die nicht klar als Kinder zu erkennen sind“. Dafür werde sich die CSU in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD einsetzen. „Noch immer täuschen zu viele Flüchtlinge ein jugendliches Alter vor“, sagte er der Funke-Mediengruppe.

Sueddeutsche-Zeitung

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Die nächsten Schuster – Dem Mautkönig reichen die Einnahmen nicht? Dann sind jetzt die Nächsten an der Reihe welche sich nicht wehren können – Obrigkeitsarroganz! Weniger Geld für die Nichtsnutze wäre angebrachter.

4.) CSU will weniger Geld für Asylbewerber

In Berlin wollen Union und SPD ab Mittwoch im kleinsten Kreis die Sondierungen vorbereiten. Für die CSU hat in Bayern aber auch das entscheidende Landtagswahljahr begonnen. Aus der Partei wurden Beschlussvorlagen für die traditionelle Winterklausur der Bundestagsabgeordneten in Kloster Seeon durchgestochen, die das Gegenteil von dem festschreiben, was die SPD will: den Wehretat stark erhöhen, die Integration in der EU begrenzen, sozialdemokratische Bildungsreformen zurückdrehen. Nun kommt ein weiteres Papier hinzu. „Damit Deutschland nicht weiter Anziehungspunkt für Flüchtlinge aus der ganzen Welt ist, wollen wir die Sozialleistungen für Asylbewerber kürzen“, sagte Dobrindt dem „Münchner Merkur“ (Dienstag).
Augsburger-Allgemiene

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Ein gutes Beispiel für die Deutschen ?

Türkische Militärs in Griechenland

5.) Ausgeliefert wird nicht

Athen wird die acht türkischen Militärs, die 2016 nach Griechenland geflohen waren und dort Asyl beantrag haben, laut einem Regierungssprecher nicht in die Türkei ausliefern. Dies gelte unabhängig davon, ob sie in Griechenland Asyl bekommen oder nicht. Dies erklärte ein griechischer Regierungssprecher am späten Sonntagabend.

TAZ

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Jetzt sind wir also alle gleich, nur noch kleine Wichtel in einer freien Welt?  Femen wie Merkel werden jetzt WichtelInnen genannt ?

Paragraf 103

6.) Majestätsbeleidigung nicht mehr strafbar

Majestätsbeleidigung ist in Deutschland nicht mehr strafbar. Das teilte der Bundesrat mit.  Die Länderkammer hatte nach eigenen Angaben den Anstoß für die Streichung des Paragrafen 103 aus dem Strafgesetzbuch gegeben. Dieser hatte die Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten unter besondere Strafe gestellt; es drohten bis zu drei Jahre Gefängnis.

FR

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7.) Was sich Promis für 2018 vornehmen

„Och, erst mal bis Mai ausspannen. Und dann vielleicht wieder regieren, mal schauen. Aber ohne die CSU.“
Angela Merkel, Sondierungsgenie

„Ich werde mich für mehr Pressefreiheit in der Welt einsetzen.“
Recep Tayyip Erdoğan, Journalisten-Liebling

Titanic

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Hinweise und Anregungen nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Grafikquelle: DL / privat – Wikimedia Commons – cc-by-sa-3.0

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